Ausgabe 
9.5.1938
 
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Aus aller Welt

Morenz mit den berühmten Bauwerken. (Zeichnung: Zglinicki. Scherl-Bilderdienft-M.»

konnte aber nicht mehr verhindern, dah ein Rad i Gramm beträgt. Das Rohr ist nur leicht gekrümmt dem Kind über den Kaps fuhr. Die ältete Schwester und hat an, deremen Serie -IN Mundstuck,

Buntes Allerlei.

Eine altgriechische Trompete.

Das Britische Museum in London hat die genaue Nachbildung eines Musikinstrumentes schalten, das in Cypern gesunden wurde und in seiner Art einzig dasteht. Es ist eine 2500 Jahre alte Trompete, die von den alten Griechen geblcrsen und gehört worden ist und die heute wieder geblasen und gehört werden kann. Die Trompete ist aus Ton hergestellt und * AH Qon+iVnotar fnnn mnhrpnh hns Gewitllt 400

Oie Gistblüte und der Applaus.

Im einstigen Wallnertheater in Berlin. Wochen hindurch wurde allabendlich das lustige StückD^ Afrikanerin in Kalau" gegeben, in dem diefurcht­bar nette" Anna Schramm eine der Hauptrollen spielte. Und Abönd für Abend raste das Publikum vor Begeisterung, wenn die Schramm am Schluß ihres Auftritts an einer Blüte des giftigen Man- zanillabaums roch, tot umfiel, sich darauf lächelnd wieder erhob und sich für den rauschenden Beifall bedankte. So war es lange Zeit hindurch gegangen. Eines Abends aber blieb aus unerklärlichem Grunde der Beifall an der bewußten Stelle dünn. Die Künstlerin war bestürzt. Dann aber erhob sie sich, blickte verwundert in den Zuschauerraum und sagte in unverfälschtem Berlinisch: .Hotte doch, heute sitzen se ja alle uff de Hände, dann habe ick jewiß nich jut jerochen!" Darauf nahm sie noch einmal die giftige Blüte in die Hand, sog in langen Zügen den tödlich wirkenden Geruch ein und stürzte auf die Bretter. Der Beifall, der jetzt einsetzte, stellte alles Vorhergehende in den Schatten.

brachte ihren Bruder sofort in öjß elterliche Woh- n-ung. Der Arzt konnte nur noch den Tod des Kleinen feststellen.

Amnestie-Bestimmungen des Reichsjugendführers.

RJP. Berlin. 8. Mai. Zur Durchführung der Großdeutschland-Amnestie des Führers hat der Reichsjugendführer für die Hitler- Jugend folgende Bestimmungen erlassen:

1. HJ.-gerichtliche Verfahren wegen Verfehlungen, die vor dem 10. April 1938 begangen worden sind, werden nicht eingeleitet, wenn eine geringere Strafe als Ausschluß aus der Hitler-Jugend oder Ausscheiden auf Dauer zu erwarten ist. Unter den­selben Voraussetzungen werden anhängige Dersah- ren eingestellt und angeordnete Disziplinar­mittel erlassen, wenn ihre Frist noch nicht ab­gelaufen ist.

. 2. Ausführungsbestimmungen erläßt der HJ- Oberrichter.

Berlin, den 7. Mai 1938.

Gez.: Baldur von Schirach.

Auftakt des BOM.-Werkes Glaube und Schönheit".

Ehrenftätte deutscher Kraftfahrt im Deutschen Museum in München.

Zur Eröffnung der neuen Halle für das Kraft­ahrwesen und der neuen AbteilungenStraßen­bau" undReichsautobahnen" versammelten sich viele Persönlichkeiten im Festsaal des Deutschen Mu- eums in München mit Ministerpräsident Siebert und dem Beauftragten des Führers für das Kraft- ahrwefen, Direktor Merlin. Reichsminister Dr. Dorpmüller gedachte des Schöpfers des Deut- chen Museums, Oskar v. M i l l e r. Den Festvortrag Neue Wege der Flugtechnik" hielt der bekannte Schöpfer des Weltrekord-Hubschraubers, Professor Dipl^Jng. Heinrich F o ck e. Generalinspektor Dr. Todt bezeichnete es als eine ehrenvolle Pflicht, die aus Reichsmitteln geschaffenen neuen Straßenbau- abteilungen der Verwaltung des Deutschen Museums zu übergeben, lieber den Zweck der neuen Halle gab Verlagsbuchhändler Hugo Bruckmann Er­läuterungen; er sprach auch den Dank des Museums an alle aus, die wie das Heereswaffenamt und die Automobilindustrw, die neuen Abteilungen so groß­zügig unterstützt hätten und übergab mit einem Sieg-Heil auf Adolf Hitler die neuen Abteilungen des Deutschen Museums der Oeffentlichkeit.

N SFK.» Slurmf ührer fliegt Weltrekord im Segelflug.

Der NSFK.-Sturmführer B e ck hat einen Welt­rekord im Zielstrecken-Segelflug aufge­stellt. Er startete in der Reichsfcbule für Segelflug­sport Homberg zu einem Zielflug zur Segelflug- schule Hesselberg und kehrte ohne Zwischenlandung zur Startstelle zurück. Die Gesamtslugstrecke beträgt etwa 140 Kilometer. Der Rekordflug ist bei der FAJ. zur Anerkennung als Weltrekord angemeldet worden.

Dritte Reichstagung der deutschen Komponisten.

Auf Schloß Burg an der Wupper nahm die 3. Reichstagung der deutschen Ko mpo- n ist en mit einem Kammerkonzert ihren Anfang. Aus allen deutschen Gauen waren namhafte Kom­ponisten, Dirigenten, Verleger und sonstige Musik­freunde erfchienen. Werke bekannter lebender deut­scher Tonsetzsr, so von Georg Schumann, Hugo Rasch und Hans P f i tz n e r fanden begeisterten Beifall. Professor Graener entbot Hugo Rasch zu seinem 65. Geburtstag Gruß und Glückwunsch.

Deutschlands ältester Maler.

Der älteste Maler Deutschlands und Nestor der Darmstädter Künstlerschaft, Professor Heinrich Rein­hard Kräh, feierte seinen 97. Geburtstag. Der Hochbetagte, der heute noch an seiner Staffelei steht, ist der Maler des Odenwaldes, dessen Schön­heiten er in zahlreichen Bildern verherrlichte.

Ein Kind vom Lastauto überfahren und getötet.

während der Schalltrichter an der anderen Seits etwa doppelt so breit und mehrfach abgeftuft ist. Man nimmt an, daß das Original zwischen 600 und 500 v. Ehr. hergestellt ist, aber es ist so aus- gezeichnet erhalten, daß es noch bis heute einem klaren weittragenden Ton gibt. Als es kürzlich dem Nicosia-Museum in Cypern geschenkt wurde, blies ein Hornist von der Polizei der Insel darauf, und die Versammlung hörte Töne, wie sie einst in den Zeiten der Griechen von Marathon und Thermo- pylae gehört worden waren. Das Instrument wurde! in Trikomo an der Ostseite von Cypern gefunden und war eine Zeitlang im Besitz einer dort woh­nenden Familie. Die Formen sind charakteristisch für die griechischen Trompeten vom 6. Jahrhundert ab, wie sie gelegentlich auf alten Vasen dar gestellt werden, während Berichte über ihren Gebrauch nur sehr unbestimmter Art sind. Außer Ton wurden auch Bronze und andere Metalle in derselben Zett für Trompeten verwendet. Bei genauer Prüfung sieht man an der Oberfläche des Instrumentes noch die Flecken, die von den Griffen des Bläsers vor Jahrtausenden hinterlassen worden sind.

NSG. In Gegenwart von zahlreichen Vertretern der Partei, der Wehrmacht und des Staates fand im herrlich mit Frühlingsblumen geschmückten Kur­haussaale in Wiesbaden die erste Veranstaltung des ; BDM -WerkesGlaube und Schönheit" für Hessen-Nassau statt. Die Beauftragte für das BDM.-WerkGlaube und Schönheit" in der Reichs- juqendsührung Obergauführerin Clementine zu Castell sprach von der Zielsetzung und den Aufgaben des neuen WerkesGlaube und Schönheit", in dem Mädel des BDM. im Alter von 17 bis 21 Jahren erfaßt wer­den sollen. Die einzelnen Arbeitsgemeinschaften sollen eine gesunde Einheit von Körper, Geist und Seele herbeiführen. Glaube an die geschichtliche Sendung und Kraft unseres Volkes sowie die Schönheit der Seele und der von Gott gegebenen Lebensfreude seien Sinn und Zweck dieses neuen BDM.-Werkes. Gauleiter und Reichsftatthalter Sprenger stellte die Initiative unserer neuen deutschen Jugend heraus, die begonnen hat, das gesellschaftliche Leben nach einfacheren und deshalb unserem Volkstum besonders nahen Formen zu gestalten. Er wünschte der Obergauführerm Else Riese für ihr neues Werk Glück und Segen.

Dann begeisterte ein ausgewähltes Programm die zahlreichen Gäste und Mädel aus sämtlichen Untergauen des BDM. in Hessen-Nassau. Fröhliche Spielmusik, Blockflötenklänge, Gedichte und Vor­führungen von Körperfchule zeugten von vielseitigen Möglichkeiten, die Jugend an die Quellen von Freude und Erbauung, kulturellen Erkenntnissen und sportlicher Schönheit heranzuführen.

(Stetiger Anstieg der Rundfunkteilnehmer.

Die Reichspost errechnete am 1. Mai 1938 9 622 925 Rundfunkteilnehmer. Das entspricht einem Zugang von 48 134 im April: Bisher machten sich am 1. Mai bereits die üblichen Saisonrückgänge bemerkbar. So zählte man im Vorjahre zur gleichen Zeit einen Hörerrückgang von 41 000. Demgegen­über ist dieses Jahr ein Mehr von rund 90 000 Rundfunkteilnehmern zu. verzeichnen. Man muß bis zum Jahre 1931 zurückgehen, um em gleich günstiges Ergebnis zu finden.

Octavia Goga gestorben.

Bukarest, 7. Mai. (DNB.) Der frühere rumä­nische Ministerpräsident Octavian G o g a ist auf Schloß Ciucea in Siebenbürgen gestorben. Goga, der 57 JahS alt geworden ist, stammte aus einer alten Priesterfamilie in Reschinar bei Hermann­stadt. Er wurde früh als nationaler Dichter be­kannt und erhielt 1905 die höchste Auszeichnung der

rumänischen Akademie, die ihn 1923 nochmals mit ihrem Preis für Dichtkunst ehrte. Als Dichter und Politiker kämpfte Goga für die Rechte der Rumä­nen Siebenbürgens im alten Ungarn. Nach dem Weltkriege war Goga unter Marschall Averescu 1920/21 Kultusminister und 1926/27 Innenminister. 1932 gründete er die Nationale Agrarpartei, die sich 1935 mit derLiga der nationalchristlichen Ver­teidigung" des Professors C u z a verschmolz. Dar­aus entstand die National-Christliche Partei, die Ende 1937 zu kurzer Herrschaft be­rufen wurde. Als Gaga daranging, fein antisemi­tisches Programm durchzuführen, wurde er gestürzt. Er ist seitdem noch einmal in der Oeffentlichkeit aufgetreten, um sich vor der rumänischen Akademie warm für den Anschluß auszusprechen. Goga war ein überzeugter Freund Deutschlands, das er feit feiner Berliner Studienzeit gut kannte.

Heun Tote bei einem Einsturzunglück.

In Kermanfchah, der 50 000 Einwohner zählenden Hauptstadt der westlichen iranischen Grenzprovinz an der großen Karawanenstraße und Fluglinie Bag­dadTeheran, stürzte infolge eines Wolkenbruches eine Karawanserei zusammen. Neun Tote und drei Schwerverletzte wurden aus den Trüm­mern geborgen.*

Värenplage im Gotfcheerland.

Im Draubanat wurde vor einiger Zeit eine Schonzeit für Bären verfügt. Bären dürfen, da­mit sie sich rascher vermehren, nicht mehr geschossen werden. Im Gotscheerland sind infolgedessen die Bären zur Landplage geworden, verwüsten Mais- und Haferfelder und verursachen dadurch den Landwirten großen Schaden. Es sind daher Bestrebungen im Gange, die Bärenjagd wieder freizugeben ober die Leute materiell schadlos zu halten.

328 Dörfer

durch das Erdbeben in Anatolien zerstört.

Nach einer vom türkischen Innenministerium aus- gegebenen Mitteilung sind durch das kürzliche Erd­bebe n in der Gegend von Kirschehir in Anatolien 328 Dörfer fast vollkommen zerstört worden. Rund 10 000 Häuser müssen wieder aufgebaut werden. Im ganzen Gebiet der Türkei werden öffentliche Sammlungen eingeleitet. In der Nationalversamm­lung werden Sonderkredite zur Unterstützung der notleidenden Bevölkerung angefordert werden.

Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich in Andernach am Rhein, wo der vierjährige Walter Hoffmann vor dem Hause seiner Eltern zu Tode kam. Der Junge lief plötzlich aus einer Kinderschar heraus auf die rechte Straßenseite vor...... , -

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