Ausgabe 
9.8.1938
 
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Aus der engeren Heimat.

Gießener Sommerschlußverkauf beendet

Ergebnis: für Käufer und Verkäufer befriedigend.

Wirtschaft

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bestritten wurden. Die gute Unterhaltung, so daß

Warenbranche her Absatz besonders erschwert und die reich gefüllten Lager hatten wenig Abgang zu verzeichnen.

Erfeulicherweise setzte fast zum gleichen Zeitpunkt mit dem Beginn des Sommerschlußverkaufes, rich­tiges Sommerwetter ein, was sich naturgemäß auf den Geschäftsgang sehr günstig auswirkte.

Do die günstige Witterung auch eine gesteigerte Reiselust auslöste, wurden die Bedürfnisse auch noch dieser Richtung geweckt und die entsprechenden Ein­käufe getätigt. Hinzu kam, daß die Geschäfte diesen Tatsachen insofern Rechnung trugen, als sie in einer überaus reichlichen Auswahl dem Publikum Wa­ren anboten und auch hinsichtlich der Preislage Zu- oeständnisse machten. Gegenüber den normalen Prei­sen waren die Herabsetzungen in einer Reihe von Artikeln ganz erheblich. Richt zu vergessen ist, daß die Geschäftsleute auch ihre Auslagen gerade in der Zeit des Sommerschlußverkaufes besonders ge­schmackvoll gestaltet hotten und damit einen lebhaf­ten Anreiz zum Kaufe schufen.

Alles in allem läßt sich sagen, daß der Sommer­schlußverkauf 1938 beiden Teilen, Käufern wie auch Verkäufern, ein befriedigendes Ergebnis brachte. Die Verkäufer konnten ihre Lager erheblich ent­lasten, wenngleich das vielfach nur durch starke Herabsetzungen der Preise möglich war. Der Käufer aber hatte Gelegenheit, unter sehr günstigen Be­dingungen seinen Bedarf an Waren aller Art zu decken.

Sprechstunden her ) -eJaktion.

11 30 bis 12 30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach- mittag geschloffen.

Zahl, wenngleich auch hier wieder der Schneider seine Radel zücken muß, sie für die Spieler dieses Hauses fertigzumachen. Auch hier herrscht, gerade wie im Atelier der Schneiderinnen, noch nicht Hoch­betrieb. Roch brauchen nicht fünf oder gar sechs Kostüme an einem Tag gemacht zu werden.

Roch kann man ein wenig besinnlich den Dingen sich widmen, bis ... nun' bis das Theater zum erstenmal wieder seine Pforten öffnet, das Gewoge von Menschen in den Gängen zu vernehmen ist, die Klingel ertönt zum Beginn einmal, zweimal und in letzter Minute noch gerufen wird:Schnell, schnell, das Gnomenkostüm und die Kleider der Waldgeister und die Schleier der Elfen und Feen, schnell, schnell, für denSommernachtstroum" ...

M. Sch.

geschüttet werden.

Mein-Mainische Vörse.

Mittagsbörse weiter schwächer.

Frankfurt a. M., 8. Aug. Bei begrenzten Umsätzen lag die Börse auch zu Beginn der neuen Woche überwiegend schwächer. Am Aktien­markt setzte sich kleines Angebot fort, während Nachfrage kaum in Erscheinung trat und auch sonst die Aufnahmeneigung überaus gering blieb. Zu den ersten Kursen, die nur spärlich vorlagen, erga­ben sich durchschnittliche Rückgänge von 0,50 bis 1 o. H. Im Verlaufe wurden sie teilweise um weitere 0,25 bis 0,50 v. H. ausgedehnt. Etwas stärker er­mäßigt waren IG.-Farben auf 146,50 bis 146,25 (147,75), BMW. mit 138,50 (140,25) und Conti Gummi, die besonders kleinen Markt haben, auf 195 (197,50). Am Montonmarkt ließen Buderus, Hoesch, Mannesmann und Rheinftahl bis 0,50 v. H. nach, Verein. Stahl bröckelten nach 100,40 auf etwa Pari ob (100,75). Maschinen, Motoren- und Elektroaktien kamen bis 0,50 v. H. niedriger an. Behauptet blie­ben u. a. Aschaffenburger Zellstoff mit 112, Metall- gcsellschaft mit 121,50, Deutsche Erdöl setzten 0,40 v. H. höher mit 119,65 ein.

Am Rentenmarkt bestand ebenfalls wieder überwiegend etwas Angebot. Einige Umsätze er­folgten zunächst nur in Kommunal-Umschuldungs- anleihe zu 94 (94,25), nachdem sie bereits am Samstag nachbörslich mit 94,15 umgegangen wa­ren. Reichsaltbesitz bröckelten auf 129,75 (129,90) ab. Am Pfandbriefmarkt war die Lage ziemlich ausgeglichen, die Umsätze waren jedoch gering. Li-

Neuer Fundus für das Stadttheater

Heber 1000 neue Uniformen wurden angeschafst.

schalten die Nockenplatte des Kranes zertrümmert zu Haden. Da der Sachverständige die Beschädigung der Nockenplatte auf Verschleiß zurückführte, ließ der Amtsanwalt in diesem Punkte die Anklage fal­len, und der Angeklagte wurde insofern freige- fprochen.

In den beiden anderen Fällen wurde er wegen Sachbeschädigung in Sachen der §§ 303, 74 StGB, zu einer Gefängnis st rase von fünf W o - ch e n verurteilt. Soweit er verurteilt wurde, hat der Angeklagte außerdem die Kosten des Verfah­rens zu tragen.

'Rundfunkprogramm

Mittwoch, 10. August.

5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gym­nastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gym­nastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Volk und Wirtschaft. Das Auto kommt zum Käufer. 12: Werkskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittags­konzert. 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen noch Tisch ... 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Krimi-; nettes in der Sippenforschung. 16: Nochmitagskön- zert. Dos Mikrophon unterwegs. 18: Zeitge­schehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19: Flie­gendes Deutschland. 19.5: Volk singt, spielt und plaudert: Rhönmusrkanll.'n von ehedem. Hörfolge. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen Nation: Laßt doch der Jugend ihren Lauf!" 22- Nachrich­ten. 22.20: Eurovomeisterstbaften im S^wimmen. Wasserball, 200-Meter-Brustsckwimmen für Damen, 4X200-Meter, Männer, Entscheidung.

Auto mit vier Insassen überschlägt fick

1 Toter, 3 Schwerverletzte.

Lpd. Hanau, 6. Aug. Ein schwerer Verkehrs- Unfall, der sich am Samstag früh gegen' 3 Uhr zwi­schen Langenselbold und Hanau zutrug, hat em Todesopfer gefordert. In der Nahe des Dorfes Rückingen rannte ein mit vier Personen besetz­tes Auto gegen einen parkenden Last- k r a f t w a g e n und überschlug sich. Die vier In­sassen des Personenautos wurden schwer ver- etzt und verschiedenen Krankenhäusern zugefuhrt. Einer der Verunglückten, der aus Oberursel stam­mende Dr. H e i n r i ch , ist im Laufe des Samstag- vormittags im Dr.-Robert-Ley-Kronkenhaus, wohm er gebracht worden war, g e ft o r b e n.

* Großen-Buseck, 8. Aug. Wieder einmal weilt aus Frankfurt a. M. eine Fahrtengruppe der Hitler-Jugend in unserem Orte, um hier einige Tage zu verleben. Schon nach kurzer Zeit war die Großen-Busecker HI. mit den Gästen in ein kame­radschaftliches Verhältnis getreten. Am Samstag fand ein wohlgelungener Kameradschaftsabend statt, den Gefolgschaftsführer Brück mit Worten herz­licher Begrüßung eröffnete. Bürgermeister Schwalb sprach anschließend über den tieferen Sinn der Fahrten her HI. Der Abend brachte Spiele, Vor­führungen und gemeinsam gesungene Lieder, die von den Einheimischen, wie auch von den Gästen

,/Schnell, schnell die Reifröcke nachsehen und fertig machen, und hier das Mieder, das muß noch enger gemacht werden. Fix, fix, setzen Sie hier noch die Puffärmel ein und ..., die neue Gewandmei|terin des Theaters schaut die verdutzt dreinschauenden Schneiderinnen des Ateliers spitzbübisch an und lacht herzlich dazu. Nein, nein, noch braucht man in die­sem Tempo nicht zu schaffen, noch hat man Zeit und Muße, sich in Ruhe der Dinge zu widmen, wenngleich auch so ein Tag der Sommerzeit sein gerüttelt Maß an Arbeit hat. Es ist allerei zu rüsten und zu richten im Fundus des Theaters. Ein groß­zügiger Spielplan steht bevor und verlangt somit eine ebenso großzügige Vorbereitung. Da sind Ent­würfe zu machen für alles das, wa neu geschaffen werden soll. Einkäufe sind zu üerlegen und wollen bis ins kleinste erwogen werden, da ja auch hier wirtschaftlich gearbeitet werden muß.

Sommernachtstrauml" Mit bunten Farben malt die Gewandmeisterin die Entwürfe zu den Kostümen dieses Eröffnungsstückes der Spielzeit 1938/39. Die Fülle und Mannigfaltigkeit in der Verschiedenheit der Personen dieses Shakespearschen Stückes ver­langt ein unbedingt künstlerisches Einfühlungsver­mögen in alle Einzelheiten und Erfordernisse. Und so gibt es Arbeit in großem Maße. Doch nicht nur neue Sachen werden gearbeitet, wie bei diesem Stück, auch anderes will erledigt sein. Da sind z. B. allein 100 Kostüme, die in diesem Jahr dem Fundus der Damenobteilung beigefügt wurden. Der Fundus des Theaters wurde vollkommen erneuert. Prächtige Bauernkostüme in ihrer Originalität von Form und Farbe, daran das Auae sich immer wieder ergötzen ktnn. Feierliche, zarte Biedermeier- und Rakofoklei- der, die stets einen Hauch von Anmut und Grazie vermitteln, sobald man ihrer ansichtig wird Aber dieses wie jenes ist nachzusehen. Hier muß eine Litze erneuert werden an der bunten Weste des Bauernrockes. Und dort an dem Rokokoknstum hat eine Spitze sich gelöst, die ebenfalls der Reparatur bedarf. Daneben hängt eine große Robe in rotem Atlas. Sie muß enger gemacht und etwas ausge­bessert werden, berichtet auf unser Befragen die

aber träumt schon der Aufführung desRigoletto" entgegen. Und da wir von diesem sprechen, werden auch gleich die Kisten und Kasten mit Spitzen und Bändern und Federn und Hüten nachgesehen. Da muß der Bleistift notieren und die Schere ordnend helfen, den vieles ist nicht brauchbar mehr von die­sen Dingen. Und da man einmal dabei ist, derglei­chen Dinge zu bestellen, werden auch sofort notwen­dige andere Anschaffungen notiert. Schuhe in Rot und Gold und Silber für die tanzenden Feen unseres Theaters. Stoffe für wundervolle Kleider werden bestellt, dazu noch Borten und Bänder in großer Wahl.

Aber fchauen wir uns weiter um. lieber einen kleinen Flur sehen wir hinüber zur Garderobe der Herren. Man ist gerade dabei, die Schränke zu räumen und neu zu ordnen. Und so finden mir alles in buntester Wahl durcheinander. Es beeinträchtigt das Bild nicht, nein, es erhöht gar noch seinen eige­nen Reiz und läßt Bilder ohne Zahl vor unserem Auge erstehen. Da liegen Zylinder, rabenschwarz, neben hellleuchteden, weitrandigen Spanierhüten. Fräcke ohne Zahl warten darauf, gebürstet zu wer­den, gleichgültig, ob sie der Biedermeierzeit ange- hören oder dem Rokoko eigen sind. Träumen könnte man hier von alten Zeiten und längst vergangenen Menschen, da die Kleider ihrer Tage nach zu uns sprechen. Daneben aber blitzen Uniformen auf mit ihren goldenen und silbernen Tressen.

Man hat die alten zum großen Teil durch neue ersetzen können, da auch der Fundus dieser Abtei­lung um, ein Wesentliches bereichert wurde. 1000 Stuck neue Kostüme ist immerhin eine stattliche

Rudolf ploch in Butzbach t-

* Butzbach, 9. Aug. Infolge eines Schlag­anfalles ist am Sonntag im 70. Lebensjahre der Reichsbahn-Oberinspektor i. R. Rudolf Ploch verstorben. Der Heimgegangene hat sich lange Jahre in unserer Stadt in vorbildlicher und selbstloser Weise ehrenamtlich in den Dienst der Allgemeinheit gestellt. Von 1925 bis 1931 wirkte er u. a. in der Gemeindevertretung und als Beigeordneter sowie als Stellvertreter des Bürgermeisters. Besonders hat er auch als Vorsitzender des Wohlfahrtsaus­chusses und als eifriger Mitarbeiter auf dem Ge­biete des Verkehrswesens fruchtbare Arbeit für die hilfsbedürftigen Volksgenossen und für die Auf­wärtsentwicklung unserer Stadt geleistet. Für die Geschichte unseres Ortes hatte er allezeit stärkstes Interesse, und er war denn auch ein eifriger Mit­arbeiter des Geschichtsvereins, dem er mit feiner gewandten Feder ein wertvoller Förderer war. Im Verkehr mit allen Volksgenossen war Rudolf Ploch allezeit ein warmherziger, für die Wünsche und Sorgen aller Kreise empfänglicher und Verständnis- voller Mensch, der durch sein freundliches und charaktervolles Wesen sich nicht nur große Wert­schätzung in Butzbach selbst, sondern auch darüber hinaus erworben hat. DemGießener Anzeiger" stellte er sich viele Jahre lang, auch noch in der Zeit, da sein Gesundheitszustand schon mancherlei zu wünschen übrig ließ, als Mitarbeiter für Butz­bach gerne zur Verfügung, der auch hier mit Ge- meinsinn und mit seiner sorgsamen Federführung wertvolle Mitarbeit im Dienste der Allgemeinheit leistete. Bei allen, die diesem vortrefflichen Manne nähertreten konnten, und bei den vielen Volks- genossen, denen er im. Verlaufe seiner beruflichen und späterhin ehrenamtlichen Tätigkeit in der 23er« waltuna der Stadt Butzbach förderlich sein konnte, wird fein Andenken in Ehren fortleben.

Landkreis Gießen.

quibationsmerte bröckelten teilweise 0.13 v. H > ab. Stadtanleihen lagen uneinheitlich bei Abweichungen von 0,13 bis 0,25 v. H., 4,5proz. Hanau 98 (98,50). Industrie-Obligationen waren verschiedentlich mäßig höher.

Im weiteren Verlaufe kam das Geschäft fast völ­lig zum Erliegen. Die Kurse bröckelten eher noch leicht ab. IG.-Farben 146,13 nach 146,50, Verein. Stahl 100 nach 100,40, Hoesch 106,50 nach 107, Rheinstahl 129,75 nach 130 13, Bemberq 122,25 nach 123,50. Von den später notierten Werten waren stärker verändert Berger Tiefbau mit 133,50 (137), Gement Heidelberg mit 146 (148,25) und nach Pause Rhein. Elektro Stamm mit 114,75 (117,50).

Der Freiverkehr war geschäftslos. Man nannte Dingler mit 85,75 (86,25), Vertin. Fränk. Schuh mit 66 bis 68 (69) und Elsass. Bad. Wolle mit 79 bis 81 (80). Tagesgeld unverändert 2,25 v. H.

Abendbörse sehr still.

Die Abendbörse lag sehr ftill, und die Zurück­haltung dauerte fort. Es bestand weiterhin Abgabe­neigung, doch kam es mangels Kaufaufträgen und infolge fehlender Aufnahmebereitschaft kaum zu Ao- schlüssen, da die vorliegenden Verkaufsaufträge zu­meist limitiert waren. Die meist nominellen Kurse lagen nicht ganz einheitlich und waren im allgemei­nen wenig verändert. Schwach waren Gesfürel, die noch 0,25 v. H. unter den Berliner Schluß zurück­fielen auf 126,75 (128,50). Sonst bröckelten u. a. ab: Buderus auf 105,50 (105,75), * Daimler auf 125,50 (126), Deutsche Erdöl auf 119 (119,65), Rhein- metall auf 124 (124,50), Demag auf 135,25 (135,50), Scheideanstalt auf 204 (204.25), Westdeutsche Kauf­hof auf 91,25 (91,50) und Südd. Zucker auf 216,50 (217). IG.-Farben lagen mit 146,25 (146,13) gut behauptet, tber sehr ruhig, ebenso Verein. Stahl mit 100, Mannesmann mit 103,50 (103,40). Rheinstahl waren zu unv. 129,75 angeboten. Etwas höher lagen Bemderg mit 122,65 (122,25). Der Renten­markt war geschäftslos. Farden-Bonds notierten nominell und unv. 119,50, desgleichen Reichsbahn- VA. mit 122,13. Kommunal-Umschuldung horte man mit unverändert 94.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 8. Aug. Es notierten (Ge­treide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W9 196, WH 198, W12 199, W 13 200, W 16 203, W 18 205, W 19 207, W 20 209; Roggen RH 181, R 12 182, R 14 184, R 15 185, R 16 187, R 17 188, R 18 189, R 19 191 Groß­handelspreise der Mühlen der genannten Preisge­biete. Futtergerste, Futterhafer. Weizenmehl Type 812 W 13 29,10. W 16 29,20, W 18. W 19 29,20, W 20 29,55; Roggenmehl Type 997 R12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizenfutter­mehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W18 11.00, W 19 11,10, W2O 11,20; Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50, Müblenfestpreife ab Mühlenstation. Treber . Wiesenheu (bis Vs Besatz) 5,00, do. (bis Vio Besatz) 5,80 bis 6,00, Erzeugerpreis ab Erzeuger- Verladestation: drahtgepreßt bis 40 Pf. Aufschlag. Weizen- und Roggenstroh.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 9. Aug. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 551 Kälber, 65 Härnrnel, 36 Schafe 3702 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark. Hämmel 34 bis 48, Schafe 25 bis 40. Schweine 53 bis 60 Mark. Marktverkauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Ham­mel und Schafe mittelmäßig.

Amtsgericht Gießen.

Wegen Sachbeschädigung in drei Fällen hatte sich der O. K. aus Gießen vor dem Einzelrichter zu ver­antworten. Der Angeklagte war in einer Gießener Fabrik beschäftigt. Es war gegen Ende einer Schicht. Durch ein Versagen der Heizung war man mit der Arbeit etwas im Rückstand. In einem Heizungske s^ wurde noch vulkanisiert. Der Angeklagte, der sich erst kurz im Betriebe befand, sich aber dennoch un­ter geheimnisvollen Andeutungen eine Auffeherrolle gegenüber seinen Arbeitskameraden anmaßte, öff­nete das Gehäuse der Heizungsregulierungsuhr und stellte die Uhr um einige Minuten vor. Dadurch wurde der Vulkanisierungsvorgang verkürzt. Es entstanden Fehlfabrikate, wodurch das Werk um un­gefähr 200 Mark geschädigt wurde. Der Angeklagte gab zu, die Regulierungsuhr vorgestelst zu haben. Er behauptete aber, dies nur getan zu haben, damit ein anderer Arbeitskamerad seinen Zug noch be­kommen könne; den Dukanisierungsvorgang habe er nicht stören wollen. Seine Einlassung wurde aber durch die Vernehmung zahlreicher Zeugen wider- legt.

Weiterhin warf die Anklage dem K. vor, am 24.9.1937 mehrmals mutwillig den Hauptschalter für den Motor eines Laufkranes em- und ausge­schaltet und dadurch einen Kurzschluß herbeigesuhrt SU haben. An diesem Tage transportierten mehrere Arbeitskameraden mit dem Laufkran. Der Ange- klagte stand neben dem Hauptschalter. Plötzlich schoß ein großer Feuerstrahl aus dem Schalter und ver­sengte einen anderen Arbeiter, der in der Nahe stand, leicht. Es entstand durch Durchschlagen der Sicherung Kurzschluß. Der Arbeitsprozeß wurde unterbrochen. Der Angeklagte bestritt, sich an dem Hauptschalter zu schaffen gemacht, zu haben; er mußte aber zugeben, daß er früher öfters wahrend des Fahrens mit dem Krane an dem Schalter herumgespielt hatte. Ein anderer Zeuge sah, wie der Angeklagte nach dem Feuerstrahl die Hand an dem Schalterkasten hatte. Der Elektriker, der nachher Die Störung beseitigen mußte, stellte an dem Schalter Schmorperlen fest und führte den Kurzschluß auf ^jn Verstellen am Schalter und nicht auf schlechten Zustand des Schalters zurück. Im übrigen wurde meser Schalter noch mehrere Monate nach diesem Vorfall ohne die geringsten Störungen weiterbenutzt.

Die Anklage hatte dem Angeklagten weiterhin °°tgetoorfen, durch unsachgemäßes Ein- und Aus-

Sicherung

der deutschen Edelpelztierzucht.

Fwd. Die Bedeutung der deutschen Edelpelztier­zucht in Der Volkswirtschaft, insbesondere aber im Rahmen der durch den Vierjahresplan gestellten Aufgaben, wird klar ersichtlich, wenn man sich vor Augen hält, daß der Wert der in Deutschland ge­haltenen Edelpelztiere zur Zeit rurrä 30 Millionen beträgt. Unter Ausnutzung dieser Sachlage haben einzelne gewissenlose Elemente versucht, mit teil­weise amerikanischenSchneebattmethoden" un­saubere Geschäfte zu machen. Das ist nunmehr durch den Beauftragten für den Vierjahresplan, General­feldmarschall Göring, unterbunden worden. Mit Schreiben vom 21. Juli d.J. hat er den Leiter der Gruppe Ernährung in der Zentralstelle für den Dierjahresplan in der DAF., Pg. Hanns Zie - rold, zum Bevollmächtigten für die deutsche Edel­pelztierzucht ernannt und Diesen beauftragt, alle not­wendigen Maßnahmen zur Erhaltung und Siche­rung der Edelpelztierzucht im. Interesse der deutschen Volkswirtschaft zu treffen. Mit dieser Beauftragung entfallen alle Vorwände, daß Unberufene oder Interessenten, Die sich teilweise zuSchutzgemein­schaften" und anderen vereinsähnlichen Gebilden zusammengeschlossen haben, noch weiterhin Sonder­aktionen zur Wahrung ihrer Interessen unterneh­men. Solche Aktionen können nur die in der Pen­sionspelztierzucht investierten Werte auf das stärkste gefährden. Sie haben aus diesem Grunde in Zu­kunft zu unterbleiben.

Fwd. Papierfabrik Oberschmitten W. & I. Moufang 21®., Oberschmitten. Im Berichtsjahr 1937 hielt die gute Beschäftigung an. Dor allem die Ausfuhr hat wesentlich dazu beigetragen, die einen erheblichen Anteil der Er­zeugung aufnahm. Durch die Aufstellung einer zweiten Papiermaschine wurde die Kapazität wesent­lich vergrößert. Der Rohertrag wird mit 1,03 Mill. Mark ausgewiesen (im Vorjahr 1.10 bei 0,42 übri­gen Aufwendungen). Nach auf 157 500 (103 500) erhöhten Tlbschreibungen ergibt sich ein Reingewinn non 27 247 (20 169) Mark, woraus wieder 3 v. H. Dividende auf 900 000 Mark Grundkapital

Staunen nicht herauskamen. Ungern hörte man das Schlußsignal.

# Allendorf ( L a h n ), 8. Aug. Nach alter Sitte wurden für die demnächst stattfindende Kirmes die Mädchen unseres Ortesversteigert". Die Ver­steigerung fand unter der Leitung des in der ersten Kirmeserversammlung gewähltenKirmeswartes" statt. Sämtliche Burschen hatten sich zu der Ver­steigerung eingefunden, und ein jeder kaufte sich unter Scherzen das Mädchen, mit dem er zur Kir­mes den ersten Tanz wagen will. Interessant war es, wenn mehrere Burschen auf ein Mädchen spitzten" und sich gegenseitig trieben. So kam es, daß Mädchen bis zu einem Preis von 17 Mark kosteten.

<£ Holzheim, 8. Aug. Im Zuge der Neuord­nung des Reichsumlagegesetzes war von Der hiesigen Bürgermeisterei eine Neuwahl der Kommissions- mitglieDer für die Teilfeldbereinigung im Bereich der Reich-autobahn ausgeschrieben worden. Es wurden gewählt: Ortsbauernführer Heinrich Kuhl II., Wilhelm Ar ch, Balthasar Wilhelm Klotz und Karl Jäger.

ftrete Alsfeld

Deckendach, 8. Aug. Unser Einwohner Peter Li nge Ibach II. konnte am gestrigen Mon­tag im Kreise seiner noch lebenden sechs Kinder, der elf Enkel und drei Urenkel seinen 7 5. Geburts- t a g feiern. Dieser Tage konnte ferner Johan­nes Keller seinen 80. Geburtstag begehen. Mit ihm feierten seine Tochter, drei Enkel und ein Urenkelkind. Der Jubilar verlor im Weltkrieg einen Sohn. Er selbst stand zur Ableistung seiner Militär­dienstpflicht bei den 116ern in Gießen. Bei der hiesigen Eisenstein-Bergwerks-Wäsche ereignete sich ein Unfall. Vom Gerüst einer etwa zwölf Meter hohen Schlammleitung stürzten zwei Arbeiter ob, deren einer dabei einen Armbruch, der andere einen Rippenbruch erlitt. Beide Verunglückte wurden durch die Sanitätsbereitschaft Gießen in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht.

Kreis Dehlar.

cf Rodheim a. d. Bieber, 8. Aug. In der Kurve an der Amtsmannsmühle ereignete sich ein Verkehrsunfall. Ein Motorradfahrer aus Usingen, der in bpr Richtung nach Gießen fuhr, ver­lor die Herrschaft über seine Maschine und fuhr mit großer Wucht gegen einen Baum. Der Motorrad­fahrer erlitt wie durch ein Wunder nur eine gering­fügige Quetschung an seiner Hand. Die Maschine, wie auch der Baum wurden erheblich beschädigt. Im Saale Bender wurde durch die Gaufilmstette der

Die Hausfrauen hatten in Den vergangenen zwei Wochen große Tage. Der Sommerschlußverkauf war lebhafter Anreiz Dafür, sich in Der Stadt umzutun, eingehend Die Schaufenster zu besichtigen. Die eigene Kasse zu prüfen und Die Wünsche, Deren mancher vielleicht lange zurückgestellt war, nun end­lich Der (Erfüllung entgegenzuführen. So war es Denn fein Wunder, Daß an fast allen Tagen Des Sommerschlußverkaufes in Den- Geschäften ein stärkerer Betrieb herrschte als sonst, ja, an Den beiden Samstagen, Die in Den Sommerschlußver­kaufs-Termin fielen, gab es in manchem Laden so viele Käufer, wie im Laufe Des Jahres mir zur Weihnachtszeit. Kaum hatte man in Den Gefchäften Hände genug zur Verfügung, um Die reiche Aus­wahl zu zeigen, wieDer aufzuräumen, wieder zu zeigen...

Mit dem vergangenen Samstag nun wurde Der Ausverkauf beendet. Wie es jedermann bekannt fein dürfte, sind Diese Ausverkäufe reichseinheitlich ge­regelt, im Gegensatz zu früheren Zeiten, wo eine öonDeroeranftaltung Die anDere ablöste und es mehr oDer weniger Dem einzelnen Geschäftsmann über­lassen blieb, Derartige Ausverkäufe zu veranstalten.

Wenn man nun einen kurzen Rückblick auf den Sommerschlußverkauf in unserer Stadt werfen will, so kann festgestellt werden, daß in den vergangenen zwölf Tagen eine Geschäftstätigkeit herrschte, die merklich über das Uebliche hinousging. Infolge der schlechten Witterung in den ersten Sommermonaten war zum Beispiel in Der Textil- und in Der Schuh-

Schneiderin.

Drüben in Der anDeren Ecke Des Ateliers summt emsig Die Nähmaschine ihr gleichmäßiges Lied. Auf hellgelben Rock windet sich zierlich und fein eine silberne Borte. Am Tisch nebenan wird Das Mieder aus brokatähnlichem Stoff verfertigt. Dieses Ganze 1

Die uuuj uun uen voupeii FilmDer Mustergatte" gezeigt, der mit großer Hauskapelle" sorgte für Freude verfolgt wurde. Im Beiprogramm sah man die Frankfurter aus dem I den Jtalienbefuch des Führers.