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der letzte« nur hochrch '?en Repu, Runion aus.

Berlin, 10. Slug. (DNB.) Heute übergab die 21 n t i f o m i n t e r n im Rahmen eines ihrer Presse­empfänge das Rotbuch über die Bolschewisierung der Tschecho-Slowakei,Verrat an Europa", von Karl Vietz der Oeffentlichkeit.

Dor einer zahlreichen Zuhörerschaft von Vertre­tern von Partei und Staat und der In- und Aus- landspresse sprach nach Begrüßungsmorten des Presseleiters der Slntikomintern Dr. Kommaß Gauleiter Oberregierungsrat Hans Krebs über die außerordentliche Gefahr, die aus der Tatsache des erdrückenden somjetischen Einflusses auf die Tschecho-Slowakei für ganz Mit­teleuropa und den Donauraum erwächst. Diese Ge­fahr sei noch nie in solcher Klarheit und so eindring­licher Uebersicht gezeigt worden, wie in dem Buch von Karl Dietz. Deutschland'und alle Völker Mittel­und Osteuropas müßten wissen, daß die Zentra­len der bolschewistischen Agitation für Mittel- und Osteuropa, ebenso wie für alle Donaustaaten in Prag sind, und daß ^dieser Staat das Aufmarschgebiet des Bolschewismus in agita­torischer, geistiger und militärischer Hinsicht ist. In Prag habe man dem Teufel die Hand zum Bunde gereicht und längst vergessen, was der Sowjetgeneral Frense so offen sagte:Die Rote Ar­mee muß bereit fein, in die Offensive überzugehen. Die Basis unserer Offensive wird nicht nur Sowset- rußland, sondern eine ganze Reihe anderer Länder sein. Die Grenzen dieser Front sind durch die Gren­

zen des Auslandes der Alten Welt bestimmt." Als weiterer Redner würdigte Eugenias v o

Schumer-Szermentowski, Mitglied des Verbandes polnischer Literaten und Journalisten, das neue Buch und schilderte die Bedrohung Polens durch die Bolschewisierung der Tschecho-Slowakei. Uns kann die von der Komintern, von der Basis unserer allernächsten Nachbarn geführte Aktion nicht gleichgültig sein. Wir haben nicht deshalb unter der Führung des größten polnischen Helden, des Mar­schalls Josef Pilsudski, mit so großen helden­mütigen Anstrengungen des ganzen Volkes dem bolschewistischen Drang gen Westen ein Ende berei­tet, um nun den weiteren marxistischen Aktionen in Ruhe und Beschaulichkeit zuzusehen."

Zmp Schluß sprach der Abg. im ungarischen Par­lament, Dr. Franz R a j n i ß. Von der Zeit der kommunistischen Herrschaft in' Ungarn ausgehend, schilderte er die Entstehung des tschecho-slowakischen Staates, der seine Existenz lediglich dem Diktat der VersaillerFriedensmacher" verdanke. Er zeigte ferner an einigen Beispielen aus der jüngsten Zeit, wie die von Prag aus geleitete k o m m u n i st i s ch e Wühlarbeit gegen Ungarn oft genug mit Militärspionage Hand in Hand gebe und von dieser kaum noch zu unterscheiden sei. Die Ge­fahr, die aus der Bolschewisierung der Tschecho- Slowakei für alle Nachbarländer erwachse, habe das

Zeitschriften.

ersehen daraus, mie eng vor allern^ das

Moskaus Zentralen in Prag

Dem Teufel die Hand zum Bunde gereicht/

Erfolgreicher Vormarsch Francos auf die Provinz C udad Real.

Bohnfnotenpunkt Alenorchon genommen. - Fon schritte an der Ebrofront.

Heue Abwertung in den Demokratien?

Befürchtungen der französischen Sparer.

Pa-ris, 11. Aug. (DNB. Funkspruch.) Mehr denn je ist augenblicklich in der französischen Oef­fentlichkeit die Rede von einer neuen Anglei­chung her franzöischen, der englischen und der amerikanischen Währung. In Pariser Finanz- und Börsenkreisen rechnet man hartnäckig, trotz aller Dementis, mit einer bevor- stehenden Abwertung von Dollar und Pfund. In weiten Kreisen der französischen Spa­rer befürchtet man sogar eine neue sranzösi - s ch e Abwertung. Diese jeder Abwertung vor- ausgehende Nervosität macht sich in Paris beson­ders in umfangreichen Goldkäufen von privater Seite bemerkbar.

Der dem Quai d'Orsay nahestehendePetit Pa- riiien" nimmt zu diesen Gerüchten Stellung und er­klärt, die Abwertung der englischen und der ameri­kanischen Währung sei eine Hypothese und nichts weiter. Nach Informationen aus bester Quelle könne von einer solchen bevorstehenden Währungs­manipulation keine Rede sein. Unter Bezugnahme auf das Absinken des Franken im Verhältnis zum Pfund auf 178,90 (die von der Regierung vorge­sehene äußerste Grenze ist 179) schreibt das Blatt weiter, in französischen Regierungskreisen sei man überzeugt, daß eine erneute Erschütterung der Fran­kenwährung nur auf die Fehler der französi­schen Kapitalisten und Sparer zurückzu- führen sein würde, die ihr flüssiges Geld der Jagd nach dem Golde geopfert haben. In Regierungskreisen hebe man mit Heber» zeugung hervor, daß eine solche Haltung ein schwer­wiegender Fehler sein würde. Dadurch würde in Frankreich neue Unordnung geschaffen werden, die der Ausgangspunkt für die schlimmste Unordnung sein könnte.

n Dünsche für usfptedx, ver­lier."

it Generaloberst bunden, weil n «I Z vls 1F

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12 weitere tsch wird auch I 'ruppenübungsplo II i einer 5*n|

Quinta Casillo und den Ort Helechol im Rinconada- Gebirge sowie mehrere Stellungen. Die Roten hatten große Verluste an Toten und Gefangenen und ließen auch zahlreiches Kriegsmaterial zurück. Die Operation dauert noch an.

Die nationale Luftwaffe bombardierte in der Nacht zum Dienstag die Häfen von P a l a m o s und Valencia, den Bahnhof Am polla und militärische Ziele in Katalonien.

ebnete. Hier wurden auch die Fäden gesponnen, die von Moskau über Prag nach Paris liefen, die es schließlich mit sich brachten, daß Frank­reich und Sowjetrußland ein Militär- bünbnis miteinander schlossen, was Prag und Moskau schon zuvor getan hatten. Leistung und Gegenleistung wechseln in der Geschichte der Tsche­cho-Slowakei, soweit es sich um die Beziehungen zu Moskau handelt, miteinander ab. Aber Moskau macht zu keiner Zeit ein Hehl daraus, daß es die Tschecho-Slowakei ist, die sich in einem abhängigen Verhältnis befindet, wie es auch die Tschecho- Slowakei ist, die der Komintern als Sprungbrett für die Bolschewifle- runa Westeuropa zu dienen hat. Kaum war bas Politbüro der Komintern nach der Machtergrei­fung aus der Reichshauptstadt vertrieben worden, als es nach Prag übersiedelte, wo es sich heute noch befindet, wo es durch alle möglichen ober- und unterirdischen Kanäle an der geistigen und poli­tischen Verseuchung Europas arbeitet. Das alles wird in dem Rotbuch aktenmäßig belegt, wind in allen Einzelheiten nachgewiesen, nicht etwa als Kombination, sondern durch handfeste Unter» lagen aus sowjetrussischen Dokumen­ten, aus sowjetrussischen und tschechischen Zeitun-

Teilnehmer.

Hauptmann von Dolhs letzte Fahrt.

In Schwerin wurde der beim Rennen tödlich ver­unglückte Hauptmann und Adjutant des Oberbefehls­habers des Heeres, Joachim Heinrich von Both, zur letzten Ruhe geleitet. Im Park des Gulshaufes Kaefelow, dem Stammgut der Familie von Both, war der Sarg des Verunglückten, über dem die Reichskriegsflagge gebreitet war, unter einem Baum aufgebahrt. An der Trauerfeier nahmen u. a. teil: der Oberbefehlshaber des Heeres @eneralober|t von Brauchitfch, Generaloberst Freiherr von Fritsch, ferner die Kavallerie-Inspekteure des Ehefs des Generalstabes, General der Artillerie Beck, zahlreiche bekannte deutsche Herrenreiter sowie Graf Helldorf als Vertreter des Voll- blut-Zuchtverbandes. Unter den zahllosen Kranz­spenden sah man einen großen Kranz des SüJ« r e r s , ferner der Oberkommandos der drei Wehr- machts'teile. Nach der Trauerfeier setzte man den Sarg auf eine Lafette, während zwei Schwadronen des Kavallerie-Regiments 14 Paradeaufstellung ge­nommen hatten. Dann wurden die sterblichen Ueber» refte des Verstorbenen zum Friedhof nach dem Kirchdorf Pokrent geleitet, wo im Erbbegräbnis der Familie von Both die feierliche Beisetzung erfolgte.

Zchachvereinsmeisterschaft von Deutschland.

Die Kämpfe der Abteilungen Westen und Süden des Großdeutschen Schachbundes finden vom 10. bis 13. September in Frankfurt a. M. statt. 20 Vereins» Mannschaften aus den Landesverbänden, Baden, Bayern, Köln-Mittelrhein, Niederrhein, Ostmark, Pfalz, Saar, Schwaben, Thüringen, Wefer-Ems und Westfalen kämpfen in zwei Klassen. Jede Mannschaft besteht aus acht Spielern und muß fünf Kämpfe austragen. Die Sieger fragen später mit den Siegern aus Osten und Norden den Endkampf um die V e r - einsmeisterschaft von Deutschland aus, der mit dem Hans-Schemm-Wanderpreis verbun­den ist.

Rettungstal eines Unbekannten.

Nahe der Horchheimer Brücke versank in Koblenz beim Baden eine junge Frau in den Fluten des Rheines. In ihrer Todesangst klammerte sich die Er­trinkende an eine in der Nähe befindliche Schwim­merin, so daß beide untergingen. Der aufregende Vorfall wurde von einem Kraftwaaenbesitzer be­obachtet. Rasch entschlossen verließ er-fein Fahrzeug, übersprang die Böschungsmauer und stürzte sich in die Fluten. Mit sicherem Griff brachte er die bereits besinnungslosen Frauen ans Ufer. Der Retter zog sich nach der mutigen Tat unerkannt zurück.

Dreister Erpressungsverfuch.

Dieser Tage versuchten zwei Burschen von einer am Edersee wohnenden Frau 2 5 0 0 0 Mark z u erpressen unter der Behauptung, es seiLöse­geld" für ihren in Amerika weilenden Sohn. Unter Drohungen beauftragten sie die alte Frau, das Geld nach Berlin zu schicken. Die angegebene Adresse hat die Frau in der Aufregung vergessen. Beschrei­bung der Täter: Beide 20 bis 25 Jahre alt, dunkel­braune Haare. Einer 1,65 bis 1,70 Meter groß, der andere 1,70 Meter, beide längliches Gesicht. Der Kleinere trug braune Reithose mit schwarzen Reit­stiefeln, der Größere blaue Schihose, braune Stie­fel. Beide trugen braunschwarz-kariertes Jackett. Sie sprachen.hochdeutsch. Wahrnehmungen erbittet die Kriminalpolizeistelle Kassel.

Schwerer Unfall eines Weichsel-Dampfers.

[ Der zwischen Danzig und Warschau verkehrende Weichsel-DampferEleonore" stieß in der Nähe von

Im Kreml wurde die tschechisch-bolschewistische Allianz bekräftigt.

Aus den zahlreichen Bilddokumenten des soeben im Nibelungen-Verlag in ^^^^A^nenen BuchesVerrat an Europa", das die engen Beziehungen Moskaus .6ur Tschecho-Slowake beleuchtet, bringen wir diese Aufnahme, die von jener Zusammenkunft im S&rentf beruhet, be der s^nerzeit der jetzige Staatspräsident B e n e f ch mit S t a l l n die M^chi ch-bolschewsttische Allianz bekräftigte. Dort wurde die Tschecho-Slowakei zur Filiale Moskaus^ben, u damit zum ständigen Unruheherd in der europäischen Politik zu werden. Don rechts nach links sieht man Benesch, Stalin, Moskaus damaligen Gesandten in Prag Alexandrowsky, Litwinow- Finkelstein und Molotoff. (Nibelungen-Verlag. Scherl-M.)

n heutigen Don. ersehen Inippen- bergabe der 2 an den durch Befehlshaber btt ' Regiment; i von Fritsch

Anlaß folgende! errn v.Fritsch

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i Lhes der 12, die ich in abe, übermittle barer Dür- et bienff e in herzlichsten

Zur rechten Zeit ist jetzt im Nibelungen-Verlag stn Rotbuch herausgekommen, das aktenmäßm die Zolschewisierung der Tschecho-Slo- Datei nachweist, ein Geschehnis, das diesem Rot­ruch den Titel gegeben hat:Verrat an Eu­ropa". Wie die Tschecho-Slowakei, diese Fehlkon- 'iruktion und Ausgeburt der Versailler Hölle, ent- tanben ist, darüber sind wir durch die Verösfent- idjung der unzähligen Denkschriften unterrichtet, die ,on den tschechischen Agitatoren über die berüchtigte Friedenskonferenz ausgefchüttet wurden. Die Dar» lieUung, die das Rotbuch von der Entstehung der lschecho-Slowakei gibt, bestätigt im wesentlichen den iktenmäßiaen Hergang, gibt darüber hinaus aber wertvolle Ausschlüsse über die Beweggründe, die für zieStaatsschöpfung", der Tschecho-Slowakei nicht weniger entscheidend gewesen sind. Es ist schon so, zaß nicht die großen Vier von Versailles, )ie Wilson, Elemenceau, Poincare und

Oie Bolschewisierung der Tschecho-Slowakei

Aufschlußreiche Nachweise über Prags Verrat an Europa.

Kunst und Wiffenschast.

Großer Erfolg des llfa-IilmsHeimat^ auf der Internationalen Filmkunstschau

Am zweiten Abend der Internationalen Filmkunstschau in Venedig kam der deutsche Ufa-FilmHeimat" zur Aufführung, der unter der Spielleitung Carl Fröhlichs nach dem be­kannten Schauspiel von Hermann Sudermann gedreht wurde. Das Publikum wurde von der packenden Handlung und von dem erschütternden Spiel der beiden Hauptdarsteller Zarah Leander und Heinrich George tief ergriffen. Es gab seiner Anerkennung vor dieser Leistung der deutschen Film­kunst durch starken Beisall Ausdruck. Die Ein­flechtung von Musikwerken von Gluck und Bach teigerte den Eindruck. Es ist. kaum übertrieben, wenn man den FilmHeimat" als eine der be­deutendsten Schöpfungen der neuen Filmkunst an­sieht. Die Kunst der Darstellung, der Regieführung, der Photographie und der gesamten Komposition ind zu einer äußerst glücklichen Einheit zusammen- geschlossen. Lida B a a r o v a ist die Hauptfigur des von der tschecho-slowakischen Lucerna-Film-Ge» ellschaft unter der Spielleitung Ottakar Vavras hergestellten FilmsUnschuld". Die Künstlerin bestätigt in diesem Werk erneut daß sie in der Darstellung seelischer Vorgänge eine außerordent­liche Intensität erreicht. Von den Kulturfilmen des zweiten Dorführungstages hatte jeder einen be­sonderen landschaftlichen Charakter. Südafrika zeigte einen FilmRituelle Gebräuche bei einem Neger­stamm"; Japan führte in das unermeßlich weite Land der mongolischen Steppe mit seinen primitiven Nomadenvölkern, ein amerikanischer Film behan­delte eindrucksvoll den gewaltigen Mississippistrom mit seinem Fluch und Segen. Mit starkem Bei oll wurde der reizende FarbentrickfilmDas tapfere Schneiderlein" ausgenommen. DKK.

Aus aller Wett.

Laßt doch der Jugend ihren Lauf."

Das ProblemWie sollen wir tanzen im heu­tigen Deutschland?", das vor einiger Zeit aus An- laß des Weimarer Lagers des Kultur- und Rund- funkamtes der Reichsjugendführung tatkräftig ange­packt wurde, führte jetzt im Rahmen der Rundfuyk- ausftellung zu einer neuen Gestaltung der Sendung Stunde der jungen Nation". Die Spielscharen der Hitler-Jugend aus Berlin, Frankfurt a. M., Ham­burg, München, Saarbrücken, Danzig, der Staats» musikzug des Gebietes Thüringen, de^ Bann- orchesters 109 aus Karlsruhe, Sprecher, Erzab'er der HI. hatten sich unter Leitung von Franz Köppe und Hermann Roth im Berliner Funk­haus zusammengefunden, um frohe Geselligkeit nach neuer Art und doch auch wieder alter Weise zu zeigen. Das ThemaLaßt doch der Jugend ihren Lauf'." ein flottes Tanzlied be­herrschte den ganzen Abend, der mit Lied, Tanz Musik frisch und klangreich zeigte, wie die national­sozialistische Jugend sich einen Bunten Abend denkt. Zur rechten Zeit wurde auch eine klassische Sache eingeschoben, wie z. B. Beethovens Jugendsympho­nie, die ganz ausgezeichnet von den badischen Jun­gen gespielt wurde. Volkslieder schlossen sich an, und der Hauptzweck dieses Abends, der schöne, ein­fache und fröhliche deutsche Tanz, fand begeisterte

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Salamanca, 11. August. (DNB.) An der Estremadura-Front setzten die Nativ- nalen ihre Offensive mit einem von Süden und Westen gegen die Provinz Ciudad Real gleichzeitig vorgetragenen Angriff erfolgreich fort. .Die andalusische Armee rollte die feind­lichen Stellungen in einem unvermuteten Angriff aus und rückte 10 Kilometer weit vor. Nach Besetzung einer Reihe wichtiger Stellungen, darunter der Burg Almorchon, kam sie bis 10 Kilometer vor die Grenze der Provinz Ciudad Real. Gleichzeitig unternahm die Armee General SaI i q u e t 5 nördlich von der andalusischen Armee im Abschnitt Herrera del Duque eine (?*?£- offensive. Seine Truppen drangen gleichftius 10 Kilometer weit in Richtung auf Ciudad Real vor. Diele Gefangene und reiche Beute fielen in die Hände der Nationalen.

Wie der nationale Heeresberichl weiter meldet, eroberten die nationalen Truppen an der Ebro- Front eine Reihe wichtiger Stel 1 un gen und fügten dem Feinde, namentlich mit Hilfe oer Artillerie und der Flugwaffe, hohe Verluste zu. Mehrere hundert Gefangene blieben in ihrer Hand.

An der Estremadura-Front führten die Nationalen zwischen dem Guadiana-Fluß und sei­nem nördlichen Nebenfluß Gargaliga eine glan­zende Operation durch. Auf 16 Kilometer Frontbreite drangen sie 12 Kilometer e f in das feindliche Gebiet vor und besetzten me Ortschaft Cosas de Don Pedro sowie mehrere Stellungen der Roten.

Die Süd arm e e setzte ihre am Vortage etn- geleitete Offensive erfolgreich fort und besetzte

Wir ersehen daraus, wie eng vor allem das Militärbündnis zwischen Prag und Mos­kau ausgebaut worden ist. Die Tschecho-^lo- wakei ist in gewisser Hinsicht zu einer Art Truppenübungsplatz für die Ro t e Armee geworden, vor allem aber, soweit es sich um die sowjetrussische Luftwaffe handelt. Die verhältnismäßig kleine Tschecho-Slowakei, im gün­stigsten Falle ein Mittelstaat also, mit einem tsche­chischen Staatsvolk von 7,5 Millionen, verfugt über eine Luftwaffe, die zahlenmäßig eine der größten Europas ist. Das ist freilich mit französischem Gelds

geschehen, aber die sowjetrussische Unterstützung hat das Wesentliche getan sowohl in der Beschaffung der Flugzeuge als in der Ausbildung der Mann­schaften. Dos sowjetrussische Organ der Roten Armee spricht dann auch so beiläufig von den Flugplätzen in der Tschecho-Slowakei, als seien sie nicht etwa die eines fremden Staates, sondern die der roten Flugwaffe. Tschechische Generalstäbler gehen noch weiter, rühmen in ausländischen Zeitungen sowohl die zahlenmäßige Stärke der tschechischen Flugwaffe als auch ihre enge Verbindung mit d e r söwj et rus­sischen Luftmacht. Es wird dabei erwähnt, daß im Kriegsfall 2000 bis 3000 sowjetrussische Flugzeuge sofort für die Tschecho-Slowakei einge­setzt werden könnten, was den Schluß ergibt, daß Prag und Moskau, militärisch gesehen, durch Luftangriffe die Gesittung Europas zer­stören wollen. Aus der Landkarte gibt es frei­

lich keine unmittelbare Grenze zwischen Sowjet- rußland und der Tschecho-slowakei. Ader die Sowjetrussen werden sich nicht viel daraus machen, das rumänische Territorium zu über­fliegen. wenn es fein muß, sich auch einen Weg mit militärischer Gewalt zu eröffnen. Gerade das ist außer der geistigen und politischen Verseuchung durch den Bolschewismus, der von der Tschecho­slowakei aus Vorschub geleistet wird, der Ver­rat an Europa, denn hat Moskau sein Ziel erreicht, Europa dem Kriege nahezubringen, so wird es diesen Krieg förmlich erzwingen, wenn es die unmittelbare Verbindung mit der Tschecho­slowakei herzustellen sucht. Das Rotduch klärt auch darüber auf, daß es nicht der angebliche Rückhalt an die westlichen Demokratien ist, die Prags Hal­tung gegen die Volksgruppen bestimmt, sondern die offene und geheime Verbindung mit Mos­kau. Eyssen.

2loyd George, die nicht einmal über die geo­graphische Lage der Tschecho-Slowakei unterrichtet mären, als die Paten dieser Fehlkonstruktion anAu» !prechen sind, sondern daß es Moskau und die L o l s ch e w i st e n aewesen sind, zu denen die tsche­chischen Staatsschöpfer schon sehr früh die Verbin­dung aufgenommen hatten. Tschechische De­serteure hatten während.des Krieges im Der- dand der feindlichen Heere Legionen gebil­det, also auch in Rußland, aber gerade diese tsche­chischen Legionäre waren es, die 1918 durch dop­pelten Verrat den weißrussischen Admiral Kol- tschak den Bolschewisten preisgaben, damit also auch die Ursache waren, daß die Zarenfamilie um» gebracht werden kannte. Diese Zusammenhänge sind «igentlich recht verständlich, wer die innerpalitischen Gegensätze im Tschechentum der Vorkriegszeit kennt, Gegensätze, die sich während und nach dem Kriege vertieften, so daß sich als Antipoden schließlich Be- nesch und Kramarsch gegenüberstanden.

Dieser Gegensatz war nach der Staatsgründung bis zum Tode von Kramarsch latent, drang aber nicht mehr an die Oberfläche, weil die L i n k s r i ch- tunfl im Tschechentum gesiegt hatte, die Rich­tung, die aus innerer und äußerer Wahlverwandt­schaft sich zunächst als Bundesgenosse, später als Schrittmacher Moskaus in Mitteleuropa fühlte. Es csi das eine wechselseitigeVersicherungs- gesellschaft zwischen Prag und Mos- kau, die besonders sichtbar dadurch zum Ausdruck gekommen ist, daß es Dr. Eduard Benesch war, der als tschechischer Außenminister der S o w j e t - union den Eintritt in d i e Genfer Liga

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Wie zu dem großen Erfolg der Südarmee weiter mitgeteilt wird, rückten nach Eroberung des Ortes nZirmee Helechal mehrere Kolonnen der Nationalen auf Groß- der Straße nach Almorchon vor. Da diesem Ort als Knotenpunkt der Eisenbahn­linien zwischen Andalusien, Estremadura und Ciudad Real eine große Bedeutung zukommt, ver­teidigten den Roten den Ort mit großer Hartnäckig­keit. Der Angriff, an dem alle Waffengattungen der nationalen Armee teilnahmen, wurde so glück­lich ausgeführt, daß die völlige Einkreisung Almorchons gelang und die gesamte Be­satzung, darunter der Bataillonskommandeur, gefangengenommen werden konnte. An­schließend besetzten die nationalen Truppen einen in öcr Nähe gelegenen 1000 Meter hohen Berg, au, dem die Roten ein meteorologisches Observatorium eingerichtet hatten. Die Nationalen find nur noch 35 Kilometer von Almaden entfernt, wo sich die weltbekannten Quecksilbergruben befinden. Wie allenchalben, wurden auch hier die Ortschaften vor ihrer Befreiung durch die Nationalen v o n d e n Roten völlig z e r st ö r t und die Ein­wohner auf grauenhafte Weise ermordet.