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Florenz feiert Führer und Duce mit großarügen Darbielungen

Sizilien uni ülfrifa bildet, stellt nicht etwa nur ein starres Stabilisierungsmoment dar, sondern wirkt durch seine machtpolitische Konzentration und weit mehr noch durch die von dem Block repräsentierte Stärke der Friedensidee gegenüber der Umwelt. Schon machen sich Anzeichen bemerkbar, Daß diese Wirkung praktische Folgen in der großen Politik hat. Die Ernte dieses politischen Frühlings dürfte also noch nicht abgeschlossen sein. In länd­lichen Gegenden hat sich die schöne Sitte erhalten, daß die Gefolgschaft dem Gutsherrn oder dem Bauern nach Einbringung der Ernte den Ernte­kranz darbringt. Der Kranz, > den die deutsche Na­tion ihrem Führer jetzt bei der Rückkehr aus Ita­lien geflochten hat, ist viel größer und schöner als es äußere Kundgebungen anzudeuten vermögen.

mittelbar nach der feierlichen Bekundung der Ent­schlossenheit zur Befriedung Europas, die auf deutscher Seite die österreichische Frage gelöst und auf italienischer Seite das Osterabkommen mit England aus schwierigster Lage heraus zustande gebracht hatte.

Vorbereitet und geschult für ihre große Miiston in Europa sind die Völker Deutschlands und Ita­liens vor allem dadurch, daß sie beide als erste und als einzige den Weltkrieg und seine Folgen, innerlich und äußerlich überwunden haben, dies nun freilich in Verfolg der Erziehung, die dem deutschen Volke der Nationalsozialismus, dem ita­lienischen der Faschismus brachte. Dieser Block von 120 Millionen Menschen, der seit dem 13. Marz auch rein geographisch eine mitten durch Europa gehende Achse von der Nordsee bis hinunter nacy

Deutschland heißt den Führer willkommen Ein Aufruf Görings. - Grenzenloser Jubel wird den Führer empfangen.

im freundschaftlichen Sichmessen der Kräfte Angriff und Abwehr zur Erstürmung und Derterdigung der Brücken der Stadt. Das Sarazenen-Tur- nier von Arezzo ist, das sagt schon der Name, gleichfalls eine Hebung kriegerischen Mutes. Ein uraltes Zeremoniell verlangt, daß vor dem Beginn des Spieles der Fehdebrief des-Sara­zenen", einer mächtigen beweglichen Puppe, feierlich verlesen und mit einem wilden Kriegsgeheul be­antwortet wird. Dann treten für jedes Stadtviertel zwei Lanzenreiter gegen den Sarazenen an, der sich durch ein Schild am linken Arm zu decken scheint, während die bewegliche Rechte mit einer schweren Geißel bewaffnet ist. Trifft der Reiter mit der Lanze die Mitte des Schildes, so setzt der Stoß den Arm mit der Knute in drehende Bewe­gung, und der Reiter gewinnt für sein Stadtviertel den Preis, der durch geschicktes und blitzschnelles Manövrieren seines Pferdes den Hieben auszu-

Der Führer fährt nunmehr wieder zurück in des Reiches Hauptstadt. Die glanzvollen und ereignis­reichen Tage, die 120 Millionen Deutsche und Ita­liener mit Stolz und Freude miterlebten, sind in die Annalen der Geschichte eingegangen. Beiden Völkern werden sie unvergessen bleiben als Mark­steine ihres gemeinsamen Weges in die Zukunft. Zwei große mächtige Völker, stolz auf ihre heroische Vergangenheit, reich an alter Kultur und geistigen Fähigkeiten, jung in ihrer Begeiste­rung und ihrem entschlossenen Aufwärtsstreben, haben vor aller Welt ihre unwandelbare herzliche Freundschaft bekundet. Die stählerne Achse durchzieht Europa von Norden nach Süden, von den Gestaden der Ostsee bis zu den Küsten Siziliens: ein festes Bollwerk gegen alle Kräfte der Zersetzung und Zerstörung, ein un­erschütterlicher Garant des Friedens.

Mit Gefühlen überströmenden Glückes und größ­ter Dankbarkeit begrüßt das ganze deutsche Volk den heimkehrenden Führer. Es denkt noch einmal zurück an die vergangenen Tage, an denen es, ver­bunden durch den Aether, mit unsagbarem Stolz und unbeschreiblicher Begeisterung, Stunde für Stunde miterseben konnte, wie das große italienische Volk den Führer empfing und wie es ihn ehrte. Und wenn heute mit der ausgehenden Sonne der Führer das stolze Imperium verlassen und wie­der heimkehren wird in die deutschen Gaue, so werden JubelundBegeisterungseines Volkes keine Grenzen finden, und dieser Jubel wird auch gleichermaßen sein: Der Dank des deutschen Volkes an die große italienische Nation und den Duce.

heil unserem Führer!

Hermann Göring."

Die Slumenstadt im Fefigewand

Vom Bahnhofsvorplatz fuhr der Zug mitten hin­ein in die Stadt mit ihren mächtigen und hohen Palästen, die die Straßen enger erscheinen lassen als sie sind. Wir fahren in einer der Hauptverkehrs­straßen gerade auf den Dom zu. In kurzen Ab­ständen sind breite Spruchbänder an den Bürger­steigen auf beiden Seiten hochgezogen und dann fast in der höhe der Gesimse über die Fahrbahn ge­spannt. So fahren wir fast unter einem Baldachin durch, hier ist er weiß und mit goldenen Lilien geschmückt, die Lilien von Florenz. Wir fahren unter einer Woge von Jubel in die Stadt hinein. Aus den Fenstern der hohen fünf­stöckigen Häuser hängen die Menschen dicht wie Trauben. Sie schwenken Fahnen, sie klatschen in die Hände, sie jubeln. Da taucht auch schon nach wenigen Minuten der weißschwarzgrüne Marmor- bau des Domes auf mit der berühmten Kuppel, die sich prachtvoll gegen den leuchtend blauen Him­mel abhebt. Rechts vom alten achteckigen Bap­tisterium hier am Dom grüßen uns jubelnd Tau­sende von Kinderstimmen. Wir fahren zwischen dem Baptisterium und dem Dom hindurch. Jetzt können wir einen schnellen Blick auf den schlanken, hohen, prächtig marmorverzierten Campanile werfen. Da nimmt uns auch schon eine neue Straße auf, wie­der geschmückt mit breitgespannten Bändern, die diesmal im hellblauen Frühlingslicht gegen das Grau der Häuser sich abheben. An der Piazza Vit- torio Emanuele sind die Häuserfronten mit langen roten Bändern, die das Hakenkreuzzeichen tragen, geschmückt. Zur Linken erreichen mir jetzt den be­rühmten Palazzo Strozzi. Dunkle weinrote Teppiche heben sich wirkungsvoll von den mächtigen Quadern der feldgrauen Fassade ab. Nun biegt der

Blick durch eine flaggengeschmückte Straße von Flo- renz. Im Hintergrund der Palazzo Vecchio an der

Piazza Signoria. (Scherl-Bilderdienst-M.)

3n Santa Grote.

Die Fahrt des Führers, zur Kranzniederlegung in Santa Croce führt vom Palazzo Pitti mitten in das Herz des alten Florenz. Die graugelben Sandsteinmauern der Häuser sind mit zartblauen ober weinroten Teppichen in allen Abtönungen viel­fach belebt. Dazu kommen in vier bis fünf Reihen übereinander die in leuchtenden Farben gehaltenen und mit mittelalterlichen Symbolen verzierten Fahnen der florentinischen Gesiechter. Dor dem zinnengekrönten fast burgartigen Rathaus zur Rech­ten die drei leichten Bögen der Loggia dei Lanzi. Die Mauerwand des Rathauses ist nur sparsam geschmückt, um so wirkungsvoller hebt sich der im Sonnenlicht aufleuchtende seidene Teppich ab, der den Balkon schmückt. Wir fahren nun a n den Uffizien vorbei, wo die faschistische Jugend Aufstellung genommen hat. Weiter am Arno ent­lang und bann an Bargello vorbei, der mit langen Hakenkreuzfahnen geschmückt ist. Wenige Minuten später sind wir in Santa Croce.

Gegenüber der bunten Marmorfront der Kirche

schließend betreten der Führer und der Duce allein die Grab- und G e d ä ch t n i s k a m m e r für die 4 2 gefallenen-Florentiner der f a - chistischen Revolution. Auch hier legt der Führer einen Lorbeerkranz nieder. Langsam geht er dann von Sarkophag zu Sarkophag. Am Aus­gang der Weihestätte bleibt der Führer in einer Vorhalle vor einer großen Marmortafel stehen, die die Namen der für faschistische Ideale in Spa­nien gefallenen Florentiner der Nach- welt überliefert. Auch ihnen gilt des Führers Ge­denken. Nach dem Verlassen der Santa Croce braust beim hinaustreten in den lichten Frühlingstag dem Führer und dem Duce wieder aus Taufenden von Kehlen Heller Jubel entgegen, der sich verstärkt, als^ beide Staatsmänner ihren Wagen besteigen. Die Fahrt geht am Arno entlang zu dem berühmten Aussichtspunkt Piazza Michelangelo und über die unvergleichlich schöne Panoramastraße auf halber höhe der Florentiner Hügel zum Palazzo Chiggi, dem Königsschloß, wo Führer und Duce gegen 16.30 ,Uhr eintreffen.

Die historischen Kampfspiele im Voboli-Garlen.

Florenz, 9. Mai. (Europapreß.) Wenn man in den frühen Nachmittagsstunden dieses herrlichen Frühlingstages den Boboli-Garten betrat, so hatte man den Eindruck, als habe die alte Arno-Stadt die Fülle der Farben und Fahnen nicht mehr halten können und fei übergeströmt auf die Rasenplätze, auf denen sich d i e alten tos» canifchen Volksspiele vor dem Führer und dem Duce abspielten. Kampfspiele sind es alles miteinander, und das Feierabendwerk Dopo Lavoro hat die Tradittonen aus einem der bedeutendsten Geschichts ab schn itte Italiens verständnisvoll zu über- nehmen gewußt. Denn alle diese Spiele galten dem gleichen Zwecke innerhalb der kleinen Stadt- floaten der Renaissance, der Erhaltung der Kampf- freudigkeit des italienischen Volkes.

Das Brückenfpiel von Pisa schildert

Italiens und des nationalsozialistischen Deutschlands eine magische Beleuchtung geben. Wenn der Führer den Sonderzug verläßt, wird ihn Generalfeldmar- schall Göring in einer Ansprache willkommen heißen. Gleich darauf wird die deutsche I u g e n h , 400 Fanfarenbläser der HI., vom Kopf des Bahnsteiges aus dem Führer den Willkom­mensgruß entbieten. Auf dem Bahnhofsvorplatz werden Ehrenkompanien der Wehrmacht, der Leibstandarte, der Polizei und der SA.-Stan- barteFeldherrnhalle" angetreten fein. Auch das Berliner Fafcio will dem Ehrengast seines Volkes den Gruß feiner Heimat bringen.

11 Kilometer langes Fackelspalier. Riesenhöhenfeuerwerk am Königsplah.

Zur Minute, wo der Sonderzug des Führers Berliner Boden erreicht etwa auf der höhe von Wannsee wird zur Rechten und Linken der Bahnstrecke ein Spalier von Fackeln auf­flammen, durch das der Führer bis zum Lehrter Bahnhof fahren wird. 17 Kilometer lang find diese beiden Fackelbänder. In dem Augenblick, in dem der Führer den Bahnhof verläßt, werden schlagartig die gegenüberliegende Spree und die Uferstraßen in ei n rotes Lichtmeer getaucht fein. Der Königsplatz wird durch etwa 100 Schein­werfer der Luftwaffe in einen Lichtdom verwandelt. Während der Fahrt des Führers

Herzliche Begrüßung durch den Duce.

Florenz, 9. Mai. (DNB.) Der Führerund Reichskanzler traf in Florenz am Montag, 14 Uhr, bei prächtigem Frühlingswetter ein. Er wurde vom Duce aufs herzlichste begrüßt. Sodann schritt der Führer in Begleitung des Duce die Front der Ehrenformationen ab und begrüßte die Florentiner Bannerträger der Medici in ihrer farbenfreudigen Tracht, die Vertreter der Partei und der Behörden. Der Bahnhof war durch feinen Blumenschmuck in einen feierlichen Festsaal ver­wandelt. Der Bahnhofsvorplatz ist ein einziges Beet rotblühender Rhododendron. Er ist in weitem Um­fange abgesperrt, so daß der Blick unmittelbar auf den herrlichen romanischen Bau der Maria-Novella- Kirche aus dem 13. Jahrhundert und in die mit vielen Fahnen und Tüchern übersäten Straßen- schluchten fällt, die in das alte Florenz führen. Die ganze gegenüberliegende Seite ist etwa 15 Meter hoch mit einer grünen Wand verkleidet, von der . sich die Nachbildungen antiker Brunnen in strah­lendem Weiß abheben. Unmittelbar an den Brunnen steht die Ortsgruppe Florenz der NSDAP, mit ihren Fahnen, mit BDM. und HI. An sie schließt sich die Ehrenkompanie mit den Musikkorps. Auf der Bahnhofsseite haben Offiziere, Formationen der faschistischen Miliz mit Fahnen und Feldzeichen Auf­stellung genommen. Nun erscheint auch schon, ganz langsam im Kraftwagen fahrend, der Führer, zu seiner Linken der Duce, von einem Jubel­sturm ohnegleichen überschüttet.

inden konnten.

Gegen 19 Uhr werden unter einem ohrenbetäu­benden Freudenschrei b i e Türen zum Balkon des Palazzo.Vecchio geöffnet. Das gelb- seidene Tuch bläht sich im Winde. Herolde in der alten Tracht der Stadt Florenz künden mit Fan­faren den Augenblick an, und wenig später erscheint der Führer zusammen mit dem Duce auf dem Balkon. Wie eine ungeheüere Brandung schlägt das Rufen und Jubeln zu ihnen empor. Die Fähnchen flattern und knattern wie ein aufgescheuch- ter Daubenschwarm über dem Platz. Dann holt der Duce die den Führer begleitenden Reichsminister auf den Balkon, um ihnen dos unvergleichliche Schausviel dieses jauchzenden Volkes zu zeigen. Der Parteisekretär Starace gebietet mit weitausholenden Armbewegungen Schweigen. Er bringt dann den faschistischen Gruß auf den Führer und auf den Duce aus. Und begeistert antworten die unüber­sehbaren MassenEia eia alala". Der Führer ver­läßt mit bem Duce den Balkon, aber das takt- mäßige RufenHitler, Hitler!",Duce, Duce!" schwillt erneut zu einem Orkan an, als sie zum zweiten, dritten und vierten Male auf den Balkon treten. Der Führer grüßt nach allen Seiten. Er beugt sich weit über den Balkon und grüßt zu den Deutschen der Auslandsorganisatton hinunter. Dana - erklärt ihm der Duce die Bauwerke dieses schönen Platzes.

3n den Gemäldegalerien.

Nach einer Rundfahrt durch die herrlich gelegenen Boboli-Gärten besuchten der Führer und Der Duce die berühmten Gemäldegalerien. Lange Zeit verweilte der Führer bei den Kunstwerken eines Michelangelo, Tizian, Raphael, Giotto und Gior- gione, eines Rubens und Rembrandt, bei den Schöpfungen der unsterblichen großen Künstler der Renaissance. Der Führer besuchte zunächst die be­rühmte Galerie Palatina im Palazzo Pi11i, die in prunkvollen Räumen des Palastes etwa 500 auserlesene Bilder enthält. Anschließend begaben sich der Führer und der Duce über den Ponte- vecchio zur Galerie der U f f i z i e n , in der die schönsten Werke der florentinischen und veneziani­schen Schule des 15. und 16. Jahrhunderts zu­sammengetragen worden sind.

Im Palazzo Vecchio empfing er 150 der bedeu­tendsten Künstler Italiens, Maler, Bild­hauer, Architekten, SchriftsteLer, Musiker, Sang«, Schauspieler. Der Bürgermeister von Florenz über- : gab ein besonders hergesLelltes Werk mit Ansichten

Santa Croce, einer der herrlichsten Kirchen- bauten Italiens aus dem 13. Jahrhundert, in Dem sich auch das Grab Macchiavellis befindet, fliegen aus vier mächtigen Bronzepfannen Weihrauchschwa­den über den weiten Platz. Auf den Stufen der Kirche hatten einige tausend faschistische Kämpfer Aufstellung genommen, Die am 28. Oktober 1922 am denkwürdigen Marsch aufRom teilnahmen, und für deren gefallene Kameraben in der zwischen der Kirche Santa Croce und der von Brunelleschi er­bauten Kapelle im Jahre 1931 in einer Krypta e i n Ehrenmal erdichtet wurde. Führer und Duce schreiten die Front der im Klosterhof stehenden Ehrenformationen ab. Hier stehen neben zahlreichen faschistischen Fahnenabordnungen auch d i e E h r e n- formationen Der Ortsgruppe Florenz unD Der ßandesgruppe Italien Der A O. Der NSDAP, mit ihren Fahnen unter Dem Be­fehl von ßanDesgruppenleiter Ettel. Eine Abtei­lung Der Leibwache Des Duce grüßt Die beiden Führer mit gezücktem Dolch. Langsam schreiten der Führer und Der Duce, Die vom Stellvertreter Des Führers RuDolf Heß und Dem faschistischen Partei­sekretär Starace begleitet sind, in die durch mattes Tageslicht erhellte Krypta. Die Rechte zum Gruß erhoben, bleiben sie schweigend vor der Weihestätte für Die Gefallenen Des Weltkrieges flehen, an Der nun Der Führer einen Lorbeerkranz nieberlegt. An-

Florenz huldigt dem Führer.

Auf der Piazza della Signoria.

Florenz hat für Die KunDgebung am späten Nach- mittag den Platz vor Dem Palazzo Vecchio, Die Piazza della Signoria bestimmt. Einen Platz, an dessen Ausstattung fast alle namhaften - Künstler des italienischen Mittelalters beschäftigt waren. Seinen Namen hat er von Den Vorstehern der Zünfte, Die hier im 13. JahrhunDerl jenes groß­artige Bauwerk errichten ließen, das als Pa­lazzo Vecchio in aller Welt bekannt ist. Der fast 100 Meter hohe Glockenlurm, der bei aller wehrhaften Wucht doch schlank und gegen den mas­sigen, aus unbehauenen Quadern bestehenden Stein- block des Palazzos fast zierlich wirkt, ist Das Wahr­zeichen Der Stadl geworden. Die massige Schwere des Blockes wird durch die kleinen und vergitterten Fenster noch unterstrichen. Die glatte Front unter­bricht allein ein kleiner Balkon, Der jetzt mit matt» feiDenem Tuch behängt ist, in das die Florentiner Lilien gewirkt sind.

Unübersehbar ist Die Menschenmenge, die hier Kopf an Kopf fleht. Wie dunkle Punkte sieht man eingekeilt in diese Massen Die Federbüsche Der Ca- banieri, Die bunten Barette Der Studenten, Das Schwarz der faschistischen Uniformen, Das Weiß Der Blusen Der jungen Faschistinnen und die schnei­digen Uniformen Der Wehrmacht unD Der Polizei. Sieben Straßen führen zur Piazza Della Signoria. Alle sieben find, soweit bas Auge reicht, übersät mit Menschen. Aus allen Fenstern, von allen Baikonen schauen sie herab, selbst auf den Schiefer­dächern sichen sie, wo sie nur irgendeinen Halt

weichen weiß. .. r

In Florenz selbst wird die Ueberfieferung der kriegerischen Spiele durch ein Fußballspiel aufrechterhalten, das zweimal im Jahre vor Dem Palazzo Vecchio, Dem Rathaus, ausgetragen wird. Jedes Der vier StaDtoiertel stellt Dafür eine Mannschaft, und es erinnert bemerkenswert an Die Ueberfieferung der olympischen Spiele, wenn vorher von einem HerolD her Stabt hiä Spieler zu einem vornehmen unD edlen Kampf aufgefordert werden. In Deutschland wohl am bekanntesten ist von diesen Kampfspielen der Palio, das Pferdewett­rennen Der SlaDt Siena. Auch hier sinD es Die StaDtleile, Die PferDe unD Reiter zum Welt­kampf um das Banner stellen und die während des Rennens die Vertreter ihrer Farben mit hin­gerissener Begeisterung antreiben.

Denkt man sich hierzu die Pracht Der Aufzüge in Den historischen Trachten, Die Musik auf Den altertümlichen Instrumenten, das Wehen der Fah­nen, Das Wiehern der Pferde, das Funkeln Der Sonne auf Helmen, Waffen unD Musikinstru­menten, dies alles eingefaßt in eine Der ihrer Art nach schönsten Parkanlagen der Welt,, Dann hat man wenigstens ein ungefähres Bild von bem, was sich am Montagnachmittag im Boboli-Park ab» spielte. Dazu kann man noch nicht hoch genug Die Geschicklichkeit der Regie bewundern. die unter Lei­tung des Präsidenten der Korporationen der Künst­ler und der freien Berufe, des Abgeordneten Pavolini, es geschickt verstanden hatte, die ein­zelnen Auszüge in bunter Folge sich aneinander» reihen zu lassen, immer die historisch bezeichnendsten Episoden herauszuheben, immer die schönsten und eindrucksvollsten Bilder zu wählen, ohne dast je auch nur einen Augenblick das eine zu kurz kam oder das andere sich zu breit machte. -

Der Rundfunk überträgt die Vegrüßung.

Berlin. 9. Mai. (DNB.) Am Dienstagabend wird derFührerundReichskanzler.don seinem Besuch im befreundeten Italien zurück­kehrend, in Berlin eintreffen. Die Reichshaupt- stabt wird ihm einen jubelnden Empfang bereiten. Von 21.55 bis 23 Uhr sind alte deut­schen Sendet auf den Deutschlandsender ge­schaltet. Um 21.55 Uhr sendet Der Deutschlandsender Die Abendnachrichten und bringt anschließend im Rahmen eines Unterhaltungskonzertes Berichte von der Rückkehr des Führers aus Italien und über seine Ankunft auf dem Lehrter Bahnhof in Berlin.

Die Reichshauplstadt gerüstet.

Glanzvolle Illumination pomLehrterBahnhof bis zurReichstanzlei.

Berlin, 9. Mai. (DNB.) Die Reichshauptsladl wird der geschichtlich bedeutsamen ersten großen Auslandsreise des Führers einen würdigen Ab­schluß geben. Berlin wird als Sprecher des ge­einten deutschen Volkes seine Liebe, Verehrung und Bewunderung zum Aufdruck bringen. Der General- feldmarschall wird an Der Spitze her Reichsregie- rung und des Führerkorps der Partei, des Staates und der Wehrmacht den heimkehrenden Führer auf bem Bahnhof willkommen Hei­st e n. Die Bahnhofshalle wird ein farbenprächtiges Antlitz zeigen. Ein Meer von deutschen und italie­nischen Fahnen wird die Halle schmücken. Grün­schmuck und duftige Frühlingsblumen werden Der Halle ein freundliches Aussehen geben. Auf dem Bahnhofsvorplatz werden von hohen Pylonen Flam­men emporlodern und 60 Bannern des faschistischen

Zug zum Arno ein, den wir mit bem Blick auf Die berühmte Häuserbrücke Ponte Vecchio über» chreiten. Nur noch ein paar hundert Meter find es bis zum Palazzo Pilti. Vor uns öffnet sich der breite halbrunde ansteigende Platz vor dem Palazzo Pitti. Hier geleitete der Duce Den Führer in feine Privatgemächer. Als her Duce wie­der vor dem Palazw erscheint, bricht abermals ein ungeheurer Jubel her Bevölkerung aus. Die von den Baikonen her gegenüberliegenden Häuser und Den Fenstern mit Fähnchen und Tüchern winkt.

Feurige Fontänen werden den Pariser Platz in ein märchenhaftes Licht tauchen. Die Wilhelm- ffrafee und Der Wilhelmplatz weisen ähnliche Aus­schmückung auf wie beim Empfang Mussolinis. Hundert Musikkorps und Spielmannszuge werden innerhalb Des Spaliers her Wehrmacht und der Parteiformationen Die harrende Menschenmenge durch Musikvorträge und Märsche unterhalten. Die gesamte Anmarschstrecke weist größten Flaggen­schmuck auf und wird von einer Unzahl von Schein­werfern beleuchtet sein. Die Aufmarschleitung, die in den Händen von Ministerialdirektor Gutterer und Brigadeführer Fink liegt, hat als Abschluß her Empfangsfestlichkeiten eine besondere Heber« raschung vorgesehen.

Gin Ausruf Generalfeldmarschall Görings.

Berlin. 9. Mai. (DNB.) Generalfeldmarschall Ministerpräsident Hermann G ö r i n g hat zur Rück­kehr Des Führers aus Italien folgenden Auf- r u f erlassen:

Deutsches Volk!

wird eine Flakabteilung im Tiergarten Salut feuern, werden Signalbomben aller» schwersten Kalibers über Die Triumphstraße Donnern. Gleichzeitig werden auf Dem Königsplatz ein Riesenhöhenfeuerwerk und auf der Charlottenburger Chaussee lange Knallfron- te n und Feuerwerksaufbauten abge­brannt. Zu beiben Seiten Des wirkungsvoll be­leuchteten Brandenburger Tores werden am Hin- Denburgplatz 150 m lange haushohe feurige Wasserfälle hinabsprudeln, wenn Der Führer Durch Das Mittelportal Des Tores hindurchfährt.