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11.4.1938
 
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itr.85 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Montag, U. April M8

Einmütiges Bekenntnis der Stadt Gießen zum Führer

Ein unvergeßlicher Tag. Hundertprozentige Abstimmung. - Lleberatt freudige Aufnahme des Ergebnisies.

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Segelflieger zeigen ihr Werk.

SA. startet zu einem letzten Wahlappell.

Gliederungen der Partei, an der Spitze Kreisleiter Backhaus, sind das Offizierkorps unserer Stadt und Ehrenabteilungen der Gießener Wehrmachts­teile aufmarschiert. Dazu versammeln sich die Kame­radschaften der Polizei und der Sanitätskolonnen vom Deutschen Roten Kreuz, ferner viele Betriebs­gefolgschaften und Vereine, außerdem eine große Menschenmenge, die rund um Oswaldsgarten herum sich angesammelt.

Eine gewaltige Menschenmenge hat sich versam­melt, als Standartenführer Lutter um 20 Uhr die Meldung der aufmarschierten Formationen der Bewegung an den Kreisleiter Backhaus erstattet. Und nun folgt, nachdem der Musikzug der Standarte 116 und ein Massenchor der vereinigten Gießener Gesangvereine die Volksgenossen mit ihren Darbie­tungen erfreut haben, das unvergeßliche, große Er­leben der Führerrede in Wien, die durch Lautsprecher übertragen wird. Mit größter Spannung lauschen die Volksgenossen vor den Lautsprechern den ein­dringlichen und überzeugenden ans Herz greifenden Worten des Führers. Auch die reichlich starke Kühle

stände und ihre Helfer das Menschenmögliche, um die Abstimmung nach bestem Können zu beschleuni­gen. So findet denn auch dasSchlangestehen" wieder sein Ende, aber der Zustrom der Stimm­berechtigten hält unvermindert stark an, so daß es in manchen Stimmlokalen bald wiederum zum Schlangestehen" kommt. In allen .21 bstirn - mungslokalen herrscht, kurz gesagt, Hoch­betrieb! Nicht nur die voll wegfähigen Wähler und Wählerinnen strömen ununterbrochen herbei, auch wegunfähige Wähler und Wählerinnen haben in richtiger Erkenntnis der geschichtlichen Größe die­ses Ereignisses nicht versäumt, sich durch Kraftwagen der Angehörigen des NSKK. oder durch die Kran­kenwagen der Gießener Sanitätskolonne vom Deut­schen Roten Kreuz zu den Stimmlokalen fahren zu lassen. Während des ganzen Vormittags herrscht denn auch reger Fährbetrieb der freudig in diesem Dienst für den Führer wirkenden Männer des NSKK. und der Sanitäter. Außerdem hatten sich aber auch noch viele andere Kraftwagenbesitzer gern mit ihren Wagen zur Verfügung gestellt und versahen

wir durch Aushang an unserem Geschäftshaus fort­laufend die wichtigsten Abstimmungsergebnisse mit­geteilt, vor all»m die Ergebnisse aus der Stadt und aus dem Kreise Gießen. Mit starkem Interesse haben die Volksgenossen vor unseren Schaufenstern die Zahlen zur Kenntnis genommen. Und immer nur sieht man wegen dieses herrlichen Ergebnisses freudig'e Gesichter!

Mit stolzer Freude kann unsere Gießener Be­völkerung auf diesen wundervollen Tag zurück­blicken. Sie hat wie aus den Zahlen in un­serer Tabelle klar hervorgehl ein herrliches Bekenntnis der Treue und der Dankbarkeit für den Führer und fein Derk abgelegt.

Sie hat damit zugleich dem Führer in gebühren» der Weise herzlichen Dank zum Ausdruck gebracht für all das Große und Gute, das auch unsere Volks­genossen in Gießen ihm zu verdanken haben und das sie für alle Zeiten in unlöslicher Treue mit diesem Manne verbindet. Zn tiefer Dankbarkeit und in freudiger Verbundenheit grüßen die Gießener Bekenner zum Führer «Adolf Hitler ihn mit dem dankerfüllten Rufe: Heil dem Führer!

B.

Der Gauleitermeldet demFührer das Wahlergebnis.

NSG. Noch Vorliegen des Gesamtergebnisses aus dem Gau Hessen - Nassau richtete Gauleiter Sprenger an den Führer folgendes Telegramm:

Mein^ Führer!

Ich melde Ihnen, daß die Bevölkerung des Gaues Hessen-Nassau sich einmütig zu Ihnen und zum Großdeutschen Volksreich bekannt hat. Ihre Gefolgschaft wird auch in Zukunft ihre Treue täg­lich aufs neue durch die Tat beweisen.

Sprenger.

Der Tag des Großdeutschen Reiches.

Samstag, 9. April 1938.

Die Vormittagsstunden zeigen in den Straßen dos übliche Bild des geschäftlichen Treibens. Je näher es der Mittagsstunde geht, desto größer wird die festlich-frohe Spannung. Jedermann weiß, daß von Wien aus die Verkündung des Tages des Großdeutschen Reiches durch Reichsmini st er Dr. Göbbels um 12 Uhr beoorsteht. Zwischen 11 und 12 Uhr ziehen mehrere Ketten der Gießener Flieger ihre Kreise dicht über der Stadt. Das eherne Lied der gewaltigen Flug­zeugmotoren dröhnt in den Straßen wider; es ist ein herrlicher Anblick, der sich den allenthalben mit stärkstem Interesse zum Himmel schauenden Gieße­nern darbietet.

Nun ist es um 11.55 Uhr so weit, daß in den Betrieben die Gemeinschaftsempfänge beginnen. Ueberall hat man sich in den Straßen vor den Lautsprechern und in den Betrieben vor den Emp­fangsgeräten des Rundfunks versammelt. Der Rundfunksprecher gibt ein kurzes Stimmungsbild des großen Tages in Wien, der in gleicher Weise als größter Tag der deutschen Geschichte überall im ganzen Reiche empfunden wird. Dann hört man mit klarer Stimme Reichsminister Dr. Goebbels die Proklamation des Tages des Großdeutschen Reiches verkünden. Auf sein KommandoH e i ß t Flagge!" werden mit freudiger Begeisterung überall die Fahnen des Dritten Reiches gehißt. Gleichzeitig hört man über die Stadt hinweg die Stimmen der Fabriksirenen, der Lokomotiven und zahlreicher Autohupen. Es ist ein gewaltiges, packendes Erleben dieser Stunde. Und von ganzem Herzen stimmt alles, was zur Gemeinschaft der deutschen Volksgenossen gehört, in den Gruß an unser herrliches und dank dem Führer wieder groß und mächtig gewordenes Vaterland ein, der in den von Wien durch den Aether zu uns herüberklingen­den Liedern der Nation zum Ausdruck gebracht wird. Freudigen Herzens beenden dann die Arbeits­kameraden in den Betrieben die kurze, packende Feier.

Die Straßen von Gießen zeigen ein herrliches Bild. Wohl noch niemals zuvor ist der Fahnen­schmuck so reichhaltig gewesen, wie wir ihn jetzt seil Samstag mittag sehen. Selbst an den Fenstern der kleinsten Wohnungen und vielfach bis hinauf zu den

Im Wahllokal. Jedermann stimmte gern mit3a*.

Diele ehrenamtliche Helfer dienen der großen Wahlhandlung.

Frankfurt a. Al.

Mansarden sieht man die Fahne Adolf Hitlers, die Flagge des Dritten Reiches, aus den Fenstern grüßen, als Zeichen des Bekenntnisses zum Führer und zum deutschen Volk. Zahlreiche Häuser sind mit grünen Girlanden geschmückt, in den Schaufenstern sieht man die Dekorationen als Zeichen der Liebe und der Huldigung für den Führer.

In den Nachmittagsstunden sieht man die SA. und die jj mit ihren Sturmfahnen auf Lastkraft­wagen unterwegs. Noch einmal durchfahren sie mit wehender Fahne die Straßen und erinnern durch kraftvolle Sprechchöre von den Wagen aus alle deutschen Volksgenossen an ihre heilige Pflicht am 10. April. Hitler-Jugend und Jungvolk marschieren in frischem Schritt für das gleiche große Ziel. Die Kreiskapelle des Kreises Wetterau, der Musikzug der SA.-Standarte 116 und das Musikkorps des Jnf.-Rgts. 116 erfreuen durch ihre Platzkonzerte am Selterstor und auf dem Kreuzplatz die großen Men­gen von Volksgenossen?, die sich dort in festlich­froher Stimmung eingefunden haben, und sie ver­tiefen durch ihre guten musikalischen Darbietungen bei den Volksgenossen noch den starken inneren Schwung, der alle erfüllt.

Allmählich kommt nun die Zeit des früheren Ge­schäftsschlusses um 18 Uhr heran. Für viele Haus­frauen eine ungewohnte Zeit. Da sieht man denn auch viel eiliges Laufen und Treiben in den Straßen. Und pünktlich um 18 Uhr wird in allen Geschäften Schluß gemacht. Im Handumdrehen haben die Straßen ein geradezu sonntägliches Aus­sehen. Es herrscht für kurze Zeit nur wenig Ver­kehr, denn die Hausfrauen sind nach Hause geeilt, und die Männer, die an der abendlichen Kund­gebung teilnehmen, sind noch nicht allzu zahlreich im Anmarsch. .

Die Kameraden im NSFK (Nationalsozialistisches Fliegerkorps) treten mit einer sehr sinnfälligen Wer­bung in Erscheinung Sie haben eines ihrer schnit­tigen Segelflugzeuge am Selterstor aufgebaut und finden dafür eine große Anzahl stark interessierter Volksgenossen als Zuschauer bei der Aufbauarbeit und der Betrachtung. Besonders anschaulich gestaltet sich diese Zurschaustellung dadurch, daß die obere Leinwandfläche entfernt ist und man so einen Ein­blick in die sorgfältige Arbeit gewinnen tamy die für die Konstruktion des Tragflächengerippes not­wendig war. _ ,

Von 18.45 Uhr ab ändert sich das Straßenbild gewaltig. Von allen Seiten sieht man Männer und Frauen, die Einheiten der Gliederungen der Partei, Wehrmacht, Polizei, Sanitäter, Betriebsgefolgschaf­ten, Vereine usw. durch die Straßen marschieren, wobei allen der Oswaldsgarten als Ziel gemeinsam ist. Von 19.15 füllt sich der Oswaldsgarten in stän­digem Zustrom der Menge immer mehr. Mit den

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des Abends macht nichts weiter aus, alles hält un­verbrüchlich stand, denn die Worte des Führers neh­men die Hörer in vollstem Maße gefangen. Und voll Ergriffenheit und Dankbarkeit an den Führer singt die riesige Menschenmenge am Schlüsse der Kundgebung gemeinsam das Niederländische Dank­gebet, anschließend an den Treuegruß für den Füh­rer die Lieder der Nation. Damit findet die große Stunde ihren Abschluß. Aber noch lange dauert es, bis sich die frohbewegte Menschenmenge verlaufen hat.

Tag des Bekenntnisses.

Sonntag, 10. April 1938.

Ein strahlender Sonnen-Sonntagmorgen ist an­gebrochen. Die SA. führt als letzten Ansporn für die Abstimmung ein Großes Wecken durchs Schon von 7.30 Uhr an sieht man allenthalben Stimmberech­tigte auf dem Wege zu den Abstimmungslokalen. Vor. manchen Stimmlokalen hat sich schon vor 8 Uhr eine große Zahl von Stimmberechtigten eingefunden. Der Wahlvorstand hat oft kaum die erforderlichen Formalitäten vor der Abstimmung erfüllt, als auch schon der Andrang der Stimmberechtigten so große Formen annimmt, daß im HandumdrehenSchlange­stehen" geübt wird. Jedoch, die freudig bewegte Menge ist ganz erfüllt von der Größe des Ge­schehens und zeigt Geduld und Verständnis bei die­sem Massenandrang. Anderseits tun ine Wahlvor­

ihren Dienst mit ersichtlich frohem Eifer. Bei die­sem starken Einsatz aller Volksgenossen ist es denn auch nur natürlich, daß bereits bis zur Mit­tagsstunde durchweg 75 bis 80 v.H. der Stimmberechtigten von ihrem Stimm­recht Gebrauch gemacht haben.

Während der Mittagspause flaut dasGeschäft" wie Generalfeldmarschall Hermann Göring in seinem Berliner Stimmlokal frohgelaunt den Wahl­vorstand fragte naturgemäß etwas ab. Aber nur für kurze Zeit. Dann setzt wieder flotter Betrieb ein. B i s 15 Uhr haben d u r ch w eg rund 90 v. H. in allen Wahllokalen abgestimmt. Rege geht der Betrieb weiter. Gegen 16 Uhr meldet Stimmbezirk I, daß bei ihm sämtliche Stimmberechtigte ihr Stimm­recht ausgeübt haben. Also Hund er tprozen- t g e Wahlbeteiligung! Bald folgen die anderen Ssimmbezirke diesem prächtigen Beispiel. Und um 17 Uhr, beim Schluß der Abstimmung, steht fest, daß

in Gießen eine hundertprozentige A b st i m m u n g der Wahlberechtigten zustande gekommen ist.

Von 17 Uhr ab herrscht in den Stimmlokalen der Hochbetrieb des Zählens. Die Arbeit geht flott vor­an. Schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit liegt das Gesamtergebnis beim Wahlamt vor.

Im Verlaufe der Abend- und der Nachtstunden bis gegen 1 Uhr am heutigen Montagfrüh haben

Lpd. Die Gauhauptstadt, die das Glück hatte, dem Führer auf seiner Triumphfahrt durch Deutschlands Gaue in ihren Mauern zujubeln zu können, hat am Abstimmungstag sich dieser Auszeichnung würdig gezeigt. Der Festschmuck, der den Führer am 31. März in Frankfurt grüßte, gab auch am Ab­stimmungstag der Stadt das äußere festliche Ge­präge. In den 313 Wahllokalen der Halbmillionen­stadt war der Rhythmus des Wahlablaufs unter­schiedlich. In den meisten Bezirken hatten schon bis 11 Uhr bis zu 75 v. H. der Wahlberechtigten ihr Stimmrecht ausgeübt. In anderen Bezirken setzte der Andrang zur Wahlurne erst gegen Mittag stär­ker ein. In den ersten Nachmittagsstunden gab es in der ganzen Stadt kaum noch einen Mann oder eine Frau, die nicht mit Stolz die Abstimmungs­plakette trugen. Für jeden war der Gang zur Wahlurne eine Angelegenheit des Herzens, des freudigen Dankes. Es war rührend, wie gebrechliche Greise, alte Mütterchen, die sich kaum noch auf den Beinen halten konnten, unter Ablehnung jeder Hilfeleistung sich zur Wahlurne begaben, um durch ihr Ja den Dank dafür auszurücken, daß sie noch die glückliche Wendung erleben durften, die sich im Deutschland Adolf Hitlers vollzogen hat. Die in Frankfurt ansässigen. Deutsch-Oesterreicher wählten in einem im Frankfurter Rathaus eingerichteten Wahllokal. Auch sie gaben einmütig und mit der­selben Begeisterung ihre Stimme ab.

Viele ölte Volksgenossen wurden im AutS M Mahl gebracht.

'Wagenkolonnen jur die Abholung alter Volksgenossen in Bereitschaft.