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Der Führer zeichnet General­oberst von Fritsch aus.

teilzunehmen.

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gegenwärtigen Augenblick nicht zu überblicken, weit alle Besprechungsteilnehmer über den Inhalt der Beratungen st r e n g st e s Stillschweigen be­wahren. Jedenfalls steht das sudetendeutsche Pro­blem völlig im Vordergrund, während die Verhand­lungen mit den anderen Volksgruppen ber. Re­publik, namentlich den Ungarn und den Polen, stark in den Hintergrund getreten sind. So soll ein Emp­fang des Führers der ungarischen Opposition, Graf E st e r h a z i), durch Lord Runciman , der ursprünglich für die erste Wochenhälfte in Aussicht genommen war, erst gegen Wochenende erfolgen.

Englische Erkundigungen.

Prag, 10. Aug. (Europapreß.) In Hartrna- n i tz fand sich am Mittwoch der Beobachter der eng­lischen Regierung in Prag, Major Sutton- P r a t t, ein Mitarbeiter Runcimans, ein. Er holte über den Mord i m Glaserwald an dem SDP.-Mann Paierle beim Bezirkshouptmann, bei der Gendarmerie und bei den zuständigen Stel­len der Sudetendeutschen Partei Erkundigungen ein.

Slowoken fordern ihr Recht.

Warschau, 11. Aug. (DRB. Funkspruch.) Der Führer der amerikanischen Slowoken, Dr. Hl et ko, empfing vor seiner Abreise nach Amerika am Mittwoch in Gdingen zahlreiche polnische Pressevertreter, denen er seine Eindrücke in der Tschecho-Slowakei zusammenfassend schilderte. Das slowakische Volk und mit ihm die in Amerika lebenden Slowaken, so erklärte er, for- dere entschieden, baß endlich die Garantie­verpflichtungen des Pittsburger Der- träges erfülllt würden und seien bereit, hier-

ben italienischen Gästen ein Frühstück, an dem neben ber Begleitung bes Luftmarschalls ber italienische Botschafter Atollico, der Gesanbte Graf M a g i st r a t i, ber italienische Generalkonsul Renzetti, sowie der italienische Luftattachä Flie­gergeneral L i t t o a teilnahmen. Don deutscher Seite waren anwesend: Staatssekretär Körner, Staats­sekretär General der Flieger Milch, ber General- stobschef ber Luftwaffe Generalleutnant Stumpff, General ber Flakartillerie Rübel, General ber Flieger von Witzendorf, Generalmajor Übet, der beutsche Luftattachs in Italien, Generalmajor von Bülow. Es nahmen ferner teil ber Chef des Ministeramtes, Generalmajor Boden sch atz, der Chef des Stobsamtes Ministerialdirektor Dr. G r i tz b a ch und einige Herren ber näheren Um­gebung bes Felbmarschalls.

Generalfeldmarschall Göring

begrüßte im Laufe des Frühstücks Marschall B a l b o und erklärte, es fei ihm eine besondere Freude und Ehre, seinen Gast in seinem Heim in ber Schorfheide willkommen heißen zu können. Er begrüße in chm den Mann, der die italienische Luft­waffe neu geschaffen habe und ber bie große Tat ber Ueberfliegung bes Atlantik im Geschwaberflug, die nur von einem Balbo durchgeführt werben konnte, vollbracht Hobe. Marschall Balbo habe ber italienischen Luftwaffe ben Stempel seiner Persön­lichkeit ausgeprägt unb sie bamit zu einer ber besten ber Welt gemacht. Der Felbmarschall erklärterer wisse aus eigener Erfahrung- was es bebeute, eine Luftwaffe oufzubauen, unb er könne daher bie Ver­dienste seines Gastes auf das beste würdigen. Nun fei Marschall Balbo durch bas Vertrauen bes Duce auf einen besonders wichtigen Posten des italieni­schen Imperiums berufen worden. Libyen sei für Italien eine Schlüsselstellung. Dort findet bie schöp­ferische Kraft des Marschalls Balbo ein weites Be­tätigungsfeld. Feldmarschall Göring würdigte seinen Gast als einen

alten Freund Deutschlands, der den Weg zu uns nicht erst gefunden hatte, nachdem wir uns einen Platz an der Sonne errungen hatten. Er fei schon ein Freund Deutschlands in den

Zeiten des Kampfes gewesen.

Bei seinem letzten Besuch in unserem Lande kurz vor ber Machtübernahme habe er voller Vertrauen bie Entwicklung vorausgesehen und seiner Freund­schaft für Deutschland aufrichtigen Ausdruck ver­liehen. Man wisse daher in Deutschland, wie sehr erfreut Marschall Balbo über bie Festigung ber Achse R o mB e r l i n gewesen .sei, die ber stählerne Drehpunkt unb bie feste Grunblage ber Außenpolitik beiber ßänber sei.

So wie ben Duce unb ben Führer feste Bande der Freunbschaft verbänden, so sei auch die Freundschaft zwischen ihm und seinem Gaste immer ft ä r F e r geworben. Beide hätten vieles gemeinsam, insbesondere bas Glück, in ber Nähe der Führer ihrer Länber arbeiten zu dürfen, unb so grüße er Marschall Balbo besonbers auch als Palabin des Duce. Der Generalfelbmarfchall schloß mit einem Toast auf Seine Majestät ben König von Italien unb Kaiser von Aethiopien, den Duce, die italienische Luftwaffe und ihren Gestalter, ben Luft­marschall Balbo.

Marschall Balbo

erwiderte mit herzlichen Dankesworten für die freundliche Begrüßung durch ben Generalfelbmar- schall. Noch beutlich erinnere er sich seines letzten Aufenthaltes in Deutschlonb. Mit Bewunbe - rung habe er ben Fortschritt festgestellt, den Deutschlonb unter seinem genialen Führer in den letzten Jahren gemacht , habe. Er wisse die Tätigkeit ber Mitarbeiter bes Führers, unter benen der Generalfelbmarscholl ben ersten Platz einnehme, , wohl zu mürbigen unb sehe, baß

ein neuer Geist in Deutschland eingezogen fei, der feinen Ausdruck in allem finde, was nach der Machtergreifung an Arbeiten durchgeführt und an Erfolgen erzielt worden fei.

Die Worte des Generalfeldmarfchalls feien ihm

Ernennung zum Chef des Artillerie- Regiments 12.

Berlin, 11. Aug. (DNB.) Am heutigen Don- nerstag findet auf dem pommerschen Truppen­übungsplatz Groß-Born bie Uebergabe bes Artillerie Regiments 12 an den durch ben Führer unb Obersten Befehlshaber der Wehrmacht zum Chef dieses Regiments ernannten Generaloberst Freiherrn von Fritsch statt.

Der Führer hat aus diesem Anlaß folgendes Schreiben an Generaloberst Freiherrn v. Fritsch gerichtet:

Zu Ihrer Ernennung zum Eh es des Artillerie Regiments 12, die ich in beiliegender Urkunde verfugt habe, übermittle ich Ihnen gleichzeitig in dankbarer Wür- bigung Ihrer hohen Verdienste in Krieg und Frieden meine herzlichsten Glückwünsche.

Ich gedenke bei der heutigen Gelegenheit im besonderen Maße Ihrer rastlosen Ar­beit am Wiederaufbau der deut­schen Wehrmacht.

Indem ich Ihnen meine besten Wünsche für Ihr persönliches Wohlergehen ausspreche. ver- bleibe ich Ihr (gez.) Adolf Hiller."

Das Artillerie-Regiment 12 ist mit Generaloberst Freiherrn o. Fritsch besonders verbunden, weil er in ber Nachkriegszeit von 1928/1930 als Komman- bcur bes Artillerie-Regiments 2 in Schwerin in Mecklenburg geftanben hat. Dos Artillerie-Rgt. 12 ist aus dem Artillerie-Regiment 2 hervorgeganaen unb hat seine Stanborte in Schwerin und in Gü­strow in Mecklenburg.

Die feierliche Regimentsübergabe erfolgt durch ben Oberbefehlshaber bes Heeres, Generaloberft v. B ra u ch i tf ch , in Gegenwart aller sonst zur Zeit auf bem Truppenübungsplatz Groß-Born anmefen* ben Truppen unb in Gegenwart von Aborbnungen des ehemaligen Felbartillerie-Regiments 16, dessen Tradition bas Artillerie-Regiment 12 weiterführt.

Generaloberst Freiherr v. Fritsch wirb auch am 12. August noch auf bem Truppenübungsplatz Groß-Born verweilen, um an einer größeren

Havre wird gemeldet, das s o w j e t f p a n i s ch e Torpedoboot,, Jo Luis Diez", das seit etwa einem Jahr in Le Havre zur Reparatur lag, nachdem es während eines Gefechts mit natio­nalspanischen Kriegsschiffen beschädigt worden war, werde am nächsten Samstag ober Sonntagmit unbekanntem Ziel" ausfahren. Ohne Zweifel wird bas Torpedoboot in Richtung auf Spanien fahren. Am Mittwochvormittag unter­nahm es eine zehnstündige Fahrt auf ber Höhe von Le Havre, kehrte jeboch in ben Abenbstunden wieber in den Hafen zurück. Seine Besatzung ist durch Matrosen aus Barcelona verstärkt worben.

Dor einigen Wochen würbe aus nationalspanischer Quelle gemelbet, baß man in Burgos allen Grund habe, anzunehmen, bas sowjetspanische Kriegsschiff beabsichtige, nationalspanische Häfen zu beschießen unb sich bann in einen französisch- marokkanischen Hafen zu flüchten. Don national- spanischer Seite wurde erklärt, das sowjetspanische Schiff würbe in biesem Falle verfolgt unb, wenn möglich, versenkt werben, selbst wenn es in französische Gewässer einlaufen werde. In Paris hatten diese Meldungen eine ge- wisse Sensation hervorgerufen. In französischen amtlichen Kreisen verschanzte man sich jeboch vor­läufig hinter bem Buchstaben bes Gesetzes und er­klärte, bie französische Regierung habe nicht bie Möglichkeit, die Ausfahrt des sowjetspanischen Kriegsschiffes zu verhindern, da ben spanischen Par­teien nicht bas Recht ber Kriegführung zuerkanni worden sei.

Kanada liefert Flugzeuge für England

London, 11. Aug (DNB. Funksprmy) der Leiter ber britische n L u f t f a h r t m i s - sion in Kanaba, Sir Harbman Lever, einer Melbung aus Montreal zufolge, bekanntgab, wer­ben nunmehr Aufträge auf Lieferung eines be­stimmten Flugzeugtyps für bie britische Luftwaffe an bie kanabische Flugzeug­industrie vergeben. Die einzelnen Flugzeug­werke Kanadas würben in ber Weise Zusammen­arbeiten, daß jedes Werk bestimmte Einzelteile des Typs herstellt, die bann in einer an der Grenze zwischen Ontario und Quebec noch zu errichtenden Fabrik zusammengesetzt werben.

vor für unwahrscheinlich halte.

Der britte, hauptsächliche Punkt, um ben bie Un- terrebung sich bewegt habe, bie spanische Frage, soll allerbings weniger günstig beurteilt worben sein. Anscheinenb haben bie beiben Minister beschlossen, ben englischen Generalbevollmächtigten in Burgos erneut anzuweisen, auf bie baldige Beantwortung ber Räumungsvorschläge durch General Franco zu drängen unb gleichzeitig zu betonen, baß jebe weitere Derzögerung sich auf bie Gesamtlage ungünstig auswirken müßte.

Die Unterrebung zwischen Chamberlain unb dem aus Palästina zurückgekehrten Kolonialminister M a c D o n a I b ist für Donnerstag nachmittag fest­gesetzt worben. Eine Aenderung ber grundsätzlichen englischen Politik in Palästina wirb in politischen Kreisen für unwahrscheinlich gehalten.

Bereits ein erster Bericht Runcimans an Ehamberlain?

Lonbon, 10.Aug. (DNB.) Wie derEvenmg Standard" zu wissen glaubt, soll Lord Runciman bereits an Chamberlain einen Bericht über seine er ft en Eindrücke von ber Lage in ber Tschecho-Slowakei gefanbt haben. In biesem Bericht

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stelle Runciman fest, baß beide Seiten in der Tschecho-Slowakei bereit seien, sich über ihre For­derungen in versöhnlichem Sinne ausju» sprechen.

Die Beratungen Bonnets.

Paris, 10. Aug. (Euroapreß.) Am Mittwoch- nachmittag empfing Außenrninster Bonnet zu­nächst ben Vorsitzenden bes Auswärtigen Ausschus­ses bes Senats, Henry Bsrenger, unb unter­richtete ihn, ebenso wie am Dormittag ben Vorsitzen- ben bes Auswärtigen Ausschusses ber Kammer, Mistler, über ben gegenwärtigen Stanb der lau­fenden politischen Fragen, hauptsächlich über bie tschecho-slowakische Frage unb bas sowjetrussisch-ja­panische Verhältnis.

Nachdem er ben syrisch-türkischen Fragenkreis am Dienstag mit bem Befehlshaber ber französischen Truppen in Syrien, General Huntzinger, be­sprochen hatte, empfing Bonnet am Mittwoch ben französischen Oberkommissar in Syrien, b e Mar- tel, zu einer längeren Aussprache.

In ben späten Nachmittagsstunden suchte ber Geschäftsträger ber englischen Botschaft in Abwesenheit bes englischen Botschafters, Sir Erle Phipps, von Paris ben französischen Außenminister auf, wobei bie Uebereinftimmung ber englischen unb französischen Regierung festgestellt würbe, an einer friedlichen Lösung ber sowjetrussisch-japanischen Spannung mitzuarbeiten.

Ministerpräsident D a I a b i c r hat am Mittwoch- abenb in Begleitung des Chefs seines Militärkabi­netts Paris verlassen, um sich nach Grenoble zu begeben. Von bort aus wirb er am Donnerstag das Gebiet ber Alpenmanöver besuchen unb in An- Wesenheit bes Staatspräsidenten ber an« schließenben Truppenschau beiwohnen. Dalabier wirb am Freitag wieber in Paris zurückerwartet.

Lord Runciman bei Benesch

Sudeiendeutscbe Abgeordnete bei Hodza.

Gedämpfter Optimismus."

Oie Konferenzen bei Ehamberlain.

Empfang Warschau Val- bas im Berliner Rathaus.

Im Anschluß an die Kranzniederlegung am Ehrenmal begab sich Luft- marschall Balbo in das festlich geschmückte Ber­liner Rathaus, wo Stadt- präsident und Oberbür­germeister Dr. Lippert dem Gast nach dem Will- kommenstrunk und der Eintragung in das Gol­dene Buch die Silberne Plakette ber Reichshaupt­stadt zur Erinnerung an seinen Berliner Aufent­halt überreichte (unser Bild). (Scherl - Bilder- dienst-M.)

ralfsldmarschall Göring unterstrichen und der erste Besuchstag geschildert. Der Empfang des Mar- challs Balbo in ber Reich-Hauptstadt sei, wie die Korrespondenten hervorheben, eine eindrucks­volle Kundgebung beutsch-italieni- cher Freunbschaft gewesen.

Der offiziöseP o p o l o b ' I t a l i a" betont bie Bekräftigung der deutsch-italieni­schen Freundschaft durch die politisch be­deutungsvollen Trinksprüche, die zwischen Luftmarschall Balbo unb Generalfeldmarschall Göring in Karinhall gewechselt wurden.

C o r r i e r e della Scrra" veröffentlicht einen zweiseitigen Berliner Bericht unter ber lieber« chriftDie deutsch-italienische Freunb­schaft" unb hebt, ebenso wie dieS t a m p a", im Titel ben Ausspruch Balb os hervor: Deutschlanb unb Italien werben un­besiegbar bleiben, wenn sie unter Führung von Benito Mussolini unb Abolf Hitler ihre gemeinsame Politik fortsetzen".

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Go sieht Frankreichs Nichteinmischung'- auS.

Paris, 11. August. (Europapreß.) Aus

für bis zum letzten zu kämpfen. Die Liga der Slo, waten in Amerika werde nach seiner Rückkehr zu- ammentreten und über bie Methoden unb Mittel des weiteren Kampfes entscheiden. Pas Bündnis der Tschecho-Slowakei mit ber Sow­jetunion, so sagte er weiter, werbe von ben Slowaken nicht gutgeheißen, ebenso wie die Slowaken bas unfreunbliche Verhältnis Prags zu Warschau für ausgesprochen schädlich hielten. Zum Schluß sprach sich Dr. Hletko energisch gegen bie Fiktion bestschecho­slowakischen Volkes" aus unb erklärte, baß bie Slowaken Mit dem tschechischen Volk wohl zusom- menarbeiten wollten, aber nur als besondere und selbständige Nation.

Die Abordnung ber Amerika-Slowaken, bie Ende Mai mit bem Pittsburger Vertrag nach ber Tschecho« Slowakei gereift war, hat mitsamt bem Ver­trag bie Rückreise nach Amerika an- getreten. Am Mittwochnachmittag schifften sich bie amerikanischen Slowaken auf bem polnischen ÜberseedampferPilsudski" nach Amerika ein.

Tschechische Unverschämtheit

in Jugoslawien.

Belgrad, 10. Aug. (PNB.) Die Verwaltung des Drinabanats (Bosnien) hat die Orts­gruppe Sarajevo ber tschecho-flowakisch-jugosla- wischen Liga aufgelöst, weil sie eine ihrem Statut widersprechende Tätigkeit entfaltete. Auf ber letzten Mitgliederversammlung sollen nicht nur Hochrufe auf bieBrüder ber tschechischen Repu° b l i k", sondern auch aus die S o w j e t u n i o n aus- gebracht worden sein.

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DieStomp a" verweist auf die rege Avteil- nähme der Bevölkerung der Reichshauptstadt an dem herzlichen Empfang des beliebten Luft­marschalls.

Balbo an den Wer.

Berchtesgaden, 10. Aug. (DNB) Marschall Balbo hat an den Führer und Reichskanzler nachstehendes Telegramm gerichtet:

Während wir die Alpengipfel überfliegen er­laube ich mir. Ihnen -meinen herzlichsten Gruß zu senden und mein stolzes Gefühl, mich im nationalsozialistischen Deutschland zu befinden, auszudrücken. Marschall B a I bo."

Der Führer antwortete Marschall Balbo in einem Telegramm, in dem er den Gast in Deutsch­land herzlich willkommen heißt und ihm einen angenehmen Aufenthält hier wünscht.

London, 11. Aug. (Europapreß.) Die Unter­redung des englischen Ministerpräsidenten Cham­berlain mit dem Außenminister Lord Halifax am Mittwochabend soll, wie die Blätter überein­stimmend melden, von einem gedämpften Op­timismus getragen gewesen sein. Sowohl die Verhandlungen Lord Runcimans, als auch die Lage im Fernen Osten sollen von Lord Hali­fax alsbefriedigend" bezeichnet worden fein. Zum sowjetrussisch - mandschurischen Grenzkonflikt habe Lord Halifax der Meinung Ausdruck gegeben, daß er eine Ausdehnung der Feindseligkeiten nach wie

sehr zu Herzen gegangen. Als Kämpfer und Soldat habe er einen großen Stolz, den der Offenheit und . Aufrichtigkeit, und in dieser offenen Aufrichtigkeit \ erkläre er, daß der heutige Tag, wo er die Freund­schaft des Generalfeldmarfchalls in der schönen beut» 1 fchen Landschaft in so überreichem Maße erfahren 1 habe, zti einem ber schönsten seines Lebens gehöre.

Deutschland und Italien, fuhr Marschall Balbo fort, würden unbesiegbar bleiben, wenn sie, geführt von Benito Mussolini und Adolf Hitler, ihre Politik gemeinsam verfolgten.

Marschall Balbo schloß mit einem Toast auf Deutschland, den Führer, die deutsche Luftwaffe und ihren großen Schöpfer Hermann Göring.

Nach dem Frühstück führte der Hausherr in seiner liebenswürdigen und humorvollen Art seine Gäste durch den Waldhof Karinhall unb bie nähere Um­gebung, bie sich ben Gästen in ihrer ganzen Schön­heit barbot. Eine ganz besondere Freude war es für den Luftmarschall, die kleine Edda Göring zu sehen. Nach dem Rundgang gab ber Gast beim (Ein- schießen des Gewehres, bas ihm ber Felbmarschall für die für Freitag vorgesehene Pirsch in der Schorfheide überlassen hat, einige Proben seiner Schießkunst ab. Dann überreichte Generalfeldmar­schall Göring ben italienischen Fliegeroffizieren, die Italo Balbo begleiteten, bas Goldene Flieger­abzeichen ber deutschen Luftwaffe, bas Marschall Balbo schon seit drei Jahren trägt.

Mit herzlichen Worten des Dankes nahmen Mar­schall Balbo unb feine Begleitung bei sinkender Sonne Abschied von Karinhall. Dabei erklärte Italo Balbo Pressevertretern, daß die herrlichen Stunden beim Felbmarschall unb die ihm erwiesene Freund- schäft ein unvergeßliches Erlebnis für ihn bleiben werden.

Emvfana beim italienischen Botschafter.

Der italienische Botschafter in Berlin, Exzellenz Attolico, gab am Mittwochabend aus An- laß ber Anwesenheit bes italienischen Luftmarschalls unb Gouverneurs von Libyen, Italo Balbo, und seiner Begleitung einen (Empfang im Kaiserhof", an dem auch Generalfeldmarschall Göring und Reichsaußenminister von Ribbentrop teil­nahmen. Ferner wohnten von deutscher Seite u. a. dem (Empfang bie Staatssekretäre Körner, General der Flieger Milch unb Hanke sowie Unterstaats­sekretär Woerrnann bei.

Das Echo in Italien.

Rom, 10. Aug. (DNB.) Der Besuch des Luft­marschalls Balbo in Berlin wird von ber römi­schen Presse stark beachtet. In ihren ausführlichen Berichten rarb bie herzliche Begegnung mit Gene-

Prag, 10. Aug. (Europapreß.) Am Mittwoch fanben zwei für bie weitere innerpolitische Entwick­lung in der Tschecho-Slowakei wichtige Besprechun­gen statt.

Der tschecho-slowakische Staatspräsident Dr. B e - nesch empfing Lord Runciman, um mit ihm, wie es in bem Bericht bes Sekretärs von Lorb Runcimans heißt, benFortgang ber weiteren Ar­beiten zu besprechen". Fast zur gleichen Stunde fand eine Unterredung zwischen bem Ministerpräsi- benten Dr. Hobza unb dem Führer bes von Kon­rad Henlein mit den nationalitätenrechtlichen Ver­handlungen betrauten Ausschusses, Abgeordneten Kunbt, statt, ber von bem Abgeordneten Dr. Rosche begleitet war. Diese Konferenz hatte nur kurze Dauer und dürfte sich ebenfalls in erster Linie mit bem Fortgang ber weiteren Verhandlungen be­saßt haben.

In ben Nachmittagsstunben trat unter Vorsitz des Ministerpräsibenten ber mit ber Entscheidung poli­tischer Fragen betraute Ministerausschuß zu­sammen. Den hauptsächlichsten Programmpunkt die­ser Sitzung wird gleichfalls die Frage des weiteren Derhandlungsprogramms bilden

Offenkundig besteht das Bestreben, nunmehr die Besprechungen, die bisher nicht über ben informa­tiven Charakter hinausgegangen finb, in bie Phase konkreter Verhandlungen zu bringen. Ein (Empfang ber subetendeutschen Abord­nung durch Lord Runciman, ber nach bisher von ben zuständigen Stellen nach nicht bestätigten Meldungen am Donnerstag stattfinden soll, dürfte bem gleichen Zwecke dienen

Zu welchem Ergebnis diese Bemühungen, für die subetendeutschen Probleme eine Lösungsmöglichkeit zu sinden, gelangen werben, ist schon beshalb im