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" das Motto zu die- denen der baltische
Wagen gegen Wagen zu bestehen vermögen.
In dem Achterfeld war Deutschland nur
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Gießener Stadttheater.
13. Morgenveranstaltung: Ostland.
Das Programm für die gestrige Morgenveran- staltung des Stadttheaters war überschrieben: Ost- land, Lieder und Worte. Mit Ostland war übrigens nicht, wie der einleitende Hinweis auf die Volksabstimmung vermuten ließ, und was auch nahe gelegen hätte, die alte Ostmark des Reiches gemeint, sondern die nordöstlichen Provinzen. Wir hörten also nicht Dichtung und Musik aus Oesterreich, sondern aus Baltenland und Finnland. Herr von G s ch m e i d l e r eröffnete die Vortragsfolge mit Worten des verstorbenen Henry von Heiseler,
siegte in 42,2 Sekunden vor Frau Franke auf „Neckar" und Frau Cammineci auf „Gletscher", die in der Zeit nur um eine Sekunde getrennt waren.
Von der Olympia-Vorbereitungsprüfung wurde die Klasse S entschieden. Der schöne Hannoveraner „Hammer" unter G. v. B a d e w i tz erhielt die goldene Schleife vor den beiden der ostpreußischen Scholle entstammenden „Nonne" und „Bojar".
Reichtum der landschaftlichen Gliederung bringt so vielgestaltige Tier- und Pflanzenwelt mit daß wirklich kein europäisches Land in dieser Ziehung mit Deutschland zu vergleichen ist.
den Mercedes-Benz von Europameister Rudolf Caracciola vertreten, der in der 52. Runde das Steuer an Hermann Lang abgab. Lang mußte dann abermals an die Boxen; dadurch gewann der Franzose Dreyfus Boden und konnte so den knappen Sieg sicherstellen. Das übrige Feld war weit abgeschlagen. Dreyfus siegte in neuer Rekordzeit mit einem Stundenmittel von 88,087 Kilometer. Der bisherige Rekord stand seit dem Siege Nuvo- laris im Jayre 1935 auf 83,964 km/st.
Italiens Meldungen für das »Braune Band". Für das Rennen um das „Braune Band Deutschland" am 31. Juli in München-Riem
Acht Wagen im Rennen.
Drückende Hitze lag über dem südfranzösischen Kleinstädtchen, als die Wagen an den Start geschoben wurden. Das Feld bestand nur aus acht Teilnehmern, vorneweg Caracciola auf dem neuen 3-Liter-Mercedes-Benz mit Kompressor und Dreyfus auf dem 4,50 Liter kompressorlosen Delahaye. Es folgten Comotti auf dem zweiten Delahaye, die drei 1,5 Liter Maserati mit Raph, Negro und Lanza sowie die beiden französischen Privatfahrer Matra und Trentignant auf Bugatti. Lang fehlte; ein Defekt im Oelumlauf am Motor seines Mercedes-Benz zwang ihn'zum Fernbleiben. Auch Alfa Romeo war nicht vertreten, nachdem Nuoolaris Wagen ausgebrannt war und an Dr. Farinas Gefährt der Tank leckte. Die neuen Talbot waren wegen des Streiks in Paris nicht zur Stelle. Auch der Vorjahrssieger Wimille konnte mit dem neuen Bugatti nicht antreten.
Carracciola schnellster Starter
Dicht bevölkert war die 2,769 Kilometer lange Rundstrecke, als die Wagen den 100-Runden-Kampf durch die Straßen der Stadt mit eigentlich nur einer Geraden aufnahmen. Am schnellsten kam Rudolf Caracciola weg, der auch bis zur siebenten Runde die Spitze hielt. Ihn wechselte dann Dreyfus ab. In der 15. Runde legte „Carratsch" einen machtvollen Zwischenspurt ein und schuf mit einer Zeit von 1:47 Minuten und einem Stundenmittel von 93,182 Kilometer auch einen neuen Rundenrekord, den seit 1935 Nuvolari auf Alfa Romeo mit 1:52 (89,230 km/st) hielt. Unser Meisterfahrer lag wieder in Front! Zwischen ihm und denl Delahaye t von Dreyfus entspann sich ein erbitterter Spitzenkampf bis zur Hälfte des Rennens. Die übrigen Teilnehmer vermochten schon lange dem scharfen Tempo nicht mehr zu folgen und zogen ihre Kreise mit beträchtlichem Rückstand. Bis zu zehn Runden betrug der Vorsprung der beiden Spitzenreiter.
Lang greift ein.
In der 52. Runde fuhr Caracciola zum Tanken vor und überließ dann Hermann Lang das Steuer seines Wagens. Inzwischen waren IV2 Minuten verstrichen, die dem dichtauf folgenden Dreyfus die Führung einbrachten. Als dann Hermann Lang einige Runden später nochmals an die Boxen mußte, da ein Fehler an der Schaltung behoben werden mußte, konnte Dreyfus den Vorsprung soweit ausdehnen, daß er mit etwa zwei Minuten Vorsprung das Rennen gewinnen konnte. Langs ganze Kunst reichte nicht mehr aus, um dem führenden Franzosen nahe zu kommen; immerhin überfuhr Lang — als einziger mit dem Sieger in einer Runde liegend — mit Dem silberweißen Mercedes- Banz das Ziel als ehrenvoller Zweiter. Nicht weniger als fünf Runden hatte der Italiener Comotti als Dritter verloren. Die 50 000 Zuschauer bereiteten den beiden Ersten einen stürmischen Empfang. Ihre Freude war natürlich doppelt stark, da es ja einem Landsmann gelungen war, das erste Fo —'»l- rennen des Jahres zu gewinnen.
Deutschlands Tierwelt erhält Zuwachs.
Was uns die Heimkehr Oesterreichs beschert.-Naturfreunde reichen sich die Hand.
Äon Or. Heinrich Zrieling.
stehen, daß viele von uns ihren Text völlig vergessen und in die reine Offenbarung dieser Tonwelt eindringen können.
Von Bach hat Goethe ein Wort gesprochen, das uns ein Führer sein mag, wenn wir uns auf das Erleben einer Bachfchen Passion oder eines ähnlichen Werkes von Beethoven richten wollen. Das Wort findet sich als Zusatz zu dem Briefe Goethes an den Dirigenten und Komponisten Zelter vom 21. Juni 1827 und enthält die Stelle: ihm, Goeche, sei beim Anhören der Werke Bachs zumute, „als wenn die ewige Harmonie sich mit sich selbst unterhielte, wie sich's etwa in Gottes Busen, vor der Weltschöpfung, möchte zugettagen haben. So bewegte sich's auch in meinem Innern, und es war mir, als wenn ich weder Ohren, am wenigsten Augen, und weiter keine übrigen Sinne besäße noch brauchte."
Wir wollen mit besonderer Freude einen nennen, der uns noch näher kommen soll als er uns bisher schon war, den Oesterreicher Anton Bruckner. Auch seine Musik ist von heiligen Dingen erfüllt, und Goethes Wort über Bach paßt auf ihn. Er ist der dritte im Bunde der „religiösen" Musiker, neben dem streng geformten, oft harten Bach, und neben dem Wahlösterreicher Beethoven, dem freien Geiste und leidenschaftlichen Offenbarer göttlicher Dinge.
Aber mit der nun endlich erfolgten natürlichen Grenzziehung des deutschen Vaterlandes übernehmen wir auch eine große und verantwortungsvolle Pflicht: unser herrliches deutsches Land zu erhalten und seine Tier- und Pflanzenwelt zu schützen. So reiches Gut ist uns anvertraut, daß wir nun auch doppelt liebevoll mit diesen Schptzen umgehen müssen, wollen wir der Landschaft ihren unvergleichlichen Reiz erhalten. Gerade im österreichischen Land gibt es noch so viele, von der Kultivierung unberührte Stellen, daß es hier sorglichster Ueberlegung bedarf, wie die Forderungen der Landesnutzung mit der ebenso eindringlichen der Lanschaftserhaltung in Einklang zu bringen sind. Wir müssen es als ein großes Glück bezeichnen, daß nunmehr auch österreichisches Heimatland durch die deutschen Jagd- und Naturschutzgesetze, unter der Führung Hennann Görings, erfaßt werden kann. Denn noch niemals ist in einem Land eine naturgerechtere und verständnisvollere Gesetzgebung zu verzeichnen gewesen als in Deutschland. Und auch darum hatte uns das Oesterreich Schuschniggs beneidet, auch in dieser Beziehung wollte es zu Deutschland. Nun hat der Ruf des artgleichen Blutes die Brüder zusammengeführt, auf daß alle Aufgaben von ihnen gemeinsam gelöst werden können, Aum Nutzen des geeinten, herrlichen, großen deutschen Vaterlandes!
noch weitere ausländische Meldungen eingegangen. Es liegen jetzt insgesamt 77 Unterschriften aus England, Frankreich, Ungarn, Italien, Jugoslawien, Polen, der Tschechoslowakei und Deutschland vor. Vier Pferde werden noch in Rom genannt, so die ausgezeichnete vierjährige Stute „Amerina", die im vergangenen Jahr im Großen Preis der Reichshauptstadt hinter Corrida und Sturmvogel Dritte wurde, vor allem aber der bisher ungeschlagene Derby-Favorit Nearco. Der Stall Tesio nannte weiter Domenico Ghirlandaio und Nicostrato. In London gab der Stall des Aga Khan zwei Unterschriften für die Dreijährigen Sadruddin und Le Pommier ab. In Prag wurde Alcazar genannt.
Deutsche Fußballelf gegen Portugal.
Ueberraschend früh gibt das Fachamt Fußball im DRL. die deutsche Nationalmannschaft zum zweiten Fußball-Länderkampf gegen Portugal, der am Sonntag, 24. April, in Frankfurt a. M. durchgeführt wird, bekannt. Erwartungsgemäß wurde die derzeit stärkste Mannschaft aufgeboten, in der von den Stammspielern lediglich der verletzte Schalter Urban fehlt. Seine Stelle nimmt wieder der Wormser Fath ein. Die Elf steht wie folgt: Jakob (Jahn Regensburg); Janes (Fortuna Düsseldorf), Münzenberg (Alemannia Aachen); Kupfer (FC. 05 Schweinfurt), Goldbrunner (Bayern München), Kitzinger (FC. 05 Schweinfurt); Lehner (Schwaben Augsburg), Gelle sch (Schalke 04), Siffling (SV. Waldhof), S z e p a n (Schalke 04), Fath (Wormatia Worms).
Amazonen-Springen in der Deutschlandballe.
Beim Berliner Reitturnier gab es am Samstagabend als Hauptereignis ein Amazonen - Jagdspringen um das „Goldene Armband". Die Veranstaltung, der die Uebertragung der Führerrede vorausgegangen war, zog sich bis weit nach Mitternacht hin. Nahezu die Hälfte aller Teilnehmerinnen kam fehlerfrei, über die Bahn, so daß die Zeit entscheiden mußte. Frau Hartmann auf „Flick"
Rundfunkprogramm
Dienstag. 12. April.
6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Werkskonzert. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 11.40: Axt- fchläge im Wald ... 12: Mittaaskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Wunschzettel. 15: Bilderbuch der Woche. 15.30: Das Wunderhorn. Ein Ostermärchen für Erwachsene. 15.45 Reise in Lappland. 16: Nachmittagskonzert. Das Mikrophon unterwegs. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Viel Spaß um dies und das. Ringsendung Freiburg —Frankfurt —Kassel. 19: Nachrichten. 19.10: Fröhlicher Reigen zum Feierabend. Volksweisen, Tänze und Reigen im bunten Kranz. 21: Händel-Konzert. „Der Meister der In- strumentälmusik". 22: Nachrichten. 22.15: Deutsche Boxmeisterschaften im Hippodrom Frankfurt a. M. l.Tag. 22.30: Unterhaltungs- und Tanzmusik. 24 bis 1: Nachtkonzert.
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und zwar aus dessen Krieastaaebuch vom November 1918. Das Land der Deutschen mit der Seele suchend: so könnte in Abwandlung des berühmten Verses aus Goethes Iphigenie" das Motto zu die- (en Aufzeichnungen lauten, in denen der baltische Dichter sich aus Dem Zwiespalt zwischen den germanischen und den slawischen Elementen seiner Her-
3m dunkelsten Südamerika
Nach 17 Monaten abenteuerlichen - Wilünislebens in den unbekannten Urwäldern des Rio Jary zwischen dem Amazonas und den Grenzen von Cayenne ist die Deutsche Amazonas- Jary - Expedition mit reicher wissenschaftlicher Ausbeute zurückgekehrt, und ein Teilnehmer, Schulz-Kampfhenkel, erstattet über die wichtigsten Ergebnisse in „Reclams Universum" einen fesselnden Bericht. Mit Wasserflugzeug und Holzbooten sollte das ganze Gebiet durchquert werden, und es sollten die Aparai-Jndianer und andere Stämme ausgesucht werden, die man hier vermutete, ohne Genaueres über sie zu wissen; für die Waldmenschen waren Tauschartikel, Glasperlen, bunte Stoffe, Messer, Scheren, Aexte, Spiegel usw. mitgenommen. Mit sechs Holzbooten, über 80 Zentner Ladung, 21 Männern, 2 Hunden und 2 Bootsmotoren ging die Reise ins Niemandsland. Mächtige Stromschnellen waren unter großen Schwierigkeiten zu überwinden, mit Booten und allen Lasten ging es über das Land durch Dickicht. Plötzlich tauchte der erste Waldindianer im Einbaum vor ihnen auf; nach schwierigen Verhandlungen ging er mit den Forschern, und am 22. Tage des
Musik als Offenbarung.
Von Hans Hartmann.
Es jubelt in den Lüsten. Früh morgens wecken uns die Vögel mit ihrem Gesang, überströmend jauchzt in ihnen die Natur und der erwachende Lebenswille. Es geht Ostern entgegen! Der „Konzertwinter" geht freilich zu Ende, aber es harren unser in diesen Wochen vor Ostern noch einige Kostbarkeiten. Die Passionen von Bach stehen auf dem Programm der Konzerte, und die Missa Solemnis von Beethoven. Wem eine Stätte der Aufführung nicht erreichbar ist, der wird im Rundfunk Gelegenheit gegeben, dies und jenes aus Werken deutschen religiösen und musikschöpferischen Geistes zu hören.
Da ist es denn angebracht, über den Zusammenhang von Musik und Religion nachzudenken (und auch die sich, einem Vorurteil zufolge, für „unmusikalisch" halten, mögen annehmen, daß auch ihnen sich hier ein Zugang zur Welt der Musik erschließen kann). Da hören wir, was Luther über die Sprache der Töne zu sagen wußte: „Wo die natürliche Musica durch die Kunst geschärft und poliert wird, da siehet und schauet man erst zum Teil (denn gänzlich kann's nicht begriffen noch verstanden werden) mit großer Verwunderung die große und vollkommene Weisheit Gottes in feinem wunderlichen Werk der Musica, in welchem vor allem das seltsam und wohl zu verwundern ist, daß einer eine schlechte (schlichte) Weise oder Tenor (wie sie die Musici heißen) her singet, neben welcher drei, vier oder fünf andere Stimmen auch gesungen werden, die um solche schlechte Weise oder Tenor, gleich als mit Jauchzen ringsumher um solchen Tenor spielen und springen und mit mancherlei Art und Klang dieselbe Weise wunderbarlich zieren und schmücken und gleichwie einen himmlischen Tanzreigen führen."
In so genialer Weise hat Luther die offenbarende Kraft der Musik geschildert. Wie hätte er nach Deutungen gesucht, wenn ihm Bachs Passionen bekannt geworden wären — jene Werke, die ebenso wie Beechovens Messe so über allen dogmatischen Streitfragen und so nahe am Urgrund aller Dinge
Daß natürlich auch noch manche Klemtierarten zu erwähnen wären, besonders Schmetterlinge, und daß so verschiedene andere Tiere, die bisher in Deutschland als Seltenheiten galten, durch die Einbeziehung Oesterreichs Zuwachs erhalten, versteht sich ja von selbst. Aber schon dieses kleine Ueberblick zeigt wohl zur Genüge, welche wertvolle Neuerwerbungen der Tierfreund dem Anschluß zu verdanken hat. Und für den Oesterreicher bringt dieser noch mehr Neuigkeiten mit sich. Gehört doch nun auch die Nord- und Ostseeküste ihm, mit all ihrem Seevogelleben und dem wunderlichen Treiben der Jnseltierwelt. Deutschland hat in seiner jetzigen Gestalt unter allen europäischen Ländern die mannigfaltigste und verschiedenartigste Tierwelt. Die Kurische Nehrung mit ihrer nordisch-ostischen Fauna, die Felseninsel Helgoland als Abbild eines nordischen Dogelbergs, das Wattenmeer mit den unermeßlichen Sttandvogelscharen, das Rheingebiet mit Vertretern einer südwesteuropäischen Tierwelt, die mittel- und norddeutschen Wald- und Seelandschaften mit ihrem Reichtuw an Wild, das große Alpengebiet, das Kalkalpen und Zentralalpen umfaßt, unsere herrlichen Mittelgebirge, die Weinberggegenden, ein richtiges Stück Pußta am Neusiedler See — all dieser unerhörte
Vordringens fanden sie das Dorf der Aparai-Jn- bi an er, das im Flußinselgewirr verborgen liegt. Hier errichteten sie das Hauptlager. „Wir errichteten ein1 mehrmonatiges Hauptlager bei ihnen. Die mißtrauischen Naturmenschen wollten wissen, was wir in ihren Jagdgründen suchen. Wir machen ihnen klar, daß der „Große Vater" — wir nennen ihn „Sciencia", Wissenschaft, — uns ausgesandt habe, um zu sehen, welche Tiere in den Wäldern der Aparai leben, welchen Grad der Kunstfertigkeit die Aparai im Herstellen ihrer Geräte besäßen. Sa ist unsere zoologische und völkerkundliche Sammelarbeit, die jetzt einsetzt, für die Naturkinder erklärt."
Ein reiches Jagdgebiet eröffnete sich den Forschern. „Jagden über Jagden Tag für Tag. Nachts poltern Wasserschweine zwischen den Hängematten durch. Glotzäugige Beutelratten, eine Riesenschlange werden beim Hühnerraub zwischen den Hütten im Jndianerdorf ertappt. Durch Bergwälder und Pal- menfümpfe in den Tälern pirschen wir. Da schwingen durch das Kronendach des düsteren himmelhohen Domwaldes schwarze langarmige Gestalten hin — eine Bande Klammeraffen flieht vor den Menschenzwergen, die da tief unten durch das Wurzelwerk der Baumgiganten keuchen. Dann dröhnt gleich einem Urgesang der Wildnis der Chor der Brüllaffen ins Grabesschweigen der grünen Dämmerung. Breit steht die Fährte des Jaguar im Schlamm. Eines Jagdtages erscheint kaum acht Schritte vor Pitoma, dem Aparai, ein Silberlöwe — er jagt ihm seine Jagdpfeile in die Rippen, kommt mit der Beute im Lager an; das von der Pfeilspitze durchbohrte Herz des Puma legen wir in Spiritus."
Nach verschiedenen einzelnen Forschungsfahrten folgt der Aufbruch zur letzten und schwersten Etappe, zu den Grenzen von Cayenne; 53 Tage geht es über unzählige Stromschnellen durch das menschenleere Urwald- und Felsgebiet zu den Jagdgründen der Oajama-Jndianer, dann zum Flüsse Couc. an dessen Quellen die Oayapi-Jndianer auf Pfahlbauten leben. Mächtige Naturschranken haben bisher das Eindringen des weißen Mannes in dieses Jndianerland verhindert... Auch die Rückfahrt bringt noch viele Gefahren, bis die Mündung des Jary, der Amazonenstrom, erreicht ist. Die zoologischen Sammlungen, die die Ausbeute der For- schungsfahrt darstellen, enthalten über 1000 Objekte an Säugetieren, Vögeln, Reptilien, Amphibien und völkerkundlichen Sammlungen, mehr als 1000 Gegenstände aus dem Kulturbesitz von drei Indianer» stammen, 1500 Photos, 2000 Meter Schmalfilm, Karten, Tonaufnahmen der Jndianergefänge und wissenschaftliche Tagebuchaufzeichnungen.
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kunft zu befreien sucht, eine Vision der deutschen Welt gestaltet und ein schönes, vom Herzen kommendes Glaubensbekenntnis zum geistigen Deutschland ablegt. Die Tagebuchprosa wurde von Herrn von Gschrneidler mit eindringendem Verständnis vorgetragen.
Der musikalische Teil der Vortraosfolge war finnischen Liedern von Selim Palmgreen und Vrgö K i l p i n e n gewidmet. Kapellmeister Joachim Po p el ka gab eine knappe Einführung und begleitete am Flügel; Hildegard Iachn 0 w und Gustav Bley setzten sich mit reichen und kultivierten organischen Mitteln und großer Ausdruckskraft für diese Lieder ein. Kilpinens Vertonungen („Mit dem Strome", „Mein Grab" ,„Die Ebene", „Fackeln im Sturm") stehen in Melodieführung und harmonischem Aufbau unserm Empfinden doch einigermaßen fern; am unmittelbarsten wirkten für unser Gefühl das „Wiegenlied" und „Beim Dreschen". Die einfache, volksliedhafte Sangbarkeit der beiden Lieder von Palmgreen schien uns musikalisch den reinsten Eindruck zu hinterlassen.
Herr Kühne gab zunächst eine kleine Einführung in das Werk der balttschen Dichter Bruno Goetz und Werner Bergengruen und las dann aus ihren Gedichten. Bergengruen ist von beiden entschieden die künstlerisch reichere Persönlichkeit, übrigens auch — vor allem als Erzähler — doch wohl bekannter, als der Vortragende voraus- fetzte. Als wortmächtiger, mit strömender Phantasie begabter Lyriker erweist sich Bergengruen etwa mit den Gedichten „Meines Vaters Haus", „Mit einer Halskette", „Die Steinblüte", „Einladung zum
Aber nicht nur neues Hochgebirgsgebiet kommt nach der entscheidenden Tat des Führers zum Deutschen Reich, sondern auch das herrliche Burgenland im Südosten des Reiches mit dem wundervollen Neusiedler See, wohl dem schönsten und reichsten V 0 g e l p a r a di e s , das wir nunmehr besitzen. Denn nur noch in Ungarn, Rumänien und in den Niederlanden finden wir eine so mannigfaltige Sumpfvogelwelt wie hier, wo flaches Sumpfwasser und unendliche Schilf- beftänbe noch den heimlichsten Tieren einen Unterschlupf gewähren. Allen voran steht der seltsame Löffler! Fälschlich auch Löffelreiher genannt, obwohl er zu den Ibissen gehört. Es ist das ein stattlicher weißer Vogel mit einem zarten und zierlichen Schopf und einem höchst eigenartigen, vorn ganz flachen Löffelschnabel. Auch der düsterbraune, metallisch glänzende Sichler ist eine Jbisart, die hier noch Heimatrechte besitzt. Neben Reihern, die auch im übrigen Deutschland brüten, haust am Neusiedler See noch der seltene Purpurreiher. Er ist etwas kleiner als unser gewöhnlicher Fischreiher und besitzt außerordentlich lange Zehen, die seinem Aufenthalt am Boden viel mehr entsprechen als seiner Lebensweise auf den Bäumen. Das zarte Grau des Gefieders ist von einem wundersamen Purpurbraun, besonders am Halse, übergossen. — Selbst unter den Fischen des Neusiedler Seegebietes dürfen wir eine neue Art für Großdeutschland buchen: den hechtverwandten, aber nur sehr kleinen, braunen Hundsfisch, £in lebhaftes Kerlchen mit sehr beschränkter Verbreitung in Moorgewässern.
Lang in „Larratschs" Wagen Zweiter!
50000 beim »Großen Autopreis von pau".
Frankreichs dunkelblauer Millionenwagen von Delahaye, der ja schon feit einigen Monaten dank der tatkräftigen Untestützung französischer (Staats» stellen entwickelt ist und bereits eine gewisse Rennpraxis hinter sich hat, gewann am Sonntag unter dem Meisterfahrer Rene Dreyfus auf der schweren, kurvenreichen Stadtringstrecke in Pau den ersten „Großen Preis" des neuen Automobilsport- jayres. Zum ersten Male standen die Neukonstruktionen am Start, um zu beweisen, daß sie nicht nur im Training allen Anforderungen gewachsen sind, sondern darüber hinaus auch im ernsten Kampf
Einen erheblichen Teil des österreichischen Landes nehmen die österreichischen Alpen ein, die im Großglockner ja die gewaltige Höhe des Viertausenders erreichen und durch ihre Wildheit und Schroffheit der Formen so ungemein anziehend für das Auge wirken. Da der Anteil des ehemaligen Deutschland an den Alpen nur verhältnismäßig gering war, so wundert es uns nicht, wenn mit dem neu hinzukommenden Hochgebirgsgebiet auch eine Anzahl Tierarten, besonders solche, die eigentlich dem Süd- often angehören, mit einbegriffen sind. Unsere wenigen Steinadler, die ihrerseits schon immer die unnatürlichen politischen Grenzen mit ihrem kühnen Schrei mißachteten und — sehr zum Kummer unserer Naturfreunde — so gern ihren Horst einmal wenige Kilometer auf österreichisches Gebiet verlegten, können nunmehr mitsamt den österreichischen von einheitlichen Schutzmaßnahmen ergriffen und dem deutschen Alpengebiet hoffentlich für immer erhalten werden, denn der stolze Vogel muß seine Wappenpflichten doch nun doppelt erfüllen! Auch andere, bei uns seltene Alpenoögel, wie das Steinhuhü und jedenfalls auch der Mor- nellregenpfeifer, dürfen von jetzt an als sichere und regelmäßigere deutsche Brutvögel in den wissenschaftlichen Listen geführt werden. Dor allem erwirbt sich nun auch der Alpensegler bei uns Heimatrecht, der ja in deutschen Landen nur unregelmäßig erscheint, in den Hohen Tauern aber gar nicht selten brütet. Der Vogel erinnert an unsere allbekannte Turmschwalbe, ist aber größer unb heller und macht sich durch seine rollenden, schrillen Schreie schon von ferne kenntlich, wenn er pfeilgeschwind an den Felswänden daherjagt. Aber nicht nur liebliche Votzelgestalten reihen sich in die großdeutsche Fauna ein, sondern auch zwei Giftschlangen, die bisher in Deutschland überhaupt nicht Dorfamen: Das ist einmal die kleine, kreuzotterähnliche, aber weitaus harmlosere Spitzkopfotter, die bei Laxenburg nahe Wien ziemlich häufig ist, und zum anderen die gefährliche Sandviper, deren Kopf mit einem spitzen „Nashorn" geziert ist. Die Sandviper ist die größte Giftschlange Großdeutschlands, erreicht sie doch etwa einen Meter Länge, während Kreuzottern, und erst recht Spitzkopfottern, niemals so lang werden. Nur unsere harmlosen Nattern erreichen und übertreffen diese Länge.
Traum" und „Totenspruch auf einen Vogel". Don Goetz ist uns neben den langhin rollenden Rhythmen der „Alten Freunde" und der „Fernen Götter" die Ballade „Der Löwe" im Gedächtnis. Herr Kühne etroies sich als ein leidenschaftlicher Sprecher mit effektreichem Vortrage von großer sprachlicher unb fast theatralischer Steigerung.
Hans Thyriot.


