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6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In
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Aus der engeren Heimat
Welche Nistkästen find auszuhängen?
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14: Nachrichten. 14.10: „O kommet doch, o kommt ihr Ballsirenen!" 15: Hundert hungrige Mäulchen. 15.15: Weltwirtschaftlicher Monatsbericht. 15.30: Wir Jungmädel laden euch ein zur fröhlichen Lese am Rhein. 16: Frankfurter Tönende Illustrierte Nr. 1. Halbmonatsblätter für NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". Winter 1938/39. 18: Bühne und Film im Rundfunk. 18.30: Das Fest der Traube in Ungarn. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. 20.15: Laßt rasten eure arbeitssamen Hände, seid froh — und lacht am Wochenende! Zwei Stunden im Zauber des Weinherbstes für die Kameraden der Arbeitslager im Westen. 22: Nachrichten. 22.30: Wir tanzen in den Sonntag. 24 bis 2: Nachtkonzert. Im Tanzschritt durch die Welt.
gaben und damit an seine Arbeit heranging. Die Leistung ist ihm nicht nur Antrieb zum persönlichen Weiterkommen, sondern mit eine ganz selbstverständliche Verpflichtung. Eine noch so vorbildliche Haltung im BDM.-Dienst, die sich nicht im Alltag beweisen kann, scheint sinnlos. Wir erziehen und wollen Mädel, die mit Freude und ihrem ganzen Herzen im Beruf stehen, die eine Auslese der Leistung darstellen.
. Was aber hat der BDM. praktisch für die Siegerinnen im RBWK. getan, welche Möglichkeiten hat er zu ihrer Betreuung? Es ist klar: die berufliche Förderung liegt in Händen der Deutschen Arbeitsfront. Die Förderung, die der BDM. den Besten des RBWK. zuteil werden lassen kann, entspricht seinen besonderen Aufgaben. So wurden z. B. die Siegerinnen des vergangenen Jahres in die Führerinnenschulung eingebaut, so daß sie auf weltanschaulichem und sportlichem Gebiet für den nächsten Wettkampf noch bessere Voraussetzungen mitbringen und etwaige Lücken ausfüllen können. Außerdem stellte der Obergau einen 10tägigen Aufenthalt im Schilager und in anderen Fällen Freiplätze iw den Haushaltungsschulen Heiligenberg und Orb zur Verfügung. Mit der letzteren Maßnahme, aber auch mit der kostenlosen Teilnahme an den hauswirtschaftlichen Lagern des Winters für Landmädel und einem 20tägigen Lehrgang für bäuerliche Werkarbeit in der Werkschule des Obergaues unterstreicht der BDM. seinen Willen zur Förderung hauswirtschaftlicher Berufsausbildung, die immer stärker an die Seite anderer Berufe gestellt werden muß. Den Siegerinnen 1939 stellt der Obergau außerdem in Aussicht: kostenlose Teilnahme an einer Großfahrt des Obergaues für die Gausiegerinnen; kostenlose Tellnah'me an der Hessen- Nassau-Fahrt für die Kreissiegerinnen.
Von den Betrieben erwartet er, daß sie den im Jugendschutzgesetz festgelegten Urlaubsforderungen Verständnis entgegenbringen und damit die Voraus- setzungeü schaffen, im Rahmen einer großzügigen FreizeitgeIaltung im BDM. dem leistungsfähigen Mädel nicht nur Freude und Erholung zu vermitteln, sondern auch die Möglichkeit, ans dem engen Rahmen feiner Arbeit hinauszuwachsen und damit wieder die Leistungen zu erhöhen, zum Nutzen des Ganzen.
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Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 9.40: Deutschland — Kinderland. 10: Schulfunk. 11: Eröffnung der alemannischen Kulturtagung. 11.45: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert II.
Bleien f "ju. tum» uns
Unter schwerem Verdacht.
Wer war der Entflohene?
Lpd. Frankfurt a. M., 10. Nov. Ein 19jähri- ger Bursche aus Frankfurt a. M. - Zeilsheim, der be-' reits wegen Diebstahls und Bettelns, sowie Landstreicherei vorbestraft ist und sich seit mehreren Jahren in einer Erziehungsanstalt befand, kehrte Dienstag, nachdem er in der Fürsorgeerziehung durchgebrannt ryar und sich seit Wochen angeblich in Berlin Herumgetrieben hatte, nach Zeilsheim zurück, um bei seinen Angehörigen Unterschlupf zu suchen. In seiner Begleitung befand sich ein etwa 35jähriger Mann, der es verweigerte, sich den Verwandten seines jungen Freundes gegenüber auszuweisen. Als man mit der Polizei drohte, entfloh er und drohte, sich zu erschießen, wenn ihn die Polizei ausfindig mache. Der Mann, hinter dem man einen Schwerverbrecher vermutet, ist dann auch vorläufig entkommen. Die Polizei nahm aber auch den jüngeren Mann fest, der von Kopf bis Fuß vollständig neu eingekleidet war und einen größeren Geldbetrag bei sich trug, über dessen Herkunft er unglaubwürdige Auskünfte gab. Bei ihm besteht der Verdacht, daß er das Bargeld und seine Ausstattung durch irgendein Verbrechen erworben hat. Eine Untersuchung ist eingeleitet.
Im Gärkeller erstickt.
Wie gefährlich es ist, ohne die nötigen Vorsichtsmaßnahmen den Gärkeller zu betreten, beweist ein bedauerlicher Vorfall, der sich in Hochheim am Main ereignete. Der bei der Preußischen Weinbaudomäne angestellte 50jährige Weinbauinspektor Peter K o - 6er hatte sich in den Keller begeben. Als er nach längerer Zeit nicht zurückgekehrt war, forschte man nach und fand den Mann am Boden liegend auf. Er war durch die Gase des gärenden Mostes betäubt worden. Leider kam die Hilfe zu spät; alle Wiederbelebungsversuche waren erfolglos.
Mädel und Reichsberusswettkampf
Von Odergauführerin Else Riese.
schaftliche und 3 Gewerbebetriebe, 387 Einwohner; Krofdorf: 282 Haushaltungen, darunter 243 landwirtschaftliche und 25 Gewerbebetriebe, 136B. Einwohner. 1895 wohnen in Krofdorf-Gleiberg 1897 Gemeindeglieder mit 391 Haushaltungen. — Die letzte Zählung vom 10. Oktober 1938 ergibt 2538 Einwohner (1211 männliche und 1327 weibliche). Davon sind evangelisch 2154, katholisch 45, jüdisch 3, gottgläubig 176, konfessionslos 143, neuapostolisch 17. 695 Haushaltungen verteilen sich auf 540 Häuser.
Landkreis Gießen.
* Heuchelheim, 9. Nov. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr hielt ihre Jahres-Schluh- übung ab, mit der ein Brandangriff verbunden war. Angriffsobjekt war ein landwirtschaftliches Gebäude in der Nähe des Bieberbaches, so daß die Spritze voll eingesetzt werden konnte. Die Uebung nahm einen guten Verlauf. Im Anschluß daran fand bei Kamerad Germer die Generalpersammlung der Wehr statt. Die Besprechungen galten insbesondere der Vorbereitung der Feier des 60jährigen Bestehens der Wehr. Am Nachmittag des Festtages (23. November) wird die Wehr erstmalig in ihrer neuen Uniform zu einer Gefallenen-Ehrung antreten. Ein Umzug durch die Straßen unseres Ortes wird sich anschließen. Mit besonderer Freude wurde festgestellt, daß auch einige Mitgründer, die heute noch aktiv in der Altersabteilung stehen, das Jubiläum mitfeiern können.
# Allendorf (Lahn), 9. Nov. Der hiesige Schäfereiverein hielt eine Versammlung ab, die sich mit der Neuverdingung eines Schäfers zu beschäftigen hatte. Der seitherige Schäfer Otto Rinker aus Lützellinden, der die hiesige Herde seit neun Jahren betreut, will sich verändern, um als Schäfer für die Gemeinde Steinbach bei Gießen tätig zu jein. Der Verein verpflichtete nunmehr den Schä- •fer Heinrich Hardt aus Gräfen-Wiesbach. Neben üblichen Bedingungen wurde beschlossen, daß jeder Schafhalter für den Schäfer ein Schaf überwintern muß. Dem Schäfer ist damit Gelegenheit gegeben, einige eigene Schafe zu halten. Die Versammlung wurde durch den Salzmeister geschlossen.
Kreis Wetzlar.
(D Krofdorf, 9. Nov. Wie im Vorjahre, so soll auch in diesem Winterhalbjahr vom Deutschen Roten Kreuz hier ein Kursus f ü r e r ft e Hilfe durchgeführt werden, dessen Leitung Sanitätsrat Dr. Seipp übernimmt. Der Zug II Krofdorf der Bereitschaft I Wetzlar des Roten Kreuzes besitzt eine Stärke von 50 Mann. Zugführer Emil Schmidt wurde dieser Tage zum Oberwachtführer und der Gruppenführer Forbach zum Wachtführer befördert. Die angeschlossene, auf Grund des vorjährigen Kursus neugebildete Helferinnen-Gruppe mit ihrer Leiterin Frau Else Meyer konnte kürzlich mit 17 Helferinnen beim Kreisappell zur Vereidigung und anschließenden Uebung antreten. Man erhofft weiteren Beitritt von jungen Frauen und Mädchen zu diesem vaterländischen Hilfswerk im Laufe der bald beginnenden Neuausbildung.
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Spinale Kinderlähmung.
* Alsfeld , 10. Nov. Der Kreisdirektor des Kreises Alsfeld gibt bekannt, daß sich in der Gemeinde Ober-Gleen ein Fall von Kinderlähmung ereignet hat. Die Bevölkerung von Ober-Gleen und der umliegenden Orte ist zur genauen Beachtung der vom Staatlichen Gesundheitsamt angeordneten Maßnahmen aufgefordert worden. — Die für den Ort Storndorf anläßlich des Auftretens der Kinderlähmung vor einiger Zeit getroffenen Schutzmaßnahmen hat der Kreisdirektor jetzt wieder aufgehoben, da sich in der Gemeinde Storndorf bisher ein weiterer Fall von Kinderlähmung nicht ereignet hat.
Schweres DerkehrSunglück in Fulda.
Ein ff-IHann getötet, ein anderer schwer verletzt.
LPD. Fulda, 10. Nov. In d>er Stadtmitte ereignete sich in der vergangenen Nacht ein schweres Verkehrsunglück. Ein ^-Mann stteß mit seinem Motorrad auf dem Heimweg gegen einen Personenwagen und erlitt dabei derart schwere Verletzungen, daß er nach kurzer Zeit v e r ft a r b. Sein ^-Kamerad, der auf dem Soziussitz saß, flog gegen die Windschutzscheibe des Personenwagens und wurde schwer verletzt. Der Fahrer des Kraftwagens kam mit leichten Verletzungen davon.
Lokalschau
des Kaninchenzuchtvereins Albach.
* A l b a ch , 8. Nov. Im Saal der Wirtschaft Bauer veranstaltete der hiesige Kaninchenzuchtverein am vergangenen Sonntag seine diesjährige Lokalausstellung. Die Schau war mit 75 Tieren verschiedener Rassen beschickt; allerdings standen die von der Rejchsfachgruppe anerkannten Wirtschaftsrassen im Vordergrund. Viele Züchter haben sich auf bestimmte Rassen festgelegt. Das Interesse an der Kaninchenzucht hat sich in unserer Gemeinde allgemein gehoben. Der Verein konnte in letzter Zeit mehrere Anmeldungen verzeichnen. Die Lokalschau war sehr gut besucht. Als Preisrichter war Herr Dietrich (Klein-Karben) verpflichtet worden. Die Prämiierung hatte folgendes Ergebnis:
Groß-Chinchilla: Karl Wehrum einen Ehrenpreis, Heinrich Brück einen 1., Georg Schmitt einen 1. und 2. und Wilhelm Wagner einen 2. und einen 3. Preis.
Weiße Wiener: Michel Thon einen Ehren-, einen 1. und einen 2. Preis, Wilhelm Stumpf einen 3. Preis.
Blaue Wiener: Karl Hermann erhielt für das beste Tier der Ausstellung den Ehrenpreis der Gemeinde.Albach. Außerdem erhielt er einen dritten Preis.
Französisch Silber: Wilh. Schäfer einen 3. Preis.
Rheinische Schecken: Wilhelm Stumpf einen 3. Preis.
Klein-Chinchilla: Karl Stroh einen Ehr^n-, einen 1. und 2. Preis.
Schwarz Silber: Karl Schmidt einen 1. und 2. Preis.
Den Reichsfachgruppen-Ehrenpreis erhielt Georg Schmidt auf Groß-Chinchilla.
Einwohnerzahlen in Krofdorf-Gleiberg von 1579 biS1938.
(D Diese Zahlenstatistik gibt ein ungefähres Bild der Bevölkerungsbewegung zweier heimatlichen Orte, die seit dem Mittelalter ein Gemeinwesen bilden. Dabei fällt die Besonderheit auf, daß G l e i- b e r g als der „Ort höheren Lebens" (Grafen- und später Amtmannssitz) bis zum Dreißigjährigen Krieg K r o fdo r f an "Große bei weitem übertrifft. Dann aber werden die Lebensbedingungen des Ortes Krofdorf im Tal günstiger, und es überflügelt dieser Ort den Bruder auf dem Berg und setzt ihn bis zur Gegenwart immer stärker in Abftand. Das zeigen folgende Zahlen: Im Jahre 1579 besitzen beide Orte etwa 110 Häuser; 40 Schüler erwähnt ein Schulverzeichnis. 1592 verteilen sich die 518 Einwohner auf Gleiberg mit 55 Ehepaaren, zwei Witwern und 16 Witwen, auf Krofdorf mit 31 Ehepaaren und 5 Witwen.Gehen damals 43 Kinder zur Schule, so sind es 1596 etwa 60 (das sind freiwillige Schulkinder, da ja noch keine Schulpflicht bestand). Das Jahr 1615 bezeugt iy Gleiberg 84 Haushaltungen, in Krofdorf 45 Haushaltungen. Anders zeigt sich das Verhältnis 1662: Von 101 Häusern kommen auf Gleiberg 43 (zwei Jahre svä- ter 48), auf Krofdorf 58. Bis 1688 steigt die Häuserzahl um 9. In der Folgezeit vergrößert sich Krofdorf merklich; bis 1751 bringt es Gleiberg auf pur 70 Haushaltungen, Krofdorf aber auf 128. Im Jahre 1835 wohnen insgesamt 1172 Einwohner in 58 Häusern in Gleiberg und in 145 Häusern in Krofdorf. 1875 zählt Gleiberg 65 Häuser, 92 Haushaltungen, 392 Einwohner, Krofdorf 230 Häuser, 262 Haushaltungen und 1346 Einwohner. 1882: Gleiberg: 83 Haushaltungen, darunter 75 landwirt-
Anders steht es um den Schutz unseres fröhlichen Meifenvölkchens, das vorläufig nirgends lästig werden kann. Schon aus ästhetischen Gründen sollte der Vogelfreund nicht versäumen, für diese flinken, ewig turnenden und kletternden Federbällchen Nistgelegenheit anzubrin- §en. Am zweckmäßigsten werden die K ä st e n im iftober oder November aufgehängt. Dann können sie von den Vögeln schon während des Winters als Schlafplätze benutzt werden. Hohlen, die in der rauhen Jahreszeit als Schlafstelle ober als Schutzraum gegen die Unbilden der Witterung dienten, werden im Frtchjahr am ehesten xum Brut- platz gewählt. Auf freien Anflug ist unbedingt zu achten. Ast- und Laubwerk dürfen das Flugloch nicht verdecken. Kästen, die in geschützten Stellen mit der Flugöffnung nach Südosten hängen, werden bevorzugt. Doch findet man oft auch Nisthöhlen besetzt, deren Einflugöftnung nach der Wetterseite gerichtet ist. Dieser Nachteil wird von den Vögeln eher in Kauf genommen, als ein nach rückwärts geneigter Kasten, in den das Regenwaffer hineinlaufen kann. Eine leichte Neigung nach vorn ist daher nicht von Schaden. Man sieht immer noch Sitzstangen vor dem Flugloch; sie sind ganz überflüssig und bedeuten zudem eine Gefahr für die Kastenbewohner. Denn diese Stängelchen ermöglichen es allen vier- und zweibeinigen Nesträubern, leichter an die Eier ober Jungvögel zu gelangen. Auch Störungen durch Artgenossen im Kampf um den Brutplatz werden dadurch erleichtert. Die Nistkästen dürfen außerdem nicht nahe beieinander aufgehängt werden, sonst überschneiden sich die Brut- und Nahrungsbezirke der einzelnen Paare, und Raufereien sind zum Nachteil der Bruten unausbleiblich. Der Abstand zwischen zwei Kästen sollte nicht geringer als 25 Schritte sein. Wo es möglich ist, werden die Bruthöhlen am besten in 2 bis 3 Meter Höhe an Bäumen angebracht. Stämmchen, die noch zu dünn sind und infolgedessen bei Wind sehr schwanken, werden stets gemieden. Wenn jtarke Bäume nicht vorhanden sind, werden die Kästen mit Vorteil an einem Pfahl unter dem Ansatz der Krone angebracht. Liegt die nach oben, und unten verlängerte Aufhängeleiste fest am Stamm, dann schadet den Bäumen das Annageln nicht. Man achte nur darauf, daß die Rinde nicht zu jehr gequetscht wird. In Pfirsich-, Aprikosen- oder Kirschbäume wird man allerdings keine Nägel eintreiben. Diese hochwertigen Steinobstsorten leiden 'zu leicht an Harzfluß. Die Verwendung von Draht zum Befestigen der Halteleiste ist nicht ratsam. Wenn der Umfang des Stammes großer wird, reiht der Draht oder er wächst in den Baum ein und schadet dadurch empfindlich.
Der schönste Meisenkasten am sichersten Ort verfehlt seinen Zweck, wenn er nicht alljährlich nach Beendigung des Brutgeschäftes nachgesehen und das alte Nest entfernt wird. Unterbleibt diese Kontrolle, dann wird der Kasten allmählich ein Paradies für Ungeziefer oder eine luftige Ruhestätte für verfaulte Eier und eingetrocknete Leichen von Jungvögeln. Solche zweifelhafte und nutzlose Zierden eines Gartens werden von den Vögeln mit Sicherheit nicht gewählt. Ebenso nötig ist es, das zudringliche Spatzenvolk aus den Kästen zu werfen. Zu einer Vermehrung dieses Straßengesindels auf Kosten der Meisen sollte der Mensch nicht beitragen. Wollen wir eine regelmäßige Be-
NSG. Es wird hier nicht zum erstenmal daraus hingewiesen, welche Pionierarbeit die Hitlerjugend mit dem Aufgreisen des beruflichen Leistungskampfes vor sechs Jahren und dann in seiner wachsenden Durchführung geleistet hat. Aber es erscheint doch einmal angebracht, die Stellung des Mädels zum Beruf und den Einfluß des BDM. auf seine berufliche Entwicklung aufzuzeigen.
Man hat dem BDM. schon manches Extrem angedichtet: einmal, daß er das Mädel in den Wettlauf mit dem Jungen stelle, und ein andermal, daß er es ausschließlich weiblich bedingten Berufen, also sozialen und pflegerischen, zuführen wolle.
Der praktische Einsatz unserer Mädel in den vergangenen Wettkämpfen hat beide Richtungen Lügen gestraft. Selbstverständlich werden das Verständnis und der Einsatz für rein frauliche Berufe stets das Ziel unserer Berufslenkung sein. Darüber wollen wir aber nicht vergessen, welch wertvolle und unbedingt notwendige Ergänzung die weibliche Arbeitskraft in kaufmännischen, industriellen und handwerklichen Berufszweigen ist und daß selbst künstlerische Ansprüche sie keineswegs entbehren können. Das Mädel von heute sieht eben in seiner besten Auslese — und die steht wohl im BDM. — den Beruf nicht nur mehr ans der Perspektive des Geldverdienens, sondern weiß um den tieferen Sinn der Arbeit, hat Freude an der eigenen Leistung und sieht über das Persönliche hinaus die Forderung des Ganzen.
Diese Richtungsänderung nehmen wir für uns in Anspruch, damit aber auch die Verpflichtung, innerhalb unserer Erziehungsarbeit alles daranzusetzen, daß diese Auffassung immer weitere Kreise zieht und tatsächlich eine bleibende wird.
Es wird uns oft zum Vorwurf gemacht, daß der Dienst im BDM. die berufliche Ausbildung hemme und das Mädel allzu sehr beanspruche, so daß es nicht mehr hundertprozentig seinen Platz ausfülle. D e Erfahrungen in den vergangenen Wettkämpfen haben uns jedoch gerade das Gegenteil bewiesen. Vielleicht hat dies oderAenes nicht organisierte Mädel in fachlichen Dingen ein Kleines voraus; sicher ist, daß das BDM.-Mädel, das jahrelang durch unsere sportliche und weltanschauliche Schulung ging, das in der Gemeinschaft des BDM. eine innigere Beziehung zum Leben des Volkes gewann, ein vollkommeneres Leistungsbild aufweisen konnte und selbstbewußter, klarer und lebendiger an seine Auf-
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Diele unserer heimischen Vogelarten, besonders unter den Raub-, Sumpf- und LLasservögeln, sieht der Vogel- und Naturfreund heute in ihrem Bestände stark bedroht. Die Landschaftsoeränderungen, deren Umfang und Geschwindigkeit sich beständig steigern, rauben diesen Arten immer mehr die Lebens- und Fortpflanzungsbedingungen. Die Vogelschutzbestrebungen blieben in diesem Bereiche leider bis heute so gut wie wirkungslos.
Dahingegen führte der unserer Kleinoogelwelt gewährte Schutz zu durchaus erfreulichen Erfolgen. Deutlich erkennbar wird Liefe Wirkung z. B. an der auffallenden Zunahme unserer Stare und Meisen. Man darf allerdings nicht übersehen, daß unter den Höhlenbrütern gerade diese beiden Arten wahre Meister der Anpassung an veränderte Verhältnisse sind. Ja, beim Star scheint durch die ihm eigene Anpassungsfähigkeit und die damit verbundene außerordentliche Vermehrung allmählich wieder empfindlicher Mangel an Drutgelegenheit eingetreten zu sein. Man sieht diesen Vogel nämlich heute in allen möglichen und unmöglichen Löchern zu oft erfolglosen Brutversuchen schreiten. Dem aufmerksamen Voaelbeobachter drängen sich in jedem Frühjahr häufig Fälle höchst eigenartiger Nistplätze des Stares auf. Die Wohnungsnot trieb den findigen Gesellen z. B. auf der Fläche des staatlichen Naturschutzgebietes der Insel M e m - wert-dazu, in angeschwemmten Fischkästen, Fässern, unter Wrackholz, im Ofenrohre oder gar im Papierkästchen eines stillen Ortes und in Kaninchen- rohren zu brüten. Es ist selbstverständlich, daß sich das zahlreiche Auftreten des Stares in mancherlei Hinsicht auf unseren Fluren bemerkbar macht. In den letzten Jahren ist bekannt geworden, daß Starenschwärme mit durchgreifendem Erfolge Wirtschafts- und Nutzpflanzen von Schädlingen befreiten. Bei ße onbiiTa (Overösterreich), fielen Stare in ein von Tanymecus palliatus F. befallenes Zucker- rübenfelb ein und fraßen die Käfer so restlos auf, daß weitere Spritzungen überflüssig wurden. Meldungen über ähnliche Fälle liegen auch aus Mitteldeutschland vor. Dort wurden die Raupen der Gammaeule (Plusia gamma L.) an Zuckerrüben und der Kohlschabe (Plutella cruciferarum Zell) an Frühweißkraut und Rosenkohl beseitigt. Diese nützliche Mitwirkung der Starmatze m unserer Ernährungsschlacht ist freilich nur möglich, wenn die Vögel in Massen rechtzeitig während des Sommers einfallen. Die Hilfe wird immer örtlich eng begrenzt bleiben, und der Bauer kann niemals mit Bestimmtheit auf sie rechnen, da die Schwarme, wie es scheint, ganz ohne System und Regel im Lands umherstreisen. Leider hat die sonst jo erfinderische Technik bis heute kein Mittel gefunden, um die Vogel von den Bezirken (Weinberge, Kirschenanlagen, Pflaumen) fernzuhalten, in denen sie alljährlich ungeheuren Schaden anrlchten. Die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Vogelschutz- warte hat daher ttn Juli 1937 beschlossen, wegen der oft riesigen Schädigung unserer Obsternten die Ansiedlung des Stares nicht mehr im alten Umfang weiterzubetreiben und die Anbringung von Starenkästen vorderhand n i $ l mehr zu empfehlen. Diese Haltung von fachkundiger und berufener Seite mag auch der Bogel- freund im Interesse unserer Volkswirtschaft beherzigen, d. h. er wird' gut tun, zunächst einmal die Hege des Stares zurückzustellen.__
Seitenwand oder das Bodenstück ohne Mühe ge- roerben können. G.
Rundfunkprogramm
Samstag, 12. November.


