Ausgabe 
9.9.1938
 
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möglicherweise entsprechende Philosophien und lite­rarische Gruppen, sondern umgekehrt die Läuterung der Philosophie und Literatur durch die NSDAP, muß das Ergebnis der Arbeit der Partei sein. Das Verhältnis von Gemeiirjchaft und persönlicher Einzelleistung umriß Rosenberg dahin, daß eine Persönlichkeit fern von idealistischen Süchten auf der Grundlage des Gemeinschaftserlebnisses im­mer nur durch entscheidende, aus ihrem eigenen Innern stammende Gedanken, Werke und Taten wächst. Große Entschlüsse auf allen Gebieten des Lebens seien immer in der Einsamkeit, geboren worden. Ein mit Bewußtsein durchgeführter o r - ganischer Wechsel zwischen Gemein­schaft und Einsamkeit werde der national­sozialistischen Erziehung nicht nur harte Männer, sondern auch schöpferische schenken.

Reichsorganisationsleiter Dr. Ley legte vom organisatorischen Standpunkt her die Wege der Reinerhaltung der Idee unb der Persön­lichkeitsauslese der Partei dar. Dr. Ley bezeichnete die Organisation als den Garanten dafür, daß keine falschen Propheten der Bewe­gung in Erscheinung treten können. Neben der umfassenden Schul »ng sei vor allem die Aus­lese wertschaffend. Die Methoden der bürgerlichen Erziehung vor dem Kriege durch höhere Schulen und Hochschulen hätten lediglich zur Züchtung von guten Fachkennern geführt, sich aber zur Bildung eines volksführenden Elementes als völlig unge­eignet erwiesen. Als die Tugenden der Politischen Leiter bezeichnete der Redner Gehorsam, Fleiß, Einsatz, Opferfähigkeil, Ruhe und Ueberlegung in erregten und schweren Zeiten. Mit Stolz wies Dr. Ley darauf hin, daß die beiden Männer Heckmeier und Boers, die die Eigerwand bezwungen haben, Junker her Ordensburg Sonthofen waren.

Gesundhetisführung in den Betrieben.

Tagung

des Hauptamtes für Volksgesundheit.

Auf der Tagung des Hauptamtes für Volks- gefunoheit sprach der stellv. Leiter der Reichsaruppe Industrie, Pg. Dr. S e e l i g e r, überGesunoheits- führung im Betriebe". Er hob die Notwendigkeit der Erhaltung der Arbeitskraft des schaffenden Volkes hervor und wies dabei besonders auf die verantwortungsvollen Aufgaben des Betriebsführers hin. Staatsrat Meinberg, der stellv. Vorstand der Hermann-Göring-Werke, machte interessante Ausführungen über die gesundheitliche Betreuung der Arbeiter, die beim Aufbau dieses Werkes beschäftigt sind. Jeder Arbeiter werde vor der Einstellung von eigenen Aerzten der Hermann Göring-Werke untersucht und seine Leistungsfähig­keit festgestellt, damit ihm so der richtige Ar­beitsplatz zugewiesen werden könne. Die Ar­beiter stehen unter ständiger Betreuung der Aerzte, die selbst in den Lagerbaracken wohnen. Als Erfolg dieser Arbeit konnte eine ständige Verminderung der Krankenzahl festgestellt werden, die wesentlich unter dem Reichsdurchschnitt liegt.

Der stellv. Leiter des Hauptamtes für Volks­gesundheit, Reichsamtsleiter Dr. Bartels, zeigte an praktischen Beispielen an Betrieben, daß die für die Gesunderhaltung der Belegschaft angewandten Mittel sich als ungeheuer wirtschaftlich er» wi-esen. Die alljährlich durch die Minderung der Krankheitsfälle eingesparten Beträge beliefen sich auf mehrere Milliarden Reichsmark. Dr. Bartels wies weiter darauf hin, daß neben den Hausarzt der Betriebsarzt trete. Um den Volksgenossen einen Lohnausfall zu ersparen, müsse der Arzt seine Sprechstunden auch auf den Abend verlegen. Mit besonderer Anerkennung sprach Dr. Bartels von den Werkscharmännern in den Betrieben, die dem Betriebsarzt wertvolle An­regungen und Vorschläge für die gesundheitliche Be­treuung des Arbeiters zu geben vermögen.

Das Leistungsprinzip auf deutschen Hochschulen.

Sondertagung des NSD.-Studentenbundes.

Unter Teilnahme des Stellvertreters des Führers, Rudolf Heß, und des Reichsminifters für Wis­senschaft, Erziehung und Volksbildung, R u ft, be­gann die Sondertagung des NS.-Stubentenbundes mit einer Kantate von Heinrich SpittaDer Weg ins Reich". Reichsstudentenführer Dr. Scheel schil­derte das große Kampferlebnis der nationalsozia­listischen Studenten, düs sich nicht in der zweifel­haften Höhenlage liberalistischen Geistes, sondern als Erlebnis det Kameradschaft von Arbeiten der Stirn und der Faust vollzogen habe. Für alle Zukunft werde der NSD.-Studentenbund das Gewissen der Bewegung auf der Hochschule blei­ben. Es werde sie zu einer dauerhaften Stätte na­tionalsozialistischer Erziehung und völkischer Bewe­gung machen. Die dieser Aufgabe dienenden Kame­radschaften seien feine Neuauflage der Korporatio­nen. Sie verkörperten die Einheit der Volksgemein­schaft und bekämpften rücksichtslos jeden Standes­dünkel. An Stelle des Bildungsprinzips fei das Prinzip der Leistung getreten. Es solle in Zukunft keine Berufszweige mehr geben, die nur den Söhnen wohlhabender Eltern offenstehen. Ebenso dürfe der Jungakademiker nicht bis ins 3 0. Lebensjahr a l s Lehrling behan­delt und bezahlt werden. Auch widerspreche «s den Grundsätzen der Partei, daß der Akademiker erst zwischen dem 2 9. und 3 0. Lebens­jahr an d i e Gründung einer Familie denken könne. Daher sei das endgültige Ziel nicht nur eine radikale Senkung der Gebühren, sondern das gebührenfreie Studium überhaupt.

Ser Kackeizug der politischen Leiter.

Vorbeimarsch vor dem Führer. - Nürnberg in nächtlicher Festbeleuchtung.

Nürnberg, 8. Sept. (DNB.> Der erst- von schönem Wetter begünstigte Tag des Reichspartei­tages neigt sich dem Ende, als die in 17 Lagern am Rande der Stadt untergebrachten 80 000 Politischen Leiter zur Deutschherrenwiese, dem Ausgangspunkt des F a ck e l z u g e s , mit fröh­lichem Gesang marschieren. Gegen 20 Uhr leuchten die vielen tausend roten Lichter in den Fenstern auf, die Scheinwerfer strahlen die herrlichen Baudenk­mäler an und tauchen Fahnengruppen und male­rische Ecken der Stadt in ein Meer von Licht. Zur selben Minuten entzünden sich in der Deutsch­herrenstraße die ersten Fackeln, und langsam perlt dann das Feuer in zwei gelb leuchtenden Bändern durch die Stadt. Ganz Nürnberg ist auf den Beinen und bildet eine dichte Mauer in den Marsch­straßen.

Inzwischen hatten sich vor dem Deutschen H o f sämtliche Reichs- und Gauleiter, das Führer­korps der Ordensburg und zahlreiche leitende Männer der Partei und ihrer Gliederungen versammelt. Als

der Fackelzug in den Frauentorgraben einbiegt, setzt der Musikzug der Ordensburg Sonthofen ein. Der Führer tritt heraus, umjubelt von der seit Stun­den harrenden Menschenmenge. Reichsorganisations- leiter Dr. Ley begibt sich auf den Balkon zum Führer und meldet den Fackelzua. Gau um Gau zieht vorüber, an der Spitze die Kämpfer aus dem Lande Oe st erreich. Der Führer müßt mit er­hobener Rechten. Hinter dem Führer stehen Rudolf Heß und Dr. Ley. Den Abschluß des Fackelzuges bilden die Junker der Ordensburgen.

Ein märchenhaftes Bild! Im Hintergründe die in bengalisches Rot getauchte alte Stadtmauer, von der sich die Zinnen am Abendhimmel abheben. Dann die angestrahlten Söller im Fahnensckmuck. Am Horizont ragt in bezaubernder Schönyeit die taa- hell beleuchtete Burg aus dem Dunkel der Nacht heraus! So hält Nürnberg in feinem festlichen Kleid feine Gäste noch viele Stunden in Frohsinn und Fröhlichkeit zusammen.

Chinesische Entlastungsoffensive für Hankan.

Japan landet neue Truppen zum Segenstoß in Nordchina.

Dairen, 9. Sept. (DNB. Funkspruch.) Unter Ein­satz ihrer achten Armee haben die Chinesen in Nordchina eine größere Entlastungsoffensive für das stark bedrohte Hankau angesetzt. Die Aktion der Chinesen richtet sich insbesondere auf die rück­wärtigen japanischen Verbindungen in Form eines planmäßigen Angriffes auf die in nordfüdlicher Richtung verlaufenden Eisenbahn­linien PekingHankau und TientsinPukau. Die japanische oberste Heeresleitung sah sich infolge­dessen genötigt, erneut starke Kräfte in Nordchina einzusetzen, deren erste Staffel seit Donnerstag auf dem Seewege, aus Japan kom­mend, auf der Reede von Taku, dem Hafen von Tientsin ausgeladen würden. Dieser Einsatz entspricht dem in den letzten Augusttagen in Tokio gefaßten Beschluß dec japanischen obersten Heeresleitung, den Chinakrieg unter Einsatz aller Mittel noch vor Ab­lauf dieses Jahres zu beenden. Die Reede von Taku ist angefüllt mit qualmenden Transportschiffen, aus denen bisher schätzungsweise etwa eine Divi­sion als Vorhut an Land ging. Es werden noch weit stärkere Kräfte ausgeschifft, die mit der Eisenbahn auf dem schnellsten Wege in Richtung Üi en fing abtransportiert werden.

Die allgemeine Lage ist noch nicht klar. Insbe­sondere ist noch nicht heraus, ob hinsichtlich der Frage der ausländischen Niederlassun­gen in Tientsin eine Radikallösung durchgeführt werden soll. In Tientsin wurden alle japanischen Zivilisten infolge der aufreizenden Haltung der Eng­länder und Franzosen aus der ausländischen Nieder­lassung abberufen. Die Engländer haben sich dort militärisch erheblich verstärkt. Es herrscht ein Zu­stand besonderer Hochspannung.

Die Absichten der chinesischen 8. Armee gehen dar­auf hinaus, nach einheitlicher Leitung einen Klein­krieg größten Stils zu führen. Als Vorbild dient hierzu das Eingreifen chinesischer Guerilla- Verbände, die in der letzten Zeit den Eisen­bahnverkehr selbst in der Nähe von Großstädten durch ihre Aktionen stellenweise für längere Zeit völlig lahmlegten. Da die verhält­nismäßig schwachen japanischen Besatzungen der Städte für den Schutz des flachen Landes nicht ausreichten und sich dort bereits regelrechte unter dem Einfluß Hankaus stehende chinesische Verwal­tungen gebildet haben, wird daher von den Japa­nern ein neuer Einsatz starker Kräfte durchgeführt werden. Die chinesischen Bestrebungen auf dem fla­chen Lande wurden dadurch begünstigt, daß die rie­sigen Ueberschwemmungen des Sommers dort besonders schwierige Verhältnisse erzeugten. Die neuen Operationen auf dem nordchinesischen Kriegs-

Aus all

Oie Jubiläumsfeier in Amsterdam.

Amsterdam, 8. Sept. (DNB.) Im Rahmen der Jubiläumsfeier wurde am Donnerstag auf dem 5) eine Flottenschau abgehalten. Die Koni- g i n begab sich mit ihrer Begleitung an Bord der historischen Königsschaluppe, die durch 20 Matrosen gerudert wurde, auf dem gleichn Strom vor Amster­dam, wo auf den Kriegsschiffen die Mannschaften Paradeaufstellung genommen hatten. Eine unab­sehbare Menschenmenge umsäumte den mit Flaggen reichgeschmückten Hafen und jubelte der Königin zu.

Im Anschluß an Sie Flottenschau vollzog die Kö­nigin den S t a p e l l a u f des 20 000 Tonnen gro­ßen Ostindien - DampfersDrange", ber jür den Dienst Amsterdam Batavia bestimmt ist. In den bei dieser Feier gehaltenen Reden wurde betont, daß das den Namen des hol­ländischen Königshauses führende Schiff ein neues Band zwischen dem Mutterland und der Kolonie bilden werde. Am Vormittag hatte die Königin das geschmückte ArbeiterviertelJordaan" be­sucht, wo sie freudig begrüßt wurde.

Entgleisung eines Pilgerzuges in Frankreich.

In der Nähe der bretonischen Stadt L o r i e n t ereignete sich ein schwerer Eisenbahnunfall. Ein Pilgerzug, der aus Notre Dame de Roncier kam,

schauplatz dürften längere Zeit erforderlich machen. Die japanische Presse weist darauf hin, daß die energischen japanischen Aktionen in Nordchina schon aus propagandistischen Gründen erforderlich seien, um Hankau zu beweisen, daß dort keineswegs die gesamten japanischen Kräfte zum Einsatz gekommen sind.

Die Japaner 90 Kilometer vor Hankau.

Schanghai, 8. Sept. ^Europapreß.) Das japa­nische Hauptquartier in Nanking meldet neue Er­folge nördlich des Jangtse, wo die japanische Vorhut bis auf 90 Kilometer an Hankau herange­kommen ist. Südlich des Jangtse scheinen die japa­nischen Truppen auf größeren Widerstand zu stoßen. Sie stehen noch immer vor der strategisch wichtigen Stadt T e i a n. Eine große Rolle in der japanischen Offensive spielt nach wie vor die Luftwaffe, die sowohl die chinesische Front als auch die chinesischen Nachschublinien unter ständigem Feuer hält. Auch die chinesischen Flieaer sind sehr aktiv. Don sechs chine­sischen Bombenflugzeugen, die bei Kiukiang japa­nische Flußkanonenboote zu bombardieren versuchten, wurden drei abgeschossen.

Ergebnislose Verhandlungen.

Der englische Botschafter beim japanischen Außenminister.

Tokio, 8. Sept. (Europapreß.) Die englisch- japanischen Beziehungen bildeten den Gegenstand einer zweistündigen Unterredung zwischen dem ja­panischen Außenminister General Ü g a f i und dem englischen Botschafter in Tokio, Sir Robert Crai- g i e. Wie aus unterrichteten Kreisen verlautet, ist diese Unterredung ergebnislos verlaufen. Die Aussichten auf eine japanisch-englische Annäherung werden in politischen Kreisen als wenig hoff­nungsvoll bezeichnet. Als größtes Hindernis gilt die japanische Forderung nach Einstellung der englischen Hilfeleistung für die chinesische Zentral­regierung, von der Japan eine Aenderung seiner Haltung gegenüber den englischen Interessen in den von Japan besetzten Teilen Chinas abhängig machen soll. Wie verlautet, wird der japanische Botschafter in London, Yoshidi, der im Oktober in Tokio erwartet wird, voraussichtlich nicht auf seinen Posten zurückkehren. Als sein Nachfolger gilt der gegen­wärtige japanische Botschafter in Moskau, Shige­ru i t s u.

er Wett.

entgleiste aus bisher noch unbekannten Gründen in der Nähe des Bahnhofs Reguiny. Die ersten drei Holzwagen des Zuges wurden fast vollkommen zer­trümmert. Drei Personen wurden getötet. Die Zahl der Verletzten übersteigt 30.

Arbeitsloser gewinnt 250 000 Franks.

Der Haupttreffer der 9. Ziehung der fran­zösischen Staatslotterie, der sich auf 20 Personen verteilt und in einem Tabakladen eines Pariser Vorortes verkauft wurde, hat einen arbeits­losen Zementarbeiter und Vater von 6 Kindern aus oroßem Elend geholfen. Der glückliche Gewirr- ner, Der feine Familie nicht einmal mit dem Not­wendigsten versorgen konnte und eine hohe Arzt­rechnung für zwei erkrankte Kinder zu zahlen hatte, erhielt einen Gewinnanteil von 250 000 Franks ausgezahlt.

Mussolini hilft bei einer Rotlandung.

Wie nachträglich bekannt wird, hat Musso­lini vor kurzem persönlich einem Wasserflugzeug der Linie TripolisRom Hrlse gebracht, das infolge Motorschadens sechs Kilometer vom römischen Flug- haden Ostia entfernt am Strand von Castelfusano notlanden mußte. Der italienische Regierungschef pflegt hier oft einsam zu baden. Trotz der bewegten See war es dem Piloten gelungen, platt zu wassern, aber der hohe Wellengang zwang ihn, sich nach der Küste zu wenden und durch Notsignale Hilfe zu rufen. Plötzlich wurde ein Mann gesichtet, der dem

Flugzeug entgegenschwamm und auf seine Not- signale durch Zeichen zu verstehen gab, daß er schon Hilfe aufgeboten habe. Dieser einsame Schwimmer war Mussolini, der dem Flugpersonal persönlich half, das Flugzeug am Strand zu verankern und die Passagiere in Sicherheit zu bringen.

Denig Hoffnung auf den Goldschatz derLutine".

Die Hoffnungen, mit Hilfe des Riesenbastgers Karimata" den Goldschatz derL u 11 n e" zu heben, schwinden mit jedem Tag. Der Meeres­grund bei der neuen Suchstelle ist so gut wie ab- qebagqert, ohne daß man mehr gefunden hat als Wrackholz und andere Ueberbleibfel. Es bleibt jetzt nur noch die Richtung auf die Insel Terschelling hin abzusuchen. Bisher war das Wetter ungünstig und es scheint lehr fraglich, ob der Bagger feine Arbeit fortsehen rann. Es dürfte feststehen, daß man das Achterschiff derLutine", in dem die Schatzkam­mern gewesen fein sollten, noch nicht gefunden hat.

Beim Aepfelpslücken erhängt.

In einem Dorfe in Galizien kletterte ein elf­jähriger Junae im Obstgarten auf einen Baum, um Aepsel zu pflücken. Er hatte eine Schürze vorge­bunden, in die er das Obst sammelte. Plötzlich brach der Ast, auf dem er stand. Beim Fall blieb an einem vorstehenden Ast die Schürze hängen und legte sich als Schlinge dem Knaben um den Hals. Che die Spielgefährten Erwachsene zur Rettung her­beiholen konnten, war der Knabe erwürgt.

3n dn Schlangennesl gegriffen und vor Schreck gestorben.

In dem ungarischen Dorfe Bcttya fand eine Bauersfrau durch einen ungewöhnlichen Vorfall den Tod. Die Frau erntete zusammen mit ihrem Mann Bohnen. Dabei griff sie unversehens in ein Schlangennest und erschrak so sehr, daß sie einen Nervenanfall bekam und in wenigen Minu­ten starb. Die ärztliche Untersuchung ergab, daß der Tod durch den plötzlichen Schreck eingetreten war. In dem Schlangennest wurden nur harmlose Nattern gefunden.

Zwei Todesopfer eines Autounglücks.

Auf der Fernverkehrsstraße ereignete sich in Brohl (Rheinprovinz) ein Verkehrsunglück, bei dem zwei Personen getötet wurden. Ein Personenkraftwagen, der aus Niederbreifig kqm, wollte im 80-Kilometer-Tempo ein vor ihm fahren­des Auto überholen, als aus der Gegenrichtung ein Lastzug herannahte. Auf der regennassen Straße kam der Personenkraftwagen ins Schleudern und rannte gegen den Lastzug. Der Versicherungsbeamte Kramer aus Köln wurde mit schweren Kopf- und Brustverletzungen aus den Trümmern geborgen; er starb kurz darauf an der Unfallstelle. Der Lenker des Personenautos, Dr. Sorge aus Köln, konnte erst nach Zersägen des Vordersitzes aus den Krüm­mern befreit werden. Er starb nach wenigen Stunden.

Französischer Dampfer in Flammen. hundert Todesopfer.

Nach einer bfsher unbestätigten Meldung aus Hanoi ist der französische DampferClaude Chappe" (4300 Tonnen) in der Nähe der Paracel-Inseln in Brand geraten und gescheitert. Die gesamte, etwa vierzigköpstge Besatzung sowie etwa 60 Fahrgäste sind umgetommen. Unter den Fahrgästen be­fanden sich auch mehrere französische Armeeoffiziere sowie eine Abteilung Soldaten, die zur Verstärkung der französischen Besatzung auf den Paracel-Inseln bestimmt war. lieber die Ursache der Katastrophe herrscht noch Ungewißheit.

Kleine politische Nachrichten.

Mit Zustimmung der beiderseitigen Regierungen werden vom 9. bis 12. September 6024 italie­nische Bauarbeiter nach Deutschland abrei­fen, um beim Bau derReichswerkeHer- m a n n Göring" in Salzgitter und der Volks- roagenfabrit in Fallersleben eingesetzt zu werden.

Am 1. September 1938 betrug die Zahl der Rundfunkempfangsanlagen im Deut- fchen Reich (Altreich) 9 552 444 gegenüber 9 513 989 am 1. August. Jrn August ist mithin eine Zunahme von 38 455 (0,4 v. H.) eingetreten. Unter der Ge­samtzahl vom 1. September befanden sich 640 260 gebührenfreie Anlagen.

Der Reichsminister der Justiz hat den geschäfts­führenden Präsidenten der Reichsnotarkcvmm-r Lothar W o lp er s aus Remscheid/Lennep auf vier Jahre endgültig zum Präsidenten der Reichsnotartammer berufen. Die Berufung bedeutet eine Anerkennung der Verdienste, die sich Notar Wolpers um das deutsche Reichsnotariat er­worben hat.

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Die von der Reichsregierung zur Verbilli­gung der Speise fette für die minder­bemittelte Bevölkerung und der Sicherung des Bezuges von Konsummargarine getroffenen Maßnahmen werden für die Monate Oktober, No­vember und Dezember 1938 im bisherigen Umfange fortgeführt.

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Nach brasilianischen Zeitungsmeldungen hat ber Präsident der O5X.-Exportbank, Pearson, der zu einem Besuch in Brasilien weilt, in einer Audienz beim Staatspräsidenten Vargas die Finanzierung eines A n k a u f s der brasilianischen Regierung von 32 Lokomotiven und 1 00 0 Eisenbahn- roaggons im Wert von 6 Millionen Dollars durch die Od^.-Exportbank garantiert.

Kartoffeln im Kuchen ? -Jau/ohl!

nut

Vf. Oetkers

Backpulver- jßaduti!

Backen Sie einmal KarhjffeUiamchen:

lutoten mm Teig:

300 S IDeijenmehl

1 Päckchen Dr. 0 edier'» .. Badiin ", 100 t Zucker, 1 El einige Tropfe* Dr. Oetkers Backöl Zitrone,

2 tropfen Dr. Oetker*, Sacköl Bitter« manbei 65 < Butter,

250 e gekochte Kartoffeln (oom Tage vorher)

Zur tülluna:

125-1501 beliebige Marmelade, Ium Bestreiken:

1 Eigeld und 1 Effi Milck.

luberritun«: Mehl und .Backin" coerben gemilcht und auf ein Bachbrett gefleht. In die Mitte macht man eine Vertiefung, in die man Zucker. Ei und die 6ewürze gibt Man verrührt mit etwa, Mehl,Backin"-6emisck ju einem dicken Brei gibt die halte, in Studie geschnittene Butter darauf und bestreut mit etwa, Mehl Die fern geriebenen Kartoffeln legt man außen um bas Mehl Dann verknetet man alle, (chnelliu einem glatten Teig. Man stellt ihn etwa 1 Stunde kühl flnfchlieflenb rollt man den leig etwa 4 mm dick au» und bildet mit dem Bachrädchen Dreiecke, deren stöhe und Brunbflädie die länge eine, ..Bachin"-Beutel, haben. Die Mitte jede, Dreieck, belegt man mit gut einem halben Teelöffel Marmelade, rollt auf und formt Hörnchen, die mit verquirltem Eiaeld bestricken auf ein gefettete, Backblech gelegt werben. Da» Rezept ergibt etwa 30 Körnchen. (Bei 0«Wendung alter Kartoffeln empfiehlt e» stck, gleichzeitig mit dem 61-2 Effi milch in ben Teig iu geben.)

Backzeit. 25-20 Minuten bei guter Mittelhitze. Bitte au»ftfiaelbeal