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eine weitere Ausfertigung der Gedenkmedaille In Silber dem Stellvertreter des Führers, Rudolf Hetz.
Oer Rundfunk berichtet am Montag von der Ztalienfahrt des Führers.
Berlin, 7. Mai. (DNB) Der deutsche Rundfunk überträgt mit allen seinen Sendern am Mon- tag, 9. Mai, von 2145 Uhr bis 0.30 Uhr den ersten Akt der Oper „Simone Boccanegra" von Verdi aus dem Opernhaus in Florenz Anschließend bringen die Sender Originalberichte von der Abfahrt des Führers. Am gleichen Tage von 16 bis 18 Uhr berichten alle Sender von der Ankunft des Führers auf dem Bahnhof in Florenz und von seinem Eintreffen im Palazzo Pitti. Don 18.45 Uhr bis 19.50 Uhr übertragen
alle Reichssender aus Florenz die Kundgebung vor dem Palazzo Vecchio.
Oer Führer
an die Witwe des Generals Giciliani
Rom, 7. Mai. <DRB> Der Führer und Reichskanzler hat an die Witwe des plötzlich verschiedenen Kommandierenden Generals des Römischen Armeekorps, Graf Siciliani, nachstehendes Telegramm gerichtet: ,Lhrer Exzellenz Gräfin Mathilde Sici- liani, Rom. Das schmerzliche Schicksal, das Sie durch den so plötzlichen Verlust J^res Gatten erlitten hoben, bewegt mich sehr Ich bitte Sie, den Ausdruck meiner wärm st en Anteilnahme entgegenzunehmen. Adolf Hitler."
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Jubelfahrt des Führers durch dos Spalier der Bauern und Bäuerinnen von Santa Marinella. Auf dem Wege zu den Manövern. Der Führer zur Rechten des Königs und Kaisers Victor Emanuel. — (Bildtelegramm. — Scherl-Bilderdienst-Hoffmann-M.)
Englisch-französischer Schritt in Prag.
Prag, 7. Mai. (DNB.) Ministerpräsident Hodscha empfing Außenminister Krofta, der von der Konferenz des Ständigen Rates der Kleinen Entente zurückaekehrt war. Der britische Gesandte Newton besuchte Minister Krofta um 16 Uhr, der französische Gesandte de Lacroix um 17 Uhr. Amtlich wird mitgeteilt, der britische Gesandte habe Minister Krofta der freundschaftlichen Anteilnahme und der Bereitschaft der brittschen Regierung versichert, der tschechoslowakischen Regierung bei ihrem Bestreben behilflich zu sein, die sudetendeutsche Frage durch die Erfüllung vernünftiger Forderungen der sudetendeutschen Bevölkerung im Geiste der Erklärung des englischen Ministerpräsidenten Chamberlain vom 24. März dieses Jahres zu lösen. In ähnlichem Sinne sprach sich auch der französische Gesandte aus. Die Darlegungen der Gesanoten sind als freundschaftliche Empfehlungen anzusehen. Sie stellen keine Einmischung in die inneren Verhältnisse' der Tschechoslowakei dar, weil der Friedensvertrag von St. Germain als ein Akt des Völkerrechts die Grundsätze für die Lösung des Nationalitätenproblems enthalte. In Prag wird an- erkannt, daß die der Tschechoslowakei erteilten freundschaftlichen Ratschläge auf eine Lösung des Nationalitätenproblems den Jntensionen der tschechoslowakischen Regierung entsprechen.
Englische Hoffnungen.
London, 8. Mai. (Europapreß.) „Observer" spricht davon, es sei selbstverständlich, daß Deutsche in einer sowjetrussischen Sache niemals gegen Deutsche marschieren könnten. Die einzige Hoffnung für die Tschechoslowakei sei die Annahme einer Staatsform nach schweizerischem Mu- st e r. Daß eine solche Umgestaltung der tschechoslo- wakischen Verhältnisse unter keinen Umstän- den ohne Deutschland vor sich gehen kann, wird heute nirgends mehr bezweifelt. In diesem Sinne begrüßen die Londoner Blätter die Nachricht, daß der englische Botschafter in Berlin d i e R e i ch s- regierung von dem Inhalt der in Prag überreichten Vorschläge unterrichtet hat. Zwischen den Zeilen lassen Blätter wie „Obseroer" und „Sun- day Times" durchblicken, daß die tschechoslowakische Regierung der sudetendeutschen Volksgruppe „Zugeständnisse bis zur äußersten Grenze" machen werde. Man müsse sich von diesem Rat der englischen und der französischen Regierung einen gewissen Erfolg versprechen. Das Bestehen der Achse Berlin—Rom wird dabei von der englischen Presse als Tatsache mit einbezogen. Ferner beachtet man in London eine Unterredung, die der polnische Gesandte in London, Graf Raczinski, mit führenden Männern des Foreign Office gehabt hat. Gegenstand dieser Fühlungnahme soll ebenfalls die tschechoslowakische Frage gewesen sein.
Zusammenschluß
aller sudetendeutschen Zugendverbände
Aussig, 8. mal (DNB.) In Aussig a. d. Elbe wurde der Zusammenschluß aller sudctendeutschen Jugendbünde vollzogen. Jugendführer Krautzberger meldete dem Mannschaftsführer des Turnverbandes den Zusammenschluß aller Iugendverbände. Konrad Henlein sandte ein Telegramm, in dem es heißt: Ich vertraue auf den Sieg dieser Jugend, wie ich an den Sieg des Sudetendeutschtums glaube. — Ju- gendführer Krautzberger erklärte, die in der Tschechoslowakei vorgeschriebene Wehrerziehung müsse versagen, wenn sie an den seelischen Grundlagen der Jugend vorübergehe. Es gebe nur eine Wehrerziehung mit der Turnerschaft oder eine solche ohne die sudetendeutsche-JugenD. Die sudetendeutsche Jugend wisse, daß die kommende Zeit mit scharfen Entscheidungen an sie herantreten werde. Diese Frage erfülle sie mit Ernst, aber auch mit Entschlossenheit Für das Sudetendeutschtum gelte von nun ab die neue Parole: „Ein Volk, eine Jugend — die deutsche Jugend!",
Auch die polnischen Minderheiten fordern Autonomie.
W - rschau. 8. Mai. (DNB.) Djienntt Polska, das Blatt der in der Tschechoslowakei lebenden Polen, nimmt zu deut von der Prager Regierung bearbeiteten Minderheiten st atut Stellung. Die polnische Fraae werde nur dann grundsätzlich bereinigt, wenn Die polnische Bevölkerung eine nationale Autonomie in kultureller, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht erhalte und das Gebiet genau abgegrenzt würde, auf dem ausschließlich die polnische Bevölkerung entscheide und die radikalen chauoinisttschen tschechischen Elemente ein für alle Mal ausgeschaltet würden. Mit einer anderen Erledigung ihrer berechtigten Ansprüche, wie sie anscheinend von der tschechoslowakischen Regierung geplant sei, würde sich die polnische Minderheit niemals einverstanden erklären.
Frankreich feiert Zeanne d'Arc.
P a r i s, 8. Mai. (Europapreß.) Das traditionelle Fest der französischen Nationalheiligen Jeanne d'Arc wurde in Paris am Denkmal der Heiligen auf der Place de Rivoli begangen. Ministerpräsident Daladier und Innenminister Sarraut hatten sich eingefunden. Den Höhepunkt bildete eine Parade sämtlicher Waffengattungen. Nach dieser staatlichen Feier begann der Vorbeimarsch der zahlreichen nationalen Verbände, unter Denen vor allem die Anhänger des Abgeordneten Doriot Aufsehen erregten, die in sehr starker Zahl aus großen Pariser Werken, wie den Fabriken von Peugeot und Citroen, angetreten waren. Bei der Kundgebung waren zum erstenmal auch deutlich sichtbar die tiefen Gegensätze zwischen Den beiden größten nationalen Verbänden, Den o tja litte n der „Action Fran^aise" und den Mitgliedern der französischen Sozial-Partei des Obersten de la Rocque. Die «gegenseitigen Beleidigungen Der Anhänger Der beiden Richtungen drohten manches Mal in eine allgemeine Schlägerei auszuarten.
Weiterbericht
Im Bereich der eingedrungenen Kaltluftmenge ist es am Sonntag besonders in Nord- und Mitteldeutschland zu Schnee- und Graupelfällen gekommen, während in unserem Bezirk kräftiges Absinken der kälteähnlichen Witterung zu verzeichnen war. Die Nacht zum Montag brachte verbreitete Strahlungsfröste. Heber Norddeutschland hat sich leichte Wirbeltättgkeit eingestellt, die vor allem Nord- und Mitteldeutschland Unbeständigkeit bringen, im Süden des Reiches aber nur abgeschwächt sich bemerkbar machen wird.
Aussichten für Dienstag: Heiter bis bewölkt, höchstens im Norden leichter Niederschlag, nachts nicht mehr so kalt, Winde um West.
Lufttemperaturen am 8. Mai: mittags 10,2 Grad Celsius, abends 4,7 Grad: am 9. Mai: morgens 2,8 Grad. Maximüm 11,1 Grad, Minimum heute nacht —1,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 8. Mai: abends 12,7 Grad; am 9. Mai: morgens 7,5 Grad. — Sonnenscheindauer 11,5 Stunden.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für Die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- leitet: Hans Beck. Verantwortlich für Den Inhalt Der Anzeigen: TheoDor Kümmel. D. A. IV. 38: 9614. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs, preis RM. 2,05 einschließlich 25 Ps. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs, preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit Der
Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zett ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1037
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