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Wieder ein starkes Fernbeben.
Am Donnerstagabend wurde an den württem- , bergischen Erdbebenwarten wieder ein außerordentliches starkes Fernbeben ausgezeichnet. In Stuttgart
Hektar mit reinen Trockenkulturen oder von 30 Hektar in den an sich trockenen Gebieten, in denen jedoch größere Regenmengen die Bepflanzung begünstigen. Auf den Bauernhöfen in der tripolitanischen Steppe, die wir besichtigten, wird das Wasser aus eigens gegrabenen Brunnen durch eine elektrische Pumpe in einen Behälter und aus diesem wieder durch ein Röhrennetz in die einzelnen Gebäude bzw. auf die zu berieselnden Grundstücke geleitet. Allein in den südwestlich von Tripolis erbauten Dörfern Oliveti, Bianchi und Giordani wurden 317 Brunnen von 15 bis 20 Meter Tiefe angelegt, während bei Breviglieri 40 weniger tiefe Brunnen das Wasser für Menschen und Tiere liefern. Außerdem wurden 70 Behälter gebaut, von denen zehn je zwei- bis dreitausend Kubikmeter und 60 je zweihundert Kubikmeter Wasser fassen.
Die Bauten selbst, die in den neuen Dörfern errichtet worden sind, werden auf die Siedler wahrscheinlich einen noch viel stärkeren Eindruck machen als auf die Pressevertreter, die ihre Bewunderung nicht verbergen konnten. Um große Plätze, deren Anlagen mit Palmen bepflanzt sind, liegen weiße Gebäude im neufaschistischen Kolonialstl, mit geschwungenen Arkaden und hellen, luftigen Räumen, das Rathaus, die Kirche, die Schule, ein offener und ein gedeckter Markt, die Post, das Haus des Fafcio, das Krankenhaus alles in weniger als sieben Monaten aus dem Boden gestampft. Ringsherum zerstreut die geräumigen Wohnhäuser für die Sied- , ler. Selbst 'eine Niederlage der staatlichen Benzin- gesöllschaft fehlt nicht. Musterdörfer im wahren Sias- des Wortes hat hier der faschistische Staat geschaffen.
Nun hat die Wanderung der 1800 Familien zu diesen Dörfern begonnen. Bon den 16 Dampfern, die nebeneinander im Hafen von Tripolis lagen, wurden 1074 Familien mit Kind und Kegel auf ebensooiele Lastkraftwagen „umgeladen"; neun Dampfer setzten dann die Fahrt nach Bengasi fort, wo sie 968 Familien ausschifften. Auch dort stand für jede Familie ein Lastkraftwagen bereit. Um diese gewaltige organisatorische Leistung zu vollbringen, mußte Marschall Balbo den Kraft- wagenpärk von zwei Armeekorps mobilmachen und außer den faschistischen Verbänden größere Truppenabteilungen für die Gepäckoerladung, den Ord- nungs- und Verpflegungsdienst einsetzen. In beiden Siedlungsgebieten mußten große Zeltlager mit allen erforderlichen Hilfsmitteln für diejenigen Familien errichtet werden, die ihre neuen Heime wegen der großen Entfernungen — einzelne Kraftwagenkolonnen haben über 500 Kilometer zurückzulegen -* nicht in einem Tage erreichen können. Aber: Am 7. November abends war die „erste italienische Völkerwanderung" ohne nennenswerte Zwischenfälle beendet.
Singspiele trat hier zum ersten Male die komische Oper großen Stils „Prinz Caram o", die Gg. Richard Kruse durch eine textlich und musikalisch geschickte und dabei pietätvolle Bearbeitung der Bühne nach einem* Jahrhundert erschlossen hat. Die nach französischer Vorlage entstandene Liebes- und Verwechslungskomödie mit Kleidertausch und deutsch-
schen Leckerbissen. Am überzeugendsten bleibt Lortzing trotz ausgeführter Arien, großen Chor-
unterhaltsames Lehrbuch. 192 Seiten, 26 Ab bild un-' „Schlickrutscher", wie im Weltkrieg der Matrosen- gssn. Bergstadtverlag, Breslau. Kart. 2,50 Mark. —' witz die y kleinen Minen-, Such- und Räumboote (213) — Die fortschreitende Motorisierung Deutsch- nannte wird in diesem interessanten Buche anschau- lands fordert gebieterisch von jedermann, der am lich geschildert. Dabei erhält der Leser auch einmal
auf die Wanderschaft, auf der er in Wiese und Wald und am Meer allerlei Erlebnisse hat, bis er
die Partien B o t w i n n i k (Sowjetrußland) Reshevsky (USA.) sizilianisch eröffnet. Partien sind noch im Gange. Capablanca ist Fine mit einem Bauern in Vorteil.
Neue deutsche Schule in Vromberg.
hold. Mit Zeichnungen von Kurt Mäder. RM. 1,40. Walter Flechsig Verlag, Dresden. — (354) — Die Erlebnisse und 'Streiche von fünf Jungen und einem Mädel, die in den Goldbergtauern unter d»m
cher war als das Hauptbeben.
Das Schachmeister-Turmer in Holland.
In Rotterdam begann die dritte Runde des Schachturniers der acht Großmeister. In der Partie Flohr (Tfchecho-Slowakei) gegen Keres (Estland) wählte dieser die westindische Verteidigung. Nach einem ziemlich schnell herbeigeführten Figurenwechsel endete die Partie remis. Der Holländer E u w e wehrte sich gegen den Weltmeister Aljechin mit der slawischen Verteidigung. Die Partie dauert noch an. Aljechin ift' etwas im Vorteil. Die Partie des Amerikaners Fine geaen den Kubaner Capablanca wurde französisch und
hing: der Dirigent Herbert von Karajan. Der 30jährige Aachener Generalmusikdirektor qualifizierte sich — zunächst als Gall — für die höchsten Aufgaben, die die deutsche Musikbübne zu vergeben hat. Seine auswendig geleiteten Vorstellungen des „Fidelio" und des „Tristan" trugen dem bis vor kurzem in Berlin völlig unbekannten, zunächst bei den Philharmonikern als ausaezeichneter Konzertdirigent helworgetretenen Stabführer nicht nur spontane Ovationen ein, die beiden Abende vermittelten auch den Eindruck von einer Musikerpersönlichkeit, deren geistige und ae-
ersahren müssen, bis durch seine Eulenspiegeleien das gute Bruckau endlich in schönster Eintracht „jubilieren" kann. Ein Buch, das Behagen und Schmunzeln auslöst, voll gütigen Humors, der auch uns lachend — die Wahrheit sagt.
— Günther German: Babenhusen. Ein Roman von Liebe, Not und Auferstehung. In Seinen 3,80 Mark. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig — (336) — Wir werden hineinoersetzt m die schlimmsten Jahre des Dreißigjährigen Krieges, als Söldnerhaufen und Räuberbanden auf eigene Faust brandschatzten und plünderten. Als die Drangsale und Grausamkeiten immer neue schreckliche Formen annehmen und niemand mehr weiß, um welche Ideale der Kampf geht, stehen in Babenhusen einige beherzte Männer auf, die entschlossen sind, die Stadt nicht länger endlosen Plündereien preiszugeben. Auf diesem düster ernsten Hintergrund zeichnet German in zarten Pastellfarben die Liebesgeschichte der noch halb mädchenhaften Maria. Durch einen Sch"lmen- streich befreit sie ihren Geliebten aus der Gewalt der Kaiserlichen, nicht ahnend, daß er später der Verteidiger und Retter ihrer Vaterstadt werden sollte. In seiner Begrenzung hegt die Stärke dieses Romans, der mit seiner FÄle farbiger Einzelbilder einen nachhaltigen Eindruck heroorruft.
— Dr. Theo Malade: Aus einer kleinen Universität. Preis kartoniert 2,— RM. Verlag I. F. Lehmann in München. — (361) — Das Büchlein ist der Dank eines Arztes und Künstlers an feine Alma mater G re i f s w a l d, die um die Jahrhundertwende vor allem durch ihre Medizinische Fakultät berühmt war. In dem Büchlein werden jedoch die ganze Stadt und die Landschaft um Greifswald wieder lebendig, und jeder, der an einer Hünen deutschen Universität studiert hat, wird in diesen Erinnerungen gern blättern.
Kinderbjjcker.
— Paula Walendy, (Herausgeberin): Li» rum Igrum Löffelstiel. Alte deutsche Kinderreime. Mit vielen fabiaen Bildern von Eva von Paszthory. Halbleinen 3.20 RM. K. Thienemanns Verlag, Stuttgart. — (400) — Hier ist ein künstlerisch und textlich wertvolles Kinderbuch geschaffen worden, das namentlich in der Hand der Mutter oder Kindergärtnerin viel Freude bereiten wird. Die schönsten alten Kinderreime werden in der überlieferten Form bargeboten. Die Auswahl ist geschickt zusammengestellt, immer mit Verständnis für das dem Kind Gemäße. Kein pädagogischer Zeigefinger droht, farbfrohe Bilder zeigen die Hand einer Künstlerin, deren Phantasie der kindlichen Vorstellungswelt entgegenkommt.
— „Linnemann." Ein Märchen von Hilde B e n s i n g. Illustriert von Eva von Paszthory. RM. 1,80. Walter Flechsig Verlag, Dresden. — (335) — Das Zwerglein Pinnemann folgt feiner Sehnsucht, die Welt kennenzulernen und begibt sich
Unbekannte Opern und ein neuer Dirigent
Musikbericht aus der Reichshauptstadt.
Namen „Gletscherbande" ihr Wesen treiben. Die Bande erobert sich die Herzen der Hirten, der Frem- den und Bergführer, und hat allerlei spannende Abenteuer.
— Karl Otto Horch: Eine Welt für sich. Erlebnisse mit Jungen. Kart. 2 Mark, Seinen 2 50 Mark. I. F. Steinkopf Verlag, Stuttgart. — (378) — Diese heiteren und ernsten Erlebnisse mit 12- bis 15jährigen Jungen offenbaren uns eindringlich, was es mit der Welt der „Flegeljahre" eigentlich auf sich hat. Hier begegnen uns die Jungen wirklich einmal ganz unverfälscht wie sie sind, mit all ihren Freuden und Leiden, Wünschen und Hoffnungen, mit ihnen für uns Aeltere oft fo schwer verständlichen Anschauungen und Begriffen. Das Buch kann Eltern und Erziehern eine wertvolle Hilfe sein und ihnen manche Anregung geben. .
' Äeisebijcher.
— Die Felsenadler von Sage ft an. Don Heinz-Oskar Schönhoff. 192 S. Mit 12 Tafelbildern und 1 Karte. 1938. Franckh'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart. In Leinen geb. RM. 4,80. — (348) — Die wilde Bergwelt des Kaukasus bildet den Hintergrund der Erzählung, die ein Stück wenig bekannter europäischer Grenzgeschichte behandelt. Der Freiheitsdrang und der religiöse Fanatismus der mohammedanischen Bergvölker fanden um die Mitte des vorigen Jahrhunderts in dem Imam Schamyl einen Führer, der kühn und grausam jahrelang dem russischen Vordringen widerstand. Seine Gegenspieler sind der prächtige Oberst Roth und der junge Leutnant Rüdiger, zwei russische Offiziere deutschen Blutes, zwei Soldaten vorbildlicher Haltung. Auf schmalen Bergpfahen, in nächtlichen UeberfäQen, in offenem "Stampf und in heimlicher Fehde, messen die Gegner ihre Kräfte, bis mit der Erstürmung der Felsenburg Schamyls das Land einem neuen Frieden entgegengeht. Es sind Taten voll abenteuerlicher Spannung, die Schönhoff auf Grund persönlicher Kenntnisse des Landes, feiner Bewohner und feiner Geschichte lebendig und erregend berichtet.
— Max G e ise nh e y n e r : Zu den Palmen Libyens. 10000 Kilometer durch Italien und Afrika. 48 farbige Photos auf Tafeln. Verlag Knorr & Hirth, München. Preis Leinen 7,80 Mark. — (425) Max Geifenheyner machte sich um die Zeit des Führerbefuches in Italien in schnellen Wagen auf zu einer Fahrt durch die Apenninenhalbinsel und durch Nordafrika. Ein zauberhafter Film der Landschaft Italiens, Siziliens, Libyens rollt vor uns ab. Mit den großen Zeugen des alten römischen Reiches schließen sich die Schöpfungen des neuen Imperiums zusammen zu einer grandiosen Einheit. All diese starken Eindrücke schildert Geifenheyner in Worten, in denen die Begeisterung des Erlebnisses nachschwingt. Wiedergaben herrlicher Farbamnah- men illustrieren das Buch: Das nächtliche bunte Lichterspiel aus dem festlichen Rom und Neapel, Volksszenen aus Calabrien, die Wüste mit ihrem Farbenspies, afrikanische Gngeborenentypen, das große Autorennen von Tripolis. Ein Reisewerk, das zugleich eine Glanzleistung der Farbenphotographie und des Farbendrucks ist.
Steuer eines Kraftwagens sitzt, insbesondere aber von jedem, der Autofahren lernen will, daß er sich gründlich mit der Materie Auto und noch gründlicher mit den Verkehrsregeln auseinandersetzt. Das vorliegende Büchlein, in Neuauflage erschienen, gibt über den Fahrunterricht hinaus eine Lektüre an die Hand, die sich der frischgebackene Autofahrer iyuyer wieder einmal zu Gemüte führen sollte. Das wird um so leichter fallen, da das Buch nicht etwa im Ton der Lehrhaftigkeit geschrieben, sondern im Plauderton gehalten ist, dabei ungemein witzig, ohne daß der tiefere Sinn des Büchleins vergessen ist: Kenntnisse vom Auto zu vertiefen, das Wissen um das richtige Verhalten im Straßenverkehr zu festigen und zum unverrückbaren geistigen Besitz zu machen.
Heinrich Ludwig Neuner.
— Barlogs lustige Soldatenfibel. Kart. 2 RM. Deutscher Verlag. Berlin. — (310) — Soldatenleben ohne herzhaften Humor ist wie ein Eisbein ohne Sauerkraut. Schwerverdaulich. So ähnlich dachte Barlog» als er eines Tages kurz entschlossen sein Handwerkszeug zusammenpackte und sich in Richtung Militär umzusehen begann. Neugierig, wie er ist, steckte er seine Nase überall hinein. Zu den schlanken Rekruten wie zu den schon etwas beleibteren E-Schützen, zu den Tankmännern, den blauen Jungens und den Fliegern. Von dieser Studienreise hat er vielerlei mitgebracht. Und weil er als Humorist geboren ist, mit dem Zeichenstist in der Hand, hat er hier und da noch eine kräftige Portion eigenen Senf dam- gegeben. „Lustige Soldatenfibel" nennt Barlog feine Blätter, die er hier zusammengetragen hat, den ABC-Schützen des Soldatentums zur Ermunterung und zur Belehrung. Und die „alten Leute" aller Art werden auch ihren Spaß daran haben. Und zwar unter dem Motto: Uebelnehmen gilt ebensowenig wie Bangemachen. Wer ein herzhaftes Wort zur rechten Stunde nicht zu schätzen weiß, der soll sich einen Fußsack wachsen lassen und hinter dem geheizten Ofen in volle Deckung gehen.
— Alarm! Minengefahr 1 Von Willibald K e i l h a ck. (Verlag C. Bertelsmann, Gütersloh. Gebd. 2,85 RM.) — (247) — Die außerordentlich
finali, pompösen Ensembleszenen und einer italienischen Koloraturarie ä la Rossini dort, wo in der biedermeierlichen Baritonlyrik des verkleideten Prinzen oder in einem witzigen Quartett der Komponist des „Zaren" und des „Wildschütz" hervor- lugt. Aus dem Bedürfnis, die Tragfähigkeit von Musik und Handlung mit äußeren Mitteln zu stützen, hat im Deutschen Opernhaus Hans Bat- teux alle Regietrümpfe des komischen Theaters ausgespielt und von Benno von A r e n t der harmlos liebenswerten Lortzing-Oper eine revuehafte Ausstattung von verschwenderischer Fülle Überhängen lassen. In dem monströsen Rahmen tummelt sich als Augenweide Rudolf Köllings Ballett, während Walter Lutze als Dirigent aufmerksam bemüht ist, auch die Musik zur Geltung zu bringen. Margret Pfahl und Lore Hoffmann verkörpern die koloraturenfreudige große Dame und den Lortzingfchen Lustspieltypus eines Fischermädchens ganz bezaubernd, während Willi W o r l e und Hans W o ck e spielgewandt den richtigen und den falschen Prinzen, darstellen.
Wie das Deutsche Opernhaus mit Webers „Euryanthe", machte die Staatsoper durch eine Neuinszenierung von Mussorgskys „Boris Godunoff" auf eines jener Geniewerke der Opernliteratur wieder einmal aufmerksam, die sich nur schwer in der Gunst des Publikums durchsetzen konnten. Die glättende Bearbeitung und weich gepolsterte Instrumentation R i m s k y - K o r s s a - koffs hat dem einsam ausragenden russischen Volksdrama Mussorgskys chen Weg geebnet, und mit d-er Verwendung biefet Fassung in der Staatsoper war auch für den Regisseur Wolf Volker das Sttchwort gegeben für die Herausarbeitung der „großen Oper", der Zarentragodie mit Fürstenprunk und Massenszenen. Nach den Entwürfen des unvergeßlichen Alfred R o l l e r hat sein Sohn Ulrich die groß gesehenen, ftimmunasfräftigen Bühnenbilder beigesteuert. Die musikalische Leitung Karl El- m e n b o r f f 5 holte bie glitzernben Farben und die zarten Lyrismen der überarbeiteten Partitur fein- nervig heraus und zeigte durch kraftvolle Akzente, daß Elmendorfi auch für die ungleich urwüchsigere Urfaffung des „Boris", des harten epischen Volksdramas, der berufene Interpret gewesen wäre... In der Inszenierung der Staatsoper stand jedoch das Zarenschicksal im Mittelvunkt, zumal der geniale Sänger-Darsteller Ludwig Hofmann alle Dämonie und Qual des Tyrannen und Kindesmörders drohend und erschütternd zum Ausdruck brachte. Neben dem markanten Dimitri von Dasso A r g y - r i 5 trat Gertrud Rünger als Marina hervor.
Mit der Berliner „Entdeckung" dieser Künstlerin als einer hochdramatischen Sängerin von fast un-
Die Auflockerung des ziemlich festgefahrenen Berliner Opernspielplans hat sich gleichzeitig auf allen drei Opernbühnen der Reichshauptstaüt bemerkbar gemacht. Wo man aus Gründen der Publikumspsychologie noch das größte Verständnis für bie Zurückhaltung gegenüber bem Ungewohnten aufgebracht hätte, ba ist ber erste Durchbruch geschehen: in ber Sol f so per. Hier hat Erich Orthmann eine in Deutschland fast unbekannte Oper des italienischen Komponisten Franco Alfano heraus- gebracht. In der Bearbeitung von Orthmann und Hans Hartleb verbirgt sich hinter dem neuen Titel „Katjufcha" die „Auferstehung", die nach Tolstois gleichnamigem Roman geschrieben wurde und schon vor rund drei Jahrzehnten ohne weitere Folgen einmal in Berlin aufgeführt worden ist. Während der 62jährige Alfano in seiner Heimat und im romanischen Auslände ein vielgespielter Opernkomponist ift, verknüpft sich sein Name für deutsche Musikfreunde vor allem mit ber Vollendung von Puccinis „Turandot". Auf den Bahnen seines großen Freundes bewegt sich unverkennbar auch die Musik dieser frühen Alfano-Oper. Die Süße Puccinischer Melodik, das Parfüm seines Klangs und die liebevolle Detailmalerei beherrschen bis in Einzelheiten der lyrischen Diktion auch die „Kat- juscha"-Partitur. Aber Alfano ist trotz des erbarmungslosen und sentimentalen Stoffes nicht dem Verismus jener Tage zum Opfer gefallen. Vornehmheit und persönlicher Geschmack bewahren die an realistischen Zügen reiche Geschichte von ber kleinen Katjufcha, bie als Geliebte bes Fürsten Dimitri auf ber schiefen Bahn bes Lebens abgleitet, vor bem grausigen Elendsbrama. Fehlen bem in ber musikalischen Weltsprache Puccinis geschriebenen Werke auch die typisch-russischen und die packenden dramatischen Züge, so erschließen ihm bie unbedingte Herrschaft ber Singsii^me unb das üppige Melodiengut die Gunst eines Publikums, das genießen will. Die Berliner Volksoper vollzog ihren Eintritt in die Reihe jener Bühnen, die Opern zur allgemeinen Diskussion stellen, mit einer ungewöhnlich hochstehenden Ausführung. Sie ist vor allem Orthmanns bestrickender Orchesterführung ujib trefflicher Abstimmung des personenreichen Ensembles zu danken, aus dem sich bemerkenswerte foliftische Neuerwerbungen ber Volksoper sehr eindrucksvoll abhoben: der blühende Tenor Franz K l a r ro e i n s (Dimitri), die darstellerisch und gesanglich gleicherweise imposante Katjuscha von Emmy Stoll sowie der ausfallende Bariton von Walter H ä n f e. Hartlebs durchgebildete Regie mit ber dezenten Ausstattung des vielseitigen Walter Kubbernuß löste auch bie heiklen szenischen Aufgaben recht geschmackvoll, so baß ein ehrlicher Erfolg bie größte Mühe lohnte.
Kehrte bie Dolksoper mit einer Neuinszenierung
Einblick in einen Abschnitt unserer Seekriegführung, ber sich sonst bem Blickfelb ber Öffentlichkeit im und auch nach dem Kriege entzog. Das Buch bereitet dem Leser gute Stunden der Erinnerung an großes deutsches Erleben, und es verdient daher bie beste Empfehlung. Ernst Blumschein.
— Das Lanb des Glücks. Roman von Jörgen Falk-Rönne. Ueberfetzung aus bem Dänischen von Gertrud Bauer. (Verlag I. F. Steinkopf, Stuttgart. Gebd. 2,85 Mark.) — (241) — Ein reizvolles Buch, bas ben Leser in bie entlegene Welt ber Felseninseln ber Färöer im Atlantik zwischen Island und Schottland führt und ihn dort das erste Ehejahr und das Wirken eines jungen Pfarrer-Ehepaares erleben läßt. Ein sonnig-heiteres Buch, in dem man erfährt, wie die junge Pfarrfrau aus Kopenhagen, bas „Weltkinb", erfolgreicher Seelsorge treibt als ber Pastor, der es bekehren wollte und selbst in die Schule genommen wird; wie sich bie junge Frau mit Humor und Liebe in einer ganz ungewohnten primitiven Umwelt zurechtfindet — das Leben auf den Färöern, jenen kleinen Gebirgs- infeln halbwegs Island. Die „Reife" in dieses Land des Glücks ist für den Leser eine unterhaltsame Angelegenheit, die ihm schöne Stunden bereitet. Und darum kann dieses Buch als Reiseführer nur empfohlen werden.
— Gustav Schroer: Der Schelm von Bruckau. Ein heiterer Kleinstadt-Roman. Mit 74 Zeichnungen von Hans Fischer. Volksausgabe. Leinen 2,85 Mark. C. Bertelsmann, Verlag, Gütersloh. — (320) — In diesem Bruckau treibt zwischen ehrsamen Bürgern und Honoratioren, Klatschbasen unb Sonderlingen der Christian mit den luftigen Mausaugen und dem dummpfiffigen Lächeln seinen Schabernack. Mit bem Spottgedicht auf eines repu- tierlichen Bürgermeisters stadtbekannte Unaussprechliche fängt es an und mit bem schönsten Unfug enbet die Geschichte: Christian bringt die beiden Richtigen zusammen! „Es geht manchmal gar komisch, aber zuletzt kommt doch alles in Ordnung, soweit es überhaupt noch in Ordnung kommen kann." Das ist ein gutes Wort von Christian. Er, der einftige Trinker unb Trottel, hat's auch erst am eigenen Leibe
Der deutsche Schulneubau in Bromberg, ber ben Namen „Dürer-Schule" trägt, würbe durch ben Einzug bes „Deutschen Privaten Lyzeums" und des „Deutschen Privaten Gymnasiums" seiner Bestimmung übergeben. Das Ge- bäube ift mit allen Errungenschaften ber Neuzeit ausgestattet und besitzt technische Klassen unb zwei große Turnsäle, die auf einen neu angelegten grünen Sportplatz hinausführen. Der große Ost- slügel, der die siebenklassige Deutsche Privat-Volks- schule aufnehmen soll steht im Rohbau fertig da, kann aber voraussichtlich erst zu Ostern 1939 Übernommen werden. Der Einzug in das neue deutsche Schulgebäude, an dessen Haupteingang unter dem Helm ber Pallas Athene die Worte aus Goethes .Iphigenie" stehen: .^Zwischen uns fei die Wahrheit", wurde für die deutsche Jugend Brombergs zu einem erhebenden Festakt.
Schwere Bluttat in Mailand.
Der 70jährige Fürst Luigi Alberico Trivul- 3 i o, der Familienälteste eines bekannten Mailänder Adelsgefchlechtes, ist in einer belebten Straße Mailands von seiner ehemaligen Freundin durch fünf Revoloerschüsse getötet worden. Die Mörderin suchte zu fliehen, wurde aber von Passanten festgenommen. Es handelt sich um die 40jährige Schullehrerin Antonietta Maria L a z z a r i n i aus Este. Sie hatte den Fürsten 1924 kennengelernt. Dieser loste vor einigen Jahren die Beziehungen und veranlaßte bie Behörben, bie Lehrerin aus Mailand zu entfernen. Die Lehrerin kehrte feboch unerwartet zurück. Da sie von dem Fürsten nicht empfangen wurde, stellte sie ihn auf der Straße und schvß ihn nach kurzem Wortwechsel nieder. Der Mord erregte in Mailand großes Aufsehen.
Drei Sinder bei einem Derkehrsunfall getötet
In Zweibrücken wurde ein Lastauto, das zwölf Kinder von der Rübenernte heimholte, durch einen mit Arbeitern besetzten Postomnibus gerammt. Drei ber auf den Damm geschleuderten Kinder fanden ben Tod, drei weitere sind schwer, einige leichter verletzt worden.
___,______ v__________ , _ „ von Lortzings „Zar undZimmermann"dann traf bie erste Dorläuferwelle um 21.30 Uhr unb ' in ihr nächstliegendes Aufgabenbereich zurück, ohne 29 Sekunben unb bie zweite Vorläuferwelle um allerdings unter Ernst Senffs musikalischer Lei- 21.40 Uhr 17 Sekunden ein. Der Bebenherd liegt tung die Hohe der beiden ersten Orthmann-Pre- tm südwestlichen Teil bes Beringmee- mieren zu erreichen, so begegnete man im Deut- re s zwischen Alaska unb Sibirien, rund 3000 Kilo- jschen Opernhaus einem bisher völlig unbe- meter von ber Stelle entfernt, von der bie starken kannten Lortzing. Neben seine erfolgreichen Erdbeben der letzten Tage ausgegangen sind. Um 23.34 Uhr 55 Sekunden wurde in Stuttgart noch ein Nachbeben ausgezeichnet, bas aber bebeutenb schwä-
Neues für den Büchertisch.
— Otto Willi Gail: „Auto fidel". Ein' gefahrvolle und oft verkannte Tätigkeit
uuit3iufiuiu/cni üiiujciiiciycii qi iiiu|nun|u; incucii’, ftaltenbe Souveränität schon heute nur allerhöchste weise sehr fesselnd und enthält manchen künstleri- Veraleiche zuläßt. Der Name dieses Dirigenten wird in Deutschland bald zu den drei, vier Äuserwöhlten gehören. Johannes Jacobi.


