Ausgabe 
11.4.1938
 
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Auch die National-Slowenen im ganzen Gebiet gingen geschlossen aur Abstimmung. Trotz des heftigen Schneefalles in Tirol herrscht am heutigen Tage frohe Erwartung. Die Spannung in der Bevölkerung ist auf das höchste gestiegen. Jeder einzelne weiß, was er zu tun hat. In den frühen Morgenstunden zogey die Musikkapellen der Wehr-

macht, der Formationen der Bewegung und Trach­tenvereine durch die Stadt und gaben damit dem Tage einen festlichen Auftakt. Sofort nach der Eröff­nung der Wahllokale ballten sich überall Hunderte von Menschen zusammen, um möglichst rasch ihre Stimme für den Führer abgeben zu können.

Gauleiter Vlirckel meldet dem Führer das Abstimmungsergebnis in Oesterreich.

Wien, 10. April. (DNB.) Während draußen eine frohbeweote Menschenmenge die Straßen Wiens durchzieht oder sich in den Gaststätten Der» sammelt, um diese Schicksalsstunde gemeinsam zu erleben, haben sich , im großen, festlich geschmückten Konzerthaussaal in Wien 2500 Volksge­nossen und Volksgenossinnen eingefunden, um Die Entscheidung aus dem Munde des Gauleiters B ü r ck e l selbst zu hören. Eine feierliche Stim­mung liegt über dem Raum. Auf dem riesigen Podium hat der Wiener Männergesang, verein Aufstellung genommen. Er singt schlichte alte Volksweisen, die aber gerade in ihrer Einfach­heit das Weseg dieser-Stunde untermalen. Langsam treffen die Ehrengäste ein. Als erster wird stürmisch General Krauß begrüßt. Unter tosen­dem Beifall spielt die HI.-Kapelle des Gaues Saarpfalz, mit der die Ostmark sich durch das gleiche Schicksal besonders schwesterlich verbunden fühlt, einen Fanfarenmarsch.

Endlich betritt Gauleiter B ü r ck e l zusammen mit Reichsstatthalter Seyß-Inquart und den übrigen Mitgliedern der Landesregierung sowie den Hoheitsträgern der Partei^ den Saal. Mit brausen­den Heil!-Rufen werden sie empfangen, während die saarländische HJ.-Kapelle das Saarlied spielt. Als sich der Beifall endlich gelegt hat, ergreift Reichsstatthalter Dr. Seyß-Inquart das Wort. Er stellte fest, daß die Abstimmung in Oesterreich ordnungsgemäß beendet worden sei und jeder deutsche Mann und jede deutsche Frau in voller Freiheit die Stimme abgegeben habe. Dann verkündete er die Ergebnisse aus chen ein- zelnen österreichischen Gauen.

Der Beauftragte des Führers für die Volksabstimmung inOesterreich,

Gauleiter Bürckel,

hielt darauf folgende Ansprache: Mein Führeri

3um zweiten Male habe ich das Glück, Ihnen, mein Führer, die Antwort eines Volkes zu übermitteln auf die Frage, die Sie, mein Füh­rer, an dieses Volk gerichtet haben. Diese Antwort ist so eindeutig in ihrer Sprache, so,v er­st ä n d l i ch für alle jene, die sich über den Weg von Verträgen anmaßten, diese Antwort vorweg­zunehmen, daß sie zum vernichtendsten Urteil Über all das wird, was man unserem Volke im Namen eines sogenannten Rechtes bisher vorenthielt oder zumutete. Einstigen Feinden im eigenen Lande aber ruft das österreichische Volk heute ins innerste Gewissen. Auf Versailles und St. Germain gibt dieses Volk heute die Antwort. Sie lautet:

wir deutschen Oesterreicher haben heute unser feierliches Bekenntnis abgelegt. An der Wahl hat sich die ganze Bevölkerung beteiligt. Bon 4 484 759 Männern und Frauen, die zur Wahl­urne gingen, erklären 4 273 884, das sind 99,75 v. H., erklären diese 99,75 v. h.: W i r sind Deutsche und gehören für alle (groigfeifrnur Deutschland und fei­nem Führer. (Stürmische Heil!-Rufe.) Die Zeiten, da wir Vasallen unserer Feinde waren, sind endgültig vorbei. Das Schicksal Hal den Schlußstrich unter die Vergangenheit gezogen und unsere Zukunft neu bestimmt.

Mein Führer! Noch nie hat ein Volk sich so offen­kundig zu dem Willen des Schöpfers bekannt wie dieses brave österreichische Volk, die Menschen Ihrer eigenen Heimat. (Brausende Zustim­mung.) Dieses Volk war berufen, erneut der Welt zu verkünden, daß das Blut eines Volkes ein .stärkerer Regent seines Schicksals ist, als es Mächte und Kräfte, die sich außerhalb feiner Grenzen be­wegen, je zu sein vermögen, und wo diese beiden Kräfte miteinander ringen, siegt das Göttliche, siegt das Gesetz des Schöpfers. Seine Träger sind die Helden. Jene aber verteidigen als Vasallen mit Ter­ror und Schrecken. War es einst im Westen eine Soldateska und' hier der Geist eines Metternich und Schuschnigg (Pfui-Rufe), sie wurden in die Knie gezwungen von dem heldischen Geist eines Schla- geter, eines Holzweber, eines Planetta. Diese natio­nalen Helden haben ihre Hand gereicht jenen deut­schen Brüdern, die am 1. August 1914 auszogen, um nur a l s Deutsche zurückzukehren und am Ende als gleiche Deutsche in einem gemeinsamen star­ken Reich zu leben. Das Schicksal wollte es damals anders. Nun aber sind die Fesseln gesprengt, und die Helden dieses Landes knüpfen zum Siege die Blutbande, die eine unlösbare Gemeinschaft aller Deutschen verbinden. So haben Sie, mein Führer, den Toten des Großen Krieges nach 20 Jahren den deutschesten Sieg geschenkt. Ihre Helfer aber, mein Führer, sind die unvergeßlichen Helden deut­scher Gemeinschaft,

Als jüngst Oesterreichs Männer aufstanden, um das Gesetz ihres Blutes zu erfüllen, da schossen die Vasallen in ihre Reihen. (Während dieser Worte er­klingt leise das Lied vom guten Kameraden, und die Versammelten erheben sich.) Ein Schwerverletzter verlieG dieses Land und gelangte ins Reich. Dort erfuhr er, daß sein Bruder getötet und daß auch sein Vater sterben müsse, wenn er nicht zurückkehre. In hohem Fieber begab er sich zurück, um seinem Vater die Treue zu halten. Noch in der gleichen Nacht, mein Führer, nach 20 Minuten langem Ver­hör, fällt ein Schergengericht das Urteil gegen den fiebernden Mann, und einige Minuten später hat man ihn von der Bahre hinweg den Strang um den Hals gelegt. (Pfui!-Rufe.) Hier sind sie einan­der zum letzten Mal gegenübergetreten: Das deut­sche Herz und sein Heldentum, der Verrat und sein Verbrechen. Wir stehen in Ergriffenheit vor diesen Opfern, vor dem letzten Einsatz, den, das Schicksal zur Rettung dieses Volkes gebot, und neigen uns vor der Größe dieser Opfer. Zu ihrer Krönung hat sich heute ein Volk zusammen­gefunden und seinen Eid geleistet, zu marschieren in aller Zukunft im gleichen Schritt und Tritt.

Sie, mein Führer, waren einst der unbekannte Meldegänger im großen Krieg. Wievielen mö­gen Sie als dieser einfache, unbekannte Melde­gänger durch Erfüllung Ihrer foldatifchen pflicht das Leben gerettet haben, oder wieviele viel­leicht entscheidende Wendungen hingen von Ihrer Pflichterfüllung ab. 3n Ihrer gestrigen Rede sagten Sie, mein Führer, Sie haben nichts getan als Ihre Pflicht, wie so viele andere auch. Und Sie gingen heim aus dem Großen Krieg und begannen erneut Ihre Pflicht zu erfüllen, jene Pflicht, die bei der übrigen Wett fo wenig Geltung befaß und fo wenig populär war: Die Pflicht für die Rettung des

Nach Abschluß der Wahl sammelten sich vor der Reichskanzlei Tausendes um dem Führer zu danken. Unser Bild zeigt den Führer, neben ihm Reichsminister Dr. Goebbels und Generalseldmarjchall Göring, auf dem Balkon. (Scherl-Bilderdienst-M.)

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