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Wer in der Nacht zum Sonntag die herrliche Fest­beleuchtung Münchens am Tage,der deutschen Kunst miterlebt hat, der wird sie so schnell nicht vergessen. Auf einer Fahrt durch die Stadt machte schon der Bahnhofsplatz mit seinen Prunksäulen, den Fahnen des Dritten Reiches und den Bannern der Kunst einen unvergeßlich großen Eindruck. Wunder­voll wirkten auch die großen Plätze, auf denen die Konzerte abgehalten wurden. Unbeschreiblich groß­artig war das Bild in der Ludwigs st raße: rechts und links die breiten Fahnenkulissen der Kunst und als Abschluß das Siegestor und die Feldherrnhalle, vor der hohe Feuerpylonen loder­ten, die Theatinerkirche mit ihren goldgelben Schei­nen übergießend. In, flutendes Licht war auch der diesmal wieder besonders prächtige Marien- p l a tz mit seinen Wappen der deutschen Städte ge­taucht, während der Karolinenplatz durch das gedämpfte Rot der Fahnengruppen um den Obelisk

' * er künstlerischer Wirkung kam. Don besönde- _____ _'lanz waren aber auch andere Münchener Straßen und Plätze umgeben, so beispielsweise der Platz vor dem Gärtnerplatz - Theater, um den sich in lichten Girlanden mehrere Ketten leuchtender Lampions schwangen. Phantastisch nah­men sich wiederum die von Flutlicht angestrahlten hohen Bauwerke der Stadt in all diesem Spiel von

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Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blc schein. Verantwortlich für Politik und für die Bild vr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Or. Hans Thyi (in Urlaub, i. V.: Dr. Fr. W. Lange); für den übrig Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans A Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theo Kümmel. D. A. VI. 38 : 9035. Druck und Verl Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K-l sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. einschließlich 25Pf. Zustellgebühr, mit der Jllustnett 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und San tags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

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Wetterbericht

An der Südseite eines ausgedehnten Tiefdr, gebiete wird Europa fortgesetzt von kühleren, pi Atlantik stammenden Luftmassen überflutet, moi es bisher noch vielfach zu Gewitter kommt. \ Niederschläge werden nunmehr bei weiter zuni mendem Tiefdruckeinfluß mehr in Form von Lai regen auftreten.

Vorhersage für Dienstag: Meist s deckt, zeitweise Regen, kühl, vielfach süüwestli

Korps, Reichsminister und Reichsleiter, Vertreter der Wehrmacht und der deutschen Künstlerschaft. Die festlich geschmückte Oper bot den glanzvollen Rahmen für die Vorstellung, die dank der meister­haften Wiedergabe aller beteiligten Kräfte zu einem künstlerischen Ereignis wurde. Clemens Krauß hatte in Rudolf Hartmann als Regisseur und Emil P r e t o r i u s als Bühnenbildner kongeniale Mitgestalter gefunden.

München

in herrlichster Festbeleuchtung.

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Heinrich Hoffmann in Anerkennung seiner | sonderen Verdienste um die Große Deutsche Kua crusstellung den Titel eines Professors. Heinr Hoffmann, einer der frühesten Mitkämpfer desU rers, hat nicht nur durch seine unermüdliche feil die Bildgeschichte der Partei gesch, fen und ein einzigartiges Bildarchiv vom Werd des Dritten Reiches aufgebaut, sondern sich auch L die Entwicklung und Neuausrichtung der bildech Künste im nationalsozialistischen Deutschland au^ ordentlich verdient gemacht. Der Führer überreif am Sonntag vor Eröffnung der Großen Deutsch Kunstausstellung 1938 Professor Heinrich Hoffmr> persönlich die 'Verleihungsurkunde.

Oer Führer

am Grabe von Professor Troost.

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stituts. Die Ergebnisse dieser Arbeit sollen in ge­setzlichen Vorschriften niedergelegt werden, um da­mit den deutschen Künstlern einwandfrei und richtig bezeichnete Werkstoffe zu sichern und an der Schaf­fung ewiger deutscher Kunstwerte mitzuhelfen. An die Prüfung schloß sich «in Rundgang unter Füh­rung von Abteilungsleiter Dr. Jakobi.

Arbeiissihung -erReichskammer

Prof. Gietzler über das Wesen der Baukunst.

München, 9. Juli. (DNB.) Die Landeskultur- walter und Landesleiter sanden sich im Festsaal des Deutschen Museums zu einer Arbeits­tagung der Reichskammer der bildenden Künste zusammen. Der Erbauer der Ordensburg Sont­hofen, Prof. Hermann Gießler, hob in seinem Vortrag über weltanschauliche Raumvorstellungen in der Architektur die Bedeutung der Baukunst hervor als die Urkunst der Völker, die Kunst des Raumes, die Kunst des weltanschaulichen Um­bruches. Er unterstrich, daß die Architektur welt­anschaulich begründet sein müsse und belegte an Beispielen die Unterschiede zwischen der egozentri­schen christlichen Weltanschauung mit ihren Bauten und dem in der Renaissance zum Ausdruck kom­menden Weltblick des Humanismus. Die Bauten der Verfallszeit feien zukunftslos. Sie feien ge­staltet nach dem Maßstabe Zins und Amortisation. Die nationalsozialistische Kunst habe unserer Ge­meinschaftsentwicklung zu dienen- Diese Aufgaben könne der Künstler aber nur erfüllen, wenn er selbst in die Gemeinschaft eingehe, d. h. National­sozialist in seinem Sinnen und Schaffen sei. Der Führerbau von Professor Troost gebe den Künst­lern in seiner klaren und geschlossenen Gestaltung die richtige Vorstellung von dem neuen deutschen Bauschaffen. Es fei die Totalität des Stils, die sich hier durchgesetzt habe, ein Bauwerk im poli­tischen Stil. So liegt die Hauptaufgabe der neuen deutschen Architektur nicht in der reinen Fasfadengestaltung, sondern in der Gestaltung d e s Grundrisses. Hier seien gewaltige Auf­gaben von weltanschaulicher Prägung zu lösen. Die Worte des Führers, daß die Größe der Gegenwart nach den Ewigkeitswerten für die Zukunft gemessen werde, bedeute für die deutsche Kunst die Verpflich­tung zum Durchbruch dieser Monumentalität. Zu dieser Monumentalität aber führe uhs der Führer selbst.

An Stelle des verhinderten Generalinspektors Dr. Todt sprach dann Pros. Seifert über deutsche Gartengestaltung. An Stelle der persön­lichen Willkür stellte er das Gesetz der Eingliede­rung in die Landschaft, in das von der Natur und Geschichte geschaffene Bild. Obergebietsführer C e r f f sprach dann über die Aufgaben, die sich die deutsche Jugend aus dem Gebiet der Kunst gestellt hat. Die

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München , 10. Juli. (DNB.) Vor der feierlich Eröffnung der Großen Deutschen Kunstausstellu :jrtu^9 1938 ehrte der Führer den Schöpfer des Häufest Deutschen Kunst, Professor Paul Ludwig Tro, an dessen Grabe auf dem Münchner Nordfriedhos

drei großen Erziehungselemente der HI., Sozialis­mus, Soldatentum und Kunst, biweten eine Harmonie. Immer soll das Echte und zugleich Schöne erkannt werden. Die HI. packe ihre künst­lerische Erziehungsarbeit mit viel Freude an, um mit ganzer Leidenschaft und jugendlichem Idealis­mus der großen kulturellen Mission des National­sozialismus zu dienen.

Abendliche Festkonzerte.

Der wunderbare Ausklang der Samstagoeran- staltung zeigte, daß die Kunst im Dritten Reich eine begeistert miteriebte Sache des ganzen Volkes geworden ist. Der Abend gehörte den unzähligen Zehntausenden von Volksgenossen, die sich auf den festlich geschmückten Plätzen Münchens im Schein eines phantastischen Lichtermeeres von 800 000 wei- ßen Fensterampeln eingefunden hatten, um den Vorträgen der besten deutschen Chöre und berühm­testen Orchester zu lauschen. Auf dem Königlichen Platz brachten die Berliner Philharmoniker un­ter der Stabführung Hermann Abendroths Beethovens 9. Symphonie, unter Mitwirkung des Münchener Lehrergesangvereins und des Münche­ner philharmonischen Chors zur Aufführung. Im Kaiserhof der Residenz spielten die Wiener Phil­harmoniker unter der Leitung von Prof. Reich­wein Weisen von Haydn, Mozart, Schubert und Johann Strauß. Am Alten Botanischen Garten brachte die sächsische Staatskapelle Dresden un­ter Professor Karl B oh m Werke von Weber, Richard Strauß und Brahms zu Gehör. Während im Alten Hof die Münchener Philharmoniker unter Prof. K a b a ft a Anton Bruckners 8. Sym­phonie in c-moll spielten, führte das Reichsfym- phonieorchester unter dem Dirigentenstab von Ge­neralmusikdirektor Franz Adam auf dem Wittels­bacher Platz Werke von Beethoven, Richard Strauß und Max Reger auf. Auch die Festkonzerte der deutschen Chöre, derRegensburger Domspatzen" auf dem Ritter-von-Epp-Platz, des Kölner Männer­gesangoereins unter Prof. Eugen Papst auf dem Marienplatz, des Wiener Männergesangvereins unter Professor Großmann am Haus der Deut­schen Kunst ernteten den Dank der Massen.

Lohengrin" in der bayerischen Staaisoper.

München, 9. Juli. (DNB.) Den Höhepunkt der Festaufführungen bildete die Neuinszenierung der OperL 0 h e n g r i n". Inmitten des festlich ge­stimmten Hauses wohnte der Führer der Vor­stellung bei. Neben dem Führer sah man Reichs­minister Dr. Goebbels, Gauleiter Staatsmini­ster Adolf Wagner, MinisterpräMent Siebert und den Vorsitzenden des Vorstandes des Hauses der Deutschen Kunst von Finck, in den Rängen und im Parkett Mitglieder des Diplomatischen

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bkn beide Ehegot Hl1 v Forstwirtschaft i !; ° d-r Seft Hlj " ®oi I, Schnitt in i,t

Bekanntmachung.

Die Heberolle über die Beiträge zur Land- J forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für J Jahr 1937 liegt von heute an während zwei WoE beim Versicherungsamt der Stadt Gießen, Garm straße 2, Seitenbau, täglich von 8 dis 12 Uhr! Einsicht offen. Innerhalb einer weiteren Frist 1 zwei Wochen nach Ablauf der Offenlegung^ kann der in der Heberolle als beitragspflichtig Anspruch Genommene gegen die Beitragsberechnl bei dem Leiter der Land- und forstwirtschaftlif Berufsgenosfenschaft in Darmstadt Einspruch erhef (§§ 10211023 Reichsversicherungsordnung.) Einspruch schiebt die vorläufige Zahlungsps nicht auf. 461

Gießen, den 11. Juli 1938.

Versicherungsamt der Stadt Gießen.

.__________________I. V.: Vogt._____________

Ab heute Montag:

Licht und Schatten am nächtlichen Himmel aus, wie bas Maximilianeum, dessen breite Stirnseite von langen Lichterreihen gesäumt und bekrönt war. Die schlanke Säule des Friedensengels schien wie ein silberner Pfeil aus einem mächtigen leuchtenden Fahnenbündel in die Nacht zu schießen. Und so war es überall das gleiche und doch immer wieder neue bezaubernde und hinreißende Bild: ungezählte endlose Lichterreihen, zweimal, dreimal, viermal übereinander wie die festlichen Ränge eines Riefentheaters, in dem die Bevölkerung einer gan­zen Stadt und mit ihr eine ganze Nation ihr höch­stes Kulturfest, das Ehrenfest der deutschen Kunst, begeht.

Heinrich Hoffmann zum Professor ernannt.

München, 10. Juli. (DNB.) Zum Tag der Deutschen Kunst verlieh der Führer am Sonntag

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