Offensive im Westen. Auch er war bis dahin im Besitz jedes nur denkbaren Ordens für Verdienste im Kriege.
Die Trageweise des Kreuzes ist gleichfalls im Laufe der Zeit einer Aenderung unterworfen worden. In der Stiftungsurkunde wird eine glatte , Vorderseite vorgeschrieben, während die Rückseite den Namenszug „FW“ mit der Krone, drei Eichenblätter und die Zahl 1813 enthielt. Da sich später niemand an diese Vorschrift hielt, sondern die verzierte Seite nach oben getragen wurde, erließ der Sohn des Stifters, Friedrich Wilhelm IV., 1838
Na. 34- TmmabsdS dm 10. Mär, 1813.
€*. Mairstäl brr König habm mir Sr. Mairstär brm Kaiser aürr Rcußrn rtn Off- und Drfrnfiv-Bündnlß abgrschlossm.
An Mein Volt.
D» rocnla für Titln trturt QJoff al« für Demscht, btbarf (1 rtnc Ntchtnschaft, rna bit Ursachen brt Krieg« welcher lttzl b,ginnt Klar liegen fit dem unserblenderen evropa vor Augen.
Wir erlagen unrer der Uedermachr Frankreich«. Der Frieden, der die Halste Tltv «r Unienhanen Mr «nrriß, gab an« feine Segnungen nicht; denn er schlug un« kiesen Wunden, al« selbst der Krieg. Da« Mark de« Lande« ward auegtfogtn, die Haupkfe- stungen blieben t>cm Feinde tefty. der Ackerbau ward gelähmr fo wie der sonst so hoch «edrachre Kunstfieiß unserer (Stahlt DieFrelheir de« Handel« ward aedemmr, und dadurch die Quelle brt Erwirb« und brt Wohlstand« verstvvst. Da« Land warb ein Kaub der Derannung.
Durch bi« strengste Erfüllung elngegangener Derblndllchkeiren bo#i« Ich Meinem Dalke Erleichierung |u bereiien und den stanjöfischen Kaiser endlich ,u übmeaatn, bafl « sein eigen« Donhest sey, Preußen seine Unabbängigkeir ,u lassen. Aber Meine rein, stw Abstchlen wurden durch Uebermukh und Treulosigkeit vereitelt, und nur >u deutlich fcfyn wir, daß brt Kaiser« Vertrage mehr noch wie seine Krieg« un« langsam verderben «w&ttn. Jetzt Ist da Augenblick gekommen, wo all« Täuschung üba unftm Zustand «ufbörc
Brandenburger, Preußrn, Schlefier^ Pomman, kltchaua! Ihr wißt reo« Nr seit fast sieben Zahrrn erdulde« habt, Ihr wißt reo« euer traurige« Loo« ist, wenn «vir den beginnenden Kamps nicht ehrenvoll enden. Erinnert Euch an die Votjelt, an d«a großen Kurfürsten, den großen Friedrich. Bleidi eingedenk da Güt«, dl« unta ftnm unsere Vorfahren blutig akämpsten: Gewissen«srelhei«, Ehre, Unabhängigkeit, Handel, Kunstfieiß und Wissenschaft. Gedenkt de« großen Beisp>«>« unserer machtigeb D«rbund«ien dersKussen, gedenkt da Spania, da Porrugiesen. Selbst kielnae Völ- k« find für gleiche Güter gegen mächtigere Fand, In den Kampf gezogen und haben den S>«g errungen. Erinnert Euch an die heldenmükhigen Schweitzer und Niederländer.
Große Dpfn waden von allen Standen gesordai werden: denn, unsa Beginnen Ist groß, und nicht gaing« die Zahl und die Mittel unsaa Feinde. Ihr werdek>n« likbn dringen, für da« Varaland, für Euren angedornen König, al« für einen fremden Herrscher, da wie fo viele Beispiel« lehren, Eure Sehne und Eure letzten Kräfte Zwecken widmen würde, die Euch ganz fremd find. Verrrauen auf ©ort, Au«- bauet Much, und der mächtige Beistand unserer Bundesgenossen, waden uosaen «blichen Anstrengungen siegreichen Lohn gewahren.
Aber, welch« Opfer auch von Einzelnen geforden waden mögen, fit wiegen bit billigen Güler nicht auf, für die wir fi« hingeben, für di« wir streiten und siegen müssen, «penn wir nicht aufhören wollen, Preußen und Deutsche zu scyn.
E« ist da letzte entscheidend« Kampf den wir bestehen für unser« Srifitnj, unser« Unabhängigkeit unfern Wohlstand; keinen andern Au«weg giebk rt, al« einen chrenvel- len Frieden odn einen ruhmvollen Untergang. Auch diesem würdet Ihr aerrvst entgegen gehen nm da Edre willen, weil ehrlo« der Preuße und da Deutsche nicht,u leben vermag. Allein wir dürfen mit Zuvafichl vertrauen: @on und unfer fester Willen waden unftrtr gaechten Sache b«n Sieg verleiben, mit ihm einen sicheren glorreiche«, Frieden und di« Wiederkehr einer glücklichen Zeit
Bre«lau den 17. Mar, 181 j Friedrich Wilhelm.
Drei Lahre Arbeitsausschüsse.
Don Dr. Millrup, Leiter der Abteilung Arbeitsausschüsse im Amt „Soziale Selbstverantwortung" der OAF.
dak— Arn 21. März sind es drei Jahre, seit durch eine Anordnung des Reichsorganisationsleiters die Arbeitsausschüsse ihre gesetzliche Grundlage erhielten. Als bis dahin organisatorisch wie arbeitsmäßig im Arbeitsleben noch nicht gekannte Organe haben die Arbeitsausschüsse sich in diesen drei Jahren langsam aber stetig unter Führung des Amtes „Soziale Selbstverantwortung" im Zentralbüro der Deutschen Arbeitsfront zu der heutigen Form entwickelt, die sie ihrem großen Aufgabengebiet entsprechend befähigt, an der Gestaltung und Befriedung des Arbeitslebens in vorderster Linie mitzuwirken. Tatsächlich ist denn auch der Einbruch der Arbeitsausschüsse in das gesamte Arbeitsleben so gewaltig, daß diese Organe heute schon nicht mehr wegzudeken sind, lieber 50 000 der einflußreichsten und erfahrensten Fachleute — Betriebsführer und Gefolgschaftsmitglieder — arbeiten heute in 3637^ fachlich spezialisierten, über das ganze Reich verteilten Arbeitsausschüssen aller Wirtschaftszweige ehrenamtlich in selbstoerantwortlicher Einsatzbereitschaft zum Wohle aller von ihnen vertretenen Arbeitskameraden und der Gemeinschaft.
Darüber hinaus sind sie aber auch die Pioniere hinsichtlich der Verwirklichung ihrer Vorschläge; alle von ihnen erarbeiteten Beratungsergebnisse und Empfehlungen werden auch in ihren Betrieben zuerst in die Tat umgesetzt. Darin aber liegt gerade die große Bedeutung der „Sozialen Selbstverantwortung". Die mannigfaltigsten Fragen und Probleme werden von den Arbeitsausschüssen angefaßt und einer Lösung zugeführt. Keine Frage des gesamten Arbeitslebens gibt es, die von ihnen nicht fachmännisch und gewissenhaft geprüft würde, möge es sich um den Inhalt der Tarif - und Betriebsordnungen handeln, mögen es Fragen allgemein sozialpolitischer Natur ober auch wirtschaftlicher 21 r t sein, wie sie besonders im Zusammenhang mit der Durch- fühpung des Vierjahresplanes auftreten. Sie alle bilden das weite Arbeitsfeld der Arbeitsausschüsse.
Nur einige Beispiele mögen den erfolgreichen Einsatz der Arbeitsauschüsse allein im letzten Jahr anbeuten: 187 Tarifordnungsentwürfe und über 250 Ergänzungs- und Aenderungsanträge wurden dem Reichstreuhänder der Arbeit von den Arbeitsausschüssen zugeleitet und zu einem großen Teile bereits verwirklicht. — 307 Lehrwerk-
Hätten und 88 Lehrecken wurden durch die Vorschläge und die tatkräftige Mitarbeit der Arbeitsausschußmitglieder errichtet und tragen so zur erforderlichen Ausbildung des Nachwuchses bei. — lieber 4000 Betriebe mit mehr als 150 000 weiblichen Gefolgschaftsmitgliedern zahlen bereits auf Empfehlung der Arbeitsausschüsse der werdenden Mutter bei Arbeitsniederlegung für die Mindest- bauer von 12 Wochen den Unterschiedsbetrag zwischen gesetzlicher Wochenhilfe und bisherigem Lohn. — 20 000 Betriebe mit weit über 200 000 männlichen Gefolgschaftsleuten übernehmen bereits bei Einberufung zu kurzfristigen Wehrmachtsübungen die Differenzzahlung zwischen dem gesetzlich gewährten Fürsorgesatz und Nettoverdienst, um so den Familien die bisherige Lebensweise zu erhalten und anderseits die Teilnahme an mehreren Hebungen auch den Lohnempfängern zu ermöglichen. — Die B ezahlung der Feiertage war eins der ersten Probleme, das von den Arbeitsausschüssen selbst in Angriff genommen wurde. Zahlreiche Betriebe aller Wirtschaftszweige kamen den Empfehlungen der Arbeitsausschüsse nach und bereiteten so bereits in selbstverantwortlicher Arbeit den Boden für die Anordnung des Ministerpräsidenten Göring vor, die auch der Arbeit der Arbeitsausschüsse den erfreulichen Abschluß gab.
Diese kleine Auslese beweist bereits die fruchtbringende Arbeit der Arbeitsausschüsse. Die Tatsache allein, daß die verschiedensten arbeitspolitischen Probleme, die man in der Vergangenheit vernachlässigt oder falsch behandelt hatte, von den Arbeitsausschüssen beraten wurden, hat eine befruchtende Wirkung ausgelöst, indem sie manche Maßnahme und Regelung beeinflußt und gelenkt haben. Darüber hinaus aber liegt der besonders hohe Wert und Erfolg der Arbeitsausschüsse darin, daß sie d i e B e- triebsführer und Gefolgschaftsmitglieder einander nahegebracht und diese gelernt haben, Verständnis für die gegenseitige Lage aufzubringen. Auch in dieser Hinsicht haben die Arbeitsausschüsse ihren Zweck und ihre Aufgabe erfüllt.
Groß ist das Arbeitsfeld der Arbeitsausschüsse und zahlreich sind die Aufgaben, die noch ihrer Lösung harren. Daß die Arbeitsausschüsse in der Lage sind, diese Fragen zu lösen, haben sie in den drei Jahren ihres kurzen Bestehens bereits bewiesen.
Ein Traum endet im Museum.
Rund 18 Monate sind es her, als eine Meldung aus Frankfurt am Main uns alle aufhorchen ließ: auf dem Flugplatz Rebstock war der erste Flug durch Menschen kraft gelungen. Die Diplomingenieure Haeßler und Vi11inger hatten ein Flugzeug erbaut, dessen Propeller durch Treten zweier Pedale in Bewegung und Umdrehung versetzt wurde. Beim ersten Start des Muskelkraft- Flugzeuges wurden 195 Meter in einer Flughöhe von einem Meter zurückgelegt. Im Jahre 1936 wurde, ebenfalls nahe Frankfurt a. M. eine Flugweite von 390 Meter, in Hamburg-Fuhlsbüttel eine Flugweite von 427 Meter, und am 4. Juli 1937 in Meiningen gar eine Flugweite von 712 Meter erreicht. Alles deutete also darauf hin, daß das Fahrrad der Lüfte" erfunden fei. Vor wenigen Tagen nun hat man das Muskelkraft-Flugzeug im Deutschen Luftfahrtmufeum in Berlin (am Lehrter Bahnhof) ausgestellt, wo es neben den Schöpfungen des Altmeisters der Fliegerei, Otto Lilienthal, und neben den Bildern von den Flugversuchen des „Schneiders von Ulm" von seinem kurzen Erdenglück für immer ausruhen kann. Der Traum des durch Menschenkraft bewegten Flugzeugs ist ausgeträumt.
Wie kam es zu diesem Verzicht auf eine anfangs fo hoffnungsvolle Erfindung? Die einstmals aufgestellte Leistungskurve des Menschen, die genau 5 PS für kurzfristige Spitzenleistung und 4 PS für eine Zweiminutenleistung "betragen sollte, hatte sich nach den Messungen der Konstrukteure Haeßler und Dillinger als trügerisch erwiesen. Die tatsächliche Spitzenleistung eines Radrennfahrers beträgt nur 1,3 PS, die Zweiminutenleistung 0,6 PS- und eine Dauerleistung nur 0,5 PS. Mit diesen Leistungen der „menschlichen Pfetdekraft" konnte es aber niemals gelingen, wie die Konstrukteure des Muskelkraftslugzeuges errechneten, den von der Polytechnischen Gesellschaft in Frankfurt am Main ausgesetzten Preis von 5000 Mark zu gewinnen, der demjenigen zufallen sollte, der mit eigener Muskelkraft einen Flug *um zwei 500 Meter voneinander entfernte Wendemarken aus ebenem Flugplatz durchführte.
Es hatte sich also herausgestellt, daß der Körper des Menschen seine naturbedingten, mathematisch zu errechnenden Grenzen hat, über die hinaus feine Leistung mehx möglich ist. Nicht fo aber der
Geist des Menschen! Die Grenzen des menschlichen Geistes erwiesen sich als weit höher. Das ist keine Anmaßung. Denn schon, daß der Geist des Menschen, hier in der Form nüchterner Ueberlegung, sich zu einem Verzicht auf den Urtraum der Menschen, mit eigener Kraft zu fliegen, entschließen konnte, beweist den Sieg des Geistes über den Körper des, Menschen. Den Erbauern des Muskelkraftslugzeuges ist es bestimmt nicht leicht geworden, ihre immerhin doch geglückte Erfindung als Museumsstück auszustellen. Indessen. bewiesen sie weit mehr Einsicht als alle jene Utopisten, die heute noch hartnäckig an die künstliche Gewinnung von Gold und an das Perpetuum mobile glauben, obgleich auch hier mit mathematischen und chemischen Formeln der Mißerfolg errechnet werden kann.
Der Geist des Menschen hat aber noch in weit höherem Maße über den Körper des Menschen gesiegt, wenn wir uns die Erfolge der Segel- und Motorfliegerei vergegenwärtigen. Ganz sicher hätten die (Erbauer des Muskelkraftflugzeuges nicht ihr „es geht nicht" ausgesprochen, wenn sie nicht gewußt hätten, daß auf dem Wege der motorischen Kräfte ein „es geht!" schon längst gesiegt hatte. Nicht der Mensch ist ein Narr, der fliegen will, sondern der, der sich darauf eigensinnig versteift, nur mit der menschlichen Muskelkraft zu fliegen. Wir unternehmen ja auch heute außer aus sportlichen^ Gründen keine Fernreisen mehr mit dem Fahrrad, seitdem wir das Motorrad und den Motorwagen haben. Und wir sehen ein, daß es ein Fehlgriff ist, den Menschen dadurch zu erschöpfen, daß man von ihm übernutürlidje ^urpevkräfte zur Fortbewegung eines Flugzeuges verlangt. Um wieviel mehr kann der Mensch im Segel- oder Motorflugzeug leisten, wenn sein Körper nicht durch das Fliegen an sich beansprucht wird.
So waren also die Ttauben an dem Frankfurter „Rebstock" nicht etwa zu sauer; vielmehr war es die Vernunft, die aussichtslosen Versuchen ein Ende bereitete. Weshalb denn auch das Muskelkraftflugzeug in der Deutschen Luftfahrtausstellunq nicht als Zeuge menschlichen Unvermögens sein Dasein fristet, sondern dartut, daß die Menschen klüger geworden sind, indem sie, wenn „es so nicht geht", andere Wege einschlagen, auf denen es dann doch „geht", Menschenträume und Menschenwünsche zu verwirklichen. ß. D.
Aufruf „An mein Volk". — (Scherl-M.) eine zusätzliche Verordnung, in der diese überlieferte Trageweise sanktioniert wurde. Unter König Wilhelm und 1914 wurde gleich bei der Stiftung festgelegt, daß das „W" mit der Jahreszahl, dem Eichenlaub und der Krone nach außen zu tragen fei.
Insgesamt ist das Kreuz in der Zeit der Befreiungskriege 635mal in der ersten und 15 470mal in der zweiten Klasse' verliehen worden. Im deutschfranzösischen Krieg erhielten 1319 Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften die 1. Klasse, 43 242 die zweite am schwarz-weißen und 4002 Personen die am weiß-schwarzen Bande der Nichtkämpfer. Im Weltkrieg 1914/18 erfolgten rund 218 0 0 0 Verleihungen der ersten Klasse, rund 5 196 0 00 der zweiten am schwarz-weißen Bande und 13 000 an dem der Nichtkämpfer.
Vgn Breslau aus ging der Ruf zur Stiftung aus, in Gleiwitz wurden die ersten Kreuze geschaffen und in dem kleinen Landschloß der Mecklenburger Seenplatte ruht das Kreuz des Königs. Heute aber begegnen wir ihm nicht nur an Uniformen und Ordensschnallen der Weltkriegsteilnehmer, sondern heute grüßt es uns in der Kriegsflagge des neuen Deutschland, in den Kommandowimpeln der Flotte und in der^ Fahne des Reichskriegerbundes „Kyffhäuser". Lebendig wie am Tage der Stiftung ist dieses schlichte, schwarze Kreuz mit silbernem Rande, Symbol der Tapferkeit und freudigen Hingabe an das Vaterland.
Oie Befreiungskriege.
Das Programm derGedenkfeier in Breslau.
B r e s l a u, 9. Mörz. (DNB.) Die schlesische Landeshauptstadt begeht in dieser Woche die Erinnerung an die denkwürdigen Tage vor 125 Jahren. Die Wehrmacht gedenkt am Donnerstag in den historischen Räumen des Breslauer Schlosses der Stiftung des Eisernen Kreuzes durch Friedrich Wilhelm III., und am kommenden Sonntag begehen Staat und Partei das Gedenken an die 125. Wiederkehr des Tages der Unterzeichnung des Aufrufs „An mein Volk" in der Jahrhunderthalle. Zwei Ehrenkompanien geleiten die Traditionsfahnen der Wehrmacht vom Schloß zur Jahrhunderthalle, während ein SA.-Sturmbann die an der Feier teilnehmenden Fahnen der Bewegung durch die Stadt zur Jahrhunderthalle begleitet. Nach einem Orgelpräludium unö einer Begrüßungsansprache des Oberbürgermeisters Dr. Fridrichs führt die Schlesische Philharmonie und das Große Orchester des Reichssenders Breslau unter Leitung von Generalmusikdirektor Wüst das Allegretto und Finale aus der Symphonie A-dur von Ludwig van Beethoven auf. Hieran schließen sich die Ansprachen vom Reichs- kommissar, Gauleiter und. Oberpräsident, Staatsrat Joses Wagner und Reichsminister des Innern Dr. Frick.
Abschlußprüfung an der BOM- Haushallungsschule Heiligenberg. NSG. Am Mittwochvormittag fand in Anwesenheit von Oberschulrat Großmann als Vertre- ter der Hessischen Landesregierung und Obergau
führerin Else Riese die Jahresschlußprüfung der Haushaltungsschule des BDM.-Ober- g,a u e s 13 auf Schloß Heiligenberg statt. Nachdem die praktische Führung bereits in den letzten zwei Tagen vorausgegangen war, haben die 30 Schülerinnen des Ganzjahreskurses auch auf dem weltanschaulichen Gebiet, m Gesundheits- und Nahrungsmittellehre ihre. Prüfung bestanden. In einer Ausstellung gaben sie einen Heberblick über das handwerkliche Schaffen der Schule. Eine kleine Speisenübersicht war besonders auf die Forderungen des Vierjahresplanes abgestellt. Oberschulrat Großmann sowie die Obergauführerin sprachen ihre Anerkennung über die Leistungen der Schule aus und beglückwünschten die Mädel zum Erfolg des Schuljahres, der ihnen die Voraussetzungen für jedes hauswirtschaftliche oder pflegerische' Betätigungsfeld nach den Forderungen des Nationalsozialismus mitgab. Am kommenden Samstag verlassen 30 Jahresschülerinnen und 20 Halbjahresschülerinnen die Haushaltungsschule auf Heiligenberg. Der neue i^urs beginnt nach Ostern.
Oie jugoslawische Außenpolitik
Stojadinowitsch betont die herzliche Freundschaft mit Deutschland.
Belgrad, 9. März. (DNB.) Ministerpräsident und Außenminister Dr. Stojadinowitfch hielt in der Skupschtina eine Rede über die jugoslawische Außenpolitik. Jugoslawien vermeide, sich an irgendwelchen Blockbildungen zu beteiligen. Das Verhältnis zu Frankreich, die freundschaftlichen Beziehungen zu Großbritannien, wie die Zesammenarbeit im Rahmen der Kleinen Entente und des Balkanbundes wurden gestreift. Dann erklärte der Ministerpräsident: „Die Beziehungen mit dem Deutschen Reich haben sich immer mehr vertieft und belebt. Der Besuch, den im Mai vorigen Jahres der deutsche Reichsaußen mini st er in Belgrad abstattete, war ein Beweis der freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem Deutschen Reich und unserem Königreich. Mein Aufenthalt in Deutschland im Januar dieses Jahres galt der Erwiderung dieses Besuches. Die be
geisterte Begrüßung durch das ganz? deutsche VM galt zugleich unserem Land und Volk. Diese Kundgebungen waren vom Geist herzliches Freundschaftdurchwoben. All dies festigt^! unsere Ueberzeugung, daß die guten und freund, schaftlichen Beziehungen mit dem großen und auf- steigenden Deutschen Reich aus allen Gebieten bei vollkommener Achtung der beiderseitigen politischen Anschauungen sich noch weiter entwickeln können." Im Verhältnis zu Italien sind die bestehenden Mißverständnisse durch das Belgrader Abkommen vom 23. März 1937 bereinigt worden. Eine neue Periode in den Beziehungen zwischen den beiden Staaten habe begonnen. Jugoslawien werde sich nur um solche Probleme kümmern, die seine Interessen direkt berührten.
Der 2lbgeordnete Luka Kostrentschitsch meinte, man müsse planmäßig an der Organisierung des Donauraumes arbeiten, um gesunde. Beziehungen mit dem Dritten Reich zu unterhalten, die gleichzeitig eine Festigung ganz Mitteleuropas herbeiführen würden. Der Genfer Entente müsse man die Frage stellen, ob sie sich selber treu geblieben sei. Jugoslawien hüte sich jedenfalls vor überspannten Hoffnungen, denn heute erwarte niemand mehr das Heil aus Genf. Man könne besonders nach den siingsten Ereignissen nur froh sein, daß Jugoslawien keinerlei Verbindung mit Mos - k a u unterhalte, das sich in einem Zustand schwerster Krise befinde. Die internationale Stellung Jugoslawiens sei ein Verdienst des Ministerpräsidenten Stojadinowitfch.
Lebhafter Messeverkehr in Leipzig.
Besonders gute Umsätze auf der Technischen Messe.
Leipzig, 9. März (DNB.) Die von der Reichs« bahn eingelegten Gesellschaftszüge brachten namentlich aus Mitteldeutschland sehr viele neue Besuche^ nach Leipzig, so daß das Messebild fast dem am Eröffnungssonntag glich. Besonders auf der Technischen Messe und der Baumesse waren gutg Umsätze in Werk st offen und Werkzeug, m a s ch i n e n , elektrotechnischen und Textilmaschr, nen zu verzeichnen. Die Reichs möbel messe hat durchschnittlich die Vorjahresumsätze oerbefferit können. In Sportartikeln wurden Wasser.« Sportgeräte von Schweden, Sportbekleidung, voyj Holland und Wintetsportartikel von Polen aufgei geben, während der Binnenmarkt für Medizinbälle, Fechtgeräte, Sport- und Kletterschuhe interessierte Die Bedarfsdeckung in Stahl war normal, desgleichen in Edelmetallen, Uhren und Schmuck waren. Das Geschäft ist namentlich in Textil- und Ledererzeugnissen sehr! zufrieden. Lebhaftes Interesse gab es im Büro* bedarf. Für Galanteriewaren traten Südeuropa und der Balkan, aber auch Süd- und Mittelamerika als Besteller hervor. Auf der Textil- und Bekleidungsmesse sind namentlich die Ausstellerfirmen der Bekleidungsbranche mit dem Messeerfolg sehr zufrieden. Ebenso zufrieden waren ferner die Firmen der Strumpf- und Teppichindustrie.
Kunft und Wissenschaft.
Der Inseklenforscher Professor Adalbert Seih f.
In Darmstadt ft a r b im Alter von 78 Jahren der Jnsektenforfcher Professor Dr. Adalbert Seitz. Der Gelehrte, der in seiner, Wissenschaft internationalen Ruf genoß, war in Mainz geboren, studierte Philosophie und Medizin und bereiste als junger Schiffsarzt die Tropen. Von 1893 bis 1908 leitete Professor Seitz den Frankfurter Zoologischen Garten; später war er nur noch auf seinem Spezialgebiet, der Schmetterlingsforschung, tätig, die er durch ein auf zahlreichen Reisen zusammengetragenes Material hervorragend bereicherte.
Heidelberg feiert Hebbels 125. Geburtstag.
Am 18. März jährt sich zum 125. Male der Geburtstag des großen deutschen Dramatikers Friedrich Hebbel. Aus diesem Anlaß veranstaltet Hei. beiberg, wo Hebbel 1836 als Student sein erstes Semester verbrachte, eine Hebbel-Woche vom 13. bis 20. März. Sie bringt außer einer Morgenfeier Aufführungen von „Maria Magdalena", von „Ge* noveva" und der „Nibelungen".
Wetterbericht
Während am Mittwoch in Nord- und Mitteldeutschland bereits Bewölkung stärkere Wärmezu* nähme verhinderte, wurden im Südwesten und Sü* den des Reiches bei sonnigem Wetter Temperaturen bis auf 20 Grad im Schatten erreicht. Inzwischen hat sich jedoch auch hier Tiefdruckeinfluß mit stärkerer Bewölkungszunahme eingestellt. Ausgiebige Niederschlagstätigkeit ist mit dieser Entwicklung vor* erst äber nicht verbunden, doch sind geringfügige Regenfälle wahrscheinlich.
Aussichten für Freitag: Meist bewölkt! und zeitweise auch geringe Regenfälle, Tagestemperaturen bei etwa 10 Grad, westliche Winde.
Lufttemperaturen am 9. März: mittags 16,8 Grad Celsius, abends 7,6 Grad; am 10. März: morgens 6,7 Grad. Maximum 16,8 Grad, Minimum heute nacht 5,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 9. März: abends 6,9 Grad; am 10. März: morgen? 5,5 Grad. — Sonnenscheindauer 7,5 Stunden.
Hauptsch'riftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftletters: Ernst Blum* schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder; Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. II. 38: 10 788. Druck und Verlag: Brühlfche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der
Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.
SUPPE
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MAGGI5 l'Mürfäiaff'f.


