Einzelbild herunterladen

ßend zum Weiterflug in Richtung Sorau gestartet. Huth (NSFK.-Gruppe 3) und Schuchard (DVL.) sind von Hagnow kommend m Rangsdorf eingetroffen. Schuchard hatte Rangsdorf bereits überflogen, mußte auf dem Wege nach Kottbus aber landen und wurde nach Rangsdorf zurückgebracht. Heidrich (Gruppe 12 NSFK.) traf von Witten­berge in Brandenburg ein.

Jünf Todesopfer eines Eisenbahnunglücks.

Ein folgenschweres Eisenbahnunglück ereignete sich bei Rheinsberg in der Mark. Der fahr­planmäßig um 19.44 Uhr von Rheinsberg nach Ber­lin fahrende Personenzug stieß auf der eingleisigen Strecke mit dem aus Löwenberg kommenden Trieb­wagen zusammen, der einige Minuten Verspätung hatte. Infolge eines Versehens des Fahrdienstleiters in Lindow begegneten sich die beiden Z ü g e in der ziemlich unübersichtlichen Kurve bei Köpernitz. Obgleich der Triebwagen und der Per­sonenzug sofort scharf bremsten, war der Zusammen­stoß unvermeidlich. Der Triebwagen wurde von der Lokomotive des Personenzuges aufgerissen. Von den Insassen, die sich hauptsächlich aus Berliner Ausslüglern zusammensetzten, wurden fünf Personen, darunter der Führer des Triebwa/ gens, getötet und 14 verletzt, darunter sieben schwer.

Vollstreckung eines Todesurteils.

Am 9. Juli 1938 wurde der am 14. April 1914 geborene Max Fritsch aus Drosselschlag (OS.) hingerichtet, der vom Schwurgericht in Ratibor wegen Mordes zum Tode verurteilt worden ist. Fritsch hatte unter der Angabe, ledig zu sein, Beziehungen zu einem Mädchen ange­knüpft, obwohl er verheiratet und Vater dreier Kinder war. Als seine Ehefrau, die ihr viertes Kind von ihm erwartete, das Mädchen zur Lösung des Verhältnisses veranlaßt hatte, erschlug 'er sie in der Nacht zum 12. Oktober 1937 mit einem Beil.

Ein Mörder-Ehepaar zum Tdde verurteilt.

Nach zweitägiger Verhandlung verurteilte das Schwurgericht Breslau das Ehepaar Erich und Lucia Bräuer wegen gemeinschaftlichen Mordes in Tateinheit mit Diebstahl zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehren­rechte. In her Urteilsbegründung führte der Vor­sitzende aus, daß das Gericht von der Schuld der

Angeklagten überzeugt sei, den Viehhändler Fritz Pohl mit Ueberlegung getötet und die in feinem Besitz befindlichen Barmittel von über 2000 Mark entwendet zu haben. Das Ge­richt-sah es als erwiesen an, daß die verurteilte Lucia Bräuer durch eine einheitliche Handlung am 2. März den Viehhändler Fritz Pohl mit Zyan­kali zu vergiften versucht habe, was jedoch daran scheiterte, daß Pohl den Genuß des vergifte­ten Kaffees verweigerte. Die Angeklagte habe dar­auf am 9. März mit einem von dem Mitangeklagten Erich Bräuer besorgten Mittel den Pohl be­täubt, sich das in dessen Besitz befindliche Bargeld angeeignet und mit Unterstützung des verurteilten Erich Bräuer den Pohl im Kraftwagen nach der Weistritztalsperre bei Breitenstein geschafft. Dort sei Pohl über die Staumauer in den Stausee ge­stürzt worden. Das Motiv der Tat wurde vom Gericht sowohl bei der Ehefrau wie beim Ehemann in schnöder Gewinnsucht erblickt.

Fünf Personen von einem Blindgänger getötet.

Beim Sammeln von Geschoßresten aus dem Weltkrieg ereignete sich in der Nähe von G o e r z (Oberitalien) ein schweres Unglück. Mehrere Personen hatten eine 15-Zentimeter-Granate ge­funden, die sie aufzumachen und zu entleeren ver­suchten. Hierbei explodierte 'der Blindgänger und tötete drei Personen auf der Stelle, während zwei weitere kurz darauf im Krankenhaus den erlittenen Verletzungen erlagen.

Riesenfeuer in einem füdserbischen Dorf.

In dem südserbischen Dorf Schigane sind 110 Häuser, darunter 50 Wohnhäuser, niedergebrannt. Infolge der seit mehreren Wochen andauernden Trockenheit war kein Wasser zum Löschen da, außerdem begünstigte heftiger Wind die Aus­breitung der Flammen. Vor kurzem erst ist ein in der Nachbarschaft gelegenes Dorf ebenfalls den Flammen zum Opfer gefallen.

Drillinge!

Reicher Kindersegen ist der Familie des Eisenbahn- bediensteten Wilhelm Schreck in Sommerau bei Klin­genberg a. M. beschert. Zu dem bereits vorhandenen Kinderreichtum schenkte die Frau des Schreck fetzt Drillingen das Leben. Mutter und Kinder befinden sich wohl und gesund.

Aus der Giadt Gießen.

** Silberne Hochzeit. Am morgigen Diens­tag, 12. Juli, können der Kaufmann Johann M ül l e r und Frau, geb. Faber, Horst-Wessel- Wall 44, das Fest der "Silbernen Hochzeit feiern. Der Jubilar hat sich durch seine Tätigkeit in den Organisationen der alten Soldaten viel Ansehen er­worben; insbesondere trat er auch als der Führer der Arbeitsgemeinschaft der Gießener Soldatenkame­radschaften hervor und genießt alle Wertschätzung. Dem Jubelpaar unseren herzlichen Glückwunsch.

** Polizei gegen Verkehrssünder. Die Polizei schritt in der Zeit vom 1. bis 7. Juli wieder­um gegen eine stattliche Anzahl Verkehrssünder ein. Gegen Kraftfahrer erfolgten 14 Anzeigen und 92 Werwarnungen. Sonstige Fahrzeugführer wurden 2 angezeigt und 16 verwarnt. Gegen Radfahrer wurde in 4 Fällen Anzeige erstattet und in nicht weniger als 511 Fällen mußten Verwarnungen und Belehr rungen ausgesprochen werden. Auch die Fußgänger wurden in der vergangenen Woche durch die Polizei besonders auf ihr Verhalten im Verkehr hin beob­achtet. Nicht weniger als 702 Belehrungen und 23er- Verwarnungen. Sonstige Fahrzeugfiihrer wurden 2

** Geistliche Abendmusik in der Io - hanneskirche findet am morgigen Dienstag statt. Mitwirkende find der Kantor und Organist an den Lutherkirchen in Wittenberg und die Soprani­stin Eva von C o n t a aus Erfurt.

** Verkehrsunfall. An der Ecke Garten- straße-Hindenburgwall ereignete sich am Samstag­abend ein Verkehrsunfall. Zwei Motorradfahrer stießen mit einem Personenkraftwagen zusammen und gerieten hart zu Fall. Einer der beiden Be­teiligten erlitt dabei eine Gehirnerschütterung, der andere zog sich einen Schlüsselbeinbruch zu. Beide Verunglückte wurden in das Evangelische Schwe­sternhaus gebracht.

** M i t dem Auto gegen einen Baum gefahren ist am gestrigen Sonntagvormittag in der Nähe der Karlsruhe der Kraftfahrer Karl Georg aus Groß-Umstadt. Der Unfall ereignete sich beim Ueberholen. Der bedauernswerte Mann mußte mit Kopfverletzungen und Rippenbrüchen von der Sanitätsbereitschaft Gießen in die Chirurgische Klinik überführt werden.

Vornotizen.

Tageskalender für Montag:

3. Hessisches Gausängerfest, Gießen: Fröhliches Treiben auf dem Festplatz, Tanz; 22 Uhr: Großes Feuerwerk. Gloria-Palast, Seltersweg:Zwischen Haß und Liebe".

Schwere Llnwetterschäden im Vogelsberg.

LPD. Büdingen, 9. Juli. Das Gewitter, das am Freitagnachmittag über das Rhein-Main- Gebiet zog, hat stellenweise erheblichen Schaden an­gerichtet. Besonders stark betroffen wurde der V o - g e 1 s b e r g. Mit großer Schnelligkeit kamen die Wetterwolken aus südwestlicher Richtung, die vom Hoherodskopf auftraten. Die Hagelkörner bedeckten in den betroffenen Ortschaften Eschenrod, Eichel­sachsen, Burkhards, Kaulstoß, Busenborn, Breunges­hain und Michelbach über 10 Zentimeter den Boden und waren so schwer, daß in einigen Häusern die Fensterscheiben zu Bruch gingen. Auch die Ziegel auf den Dächern wurden zerschlagen. Vier Stunden nach dem Unwetter konnte man noch größere Men­gen Hagelkörner auf den Straßen liegen sehen. Zahl­reiche Bauersleute, die auf dem Felde waren, wur­den von-den Hagelkörnern verletzt.

Kreisleitung und Landesbauernschaft besuchten so­fort die betroffenen Gebiete, um die Schäden festzu- stellen und Hilfsmaßnahmen einzuleiten.

In Södel schlug der Blitz in eine Scheune, die sofort in hellen Flammen stand. Das Feuer griff auf zwei benachbarte Scheunen über, von denen die eine völlig niederbrannte und die andere stark beschädigt wurde. Auch einige Stallungen wurden durch das Feuer vernichtet. Ein großer Vorrat an Heu und verschiedene landwirtschaftliche Maschinen sind mit« verbrannt.

Todessturz auf der Treppe.

* Alsfeld, 9. Juli. In dem Orte Ober- Gleen stürzte der Landwirt Konrad König so unglücklich die Treppe herab, daß er mit schwe­ren Verletzungen der Chirurgischen Klinik in Gie­ßen zugesührt werden mußte. Dort ist der be­dauernswerte Man nach mehrtägigem Schmerzens­lager an den Folgen der Verletzungen gestorben.

Schöne Leistungen

beim Bad-Nauheimer Reitturnier.

Abschluß der Marathonfahrt.

Arn ersten Haupttag des 4. Nauheimer Reit- und Fahrturniers wurde die dreitägige Marathonfahrt abgeschlossen. Noch einmal hatten die Gespanne eine schwierige Strecke zurückzulegen. Durch den Regen war der Boden sehr schwer geworden. Eine Schnell- Trabstrecke bei Ober-Mörlen über fünf und acht Kilometer und schließlich die Ueberprüfung der Pserde, Gespanne und Gewichte am Ziel brachten noch wesentliche Veränderungen in der Wertung. In ausgezeichnetem Zustand fuhren die Gespanne am Spätnachmittag in die Kampfbahn ein. Hier ehrte ber Kommandierende General des IX. Armeeekorps, General Dollmann, die Sieger, bei den Vier­spännern die Infanterie Friedberg, bei den Zwei­spännern die Infanterie Siegen.

'Eine stattliche Zuschauerzahl hatte sich zu den zahlreichen Prüfungen am Samstagnachmittag in ber ».-Tschammer-und-Osten-Kampfbahn am Johan­nisberg eingefunden. Im Mittelpunkt standen zwei Sprengwettbewerbe. Im Glücksjagdspringen der Klasse M um den Preis von Bad-Nauheim nahm SA.-Ostuf. Fangmann auf Richthofen 20 Sprunge in glänzendem Stil. Zwar kam auch Oblt. Schulz auf Luzifer auf 20 Sprünge, doch hatte SA.-Ostuf. Fangmann die bessere Zeit erzielt. Sehr abwechslungsreich verlief auch das Jagdspringen der Klasse L um den Preis des Obergruppenführers der SA. Hier verzeichnete die SA.-Gruppe Hessen einen schönen Erfolg. SA.-Scharf. Kilbinger belegte auf Flora unter zahlreichen fehlerfreien Bewerbern den ersten Platz.

Die Wettbewerbe des Sonntags.

Das 4. Bad-Nauheimer Reit- und Springturnier hatte am Sonntag stark unter dem Regen zu leiden, der immer wieder in Schauern niederging. Trotzdem umsäumten rund 6000 Zuschauer die schöne Kampf­stätte am Johannisberg, unter ihnen die beiden Gau­leiter Sprenger und Weinreich.

Das Geläuf war ziemlich tief, dennoch mußte man mit den Leistungen recht zufrieden fein. SA.-Ober- fturmführer Fangmann kam im wertvollsten Wettbewerb des Tages, dem Jagdspringen der Klasse M um den Preis des Reichsstatthalters, auf dem ausgezeichnetenFridolin" zu einem neuen schönen Erfolg. Im Jagdspringen der Klasse L teilten sich ---Hauptsturmführer Becher auf Crispa und Oberwachtmeister Knopp auf Falter mit der glei­chen Zeit bei 0 Fehlern in den ersten Platz.

Henkel diesmal nicht in $orm!

Heinrich Henkel bereitete der deutschen Tennis­gemeinde eine große Enttäuschung, denn er ließ sich am Sonntag in Hamburg bei den Deutschen Tennis­meisterschaften von dem französischen Davispokal­spieler Pierre Pellizza in vier Sätzen mit 6:4, 6:2, 1:6, 6:4 schlagen.

BMW. triumphiert

im ..Großen preis von Belgien".

Das 24-Stunden-Rennen der Sportwagen um den Großen Preis von Belgien auf der 14,8 Kilometer langen Dreieckstrecke Francorchamps Malmedy Stavelot brachte Deutschland auch in diesem Jahre wieder einen großen Erfolg. Das als NSKK.-Mann- fchaft gestartete BMW.-Team eroberte durch den Sieg in der Zweiliterklasse den für die beste Mann-

Oer.,Freiheitshut"wurdezur,.Angströhrc'

Kopfbedeckuligen,die mehr als Hüte waren.-Oa6Hervorragende^amMenschen « Von Or. 3 Rudolf.

32:1:8

Deutsche Leichtathleten in Länderkämpsen

Frauen: Holland Deutschland 40:57.

einem Leichtathlettk-Länderkarnpf gegenüber. 1501

eter

5 Uhr: Von Königsberg: Frühmusik. 5.45: M Me>ies

ins ßartb 6: Morgenlied, Morgenspruch. Gyrnnastil 7 Geriet

6-30: Fruhkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: @pmnaftii|L bes M 8.30: Aus Bad Salzschlirf: Bäderkonzert. 9.40 S

Kleine Ratschläge für- Küche und fiaus. 11.45: Dkl W " e

Ihrer Frau veruneinigt? dies Jahr in die Berge?

Warum reifen Sie -E s liegt am

' unmittelbar nach j sende von Aksge || an der großen Ku,

dam, sahen einen Sieg der deutschen Frauen, 6« allerdings wiederum schwer zu kämpfen hatten.

Deutschland Dänemark 93:87.

Im Länderkampf gegen Dänemark hatten die deutschen Leichtathleten am Sonntag im Hamburger Hammerpavk vor 3000 Zuschauern schwer zu kämp­fen, ehe sie mit 93:87 Punkten den Sieg sicherge- tellt hatten. Man muß allerdings dabei bedenken, daß Deutschland sich keineswegs etwa auf feine erste Garnitur stützte, sondern in erster Linie eine nord­deutsche Vertretung mit der Wahrung seiner Inter­essen beauftragt hatte.

Deutschland Schweiz 108:50.

Auch im 17. Länderkampf gegen die Schweiz er­rangen die deutschen Leichtathleten am Sonntag im Frankfurter Sportfeld vor 8000 Zuschauern einen klaren Sieg. Die Schweizer hatten in letzter Stunde noch verschiedene Mannschaftsänderungen vorgenom­men. Besonders bedauert wurde das Fehlen des großen Schweizer Sprinters Hänni, zumal man zwischen ihm und dem ausgezeichnet in Form be- indlichen Frankfurter Kersch einen packenden Zwei­kampf ermattet hatte. Den Schweizer Leichtathleten war im ganzen Verlauf des Wettkampfes kein erster Sieg vergönnt. Es gab sogar einige Disziplinen, in denen die Deutschen den ersten und den zweiten Sieger stellten. Der Kampf endete mit 108:50 Punk­ten für Deutschland.

Der schönste Sieg: Deutschland Polen 105:73.

Der zweitägige Länderkampf, der gegen Polen, wurde am Sonntag in Königsberg zu Ende geführt. Die schon am Samstag von der deutschen Mannschaft erkämpfte klare Führung wurde am Haupttag noch vergrößert und mit 105:73 Punkten am Ende noch ein stolzer Sieg erstatten. Ein nahezu 20 Stunden anhaltender Regen, der allerdings den Länderkampf selbst nicht mehr störte, hatte die Anlagen der Horst-

Der Große deutsche Trab erpreß (27 000 Mark) wurde auf der Trabrennbahn Altono. Bahrenfeld vonProbst" (Ch. Mills) vorLudwig"' Ford" undCirce" gewonnen.

schäft ausgesetzten Preis des verstorbenen Königs Albert von Belgien. Dabei erschwerte heftiger Regen die Aufgabe der Fahrer. Trotzdem erreichten die drei gleichmäßig fahrenden Wagen mit 11 1,480 kmh einen Durchschnitt, der weit über dem geforderten Mittel von 104 kmh lag.

Hessens Boxer ohne Sieg!

Der Gauvergleichskampf im Amateurboxen zwi­schen Vaden und Hessen, der am Samstagabend in Mannheim ausgetragen wurde, sah die Gastgeber mit nicht weniger als 16:0 Punkten siegreich, d. h. die hessischen Gäste wurden iu allen acht Begeg­nungen geschlagen. Vor 1200 Besuchern gab es schöne Kämpfe.

Rundfunkprogramm

Dienstag, 12. 3uli.

Es liegt am Hut!" ist eine der berühmten däm­lichen Antworten, mit denen man einen Frager wild machen kann.Warum waren Sie gestern nicht im Büro?"Warum haben Sie sich mit

TD" kJ*» W^rQuf bet ,e oorex ?QHes 5 b(,r L°h bie fr

gegenüber" strenge, ja belegte es sogar mit eine Geldbuße. Besonderen Sinn für die soziale öeutung des Hutes bewiesen aber die Franzos Schon im 14. Jahrhundert wurde durch Gesetz h Paris die Bevölkerung genau nach den Hüten ein geteilt, die sie tragen durfte: Da gab es StäU deren Angehörige sich ausschließlich im schlichte Filzhut zeigen dursten, bei anderen mußte der mit Kattun bezogen sein. Hüte, die mit Blunii geschmückt waren, bedeuteten schon eine sehr hobene Stellung im bürgerlichen Leben urd> Chapeaux mit Federn oder GoldverzierungA waren nur dem Adel Vorbehalten. Leichtsinnig! Bankrotteure aber mußten zu ihrer Schande uj zur Warnung für die Mitmenschen Hüte an grünem Filz tragen.

Dreispitz und Zylinder, die sich im Gefolge französischen Revolution bekriegten, hatten bann'; schon eine bewegte Vergangenheit. Dem Drt spitz sah es freilich niemand mehr an, daß er ei< der Schlapphut der Landsknechte im 30jährix, Krieg gewesen war. Ein riesiger Filzdeckel, der n Stoffen, Agraffen und bunten Federn verziert sollte den Söldner jener rauhen Epoche zum p i wattigen Krieger stempeln, der sich mit dem Ertr«°! reicher Beute schmücken konnte. Von Deutschs wanderte der Landsknechtshut nach Frankreich uj sogar auf das Haupt des Sonnenkönigs Lit migs XIV. Dem aber beschattete die breite Krein- zu sehr die Augen, und so ließ er erst die eine uij dann noch zwei weitere Seiten hochschlagen: i Dreispitz war geschaffen.

In England war der wildverwegene Land, knechtshut kleiner und steifer geworden und Hot so ' in schwarzer Farbe Gnade vor den Jtrengc Puritanern gefunden. Ein rundes Kopfstück, ei» breite etwas aufgebogene steife Krempe, die i Augen beschützen konnte solch ein schlichter h Ziemte dem guten Christen. Als die amerikanisÄ Kolonien gegen das Mutterland um ihre Frech kämpften, da wurde auch derQuäkerhut" miet] zum Freiheitssymbol, für das sich die französisch^ Revolutionäre begeisterten. Daß der runde Hut i bei etwas höher wurde, fiel gar nicht auf. 9 standen sich plötzlich Dreispitz und Zylinder ti Bürgerkriegsgegner gegenüber: Der Zylinder nj. der Hut gewesen, mit dem derDritte Stand" 1 die französische Nationalversammlung eingezoe^ war. Mit dem Dritten Stande hatte der Zylim- gesiegt.

Niemand ahnte damals, daß schon die nächst! Revolutton Europas, die von 1848, unter der- weichen grauen Filzhut derDemokraten" sich rabe auch gegen den steifenreaktionären" Zylirck richten werde.

Die Titelkämpfe der deutschen Schwimmer.

Bei den 1. Großdeutschen Schwimm-Meisterschaf­ten im Darmstädter Großen Woog fielen am Sams­tag die ersten zehn Entscheidungen. Bei den Män­nern kamen Schwaben Stuttgart (4X2OO-Meter- Kraul), Schlauch (100-Meter-Rücken), Weiß (Kunst­springen), Fischer (100-Meter-Kraul), Hellas Magde­burg (4X200-Meter-Brust) und Arendt (400-Meter- Kraul) zu den Titel. Die ersten Frauen-Mei- sterschaften holten sich: 1. Frauen SV. Duis­burg (400-Meter-Lagenstaffel), Heinze (Turmsprin­gen), Halbsguth (400-Meter-Kraul), 1. Frauen SV. Duisburg (3X200-Meter-Brust).

(lieber die Kämpfe und übet die Wettbewerbe des Sonntags berichten wir noch.)

Kurze Sportnotizen.

Bei den Wehrmacht-Meisterschaften in Düsseldorf wurde ein Fußballkampf zwischen Heer

Auf dem Rotterdamer Neyto-Sportplatz stand« sich am Svnntag die beiden Frauen-Mann schaffe!

j Ubr) den ganze ' owohl den San I Befriedigung gel i Der Samstag der Gaufeierstur vor Beginn mar fenbabn ober n j [udjermengen aus !' fort Herrfch/e an ggcoßer Andrang, o mde Organisatic i? Ühd) verWnism die MsiMe vi : M letzten Pätz , das Küste W I dank einer 'm

| Uebertragung d

| des Sprechers i

I gen konnten. I

Brecheranlage t j der Aufführung I buhrenber Siner. | t 2er gestrige So drs Wetters etm ji Zeit ging sogar, c 1 6 "morsch aussi t/lregen nieder, l ii störend bemerkbar

Hut!" Tatsächlich hat aber in der Geschichte manches am Hut gelegen. Z. B. geriet er mitten hinein in die blutigen Auseinandersetzungen der französischen Revolutton. Warum? Es liegt...

Schroffe Gegensätze, die den Hut betrafen, hatte es auch schon früher und auch ohne politische Zu­sammenstöße zwischen Parteien und Hüten gegeben. Ursprünglich machten sich die Nordeuropäer dicke hohe Rundkappen. aus mehreren Lagen verfilzten WollgewebesKopfstücke" ahne Krempen. Diese Filzkappe war sehr praktisch; sie wehrte Regen und Schnee ab, hielt warm und vermöchte sogar im Kampf einen tüchtigen Keulenschlag zu dämpfen. Unter der Filzkappe sind noch die Urgriechen nach Süden gewandert. Denn derPilos", den im Hellas der klassischen Zeit buch die Kaufleute und Mattosen auf ihren Reisen gern aufsetzten, glich der nordi­schen Kappe genau; er war nur ourch eine sehr schmale Krempe vervollständigt. DerJeunesse doree von Athen allerdings war der Pilos nicht fein genug. Die Epheben trugen einen flachen Hut mit ganz besonders breiter Krempe. Jyn hängten sie an einem Band auf den Rücken und fetzten ihn nur bei allzu glühender Sonnenhitze auf.

Der Hut bekam schon früh eine soziale Bedeutung: Die Römer hatten jenen altenPilos" unter die Feiertagsgewänder ausgenommen, die sie am Hoch­fest derSaturnalien" trugen. Da der Sklave nicht an den Saturnalien teilnehmen durfte, wurde dem Freigelassenen" ein Pilos verliehen zum äußeren Zeichen, daß er zum Opfer Zutritt habe. Damit wurde der Hut zum Symbol der Freiheit. Als Brutus und Cassius Cäsar ermordet hatten, ließen sie Münzen schlagen, die einen Hut zwischen zwei Schwertern zeigten, und nach Neros Ermordung begannen die Römer allgemein Hüte zu tragen, was vorher nicht üblich war, denn sehr viele kamen sich nach dem Tod des wahnwitzigen Kaisers ge­radezu als Freigelassene vor.

Beim Beginn der Neuzeit bedeutete der Hut viel­fach den Träger, wie bei Geßler, der den seinen von den Schweizern als die eigene Person geehrt wissen wollte. Die Etikette ordnete genau, wann, wie und vor wem man den Hut abzunehmen hatte, ob man ihn tief zog und sich damit dem Gegrüßten unterwarf, leicht lüftete oher nur kurz an die Krempe faßte. Eine Tafelordnung für fremde Kauf­leute, z. B. die im Jahre 1556 von der Messestadt Frankfurt am Main ausgegeben wurde, verbot das Rücken und Mnehmen des Hutes einem anderen

Kleine Ratschläge für- Küche und Haus. 11.45: Dkl einzelne in der Wirtschaft. 12: Von München: M tagskonzert. 43: Nachrichten. 13.15: Von München' Mittagskonzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch. 15: Kleines Konzert 16: Aus Bad Hersfeld: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der Steirer-Taver in Frank' furt. 19: Nachrichten. 19.10: Klingende Kleinigkeiten 20: Aus, Wiesbaden: Zwei fröhliche Stunden M Fliegerhorst Wiesbaden. 22: Nachrichten. 22.20: Vom Deutschlandsender: Politische Zeitungsschan 22.35: Von Hamburg: Unterhaltung und TE 24 bis 3: Don Stuttgart: Nachtmusik.

Aus der Nürnberger Radrennbahn wurde ein SteherkampfDeutschland Ausland"' entschieden. Lohmann, Schön und Umbenhauer, bis die deutschen Farben oertraten, siegten mit Punkten.

| er len die Wah oll bantbarer

i ine lauschten u j Eo werben der 1 zwei Gruppe

| * W®!

|enJ? verf« Mich nia)l s.n fe Lallen zu * ffaste bis m die L Melbar nach ° : Lbetrieb emst [her Verlauf ' U denn auch" liberal! in I Ingen aus vie : laziergangerver i indem WV 1 Kira 01 : Kjeten, bei»®' 1 5angis»it»® 2 leiteten. $ei»«

hr W *

[ein, teilweise W j einer großen ?

Stellen war bei | überall konnten

Wessel-Kampfbahn, auf der sich wieder 3000 Zi schauer eingefunden hatten, stark mitgenomme Wenn dennoch wirkliche Spitzenleistungen erzit. wurden, so spricht das am besten für die prächtig Form beider Mannschaften.

H, .Seit .C^or, ..... .......o __________ u.^vT^uiutiufui« Ifta HJHnif/-9 oon Deutschland und Holland zum zweiten Males 'Mftatt ertQl einem Leichtathletik-Länberkampf gegenüber. 150' N bem Menschen, darunter sehr Diele*Vertreter der deutsche: M dem wlör Kolonie aus Rotterdam, den Haag und Amsten ~.................

SÄL."

I beg allen

- -------

und Luftwaffe ausgetragen, der von der Heerescj mit 2:1 gewonnen wurde. Sieger im Moderne-, Fünfkampf wurde Oberleutnant L e m p.

*

Deutschlands Kanufahrer gewänne', den in Duisburg ausgetragenen 9. ßänberfamr gegen Holland mit 19:11 Punkten.

Deutschland siegt im Welthandballturnier.

Vormachtstellung überlege nbehauplet.

3m ersten Wellhandballlurnier, das am 5onnfö( beendet wurde, konnte Deutschland als Vorkämpfc für dlefes Kampfspiel seine Stellung als weltbesl, Ration behaupten. Im Endspiel gegen die Schwei siegle die deutsche Mannschaft überlegen mit 23 :i (12:0).

Vach Beendigung des viertägigen Turniers laufe der Stand: Sieger und Weltmeister: Deutschland Zweiter: Schweiz, Dritter: Ungarn, Vierter: Schm den, Fünfter: Rumänien, Sechster: Tschecho-Slowakrl Siebenter Polen, Achter: Dänemark, Neunter: hol land und Zehnter: Luxemburg.

.'Wmen und am M die Stadt z, ! '^rveist blieben

Melles nom 2 Nmittag brachte fJMntbares ® J^rieb zu o f'

i Klrieren- daß d

K6ni^emorben

Ur b5 ^r ioe'

I ton >

de««2 " M lb SA 1)«» L-it d-n