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Die Aufführung wurde von mehreren tausend

Gaukundgebung

war, ganzen Linie beste Sängerfröhlichkeit der Trumpf dieser der Stunden. So konnte denn auch an dieser Stelle

das Sängerfest zu einem Erfolg werden.

Sonderkonzerte

Sonderkonzert Nr. 15.

^urt habe.

deutsche Lied durchgehallen, bis der , um den Weg freizumachey für die

So hat das

zenen (Spinne-

Lebenswillen.

(Nachdruck verboten!)

24. Fortsetzung.

und'Minder.- !°. daß sie sich die chnnd reichten.

A Huh ist das Schlimmste? Und (Fortsetzung folgt!)

verwebend.

Im zweiten Teil erschienen Proben aus dem Schaffen der Chorkomponisten des Kreises XII im DSB. Voran stand der Chorleiter der konzertieren­den Gruppe Karl Grim mit der Vertonung von Cäsar FlaischlensHab' Sonne im Herzen", die eine willkommene Bereicherung der Männerchor­literatur bedeutet. Besonderem Interesse begegnete Stefan TemesvarysSteh auf, Nordwind" (aus ,Des Knaben Wunderhorn"), das mit volksnaher Melodik inneren Schwung und Kraft des Akzentes bindet. Zwei gemischte Chöre gaben zwei Darm­städtern das Wort, Bernd Zeh:Heilige Arbeit", Friedrich N o a ck :Volk im Morgenrot" (mit zwei Trompeten und Klavier). Bernd Z e b stellt in dem volkstümlichen Beginn die beiden Stimmgruppen gegenüber, erhebt sich aber dann zu starker innerer Spannung. Friedrich N o a ck gibt seinem Chor hym­nischen Charakter und entwickelt dankbare Steige­rungen. Bei allen Proben bestätigte sich ein gesun­der musikalischer Sinn und ein stellenweise eigen- betontes, sehr gediegenes, satztechnisches Können; je- doch war ein eigentlicher Vorstoß in Neuland nicht deutlich zu erkennen.

Den dritten Teil bestritt eine volkstümliche Lied­folge nach Gedichten von H. Anacker, Hermann Löns' und H. Allmers für Männer- Frauen- und gemischten Chor und Einzelgesang für Tenor mit Violine und Klavier von Paul Zoll, Darmstadt. Der Komponist folgt der vom Dichter angeschlage­nen Grundstimmung mit feinem Nachempfinden; seine Ausdrucksmittel find auf dem bewährten Grunde musikalischer Tradition erwachsen. Er neigt zu einer besonderen Hingabe an lastende Stimmun­gen, ohne sich dabei jedoch zu einem deutlich hervor­stechenden Eigenwert zu erheben. Seinen Chören liegt eine gewisse Frische inne und volkstümliche Sangbarkeit; auch in der Vereinigung des Chor­klanges mit der selbständig geführten Violine be­weist er klungsinniges Geschick. Seinen Sololiedern für Tenor war Werner Hauck willig bestrebter Helfer. Das Publikum zeigte sehr lebhaften Anteil andern gesamten musikalischen Geschehen.

Dr. Hering.

i durchzusüiM. ffenbad) (Bah), rie nicht nur ein Mer Gewissen- \ seinem Innern nit. Die Aagdarie .oller Anschaulich-

iis heraus. Don aber war er als es, nicht Mhi ?ines Organes, oaren die in 2!n- rpfHcfjtungen den- sucher zu stärksttt Dr. Hering.

s° war auch her re Bedeutsamkeij ! d-e Wichtig^ i ausgetönt, hier umponahme sich- 1 ingungen heraus ! rben die in Tie. .

des Staatlichen' 3J5, vor allem gliederten musika. m wohlig-weichen

M- (Sopran) als it, Weichheit und Partie besonders

serft ausgeglichen, miegfam, empfin- em, aber auch zu In den mehr in

die ihm gar luu^ «.v , ------ - - s

Stimme klang.Und was ist das Schlimmste? Und

nach den Eintretenden.

Ich bringe ihn dir", sagte Renata, halb zornig, halb klagend.Er soll dir selber sagen, womit er

...... " Und dann trat sie zwischen die beiden

wenn du die Wahrheit sprichst, läßt es sich ad- wenden? Das Schlimmste wäre, wenn du die Wahrheit sprächest. Wenn wirklich eine Unredlichkeit vorläge. Das könnte ich nicht ertragen. Und was ist deiner Meinung nach das Schlimmste?"

Das Allerschlimmste ist, denke ich, wenn die Sache ans Licht kommt. Und Hagepreester, der eine Autorität ist, namentlich auf dem Gebiet der Fuge, Hagepreester will die Sache in die Hand nehmen und "etwas darüber vöfsentlichen. Mein liebes Kind, dann ist dein Ottenrieth erledigt!" Er konnte nicht hindern, daß seine Stimme triumphierend klang, voll opn einem häßlichen, rachsüchtigen Triumph.

Angeekelt wandte Renata sich ab.

Du bist ein Narr, Fritz", sagte sie nach einem langen Schweigen, während dessen er feinen Triumph schlürfte.Ich kann es dir leider nicht ver­hehlen, daß ich dich für einen ausgemachten Narren halte. Du glaubst also im Ernst, daß ein Mann wie Ottenrieth hingeht und fremde Partituren be­stiehlt, um sich einen Erfolg zu machen? Schön, glaube das, wenn du es deiner Intelligenz zumuten magst. Aber jetzt verlange ich von dir hörst du, ich verlange es, daß du mitkommst und alles das, was du hier an Verleumdungen und Verdächtigun­gen und scheinbaren Argumenten vorgebracht hast, Ottenrieth ins Gesicht wiederholst. Und wenn du das nicht tust, bist du für mich völlig erledigt."

Ich tue nichts lieber als das", stieß er erregt hervor. ,Nichts lieber als das! Ich freue mich direkt auf den Augenblick, wo ich ihm beweisen kann, was er ist nicht nur ein Frauenräuber, sondern ein ganz gewöhnlicher Dieb!"

Sie zuckte wegwerfend die Achseln und ging mit raschen Schritten auf das gewölbte Portal derCasa Rossa" zu.

Ottenrieth hatte, als er wieder nach Torbole kam, mit dem Baron ausgemacht, daß ihm, an sein Schlafzimmer anschließend, ein zweites Zimmer jur Verfügung stehen und als ein bescheidener Wohn- salon eingerichtet werden sollte, damit er dort ar­beiten und Besuch empfangen könnte.

Zu diesem Zimmer stieg Renata jetzt hast.g em- por. Armbruster folgte ihr ein wenig schnaufend, denn sie lief mit ihren langen, schlanken Beinen die Treppe förmlich hinauf.

Ottenrieth wandte vom Schreibtisch oen Kopf

Oberst

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Vornan von Hans von Hülsen.

Copyright by Prometheus-Verlag, Dr. Eichacker, München-Gröbenzell.

Boden. ,. , . _ ,

Sags nur!" wiederholte sie trotzig noch einmal. Ich sage nicht mehr, als ich sagen darf, Reh.

Ich habe keine Mühe gescheut, um nur Gewißheit xu verschaffen, bas mußt du mir zubilligen. Ich bin sofort nach München gefahren und habe Hage­preester ausgesucht und ihm den Fall vorgelegt. Er hat das alte Manuskript herbeigeschafft. Wir haben es gemeinsam durchgesehen, und mein Verdacht hat sich in jedem Punkt bestätigt gefunden. Es ist sehr hart für mich, Reh, dir das zu sagen, weil es ja dein Glück zerstören muß oder, verzeih, was du für dein Glück hältst. Aber ich muß es dir doch sagen, weil nur so das Schlimmste abgewendet me,/Da5 Schlimmste?" fragte sie ntrt einer Stimme, mich quält

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.^mpuls aus* nei- ^tDini T ^'t feinen 5Uen; ein g, L lnexr ent. Z er. dem Chor öie dog aus. L\m hoben ,h' ?e äußerst klare, i'^ues heraus er. * Wie Fran, !)uhiich aus dem Beziehung aller 3 h'er der rechte

würdigen Höhepunkte des ganzen Festes, an den man mit angenehmer Erinnerung zurückdenken wird.

Frohes Volksfesttreiben.

Du kommst aus München, nicht aus Wien?"

Er überhörte ihre Frage.

Da du ja auf alle meine Warnungen nicht ge­achtet hast, so muß ich dir nun mit Tatsachen kommen. Ehe es völlig zu spät ist. Mit unwiderlegbaren Tat­sachen, Reh, die dir keinen Zweifel darüber lassen, wie es moralisch mit Ottenrieth bestellt ist. Denn du bist ja klug genug, zu wissen, daß man einem Men­schen, der stiehlt, alles zutrauen kann."

Einem, der verleumdet, auch", sagte He, aufs äußerste gereizt. Vergab sie sich nicht eigentlich etwas, tat sie nicht schon ein Unrecht an Ottenrieth, wenn sie hier weiter neben diesem bis zur Sinn­losigkeit Aufgeregten herging und seinen vergifteten Worten lauschte? Aber zugleich war in ihr der starke Wunsch, alle Pfeile zu kennen, die er im Köcher hatte, um so jeder, auch jeder nur eingebil­deten Gefahr für den Mann, den sie liebte, zu begegnen.Also entweder sprichst du jetzt offen, oder ich lasse dich hier stehen wie damals, als du mich selber verdächtigtest. Bitte!"

Da begann er zu reden. Er hatte sich alles vor­her sorgfältig überlegt, die ganze lange Eisenbahn­fahrt über, doch nun, in ihrer Gegenwart, war alles zerstoben, ein Sturmwind Hatte hineingeblasen, und er mußte jedem einzelnen Fetzen seiner wohl­bedachten Anklagerede nachlaufen. Er erzählte, w'e er von allem Anfang an Mißtrauen gegen Otten­rieth gehabt habe, aber schon unterbrach sie ihn:

Das weiß ich ja! Das interessiert mich nicht!

Er kam darauf zu sprechen, wie in ihm schon während der Aufführung derLiebesfuge" der Ver­dacht entstanden sei, daß hier nicht alles mit rech­ten Dingen zugehe, wie er gefühlt Hobe, daß dMe Musik nicht Ottenrieths geistiges Eigentum sei. Er schilderte, wie er sich tage, und tagelang den Kopf zermartert habe, verspottet von der Tante, die Nicht zu überzeugen gewesen war und immer noch an dem Gedanken festhielt, mit Ottenrieth ein großes Geschäft zu machen s

Na, das erleichterst du ihr aber nicht gerade durch dein Betragen", warf Renata ein

Nein", sagte er trotzig, ich weiß. Und ich weiß auch, daß sie mir gesagt hat, sie enterbt mich, wenn ich ihr das Geschäft verderbe. Aber erstens ist das nicht fo tragisch zu nehmen, und zweitens wenn schon! Mr ist alles gleichgültig Ich muß diese Sache durchlechten! Ich muß diesem Kerl die Maske"

Lebe wohl, Fritz", sagte sie, machte auf dem Absatz kehrt und ging in Richtung nach Dem Hasen- decken zurück. .. . , ,

Aber er war schon, flink wie em Wiesel, neben ihr.

Eängergauführer

Ministerialrat Ringöhausen

egrüßte nun in seiner Ansprache zunächst die hrengäste, dann alle übrigen Volksgenossen, vor Jem aber alle Sangesbrüder aus dem (Sänger- m. Dann sagte er in feiner längere Rede u. a. «eiter:

Der Zweck dieser Sängerfeste ist, die Sänger- tsimeinschaft zu pflegen und Wert und Aufgabe riferer Arbeit und die Bedeutung des Liedes im euen Deutschland zu erkennen und zu erfassen, las deutsche Lied war schon durch alle Jahr- underte ein treuer Begleiter des deutschen Volkes, : wohl in den Zeiten der Macht und Größe als uch in den Zeiten des Niederganges. Und gerade t solchen Zeiten hat es dazu beigetragen, daß das rutsche Volk nicht den Glauben an sich selbst ver- )r. Das deutsche Lied war immer der Ausdruck Rutscher Art, deutscher Sehnsucht und deutscher Berte. Das deutsche Lied, das erklingtsoweit die deutsche Zunge klingt" und heute mehr denn je m unseren Grenzen ertönt, ist der Ausdruck des Isutschen Lebenswillens, der sich durch die Jahr- änderte durchgesetzt hat und auch weiter durch- stzen wird.

In den Zeiten in und nach den Freiheitskriegen, In die Sehnsucht aller deutschen Großdeutschland :ialt, haben die Männerchöre trotz der Reaktion iger Dynastien diese lebendige Sehnsucht durch das in das deutsche Herz hineingetragen. Der In­halt des deutschen Liedes war damals Volk und «eich. In der Zeit des Liberalismus versuchten !iann zersetzende internationale Kräfte feinen In­halt auf das übertrieben Künstlerische zu verlagern, ttas Nationale war verpönt. Trotzdem war diese . inhaltliche Verschiebung im Volke nicht möglich. Bismartf bezeichnete das deutsche Lied als einen nichtigen Bundesgenoffen, der ihm Divisionen er-

Ebenfo wie schon am Samstagabend nach dem Abschluß der Gaufeierstunde entwickelte sich auch am Sonntagnachmittag und bis weit in den Abend hinein auf dem Vergnügungsplatz auf dem Trieb, der von der Volkshalle bis fast zur Artillerie-Kaserne reichte, lebhafter Betrieb.Jn den Bierzelten herrschte überall frohe Stimmung, und die Geschäfte der Schausteller und sonstigen Unternehmer auf dem Juxplatz hatten sich gleichfalls des starken Zuspruchs der Besucher zu erfreuen. Auch hier war auf dex

jenen (Spinne- So hat das beut)ehe Lied durchgehalten, bis Der kheit Md glitzern- Mhrer erstand, um oen Weg freizumachep für die

»tiefsten deutschen Seelenwerte. Und so quillt heute M (Tenor) balir !im deutschen Liede wieder ein mächtiger Urquell in Können in plf- !«er neuen Zeit. Das Ziel ist das Großdeutsche iner inneren L »eich. Auf dem Deutschen Sängerfest in Breslau

mo ber Se* Ichlug für das deutsch- Lied di- Stund- d-r M-d-r-

>rViMnn»n in' «burt durch die Anerkennung durch den Führer. mZm'M Ind freudig klingt es nun in allen deutschen Gauen: ÄW i'Sn Bal- ein Reich -in Führer!... _ .. .

' htofpirt Pstnn» finh mich die

übermittelte nun den Sängern die herzlichen Grüße und Wünsche des Schirmherrn des Gausängerfestes, Gauleiters Reichsstatthalters Sprenger, denen er als Hoheitsträger im Kreise Wetterau feine Grüße und Wünsche anschloß. Er unterstrich dann besonders, daß zu dieser Feier auch die Partei mit ihren Gliederungen, die Wehrmacht und der Ar- , beitsdienst aufmarschierten, um dadurch zu bekun- , den, daß sie sich mit den Sängern aufs engste ver­bunden fühlen. So solle es auch immer bleiben, denn der Führer selbst habe ja die Gesangvereine zu einer großen Organisation mit bestimmten Auf­gaben zusammengeschlossen. Der Kreisleiter wies dann noch besonders auf die große Bedeutung des Marschliedes und dessen sorgsame Pflege als einer kulturellen und politischen Aufgabe hin, und er wünschte den Sängern zum Schluß, daß sie auch von diesem Feste neue Kraft mitnehmen möchten für ihr Wirken als Sänger zum Wohle des deut­schen Volkes und feines großen Führers Adolf Hitler.

Oberbürgermeister Ritter

sprach den Sängern die herzlichsten Grüße der Gie­ßener Volksgenosseü aus, deren Herzen erfüllt sind voll Dank für das schöne Erleben, das die Sänger unserer Stadt gebracht haben. Er dankte weiter dem Sängergauführer Ministerialrat Ringshausen, Professor Dr. Temesvary und allen Mitarbei­tern bei der Vorbereitung dieses schönen Festes. So­dann pries er die hohen idellen Werte des deutschen Liedes, und er erinnerte bei dieser Gelegenheit daran, daß gerade auch das deutsche Lied und die Kampflieder der SA. in den Zeiten der größten Not des Kämpfens und Ringens um Deutschlands Freiheit gute Helfer waren. Der Redner wünschte zum Schluß, daß das deutsche Lied unserem Volke immer die ideelle Kraft geben möge, um des Volkes Schicksal meistern zu können, um ein starkes, einiges und kraftvolles Deutschland, getragen und erfüllt vom Geiste unseres Führers, zu sichern.

Eängergauführer Ringshausen

schloß die Kundgebung mit dem Treugelöbnis an den Führer: Niemals versagen, niemals verzagen, : dem Mutigen gehört die Welt! Die Lieder des Na­

tion bildeten den Ausklang der Feier.

Marsch durch die Stadt.

Sonderkonzert Ar. 8.

In der Gegenüberstellung des Einzelchors (etwa 70 Mitwirkende) und eines über doppelt so großen Massenchors im zweiten Teil der Konzertreihe lag nicht nur ein besonderer Reiz für die Hörer in der zahlenmäßigen Bedingtheit der Klangkörper, son­dern auch im Hinblick auf die musikalischen Durch-

Vom Oswaldsgar^ten aus marschierten die Sänger in drei Gruppen, jedesmal die Fahnen geschloffen voraus und die Ehrenabovdnungen der Wehrmacht und der Partei an der Spitze, durch eine Reihe von Straßen zum Trieb. Taufende von Volks­genossen bereiteten unterwegs den Sängern herz­liche Sympathiekundgebungen.

HemaWel von. Heß.

In der vollbesetzten Dolkchalle fand nach dem Eintreffen des Sängerzuges auf dem Trieb die Auf­führung des von unserem Heimatdichter Gg. Heß (Leihgestern) verfaßten HeimatspielsTanzend' und singend' Volk" unter der Spielleitung von Anton Neuhaus, Spielleiter des Gießener Stadttheaters, statt, lieber dieses neue Werk von Georg H e ß und über die Mitwirkenden haben wir in unserer Vor- schau am vorigen Freitag (Nr. 157 vom 8. Juli) bereits eingehend berichtet.

In diesem Sinne sind auch die Sänger Soldaten lies Führers und die Träger kulturellen deutschen gutes. Kraft und Glück ruhen in der Gemein- chast, in ihr liegt Zukunft und Freiheit des deut- djen Volkes. Dies in das deutsche Volk hineinzu- H-agen, ist Aufgabe der Sänger, getreu dem Ge- wbnis: Treu dem Führer, treu dem Volk, treu . ns selbst! Begeistert erklang der Gruß an den Führer über den weiten Platz.

Der wuchtige MassenchorDer Gott, der Eisen wachsen ließ" betonte und unterstrich nochmals die irefflichen Ausführungen über deutschen Wehr- und

Am Sonntag frühnachmittags marschierten diel änger in drei Marschblocks mit ihren Fahnen m drei Sammelplätzen in der Stadtmitte aus zum öwaldsgarten. Tausende von Männern und Frauen itten sich dort als Sänger oder als Zuschauer zu er Gaukundgebung des Sängergaues II mit d e n Gliederungen der Partei nb der Wehrmacht eingefunden. 422 Ge- engoereinsfahnen wurden mitgeführt und in gro- jm geschlossenen Gruppen beiderseits des Redner- sdiums aufgestellt; hier waren auch die Ehren- ooorbnungen der Gliederungen der Partei, der ! Wehrmacht und des Arbeitsdienstes aufmarschiert. ! er riesige Fahnenwald bot ein farbenfrohes Bild, i essen Umrahmung durch den Aufmarsch der ! ausende sehr eindrucksvoll war.

Hell erklang zu Beginn der Kundgebung aus ! aujenben von Sängerkehlen der Deutsche «Sänger»

Entschuldige, Reh, ich bitte wirklich um Ent­schuldigung. Es ist mir so herausgerutscht, ich werde nicht wieder solche Ausdrücke höre mich nur an!"

Also, benimm dich gesittet", erwiderte sie, ohne jedoch noch einmal umzudrehen.

Er gab sich fortan wirklich Mühe. So rrchig er konnte, berichtete er, wie ihm nach und nach und besonders seit er die gedruckte Partitur gekauft und studiert immer deutlicher geworden war, daß er gewisse charakteristische Motive dieses Werkes schon einmal gehört und daß sie ihm damals großen Eindruck gemacht hatten. Aber wo, wo, wo? Und ganz plötzlich, da war es chm wie Schuppen von den Augen gefallen! Da hatte er sich an Hage­preester erinnert und an die Partitur, die der Pro­fessor ihm vor Jahren vor fünf Jahren einmal zu Durchspielen gegeben. Diese Arbeit eines gefal­lenen Musikstudenten und persönlichen Schülers ja, richtig, da hatte er schon einmal alle diese Motive gehört. Nicht eins oder zwei, nein, ein ganzes Dutzend! Alle Hauptmotive derLiebesfuge'!

Und da meinst du nun, daß Ottenrieth sie von diesem anderen Musiker abgeschrieben hat? Sags nur rund heraus, das meinst du doch?" Renata sprach, ohne ihn anzusehen, sie ging zu seiner Rechten und blickte erhobenen Kopfes geradeaus, aber in ihrem Herzen kämpften Zweifel und Ver­trauen, Unglaube und Glaube, und eine große Ver­wirrung herrschte dort, daß es schwer war, so ruhig zu scheinen und zu sprechen. Um Gottes willen, was bedeutete denn das? Was war denn das? Arm­bruster war zwar manchmal ein Esel, aber doch in musikalischen Dingen fein Dummkopf. Wenn er so etwas sagte, zu ihr sagte, bann sprach er nicht ms Blaue hinein, dann war irgend etwas daran! Aber sie dachte an Ottenrieth, und alle Zweifel sanken zu

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Atzelm

Langsam, langsam, Reh! Ich habe dir sehr viel zu sagen, und ich bin überzeugt, du wirst es mir Lanken, daß ich dich aus einer Situation befreie, in die du in deiner grenzenlosen Unerfahrenheit tineingerannt bist. Sieh daraus, Rehlein, daß mein Herz immer noch unverändert an Dir hangt.

Sie schüttelte unwirsch den Kopf.

Ich bin wirklich verlobt, nicht nur in der Pham iafie der Zimmermädchen im Benaco. Und ich mochte dich bitten, dem Rechnung zu tragen, wenn bas, was du mir sagen willst, etwa Ottenrieth betrifft. Es gibt da eine Grenze, über die hinaus ich nichts Horen will. Gehen wir also em Stückchen?"

Sie setzte sich in Bewegung, er ging neben ihr her, den Kopf hängen lassend. Also wirklich, dachte ir unablässig. Ich bin also doch zu spät ge- lommen.

Nun, du schweigst?"

Ja. Weil es mir so schwer fallt, dich zu quälen, Neh. Du mußt nicht denken, daß ich.es aus Haß gegen Ottenrieth -tue, obwohl ich ja wirklich Gruno habe, ihn zu hassen. Ich tue es. nur aus Sorge im dich. Weil es mir entsetzlich wäre, daß du leiben mußt, wenn er entlarvt wird/

Aber Fritz", lachte sie, und hatte doch eine kleine,, bösartige Angst in der Kehle dabeiEnt­larvt! In was für Ausdrücken redest du? Hast du ungefangen, Detektivromane zu lesen, seit ich fort bin von Wien?"

Nun laß mal alle Redensarten beiseite, Reh^', jagte er, ärgerlich über ihren spöttischen Ton.Cs bandelt sich durchaus nicht um Detektivromane, son­dern um Tatsachen. Höchst nüchterne Tatsachen. Wämlid) um die Tatsache, ob es dir angenehm ist, inen Menschen zu heiraten ober auch nur seine Braut zu fein, der in Kürze in allen Zeitungen als notorischer Dieb angeprangert sein wird.'

Wie unter einem Schlag zuckte Renata zusammen. Sie mußte sich zur Ruhe zwingen.

Wer so viel gesagt hat, muß mehr sagen, Fritz.

Natürlich! Selbstverständlich! Dazu bin ich ja Dierhergekommen. Dazu habe ich ja die Reise nach München gemacht."

Stellte die vorige Veranstaltung zwei Männerchor. Körper einander gegenüber, so vereinigte diese Kon- zertstunde dieLiedertafel" e. D. 1842 Darmstadt (Frauen- und Männerchor);Sängerlust" 1849 Darmstadt undLiedertafel" 1920 König i. Odw. (Frauen- und Männerchor) unter der Leitung von Karl Grim zu abwechslungsreicher Folge von Männerchören, Frauenchören und gemischten Chö­ren. Mit Recht hatte man darum den ersten Teil Johannes Brahms eingeräumt mit seinenFünf Liedern für vierstimmigen Männerchor" op. 41 (1867). Der-Leiter ließ hier die einzelnen Vereine mit besonderem Anteil hervortreten. Durchweg war hier auf einen schönen Klang ^gearbeitet worden, besonders aberFreiwillige her" ließ mit seiner zündenden Macht die gesamten Vereine in vollster Fähigkeit sich beweisen. Dazwischen gaben die Frauenchöre aus op. 44 dieBarcole" und der Bräutigam" (Jos. von Eichendorff), hier Mensch- liches und Naturgeschehen im romantischen Schauer

Besuchern, die den weiten Raum der Dolkshalle fast bis zum letzten Platze besetzt hatten, mit starker Spannung verfolgt. Und in der Tat war dieses große Interesse durchaus am Platze, denn die Auf­führung sowohl als auch die abwechslungsreichen Bühnenbilder waren der vollsten Anerkennung wert. Den Darstellern, in deren Mitte der Autor Georg H e ß selbst in bäuerlicher Tracht mitwirkte, ebenso auch dem großen Sängerchor wurde oft bei offener Szene lebhafter Beifall gezollt. Am Schlüsse der Darbietung wollte der außerordentlich starke Beifall, der hier besonders Georg Heß als Autor und Anton Neuhaus als Spielleiter und fünft- lerifchen Gestalter galt, mit großer Herzlichkeit aber auch den vielen Mitwirkenden zugewandt war, schier kein Ende nehmen. Das Erlebnis dieser schönen Aufführung war einer der besonderen denk-

arbeitungsmöglichkeiten.

Der GesangvereinEinigkeit" Mör­felden ist unter der führenden Hand von Karl D i e t h e r (Frankfurt a. M.) zu einem Organismus geworden, der dem Dirigenten ein Durchsetzen seines musikalischen Willens bis zum Letzten ermöglicht; denn jeder Sänger ist unabhängig vom Notenblatt und ganz auf die musikalische Situation eingestellt. In intensiver Arbeit sind die klanglichen Ausmaße zu höchster Fähigkeit entwickelt. In schönstem Aus­gleich vermag dieser Chor aus einem weichen schwebenden Pianissimo sich in mannigfachen Graden und Abstufungen bis zu einem glanzvoll strahlen­den, ausladenden Fortissimo zu entfalten. Die viel­fachen dynamischen Anforderungen der einzelnen Chorsätze, wie in Paul GeilsdorfsTürmerlied" oder in der DolksliedvariationDer Tod von Flandern" von Mohler und am stärksten die sich türmenden Höhepunkte in LachnersHymne an die Musik", ließen den Willen und die Eindrin­gungskraft des Dirigenten sich ungehindert nach­giebig in Klang umsetzen und im Verfolgen der Angaben des Chorleiters die musikalische Vorlage restlos erschöpfen. Denn der Dirigent war bis zu dem vorgedrungen, wo Wortbehandlung und musi­kalische Linie sich in organischer Einheit finden, und so war die Textbehandlung in ihrer musikgebunde­nen Deflamation ebenso ausgeglichen, wie die Wortaussprache in äußerster Deutlichkeit und doch ohne Ueberbetontheit und Markiertheit sich ständig bewies. Gerade den Sätzen, die mehr zum Volks­tümlichen hinüberwiesen, wieStändchen" von Wolfrum und die volksliednahen ChoreHorch, was kommt von draußen rein",Bettlerlust" und vor allemSpinn, Mädchen, spinn", war eine so feine Artikulation, Pointierung und Stimmungs­kraft eigen, die den Hörer begeistern mußte, so daß die letzte Gabe wiederholt werden mußte; ein Beispiel hoher, im Musikalischen und Gesanglichen fundierter Chorkultur!

Dem gegenüber legte im zweiten Teil der Ver­anstaltung die Chorgruppe Jäger (MGV. Cinttacht" Darmstadt-Arheilgen, SV.MGV.- Liederkranz" Groß-Zimmern, Männerchor Heusen- stamm, SD.Sängerlust-Edelweiß" Urberach, GV. Sängerluft" Wixhausen) unter der Leitung von Georg Jäger (Frankfurt a. M) besonderes Ge­wicht auf die klangliche Wucht des Massenchores, die Chören wieKamerad Deutscher" von John l Julia Scheffler und Rudolf HoffmannsWieland, . der Schmied" vollauf zustatten kommen und durch l die für das Ohr fast überwälttgende Fülle gewan- > nen. Ebenso war der Ausklang von Viktor Clarigs i CzajanekJung und ffoh" glanzvoll strahlend. Das , Schlußfugato (Rund herum") in PehmsPan an i die Sterne" war mehr auf die krafterfüllte Einzel- . linie ab gestimmt, als auf die bei einem Massen- i chor schwerer zu erringende innere Plastik.

Dr. Hering.

I Gängergauführer Konzeck, Herne,

als Vertreter des Bundesführers überbrachte des­sen und der Deutschen Sängerbund-Führung herz­liche Grüße, feierte die Lied- und Volksgemeinschaft, denen die ideelle Arbeit der Sänger gilt, wies auf den reichen inneren Gewinn der Sänger für dieses Mühen hin und richtete schließlich an die Sänger die Mahnung, stets in echter Sängergemeinschast ihre volle Schuldigkeit im Sinne des Kulturpro­gramms des Deutschen Sängerbundes zu tun. Der MassenchorWo gen Himmel Eichen ragen" unter­strich die packenden Mahnworte des Redners.

Kreisleiter Backhaus

ruß. Dann folgte unter Leitung des Gauchorleiters hrof. Dr. Temesvary (Gießen) der Massenchor i Dantlieö" von Tücher, anschließend der Chor herauf, herauf!" von Cornelius.