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Der Zug der neuen Zeit

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Leistungen auf einmal dem deutschen Volke zu

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tig gegenüber den ausgewählten gelten kann, noch nachträglich in diese Ausstellung dann ein gereiht wird, wenn sich nach zwei Mo­naten durch den Verkauf einzelner Werke die Möglichkeit einer Auswechslung ergibt. Die 'Höchstleistungen werden davon allerdings nicht berührt. Sie sollen über die ganze Ausstellungs­dauer hier bleiben. Allein, ich glaube, verpflich­tet zu fein, dem ehrlich schaffenden deutschen Künstler selbst diese Ausstellung in weitestem Ausmaße zu erschließen und dem deutschen Volk die Werke seiner Künstler zu zeigen und es ihm zu ermöglichen, sie zu kaufen. Es ist so, daß sich in dieser Ausstellung kein Bild befin­det, das zu besitzen bedenklich ist oder gar später einmal vielleicht als unmöglich empfunden wer-

Eine Erwerbung des Führers für die Glyptothek in München.

München, 9. Juli. (DNB.) In der Glyptothek am Königlichen Platz übergab der Führer ein ita- lienisches Kunstwerk, die berühmte, im Jahre 1781 aufgefundene Kopie desDiskuswerfers" v o n M i r o n an die Münchner Glyptothek. Bei der Uebergabe gab der Führer seiner Freude darüber Ausdruck, daß es gelungen sei, dieses wundervolle Werk, um das sich bereits Ludwig I. für die Glypto­thek bemüht habe, für Deutschland zu erwerben. Er wisse, daß die Genehmigung zur Ausfuhr dieses Werkes aus Italien nur denkbar gewesen sei im Zeichen der engen und herzlichen Beziehungen zwi- I schen Italien und Deutschland. Ohne sie würden wir das herrliche Werk nicht bewundern können. ,Hch möchte aber", so erklärte der Führer,in diesem Augenblick der italienischen Regierung und insbeson-

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zeigen. Ich habe mich daher entschlossen, an- zuordnen, daß jener Teil der eingesandten Ar­beiten, der als vollkommen ebenbür-

Schöpfer und Träger. So wie dieser selbst sein Wesen in Jahrhunderten nur unmerklich ändert, wird auch die wahre Kunst als dessen treuestes Ebenbild nur geringen Veränderungen unterworfen I sein. Dieses herbeizunihren ist aber nicht die Auf­gabe der Stümper, sondern dasVorrechtjener Gottbegnadeten, denen es gegeben ist, aus dem tiefsten Innern ihres Volkes zu schöpfen und das unausgesprochene oder das von der Umwelt bewußt nicht Gesehene zu erfühlen oder gar zu er­kennen und es dann allgemein durch ihre Kunst sichtbar und verständlich zu machen. Vor diesen höch­sten Leistungen ober verblaßt die Zeit als Maßstab.

Ich war an diesen Tagen glücklich, dank der wahrhaft großherzigen Genehmigung der ita­lienischen Regierung, dem deutschen Volk für die Hauptstadt seiner Kunst ein unsterblich schönes Werk erwerben zu können. Wögen Sie alle, die Sie dieses Haus besuchen, nicht

ünftige Kreise ei erschien babei

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Eine mystische Frauengestalt mit dem Fullhoy voller Flüchte symbolisiert die Mutter Erde, em drucksvolles Sinnbild von Blut und Boden.

Man brauche nicht nur die Geldbeträge, sondern man brauche diese Männer als Propagandisten der neuen Weltanschauung. Er bat sie auch um weiten ideelle Unterstützung, denn die Zukunst werde noch große Aufgaben bringen, da geplant sei, für bii deutsche Architektur und die deutsche Angewandt! Kunst ein ähnliches würdiges heim zu schaffen.

Lebensfroher Ausklang.

DieFestnacht der Künstler.Ganz München ein Künstlerhof.

Mlll eonsplatz befand sich die von einem goldenen Baldachin beschirmte F ü h r e r t ri'b ü n e

k den Künste 1937 i ^Neuordnung unsk «Meie mit bem

□d» Dottsgmen Wer immer noch Betäuben, sie km

versäumen, in die Glyptothek zu gehen, und mögen Sie dann erkennen, wie herrlich schon einst der Wensch in seiner körperlichen Schön­heit war und wie wir von Fortschritten nur dann reden dürfen, wenn wir diese Schönheit nicht nur erreichen, sondern wenn möglich noch übertreffen. Wögen aber auch die Künstler dar­an ermessen, wie wunderbar sich das Auge und das Können jenes Griechen W y r o n uns heute offenbaren, jenes Griechen, der vor fast zweieinhalb Jahrtausenden das Werk schuf, vor dessen römischem Abbild wir heute in tiefer Bewunderung stehen. Und mögen Sie daraus alle einen Waßstab finden für die Aufgaben und Leistungen unserer eigenen Zeit. Wögen Sie alle z u m Schönen und Erhabenen streben, um in Volk und Kunst ebenfalls der kritischen Bewertung von Jahrtausenden standzuhalten. Sie werden sich nicht verschließen der Empfindung, die mich selbst bewegt hat in dem Augenblick, da ich dieses wunderbare Zeugnis unsterblicher Schön­heit und Leistung zum ersten Wale erblickte. Sie werden dann vielleicht auch die Gefühle ermessen können, die mich bewegen, wenn ich am heutigen Tage die zweite Kunstausstellung des neuen Reiches für eröffnet erkläre und sie vergleiche mit dem, was noch wenige Jahre vor uns war."

®e einer schnellen ihren die ©ituatii enannte ent ar tema dieser Äiu haftlichem Für luch das Auslaß >nd z.T. abseits ibjeftiDität in bi

Cftn. Der 91- mtidje Kunst wert Verordnung uv er Es ist auch gelun

sich ersichtlich abhebcn von den allgemeinen Werken des Durchschnittes. Es geht aber daraus schon her­vor, daß es für die Genies selbst wichtig ist, a n einem hohen allgemeinen Durchschnitt gemessen zu werden, denn nur dann kann über Haupt erst von einer dauernden Bewertung auch für die Zukunft die Rede sein. Es ist daher notwen-

big, daß das a l l g e m e i n e K u l t u rsch a f f e n I Ofttf Xrtt» fthÜtlP

einsolidesundanständiges ist. Denn das .%|U| Vvl HmklMivUUk

Genie soll nicht das Einäugige unter den Blinden '

sein, sondern das Strahlende unter den Leuch- VöeDNSpMy.

Der anständige, oder meinetwegen auch gut ge- München, 10. Juli. (DNB.) Die Stadt der meint naive Durchschnitt des 19. Jahrhunderts hat Rutschen Kunst erlebte am Sonntagnachmittag eine den Boden abgegeben, auf dem eine ganze Anzahl neue grandiose Verwandlung: Durch die prächtig großer Künstler erwachsen konnte. Ein Jahrhundert, geschmückten Straßen und Plätze bewegte sich m das eine solche Unzahl gewaltigster Musiker aller einem gewaltigen Rausch von Musik und Farbe Zeiten, große Dichter und Denker, erhabene Bau- e r große Festzug2000 I ay r e künstler, wertvolle Plastiker und Maler hervor- deutsche Kultur". Volksgenossen aus allen brachte, steht turmerhaben über den dummen Witze- Gauen des Großdeutschen Reiches waren zu Zchn- leien einer Periode dadaistischer Lärmerzeuger, ku- tausenden nach München gekommen Allem 75 Tri- bistischer Gipsformer und futuristischer Leinwand- Hünen waren an der mehr als neun Kilometer färber. Natürlich hat dieses 19. Jahrhundert sehr langen Festzugsstrecke errichtet wo^ev-.Jede Straße viel im und noch mehr unter dem Durchschnitt pro- hatte ihr eigenes buntes Gesicht. Wahrend die eine duziert. Allein das ist das Kennzeichen jeder Lei- im leuchtenden Drange erglänzte, war die andere stungsepoche. Wie viele wandern durch das fieben, hn Purpurrot, wieder eine andere in Violett oder und wie wenige von ihnen eignen sich zu Siegern Grün gekleidet. In der Ludwigstratze im Marathonlauf. Allein diese Sieger sind nur die roaren die von den Dächern der Hauser dicht herab- schnellsten Marschierer der Menschheit. Würden fallenden Banner der Kunst und die blutroten Fah- diese aber, statt im allgemeinen zu gehen, bloß ner» nen mit dem Hoheitszeichen ein glänzender Schmuck, rückt Hüpfen, wie dies unsere kulturellen Genies Auf hohen roten Postamenten loderten auf hiesigen der Verfallszeit taten, dann würde auch hier die Opferschalen die vom Winde bewegten flammenden Voraussetzung fehlen für die Entstehung und das Feuer. Die großartige Architektur dieser Straße Ermessen aller höchsten Spitzenleistungen auf diesem verlieh hier auch dem Festzug eine besonders starke

Matten worden r »wleitet durch bii M aus der Syst

vorüber. Der Nibelungen Hort und die mächtige Weltesche Yggdrasill, dahinter der Meergott Dgir und unter goldenem Himmel Walhall.

Das glanzvolle Bild blendet über in die roma­nische Zeit. Die romanische Bauzeit findet ihre Darstellung in wuchtigen Säulen und Kreuzgewöl­ben. Kaiser Karl der Große reitet in goldener Gewandung vorüber. Ihm folgt der Sachsenherzog Widukind mit deutschen Kriegern, wie sie einst gen Osten und Süden zogen. Heinrich der Städtegründer reitet vorbei. Es folgen ein­drucksvolle Nachbildungen der von ihm gegründeten Burgen und Städte: Quedlinburg, Hildesheim, Magdeburg, Goslar, Meißen und Merseburg Dann folgen die Kreuzritter: Kaiser Barbarossa und Heinrich der Löwe sind die markanten Ge­stalten dieser Zeit. Die romanische Plastik erfahrt in vielen Modellen eine vollendete künstlerische Nach­gestaltung. Das Bild dieser Zeit klingt aus in dem deutschen Heldenlied: Die Siegfried- und Parsival- Sage sind auf herrlichen leuchtenden Teppichen ver­ewigt.

Zwischen Gotik, Renaissance und Varock

Wieder ertönen Pauken und Trompeten. Die Zeit der Gotik taucht auf. Die Zeit der ewigen deutschen Sehnsucht, der deutschen Dome und Bur­gen Eiserne Reiter, Turnierreiter und mittelalter­liche Jagdgesellschaften alles in stilechten Kostü­men führen uns Kultur und Geschichte dieser Zeit vor Augen. Zu beiden Seiten jedes der Bil­der schreiten Männer und Frauen in kostbaren, leuchtenden Gewändern. Die gotische Plastik, die gotische Malerei und das gotische Kunsthandwerk werden in der Darstellung von Hochgräbern, kunst­vollen Schreinen und in dem Hausrat der Bürger und Bauern veranschaulicht.

Die Zeit der R e n a i s s a n ce leuchtet auf. Landsknechte, Männer mit Hellebarden und Schwer­tern marschieren in den farbenfreudigen Trachten dieser Zeit vorbei. Heber Kaiser Maximili an I., dem großen Freund der Wissenschaft und Kunst, wölbt sich ein herrlicher Baldachin. Die Zeugnisse der Malerei der Renaissance, Werke von Dürer, Holbein, Cranach und anderer Meister werden vor­beigetragen. Den Aufschwung der deutschen Wissen­schaft versinnbildlicht ein goldener Himmelsglobus geleitet von Gelehrten in dunklen Talaren. Ein hell blinkendes silbernes Schiff taucht auf. Das Zeichen für die Zeit der Welser, die den Handel mit frem­den Ländern betrieben. Die Zeit der Renaissance klingt aus in ihren wundervollen Plastiken, die in mehrfach gegliederten Teilen vorüberziehen.

Die Zeit des Barock erscheint. Der-Festzug zeigt die Plastik dieser Zeit. Dann marschieren die Gre­nadiere Friedrichs des Großen vorüber, von der Menge mit rauschendem Beifall begrüßt. Eine leuchtende Porzellanplastik läßt das baye­rische Rokoko erstehen. Die Zeit der Dichtung und des Schauspiels verkörpern Bacchantinnen und Tänzerinnen, eine riesige Maske, sowie ein silbern erstrahlender Pegasus, begleitet von schonen Figu­ren 'der heiteren Muse. Von sechs Pferden gezogen erscheint bann eine mächtige Orgel, das Sinnbild der Musik.

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Die Hröße unserer Zeit findet ihren gemalfigei Ausdruck in den riesigen Modellen der Monu mentalbauten bes Führers. Der Nach bilbung bes Hauses ber beutfchen Kunst wirb bi b,, j .|QU[)en, i sonders gehuldigt. Dann erscheinen die Ehrentem yunq an das t pel, das Führechaus, die Bauwerke ber ©tabt bei -

Reichsparteitage, Zeppelinwiese, Kongreßhalle uni das Stadion. Don gewaltigem Eindruck ist Dos mächtige Modell ber Elbhochbrücke. Schwar-i Reiter'mit ben leuchtenden Bannern ber Bewegunz bilden den Abschluß des Festzuges, ber in ber un. erhörten Vielfalt, Leuchtkraft unb Schönheit feinet gegenüber dem Vorjahr zum großen Teil neu ge» statteten Festwagen auch auf alle bie, bie ihn schon im Vorjahre erlebten, neu wirkte.

Der feste Marschtritt ber K a rn p f f o r rn a t in­nen ber Bewegung ist Schlußapocheose die. ser Stunde. SA., ff, NSKK., NSFK., Politische Leiter, HI. unb Arbeitsbienst mit blitzenbern Spaten ziehen vorüber. Gefolgt von ben Marschblocks von Heer, Luftwaffe, Polizei unb ff - Vor, sügungstruppe, die im Paradeschritt am Fuh« rer vorübermarschieren. So führt die stolze Schon der Wundertaten deutscher Kultur aus zwei Jahr, tausenden hinein in eine haffnungsfrohe deutsch Zukunft. Die Lieder der Nation werden von den Hunderttausenden begeistert mitgesungen. Als k Führer die Stätte des weihevollen Geschehens rci- läßt, gibt ihm stürmischer Jubel der freudig k megten Massen das Geleit.

t a H 5.

Der Diskuswerfer von Miron ist eine lebensgroße Marmorstatue, die bisher ber Öffentlichkeit nicht zugänglich in bem Palazzo Lancelotti in Rom ftanb. Aus ber Inschrift auf ihrem Sockel geht her­vor, baß sie am 14. März 1781 in ber Villa Polom- bara auf demEsguttin gefunden wurde. Sie stellt eine alte römische Kopie einer Bronzestatue dar, die aus ben Jahren 560 bis 550 vor unserer Zeit­rechnung stammt. Das Original ist heute nicht mehr auffinbbar. Das Kunstwerk stellt einen Diskuswerfer im Augenblick bes Wurfes in höchst konzentrierter Bewegung dar, ist also in streng griechischem Stil gehalten. Die prachtvolle Dynamik des Werkes macht auf ben Beschauer einen gewaltigen Einbruck.

Oie Jahresversammlung des Hauses der deutschen Kunst.

München, 9. Juli. (DNB.) Da der Umbau des Künstlerhauses noch nicht völlig beendet ist, fand die 5. Jahresversammlung des Hauses der Deutschen Kunst (Neuer Glaspalast) im Rathause statt. Der Vorsitzende des Vorstandes, Bankier August von Finck, gab einen Rechenschafts­bericht, der zum ersten Male die eigentlichen Auf­gaben, die Vorbereitung großer Kunstveranstaltun­gen, behandelte. Den Finanzbericht erstattete Generaldirektor D ö t) I e m a n n. Die Vermögens­rechnung schließt mit 11050 938 Mark ab. Don freiwilligen Spenden waren 7 751 588 Mark ein- gegangen, seit dem 1. Januar 1938 weitere 352 448 Mark. Außerdem lautet die Stromspende der Elek­trizitätswerke auf fast drei Jahrzehnte. In ber I. Großen Kunstausstellung 1937 würben von b^n ausgestellten runb 900 Werken 500, also mehr als bie Hälfte, mit einem Erlös von über dreiviertel Millionen Mark v e r k a u f t. In der im Winter 1937/38 durchgeführten und von annähernd 275 000 Volksgenossen sowie zahlreichen Ausländern besuchten Architektur- und Kunsthand­werks-Ausstellung wurden runb 1000 Kunst­handwerksarbeiten, etwa ein Drittel, unter Erzielung eines Gesamterlöses von mehr als 70 000 Mark verkauft.

Der Staatskommisfar der Anstalt, Gauleiter Staatsminister Adolf Wagner, wandte sich mit Worten höchster Anerkennung an die Mitglieder der Anstalt, die durch ihre Geldspenden die Errichtung des Hauses der Deutschen Kunst und die , großen i Veranstaltungen ermöglicht hätten. Die Leistungen i dieser Männer liegen in der ideellen Bereitschaft, ; sich für die Zukunft deutscher Kunst einzusetzen.

mitzuerleben.

Während im Hofgarten einFest bei Blumen" reizende Stimmung verbreitete, sah tel Alte Hof eine besonders originelle Veranstaltum | ein mittelalterliches Landsknechts II lager mit Solbatenvolk, Marketendern, Sagt] I feuern unb Lanbsknechtshaufen. Auherbem aMl schloß die ParoleMünchen ein Künstlet Hof" noch auf zehn öffentlichen Plätzen der Stm bis hinein in die Vororte eine Reihe von TaiY Veranstaltungen zusammen, zu denen ebenfalls i'l Lebenslust und Lebensfreude ungezählte Taufet herbeigeströmt waren. Ausi dem Marienplatz drehte sich so viel Paare im Tanz, daß auf dem w# Platz kaum noch an ein Durchkommen zu deutel war. Unb wie hier, so gelang es auch auf W anderen Plätzen dieser Tanzfeste oft kaum, W Tanzflächen vom allgemeinen Tanz freizumach^ um dazwischen den Darbietungen der künstlerisch' Kräfte Raum zu verschaffen.

So konnte die unfreundliche unb Herbe DM rung die glänzende Stimmung der VolksgeniD nicht beeinträchtigen. Der schöne Tay klang aucM diesem Jahre in einem bis tief in die Nacht gehl"' ' ben vielgestaltigen Fest ber ßebensfreube aus.

Der Zeit ber Klassik unb Romantik tmri) eh Stein-Kapitäl vorangesührt, das uns bie klasst, sche Kunst versinnbildlicht. Dann tragen Krieger aus der Zeit der Befreiungskriege die weißen Fahnen mit dem im Schicksalsiahr 1813 gestifteten Eisernen Kreuz vorüber Im Zuge dec Kunstdokumente dieser Zeit erscheint Pallas Athene. Der Zauber ber Romantik klingt aus m einem phantastischen Wagen. Wie eine große Huldigung der Musik leuchtet bie Welt Richard Wag­ners auf. Vier große goldene Harfen werden in einem festlichen Wagen vorübergefahren. Dieses Bild trägt die Gestalt Lohengrins mit bem Schwan.

Die neue Zeit bricht an. Schwarze Reiter nni dem goldenen Siegeszeichen künden uns die über: rounbene Zeit ber Not und den Sieg. gestalten tragen Feuerkelche und Schalen, Zeichen des Opfers. Aus Glauben unb Treue versinnbild­licht erwächst ber Sieg: Ein Hoheitsadler schweb.

Zweitausend Jahre deutsche Kultur

Oer große Münchener Festzug am Gonntagnachniitiag.

In ber Tat wurde das große Fest am Haus! der deutschen Kunst, das im vergangenen Ich der Mittelpunkt der abendlichen Künstterfeste g-' wesen war, abgesagt und mit bem FestZaub ei- nacht ber Farben" im phantastisch aus- geschmückten Löwenbräukeller verbunden. Alle anderen Künstlerfeste wurden jedoch, währet in der Stabt der wundervolle Glanz der Jllimil nation zu neuem Leben erwachte, sn vollem Umfanfl durchgeführt, so vor allem dieNacht del Nymphen" am K l e i nh e s s e l o h e r StJ im Englischen Garten, wo sich weit über 20 M Menschen zusammengefunben hatten, um dieses W mit seinem phantastischen Schmuck, seinem herrliche SpielDie Geburt der Venus", feinw Wasserfeuerwerk und seinen zahllosen Darbietunssll

bere ihrem genialen Chef meinen herzlich st en Dank aussprechen." n L e

Der Führer gab sodann fernen Entschluß bekannt, das Werk ber Glytothek in München zu übereignen unb ersuchte ben bayerischen Ministerpräsidenten, es in Sie Obhut bes bayerischen Staates zu übernehmen. Ministerprvsibent Siebert gab in herzlichen Worten ber großemFreube über biefen Entschluß bes Führers Ausbruck unb nahm bas Kunstwerk in bie Obhut bes Lanbes Bayern. Im Anschluß an ben Heber* gabeaft begrüßte ber Führer desonbers ben italie­nischen Generalkonsul in München, Minister Pit-

Bfotf Präsident der »folgende Ausführu Die Jahrestagui

Die Bilder ber' großen $ e f r e i u n g s t a t en bes Führers, die nun folgen, werben von den Hunderttausenden mit Jubel begrüßt. Es sind di, Darstellungen vom Vater R h e i n unb bie Wappen­bilder der Saar. Beispielloser Jubel braust mii, als die Bilder Oesterreichs, die in diesem Jahr zum ersten Male in diesen Zug der deutsche, Kultur eingefügt sind, erscheinen. In einem glasen nen Schrein ruht eine Nachbildung der Reichs infignien, das kostbarste Kleinod des Zuges. E, folgen die Sinnbilder der österreichischen Bundes länder und der Donau.

gen Zustande. ^alb naI)t in öer Ferne der Festzug. Fanfaren

Ich bin daher an diese Ausstellung mit dem glei- . $aufenrtönen. Das Spiel beginnt. Voran chen Entschluß herangetreten. Nach kaum einem ^eiter Sie führen leuchtende Fahnen der

Jahr hatten wir dieses Mal aber schon nicht wehr ung und der Kunst mit sich unb geben bem die Sorge, bie Ausstellung nur mit anftanbigen » ,^n Auftakt. Eine neue Fahnengruppe naht Arbeiten zu eröffnen, sondern eine andere ©orae J %9annern der künstlerischen Phantasie, unter nämlich alle bie emgefanbten anftanbtgen Bilder Baldachin das Wappen der Reichskammer und Skulpturen unterbringen zu können. bildenden Künste. Wieder erklingen in bem bum

Obwohl übet 300 Werke mehr auf- I ^aknenraufÄ bie Pauken und Trompeten. Die gehängt und gestellt wurden als 1937, war es germanische Zeit zieht herauf. Es ist das erste trotzdem nicht möglich, alle gleichwertigen ^ilb Es zaubert uns die nordisch-germanische Kul- v " *" tur vor das Auge. Goldglänzend steuert auf hoher

Woge das germanische Schiff vorüber. Krieger und germanische Frauengestalten, auf ihren Häuptern goldene Krüge tragend, folgen. Goldstrahlend leuch­tet das Hakenkreuz, das germanische Sinnbild ber Sonne. Weitere Sinnbilder der Fruhzeit gleiten

Nen. 3n Wir j öffentliche Be Mieterisch nach A Ung der deutschen Ws'emzeit war ui

Wenn schon die Ausstellung im vergangenen' Jahr auch mit einem überragenden wirtschaftlichen Erfolg abgeschlossen hat, so bin ich überzeugt, daß dieser im Jahre 1938 noch übertroffen werden wird. Das Wichtigste aber ist und bleibt die Tatsache, daß wir auch hier wie auf allen Gebieten unseres natto- Tialen Lebens wiedereinen soliden Boden bekommen haben, daß wir vor allem auch hier den endgültigen Bruch mit dem unerträglichen Zustand bestätigt sehen, daß, während das gesamte Leben eines Volkes in seiner Entwicklungslinie zusammen­hängend verläuft, auf dem (Gebiet der Kunst aber alle zehn Jahre eine neue literarische Narretei das Schaffen besttmmt und mtthin das kulturelle Leben eines Volkes wie in einem Modesalon verpufft. Jedes Jahr ein neues Modell! Unb wenn die Ver­nunft nicht mehr genügt/ um Neuigkeiten zu er­sinnen, dann muß in Gottes Namen die Hnver-1 ^Q(j. rauschendem Beifall aufgenomme-

nunft zu Hilfe gerufen werden. t nen Rede des Führers schloß Gauletter Staats-

Das kulturelle Schaffen eines Volkes kann aber ^mfter Adolf Wagner die eindrucksvolle Weihe- nur das Spiegelbild seiner inneren rtunbß einem jubelnd aufgenommenen Sieg- W erte fein. Unb so wie diese Jahrhunderte be-- all| beutsche Kunst. Dann besichtigten hier­nötigen, um sich zu entwickeln und damit zu wan- Führer und die Ehrengäste bei einem

dein, folgt auch die Kultur nur in Jahrhunderten Bundgang die Ausstellung. Als nach der Besichti- gleichen Schrittes nach, so daß, was in den letzten %ery das Haus der Deutschen Kunst Zeiten als die alljährlich fällige Novttät geprtefen ^ie£er verläßt, um in seine Wohnung zurückzu­wurde, in Wirklichkeit sich überhaupt nur in halben ^hren empfangen ihn im Glanze der nun über Jahrtausenden als Wandlung oder besser Enttmck- * Stadt strahlenden Sonne tosende Heil-

lung ergeben konnte, vorausgesetzt, daß es sich über* - '

Haupt um Kunst handelt! Deshalb spricht man auch 1

von einer ?,e ro i g e n Kun st". Denn ihre Ewig- hrttl jJlirött

feit ist bedingt durch den eigenen ober verwandten VVXl VVlil VU

München, 10. JE. (DNB.) Der Abend dr;

Hauptfefttages der deutschen Kunst gehörte ganz bet --------. U1

unbeschwerten ßebensfreube auf einer Reihe M stur ben Ner heiteren Festen, für die emsige Künstlerhände schon 8°"-^ " seit Wochen an allen Ecken und Enden der großen Stadt liebevoll ihre Vorbereitungen getroffen hat' ten. Freilich war das Wetter diesem Abend M Lebenslust und Festfreude bei weitem nicht so gib ftig mie im vergangenen Jahr; denn nach einen sonniges Nachmittag ließ sich der Abend recht raii und wolkig an, so daß mancher schon die Festnacht der Künstler für gefährdet halten mochte.

Gebiet. - . Wirkung.

Ich habe es nun für notwendig erachtet, im ver- Am Ob

gangenen Jahr zunächst für b e n a n ftä n o t = Lvunmn .....v .

gen ehrlichen Durchschnitt den Weg frei unö eme große Tribüne für bie Ehrengäste, auf der zu machen. Wir haben allerdings schon bei dieser ^an Mitglieder des diplomatischen Korps, Vertreter vorletzten Ausstellung hie glückliche Ahnung ge= VDn Partei und Staat, Offiziere der Wehrmacht habt, in dem einen oder anderen den Träger ^ alles sah, was im Kultur- und Geistesleben künftiger größerer Leistungen ver- Deutsckstands Rang und Namen hat.

muten zu dürfen. Die seitdem eingeschlagene Ent- 15 45 ^r. Unter dem Jubel der Menge

Wicklung hat dies betätigt. Die Oefsentlichkeit hat er 0:^1) r er auf dem Odeonsplatz eingetrof* ein Recht zu verlangen, daß das Bestvorhan- ' ^Zelle der Freude begleitete ihn auf

bene zur Ausstellung kommt, also die solideste und über die Ludwigstraße. Auf der Tri­gekonnteste Arbeit, bie am meisten auch bem Geistbegrübt der Führer bie Ehrengäste, barunter

und dem Zweck einer Zeit entspricht. Am diest ttalienischen Generalstabschef General Pari- Weise wird sich die allgemeine Erwartung an sich un,b Reiben künstterischen Gestalter des hoch spannen und es dem einzelnen erschweren, an . u.qcs; bie Professoren Knecht und Kaspar, diesem auserlesenen Wettkampf teilzunehmen, und ^^ge Minuten später erklingt bie feierliche Musik, damit wird sich auch die Zahl der Mitläufer Der*L quq -begleitet. Professor Richard Trunk nngern. Diejenigen, die sich dann^.trotzdem noch Lat ^öpfungen beutldjer SOleifter aus bem

über allem erheben, können nut Sicherheit dann Jahrhundert bis in die Gegenwart zusammen- als Genies festgestellt merben, mcht weil sie, ge- eine wirkungsvolle musikalische Untermalung messen an einer relattv meberen Umgebung heraus- 8 > ^torischen Geschehens.

ragen, sonbern weil sie den ausgezeichneten Durch- h I Ich

schnitt hoher Leistungen noch übertreffen. Und nur App rtrtM

so kommen langsam w ir kli che H ö ch stl e i st u n - AZU

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mit mächttgen Sd)roingen heran. ^)och aufgerichteli ^fior Jünglinge ftreben kraftvoll ber Zukunft entgegen , gingen