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Montag, N.M1YZ8

188. Zahrgang

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Aus -em großen Festzug

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Wirtschaft vernichten müßte, hat das deutsche Volk vor dem wirtschaftlichen Abgrund zu­rückgerissen und gerettet. Derselbe National­sozialismus, dem man die furchtbarsten außenpoli­tischen Niederlagen prophezeite, hat das deutsche Volk aus der schrecklichsten Niederlage seines ge­schichtlichen Daseins wieder emporgehoben, zu einem stolzen Selbstbewußtsein geführt und nach außen zu einer geachteten Macht entwickelt. Es gibt kaum ein Gebiet, auf dem die Prophezeiun­gen unserer Gegner nicht Lügen gestraft worden sind.

Und es gibt nur noch vereinzelte, schon unermeß­lich törichte Menschen, und dies sind ganz zumeist Juden, die im Auslande das stupide Gerede der Zeit vor dem Jahre 1933 auch heute noch ab und zu wiederholen. So hat man in einem Staat, der sich schon , einmal den Spaß eines besonderen Gerichtshofes erlaubte, der im Gegensatz zum deut­schen Reichsgericht in einem ebenso kindischen wie verletzenden Verfahren die Unschuld van der Lüb­bes erweisen sollte, in diesen Tagen wieder einmal die Welt mit einer Ausstellung beglückt, die bestimmt sein soll, den Gegensatz aufzuzeigen zwi­schen den kulturkräftigen Leistungen bekannter No­vembergrößen vom Stamme der Dada, der Kubi usw. und der Armut der heutigen deutschen Kunst. Ich nehme an, daß dabei auch etwas Geschäftsinter­esse mitwirken wird.

allerdings unter Weglassung des Urheberrech­tes auch in anderen Staaten zur An­wendung zu bringen versucht. Es ist für uns sicherlich eine Genugtuung, aus dem Munde eines ausländischen Ministers nun plötzlich zu vernehmen, daß die Voraussetzung eines gedeihlichen wirtschaft­lichen Lebens nicht in der Ermöglichung von Fi­nanzspekulationen liegt, als vielmehr in der S i ch e - rung und Steigerung der nationalen Produktion, d. h. letzten Endes also in den Er­gebnissen einer soliden,fleißigen und ehrlichen Ar­beit. Wer garantiert daher, daß nicht auch auf dem Gebiete der K u l t u r p o l i t i k, angeregt durch das deutsche Vorbild, in anderen Ländern ebenfalls eine Umwertung d^r Begriffe einsetzt und demgemäß vor allem eine Minderbewertung der Erzeugnisse des Schaffens einer gewissen Periode, in der alle Gesetze des Schönen und Anständigen von oben nach unten verkehrt worden waren. Be­trug und Narretei aber ihre Orgien feierten.

Ich verstehe daher, daß die Interessenten be­sonders die finanziellen Interessenten an diesen Kul­turschwindeleien, es eilig haben zu retten, was bringen, was noch an den Mann gebracht werden noch zu retten ist, und beizeiten an den Mann zu kann. Es gibt dabei einem einfältigen Ausland gegenüber anscheinend gar keine bessere Empfehlung für einen kulturellen Unsinn oder Betrug als die Bemerkung, daß das im heutigen Deutsch­land abgelehnt wird. Es gehört wohl auch

Das kulturelle Schaffen eines Volkes kann nur das Spiegelbild seiner inneren Werte sein.

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sich.

In der heutigen "kannten Kapi- 1 aber merklich Die Ausnahme- licher, daneben ar Ausführung. Kursentwicklung r gelten sich 'die en Grenzen. Qm ngen kaum über ' gedrückt waren !M, ferner Me> '), wobei es sich fe handelte. Von iiiberus eine Lr- mannen 0,S0v.h.t .annesmann 0,75, 25 v. $).; die Er« im zweiten Lier- ich nicht bekannt. * ptet, gement Hei- 154,75 unb 81®.

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Meil. Vor dem Hause der Deutschen «u nft, das mit zwei großen stilisierten Hak. u-

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In irgendeiner Form muß doch die Re­klametrommel für die bolschewi­stische Kunstverwirrung gerührt wer­den. Ihr Ton klingt aber besonders laut und eindringlich, wenn man das nationalsoziali­stische Deutschland als politischen Verstärker einschallen kann. Wan muß den biederen Angel­sachsen kurzerhand überfallen mit dem Hinweis auf die Schande der deutschen Kulturbarbarei, um ihm dann die angebotenen Kunstwerke die­ser. Epoche, wenn schon nicht kulturell, so doch wenigstens politisch aufschwahen zu können. Und man muh sich beeilen, diese Werke noch beizeiten an den Wann zu bringen. Denn Deutschland ist auf so vielen Gebieten in den letzten Iahren vorangegangen, daß die Gefahr nicht von der Hand zu weisen ist, daß derNazistaat" am Ende auch in feinet? Kulturpropaganda als a u f dem richtigen Weg befindlich erkannt werden wird und da­mit ein neuer Einbruch in die Front der inter- national-jüdischen Kulturgeschäftemacher eintriff.

Wir erleben es in diesen Monaten, daß man nationalsozialistische Wirtschaftsprinzipien, die vor zehn Jahren als Dummheit und noch vor fünf Jahren als Verbrechen oder zumindest als Wahnsinn bezeichnet wurden, ganz sachte

ßhi Blick in den Festsaal des Hauses der Deutschen gnft während der Rede des Führers. (Scherl-M.)

Heimstätte für alle deutschen Künstler. Ich danke Ihnen, mein Führer, für alles das, was Sie uns gaben, und ich glaube im Namen der deutschen Kunst Ihnen versichern zu dürfen, daß das Künstlertum Deutschlands seinen Dank durch Leistung und Arbeit abtragen wird. ITnb so bitte ich Sie nun, mein Führer, die Kunstausstellung des Jahres 1938 zu München zu eröffnen."

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Vor dem Haus der Deutschen Kunst.

Hine festlich gestimmte Menge erwartet den Führer.

München, 10. Juli. (DNB.) Der Führer er- ifsiete im Haus der Deutschen Kunst die Große ätsche Kunstausstellung 1938 und übergab nut hr dem deutschen Volke die neuen Werke lebender Genscher Kunst. So wie die Kunst des neuen Deutschland dem Volke gehört, so nahmen,auch an Üic2tn groAn Geschehen der Kunst die Bevolke- rpig der Hauptstadt der Bewegung und nut ihr Mnschen aus allen Gauen des Reiches freudigen

In der Ehrenhalle haben sich mit den deutschen Künstlern, die zu dieser Ausstellung beigetragen k:cven, Vertreter des Diplomatischen Korps, der Chef italienischen Generalstabes, General P.ariam, die

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mnrh her ErSffnuna der Kunstausstellung durch den Führer am Gonntagoormittag bot sich am Nachmittag den Hunderttau,enden in den Straßen Münchens das >rben rohe B.ld des großen ?testtuas aus dem unser Bild die Gruppe des M-ergotts Aegir zeigt vor dem Baldachin, unter dem der Führer mit den Ehrengästen Platz genommen hatte, (Sch-rl-Blldeidienst

Der Tag der deutschen Kunst.

Der Führer eröffnet die große deutsche Kunstausstellung "1938 in München

»reffe an, wenn« rhin ausblieben, .nabllmfdjulbung

Aich späte . äjk mit bierten uneinheit- 01), 5 v. h. Räch' ibriefe bei kleiner Liquidationswerten »ihen lagen unver- gen auf 11,98 (12) uaren im verlaufe fe zwar keine Be» ch in den meisten en erfolgten, doch . Besserungen ein, fam.

107 nach. 106 A Zement Heidelberg siml°r 136^,2 »W-S ff»«

zum guten Ton, auf diese Weise seine demokratische Patentgesinnung praktisch erhärten zu können. Tat­sächlich fand allerdings, wie vielleicht auf keinem anderen Gebiet, auf diesem eine Umwertung der Begriffe in Deutschland statt. Sie alle wer­den dabei ohne weiteres einer Behauptung zustim­men: Daß wohl noch nie in unserem Volke in so kurzer Zeit eine s o ungeheure kulturelle Arbeit angefangen und zum Teil auch schon ge­leistet worden ist, wie dies in den wenigen zurück­liegenden Jahren der Fall war.

Das Kulturprogramm des neuen Reiches ist von einer einmaligen Großartigkeit in der Ge­schichte unseres Volkes. Die Erfolge sind schon jetzt mindest ebenso zwingend wie die auf den anderen Gebieten unseres Landes errungenen. Dabei sind wir uns im klaren darüber, daß ge­rade hier die Anlaufszeit zwangsläufig größer sein muß. Wenn wir trotzdem in diesen wenigen Iahren schon gewaltige Bauwerke der Ration als nunmehr vollendet vorstellen dürfen, dann nur, weil der neue Arbeitsrhythmus und das Tempo sowie die Genauigkeit der na­tionalsozialistischen Planung und unserer Orga­nisation Leistungen ermöglichen, wie sie ähnlich bisher nicht gelingen konnten. Dennoch wissen Sie, daß die wirklich großen Werke sich im An­fangsstadium des Baues befinden oder daß deren Grundsteinlegung überhaupt erst noch be­vorsteht.

Das Voll einer neu erwachten Lebensbejahung.

Einer der ersten Zeugen des nationalsozialistischen kulturellen Aufbauwillens, der allein mehr wiegt, als das Geschreibsel aller demokratischen Zeitungen der Welt zusammengenommen, umfängt Sie heute wieder. Zum zweiten Male treffen wir uns in dem Hause, das der deutschen K u n st geweiht wurde. Sie werden später feststellen können, ob die vorhin ausgesprochene Behauptung des deutschen Fortschrittes auch auf dem Gebiete der Kunst gleich­berechtigt ist oder nicht. Als ich vor über einem Jahr in einer ersten Vorschau die damals einge­sandten Werke überprüfte, erfaßten mich Zweifel, ob ich nicht unter dem Eindruck des zunächst Vor­liegenden die Eröffnung einer solchen Ausstellung überhaupt ablehnen spllte. Wahrhaft erdrückend wirkt die Zahl der Arbeiten, die ihre vernichtendste Repräsentation in der Ausstellung der entarteten Kunst erhalten hatten. Bei unzähligen Bildern war es ersichtlich, daß vom Einsender die beiden Aus­stellungen verwechselt worden waren. So kam ich damals zu dem Entschluß, einen harten Strich : zu ziehen und der neuen deutschen Kunst die einzig- ' mögliche Ausgabe zu stellen: Sie zu zwingen, den ' durch die nationalsozialistische Revolution dem neuen deutschen Leben zugewiesenen Weg ebenfalls einzu-

1 halten.

Eine Periode der höchsten Leistungssteigerung \ auf allen Gebieten des menschlichen Fortschrit­tes, der Pflege nicht nur scharfer Geistesgaben, sondern idealer körperlicher Schönheit durste nicht mehr symbolisiert werden durch die bar­barischen Demonstrationen steinzeitlich zurück­gebliebener kunstvernarrer, farbenblind herum­experimentierender Schmierer und zu allem Ueberftuß fauler Nichtskönner. Das Deutschland des 20. Jahrhunderts ist das Deutschland des Volkes dieses Iahrhunderts. Das deutsche Volk dieses 20. Iahrhunderts aber ist das Volk einer neu erwachten Lebensbe­jahung, hingerissen von der Bewunderung des Starken und Schönen und damit des Ge­sunden und Lebensfähigen. Kraft und Schönheit sind die Fanfaren dieses Zeitalters, Klarheit und Logik beherrschen das Streben. Wer in die­sem Jahrhundert aber Künstler sein will, muß sich auch diesem Jahrhundert weihen. Für kul­turelle Neandertaler ist im 20. Jahrhundert kein Platz, jedenfalls kein Platz im nationalsoziali­stischen Deutschland.

Es freut uns, wenn Demokratien diesen rückwärts strebenden Elementen ihre fortschrittlichen Tore öffnen, denn wir sind ja nicht rachsüchtig. Leben sollen sie, dagegen haben wir nichts. Arbeiten unsert­wegen auch nurnidjtin D e u t s ch l a n d. Ich hielt es 1937 für geboten, nunmehr auch auf die­sem Gebiet eine klare Entscheidung zu tref­fen. Dies konnte freilich nur in einem harten Eingriff geschehen. Aber ob wir nun heute Ge­nies haben, Genies von ewig währender Bedeu­tung besitzen, ist wie immer, schwer zu entscheiden. Für unser Handeln im wesentlichen auch gar nicht entscheidend. Entscheidend ist, daß bei uns die Voraussetzungen nicht verletzt werden, auf denen große Genies allein erwachsen können. Zu dem Zweck muß das allgemeine Ku nft gut eines Volkes auf einer soliden, anständigen Grundlage gehalten werden, aus der heraus sich dann die wirklichen Genies zu erheben ver­mögen. Denn Genie ist nicht Wahnsinn, und vor allem ist Genie unter keinen Um­ständen Betrug! Es repräsentiert sich tm Gegenteil durch seine überragenden Leistungen, die

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

Dnift und Verlag: vrühlsche UniverfitStsdruckerei «.Lange in Eiehen. Schristleitvng und Geschäftsstelle: Lchulstrahe 7

Der Führer spricht.

Nun spricht der Führer.Seit die nationalsozia­listische Bewegung", so sagte er in seiner Rede,nach langjährigem Kampf endlich mit der Führung des Reiches betraut wurde, find noch nicht sechs Jahre vergangen. Dennoch darf eine Feststellung schon heute getroffen werden: Es hat selten in der Ge­richte unseres Volkes eine f o reich bewegte Friedenszeit gegeben, als die der 5V2 Jahre die nach dem denkwürdigen 30. Januar 1933 die na­tionalsozialistische Führungsepoche in unserem Volk einleiteten Auf wie vielen Gebieten unseres Lebens ist seitdem nicht ein Ausbruch erfolgt, wie er wenige Jahre vorher gerade von denBerufenen" als für gänzlich unmöglich angesehen worden mar. Die Par­tei, von der man einst behauptete, sie würde den inneren Frieden gefährden, hat dem deutschen Volk überhaupt zum ersten Male einen wirklichen inneren Frieden geschen k t. Das Regime, dem man voraussagte, daß es die

knuzfahnen flankiert ist, haben gegen 10 Uhr die Gkentompanien des Heeres und der Luftwaffe und dii Ehrenformationen der Bewegung, der Polizei iin» des Arbeitsdienstes mit ihren Fahnen Auf­stellung genommen. Die unabsehbare Reihe der Sund arten der SA. säumt den wuchtigen Säulen- mq des Hauses der Deutschen Kunst und die an- «cmzenden Bauteile. Unaufhörlich rollt Wagen aus Mgen mit dem Führerkorps der Partei, Männern fc; Reiches und der Länder, Mitgliedern der baye­rischen Landesregierung, Offizieren der Wehrmacht Mv Persönlichkeiten der deutschen Kunst an. Unter |;r vielen Gästen wird besonders lebhaft eine Irt fjerc, in großer Uniform erschienene Abordnung k faschistischen Miliz Italiens begrüßt. Er- mirtungsvoll stehen die vielen Tausende, die weit Mein die Prinzregentenstraße und die angrenzen- k Straßenzüge säumen. Es ist 11 Uhr. Die Sonne k±t durch und verscheucht die letzten dräuenden Men. Jetzt dröhnen die Böller. Jubel braust auf. icimetternb fällt die Musik mit dem Deutschland- in> dem Horst-Wessel-Lied ein und leitet über zum hiäsentiermarsch: Der Führer ist einge- fro f f e n. Vor dem Hauptportal des Hauses der 'Liutschen Kunst empfangen ihn der Präsident der Nmchskulturkammer Reichsminister Dr. Goebbels, uleiter Staatsminister Adolf Wagne rund der Mirsitzende des Hauses der Deutschen Kunst August

" Levens eingefunden. Der städtische Singchor Augs- iu-g unter Leitung von Professor Jochum stimmt inen festlichen Chor an, als der Führer tue Halle ie» beiritt. Der feierliche Gesang ist verklungen, als culeiter Staatsminister Adolf Wagner an das Po- r m tritt, um den Führer zu begrüßen: ,A3n allem, " besondere auf dem Gebiete der Kunst, machen Sie irs von Jahr zu Jahr reicher. Im vergangenen ischr gaben Sie uns die E r ö f f n u n g d e s H a ue

We-i italienischen Generalstabes, General £ariuni, ine uli Die DrNe ft, ^^leiter unb Reichsminister mit dem Fuhrerkorps r.ch an ?>en Qll$, DCn sßartei unb Staat, die Vertreter der Wehrmacht , An unb yrD bekannte Männer des geistigen^und wlturellen

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