Ausgabe 
9.9.1938
 
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Nr.2'I Zweiter Blatt

GietzenerAnzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien)

Zreitag, 9. September lyZ8

Ünser Abivehrkampf gegen die Weltgefahr der prefselüge.

Reichspreffechef Or. Dietrich spricht am dritten Tage des Parteikongreffes.

Nürnberg, 8. Sept. (DNB.) Der Kongreß des Parteitages Großdeutschlands nahm am Don- nerstagoormittag seinen Fortgang. Wieder füllen fast 50 000 Menschen die weite Kongreßhalle bis auf den letzten Platz. Ein Sturm des Jubels grüßt den Führer, als er die Halle betritt. Nach dem Einmarsch der rund 600 Feldzeichen der Bewegung erklingen die feierlichen Klänge derCoriolan"- Ouvertüre von Beethoven, gespielt vvm NS.-Reichs- symphon.ieorchester unter Stabführung von Kapell­meister Kloß. Der Stellvertreter des Führers er­öffnet den Kongreß und erteilt zunächst Reichsleiter Dr. Frank das Wort.

Nationalsozialistisches Recht.

Reichsleiter Dr. Frank gab einen interessanten Ueberblicf über die Aufbauarbeit des national­sozialistischen Staates auf dem Gebiete des Rechts­wesens. Am stärksten kommen die Erfolge der na­tionalsozialistischen Rechtspolitik im Rückgang der Kriminalität zum Ausdruck. Die Ge­samtzahl der rechtskräftig Verurteilten ist von über 564 000 im Jahre 1932 auf unter 380 000 im Jahre 1937 zurückgegangen, eine Ziffer, deren Tragweite man erst richtig ermessen kann, wenn man dem gegenüberstellt, daß nach einem Memorandum des Senates der Vereinigten Staaten von Nordamerika das amerikanische Volk an die Verbrecher selbst einen Tribut von 13 Milliarden Dollar (!) entrich­ten muß, ungerechnet die »Schädigung der amerika­nischen Wirtschaft durch verbrecherische Erpressungen und brutalen Terror der untdr kommunistischer Kontolle stehenden Gewerkschaften.

Bei der Aufzählung der einzelnen Gesetze des ab­gelaufenen Jahres wird deutlich, welche Fortschritte auf diesem Gebiet erzielt worden sind. Allen voran steht das Gesetz vom 13. März 1938, das die Wie­dervereinigung Oesterreichs mit dem Reich festlegt.

3n diesem Zusammenhang ersteht aus den nüchternen Zahlen der ö st e r r e i ch i s ch e n 3 u st i z b e r i ch t e, die Dr. Frank erwähnt, das furchtbare Leid, das die nationalsozialisti­schen Vorkämpfer in der Ostmark erdulden muh­ten: 1 9 Todesurteile gegen nationalsozia­listische Kämpfer, davon 13 durch den Strang vollstreckt: 86 Verurteilungen z u le- benslänglichem Kerker, 7000 zu z. T. jahrzehntelangen Kerkerstrafen, Vermögensbe- fchlagnahmen in höhe von 3 800 000 Schilling, die Vernichtung von Tausenden von Existenzen. Mit stürmischer Zustim­mung wurde die Feststellung ausgenommen, daß jetzt durch das Gesetz über die Verantwort­lichkeit von Mitgliedern der ehemaligen öster­reichischen Bundes- und Landesregierungen die Verantwortlichen der Dollfuß- Sch u s ch ni g g - P e ri o d e zur Rechen­schaft gezogen werden können.

Dr. Frank streifte bann die zahlreichen gesetz­geberischen Maßnahmen, unter denen vor ollem die Schaffung des Jugendrechtes und die Neu­ordnung des Eherechtes hervorgehoben sei. Dieser Rechtssicherheit des deutschen Volkes stellte

Dr. Frank zum Schluß den Zusammenbruch der Rechtsordnung in Sowjetrußland gegenüber. Allein zwischen dem 1.0 ktober 1937 und dem 1. Februar 1938 wurden in Sowjetrußland durch tschekistischeLiquidierungen" über 16000 Men- schen getötet, über 85 000 Menschen zur Zwangsarbeit verurteilt und damit einem grauenhaften Schicksal überliefert, unter dem nach den amtlichen Zahlen der Komintern siebenein­halb Millionen Menschen schmachten.In Moskau haben die gemeinen Verbrecher über dos anständige Volk gesiegt", stellt Dr. Frank fest. An­schließend gab der Stellvertreter des Führers dem Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Dr. Todt, das Wort.

Die Straßen des Führers die leistungsfähigsten und verkehrs­sichersten der Welt.

Die planmäßige Durchführung des größten Bau­vorhabens, das jemals angepackt wurde, spiegelt sich in den Ziffern wider, die Dr. Todt in seinem Re­chenschaftsbericht über die Straßen Adolf Hitlers nennt. Er betont selbst mit Recht, daß bei den Zah- lenangaben über dieses gigantische Werk dem Laien schwindlig werden kann: Die bisher geförderten Erdmassen haben den Umfang von 300 Millionen Kubikmeter erreicht, eine Ziffer, die Leben gewinnt, wenn man hört, daß sie einem Erdkörper von der Grundfläche des Wannsees bei Ber­lin und seitlichen senkrechten Wänden von 104 Me­ter Höhe entspricht! Auch von den verarbeiteten Be­tonmengen von 14,5 Millionen Kubikmeter gewinnt man erst eine richtige Vorstellung durch den Ver­gleich, daß sechs Cheops-Pyramiden aus diesem Material erbaut werden könnten. Der mithin verarbeitete Zement könnte 300 000 Eisenbahnwag­gons füllen, ein Zementzug, der vom Nordkap bis nach Venedig reichen würde.

Die wachsende Bedeutung der Reichsautobahnen wird durch eine andere Ziffer erhellt: Rund eine halbe Million Fahrzeuge sind zu Pfing­sten über die Autobahnen gefahren und dabei ereignete sich nur ein einziger schwerer Derkehrs- unfall durch ungeschicktes Fahren. Die Straßen des Führers sind also nicht nur die leistungsfähig- st e n, sondern gleichzeitig auch die verkehrs­sichersten Straßen der Welt. Dr. Todt teilte weiter mit, daß im Laufe der nächsten Monate der 3 0 0 0. Kilometer der Reichsautobahn dem Der- kehr übergeben werden wird. Wie die Mitteilungen Dr. Todts über die Erschließung der deutschen O st - mark durch Reichsautobahnen, wurde auch mit be­sonderer Freude die Feststellung ausgenommen, daß durch die von ostmärkischen Ingenieuren durchzu- führenden unbedingt wintersicheren Ver­kehrswege unter Benutzung gewaltiger Tunnels alle Gaue der O st mark mit dem Reich verbunden werden, so auch das bishet verkehrs­mäßig vollkommen vernachlässigte Burgenland. Das * gewaltige Straßenbauprogramm ist Schritt­macher für das gesamte Bauwesen geworden, so daß heute z. B. die Zahl der im Bauaewerbe Be­schäftigten von 500 000 auf 2,5 Millionen gestie­gen ist.

vom 21. Mai 1938:In Deutschland erhält man Weißbrot nur dadurch, daß man schwarzes Brot mit Chlor behandelt. Da dabei immer etwas Chlor im Weißbrot zurückbleibt, find unter der Bevölke­rung zahlreiche Fälle von Vergiftung vorgekom­men."

Die tschechische ZeitungLidove Nooiny" vom 16. 1. 1938 entstellte einen Artikel derTimes" über die Kehrseite der Medaille des deutschen Vier- jahresplanes folgendermaßen:Den Männern ist es erlaubt, sich nur ein Hemd im Jahre zu kaufen und sich nur viermal im Monat zu rasieren. Eine Frau darf nur fünf Paar Strümpfe im Jahre haben."

Auch von einer anderen Spezies der sog. mili­tärischen Presselüge haben wir in diesem Jahre zahlreiche Beispiele erlebt. Wie das bekannte Ungeheuer von Lochneß taucht bei diesen Hetz­kampagnen immer wieder der berühmte deutsche Reichswehrgeneral auf, der Dokumente preisgibt oder kriegslüstern imperialistische Ziele der uner­sättlichen Pangermanisten enthüllt. Diesmal war es General von Reichenau. Das war das Signal für eine Hetze gigant i sch e n Aus­maßes. Indem man dem deutschen General unter­schob, eine Reihe europäischer Nationen als Opfer deutscher Raubgelüste erklärt zu haben, peitschte man Furcht auf vor dem deutschen Ungeheuer und damit Haß gegen das deutsche Volk.

Den ersten Preis im Lügenwettbewerb dieses Jah­res aber müssen mir mit Abstand der politischen Großlüge vom 21. Maid.I. zusprechen. Hier ließ die Presselüge Armeen durch Mitteleuropa mar­schieren, um aus der Tatsache, daß sie nicht mar­schierten, Deutschland in den Augen der Welt nach­träglich eine politische Niederlage anzudichten. Man behauptete in aller Welt mit einer Dreistigkeit ohne­gleichen, Deutschland^ habe infolge der diplomatischen Proteste und Aktionen von London und Paris und infolge der entschlossenen Haltung Prags nachge­geben und deshalb seine Soldaten wieder nach Hause geschickt. Tatsache ist, daß der Führer, der sich aus dem Obersalzberg mit ganz anderen Dingen be­schäftigte, von seinen angeblichen militärischen Maß­nahmen erst durch die Presse erfuhr. Aber diese Lüge vom 21. wird noch heute geglaubt.

Die Praxis der jüdisch- bolschewistischen Giftküche.

Aus einer anderen Perspektive kommt die reine Greuellüge, die hemmungslose Mobil- machung des Hasses und der menschlichen' Leidenschaften. Sie verbreitet Abscheu und soll auf die Gemüter wirken. Diese Art der Lüge wurde im Weltkrieg aus der Taufe gehoben und ist seitdem nicht mehr vom Schauplatz der politischen Ereig­nisse abgetreten.

Zur Zeit tobt die politische Greuelhehe wieder besonders stark gegen Deutschland. Line kleine Blutenlese aus diesem giftigen Sumpf möchte ich 3hnen nicht vorenthalten:

Die tschechischeNarodny Politica" vom 10. 8.1938 schreibt unter der Überschrift:Wird in Deutsch­land Hunde fett zu Explosivstoffen verarbeitet?" Mit einem kleinen Fragezeichen dahinter folgendes: Nach einer Meldung der Kopenhagener Zeitung ,Dansk Avbeidje' ist in der letzten Zeit die Ausfuhr fetter Doggen aus Dänemark nach Deutschland in überraschendem Maße gestiegen. Die Hunde kauft eine große deutsche Fabrik in Husum. Es war je­doch nicht möglich, den genauen Zweck der genann­ten Käufe festzustellen. Es wurde bloß festgestellt, daß man in dieser Fabrik aus den Hunden Fett gewinnt, das dann weiterverarbeitet wird. Es liegt jedoch dann die Vermutung nicht fern, daß dieses zur Erzeugung von Glyzerin für Explosivstoffe ver­wendet wird, wie dies im Weltkrieg der Fall war."

Zur Zeit marschiert ein großer Teil der ameri­kanischen Presse mit ihrer Lüaenhetze oegen Deutsch­land an der Spitze der Presse aller demokratischen Länder. Einen intereffanten Einblick in die Werkstatt dieser Art von Presse hat der Amerikaner Fletcher Pratt gegeben. Er schildert an einer Fülle ame­rikanischer Zeitunaslügen über Deutschland, wie die jüdisch-kommunistische Lügenpropaganda bereits in der Presse der Vereinigten Staaten Eingang gefun­den hat. Er macht auf die bezeichnende Gewohnheit in der derzeitigen U8ä.-Presse aufmerksam, wonach die Berichte aus polittschen Rechtskreisen aller Län­der stets als aus tenbemiöfer Quelle stammend ge­kennzeichnet werden, während die Mitteilungen der Linken unbesehen als zuverlässig und glaubwürdig den Lesern vorgesetzt werden. Die Lüge vomAus- marsch der 30 000 Deutschen nach dem svanischen Kriegsschauplatz" beispielsweise hat ein Londoner Datum. Die Badajoz-Geschichte von demweißen Massenmord in der Stierkampf-Arena" ist aus Lissa­bon übermittelt. Die WienerFrauen mit den Pla­katen um den Hals" kam aus Prag. Die mittler* weile peinlich gewordeneSchuschnigg - Ernennung zum Nazi-Führer" dauerte aus London. Das Mär­chen von derdeutschen Riesenflotte, die man trotz des Flottenabkommens zu bauen beschlossen habe", ging über London via Washington.

The Week" ist eines der vielen neuen kleinen kommunistsichen Blätter aus einem wahren Schwarm, der sich über Europa verbreitet hat und jetzt auch in Amerika Fuß zu fassen beginnt. Diese kleinen Blätter sind nichtcopyrighted", also nicht urheberrechtlich geschützt, und zwar mit voller Absicht nicht, um den anderen Zeitungen einen Anreiz zu geben, ihre Spalten auszuplündern. Die Nach­richten aber, die hier kostenlos und ohne Zitat zur Plünderung angeboten werden, sind plumpe Lügen und stammen aus der jüdisch - bolsche­wistischen Giftküche.

Sehr aufschlußreich ist die Untersuchung, die Pratt über die Personalien und die Arbeitsweise der namhaftesten amerikanischen Kriegsberichterstatter in Spanien anstellt. Er kommt zu folgendem be­merkenswerten Ergebnis: Von sieben Korresponden­ten, die über sich selbst Ausführungen gemacht haben, gingen fünf mit fertigen V o r urtei- len nach Spanien, und mir so ruft Prall aus Gott stehe uns bei, sind abhängig von die­sen Kriegsteilnehmern in Zivil, von diesen Kriegs­berichterstattern, die zeitweilig mehr Macht über da- zukünftige Leben ihrer Mitbürger besitzen als irgendeine andere Gruvpe Menschen auf der Welt.

So ist insbesondere auch das ebenso unverichamte wie verantwortungslose Treiben der tschechi­

schen Presse eine europäische Gefahrenquelle ersten Ranges geworden. Die ZeitungSlovak", die es ja wissen muß, hat erst in den letzten Tagen dieser Presse folgende eindeutige Kennzeichnung gegeben:

Niemals ist jemand so fern der Wahrheit ge- wefen wie ein tschechischer 3ournalist. ob er nun über slowakische, deutsche, europäische oder Angelegenheiten der ganzen Welt berichtet Es gibt auf der ganzen Welt keine so schlecht in­formierte Oeffeutlichkeit wie die tschechische."

Die Staatsmänner der Demotratien bedauern...

Und was taten die Staatsmänner der Demokra­tien, um diesem Treiben Einhalt zu gebieten? Sie bestreiten nicht, daß die Weltgefahr der Preyeluge vorhanden ist. Sie beklagen die Auswüchse und mahnen zur Einsicht. Aber niemand handelt.

Es ist seltsam, daß die Demokratien stets ihre heiligsten Gefühle bedroht fühlen, wenn man ihnen Vorschläge zur Bekämpfung der Presselüge macht. Sie unterschieben uns dann immer in unwahrhaf­tiger Weise, wir wollten ihrer Presse einen Maul­korb umhängen, während wir nichts anderes be­zwecken, als den Lügensumpf in ihrer Presse an die Kette zu legen. Und warum handeln die Regierungen der Demokratien nicht? Mit dieser Frage sind mir an einen Punkt angelangt, wo das Problem der Presselüge aufhört, ein Problem der Presse zu sein. Hier scheinen mir an eines jener Geheimnisse derDemokratiezu rühren, die man nicht lüften kann, ohne das System selbst zu treffen und bloß- zustellen. Vielleicht haben diejenigen recht, die.'sagen, im Kampf gegen die Lüge ist der Arm der parlamen­tarischen Demokratie gelähmt.

Auf dem Kampfplatz des internationalen Wett- bewerbs und Konflikts", so sagte Baldwin 1925, haben die Menschen die Vaterlandsliebe als die unerläßliche Tugend der Staatsmänner über die Wahrheitsliebe gestellt." Und es war ein Vertreter dieser selben Demokratie, der das Wort niederschrieb: In Kriegszetten ist das Versäumnis zu lügen eine Nachlässigkeit, das Bezweifeln einer Lüge ein Ver­gehen und die Erklärung der Wahrheit ein 23er- brechen."

Wenn die Lüge zum Wesen der Demokratie ge­hört, dann allerdings wird man begreifen, warum wir vergeblich auf ihren Kampf gegen die Presse­lüge warten. Dann verstehen wir, warum sie die Pressefreiheit trotz ihrer Entlarvung mit Nägeln und Zähnen verteidigen. Es hat nie eine wirk­liche Pressefreiheit gegeben, und es gibt heute keine Pressefreiheit! Nirgendwo und in keinem Lande der Welt!

Die Presse ist immer abhängig und immer irgend jemandem verpflichtet. Es fragt sich, nur wem?! Ob unverantwortlicher Partei- und Ge- schastspolitik, ob den anonymen Wachten des Geldes und der Zerstörung aller menschlichen Ordnung und Woral oder den für das Leben der Völker sich verantwortlich fühlenden Staats­männern und politischen 3nstan;en der Nation.

Dir haben uns für das Letztere entschieden.

Deutschlands Weltmmps gegen die Lüge.

Daß gerade mir Nationalsoziolisten in diesem Auf ktärungsf eldzug gegen Die Welt­gefahr der Presselüge vorangehen, hat sei­nen tieferen Grund. Kein Volk der Erde hat mehr unter dieser Verhetzung und Vergiftung der Well­meinung gelitten als gerade das unsere. Es glaubte, durch seine Leistung und Fähigkeit die Achtung und Freundschaft der Welt gewinnen zu können. In sei­ner leider oft weltfremden Anständigkeit hat es auch bei anderen Völkern nicht vermutet, was ihm selbst fremd war. Aber der gerade und offene Weg dieser Vertrauensseligkeit war immer und immer wieder mit Enttäuschungen gepflastert. So war es vor dem Kriege, so war es im Kriege, so blieb es nach dem Kriege.

Aber heute sind wir gegen die Lügen wachsam geworden. Aus den bitteren Erfahrungen un­serer Vergangenheit haben wir die Lehre ge­zogen. Wir haben durch unsere Aufklärungsarbeit im deutschen Volke Wandel geschaffen und unsere Abwehrmittel gegen die Lüge entwickelt.

Solange die anderen nicht den Kampf gegen die verbrecherische Lüge aufnehmen, glaubt kein deut­scher Volksgenosse auch nur eine Zeile von dem, was dort in der Lügenpresse gedruckt wir! Sie mö­gen zetern und schreien so viel sie wollen wir sind taub geworden dagegen! Ihre Macht ist an unseren Grenzen zu Ende.

Wir lassen uns auch nicht mehr ohne Gegen­wehr verleumden! Dir haben unsere eigene Presse dazu erzogen, die 3nteressen unseres Vol­kes energisch wahrzunehmen. Wir haben sie dazu erzogen, Lüge zu nennen, was Lüge ist. wir haben heute gelernt, in der deutschen Presse so deutlich zu schreiben, daß wir in der Welt verstanden werden. Und wir können wenn nötig auch ebenso laut schreien wie sie. da­mit wir gehört werden. Wir haben eine Reihe von Proben unseres Abwehrwillens gegeben, und ich glaube, man hat unsere Sprache ver­standen.

Wir Nationalsozialisten haben die Lügenpresse ir. Innern nie-bergerungen. und wir werden ihr auch draußen zu begegnen wissen. Wenn die anderen den Haß und die'menschlichen Leidenschaften gegen uns mobil machen, dann kämpfen wir mit der glei­chen Leidenschaft für die Mobilmachung der Gewissen. Dieser Kamps der deutschen Presse ist ist ein Kampf, der jeden deutschen Mann und jede deutsche Frau angeht. Ihn zu stärken, ist eine roabr- haft nationale Pflicht! Denn die Presse Deutschlands ist heute die Bresse der deutschen Na­tion und ihre Macht die Macht des deutschen Vol­kes.

Der Führer empfing die faschistische Abordnung. Nürnberg, 8. Sept. (DNB.) Der Führer emp­fing imDeutschen Hof" die auf seine Einladung zum Reichsparteitag in Nürnberg weilende Ab­ordnung des faschistischen Italiens, an der Spitze das Mitglied des Großen Faschistischen Rates Minister F o r i n a c c i. Der Führer begrüßte die italienischen Gäste, unter denen sich auch Ge­sandter Magistrati und Generalkonsul Nen­ze 11 i befanden, auf das herzlichste.

Entlarvung einer inlernalionalen Hetze.

Dr. Dietrich spricht.

Reichsleiter Reichspressechef Dr. Diet­rich führte bann unter anderem aus Niemals zuvor hat das Wirken der Presse so unmittelbar in das politische Geschehen der Zeit eingegriffen. Es ist notwendig, daß wir uns hier mit diesem Problem eingehend auseinandersetzen, daß mir die gewon­nenen Erkenntnisse so festlegen und unserem Handeln eine sichere Zielsetzung geben. Aber wie alle großen Erfindungen und Fortschritte, die der Menschheit Segen brachten, hat sie auch ihren Preis zahlen müßen. Das gleiche Nachrichtennetz, das über die Welt gezogen wurde, um die Wahrheit zu ver­breiten, kann auch der Lüge dienen, wenn es ver­antwortungslos mißbraucht wird. Und darum ist die Bekämpfung der Presse lüge eine der allernotwendigsten Ausgaben, ein Werk der Selbstverteidigung aller Völker und des Schutzes der menschlichen Kultur. Die Presselüge ober Falsch- melbung ist deshalb so gefährlich, weil sie infolge der psychologischen Aufnahmebereitschaft der Massen für das gedruckte Wort suggestiv geglaubt wird, und zweitens, weil sie lawinenartige Wirkungen im Ge­folge hat. , , '

Am 11. November 1918, 12 Uhr mittags, trat be- kanntlich an der Westfront der Waffenstill­stand ein. Aber schon am 7. November, also volle vier Tage vorher, wurde durch die Falschmeldung des Korrespondenten einer großen amerikayischen Presseagentur der Eintritt des Waffenstillstandes nach Neuyork gekabelt und dort durch die Presse verbreitet. Die Wirkung war ungeheuerlich. Die Aus­lage der Zeitungen erreichte Millionenziffern. In den Büros und Kaufhäusern wurde die Arbeit ein­gestellt. Zur gleichen Zett also, während m den Argonnen und an der Maas die amerikanischen Soldaten bluteten und noch vier Tage lang zu Tau­senden ihr Leben ließen, feierten die Vereinigten Staaten das Ende des Krieges in einem grenzen- losen und unvorstellbaren Freudentaumel!

Dieses Beispiel von der Wirkung einer Falsch­meldung auf einen ganzen Erdball hatte keine tra« Achen Folgen. Hier wurde den Menschen der Friede falsch gemeldet und glaubhaft gemacht. Mit der gleichen Leichtigkeit aber können sie durch eine Lügennachricht in schwerste Krisen getrieben werden. Die widerlegbare Lüge, also die plumpe Fälschung und freie Erfindung eines Tatbestandes, wird von vielen Leuten weniger gefährlich angesehen, metl wie sie sagen Lügen kurze Beine haben. Wider­legbare ober plumpe Lügen arbeiten nach dem psychologischen Erfahrungsgrundsatz, den schon die alten Lateiner kannten:Etwas bleibt immer hänge n!" In die Sprache der Presse-Praxis um­gesetzt, heißt es:Die Lüge i st s ch n e 11 e r a l s ihr Dement i."

hier ist noch hinzuzufügen: Wie die erste Nach­richt immer die in der Presse wirksamste ist, so ist auch die Schnelligkeit der Lüge entscheidend für ihren Erfolg. Deshalb gilt in der Lügen-

fabrikation unserer Gegner der Sah:W e r schnell l ü g t, l ü g t d o p p e l t!" Wan muh die Wahrheit geradezu mit der Rakete hinter­herfeuern, um die Lüge abzuschiehen, bevor sie ihr Ziel erreicht hat.

Der unwiderlegbaren ober sogenannten Motiv- Lüge liegt ein an sich richtiger Tatbestand zu­grunde. Aber er wird durch die Fälschung der Mo­tive zu einer noch gefährlicheren Unwahrheit, weil man ihr oft nur schwer mit Gegenbeweisen bei­kommen kann. Ein Beispiel: Daß Oesterreich sich dem Reich anglieberte, ist eine unwiderlegbare Tat­sache. Sie dem in der deutschen Geschichte unbewan­derten Zeitungsleser als heimtückischen Ueberfall zu melden und als brutale Vergewaltigung zu schil­dern, ist eine Lüge, die sich lange aufrechterhallen läßt, wenn der Leser nicht Gelegenheit hat, sich per­sönlich van ihrer Unrichtigkett zu überzeugen.

Die d i p l o m a t is ch e P r e s s e 1 ü g e ist auf die Vergiftung der politischen Atmosphäre gerichtet, in der internationale Verhandlungen ftdttfinben. Man will diese stören oder vereiteln, ehe sie überhaupt begonnen haben. Wir haben ein typisches Beispiel dieser Art erlebt, als Lord Halifax' Besuch m Berlin bevorstand. Wenige Tage vor der Abreise ließ ein Londoner Abendblatt die Bombe platzen, die alles über den Haufen werfen sollte. Sie schote ihrendiplomatischen" Korrespondenten vor, dessen Name zwar schamhaft verschwiegen wird, den aber doch jeder kennt. Es ist Herr P o ll a k o s s, ein Ost­jude, in der internationalen Presse alsAugur bekannt. Er war es, der den angeblichen d e u t- schen Durchmarschplan durch die Schweiz in die Well setzte, der genau über deutsche Absichten auf Kolonien anderer Staaten Bescheid wissen wollte, der die deutschen B e - festigunqen in Nordasrika erfand.

Die innerpolitische Zerrnurbungs- lüge, die sich tagein tagaus in immer neuen Ver­leumdungswellen vom Ausland her über uns er« qießt, ist bemüht, den Nachweis von Zerwur^üsen innerhalb der Regierung, der Partei, der Wehr­macht ober imteremanber zu erbringen. Dem deut- scheu Volk unb ber Welt soll vor Augen gesuhr ; werben, baß bie nationalsozialistische Macht nicht > festgefügt sei, baß bie Well kein Vertrauen in die : (Stabilität bes Reiches haben könne, baß Deut^h- ilanb kein verhanblungsfahiger Partner sei. Er­innern wir uns ber tollen P h a nt a f i e m e l - bungen dieses Jahres über revolutionäre Beset- zung der Wilhelmstraße ober Revolten n S^olp ^unb Alle nst ein, von der Flucht deutscher Generäle ins Auslanb, von B u r g e 111ieg , oon Massenverhaftungen, von Mord unb Totschlag überall. Unb bas ausgerechnet vier Wochen^vor ber größten politischen Dokumentierung ber Emheit ber Nation vor der Begründung des Großdeutschen Rei- n ber letzten Seit vorwiegend mit angeblichen wirtschaftlichen unb zialen Schwierigkeiten in Deutschlanb. So schrettt beispielsweise die französische ZeitungOeuvre