Ausgabe 
10.8.1938
 
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Mittwoch, 10. August M8

Nr. 185 Erstes Blatt

188. Zahrgang

JWftwf.

iit dem Schiris- ib fällt.

neuen Runde ist erste Sonntag im

treckenkilometer Welttekordhöhe bestleistung bes in Drechsel Lufthansa", der rter über dem Heger in der gang Späte- ilderdienst'M.)

Fliegerei gezeigt habe. General Milch erinnerte an den Besuch des Generalfeldmarschalls Göring 1933 in Italien. Wertvollste Hilfe in der Aufbau­arbeit seit seitdem durch Marschall Balbo geleistet worden, und die Kameradschaft zwischen Mar­schall Balbo und Generalfeldmarschall Göring habe sich in den vergangenen fünf Jahren immer mehr verstärkt. General Milch gab der Hoff­nung Ausdruck, daß Marschall Balbo in den korn- menoen Tagen schöne und gute Eindrücke im natio­nalsozialistischen Deutschland sammeln werde.

Marschall Balbo dankte für diese herzlichen Be­grüßungsworte und schätzte sich glücklich, unter den deutschen Fliegerkameraden zu weilen. Flieger­kameradschaft sei eben etwas besonders Aufrichtiges und Ehrliches. Stets, auch in

der Zeit, als es noch keine deutsche Luftwaffe gab, habe er höchste Sympathie für die deut­sche Fliegerei gehabt, und sein tätiges Inter­esse für die Organisation der deutschen Luftwaffe habe vor allem seinen Grund in der Freund­schaft für Generalfeldmarschall Göring, dessen Persönlichkeit für ihn von Anfang die Gewähr da­für gewesen sei, daß sich die deutsche Luftwaffe zur höchsten Blüte und Einsatzbereitschaft entwickeln werde.

Am Mittwoch um 10.25 Uhr wird Luftmarschall Jtalo Balbo am Ehrenmal Unter den Linden einen Kranz niederlegen, um sich dann, zur Ein­tragung in das Goldene Buch der Stadt Berlin zum Oberbürgermeister und Stadtpräsidenten Dr. Lip­pert in das Berliner Rathaus zu begeben.

Berlin, 9. Aug. (DNB.) Alljährlich versam­meln sich in den Tagen der Großen Deutschen Rundfunkausstellung in Berlin die deut­schen Rundfunkschaffenden aus allen Gauen des Reiches zur Jahresversammlung des deutschen Rundfunks. Die diesjährige Jahresversammlung, die in der Krolloper stattfand, hat ihre Parole von dem Manne erhalten, der für die politische Führung des deutschen Rundfunks verantwortlich ist: Reichsminister Dr. Goebbels hat mit dem WortDeutschland muß das stärkste Rundfunkland der Welt werden" das Ziel für die zukünftige Arbeit gesteckt. Zunächst ergriff

AeichsintendM Glasmeier

das Wort zu seinem Referat über die Grundzüge der Programmgestaltung des deutschen Rundfunks. Er ging von den Richtlinien aus, die Dr. Goebbels in seiner Rede zur Eröffnung der Funkausstellung gegeben hat. Bei der Programm­gestaltung müsse berücksichtigt werden, daß der Rundfunk ein technisches Instrument zur Vermitt­lung von Wort und Musik an eine ungezählte Hörermasse ist. Diese beiden Voraussetzungen be­dingen, daß der Rundfunk nur das Beste an Inhalt und Leistung bringt, und daß stets von der Ueber- legung ausgegangen werden muß, daß das Ge­sandte auch den größten Teil der Hörerschaft inter­essiert. Mit Nachdruck betonte Intendant Glas­meier, daß der Rundfunk ein Instrument in der Hand der nationalsozialistischen Reichsregierung und Volksführung sein muß. Das dürfe aber nicht zu der Ansicht verleiten, daß nun dauernd von.Politik geredet werden sollte. Der Rundfunk soll für die politischen Kundgebungen nur gebraucht werden an den großen Tagen der nationalen Willensbildung des deutschen Volkes.

Ls kommt darauf an, daß die Grundhaltung des Rundfunks nationalsozialistisch ist, d. h. daß auch die leichteste Unterhaltungsmusik von die­sem Gedanken aus zu werten ist. weiter muß sich der Rundfunk bemühen, das ganze öffent­liche Leben von heute einzufangen, namentlich Kraft durch Freude", das Winterhilfswerk und

fahrt, General der Flieger Milch, der Chef des Generalstabes der Luftwaffe, Generalleutnant S t um p f f, General der Flieger Kesselring, 5er Kommandierende General und Befehlshaber der Luftwaffengruppe, sowie zahlreiche Amtschefs im Reichsluftfahrtministerium und Vertreter der Ge­neralität der deutschen Luftwaffe, sowie vom Aus­wärtigen Amt Unterstaatssekretär Woermann.

Auf dem Rollfeld hatte ein Ehrenbataillon der Luftwaffe Aufstellung genommen. Die Maschine Balbos, eine dreimotorigeSavoia 79", rollte bis an den rechten Flügel des Ehrenbataillons 'heran. Als der Marschall die Maschine verließ, wurde er von Generalfeldmarschall Göring auf das herzlichste begrüßt. Nach der gegenseitigen Vorstel­lung der Begleitung erstattete der Kommandant des Fliegerhorstes Staaken, Oberstleutngnt Trautt- netter, die Meldung, und Jtalo Balbo und Generalfeldmarschall Göring schritten die Front des Ehrenbataillons ab. Das Musikkorps spielte einen Marsch und dann zu Ehren des Gastes die Giovinezza und die Königsbymne. Der Generalfeld­marschall begab sich darauf mit seinem Gast zum Hotel Kaiserhof.

Am Abend fand im Haus der Flieger ein kame­radschaftliches Zusammensein statt, dessen Stimmung bestimmt wurde durch die herzliche xu n b auf­richtige Freundschaft zwischen den italieni­schen und den deutschen Fliegern.

Im Auftrage und in Vertretung des Reichs­ministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Göring, be­grüßte der Staatssekretär der Luftfahrt General der Flieger Milch Marschall Balbo aufs herzlichste und betonte, daß die deutschen Flieger stolz und glücklich seien, Balbo in ihrer Mitte zu sehen, den Mann, der in den letzten Jahren zahllose freundschaftliche Beweise für die deutsche

Auf unserem Bilde sieht man Jtalo B a l b o und Hermann G ö r i n g in ihrem Wagen kurz vor der Abfahrt vom Staakener Flughafen. (Scherl-Bilderdienst-M.)

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Im Anschluß an die mit lebhaftem Beifall auf- genommenen Ausführungen Glasmeiers nahm der

Präsident der Aeichsrunbfunk- kammer Kriegler

das Wort. Er stellte fest, daß das neue Rundfunk­jahr einen verheißungsvollen Anfang genommen habe; noch nie habe eine Rundfunkausstellung eine solche Resonanz in der Oeffentlichkeit gefunden wie diesmal. Die größte Bedeutung komme selbstver­ständlich dem neuenDeutschen Klein emp- sänge r 1 9 38" zu, der eine wahrhaft sozialistische Gemeinschaftsleistung der Rundfunksührung und der Rundfunkwirtschaft verkörpere. Die Runds unk- einheit von Programmgestaltung, Technikern, Rundfunkwirtschaft und Rundfunkhörern sei deshalb zum obersten Gesetz für alle Maßnahmen der Rund­funkpropaganda erhoben.

heute feien im Reichsdurchschnitt etwa 54 v. h. der Haushaltungen amRundfunk- neh angefchlosfen. Von dem verbleiben­den Rest werde ein verhältnismäßig kleiner Teil aus Uninlerefsiertheil dem Rundfunkemp- fang fernbleiben. Die Mehrzahl der Bevölke­rung aber sei aus materiellen Grün­den bisher nicht in der Lage gewesen, den Volksempfänger für 65 Rw. und daneben noch die Rundfunkgebühr von 2 RM. im Monat z» bezahlen.

Diesen Volksgenossen gelte die besondere Anteil­nahme und Förderung. Für die Rundfunk- gebührenermäßigung auf eine Reichsmark im Monat für denDeutschen Kleinempfänger 1938" kommen nach den bisherigen Richtlinien alle die­jenigen Volksgenossen in Betracht, die über die Be- zirkswohlfahrtsä^nter Reichsverbilligungsscheine für Speisefette beziehen. Anträge seien nach der end- gültigen Bekanntgabe, die zu gegebener Zeit erfol­gen werde, bei den örtlichen Fürsorgestellen einzu­reichen. Die Gebührenermäßigungen könnten erst ab 1. Oktober 1938 erteilt werden. Es sei noch ein übriges getan. Nunmehr werde für besonders be­dürftige Volksgenossen, insbesondere für diejenigen,

kommen ist.

Und wieder müssen wir die allgemeine Aufmerk­samkeit auf eine neue Mordtat der Hörigen Mos­kaus lenken, die in den sudetendeutschen Gebieten ein sich ständig steigerndes und bereits Überschlagen­des System der vor keiner Greueltat zuruckschrek- kenden Deutschenvernichtung aufgerichtet habem Diese organisierte, aber nicht firmierte GPU. weiß es selbstverständlich stets so einzurichten, daß die krassesten Fälle der Deutschenverfolgungen zwar vor Gericht kommen, womit man dann stets das demokratische Gesicht gewahrt hat, daß aber n i e ° male einem d er tschechischen Mörd er auch nur ein Härchen gekrÜmmt wird. Man fällt Scheinurteile mit dem doppelten Zweck, das tschechische Element erneut aufzuhetzen, ihm aber gleichzeitig verstehen zu geben, daß jeder, her sich an einem' Deutschen vergeht, von vornherein einen Freibrief für seine Untaten m der Tasche bat. Denn die tschechische GPU. sorgt schon dafür, daß entweder die begangene Freveltat überhaupt nicht verfolgt wird oder die Dinge rechtzeitig so gedreht werden, daß keiner der beteiligten Tschechen Herzklopfen zu bekommen braucht. Wie einig man sich dabei ist, geht allein schon daraus hervor daß parteipolitische Unterschiede niemals eine Rolle spielen, wenn es gegen Subetenbeutfdje geht, daß auch nationale Unterschiede nicht ms Gewicht fallen, wenn sich Verführte einer nichttschechischen Natio­nalität auf Deutsche stürzen.

Unerhört ist indessen die D i s z i p l i n die das Sudetendeutschtum diesem Terror der gei­stigen und politischen Verwandten Moskaus ent­gegensetzt. Indessen wird man sich darüber klar sein müssen daß diese Disziplin nur unter Aufbietung der gesamten Kraft des einzelnen eingehalten wer­den kann. Denn der Volkszorn, der in den deutschen Gauen landauf und landab mögt hat bereits einen Grad erreicht, von dem man sich mir einen Begriff machen kann, wenn man sich m die Lage dieser Deutschen hineinzuversetzen sucht die von den tschechischen GPU.-Männern umschlichen und umlauert werden, die kaum noch die Straye betreten dürfen, die, wenn man sie nach voraufge­gangenen Mißhandlungen durch Tschechen auf die Polizeistationen schleppt, dort nach den sowietrussi- schen GPU.-Manieren erneut geschlagen, gefoltert und erbarmungslos gequält werden.

LustmarschaN Balbo in Berlin.

Lieber 2400 Kilometer von Tripolis nach Berlin in 9 Stunden. Marschall Balbo sagt Höchste Sympathie für die deutsche Fliegerei."

P r a a aber, verantwortlich u n d sch u l- dig, schweigt sich aus. Nichts geschieht um dem Schrecken ein Ende zu bereiten. Im ^enteil, die Passivität der Staatsführung, die tatsächlich nichts anderes als eine ausgesprochene Aktivität im Geiste der unterirdischen tschechischen GPU ist, lqßt die über Sudetendeutschland hinweggehende Terror- welle immer höher schlagen. Das alles geschieht un­ter den Augen des allerdings etwas weit vom Schuß sitzenden Lord Runciman, dem mir empfehlen möchten, sich einmal an die Statten de- Grauens und des Blutvergießens zu begeben. Es würde für ihn nicht unvorteilhaft fein, die Spuren der GPU.-Banditen tschechischer Herkunft zu ver­folgen. Manches mürbe ihm in anderem Lichte er­scheinen, nicht zuletzt mürbe er vom Tfchechenstaa das Bild geminnen, das den Tatsachen entspricht und mit dessen Teilstücke mir uns zu beschäftigen immer wieder gezwungen sind.

Die Tschechen versuchen, wie nicht anders zu er­warten war, den Mord von Glaserwal d als einen Vorgang hinzustellen, der mit ihnen nichts zu tun habe. Demgegenüber kann nur festgestellt werden, daß es nicht so sehr darauf ankommt mcr seine Hände mit Blut besudelt hat, sondern daraus, daß die inneren Verhältnise bes tschechischen Natio­nalitätenstaates bie Mordtaten an Deutschen über­haupt ermöglichen. Prag mag die Dinge drehen und wenden wie es will, für den Dttorb bleibt das Tschechentum verantwort! ich. Diese Verantwortung tritt aber noch durch die Tatsache, daß ein tschechischer Beamter, also ein Volltscheche, feine Hände im Spiele hatte, ganz besonders grell in Erscheinung. Alle tschechischen Winkelzüge und Manöver werden an den Tatbeständen des Mordes von Glaserwald nichts ändern, aber auch nichts daran, daß die Deutschen in der Tschecho-Slowakei vogelfrei sind und daß kein Sudetendeutscher heute tnehr seines Lebens siche? ist. TL

Die Rundsunkarbeii dient dem Werk des Führers

Oie Jahresversammlung des Deutschen Rundfunks in Berlin.

die Arbeiten der Gliederungen der Bewegung. Zu dem viel erörterten Problem der Bevorzugung leichter Unterhaltungsmusik oder großer künstle­rischer Darbietungen erklärte Glasmeier, daß der Rundfunk hier eine gesunde Mittellinie einge­halten hat und einhalten wird.

Wir werden lag für lag, betonte er,gute, gesunde und ehrliche Unterhaltung bringen und in woht abgemessenen Abständen Feiertage ein­schalten, an denen wir das Schönste und Veste darbieten, was die deutsche Kultur dem Volke geschenkt hat. Dir Intendanten des deutschen Rundfunks werden uns bemühen, dem deutschen Volke gute leichte aber nicht seichte! Unterhaltung im ebenen Sinne zu geben.

Mit Schärfe wandte sich Reichsintendant Glas­meier dagegen, daß etwa der jüdische zersetzende Geist auf dem Umweye einerwitzigen" Conference wieder in den Rundfunk einbringt. Es gehe nicht an, daß führende Männer der Bewegung über die Heiligkeit der Ehe oder über das Ethos des deut­schen Soldaten sprechen und bann am Abenb in einer bunten Unterhaltung diese Dinge mit ätzenber Lauge einer sogenanntenConference" beschimpft werben. (Lebhafter Beifall.)

An seine musikalischen Mitarbeiter richtete Jnten- bant (Blasmeier ben Appell, nicht vor ben Schreibtischen unb Notenschränken einzuschlafen, sondern immer wieder auf Entdeckungsfahrten in bas Gebiet her beutschen Musikliteratur auszugehen, unbekannt köstliche Perlen zu finden, Werke der Vergangenheit, Werke aber auch des zeitgenössischen Schaffens. Unbedingt notwendig sei es, das Wort des Reichsministers in die Tat umzusetzen, daß nur die besten Könner vor das Mikrophon gehören. Zum Schluß grenzte Intendant Glasmeier die Auf­gaben der Reichssender gegenüber dem Deutschland- jenber ab. Der Deutschlanbsenber ist ber Repräsen­tant her beutschen Reichsregierung, ber national­sozialistischen Bewegung, Repräsentant ber beut­schen Kultur schlechthin. Er hat nicht, wie bie Reichs- fenber, bie einzelne Lanbschaft als solche zu pflegen, er muß bas Gesicht des gesamten beutschen ßanbes schilbern.

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Tschechische GPU.

Die tm Schatten Moskaus lebenden Tschechen haben es in ber Tat glänzenb verstauben, innerhalb weniger Wochen bie Methoben von ben Bolsche­wisten zu übernehmen, bie biese anroenben, um ihre Vorherrschaft im sowjetrussischen Nationalitäten­staat zu behaupten. Wie man im Rätebunb bie Ein­richtung ber GPU. benutzt, um Ukrainer, Tartaren, Kirgisen, Wolgabeutsche, Polen, Finnlänber, Basch­kiren, Burjäten unb wie bie zahllosen' Völkerschaften noch heißen, bie unter ber Knute bes jübischen Bol­schewismus bas Dasein von Leibeigenen fristen, mit allen Mitteln bes Terrors, von ber Einschüch­terung bis zum Massemnorb, bavon abzuhalten, sich gegen ihre Fronvögte aufzulehnen, so hat sich bas Tschechentum in seiner Gesamtheit zusammen- gefunben, um in ber gleichen Weise mit ben Sube- tenbeutschen unb ben übrigen Nationalitäten ber tschechischen Republik zu verfahren. Täglich sinb wir in ber Lage, bie gröbsten Fälle der Deut- s ch e n v e r f o l g u n g e n durch die tsche­chische GPU., in der ber Grenzler ebenso wie der tschechische Hänbler, ber Zoll- unb Polizeibeamte ebenso wie ber tschechische Solbat unb Verwaltungs­beamte sitzt, zu melden. Die Unzahl ber kleineren Drangsalierungen unb Erpressungen bleiben uns indessen meist verborgen, weil viele ber Gequälten es gar nicht wagen, öffentlich mitzuteilen, mit wel­chen Drohungen man ihnen unter vier Augen ge-

hie DeutO ig uti L einer-

S ehern"'^' ÄS W°"" c ur errang

Berlin, 9. Aug. (DNB.) Am Dienstag um 17.20 Uhr lanbete ber Gast bes Reichsministers ber Luftfahrt unb Oberbefehlshabers ber Luftwaffe, Generalfelbmarschall Göring, der italienische Luftmarschall und Gouverneur von Libyen, Jtalo Balbo, von Tripolis kommend, im Flieger­horst Staaken, wo die Reichskriegsflagge und die italienische Flagge auf zwei hohen Masten ge­hißt waren. Marschall Balbo hat bie 2400 Kilometer von Tripolis nach Berlin im Ohne-Halt-Flug in ber ausgezeichneten Zeit von neun Stunben zurückgelegt.

Marschall Balbo würbe begleitet von General B r i g a n b i. Zum Empfang hatten sich eingefun- ben Generalfelbmarschall Göring, ber italienische Botschafter Atollico, ber italienische Luftattachä General ßiott.a, ferner Staatssekretär ber Luft-

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

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