Ausgabe 
9.9.1938
 
Einzelbild herunterladen

SJL-Sport

Unsere Leichtathletinnen für Wien.

Die Reichssportführung hat jetzt nach dem Aus- scheidungskampf in Bad-Nauheim die Auswahl unserer Leichtathletinnen getroffen, die das Haken­kreuz bei den Europameisterschaften am 17. und 18. September in Wien vertreten werden. In jedem Einzelwettbewerb werden drei Frauen nach Wien geschickt. Gegenüber der Mannschaft, die am kom­menden Sonntag in Saarbrücken startet, hat es wenig Veränderungen gegeben. Die Vertretung lautet:

10 0m: Krauß (Dresden), Albus (Berlin), Künel (München).

2 0 m: Krauß (Dresden), Voigt (Berlin), Ehrl (München).

80 m Hürden: Gelius, Spitzweg (beide Mün­chen), Westphal (Hamburg).

Hochsprung: Ratjen (Bremen), Gräfin Solms (Berlin), Nowak (Wien).

W e i t s p r u n g : Prätz (Salzwedel), Voß (Ber­lin), Kohlbach (Wien).

K u g e l st o ß e n : Mauermayer (München), Schröder (Murürenheim), Wessel (Iserlohn).

Diskuswerfen: Mauermayer (München), Mollenhauer (Hamburg), Sommer (Breslau).

Speerwerfen: Gelius (München), Pastors (Berlin), Krüger (Dresden).

4X100 «m »Staffel: Kohl (Frankfurt a. M.), Krauß (Dresden), Albus (Berlin), Künel (München).

AS.-Kampsspiele in Nürnberg.

Eine strahlende Sonne lag am Donnerstag, dem Tag der Gemeinschaft", über Nürnberg. Die Wärme wurde nach dem trostlosen Regen und den niedrigen Temperaturen der Vortage doppelt an- aenehm empfunden, und sie zauberte im Nu eine festliche Stimmung hervor.

Der Vormittag gehörte den wehrsport­lichen Wettbewerben auf dem Märzfeld, das dereinst das große Aufmarschgelände und der Festplatz künftiger Reichsparteitage sein wird. Vor einer Tribüne war eine mustergültige Kampfbahn mit allenSchikanen" aufgebaut worden. Hier be­fanden sich Start und Ziel zum 4000-Meter-Ge- ländelauf, dem letzten Wettbewerb des Modernen Fünfkampfes, und hier machten sich auch die Teil­nehmer am 20-Kilometer-Gepäckmarfch zum Wehr- mannfchaftskampf auf den Weg. Auch Start und Ziel der 25-Kilometer-Radfahrftreife waren in un­mittelbarer Nähe der Tribüne. Daß unter diesen Umständen auf dem Märzfeld ein Riesenbetrieb herrschte, ist nicht verwunderlich.

Am Nachmittag stand die Zeppelinwiese im Zeichen desTages der Gemeinschaft", und im Stadion der Spvgg. Fürch trugen die Handballer und Fußballer ihre Trostspiele aus. Die Ringer hatten den Saalbau Kolosseum vom frühen Morgen

an mit Beschlag belegt und ermittelten in viel- stündigen, harten Kämpfen ihre Kampfspielsieger!

Feldwebel Garvs Fünfkampfsieger.

Der Moderne Fünfkampf wurde am Donnerstag­vormittag mit dem Geländelauf über 4000 Meter beendet. ^-Scharführer Rhinow (Berlin), der nach vier Hebungen die Spitze hatte, kam mit einer Zeit von 15:41,3 Minuten nur auf den 24. Rang und fiel dadurch in der Gesamtwertung auf den vierten Platz zurück. Bester Geländeläufer war Feldwebel Garvs (Wünsdorf) mit 13:58,9 Min., und diese gute Leistung brachte ihm auch den Gesamtsieg vor Oberleutnant Cramer und Ober­leutnant ßemp ein.

In der Klasse B konnte Polizei-Oberwacht­meister Albrecht (Oberhausen) die Spitze ebenfalls nicht halten, da er im Laufen nur Zwölfter wurde. Leutnant Kuhn (Wels) überflügelte ihn durch einen guten fünften Platz im Laufen. Bester Läu­fer der Klaffe B war NSKK.-Truppführer Friede (Schweidnitz) mit 14:02,8 Minuten.

SA.-Triumph bei der Radfahrstreife.

Ein ganz neuartiges Bild bot die Radfahrstreife über 50 Kilometer. Vom Märzfeld aus ging es

F'

- r

Der wichtigste Wehrsportwettbewerb der NS.-Kampfspiele war der Wehrmannschaftskampf. Sieger wurde die Mannschaft der SA.-Standarte 14 Nürnberg. Unsere Aufnahme zeigt die ^-Leibstandarte Adolf Hitler Berlin nach dem Nehmen eines Grabens in der Wehrkampfbahn.

Sie mußte sich mit dem vierten Platz begnügen. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Einer der Teilnehmer am Modernen Fünfkampf im Ziel des 4000-m-Geländelaufs. (Scherl-Bilderdienft-M.)

acht Kilometer durch hügeliges Gelände, Wald­streifen, Feld, Morast und Steingeröll. Mit Aus­nahme von 10 Kilometer Orientierungsfahrt war die Strecke abgefteckt. Auf diesen 10 Kilometer mußten drei Kontrollstellen gefunden und Sonder­aufgaben erledigt werden. Nach den ersten beiden Aufaaben Geländesehen und Handgranatenziel­werfen lag der Höhepunkt an der Dritten Kon­trollstelle, wo die Teilnehmer zunächst einen hohen Bretterzaun zu überwinden und dann 20 Meter weiter einen 25 Zentimeter breiten Schleusensteg passieren mußten. Dieser Steg wies noch ein ein Meter langes Loch auf, das mit geschultertem Rad zu überspringen mar. Einen ganz hervorragenden Eindruck hinterließ die zwölf Mann starke Ver­tretung der SA.- Reichsführerschule Mün­chen, die aus dieser schwierigen Prüfung, die im großen Dienstanzug durchgeführt werden mußte, fiegreitf) heroorging. Da auch die beiden nächsten Plätze von SA.-Mannschaften belegt wurden, gestaltete sich der Wettbewerb zu einem großen Triumph der Sturmabteilunaen des Führers. Den vierten Rang nimmt die ff (Germania Arolsen) ein, und dahinter folgen der Reichsarbeitsdienst (182 Hannover-Herrenhausen) und die Polizei (Kommando-Bereich Stuttgart).

SA.-Sieg auch im Wehrmannschaftskampf.

Einer der schwersten, aber auch spannendsten Wettbewerbe bei den NS.-Karnpfspielen war der Wehrmannschaftskampf, der von Mann­schaften mit je einem Führer und 36 Mann be­stritten wurde. Nach der ersten Uebung, dem Klein­kaliberschießen, lag die ff-Leibstandarte in Front. Am Donnerstag konnten die ff-Männer aber ihren Vorsprung beim 20-Kilometer-Gepäckmarsch mit an­schließendem Ueberwinden der Wehrkampfbahn nicht behaupten. Sieger wurde die ortskundige SA.-Stan­darte 14 Nürnberg. Mit größter Aufmerksamkeit verfolgten die Zuschauer aus den einzelnen Forma­tionen den Endkampf auf der 250 Meter langen Wehrkampfbahn. Nach Ueberwinden mehrerer Hin­dernisse Wassergraben, Spanischer Reiter, Kriech­hindernisse usw. mußte ein feindlicher Schützen­graben mit Handgranaten gesäubert werden; die fliehenden Feinde dargestellt durch Kopffall­scheiben wurden anschließend noch unter Gewehr­feuer genommen.

Einen ungemein fesselnden Verlauf nahm der Orientierungslauf, zu dem je ein Führer und drei Mann eingesetzt wurden. Auf einer sechs Kilometer langen Strecke waren vier Kontrollpunkte anzulaufen. Im Rahmen der zahlreichen Sonderauf­gaben wurden verlangt: Keulenzielwerfen, Mel­

dungsempfang und -Weitergabe, Geländesehen und Schießen. Als Sieger ging die SA.-Standarte 4/J. 5 Hirschberg mit 416 Punkten aus dem Kampfe her­vor. Den zweiten Platz belegten die Stuttgarter Polizisten.

Die Entscheidungen im Ringen.

Am Donnerstag zogen die Ringer in das Nürn­berger Kolosseum ein, um dort in sieben Gewichts­klassen ihre Kampfspielsieger zu ermitteln. Von den bekannten Teilnehmern fehlten nur Schweickert und Hornfischer. Im Bantamgewicht kamen nur zwei Ringer auf die Matte, so daß schou Nach dem ersten Gang in Sterb ent (SA.-Gruppe Thürin­gen), der Schönleben (SA.-Gruppe Westfalen) 3:0 nach Punkten besiegte, der Turniersieger feststand.

Feldwebel Garvs, der Sieger im Modernen Fünfkampf. (Scherl-Bilderdienst.)

XV

Böhmische Landschaft.

Von Rudolf Adrian Dietrich.

Umschlossen von waldreichen, teils schroffen Höhen- Zügen, ist das Innere der böhmischen Landschaft meist flach und nur von leichten Hügelwellen unter­brochen. Da hindurch ziehen die vielen kleinen Gewässer, die sich zur Moldau und Eger und mit diesen zur Elbe sammeln. Alle diese von den Wald­höhen kommenden, die Ebene durchfließenden und wieder nordwestwärts den Berg- und Waldgebieten zustrebenüen Gewässer geben dem Landschafts­charakter des nördlichen Böhmen feine erste cha­rakteristische Note. Wenn man abends oder in stil­ler Nacht, am Ufer hingehend, die Holzflößer flußabwärts ziehen und dahinter das weite Wiefen- und Ackerland sieht,' da und dort von kleinen freund­lichen Dörfern überragt, bis die Wälder sich um einen schließen und Berge und Felsen, von alten Burgruinen, wie dem Schreckenstein, oder Berg­kapellen gekrönt, so empfindet man ganz das Eigen­artig-Melodische, was im Klang des Namens Böh­men liegt. Versteht man auch die innere Ver­bundenheit der Menschen dieser Landschaft mit ihrer Heimat? Besonders deutlich wird einem das in jenen deutschen Gebieten des Böhmer Waldes, des Erz-, Elbsandstein- und Lausitzergebirges, die alljähr­lich Tausende als Gäste in ihren Bann, locken.

Etwas südlicher, wo das nordböhmische Land noch flach ist, erhebt sich als höchster Berg (mit 835 Me­ter) der sagenumwobene M i l l e s ch a u e r,' dessen Silhouette von allen Seiten weither zu sehen ist. Inselhaft steigt er aus der Ebene und den leichten Hügelwellen des böhmischen Mittelgebirges auf; als wirkliche Insel ragte er wohl einst aus rauschenden Wellen empor. Denn ursprünglich war das Gebiet von einem gewaltigen See erfüllt, der erst in viel- tausendjähriger Flutung sich zum Sandsteingebiet hin und durch dasselbe den Flußweg grub, der heute das Stromland der Elbe markiert. So ordneten sich die Wasser im Grundgebiet. Die innerböhmische Landschaft nahm an Trockenheit zu, und das flache Land weist heute eine weit unter mitteleuropäischem Durchschnitt liegende Niederschlagsmenge auf in­des der ehemalige Urwaldgürtel ber Sudeta oros (zu deutsch: Wildschweingebirge) den größten Teil des Regens anzieht und abfängt. Hier toben in Frühjahrs- und Herbstzeiten oft noch die Wetter, erinnernd an jene Urvergangenheit, da sie vereint mit dem seinen Weg grabenden Elfenstrom (der Elbe) die bizarren, manchmal turmartigen Natur­

bauwerke des Elbsandsteingebirges formten; wie sie im Westen die ausgedehnten Hochmoore (Filze) und düsteren Forste des Böhmerwaldes schufen, aus denen dem Wanderer stille einsame Seen unerwar­tet entgegenblicken. Bewegter als die dunkle Tiefe der Böhmer-Wald-Landschaft im Westen, in sich wohl auch geschlossener als das romanttsche Elbdurch- bruchsgebiet des Nordwestrandes, erscheint die öst­liche Umrandung des böhmischen Kessels: die Süd­wand des I s e r g e b i r g e s , wo in die teils wald­lose Granitmasse von den Gletschern der Eiszeit her. scharfe Talrisse eingeschnitten sind, durch die rau­schende Bäche und Flüßchen zur Tiefe eilen, wäh­rend in den böhmischen Ausläufern der Lausitzer Berge die Grundmotive dieser Gebirgsformationen in einer besonders lieblichen, idyllischen Landschaft ausklingen.

Ueberall zeigt sich in diesen Gebieten an Weilern und Dörfern die seit Urvätertagen gewohnte d e u t - sche Siedlungs- und P l a n u n g s w e i s e ; wurden doch diese ehedem menschenleeren Gebirgs- Hänge an der heutigen sächsischen, schlesischen und fränkischen Grenze zuerst vom Westen und Nord­westen, von Deutschland her erschlossen und kulti­viert. So bieten diese alten Dorfsiedlungen und Städtchen in Nordböhmen durch ihre Flurverfas­sungen und ihre Ortsnamen die besten Zeugen der von jeher deutschen Kultur, die dem Lande sein gegenwärtiges Gesicht gab. Tief ins Innere drang diese Welle seit der Kolonisationsarbeit ostfränkischer Herzöge. Was wir heute in der stillen, zähen Kul­turarbeit der Sudetendeutschen gepflegt wissen, es ist das Vermächtnis einer langen Vergangenheit, die dem Eger-, Moldau- und Elbegebiet ihren Arbeits­rhythmus, ihr Lebensgesetz, ihren Kulturausdruck gab. Selbst Prags berühmte Bauwerke stammen ja fast alle von deutschen Meistern, wie auch die Burg (Hradschin) durch einen deutschen Baumeister, Benedikt R i e t h , erbaut wurde. Und die Erinne­rung an größte Namen unseres deutschen Kunst- und Geisteslebens verknüpfen sich unwillkürlich mit unseren Gedanken, wenn wir durch die freundlichen Ebenen, die rornanttschen Berg- und Waldlandschaf­ten Nordböhmens ober die ernste Stille des Böhmer Waldes wandern.

Durch dieses Land Böhmen zog in den dreißiger Jahren des 18. Jahrhunderts ein junger Mensch mit seiner Geige, der in den Waldbergen des Leit- meritzer Kreises als Försterssohn aufgewachsen war und von dem zu jener Zeit noch niemand ahnte, daß er einst einer der größten deutschen Musiker werden sollte: Christoph Willibald Gluck. Und

zu den berühmten Bädern des böhmischen Erzgebir­ges Karlsbad vor allem zog es immer wieder den größten unserer Dichter, Goethe, hin.

Betrachtet man eine Landschaft nicht nur in ihrem äußeren Naturbild, erlebt man sie auch zugleich im Austausch mit den lebendigen geistigen Kräften und Wesenheiten, so offenbart sie einem erst die tiefere Bedeutung ihres Ausdruckscharakters. Und gerade diese Landschaft der böhmischen Wald- und Rand­gebiete ist in dieser Hinsicht von einem eigenartig suggestiven Charakter beseelt. Wenn man über diese Höhen wandert ober als Gast in ben waldümschlos- senen Säbern weilt, bie hier an ber Kammhöhe liegen, in Teplitz, Karlsbad oder drüben in Eger; wenn man die kleinen lebenstüchtigen Städtchen der die böhmischen im Nordwesten abrundenden mähri­schen Gebiete besucht: überall zeigt sich dieser Aus­tausch von Landschaft und in "tiefer Heimatliebe der Landschaft sich verpflichtet fühlender mensch­licher Werkschaft. Auch wo im mährisch-böhmi­schen Uebergangsgebiet, ober im Kohlengebiet dicht bei ben nordböhmischen Bädern diese Landschaft von den rauchenden Zeichen der Industrie mitbe- stimmt ist, immer noch bleibt einem jene poetisch- romantische Melodie, die über dem ganzen nordböh­mischen Landschaftsbild liegt.

Und dann klingt eines Sonntags, ehe man wieder Abschied nimmt, aus der Tiefe der Wälder, aus den Wassern, die sich hier sammelnd nordwärts zum Reiche strömen, in dem Klang einer Dorfglocke oder einem Lied, das der Wind von den Aeckern weht, die ganze verhaltene Sehnsucht dieser Landschafts- rnelodie, unvergeßlich für alle Zeit.

Sochschulnachrichten.

Professor Dr. med. Hans Schulten in Ham­burg wurde in der medizinischen Fakultät der Uni­versität R o st o ck mit der Vertretung des durch das Ausscheiden von Prof. Dr. Georg Ganter freige­wordenen Lehrstuhls für Innere Medizin beauf­tragt.

Geh. Iustizrat Dr. Erwin R i e z l e r, o. Professor für deutsches bürgerliches und römisches Recht an der Universität München ist wegen Erreichung der Altersgrenze von ben amtlichen Verpflichtungen entbunben worden. Geh. Rat Riezler ist Mitheraus­geber ber Kritischen Vierteljahresschrift für Gesetz­gebung und Rechtswissenschaft und hat zahlreiche Arbeiten, vor allem über Werk- und Arbeitsoer- frag, sowie über Urheber- und Erfinderrecht, ver­öffentlicht.

Kleine Liste sonderbarer Unfälle.

Es geschehen tagtäglich merkwürdige Singe. Würde man sie in Lustspielen oder Romanen ver­werten, so könnte der Autor sicher sein, daß fein Verleger sich dazu herbeilassen würde, seine Einfälle zu drucken. Daß einer Witwe, die das Grab ihres kürzlich verstorbenen Mannes mit frischen Blumen dekorierte, ber Grabstein auf ben Kopf fiel und sie schwer verletzte, ist noch etwas, bas man für glaub­haft halten könnte, obwohl man auch hier über die Höhe des Grabdenkmals oder" des Standpunktes der Frau zur Zeit des Unfalls Bedenken hegen möchte. Ein merkwürdiger Unfall passierte einem Mann, der mit dem Kopf zuerst ins Bett sprang: er brach sich das Genick. In Kalifornien geschah es Einern Bauern, daß sein Pflug eine Patrone aus der Erde wühlte und sie zur Entzündung brachte, so daß sie ihn durch einen Schuß in den Kopf tötete.

Die Liste dieser sonderbaren Unfälle kann be­liebig fortgesetzt werden. Die statistischen Büros der amerikanischen Staaten sammeln täglich Berichte über derartige Unfälle. Ein junger Mann wurde vor kurzem so stürmisch von seiner Braut an die pochende Brust gedrückt, daß ihm verschiedene Rip­pen dabei gebrochen wurden. Ein anderer Jüng­ling nahm das geliebte Mädchen auf den Schoß, dabei schlief sein linkes Bein ein. Als er sich erhob, sackte das Bein so unglücklich unter ihm ab, daß es gebrochen wurde. Eine Versicherung mußte einem Mann eine Unfallsentschädigung bezahlen, weil dieser auf einer dunklen Landstraße über eine schlafende Kuh fiel und sich dabei erheblich verletzte. Ein anderer schlug mit der Nase gegen das Bett und bekam Nasenbluten; Blutvergiftung stellte sich ein; er starb.

In England fuhr ein Motorradfahrer gegen einen Elefanten. In Deutschland und Amerika passierten Motorradfahrern gleichartige Unfälle mit Rehen. Der Besitzer eines Milchautos fuhr zu einer Tank- stelle, um Benzin einzufüllen. Heiße Asche von seiner Zigarette setzte seine weiße Schürze an einer Stelle in Brand, auf die Beyzin getropft war. Der entsetzte Mann riß die Schürze vom Leibe und warf sie von sich. Sie landete auf dem Schwanz eines in der Nähe stehenden Pferdes. Das Pferd schlug sie mit einer Schwanzbewegung in einen Heuballen. Eine Scheune, das Milchauto, vier Autos und zwei Wagen brannten als Folge dieser merkwürdigen Ereigniskette ab.