Amerikanische Wahlen
Wn schlecht w-g -EN In Neuyork Hütt mnn j N-ss-u: „wenn wir in diesen Ingen wiederum NN
den Ausschlag geben.
sammengerückt jiirtk Früher rechnete man bei
einer Reise im Kraftwagen von Berlin nach München mit einer Uebernachtung und selbst nach durch
aus-
den t» F-rng.n- vom Gipfel eines hnhen Bergee NU.
Tleuyork am Vorabend der Gouverneurswahlen
Man verlange bie innen# mattierten
An alle Schaffenden des Gaues Heffen-Rassau.
TI5(5. Der Gauobmann der DAF., Willi Decker,
Eine völlige Umkehrung der Begriffe stellt sich ein, die zu einem absoluten Gefühl der Sicherheit sich verwandelt, rein aus dem Gefühlsmäßigen, aus der Vorstellung heraus — nicht aus der Gewißheit der technischen Vollendung, des Vertrauens in deutsche Ingenieur- und Werkmannsarbeit. Wie in einem magischen Spiegel, den man auf Jahrmärkten an» treffen kann, überscharf und im selben Augenblick fast ins Groteske verkleinert, erscheint die Landschaft, gleichsam als betrachte man sie durch ein umgekehr-
für wahrscheinlich, daß dort die Kommunisten und Marxisten, die mit etwa 700 000 Stimmen rechnen,
Wie bei den letzten Wahlen haben sich die Mar- x ist en Reuyorks, unter Leitung des Juden Rose, und die K o m m u n i st e n , deren Reuyorker Parteisekretär Israel Ämter heißt, hinter Roosevelt und die Kandidaten des New Deal gestellt. Zum
der junge Oberstaatsanwalt D o w e y , der sich durch seine energische Bekämpfung der Verbrecherwelt in den Vereinigten Staaten einen Namen gemacht hat, die Mehrheit erhalten, so würde dies der Republikanischen Partei gewaltigen Auftrieb geben. Denn traditionsgemäß kommt der Gouverneur des Staates Neuyork in erster Linie als Präsidentschaftskandidat in Frage.
zen Landes gilt dem Ergebnis im Staate Neuyork. Roosevelt selbst, wie auch der Parteivorsitzende der Demokraten, der Postminister Far-
unb Geblelsführer Brandl wenden sich zu Beginn des Berufsweltkampfes mit nachstehendem Aufruf an alle Schaffenden des Gaues hesien-
slung gerade jetzt für unser Volk von besonderer Bedeutung ist. Der Verufswettkampf umfaßt heute nach seinem sich jährlich steigernden Erfolg die Gemeinschaft aller Schaffenden — hier stehen Arbeiter, Bauern, Handwerker, Studenten — Lehrling? Geselle, Meister — Vetriebsführer und Gefolgschaftsmitglied nebeneinander, um ihre Kräfte im beruflichen Können zu messen. Wichtiger als aller Reichtum des Landes ist für unser Volk die Leistung und der Fleiß seiner Menschen. Wir erwarten von allen Berufstätigen, Erwachsenen wie von der Jugend in ihrer Beteiligung am Berufs- wettkampf den Beweis ihrer Pflichterfüllung dem ganzen Volke gegenüber."
N e u y o r k, 8. Nov. (DNB.) Arn Dienstag schreiten in den Vereinigten Staaten 40 Millionen zu
München, 7. Nov. (DNB.) Um auf einer Fahrt auf der jetzt fertiggestellten Reichsautobahn Berlin—München die Leistungsfähigkeit der neuen Verbindung erstmals zu beweisen, hat der Korpsführer des NSKK., Reichsleiter Hühnlein, am Montag ohne vorherige Ankündigung oder Benachrichtigung der Reichsautobahnstellen in einem Kraftwagen mit 5,4 Liter Motorinhalt eine Fahrt von der Reichshauptstadt in die Hauptstadt der Bewegung unternommen und dabei die Strecke vom Hotel ,Kaiserhof" in Berlin bis zum Odeons- Platz in München, die insgesamt 576 Kilometer beträgt, in genau vier Stunden 32 Minuten zurückgelegt. Der Korpsführer startete um 7 Uhr in Berlin am „Kaiserhof" und erreichte die Reichsautobahn um 7.25 Uhr. In der Zeit von drei Stunden und 57 Minuten legte er dann bte 527 Kilometer lange reine Reichsautobahnstrecke bis München-Dirnismaning zurück. Er traf am Endpunkt um 11.22 Uhr und am Odeonsplatz um 11.32 Uhr ein. Während der Fahrt wurde getankt, außerdem mehrmals die Wasserpumpe nachgezogen und eine Prüfung des Reifendrucks vorgenommen. Die einzelnen Etappen der Fahrt waren: 7.53 Uhr Überschreitung der Elbe, 8.08 Uhr Halle, 8.30 Uhr Naumburg, 9.30 Uhr Münchberg, 10.10 Uhr Lauf, 10.16 Uhr Nürnberg. 10.56 Uhr Ingolstadt und 11.09 Ubr Pfaffenhofen.
Der Korpsführer, der die Fahrt zusammen mit Oberingenieur Winkelmann als Bealeiter unternommen hatte, will diese nicht als Rekordfahrt gewertet haben. Er will mit dieser Fahrt vielmehr hie Bedeutung der Reichsautobahnen beweisen, durch die diese beiden Städte des Reiches nun so eng zll-
und seiner wirklichen Erscheinungsform mit allen Einzelheiten geben. Daneben gewinnt man durch sie Unterlagen für Vergleich und Ergänzung von örtlichen Abmessungen, man erkennt durch sie die Spuren vorgeschichtlicher Anlagen.
Auch hierin offenbahrt sich das yeue Erlebnis der Welt von oben; sie gestattet uns bei Zuhilfenahme der Optik unsere Vorgeschichte einwandfrei zu erforschen. Die Luftbildkamera zeigt die Bodendenkmäler auf ganz andere Art und Weise, und zwar aus verschiedenen Ursachen. An den Stellen, wo vorgeschichtliche Bodendenkmäler, wie Befestigungen, Grabhügel, Feldgrenzen und Landwehren, noch über der Erde erhalten sind, gelingt bei schrägstehender Sonne durch die scharf ausgeprägte Schattenwir- kunq bei Senkrechtaufnahme ein ungemein plastisches Bilh des Zustandes dieser Denkmäler, so daß selbst niedrige Bodenerhebungen im schrägen Sonnenlicht durch 'ihre Schatten erstaunlich klar sichtbar werden. Das Luftbild macht aber auch die Bodendenkmaler wieder sichtbar, die von der Erde aus überhaupt nicht mehr zu sehen sind, weil ihre Erhebungen und Eintiefungen schon längst dem Ackerbau zum Opfer fielen. Auf dem Luftbild einer Heinen Befestigung aus der Eisenzeit in der Nähe von Salisbury erscheint ein unregelmäßiger dunHer Kreis, der dem heute gänzlich zugeschwemmten Graben dieser Befestigung entspricht, lieber diesem Graben wuchs das Korn, mit dem der Acker beftanben war, als die Aufnahme gemacht wurde, besser, weil dort der Boden tiefgründiger und fruchtbarer ist, infolgedessen nicht so schnell austrocknet wie an den Stellen, wo sich der natürliche Untergrund befindet; durch sein starkes Wachstum hatte er eine dunklere Färbung angenommen, die auf dem Lichtbild deutlich in die
erstenmal ist auch die R a s s e n f r a g e in der Neu- yorker Wahlschlacht aufgetaucht. Lehman, La- guarbia unb anbere Jubenhäuptlinge wandten sich hitzig gegen eine „Flüsterkampagne", bei der bie
alle Schaffenden die Aufforderung zur Teilnahme am Reichsberufswelikampf richten, so tun wir das, weil diese Maßnahme für die Steigerung der beruflichen Lei-
Wer heute einen Flug mit dem Flugzeug ober eine Fahrt mit bem Luftschiff beschreiben soll, befindet sich in keiner sehr angenehmen Lage: Fahrten mit bem Zeppelin und Flüge mit dem Flugzeug sind schon so oft und auch schon so gut beschrieben worben, baß ihnen kaum noch etwas Neues abgewonnen werben kann. Die Erde sieht nun einmal von oben heute wie morgen gleich aus. Man darf davon überzeugt sein — es wird immer wieder so sein: ein gewaltiger grüner Klecks auf der Erde bedeutet einen Wald,' ein weißschillerndes breites Band ist ein Fluß, ein lehmig-gelbes schmales Band ist eine Eisenbahnlinie, auf dem ein schwarzes, winziges G-würm von Schnellzug mit bem Schatten bes Luftfahrzeugs Schritt zu halten sich müht.
Das ungewohnte Blickfeld.
Und boch ist Fliegen ober Luftschiffahren, überhaupt jebe Fortbewegung in ber Luft, ber uralte Traum der Menschheit seit eines Ikarus' Zeiten, ein neues Welterlebnis. Aus ber Höhe eines mit 300 Kilometer bahinrasenden Flugzeugs gewinnt das altbekannte Antlitz ber Erbe ein ganz anberes Aussehen, unb wenn man an Borb eines mit 135 Kilometer fast gemächlich bahinfahrenben Luftschiffes bie Erbe betrachtet, so stellt man überrascht fest, daß die Physiognomie wieder eine völlig andere geworden ist. Der im Luftschiff gegenüber bem Flugzeug wesentlich erweiterte Blickwinkel bes Betrachters und bie Möalichkeit, bie Erbe länger unb ungehin- berter betrachten zu können, schaffen dieses neue Welterlebnis, das jeden, auch den passioniertesten Flugzeugliebhaber, immer wieder in seinen Bann zieht.
Wer denkt heute in Wirklichkeit noch daran, daß die Luft eigentlich nicht unser Element ist? Wer hat heute noch ein Gefühl dafür, daß das Fliegen eigentlich etwas Unerlaubtes ist, daß es bem Himmel abgetrotzt worden ist? Niemand hat heute noch solche Vorstellungen, wenn er ein Fluazeug befteiat, erst recht nicht, wenn er sich an Bord eines Luftschiff befindet. Fluazeug unb Luftschiff finb es ja auch, die dieses Gefühl nicht mehr wach werden, lassen: bas Feste im Raum für ben ßuftreifenben ist nicht die Erde, sondern das Flugzeua und das Luftschiff! Alles, was sich unter dem Beschauer befindet, ist lose, unstabil, in dauernder Beweaung; wie in einem Film rollt die Landschaft unter ihm ab. Man weiß, daß man sich an Bord eines Luftfahrzeugs aufhält, , Und sieht doch in jeder Sekunde, baß ber ruhende Vol einzig unb allein bas Flugzeug ober bas Lust- ■ schiff ist, nicht hie Erbe.
D=3u« im Schneckentempo.
Perspektive, die ihresgleichen nicht mehr findet.
Man gewöhnt sich sehr schnell in der Luft an diese veränderten Verhältnisse! Man sieht schon recht bald, daß man Berge nicht mehr an ihrer Höbe erkennt, sondern nur noch an den geschlungenen Weaen, die auf sie binauffübren, oder an den lichten Schneisen, die durch ihren Baumbestand geschlagen sind. Man kann auch ganz genau erkennen, wo die Erde hinreichend mit Feuchtiakeit gesättigt ist und wo nicht. Auf einer weiten Wiese beispielsweise deuten bie dunkel gefärbten Stellen einwandfrei an, daß hier ein unterirdischer Wasserlauf vorhanden ist. Ein Wünschelrutengänger, ber bie Aufgabe hat, auf unbekanntem Gelänbe nach Wasser zu suchen, macht praktisch zuerst mal einen Flug über dieses Gebiet: ist iraenbmo Wasser vorhanben, so wirb die Sicht auf bie Erbe ihn unweigerlich erkennen lassen, wo er es zu sychen hat.
3m Oienfl her Forschung.
In diesem Blick von oben herab, gewissermaßen durch bie Erboberfläche hinburch, liegt ja auch ber Wert ber Luftausnahme, bie ja unfern Augen hundertmal überlegen ist, für die Erforschung unserer Erdoberfläche. Die archäologische unb die Vorgeschichtsforschung sind ohne das Luftbild heute einfach undenkbar! Schon während des Krieges und auch in den nachfolgenden Jahren — man braucht nur an ben beutschen Archäologen Theobor Wiegand zu erinnern, der als erster Archäologe während des Krieges im südlichen Palästina Luftbildnern die Anweisung gab, während der Kampfpausen Ausnahmen der bedeutendsten Ruinen st ätten zu machen — sind Luftbildaufnahmen von privaten Gesellschaften bet Luftfahrt angefertigt worben. Später haben bann auf Grunb bes Erlasses bes Reichsluftfahrtministers vom 11. Februar 1937 Verbände ber Luftwaffe Luftaufnahmen von vorgeschichtlichen Bodendenkmälern durchgeführt, so in Schwaben, in Hessen, im Rheinland, in Schleswig-Holstein und in Mecklenburg. Der Weg ber Luftaufnahmen archäologischer Bobenbenkmäler liegt vor allem barin, baß sie eine einzigartige Derbinbung ber kartographischen Aufnahmen bes Bodendenkmals
greifender Verbesserung ber Straßen noch m i t einer 8 - bis 9 = ftü n b i g e n Fahrt. Bei der Reise des Korpsführers war auf einer Gesamtstrecke von 200 Kilometer starker Nebel anzutreffen, z.B. in ber Gegend von Nürnberg und Ingolstadt. Bei ber Abfahrt in Berlin regnete es sogar. Wesentlich ist auch, daß sich Korpsführer Hühnlein auf feiner Fahrt selbstverständlich ft r e n g an bie Verkehrsvorschriften gehalten hat unb baß nirgendwo eine Absperrung ber Straße zur schnelleren Durchfahrt angeordnet war. Aus der ganzen Fahrt wurde eine der Stärke be,s Wagens entsprechende normale Durchschnittsgeschwindigkeit eingehallen.
Gegenüber einer Flugzeit Berlin—München von rund 2V2 Stunden hat der Wagen bes Korpsführers Hühnlein zu ber 576 Kilometer langen Strecke 4V2 Stunben benötigt, während der Fernschnellzug eine Fahrzeit von 7V2 Stunden benötigt. Dabei sind in die 4V2 Stunden Autoreifezeit 2 5 Minuten Auf enthalt für Tanken, Nachziehen der Wasserpumpe und kurze Kaffeepause bereits eingerechnet. Die Fahrt wurde mit einem serienmäßigen Sportwagen (Mercedes-Kompressor Type 564/K 5,4 Liters ausgeführt. Zu berücksichtigen ist auch, daß die Reichsautobahn zwischen Eichstätt und Ingolstadt sowie bei Banreuth und bei Halle im Augenblick stellenweise noch eingleisig ist, so daß also nach ber endgültigen Fertigstellung der Reichsautobahn mit einem noch schnelleren Fahrttempo gerechnet werden kann.
Erscheinung tritt. .
Wichtig ist dabei für den Archäologen auch, m 11 welcher Feldsrucht ber Acker bestellt ist. Günstige Pflanzen, wie Gerste, Hafer unb Roggen, wirken auf ben Boben so wie bie Entwicklerflussigkeit auf bie belichtete photographische Platte. Rüben ba- geaen finb gegen die verschiebenen Untergrunbver- hältnisse weitgehend unempfindlich. Auch alte Straßen unb Ackereinteilungen werben aus ber Lull unb durch bas Lichtbild sichtbar. So kann man beispielsweise auf einem Flug von Brüssel nach Köln unter bem heutigen Ackersystem auf weite Strecken ältere F elb e re i n t e i lu n a e n erkennen, und zwar wirb dieses ältere Feldersnstem baburch k-nnt- lich, baß im ungepflügten ober frisch bestellten Acker die aus hellerem Boden bestehenden (Erbwälle ober Felbgrenzen als Helle Limen sichtbar werben. u W. Roßmann.
Oie Offiziere
des Beurlaubtensiandes.
Das Oberkommando der Wehrmacht hat kürzlich für das Offizierskorps des Beurlaubtenstandes eine neue, einheitliche Regelung über bie Ergänzung unb bie befonberen Verhältwsse ber Offiziere bes Beurlaubtenstcmbes getroffen. Danach ergänzen sich bie Reserveoffiziere aus Reserveoffiziersanwärtern, aus Portepee-Unteroffi- zieren, die nach mindestens zwölfjähriger Dienstzeit ehrenvoll aus bem aktivem Wehrbienst ausscheiben, und aus aktiven Offizieren, bie zur Reserve über» geführt werben. Die L a n d w e h r 0 f f i z 1 e,r e werben aus übergeführten aktiven Offizieren unb Reserveoffizieren ergänzt, sowie aus Dortepee-Unter- offizieren. bie nach mindestens zwölfjähriger Dienstzeit aus bem aktiven Wehrbienst entlassen sind, ben Bestimmungen für bie Aufnahme in das Offizierskorps d. B. entsprechen, aber wegen ihres Lebensalters nicht mehr für bie Reserve in Frage kommen.
Zu Reserveoffiziersanwärtern werben Solbaten ernannt, bie sich während ihrer aktiven Dienstzeit als geeianet zur Ausbilbung zum Reserveoffizier erwiesen haben. Der erfolgreiche Abschluß einer höheren Schulbilbung ist nicht erfor- berlich, bageaen ist vor ber Ernennung zum Reserveoffiziersanwärter der Nachweis der Abstammung von deutschen ober artoerwanbten Bluts zu erbrin- aen, erforderlichenfalls auch für bie Ehefrau ober Braut. Zur Wahl als Reserveoffizier dürfen nur solche Anwärter gestellt werden, die den ■ Dienstgrad eines Feldwebels ober einen entsprechenden Dienstgrab bekleiben. Im übrigen bestehen in den einzelnen Wehrmachtsteilen noch besonbere Be- , ftinunungen. Der Weg zum Offizier b. B. steht je- : dem Wehrpflichtigen offen, ber als Soldat in ber । Wehrmacht bient ober gebient hat und ehrenvoll aus , bem aktiven Wehrbienst ausgeschieben ist. Entschei- * benb finb Führereiaenschaften, webrbienstliche Lei- : stung unb charakterliche Eignung, ©eorbnete wirt» 1 schastliche Verhältnisse werben vorausgesetzt. Die ■ Anwärter müssen völlig auf dem Boben bes natio» ; nalsozialistischen Staates stehen.
Aber diese Verkleinerung allein würbe nicht reichen, um bie eigenartige Schönheit ber vom Luftfahrzeug aus gesehenen Landschaft hervorzurufen. Die Geschwindigkeit, mit der sich auf ber Erde alles fortbewegt, unterliegt ebenfalls bem Gesetz der Verkleinerung, das heißt: ein Eisenbahnzug, ber mit 80 Kilometer Stundengeschwinbigkeit burch bie Ge-- genö braust, ober ein Auto, bas sich aus staubiger Lanbstraße vorwürtsguält, scheinen wie Schnecken vorwärtszukriechen. So kommt die Zeitlupenaufnahme zur Verkleinerung, und beibes zusammen ergibt jene unvorstellbare Schönheit der Landschaft, die nur mit ber verzauberten Welt ber Liliputs verglichen werben kann. Da aber ber Beschauer aus der Luft immer die wirklichen Größenverhältnisse der dort unten verkleinert wirkenden Dinge gegenwärtig hat und sich immer wieder dabei ertappt, daß er Untersuchunaen anstellt unb das mikroskopische Maß mit ber Wirklichkeit vergleicht, so erscheint bie aus. der Höhe ohne jebe Begrenzung bes Blickfelds wie auf einem Tablett ball egende Welt in einer
elt von oben
Umkehrung der Begriffe. — Zeitluvenaufnabme und Verkleinerung. Erkennung vorgeschichtlicher Anlagen.
vermeiden. , _ .
1936 fanden die amerikanischen Wahlen im Zeichen einer stramm aufwärts gerichteten Kvniunktur statt; heute ist das amerikanisch- Wirtschaftsbild wesentlich anders: Die Zahl der Arbeitslosen und besonders auch der Kurzarbeiter hat enorm zugenom- men; die Weizen- unb Daumwollfarmer sitzen auf ihren Vorräten fest. Die Bundesregierung hat große Krebste auf diese im Augenblick unverkäuflichen Vorräte gewährt. Ohne diese Darlehen wären die Preise für diese Staoelprodukte ins Bodenlose gestürzt. Aber selbstverständlich konnten den Farmern nicht Darlehen im Werte der Hochkoniunkturpreise gewährt werben, unb so ist denn auch in diesen Kreisen eine heftige Meckerei weit verbreitet. Schließlich beginnen die Vereinigten Staaten erst mit der Einführung einer Sozialversicherung. Unb inzwischen kommt aus den älteren Jahrgängen ber Bevölkerung bie Forderung nach ausreichenber Altersversicherung, etwa gekleibet in ein Schlagwort wie dieses: „Spiegeleier auf Speck für jeden 60sährigen." Die gewerblichen Kreise, von ber Großindustrie angegangen bis in bas Heine Büraertum. können sich aber von bem alten Jbeal des „Herrn im eigenen Haus" nicht trennen unb leaen jebem sozialen Fortschritt Hemmungen in den Weg.
Unter solchen Umständen zieht Roosevelt alle Wahlregister, um einen „a u t e n" Kongreß zu erhalten. Den Kongreß bilden Repräsentantenhaus und Senat zusammen. Er und seine Kabinettsminister sind nicht sonderlich wählerisch in den Mitteln, sie suchen ben noch immer fortwirkenden Radikalismus mobilzumachen, den bie Pioniere der amerikanischen KoloUifatioN mit sich brachten, als sie Europas Staub von- ihren Schuhen schüttelten. Der Durchschnitt ber Amerikaner ist naiv unb leichtgläubig. Also werden ihm die „D i k t a t u r e n" als Schreckgespenster vorgeführt, wobei aber bie gerissenen Wahlmacher um Roosevelt auch noch anbere Aepfel in den Bratofen bes aufgepeitschten Chauvinismus ber sich hier bie Maske der Humanität vor- binbet, 'mit klugem Dorbebacht hineinschieben. So werden ungeheure Rüstungsforberungen dem amerikanischen Wähler schmackhaft gemacht und aus ber anberen Seite wirb an die englische unb französische Regierung bas breifte Ansinnen gestellt, einen wesentlichen Teil ihrer Besitzungen im .mittel- amerikanischen Jpselarchipel abzutreten bannt dort amerikanische Fldtten- unb Luftstutzpunkte Errichtet werben können Die Rechtfertigung wirb m einer „faschistischen Gefahr" gesucht, von ber behauptet wird, daß sie Nord- unb Sübamenka gleichermaßen unmittelbar bebrohe. Die närrischen Panikszenen in Stadt unb Staat Neuyork bei einem Runbllmk-Hor- fpiel über bie Ankunft eines Weltraumschiffes nut Tobesstrahlen auf bem amerikanischen Kontinent geben eine Vorstellung von ber Verrücktheit, in bie bie amerikanische Bevölkerung burch eine pyan- tastische Wahlmache hineingetrieben ist. Em weiterer Bratapfel ber amerikanischen Wahlvropaganba fft ber Versuch, bie sübamerikanischen Staaten, besonders Brasilien, mit bem Schreckgespenst der „fa- schistilchen" Gefahr in bie Hürbe ber ^nanzhvanen von Wallstreet hineinzutreiben. Diese tolle Karikatur einer kapitalistisch zerfetzten Demokratie, die zu einem wahrhaften sozialen Reformwerk weber abig noch willig ist, vollzieht sich im Namen der „Men- schenrechte" unb bes bemokratischen Eigenlobs^
3n 47i Stunden von Berlin nach München
Eine Fahrt des Korpsführers Sünlein zeigt die Leistungsfähigkeit der Beichsautobahn.
Am 8. November wählen bie Vereinigten Staa- 1 ten bas Repräsentantenhaus neu unb ein Drittel , bes Senats; außerbem werben in zahlreichen ber I 48 Bunbesstaaten neue Volksvertretungen gewählt, i Der ganze Wahlakt ist außerordentlich kompliziert, | ba bie verschiedenen Bunbesstaaten verfchiebene ! Wahlrechte haben, die vielfach, besonders im Süden, i darauf hinauslaufen, die Neger vom Wahlrecht auszuschließen. Auf die Einzelheiten dieser verschiedenen Wahlrechte hier einzugehen, überschrettet den Rahmen. Wir hallen nur fest, daß das Repräsentantenhaus aus 534 auf zwei Jahre gewählten Vertretern bes Volkes besteht, während der Senat ekn Staatenhaus ist, in bas jeder Bundesstaat zwei Senatoren entsenbet; bie Senatoren werben auf sechs Jahre gewühlt, alle zwei Jahre wird em Drittel bes Senates neu ergänzt.
23ei ben letzten Wahlen im Jahre 1936, bie mit ber Wiederwahl bes Präsidenten Franklin Roosevelt zusammensielen, ereignete sich em „Bergrutsch". Entgegen den Prophezeiungen ber Presse fanben bie sozialwirtschaftlichen Reformversuche bes Bundespräsidenten Franklin Roosevelt in ber Wählerschaft Billigung — ein beutliches Zeichen, daß bie soziale Frage auch in den Vereinigten Staaten aktuell geworben war, nachbem Amerika seinen Charakter als Kolvniallanb verloren hat. Die Wahlen brachten also ber bemokratischen Partei Roosevelts einen überwältigenben Sieg, während die Republikaner, deren letzter Repräsentant auf dem Prüsiden- lenstuhl Hoover gewesen mar, eine schwere Nieber- lage erlitten.
Aber Franklin Roosevelt würbe feines Sieges niemals von Herzen froh. Die Probleme, bie früher in dem Wiberspiel zwischen Republikaner unb Demokraten ausgetragen würben, traten nun innerhalb der allmächtig gewordenen bemokratischen Partei auf unb lähmten ihre Schlagkraft. Roosevelt hat alle Register gezogen, um in ber Partei die feste Führung an sich zu reißen; er hat auch Teilerfolge erzielt, aber erst in ben letzten Monaten hat sein Versuch, eingeschworene persönliche Anhänger bei ber Aufstellung ber Kanbidaten für bie am 8. November ftattfinbenben Wahlen in den Vordergrund zu rücken, mit einer empfindlichen persönlichen Schlappe geendet. Der eigentliche Beherrscher ber demokratischen Parteimaschine, Farley, der als Postminister im Kabinett Roosevelt sitzt, hat schließlich die vom Präsidenten abgelehnten Kandidaten anerkennen müssen, um unabhängige Kandibaturen unb damit bie Gefahr einer Parteizersplitterung zu
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l e y, haben hier in ben Wahlkampf aktiv eingegriffen. Sollte ber republikanische Gegenkanbidat bes bisheriges: bemokratischen Gouverneurs Lehman,


