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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Volke deutsche Lieder zu
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fingen, und stellte jenen wunderbare Erneuerung
der von der he«, - Sieger im Moder ant L e m p.
Erlebnis geworden ist, das noch lange in guter Erin- n>Tung bei allen Teilnehmern lebendig bleiben wird.
das Werk seines Führers!
0er stellvertr. Sänaergauführer Schulrat Born, Darmstadt/ erstattete hierauf den Jahresbericht. Er hob dabei u. a. die Uneigennützigkeit der Vereine von Gießen und Umgegend hervor, die zugunsten fernerer Gaste auf Sonderkonzerte verzichtet hatten. Gerade im Sinn für die Gemeinschaftsziele sind wir in den letzten Jahren weitergekommen, auch die Weitungssingen und Kundgebungen zeigen das. Ein; endgültige Lösung der Chorleiterfrage war noch nicht möglich, jedenfalls setzt sich der Leistungsgrundsatz in jeder Beziehung durch. Die Sorge für die Vereine in abgelegenen Gegenden kann nur durch ließ sere musikalische Ausbildung der Junglehrer wüh-
am Samstag-
wn ihnen nur wenig zu b msrken. Wer aber etwa wn 13 Uhr ab den Zmhnhvfsplatz besuchte Md dann auch seme 2 ifmerksamkeit den Ein- gngsstraßen zu unserer Z-adt zuwandte, der h inte die Feststellung machen, daß überall ein großer Sängereinzug im Ginge war. Mit der Pihn kamen ununter- I)Dd]en gewaltige Massen vlii Männern des deut-
der früheren Zeit in kultureller und sozialer Hinsicht der heutigen Geltung dieser Vereine gegenüber, wobei er besonders betonte, daß die Gesangvereine immer ein Bindeglied zwischen den verschiedenen Volksschichten waren und dazu beigetragen haben, so manche Gegensätze in unserem Volke auszugleichen, ferner der deutschen Kultur wertvolle Dienste leisteten und der Volksgemeinschaft den Weg bereiten halfen. Dann erinnerte der Redner an die hohe Würdigung, die der Führer im vorigen Jahre in Breslau beim Deutschen Sängerfest den Gesangvereinen zuteil werden ließ, und an die verpflichtenden Aufgaben, die daraus allen deutschen Sängern erwachsen. Schließlich rief er die Sänger auf, stets in Treue mitzuhelfen am Werke des Führers.
Oberbürgermeister 2R ffer
gab dem freudigen Gruß der Stadt Gießen an die Sänger Ausdruck und dankte dem Sängergauführer, daß er dieses Fest nach Gießen gelegt hat. Dann wies er auf den guten Widerhall hin, den das deutsche Lied schon immer in der sangessrohen Stadt Gießen gefunden hat, ferner betonte er den hohen Wert der Pflege des Kampfliedes der GUe- derungen der Partei und der Wehrmacht,^das jetzt auch in den Kameradschafshäusern der Studenten Eingang und Pflege fand. Gießen sei auch hinsichtlich des Liedes von jeher eine Kulturstätte gewesen, und indem es das deutsche Lied pflege, wolle es mit aller Kraft der deutschen Kultur und dem deutschen Volke dienen zum Heil und Segen der ganzen deutschen Nation.
Kreisdirektor Dr. Loh
sprach im Namen des Reichsstatthalters herzliche Grüße und beste Wünsche aus, denen er für den Kreis Gießen die gleichen anfügte. Dann bezeichnete er das deutsche Lied als lebendigen Ausdruck des deutschen Volkstums und als packendsten Klang unserer Sprache. Er erinnerte kurz an jene Zeil, m der fremdrassige Menschen sich anmaßten, unserem
Systemerscheinungen die —.— . -
gegenüber, die durch den Nationalsozialismus auch hier geschaffen wurde. Der Führer selbst habe uns gelehrt, daß ein deutsches Lied nur ein deutscher Mann fingen könne. (Lebhafte Zustimmung.) Indem die Sänger dem deutschen Lied dienen, fördern sie alles, was uns am Herzen liegt: Deutschland und
rend ihres Studiums beseitigt werden. Die Nachwuchsfrage ist auf dem Lande weit günstiger, als in den Städten, wo das Fernbleiben der Jugend fast eine Vergreisung mancher Vereine herbeiführt. Wichtig für die Zukunft ist die Pflege der Chor- musik im Heere. Der bisher verbotene Kampf- gebaute, der wieder in die Wertungssingen eingebaut wird, soll ebenfalls ein Anreiz für die Jugend sein. Wichtig bleibt dabei, daß die Jahresarbeit, die Chorwahl und das organisatorische Verhalten des Vereins ebenfalls in die Gesamtwertung einbezogen . werden. Der Gau zählt augenblicklich 1096 Vereine mit 32 995 Sängern, 1151 Sängerinnen und 49 741 unterstützenden Mitgliedern.
($ru6 an den Gauleiter.
Nach Verlesung eines Telegramms an den Schirmherrn des Gausangerfestes, Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger, und nach dem Schlußchor des Bauer'schen Gesangvereins „Heimatgebet" von - Kann sprach Ministerialrat Ringshausen die Schlußworte und brachte das Sieg-Heil auf den Führer aus.
Vom Gloria-Palast marschierten die Sänger, unter Vorantritt des Musikkorps des Jnf.-Regts. 116, mit dem Sängergau-Banner an der Spitze zum Brandplatz zur
Vannerübergabe.
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Nach einem einleitenden Chorgesang der „Bauern" unter Leitung von Kreischormeister Blaß betrat der Kreisführer des Sängerkreises Darmstadt, Hofmann, das Podium und übergab das Banner traditionsgemäß in die Obhut der Feststadt Gießen.
Oberbürgermeister Ritter übernahm, das Banner und brachte dabei zum Ausdruck, daß es ihm eine Ehre fei, dieses Banner in den Schutz der Stadt Gießen, wo schon immer die Liebe zum deutschen Lied eine Pflegstätte gehabt habe, zu nehmen. Dann übergab er das Banner dem Gießener Sänger-Kreisführer Karl Müller, der seinerseits wieder den Sangesbruder Schneider durch Handschlag zum Bannerträger verpflichtete.
Sängergauführer Ringshausen sprach abschließend mahnende und verpflichtende Worte zu dem neuen Bannerträger. Er sagte u. a. , mit diesem Banner trage er das Symbol der urewigen deutschen Kräfte, die in der deutschen Seele ruhen und das Volk zu höchsten kulturellen Leistungen befähigen. Lied und Banner seien Symbole deutscher Kraft und eines starken und unüberwindlichen Vaterlandes. Heute marschiere das deutsche Volk in seiner Gesamtheit hinter diesem Banner in der Gemeinschaft des Liedes und dem Glauben an ein ewiges deutsches Vaterland. __
Kreisleiter Backhaus brachte am Schlüsse der kurzen Feier den Gruß an den Führer aus.
„Singendes Oberhessen."
Anschließend fand im Saale des Oberhessischen Kunstvereins die Eröffnung der Ausstellung „Singendes Oberhessen" statt, die während des ganzen Festes geöffnet war.
Dr. Schmitt (Bad-Nauheim), unter dessen Leitung die Ausstellung ihre Form gewann, gab auf einem Rundgang die notwendigen Erläuterungen. Ministerialrat Ringshausen, und Kreisleiter Backhaus brachten der Schau lebhaftes Interesse entgegen. Auch die zahlreichen Sänger, die sich einfanden, widmeten der Schau alle Aufmerksamkeit. Die Ausstellung gestattete einen Einblick in die Entwicklung des Wesens der Gesangvereine in Oberhessen. Aus zahlreichen Vereinen war historisches Material zur Verfügung gestellt worden. Da sah man in reicher Fülle alte Notenbücher, Bücher, die von der Geschichte der Vereine erzählten, in vielen Bildern sah man die Männer, die sich um die Sache des Männergesangvereins verdient machten, schließlich war auch den oberhessischen Komponisten eine Abteilung gewidmet, und Dr. Schmitt gab bei der Besichtigung gerade in dieser Abteilung der Hoffnung Ausdruck, daß man sich in den Singstunden auch unserer heimischen Komponisten mehr widmen möchte. Im Blickpunkt des Saales war eine würdige Erinnerungnische geschaffen worden, die den 926 im Weltkrieg gefallenen oberhessischen Sängern gewidmet war. Schöne alte Fahnen trugen sehr dazu bei, der Ausstellung den Charakter der historischen Schau zu bekräftigen.
Gauseierstunde.
War es in der Kampfzeit die werbende Versammlung, die dem nationalsozialistischen Denken und Wollen eindringlichen Ausdruck gab, so kündet jetzt davon die F e i e r st u n d e, geboren aus dem völkischen Bewußtsein. Aber immer wieder wird das Sich-Finden in gemeinsamer Verpflichtung dem Volke gegenüber in der marschierenden Kolonne sein Symbol haben in der Kameradschaft, in der Einsatzbereitschaft zur Tat, in dem Aufgeben des Ich, in der Hingabe für die Volksgemeinschaft. Der ge-
Ein überaus eindrucksvolles Bild bot sich am Samstagabend bei der Gaufeierstunde in der Volkshalle. — (Aufnahme: Bürck, Gießen.)
Liedes als Dienst am Volk aufzufassen und ihn auch durch dieses Fest immer mehr in das Volk hineinzutragen. Anschließend lenkte er die Blicke der Versammelten rückwärts auf die Arbeit derer, die im Dienst des deutschen Liedes gestanden haben und die seit dem Butzbacher Gausängertag vor neun Monaten in die Ewigkeit abberufen wurden; es waren dies im Sängergau 160 Sänger und ein Sängerkreisführer. Der Toten wurde in dankbarer Erinnerung wie üblich gedacht.
Mit dem Blick auf die Gegenwart bereitete hierauf der Sängergauführer einer Anzahl von Sängerveteranen des Bauerschen Gesangvereins Gießen ür 50- bzw. 40jährige Sängertätigkeit eine wohlverdiente Ehrung. Er rühmte dabei die vorbildliche
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Erfüllung der Sängerpflicht durch diese Männer während vier und fünf Jahrzehnten als leuchtende Beispiele des tatfreudigen Einsatzes für den deutschen Männergesang. Die Namen dieser Jubilare unserer Gießener „Bauern" sind: Louis B e l1 o f f (50 Jahre Sänger); Edgar B o r r m a n n , Robert Gärtner, Karl Heller, Karl Hexamer, Johann H ö n i n q , Fritz Lotz und Wilhelm W a - d e n p f u h l (je 40 Jahre Sänger). Der Sanger- gauführer überreichte dem Jubilar B e l l o f s den Ehrenbrief des Deutschen Sängerbundes, den anderen Jubilaren je ein Ehrenzeichen, wobei er ihnen mit herzlichen Worten Dank und Anerkennung aus- prad). „
Sangesbruder Belloff sprach im Namen aller Geehrten dem Sängergauführer herzlichen Dank aus und rühmte dabei das deutsche Lied als guten Wegbegleiter in guten und in schweren Tagen, in Freud und Leid.
Kreisleiter Backhaus
überbrachte die Grüße der Partei und des Gauleiters, den er zu vertreten hatte, ferner sprach er beste Wünsche für den Erfolg des Sangerfestes aus. Dann stellte er die Bedeutung der Gesangvereine
Der Gausängerlag.
Am Samstagvormkttag fand im Gloria-Palast der Gausängertag unter Leitung des Sangergau- sichrers Ministerialrat Ringshausen, Darm- ft«dt, statt. , . .
f Nach dem Einbringen der Sangergaufahne und ntud) dem Deutschen Sängergruß entbot der Gietze- nir Sängerkreisführer Müller dem Sangergau- .ihrer Ministerialrat Ring-Hausen. sowie den Ehrengästen mit Kreisleiter B a ck h a u s als Vertier der Partei, Oberbürgermeister Ritter als Vertreter der Feststadt Gießen und Kreisdirektor Dr. Lotz als Vertreter des Kreises Gießen an der Lpitze, ferner allen Sängerkameraden im Nam n d s Sängerkreises Gießen herzliche Willkommen- äße. Der Bauersche Gesangverein unter der Stab- sthrung des Kreischorleiters Blaß Lan£.
Eröffnüngschor „Deutschland, ich muß dich lieben on n Trunk. ,
Gängergaufuhrer
Ministerialrat Hinashausen eröffnete hieraus den Gausängertag mit Begrüßung-- nrrtcn an die vorerwähnten und alle übrigen Ehren- gifte, ferner mit Worten der Begrüßung und des Lautes an die Presse, deren reger Mitarbeit bet d r Vorbereitung des Festes er °ls ersprießlichen Le'trag zum Fest bezeichnete, schließlich mit kameradschaftlichem Gruß an alle Sangerkameraden
Dann wies er auf den verpflichtenden Sinn des Gausängerfestes hin, den Gedanken des deutschen
Noch „... _ mittag wurde wiederholt die Frage laut: „Wo sind bmn die Tausende von Gängern?" In der Tut cor bis gegen 12 Uhr
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Das 3. Hessische Gausängerfest in Gießen
Ein großes Erlebnis mii tausenden von Sängern aus dem hessischen Gängergau.
säen Liedes an, die so- fcrt nach der Ankunft im ,
eritrollten^^und Ministerialrat Ringshausen während seiner Ansprache zur Feier mch nicht versäumten, der Bannerübergabe. — (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) Mndesten den Deut- ./ .
fden Sängergruß anzustimmen, ja oft sogar em j jer mehrere Lieder auf dem Bahnhofsplatz cr- ( ftallen zu lassen. Die Autobusse brachten ihre Fahr- aste bis in die Stadt hinein, wo sich ebenfalls un- - mttelbar nach der Ankunft in der Nachbarschaft i H-oßbetrieb einstellte. ]
lDer Verlauf der Samstag-Nachmittagsftunden flmb denn auch vollständig im Zeichen der Sänger, i Überall in den Straßen war ein Singen und - Gingen aus vielen sangesfrohen Kehlen, dazu ein äiazierqänqerverkehr, wie er in unserer 'stabt in K fern Ausmaß eine Seltenheit ist. In zahlreichen Gülen würben von ben Vereinen Sonberkonzerte neben, bei benen bie Vereine mit ihrem herrlichen “nnqesgut ben Besuchern Stunben ber Freube be= rrteten. Bei ber Fülle ber Veranstaltungen konnte iör Besuch natürlich nicht überall gleichmäßig stark cn, teilweise konnten sich bie barbietenben Vereine e-ier großen Zuhörerschaft erfreuen, an anberen G ellen war ber Besuch wesentlich schwächer. Aber 1 erall konnten wir in ben von uns besuchten Konnten bie Wahrnehmung machen, baß bie Zuhörer i:ll bankbarer Freube ben Sangesgaben ber Ver- iie lauschten unb mit ihrem Beifall nicht kargten. G:) werben benn auch biese Sonberkonzerte, die r zwei Gruppen (Beginn um 16 Uhr bzw. 17.30 lir) ben ganzen Samstag nachmittag ausftillten, iwohl ben Sängern als auch ben Zuhörern volle ü’friebigung gebracht haben.
Der Samstagabend stand einbeutig im Zeichen bi Gaufeierstunde in ber Volkshalle. Schon lange d:t Beginn marschierten über fuhren mit der Stra- ß mb ahn ober mit Kraftwagen unübersehbare Be- srchermengen aus ber Stabt hinauf zur Volkshalle. 5,rt herrschte an allen Eingängen außerordentlich aioßer Anbrang, der aber burch bie zweckentspre- ft;nbe Organisation glatt bewältigt werben konnte. Vlnch verhältnismäßig kurzer Zeit war benn auch bi» Dolkshalle von Tausenben van Menschen bis i ginn letzten Plätzchen besetzt. Die Aufführung nahm b?5 stärkste Interesse aller Besucher in Anspruch, bie b:nt einer in allen Teilen gut funftionierenben Übertragung burch bie Lautsprecher ben Worten | b.s Sprechers unb ben Massenchorgesängen gut fol- ' qm konnten. Diese tabellose Gestaltung ber Laut- siirecheranlage trug wesentlich zu dem starken Erfolg bn- Aufführung bei und sei deshalb hier mit ge- b hrenber Anerkennung verzeichnet.
Der gestrige Sonntag wurde leider durch die Ungunst bis Wetters etwas beeinträchtigt. Um bie Mittags- jilt ging sogar, gerabe als sich bie Sänger zu hem G ernmarsch aufstellen wallten, ein heftiger Gewit- trregen nieber, der sich vorübergehend ernpfinblich ti renb bemerkbar machte. D)ennoch hatten sich aber, unmittelbar nach dem Aufhören des Regens, Tau- skide von Volksgenossen auf ben Weg gemacht, um an ber großen Kunbgebung auf Oswalbsgarten teil’ I zi nehmen unb anschließend ben Festzug der Sänger bnrch bie Stabt zum Trieb zu besichtigen. Erfreulicherweise blieben wenigstens diese betben Ereignisse di-s Festes vom Wetterqott ungeschoren. Der spate Dchmittag brachte bann für ben Festplatzbetneb noch annehmbares Wetter, so baß hier keine Einbuße an 9? affenbetrieb zu verzeichnen mar.
Alles in allem können wir im Anschluß an unsere Bericht vom Samstag über ben Auftakt bes Festes heute als Ergebnis ber beiben Hauptfesttage rigiftrieren, baß bas 3. Hessische Gausängerfest in


