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begrüßte in seiner Eigenschaft als Sängergauführer alle Volksgenossen herzlich, insbesondere die Sänger und Volksgenossen, die von jenseits des Ozeans zu dieser Sängerseier nach Gießen gekommen sind und die als deutsche Menschen im fremden Lande das deutsche Liedgut pflegen und dadurch in der Fremde die Werte ausdrücken, die uns in der Heimat so groß und stark gemacht hoben. Mit dem Gruß an die Sängerkameraden in Gießen verband der Redner seinen Dank für die treue und unermüdliche
Arbeit oller Sänger und Helfer zur Vorbereitung dieses Festes. Ebenso dankte er den Gliederungen der Partei und der Wehrmacht, die sich bereiterklärt haben, bei der Durchführung des Gausängerfestes mitzuwirken. Ganz besonderen Dank sagte der Sängergauführer dem Oberbürgermeister unserer Stadt für sein unermüdliches und kraftvolles Eintreten bei der Vorbereitung dieses Festes. Er gab dabei der Hoffnung Ausdruck, daß auch die Gießener Bevölkerung freudigen Herzens an diesem Feste teilnehme und durch vollzählige Beteiligung zum vollen Gelingen des Sängerfestes beitrage.
Adolf Hitler ein.
Bürgermeister Prof. Dr. Hamm
als Vertreter des dienstlich außerhalb von Gießen weilenden Oberbürgermeisters brachte dessen.und der Gießener Bevölkerung herzliche Grüße und Wünsche für das Gausängerfest zum Ausdruck, zugleich entbot er allen auswärtigen Sängern die herzlichen Willkommensgrüße unserer Stadt. Sodann sprach er Ministerialrat Ringshausen den Dank der Stadt Gießen dafür aus, daß durch seine Entscheidung dieses Sängerfest in Gießen stattfinden kann. Er betonte, daß die Gießener Bevölkerung freudigen Anteil nehme an diesem Fest, weil gerade Gießen immer ein Hort des deutschen Liedes, des deutschen Männerchorgesangs gewesen ist und sich daher die Gießener Bevölkerung mit den Sängern innig verbunden weiß. Der Redner wünschte der großen Sängerveranstaltung den besten Verlauf, damit das Fest und mit ihm die Stadt Gießen allen Sängern und Festteilnehmern noch lange in guter Erinnerung bleibe.
Am gestrigen Freitagabend vereinigten sich die ' Gießener Sänger mit ihren Sangesbrüdern aus der nächsten Umgebung von Gießen, mit zahlreichen Ehrengästen und vielen Volksgenossen aus unserer Stadt in der festlich geschmückten Volkshalle zu einem Begrüßungsabend. Troß des Werktages und der ungünstigen regnerischen Witterung hatten sich so viele Männer und Frauen eingefunden, daß die große Volkshalle eine sehr gute Besetzung aufwies.
Das Musikkorps unseres Infanterie-Regiments 116 unter Leitung von Musikmeister Wohlfahrt eröffnete den Abend mit musikalischen Darbietungen, von denen die Ouvertüre „Marinarella" von Fucik die Dortragsfolge einleitete.
Ludwig Wendler, Aad-Nauheim,
als Sänger-Prooinzführer für Oberhessen, hieß in seiner Eröffnungsansprache die Vertreter der Partei und der Behörden, sowie alle Sängerkameraden mit dem Sängergauführer, Ministerialrat Rings- Hausen, an der Spitze herzlich willkommen. Sein Gruß galt ferner allen Volksgenossen aus' Gießen und Umgegend, die sich zu dieser Feier mit den Sängern zusammengefunden hatten. Als den Zweck dieses Begrüßungsabend zeichnete er die Pflege der Sängerkameradschaft und die Vertiefung der engen Beziehungen zwischen Stadt und Land, zwischen der FeststaLt Gießen und ihren Gästen. Provinzführer Wendler wünschte am Schlüsse seiner Ansprache, daß auch das Gausängerfest dazu beitragen möge,
Die Chorgruppe II mit den Vereinen: Bauerscher Gesangverein Gießen, Frohsinn Lang-Göns, Germania Großen-Linden und Liederkranz Leihgestern stellte eine sehr stattliche Sängerzahl auf die Bühne. Unter der Leitung von Kreischormeister Blaß sang sie zuerst die unverwüstliche und zum eisernen Bestand der Männerchöre gehörige „Maienzeit" von I. Rietz mit einer sehr guten rhythmischen Präzision und unter Herausstellung der in dem Stück szenisch aufeinanderfolgenden Bilder recht eindrucksvoll. Das zum Volkslied gewordene „In der Ferne" von Sil- cher wirkte besonders durch die Herausarbeitung der in den verschiedenen Strophen des Liedes liegenden unterschiedlichen Gefühlsmomente.
Die Tanzgruppe des Turnvereins Wiefeck unter Leitung von Lehrer Heller tanzte hierauf nach dem Straußschen Walzer „Rosen aus dem Süden", gespielt vom 116er-Musikkorps, in vortrefflicher Art eine Reihe von schönen Tanzfiguren, die durch die graziöse Art der Ausführung und durch die Exaktheit aller tänzerischen Bewegungen der Gruppe mit Recht starken Beifall auslösten.
Die als Chorgruppe III auf der Folge stehende und von Ehrenchormtzister Harnisch aus Stein-
Th o ma s (Bingen), Martin Wendling (Offen- . bach) und Philipp Schnell (Klein-Auheim) vom i Kreis Maintal. Schulrat Born dankte allen San- gerführern und Chorleitern für die mühevolle Kleinarbeit im Dienste der großen Sache und brgchte zum Ausdruck, daß im Gau Hessen in bezug auf Haltung und Gemeinschaftsgeist große Fortschritte erzielt wurden. , . ,
Sängerkreisführer Müller gab bekannt, daß das Essen am Sonntag überall ab 11 Uhr eingenommen werden kann, so daß der Sternmarsch pünktlich beginnen kann. Dabei werden die Fahnen den Vereinen vorangetragen. Auf Oswaldsgarten wird stimmweise aufmarschiert. Die Anweisungen sind am Platze kenntlich gemacht. Beim Festzug wird in Marschblocks — Rheinhessen, Starkenburg, Ober- hesien — marschiert. Hierbei werden die Fahnen den Marschblocks vorangetragen. Die Fahnen, die in Breslau waren, marschieren jeweils an der Spitze. Auf dem Trieb nehmen die Fahnen längs der Volkshalle Aufstellung. Hier werden 421 Fahnen mit der Erk-Plakette ausgezeichnet werden.
Der Obmann des Wohnungsausschusses, Vereinsführer Adam Urhahn, gab bekannt, daß einige Umorganisationen notwendig waren. Durch das Entgegenkommen des Standortältesten der Garnison konnte die Quartierfrage restlos geregelt werden.
Sängerkreisführer Müller stellte den Deutsch- Amerikaner Karl Reinhart aus Baltimore (USA.) vor, ein Gießener, der hier aus der Chor- schule Görlach heroorgegangen ist und dem Bauer- schen Gesangverein angehört. Schulrat Born begrüßte diesen Sänger von Uebersee, dem mit dem „Deutschen Sängergruß" ein freundliches Willkommen bereitet wurde.
In der anschließenden Sitzung des M u s i k b errat e s mit den Kreischormeistern wurden die Fragen der Werkschöre besprochen und Anregungen für die Umgestaltung der Wertüngssingen erteilt.,
Der nächste Gausängertag 1939 wird in Bensheim abgehalten werden. Da der Führer und Reichskanzler sich die Festsetzung des Deutschen Sängerbundesfestes vorbehalten hat, wird das nächste Gausängerfest ein Jahr nach dem Bundessängerfest in Mainz stattfinden. Die kommenden Gausängerfeste sollen wegen der Schwierigkeit der Durchführung nur noch in Darmstadt oder । Mainz stattfinüen.
Schulrat Born schloß die Tagung mit begeister- . ten Worten über die hohen Aufgaben der Sänger- - führer und Sänger im Dienste des deutschen Liedes i I und des deutschen Volkes.
Sonst notierten u. a. IG.-Farben 155,13
die vom Führer auf dem Deutschen Sängerfest Breslau gestellten Aufgaben fördern zu helfen.
Sängergauführer
Ministerialrat Ringshausen
Wirtschaft.
Mein-Mainische Börse.
Alillagsbörse uneinheitlich.
lMüncheN' 1°-, sinete im ; Alli-he Kunstaus! M dein duschen Lutscher Kunst. <
KÄ* IJLdien aus alle
Die Dürbietungen.
Rach den Ansprachen folgte eine bunte und inhaltsreiche Folge von Darbietungen.
Die Chorgruppe I, bestehend aus den Vereinen Heiterkeit (Gießen) und Harmonie (Großen-Linden) unter Leitung von Musiklehrer Schüttler eröffnete den gesanglichen Teil des Abends mit der „Maiennacht" von L. Seibert, eines zu seiner Zeit berühmten Komponisten, von dessen umfangreichem Schaffen mit Recht sich dieses Werk erhalten hat. Das Stück wurde recht gefühlsinnig mit sorglicher Beachtung der Melodiebögen und der dynamischep Steigerungen, besonders am Schluß, gesungen. Das kniffelige und witzige „Mädele ruck" von Plötzeneder wirkt durch die schwierigen Synkopen rein instrumental. Herr Schüttler führte seinen Chor sicher über die vielen Klippen und ließ die Melodienverteilung in den einzelnen Stimmen deutlich aufleuchten.
Unser Heimatdichter Georg Heß entbot hieran den Sängern in seiner bekannten humorvollen Art den Gruß in der oberhessischen Sängerstadt Gießen. Georg Heß verstand es ausgezeichnet, die hohen ideellen Werte des deutschen Liedes und dessen begeisterte Pflege, insbesondere auch in der dörflichen Lebensgemeinschaft, herauszustellen, ebenso die ewigen Werte des heimatverbundenen Volkstums und der engen Gemeinschaft aller Volksgenossen in Stadt und Land zu betonen. Der humorgewürzte, feinsinnige Vortrag fand bei den Zuhörern wohlverdienten begeisterten Beifall.
Anschließend erfteute die Tanzgruppe des Bundes für Volkstum und Heimat unter Leitung von Fräulein Hübner, Gießen, mit schönen Volkstanzweisen, die das lobenswerte Bestreben unserer Jugend auf diesem Gebiete unter Beweis stellten und verdiente dankbare Anerkennung fanden.
Das Musikkorps unter Leitung von Musikmeister Wohlfahrt brachte anscbließend die melodienreiche Komposition „Hofballtünze" von Lanner ausgezeichnet zu Gehör und konnte dafür verdienten dankbaren Beifall ernten.
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(155,25), Hoesch 113,75, Verein. Stahl 107, Rhein- stahl 141, AEG. 118, Bemberg 138 (138,25), Bekula 160, Daimler 136,25 (136,50), Erdöl 130,50, Scheide- anstalt 220, Gesfürel 138, Metallgesellschaft 131,50, Moenus 129, Rheinmetall 132,50 (132,75), Demag 146,75 (147), Schuckert 172 (172,25), Reichsbank 194,65 (194,75). Am Rentenmarkt bröckelten Reichsaltbesitz 0,13 v. H. ab auf 131,75. Im Freiverkehr bestand für 5 v. H. Harpener Obl. von 1937 zu 102 größere Nachfrage. Kommunal-Umschuldung nannte man mit uno. 95,90.
Frankfurter Obst- und Gemüfemarkt.
Frankfurt a. M., 8. Juli. Die Witterungs- schaden im Frühjahr wirken sich an den Obst- Märkten in meist nur schwachen Zufuhren aus. So blieb das Angebot von Kirschen, Pfirsichen und Stachelbeeren unzureichend, auch Erdbeeren hatten nux noch geringe Anlieferungen, hingegen standen Himbeeren' und' Johannisbeeren etwas mehr zum Verkauf. Heidelbeeren kamen erstmals in ganz geringen Mengen auf den Markt. Bei festen Prstjen gestaltete sich der Absatz durchweg gut. Aus dem Ausland geringes Angebot von Aprikosen und Pfirsichen.
Am Gemüsemarkt stand Blumenkohl im Vordergrund, auch Erbsen, Karotten, Kohlrabi und Frühkartoffeln waren reichlicher angeboten, während die Zufuhren in Gurken, Weiß- und Rotkraut und in Wirsing ungenügend blieben. Bei kaum veränderten Preisen war das Geschäft nicht überall voll zufriedenstellend. Ausländische Tomaten, Gurken und Zwiebeln waren nur schwach vertreten und wurde» flott abgesetzt.
Frankfurt a. M., 8. Juli. An der heutigen Börse erfolgten zwar weiterhin die bekannten Kapi- talumschichtungsverkäuse, sie waren aber merklich geringer als an den letzten Tagen. Die Aufnahmeneigung gestaltete sich etwas fteundlicher, daneben kamen auch kleine Anlagekäuse zur Ausführung.
Am Aktienmarkt war die Kursentwicklung allerdings sehr uneinheitlick, ebenso hielten sich die Umsätze nach wie vor in sehr engen Grenzen. Im Durchschnitt gingen die Abweichungen kaum über 0,50 bis 1 v. H. hinaus. Weiter gedrückt waren jedoch Scheideanstalt mit 220 (222,50), ferner Metallgesellschaft mit 131,50 (135,50), wobei es sich ausschließlich um jüdische Verkäufe handelte. Von Bergwerkswerten verzeichneten Buderus eine Erholung auf 115,50 (114), Hoesch gewannen 0,90 v. H. ' auf 113,90, anderseits verloren Mannesmann 0,75, Harpener 1 und Verein. Stahl 0,25 v. H.; die Erzeugungsziffern der Verein. Stahl im zweiten Vierteljahr 1938 waren der Börse noch nicht bekannt. * IG.-Farben blieben mit 155 behauptet, Zement Heidelberg stiegen um 1 v. H. auf 154,75 und AG.
ür Verkehr und Fellen erholten sich um je 0,50 v. H., , während Maschinen- und Motorenwerte Schwankungen von 0,25 v. H. aufwiesen.
Für Renten hielt das Kaufinteresse an, wenngleich nennenswerte Umsätze weiterhin ausblieben. Reichsaltbesitz um). 131,90, Kommunal-Umschuldung nicht ganz gehalten mit 95,88 (95,90). Auch späte Schuldbuchforderungen 0,13 v. H. niedriger mit 99,25. Industrie-Obligationen tendierten uneinheitlich, 6 v. H. Mainkraft 100,75 (101), 5 v. H. Röchling 101,75 (101,25). Goldpfandbriefe bei kleiner Nachfrage unverändert, von Liquidationswerten Pfälzische 101,40 (101). Stadtanleihen lagen unverändert. Schutzgebietsanleihen gingen auf 11,98 (12) zurück. Kommunal-Umschuldung waren im Verlaufe zu 95,90 angeboten.
Die zweite Börsenstunde brachte zwar keine Belebung des Geschäftes, so daß auch in den meisten Fälle keine weiteren Notierungen erfolgten, doch stellten sich verschiedentlich leichte Besserungen ein, da Angebot kaum noch herauskam. IG.-Farben 155,25 nach 155, Verein. Stahl 107 nach 106,75, Mannesmann 112,50 nach 112, Zement Heidelberg
Ministerialrat Ringshausen betonte sodann, der deutsche Mensch habe sich immer treu bekannt zu seinen ureigensten Werten, zu seinen Taten und zu seinen Opfern. Diese Taten und Opfer seien stets um so größer und erfolgreicher gewesen, je mehr er schöpfen konnte aus dem Quell deutscher Werte. Die freudige Bejahung oon' Opfer, Kampf und Arbeit habe der deutsche'Mensch stets auch zum Ausdruck gebracht durch das deutsche Lied. So wissen wir, daß die nationalsozialistischen Formationen, die das heutige Reich erobert haben, sich in diesem Glauben in starkem Kampfe durchgerungen haben mit fröh
lichem Gesang. Und wir wissen ferner, daß von diesem fröhlichen Gesang auch die starken Bataillone unserer Wehrmacht getragen werden und daß eben» i falls unsere deutsche Arbeit mit fröhlichem Gesang geleistet wird. So haben wir heute ein neues Vaterland, in dem Freude und Zufriedenheit der Menschen herrschen. Demgegenüber sehen wir in den sog.
steigernde Meisterung von Schwierigkeiten führten Friedrich H e g a r dem Sondergebiete der C Horba l l a d e zu, wo er in sinnvoller Ausnützung der Klangfarben, des Aufbaues der Klänge, der gespanntesten Deklamationslinie und bildstarker Kraft der darstellenden Mittel große Wirkungen erreichte, die manchen Nachfolger verlocken mochten.
Und doch, gegenüber dieser Klangpracht und Monumentalität blieb dennoch das Volkslied «ieger, das zeigte das große „V o l k s l i e d e r b u ch vor dem Kriege, das bestätigte die Volksliedpftege m der Nachkriegszeit, wenngleich hier zuweilen los polyphone Prinzip um jeden Preis durchgesetzt werden wollte. Wie aber die neu erwachenden Schaffenskräfte der Gegenwart sich m chrer Ausrichtung zum Volkhaften, mit Klarheit und Werkgebundenheit der Mittel regen davon zeugte das letzte Konzert des Bauer'sch en Gesangvereins mit dem neuen Liedgut von dem Vres- lauer Sängerfest. Davon werden auch die kommenden Tage in Gießen künden.
Jetzt, wo die Grenzen Großdeutschland in einem umfassen, ist das Wirklichkeit geworden, was B i s - marck 1893 zu den Sängern sprach: „Des deu^ schen Liedes Klang hat die Herzen gewonnen ich zähle es zu den Imponderabilien, die den Erfolg unserer Einheitsbestrebungen eingeleitet und erleichtert haben. Und so möchte ich das deutsche Lied als Kriegsverbündeten für die Zukunft nicht unterschätzt wissen." Und heute gilt mehr als je zuvor das, was der Führer den Sängern in Breslau zurief als Anerkennung und gleichzeitige Aufgabe und verantwortungsvolle Pflicht: „Sänger sind sie und sind damit Sprecher des deutschen Volkstums."
unserer Feier Krone, daß wir mit jedem gemeinsamen Liede Deutschlands Herzen zur größeren heißersehnten Einheit an unserem Teile zu|arnrnen- sinqen helfen." — Wenn auch die kommenden politischen Ereignisse den Plan einer fünfjährigen Wiederholung des Festes nicht ermöglichen ließen, so fand doch der Kampfesgeist von 1870 m Karl Wilhelms Männerchorlied „Die Wacht am Rl)ein" fein Symbol. Hier war es em Verdienst des deutschen Sängerbundes, daß er dem Komponisten für feinen Ruhestand vom Reich eine Rente erwirkte. Aus der Reihe der Sangerfeste stehen vielen noch die Tage der Wiener Schubert- Weihe 1928, die das Deutfchbewußtfein herauf- wallen ließen, und allen noch die Breslauer Tage in hellster Erinnerung! *
Als einer Sonderart der Mufikpflege waren dem Männerchor durch feine Ausdrucksmittel, Klangmöglichkeiten und nicht zuletzt durch die Gesinnung feiner Träger eigene Wege gezeichnet. Aber erst allmählich konnten die zukommenden Werke erwachsen. Die Gesänge Michael Haydns und auch die von L. von Call (ab 1802 erschienen), waren „keine Chorsätze, sowohl durch den musikalischen Stil wie auch durch die Textauswahl", wie N ä g e 11 feWellt, er selber gab ebenso den Auftakt zum Neu- schaffen, wie es im Norden die Liederta-el mit Zelter an der Spitze tat. Erst die erwachte vaterländische Dichtung (E. M. Arndt, Schenkendorf, Theodor Körner, Uhland, Hauff u. v. a.) weckte den Musiker. Dem Nachhall der patriotischen Hochstimmung Berlins 1814 gibt K. M. von Weber mit seinen Gesängen aus Körners ,Leier und Schwert" — „Lützows
berg geleitete Vereinigung bestand aus den Ver» einen „Eintracht" Steinberg ui><„Frohstnn Gar- benteich. Es wurde zuerst gelingen „Lustiger Matrosensang" in der Bearbeitung von Nellius. Das Stück ist nur für große Chöre gedacht, da durch Stimmteilung die Bierftimmigkeit oft überschritten wird. Die Chorgruppe sang das Werk klanglich gut abgewogen und stellte den ruhigen Mittelsatzui rechten Gegensatz zu den bewegten Ecksatzen. Das liebliche Madrigal „An einem Bachlein wirkte durch eine gute dynamische Abtönung.
Außerhalb der Folge sang die ©angeroereimgung Lollar in Verbindung mit dem sungverein Wieseck unter Leitung von H. May er (Wieseck) zwei Chöre, den „Waldmorgen" von Köllnet und „Morgen marschieren wir" von Stilz recht gefällig uni) das Lied von Stilz mit dem nötigen Humor. Ebenso führte diese Vereinigung den gesanglichen Teil bet dem Walzer „An der schönen blauen Donau mtt guten Gelingen aus. Auch zu diesem Straußschen Walzer brachte die Tanzgruppe des Turnvereins Wieseck unter Leitung von Lehrer Heller eine Fülle schöner Tanzfiguren, die wiederum mit viel Anmut und mit Freude aller mitwirkenden Mad- chen an der dankbaren Aufgabe durch geführt wurden. Wieder gab es am Schlüsse starken Beifall
Das Musikkorps unserer 116er beschloß den scho» nen Abend mit der ausgezeichneten Darbietung zweier Kompositionen von Lehär und Kampsert. Dem Musikkorps, das sich um den genußreichen Ver- lauf des Abends sehr verdient gemacht hat wurde auch hier wieder mit lebhaftem Beifall gedankt.
Landkreis Gießen.
£ Wieseck, 8. Juli. Die hiesige Spar- und Darlehenskasse hat das Grundstück Gießener Straße 95 erworben, um ihre Geschafts- telle darin unterzubringen. Es wurde dies notwendig, um dem immer stärker werdenden Ge, schäftsverkehr Rechnung zu tragen.
# Mainzlar, 8. Juli. Die Deutsche Arbeitsfront gründete in den hiesigen Didie r w e r k * n eine Betriebssportgemeinschaft. Etwa 50 Arbeitskameraden haben sich bis jetzt hierzu ge-
Manne, der uns das neue Reich bereitet hat, der den Aufbau vollzieht und auch uns die Kraft verleiht, die er unserem neuen großen Reiche gegeben hat. Darum ist auch der Sinn dieses Gausängerfestes der, ein freudiges Bekenntnis abzulegen zu unferm Führer, zu unjerm Volk und unferm großen, starken Vaterland. Darum steht schon am Beginn dieses Sängerfestes das Bekenntnis zu unferm Führer und zum deutschen Daterlande!
Mit freudiger Begeisterung stimmte die große Festgemeinschaft in den von dem Redner ausgebrachten Gruß der Treue und des Gelöbnisses der unverbrüchlichen Gefolgschaft zu unferm Führer
Demokratien, daß dort der fröhliche Gesang nicht den Wert hat, wie bei uns. Wenn wir uns heute durchgerungen haben zur Fröhlichkeit und der deutsche Gesang unserem Volke diese große Freude bereitet, so ist das eine Freude, die sich auf die Wiedererweckung der Werte gründet, die wahrhaft deutsch sind, die dem Wesen und der Art des deutschen Volkes voll entsprechen. Das deutsche Volk bejaht heute wieder seine eigenen Werte, und das ist seine innere Freude, die in der Pflege des deutschen Liedes zum Ausdruck kommt und ihre Träger in den Gesangvereinen hat. Deren Aufgabe ist es, die Fahne des deutschen Gesangs voranzutragen in die deutsche Zukunft, damit unfer Volk diese Zukunft freubig bejaht durch das Bekenntnis zu dem
155,25 nach 154,75, dagegen Daimler 136,50 nach 136,75. Von den später notierten Papieren lagen Schiffahrtsaktien schwach, Hapag nach Pause 71,50 (74,75), sonst hielten sich die Veränderungen innerhalb eines Prozentes. Bekula um 2 v. H. erholt auf 160.
Abenddörfe gut behauptet.
Die Abendbörfe nahm mangels Aufträgen einen ruhigen Verlauf. Anschließend an den Mittagsverkehr war die Grundhaltung gut behauptet. Angebot trat kam auf. Soweit noch kleine Ermäßigungen, die kaum mehr als 0,25 v. H. ausmachten, vorgenommen wurden, stellten sie Anpaffungen an Berlin dar. Weiter gedrückt Hapag mit 70,50 (71,50). Etwas höher kamen Ahlerwerke mit 114,50 (114,25)
wilde Jagd", „Schwertlied", — unvergleichliches musikalisches Wesen von unerschöpflicher zündender Begeisterung. Franz Schubert stellt mit leinen Gesängen in schönster reifster Form den Choren bereichernde musikalifche Aufgaben, um die fid) der „Wiener Männer-Gesangverein" und der Wiener Schubert-Chor unvergeßlich für alle Zeiten verdienten. Groß ist die Zahl der Schaffenden in ihrem Bemühen um den Männergefang; Erbauliches Treffendes und Förderndes verdanken wir ihnen, wenn auch oft beeinflußt von den Strömungen der Zeit. Die Großen unserer Musiker haben jeder zu seinem Teil immer dem Mannerchor das ihm Zukommende in persönlicher Gestalt als Aufgabe gestellt. (Kreutzer, Marschner, Robert Schumann, Joh. Brahms, Franz Liszt, Richard Wagner, Anton Bruckner, Hugo Wolf, Max Reger u. a m.)
Durch die ständig wachsende Zahl seiner Mitglieder mit breitestem Grunde im Volkstum ver- wurzelt, muhte der Männergefang zum berufensten Träger des Volksliedes werden. Der Tübinger Unioersitätsdirektor Friedrich Sil- cher zeigte mit feinem Hauptwerk: „Zwölf Hefte Volkslieder, gesammelt und für vier Männerstimmen gefetzt" (erschienen 1826 bis 1860) Unvergängliches in feinsinnigem, innigem Durchleben und rückte durch feine eigenen Weifen „Aennchen von Tharau", „Morgen muß ich fort von hier", „Nun leb wohl, du kleine Gaffe" u. a. m. m die engste Nähe des Volksliedes. Im gleichen Bestreben begegnete ihm in Berlin der 1807 zu Wetzlar geborene Ludwig Erk. .. .. _
Die zunehmende Größe der Chore, die äußerste Differenzierung der Ausdrucksmöglichkeiten, die sich
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Oie ersten Ereignisse beim 3. Hess. Gaufängerfest
Eröffnungssitzung. - Begrüßungsabend mit vielseitigen Darbietungen.
Fähnen wehen feit ^gestern in den Straßen der l Stadt Gießen. Mit diesem Schmuck drückt unsere 1 Bevölkerung ihre freudige Anteilnahme an dem 3. Hessischen Gausängerfest in Gießen aus. Der gestrige Freitag brachte den Auftakt zu dem großen Sängertreffen. Zwar zeigte sich das Wetter am gestrigen Tage nicht von der besten Seite, aber seit dem heutigen Samstagvormittag sind nach dieser Richtung hin die Aussichten für das Sängör- sest wesentlich besser geworden. Blauer Himmel und strahlender Sonnenschein leuchten über der Feftstadt, in der seit, heute früh die Sänger aus allen Teilen des Sängergaues eintreffen.
Die Eröffnung.
Zu der feierlichen Eröffnung des 3. Hessischen Gausängerfestes hatten sich am Freitagnachmittag im Hotel Schütz bereits die Sängerkreisführer und die Kreischorleiter der 27 Sängerkreise des Sänger- Gaues eingefunden. Ihnen entbot der stellv. Sänger- gauführer, Schulrat Born (Darmstadt), namens des Sängergauführers, Ministerialrats Rings- Haufen, herzliche Willkommensgrüße.
Der Sängerkreisführer des festgebenden Kreises Gießen. Ingenieur Karl Müller, übermittelte herzliche Grüße in der Garnison- und Universitätsstadt Gießen, die in bereitwilliger Weise alles getan hat, um dieser Kundgebung für das deutsche Lied zu einem eindrucksvollen Verlauf zu verhelfen.
Prooinzführer Ludwig Wendler (Bad-Nau- heim) gab der Freude darüber Ausdruck, daß die Stunde gekommen ist, in der die hessischen Sänger sich durch diese machtvolle Kundgebung zum deutschen Männergesang bekennen werden. Er schilderte dann die sehr schwierigen Vorarbeiten und dankte allen Mitarbeitern. k
Schulrat Born besprach hierauf die technischen Dinge der kommenden Festtage und gab die bereits eingelaufenen Glückwunschschreiben bekannt. Dann nahm er die Verpflichtung einiger Sängerkreisführer vor, die nach ihrer kommissarischen Bestellung mit Dank und Anerkennung nun endgültig bestätigt wurden. Besonderen Dank sprach er dem Sängerkreisführer Fritz Kling jun. (Wetzlar) für seine Einsatzbereitschaft aus. Dann verpflichtete er im Namen des Sängergauführers die Sängerkreisführer: Karl Müller (Gießen), Ludwig Dönges (Merlau) vom Ohm-Lumda-Kreis, Fritz Kling jun. (Wetzlar) Kreis SolmsMetzlar, Valentin Aha (Lauterbach) Kreis Vogelsberg-Nord, Lehrer O b e r - heim (Ober-Lais) Kreis Vogelsberg-Süd, Willi


