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Soldaten im Wehrmachls-Meisterschaslskamps

täte aber nur Kraul-Staffel

drohte, am besten verbringen könnte. Ob man viel.

itg

(Nachdruck verboten!)

23 Fortsetzung.

weitersprechen mochte.

oroyre, am oejieu ununuym *-v* \ 2

mxhni llbriaens nur 0ie5 eme u/im. mf, leicht einmal das Einerlei von Torbole durch einen al?wäre zwischen ihr und dem Einst, das sich mit Ausflug nach Bozen unterbräche? Man konnte diesen beiden Namen verband, ein eiserner Vorhang zum AbendwiederzuruckelmOder ob' nmnaar XS. den sie niemals Meder heben würde, einmal durch das schone Suganertal. nachVenedi

Nachdem sie einmal nicht leicht zu Otten- rieths Wesen und Charakter Zutrauen gefaßt, wurde sie auch ihm gegenüber aufgeschlossener und gesprä­chiger. Das Nonnenhaste ihrer Haltung, ihrer Er­scheinung fiel täglich mehr von ihr ab. Und immer wieder sagte er sich voll Bewunderung: Wie schön muß diese Frau gewesen sein. Aber dann lachte er über sich selber, denn er brauchte ja nur Renata an­anzusehen und wußte genau, wie schön die Mutter gewesen war. Immer wieder, wenn er sie zusammen erblickte, kam es ihm vor, als wären sie Schwestern, eine ältere, eine jüngere.

Hölting mit 55,7 Sekunden, lieber 110 Meter Hür- den kommen für den Endsieg nur Leutnant Holling und Feldwebel Scheele mit je 15,8 Sekunden in Frage. Im Speerwerfen führt nach dem Vorkampf Leutnant Gerdes Mit 63,85 Meter. Feldwebel Blast erwies sich im Hammerwerfen mit 52,96 Meter und im Kugelstoßen mit 14,94 Meter als der Beste. Im Handgranatenwerfen hat Uffz. Wenzeck mit 70,61 Meter die besten Siegesaussichten. Feldwebel Lei- churn kam im WMprung als einziger auf 7 Meter,

Auch den toten Oberst und San Bartolomeo er­wähnte sie übrigens nur dies eine Mal. Es war, _ ' 1?*... _____fr. fr. >\ne firk mit

an den Straßenecken.

Wenn die Truppe nach Riva kommt , scherzte Ottenrieth zu seinen beiden Damen,gehen wir alle hin, und ich spiele noch einmal den Direktor von der Alchimie!"

Er hatte übrigens wieder, wie so oft schon, über das närrische Schicksal zu staunen, als am nächsten Tage der Baron ihm einen alten Herrn mit weißem Bart bekannt machte, der es fanden sich nach und nach Frsihlingsgäste ein ein paar Tische von ihnen entfernt gesessen hatte:Mein Onkel Purg- staller von der Alchimie in Innsbruck!"

Donnerwetter!" fuhr es Ottenrieth heraus.Von der Alpinen Chemie? Da sind wir ja mal kurze Zeit Kollegen gewesen!"

Der Onkel konnte sich an keinen Kollegen namens Ottenrieth erinnern.Schreiben Sie sich wie der bekannte Komponist?" Und Leutstetten mußte lachend den Zusammenhang erklären.

An einem Sonntagmorgen, nach dem Frühstück, stand Ottenrieth, wie er gern tat, mit einer Ziga­rette in der gewölbten Einfahrt und überlegte, wie man den Tag, der ein wenig grau zu werden

Rundfunkprogramm

Sonntag, 10. 3ult

und im 100-Meter-Lauf erreichte Leichum mit 10,7 Sekunden die beste Zeit. Im M-Meter-Lauf setzte sich Uffz. Riecher mit 22,4 Sekunden an die Spitze. Uffz. Linnhoff lief die 400 Meter verhalten in 50 Sekunden. Die beste Vorlaufzeit über 4X100 Meter erzielte das Jnf.-Regiment 31 mit 45 Sekunden, über 4 X 400 Meter die Flugwaffe Staaken mit dem Schlußmann Lintthoff mit 3:23,9 Minuten. Beste Mannschaft über 4X1500 Meter war die 8: Kompanie des Jnf.-Regts. 109 mit 10:13,9 Mm.

Im Modernen Fünfkampf führte die Klasse A im Aaper Wald die Schießprüfung durch. Leutnant Lemp, der im Gesamt nach dem Fechten auf den vierten Platz vorgerückt war, setz'te sich als bester Schütze mit 195 Ringen von 200 möglichen an die Spitze mit 25 Punkten. An zweiter Stelle liegt Oberleutnant Freiherr von Schlocheim mit

Wegen meines Vertrages? Gut, so soll er kom­men. Wir wollen ihn sprechen. Er sagt zwar, daß er dich sprechen muß, aber es scheint sich ja doch um mich zu handeln."

INonlag, 11. Juli.

5 Uhr: Von Breslau: Frühmüsik. 5.45: Ruf ins Land. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gym­nastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 9.50: Gibt cs ein Lebensgesetz? 11.45: Volk und Wirtschaft. Hilfe für die Kinderreichen. 12: Von Hamburg (aus Hannover): Schloßkonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Von Hamburg (aus Hannover): Schloßkonzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.15: Von Hamburg: Musikalische Kurzweil. J5: Für unsere Kinder. 16: Von Koblenz: Nachmittagskonzert. Vom Rhein zur Donau. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Laut­sprecher. 19: Nachrichten. 19.10: Ein Künstlerleben. Hörfolge um den Liedkomponisten Hugo Wolf. 20: Mit fröhlichen Menschen unterwegs. Heiteres von KdF.-Fcchrten, von Paul Georg Münch. 20.15: Von Freiburg: Konzert anläßlich des Freiburger Schu­bert-Festes. 22: Nachrichten. 22.15: Kamerad, wo bist du! 22.35: Don Köln: Unterhaltungsmusik. 24 bis 3: NachtkonZert. ,

UHL Seltersweg Nr. 67

adiO Telephon Nr. 3170

eparaturen '»M t

manchem der Gedanke gekommen fein: Wenn wir unseren Führer nicht hätten, so wäre uns wohl manches solche Erlebnis, wie das dieser Lagertage, versagt geblieben. Unser Lagerleiter gab uns meh­rere Male Gelegenheit, die Baudenkmaler der Stadt Goslar zu besichtigen. , s.

Die Krönung unserer La gern eit war aber me Drei-Tage-Mittelgebirgsfahrt. Zwei Tage lang waren wir auf der Strecke und sahen geradezu einzigartiges von Deutschen und Italienern, Fah­rern und Maschinen. Bei ihnen paarte sich Um­sicht mit Schneid, Vorsicht mit Draufgängertum. Wir fuhren mit dem Gedanken heim, Herrliches aus dem Gebiete der Kameradschaft sowie auf dem Ge­biete des Motorsports erlebt zu haben.

Abendsportfest des Fähnlein 3116.

Dieser Tage traten die Pimpfe des Fähnleins 3/116 zu einem letzten Leistungsvergleich vor den großen Ferien an. Dazu hatten sich noch einige Pimpfe von den anderen Fähnlein eingefunden. Es gab eine Reihe spannender Kämpfe und gute Ergebnisse. , ...

Die Ergebnisse:

60-Meter-Lauf: 1. Nordmann, 8,4 Sek.;

2. Balser, 8,5 Sek.; 3. Lyncker, 8,6 Sek.

Weitsprung: 1- Balser, 4,55 m; 2. NorD- mann, 4,50 m; 3. Lyncker, 4,30 m

Kugelstoßen: 1. Pfann (21/116), 10,88 m, 2 Balser, 10,28 m; 3. Nordmann, 9,32 m.

Hochsprung: 1. Balser, f,30 m; 2. Nachti­gall (2/116), 1,20 m; 3. Pfann (21/116) 1,20 m.

1 0 0 0 - Meter - Lauf : 1. van Bentheim, 3,35 Min.; 2. Lyncker, 3,38 Mm.; 3. Pfann (21/116), 3'D r^e i a m pf: 1- Balser, 305 P.; 2. Nord­mann, 288 P.; 3. Pfann (21/116), 279 PüEe.

Fünfkampf: 1- Pfann (21/116), 440 P.; 2. van Bentheim, 438 P.; 3. Winter 348 Punkte.

Weitsprung Klasse II: 1. Nachtigall, 4,90 m; 2. Herold, 4,72 m

1006-Meter-Laus Klasse II: 1. Storck, 3'D r?Upt r"u n g Klasse II: 1. Herold, 9,66 m;

: 2. van Bentheim, 8,50 m; 3. Storck, 8,40 m.

. (Sofern die Fähnleinzugehörigkeit nicht besonders [ genannt ist, gehören die Wettkampfteilnehmer dem I Fähnlein 3/116 an.)

Oie Gießener Motor-SZ. im Harzer ; Motorsportlager.

Der Bericht eines Teilnehmers.

Am Tage der Abfahrt in den Harz standen wir alle gespannt am Bahnhof, um auf den Sonderzug , zu warten, der uns nach Goslar bringen sollte. Wir Gießener saßen in einem Abteil und verbrachten uns die langen Stunden mit Singen und Erzählen. In Goslar angekommen, marschierte die ganze La­gerbesatzung in das etwa 20 Minuten von der Stadt entfernte Lager. Als wir hinkamen, machten wir doch große Augen. Das Lager lag auf einem Berge, und die Zelte schmiegten sich wie Kletten an den Abhang an. Ringsum ragten die Berge des Harzes auf. Nach dem Abendessen wurden die Banne in die Zelte aufgeteilt, und dann ging es gleich schlafen.

Bei gutem Wetter mar um 5 Uhr Wecken. Ein erfrischender Waldlauf durch die herrlichen, dyftigen Harzwälder trieb uns die Müdigkeit aus den Kno­chen. Nach dem Waschen wurde Kaffee empfangen und dann kam die eigentliche Eröffnung des Tages: die Flaggenparade. . , ...

Das ganze Lager war in fünf Zuge aufgeteilt. Der eine Zug hatte nun technische Ausbildung, der andere Fahrdienst. Ein Zug ging schießen, der an­dere hatte Sport, und der letzte machte Erdarbeiten zur Verschönerung unseres Lagers, z. B. Treppen­bau zur Waschstelle oder ein Zaun um das Lager. Am beliebtesten war natürlich die Ausbildung. Die Männer des Korps, unsere Ausbilder, leisteten ganz hervorragende Arbeit, und wir verdanken ihnen be­stimmte vieles, was wir zur Abnahmeprüfung zum Führerschein andernfalls nicht gewußt hätten.

Am Sonntag war die Harzfahrt der Motor-HF. Wir waren den ganzen Tag auf der Strecke und hatten Gelegenheit, den Schneid unserer Kameraden zu bewundern. Am Abend, bei der Siegerehrung, hörten wir aus des Korpführers Mund, der übri­gens jedem der'Fahrer eine Uhr überreicht hatte, Lobworte über die Leistungen unserer Kameraden.

Oesters hielten wir Heimabende ab, bei denen die Bevölkerung der Stadt Goslar Gelegenheit hatte, sich unseren Betrieb anzusehen. Wenn wir nun schweigend in der Schiefergrube, in der unser Füh­rer einmal zu 30 000 Menschen sprach, oder in einer Schlucht in der Nähe des Lagers an loderndem Feuer unter fternenbefätem Himmel saßen, so mag

hinunterschlenderte? Da kam Leutstetten die Ufer­straße entlang auf das Haus zu, barhäuptig und in seinem rohseidenen Anzug wie immer» und schwenkte schon von weitem einen Brief

Für das Fräulein Braut! Der Hausdiener vom Benaco" hat ihn mir eben zugesteckt."

Ottenrieth besah den Umschlag. Hotelumschlag. Eine Marke war nicht darauf. Die Handjchnft

Nein, Lieber, laß mich ihn allein sprechen. Er ist ja offenbar wirklich nicht ganz bei Tröste, und wenn ihr zusammengeratet, nachdem er es nun doch einmal durch das Zimmermädchen erfahren hat, ich fürchte, dabei kommt nichts Gutes heraus. Wenn es etwas Ernsthaftes ist, bann bringe ich ihn dir.

Du bist viel zu gut mit dem Fratz! Im August hast du ihn anders abgefertigt. Aber schön, mache, wie du sagst. Schick nach ihm. Ich gehe solange nach oben."

Nein, ich werde mit ihm einen Spaziergang machen. Da hab ich ihn an der Seine, und er kann zwar bellen, aber nicht beißen. Wir gehen den Lugolago entlang. Falls dich Eifersucht plagt, kannst du uns mit dem Fernglas verfolgen."

Sie winkte ihm zu und ging, so wie sie war, nach dem Hafen zu, rief den Hausdiener vomBe­naco" herbei und schickte ihn hinein, Herrn Arm­bruster zu sagen, sie erwarte ihn hier draußen.

Er kam sofort herausgeschossen, Ottenrieth sah es noch, als er sich zum Geyen wandte. Er hatte hinter der Spiegelscheibe des Kaffeehauses gesessen und unruhig auf Antwort geharrt.

Aber, Fritz!" sagte sie lachend und strecke ihm die Hand hin und warf dabei den Kopf zurück, wie es ihre Gewohnheit war, wenn sie jemand be­grüßte.Fährst du mir denn immer nach, wenn ich nach Torbole gehe? Wie geht's?"

Er war so erregt, daß er weder auf ihren Scherz, noch auf ihre Frage antwortete.

Ich bin dir sehr dankbar", stieß er hervor,daß du mich diesmal nicht einfach wegschickst w'e da­mals. Hättest du damals auf mich gehört, du hattest dir. manches erspart." Dabei sah er sie mit einem so blitzenden Blick aus seinen runden Augen an, daß sie lachen mußte. Aber ihr Lachen klang nicht ganz frei. ,

Ich bin leider nicht sehr sparsam veranlagt, Fritz", sagte sie,und wenn du nichts weiter vor- : zubringen hast, als diese geheimnisvolle Erklärung, t dann übe du die Tugend, die mir fehlt, und spare > deine Worte."

(Fortsetzung folgt!)

niedergesunken, den sie niemals Mieder heben würde.

Renata und Ottenrieth selbst waren damit be­schäftigt, sich ihre gemeinsame Zukunst auszumalen und in immer neuen Grundrissen zu entwerfen. Daß sie ihren Wohnsitz in Wien nehmen wurden, galt ihnen für selbstverständlich: beide liebten die trotz Kriegs- und Nachkriegszeit heitere Stadt und ihr beschwingtes Leben. Auch banden ja Die ge- chäftlichen Dinge, von den künstlerischen nie ganz zu trennen, Ottenrieth stark an Wien. Wie stark, das merkte er jeden Tag an der Post, die der ein­zige Briefträger des kleinen Postamts ihm m das Haus trug, und mit deren Erledigung er, sehr zu seinem Leidwesen, ganze Vormittage verbrachte. Der Erfolg derLiebesfuge vom Gardasee hielt an; schon hatten Konzertvereinigungen im Reich und in der Schweiz begonnen, sich ernhaft dafür zu interessieren.Diana von der Donau und der Hellblaue Engel" eroberten sich ebenfalls immer mehr Bühnen; dieStagione Franceschim" zog mit demEngel" durch die großen und kleinen Städte Norditaliens: die mannshohen Plakate mit der SchlagzeileAngelo azzurro" klebten überall

Bei den Ersten Deutschen Wehrmachtmeisterschaften in Düsseldorf wurden am Donnerstag auf der Bahn im Rheinstadion sämtliche Meister im Schwimmen ermittelt. Zahlreiche Zuschauer hatten sich bei dem herrlichen Sommerwetter eingefunden. .Gefreiter Przywara, der schon am Vormittag die Meisterschaft über 1500 Meter Kraul gewonnen hatte, sicherte sich auch überlegen den Titel über 400 Meter Kraul, lieber 200 Meter Brust wurde überraschend Gest. Schaller Sieger;'man hatte hier den Gefr. Tigge- nrann an der Spitze erwartet. Er belegte aber nur den dritten Platz. In der 4X2O0-m-Kraul^Staffel stellte die Schiffsartillerieschule die schnellsten Schwimmer. General von Reichenau, der oberste Schiedsrichter bei den Wchrmachtmeisterschasten, ehrte die Sieger.

Leutnant Lemp

kannte £r nicht.

Na, dann schicken Sie's nur hinauf, Baron. Die Damen sind oben." .

' ,,©ar nicht eifersüchtig? Bei einer Herrenhand- chrift? Sie sind ja ein Muster von einem Brau- ^Wer mag ihr schreiben, dachte Ottenrieth. Auf jeden Fall war es eine deutsche Handschrift gewesen, keine italienische.

Nach einer Weile kam Renata herunter. Sie ver­suchte, belustigt auszusehen, aber es gelang ihr nicht ganz. Etwas wie Furcht saß unruhig in ihren Augen.

Sieh, was ich bekommen habe!"

Ottenrieth faltete den Bogen auseinander und lQ^ßiebe Reh! Entschuldige, daß ich dich noch so nenne, und entschuldige überhaupt den Ueberfall, ich bin plötzlich wieder da, wohne hier imBenaco und muß dich unbedingt sprechen, horst Du, un­bedingt, es ist in Deinem Interesse, weil ich Dich warnen muß, dringend warnen: Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie dringend. Das Z'mmer- mädchxn sagt, Du bist mit Ottemsieth verlobt, aber Zimmermädchen schwatzen viel, und ich wich es nicht glauben und hoffe, ich komme noch zur reasten Zeit. Ueberhöre meine Warnung nicht, Du wurdest es ewig bereuen! Sage mir, wann ich Dich besuchen kann. Dein Fritz." . . ,

Fritz Armbruster?" fragte Ottenrieth und sah Renata in die Augen.Das Mondgesicht? Na höre, der Junge ist toll!"^ ...... ..

Der Brief klingt so sonderbar, findest du nicht? Verrückt und melodramatisch wie ein Dreyorgol- manh, und doch ist ein Ton darin, ich weiß nicht ich möchte ihn doch hören, ich habe ein etwas schlechtes Gewissen ihm gegenüber?"

Am gestrigen letzten Tag der Schwurgenchtspenode wurde die Verhandlung gegen die H.R. und den R.O. aus Bad-Nauheim wegen Kindestötung und versuchter Abtreibung bzw. versuchter Abtreibung, Begünstigung und Erpressung, zu Ende geführt. Die Angeklagte R., die geschieden ist, hatte im November v. I. em Kind zur Welt gebracht, um das sie sich überhaupt nicht kümmerte, so daß es ein paar Stunden spater starb. Vorher soll nach der Darstellung der Ange­klagten der Mitangeklagte O. mit ihrem Einver­ständnis mehrere Abtreibungsversuche vorgenommen haben, die aber nicht zu dem gewünschten Ergebnis führten. Sie versteckte dann die Kindesleiche in der Schublade eines Schrankes, wo es der Angeklagte O. gelegentlich des Umzugs der Angeklagten R. ent­deckte. Diese behauptete weiterhin, daß O. ihr beim Beseitigen der Spuren behilflich gewesen sei. Kurze Zeit später sei dann O. mit Erpressungsversuchen an sie herangetreten und habe auch 25 RM. er­halten. Zu ihrer Entlastung behauptete die Ange­klagte, sie habe nach der' Geburt nicht die notige Kraft besessen, sich um das Kind zu kümmern. Dem stand jedoch die Tatsache gegenüber, daß sie gar keine Vorkehrungen für die Geburt traf und das Kind allein zur Welt brachte. Der Angeklagte O. bestritt alles und belastete seinerseits die Ange­klagte auf das schwerste.

Da Tatzeugen nicht vorhanden waren und her Liebhaber der Angeklagten von seinem Zeugnis- verweigerungsrecht Gebrauch machte, hing ne Ent­scheidung des Gerichts davon ab, welchem der bei­den es mehr Glauben schenkte. In Uebereinstim- mung mit dem Vertreter der Staatsanwaltschaft hielt'das Gericht »die Angeklagte R. für glaubwür­diger, da sie von Anfang an geständig war und tm Laufe der Vernehmungen eine stets gl eich ole'.b ende Darstellung der Vorgänge gab. Das Gericht hielt lediglich den Tatbestand der Erpressung bet O. trotz schwerster Bedenken nicht für erwiesen, da O. von der R. schon mehrfach Darlehen erhalten und nach deren Aussage bas Geld auch ohne die geschilderten Begleitumstände erhalten hätte.

Nach mehrstündiger Beratung erging folgendes

Roman von Hans von Hülsen.

Copyright by Prometheus-Verlag, Dr. Eichacker, München-Gröbenzell.

führt im Modernen Fünfkampf.

Am Freitag standen die Ersten Deutschen Wehr­machtmeisterschaften in Düsseldorf im Zeichen der leichtathletischen Kämpfe. Auf der Haupt- kampfbahn und den Nebenplatzen des Düsseldorfer Rheinstadions wurden die Ausscheidungen fortgesetzt. Es herrschte eine drückende Schwüle. Trotzdem waren die Leistungen ausgezeichnet. Alle 800-Meter- Läufer, die sich für die Entscheidung durchsetzten, blieben unter zwei Minuten. Die beste Zeit erzielte Gesteiter Berberich mit 1:57,4 Minuten vor Leut­nant Warnte mit 1:58,3 Minuten. Im 3000-Meter- Hindernislauf steht Feldwebel Heyn mit 9:257 Minuten an der Spitze der Bewerber. Die beste Zeit über 400 Meter Hürden erzielte Leutnant

Urteil: Die Angeklagte R. wird wegen Kindes- tötung und fortgesetzter versuchter Abtreibung unter Zubilligung mildernder Umstände zu einer Ge­sa m t g e f ä n g n i S st r a f e von Zwei Iah- ren und acht Monaten verurteilt. Der An­geklagte O. wird wegen Begünstigung zur Kuwes- tötunq und fortgesetzter versuchter Abtreibung zu einer G e s a m t g e s ä n g n i s st r a f e v o n e l n e m Jahr verurteilt. Die Angeklagte R. erhielt mtt Rücksicht auf ihr Geständnis die Untersuchungshaft mit drei Monaten zwei Wochen angerechnet.

Im Anschluß an die Urteilsverkündung schloß Der Vorsitzende mit Worten des Dankes an die Ge­schworenen die Schwurgerichtsperiode.

Treffen der Landsmannschaften in Frankfurt.

ßpli. Frankfurt a. M., 8. 3ufi. Unter Sei- tung des Amtes Feierabend in der KdF. findet am 7.August in Frankfurt ein Treffen sämt­licher landsmannschaftlichen Vereine im Gau statt, wie es bisher in diesem Umfang noch nicht dagewesen ist. 70 Landsmannichaften be­stehen im Gau Hessen-Nassau; Landsmannschaften aus Ostpreußen, Westpreußen, Danzig, Schleswig-Holstein, Westfalen, Rheinland, Elsaß-Lothringen, Bayern, Schwaben, um nur die wichtigsten zu nennen. Die Mitglieder dieser Landsmannschaften haben hier ihre zweite Heimat gefunden. Sie haben sich zusam­mengeschlossen, um das heimatliche Brauchtum und Volkstum zu pflegen und zu erhalten, wie es sich in der Mundart, in den Liedern, in Trachten, Sit­ten und Bräuchen äußert. Eine Reihe von lands­mannschaftlichen Vereinen besteht bereits feit 60 Jahren.

NS.-Gemeinschast .Fräst durch $reube.

Großer Preis von Deutschland" am 24. 7. 1938.

Zu dem vorstehenden Rennen auf dem Nürburg­ring führen wir eine Omnibusfahrt durch. Der Fahrpreis einschließlich Eintritt zum Rennenl be­trägt 8 RM. p r 4624V

Abfahrt: 3.30 Uhr in Gießen am Haus der Deut­schen Arbeitsfront. e . n

Anmeldungen nimmt die Kartenverkaufsstelle Gießen, Seltersweg 60, entgegen.

Gießener lvochenmcrrktpreise.

* Gießen, 9.Zuli. Aus dem heuttaen Wochen­markt kosteten: feine Molkereibutter, % kg 1,52 Mk., Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 8, Estr, deutsche, Klasse S 13, Klasse A 12X-, Klasse B 12, Klasse C 11'/., Klasse D 10>G Enteneier 11/. bis 12%, Wirsing, % kg 10 bis 20, Weißkraut 20, Rotkraut 30, gelbe Ruben, das Bündel 12 bis 15, rote Rüben 10 bis 15, Ro- mischkohl, /- kg 8 bis 12, Bohnen, grün 30 bis 40, Erbsen 15 bis 30, Tomaten 35 bis 55 Zwiebeln 15 bis 18, das Bündel 10 bis 15, Rhabarber, % kg 12 bis 15, Kartoffeln, alte, % Kg 5 $f-, 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mk., neue, % kg 9 bis 11 Pst Pfirsiche 50 bis 60, Himbeeren 50, Kirschen 70 bis 75, Stachelbeeren 25 bis 40, Johannisbeeren 30 bis 45, Erdbeeren 40 bis 60 Pf., Hahne 1,10 bis 1,15 Mk., Suppenhühner 90 Pf. bis 1-O5 Mk., Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 10 bis 70, Salat 5 bis 10, Salatgurken 30 bis 50, Emmachgurken 8 bis 20, Oberkohlrabi 5 bis 10, Suppengrün 5, Rettich 5 bis 15, das Bündel 20, Radieschen, das Bündel 5 bis 10 Pf. *

** Eine Achtzigjährige. Ihren 8C Ge­burtstag kann am Montag Frau Elise Weis Witwe, Seltersweg 60, begehen. Mit regstem Inter­esse verfolgt sie noch die Zeitgeschchnisse, besonders im Rundfunk und im Gießener Anzeiger, den sie nun schon über 50 Jahre liest.

Schwurgericht Gießen.

Sie machten viele Ausflüge, zu dritt mit dem Wagen. Auf solchen Fahrten, die Gardesana entlang, nach Gardone oder Salo oder auch am rauschenden Ponalefall vorbei in das Ledrotal und zum Lehrosee, entwickelte Grazia Tudesco ihre Pläne. Der Besitz in San Bartolomeo, der nach dem Testament des Obersten ihr gehörte, war zum Verkauf ausgeschrie­ben undenkbar für sie, noch einmal dorthin zuxück- zukehren, wo sie so namenlos gelitten! Es fehlte auch bereits nicht an Angeboten. Zusammen mit dem väterlichen Erbteil würde ihr noch ein genügendes Kapital verbleiben, auch wenn sie hier in Torbole eine kleine Villa erwürbe. Sie hatte sich bereits um­getan und zeigte den Kindern vom Auto aus das Besitztum drüben, über dem See, ganz am Ende des Ortes, schimmerte es weiß zwischen den Olwen- närten, eine kleine Gruppe von Zypressen stand da­vor Der Preis, den sie nannte, schien Ottenrieth vorteilhaft, er redete ihr zu. Ganz in der Nähe, sagte sie, nur ein wenig tiefer über dem See, hätte vor dem Krieg ein ihren Eltern befreundetes Ehepaar, Oesterreicher, ein Landhaus besessen, es sei in der Kriegszeit zerstört worden, über die Trümmer wuchere heute bereits das Gras. Mehr sagte sie nicht darüber^ doch Ottenrieth glaubte an einem leisen Schwanken ihrer Stimme zu merken, daß sie bewegt war und an etwas Schmerzliches dachte und nicht

6 Uhr: Von Hamburg: Hafenkonzert auf dem DampferNeuyork". 8.10: Evangelische Morgen­feier. 8.50: O wie schön ist ein Feiertag! 9.30: Von München: ZumTag der deutschen Kunst": Chor­gesang. 10: Das Schicksal ruht in dir, du sollst es entfalten. 10.30: Unterhaltungskonzert. 11.30: Aus Wiesbaden: Aus den Kuchaus-Kolonnaden: Unter­haltungskonzert. 12: Von Berlin: Mittagskonzert. Als Einlage 13 bis 13.15:Rund um Schotten. Kämpfe der Motorräder im Vogelsberg. 14: Von Stuttgart: Für unsere Kinder. 14.30: Uns gehört der Sonntag! Ein Reigen sorgloser Melodien. 15.15: Von Fpeiburg: Volkstum und Heimat. Hochsommer im Schwarzwald. 16: Aus Wiesbaden: Nachmittags­konzert. Als Einlage 17 bis 17.20 Uhr: Deutsche Schwimm-Meisterschaften in Darmstadt. 18: Dorf» sonntag der Jugend. 18.30: Da lacht Tirol. 19: Nachrichten. 19.10: In fideler Gesellschaft. 19.30: Sporftpiegel des Sonntags. 19.45 Uhr: Deutsche Schwimm-Meisterschaften in Darmstadt. 20: Aus Innsbruck: Fröhlicher Heimatabend. 21.15: Anno dazumal. 21.25: Von Freiburg: Kammermusik an­läßlich des Freiburger Schubertfestes. 22: Nach­richten. 22.15: Sportbericht. 22.20: Von Königsberg: LeichtathleM - Länderkampf Deutschland Polen. 22.40: Musik zur Unterhaltung. 24 bis 3: Nacht­musik. Festkonzert anläßlich des schwäbischen Lieder­festes 1938 in Stuttgart.