Das deutsche Volk ist entschlossen, die Lebensrechte der Nation gegen jedermann zu wahren.
Reichsaußenminister von Ribbentrop spricht vor der ausländischen presse in Berlin.
Berlin. 7.Nov. (DNB.) Der Verein der ausländischen Presse zu Berlin hatte im Hotel „Esplanade" zu seiner Jahresveranstaltung geladen. Der Einladung hatten u. a. Folge geleistet Neichsaußenminister o. Ribbentrop, der Reichspressechef Reichsleiter Dr. Dietrich, Staatsmini- ter und Chef der Präsidialkanzlei, Dr. Meißner, Staatssekretär Freiherr von Weizsäcker owie zahlreiche Vertreter des Auswärtigen Amtes und des Ministeriums für Volksaufklärung und Zropaganda, ferner der apostolische Nuntius Oren igo, die Botschafter Hamdi Arpag, Lipski, Attolico, Wilson. Vicomte Davignon und die übrigen Missionschefs des Diplomatischen Korps.
Der Präsident des Vereins Dr. B o j a n o („Agen- zia Stefani") brachte das Interesse zum Ausdruck, das die ausländischen Pressevertreter der Arbeit und den Problemen entgegenbringen, mit denen sich der Reichsaußenminister gegenwärtig zu beschäftigen habe. Sie wüßten, daß gerade unter den heutigen politischen Verhältnissen die Regierungen von der erzieherischen Funktion der Presse eine tatkräftige Unter st ützung für die Aufrechterhaltung und Sicherung der Ordnung und des Friedens in der Welt erwarten. Die ausländischen Pressevertreter seien die ersten, die den gewaltigen Aufstieg Deutschlands anerkennen, der der Willenskraft des Führers und Reichskanzlers zu verdanken sei.
Der Reichsmmisier des Auswärtigen von Ribbentrop
ergriff hierauf das Wort. Er müsse gerechterweise zunächst die Feststellung treffen, daß die Berichterstattung der Vertreter der Auslandspresse in Berlin in letzter Zeit einen erfreulichen Wan- d e l erfahren habe, was nicht zuletzt einer immer mehr runef)menben Einsicht und dem wachenden Verständnis für unsere nationalsozialistische Volksverbundenheit zuzuschreiben sei. Viel guten Willen und Mühe werde es allerdings be
dürfen, um das wieder gutzumachen, was in dieser Beziehung in den veraangenen Jahren am deutschen Volke gesündigt wurde.
Eine gewisse internationale Presse hat es fertig gebracht, das tschechische Problem, das nur die vitalen Interessen Deutschlands betraf, gegen jede Gerechtigkeit und Vernunft schließlich zu einem Weltproblem zu machen, und als man sah, daß man auf die eiserne Entschlossenheit des Führers stieß, hat sie alles versucht, um die Völker gegen ihren Willen hierfür in einen Weltkrieg hineinzuhetzen. Wer weiß, vielleicht wäre dies auch gelungen, wenn statt Chamberlain und Dala- d:er die uns sattsam bekannten Kriegshetzer in diesen Ländern am Ruder gewesen wären und versucht hätten, ihre Angstträume durch Entfesselung eines Präventivkrieges zu bannen. Daß Deutschland einerseits auf eine solche Möglichkeit in jeder Beziehung vorbereitet war, und daß anderseits ein Erfolg dieser Hetze für die ahnungslosen Völker vernichtend gewesen wäre, diese Lehre wird man hoffentlich aus den letzten Ereignisfen ziehen.
Als besonders bedauerliche Tatsache sei hier noch erwähnt, daß einige Regierungen während der Krise keinerlei Anstalten gemacht haben, ihre presse zu einer ruhigen und objektiven Berichterstattung zu veranlassen. Es ist meine lleberzeugung. daß jede Regierung bei gutem Dillen in der Lage ist, eine solche sachgemäße Berichterstattung durchzuseheu. Dagegen haben wir leider wiederholt gesehen, daft Regierungen, statt beruhigend zu wirken, da und dort selbst noch zur Steigerung der Anruhe beitrugen und Oel ins Feuer gossen. Demgegenüber möchte ich hier feststellen, daß es in Deutschland in diesen Tagen bitter ernst war. und daß. wenn nicht im letzten Augenblick in München die Lösung gefunden worden wäre, der Führer das Sudetenland m i t einem Schwertstreich befreit hätte.
SeuWands Zukunft ist fichergestelli.
Die meisten Vertreter ausländischer Zeitungen ind um eine objektive und vernünftige-Berichter- tattung bemüht. Wir wissen auch, daß ihnen dies in der veraangenen Krisenzeit nicht immer ganz leicht gemacht wurde, und ich kenne z. B. eine ganze Anzahl von Fällen, in denen zuverlässige und sachgemäße Berichte von Ausländskorrespondenten über Deutschland von deren Heimatredaktionen gar nicht, oder zum mindesten entstellt gebracht worden sind. Ferner ist z. B. kürzlich eine n der Hauptredaktion einer ausländischen Zeitung abrizierte Falschmeldung als angeblicher Original bericht aus Berlin dem ausländischen Leser serviert worden. Fragt man sich nun, woher diese tiefgehende Verkennung natürlicher Situationen durch weite Teile der Presse kommt, so sehe ich, daß — abgesehen von der systematisch gegen Deutschland im Dienste des Bolschewismus hetzenden Presse —-die Ursache in einer oft vorhandenen übertrieben intellektuellen Einstellung ihrer Leiter zu finden ist. Aus einem abstrakten intellektuellen Erkennenwollen heraus werden von diesen die politischen Ereignisse mit falschem Maß stabe gemessen. Das Resultat ist oft schlimm und führt zu gänzlich falschen politischen Schlußfolgerungen. Der wahre Journalist muß heute volksverbunden sein. Verliert er $ie Verbindung mit dem Volk, mit der Seele des Volkes, kann er niemals der Interpret der politischen Wirklichkeit oder gar des politischen Wirkens desselben sein.
Ist es im Grunde nicht etwas ganz Natürliches, daß ein ge-sundes und starkes Volk sich auf die Dauer nicht unterdrücken läßt, sondern daß es, als der Führer kam, sich hinter ihn schart! Nicht abstrakte Machtpolitik — wie unsere Gegner im Auslande oft behaupten — ist das Kennzeichen des nationalsozialistischen Deutschland, sondern für die nationalsozialistische Außenpolitik war immer maßgebend der Gedanke des Zusammenschlusses unseres deutschen Volkstums und die Sicherung desselben in einem starken Reich. Daß der Führer dieses Wunder in weniger als sechs Jahren vollbringen konnte, wird im Auslande da und dort gern als die Folge einer brutalen M a ch t p o l i t r k hingestellt. Nichts ist falscher als das, denn Deutschland war durch Versailles völlig macht- und wehrlos.
Richt brutale Dachtpolitik, sondern ein geschicht
lich wohl einzig dastehendes Zusammenfasfen aller geistigen Kräfte Deutschlands im Rationalsozialismus, die heroische Entschlossenheit des deutschen Volkes zu allen Opfern, sein Glaube an den Führer und seine Einigkeit haben Deutschland befreit. Rur so war es möglich, daß aus dem Deutschland der Schwäche und der Ohnmacht vor dem Jahre 1933 eine Weltmacht entstand. Es ist ein stolzes Gefühl, das diesen Deutschen nach den Jahren des Riederganges und der Unterdrückung heute beherrscht, wenn er weiß: Deutschland ist für alle Zukunft unangreifbar! Im Bewußtsein der eigenen Kraft feines 80-Millionen-Volkes ist nunmehr Deutschlands Zukunft fichergestellt. Darüber hinaus ist Deutschland in fest fundierter Freundschaft mit anderen Mächten verbunden. Die Achse Berlin—Rom. die Verbindung Deutschlands und Italiens mit dem im erfolgreichen Kampf gegen den Bolschewismus begriffenen I a p a n/unfere freundschaftlichen Beziehungen zu Polen als die Grundpfeiler der deutschen Außenpolitik sind heute Garanten der Ordnung und des Friedens in Europa und in der Welt.
Im Zeichen dieser Neuordnung der Kräfte und im Zeichen der tiefen Freundschaft zwischen Italien und Deutschland und ihren beiden großen Führern ist dann auch die friedliche Einverleibung Oesterreichs und des Sudetenlandes gelungen, ohne einen. Tropfen Blut zu vergießen. Ein weiteres Zeichen des Vertrauens der Völker in diese europäische Neuordnung ist es auch, daß die ungarische und die tschecho-sloxoakische Regierung an die Achsenmächte herantraten, um durch einen Schiedsspruch in dem Jahrhunderte alten Konflikt, der Festsetzung der ungarischen Nordgrenze, eine Lösung herbeizuführen. Was der Völkerbund in zwanzigjähriger Arbeit nicht fertig brachte, dafür hat es in Wien nur eines Tages bedurft. Falls die tschecho-slowakische Regierung nach endgültiger Ziehung ihrer Grenze gewillt ist, den neuen Gegebenheiten in vollem Umfange
wir auch die Namen jener njcht vergessen haben, die in der kritischen September-Woche das französische Volk zum Krieg gegen Deutschland aufhetzen wollten. Es sind dieselben Kräfte wie in Kairo und Davos, es sindJuden und keine Franzosen. Die Schüsse in der deutschen Botschaft in Paris werden nicht nur den Beginn einer neuen deutschen Haltung in der Judenfrage bedeuten, sondern hoffentlich auch ein Signal für diejenigen Ausländer sein, die bisher nicht erkannten, daß zwischen der Verständigung der Völker nur der internationale Jude steht.
Abfuhr für Churchill.
Von unserer Berliner Schristleiiung.
Kaum hatte sich das Erstaunen der Londoner über das in England ungewöhnliche Erscheinen von Extrablättern am Sonntag — mit der Führ er- rede aus Weimar — gelegt, kaum hatten sie die ebenso drastische wie wohlverdiente Bloßstellung der im Rücken Chamberlains arbeitenden Kriegshetzer durch Adolf Hitler gelesen, da schreit derjenige, der sich mit Recht am meisten getroffen fühlt, Mr. Churchill. Wenn gegen alle britische Gepflogenheit Churchill es mit der Antwort auf feine Entlarvung durch den Führer so eilig hat, dann muß man daraus die Folgerung ziehen, daß die Weimarer Rede mitten ins Schwarze g e- troffen hat und die Kriegstreiber-Clique sich an ihrer empfindlichsten Stelle gepackt fühlt. Wir haben -durchaus Verständnis dafür, daß er eine so ungewohnte Eilfertigkeit zeigt. Denn auch in seinem eigenen Land erinnert man sich sicher, daß Mr. Churchill erst am 17. Oktober in einer an die Adresse Amerikas gerichteten Rundfunkrede erklärt hatte, „Ich bleibe bei dem Glauben, daß wir jetzt den Barbarismus (!) so weit überholt haben, daß wir ihn kontrollieren und beseitigen können ... Wir sollten uns dazu enffchließen!"
Churchill hat sich gegen die Fesfftellung des Führers, Churchill lasse sich vor allem von Emigranten über Deutschland unterrichten, mit dem Argument gewehrt, er habe sich doch auch mit Konrad Henlein, Bohle und Forster unterhalten. Aber das ändert nicht das mindeste daran, daß er sich lediglich zum Sprachrohr von dunklen Ehrenmännern macht, die über das nationalsozialistische Deutschland genau so gehässig denken und genau so wenig davon verstehen, wie er selbst, von dem der Führer richtig sagte, er lebe wohl aus dem Mond. Wir wollen gewiß nicht verkennen, daß die Weimarer Rede in anderen englischen Blättern eine ernsthaftere Würdigung findet als in jenen Organen, die sich nur zu oft dem Ehrgeiz politischer Bankrotteure und Streber dienstbar machen. Die Voraus- fetzungen für eine fruchtbare Zusammenarbeit beider ßänber bleibt aber ein unerschütterliches Vertrauen zwischen beiden Völkern. Politische Glücksritter, die sich ein trauriges Geschäft daraus machen, an die Stelle dieses Verttauens eine unverhohlene Feindschaft zwischen beiden Ländern zu setzen, beschwören nur unabsehbare Verwicklungen herauf.
Oie belgische Arbeiterpartei hinter Gpaak.
Der Parteiführer Vandervelde legt sein SUX nieder.
Brüssel, 8. Nov. (Europapreß.) Der Kon- -greß der belgischen Arbeiterpartei schloß mit einer Ueberraschung: dem Rücktritt des Parteiführers Vandervelde nach heftigen Auseinandersetzungen zwischen dem sozialistischen Senator d e M a n und dem Ministerpräsidenten Spaak, der erklärte: „In der von dem Ausschuß vorgeschlagenen Entschließung soll der Kongreß veranlaßt werden, die Prinzipien der Regierungspolitik, aber nicht die Politik selbst zu billigen. Ich habe nun genug. Ich will, daß die ligtedieAußenpolitikderRegierun g." und schlage folgenden Text vor: Der Kongreß b i l- lige die Außenpolitik der Regierung." Der Vorschlag Spaaks wurde mit 386 046 gegen 132 497 Stimmen bei 34185 Stimmenthaltungen angenommen. Nach dem Bekanntwerden dieser überwältigenden Billigung der Regierungspolitik erklärte der Parteivorsitzende Vandervelde, daß er sein Amt niederlege. Er werde in Zukunft als einfaches Parteimitglied an einer Erneuerung der Partei arbeiten. Nach dieser Szene wurde die Innen- und die Finanzpolitik der Regierung von dem Kongreß ebenfalls gebilligt.
Englische Vermittlung im Ehina-Konflitt?
London, 8. Nov. (Europapreß.) Eine Unterredung zwischen dem englischen Boffchafter in China, Sir Archibald Clarke-Kerr, und Max- schall T s ch i a n g K a i -- s ch e k hat der Frage der Friedensoermittlung gedient. „Versuche, eine Vermittlung in China herbeizuführen, werden zur Zeit einwandfrei gemacht", stellt News Chro- nicle fest. Die erste Unterredung zwischen Tschiang Kai-schek und dem englischen Botschafter- soll in Tschangtscha stattgefunden haben. Japanische Kreise behaupteten, der chinesische Außenminister, Dr. Wang Tsching-wei, habe sich auf dem Luftwege nach Tschangtscha begeben.
Das englische KönigSpaar nimmt die amerikanische Einladung an-
London, 8.Nov. (Europapreß.) König Georg VI. hat für sich und die Königin die Einladung des amerikanischen Präsidenten, anschließend an feine Reise nach Kanada im Mai kommenden Iah- res einen Staatsbesuch in Washington zu machen, angenommen. Der König und die Königin werden als Gäste des Präsidenten Roosevelt im Weißen Hause wohnen und auch der Welt- ausstelluntz in Neuyork einen Besuch abstatten. Daily Mall beftätigt gleichzeitig den bevorstehenden erfolgreichen Abschluß der englisch-amerikanischen Handelsvertragsverhandlungen.
parlamentarischer Klub der deutschen Abgeordneten in derTschecho-Glowakei
Prag, 7.Nov. (DNB.) Unter Vorsitz des Abg. Kundt fand eine Sitzung der Parlamentarier der ehemaligen Sudetenüeutschen und der Karpatho- Deuffchen Partei statt, die chren Wohnsitz innerhalb der neuen tschecho-slowakischen Grenzen haben. Abg. Kundt teilte mit, daß die Abgeordneten einen par- lamentarischen Klub der deutschen national- sozialistischen Abgeordneten und Senatoren in der Tschecho-Slowakei ge
grünt) et hätten. Zum Vorsitzenden wurde Abg. Kundt, zum Vertreter des Senats Senator Professor Hilgenrainer gewählt. Als nächste Ausgabe sehen die Parlamentarier die Sorge für die Deutschen innerhalb der neuen Staatsgrenzen sowie die Mithilfe bei einer Neuregelung der innerstaatlichen Verhältnisse überhaupt sowie im besonderen der notwendigen neuen Beziehungen zwischen den Deutschen einerseits und den Tschechen, Slowaken und Ukrainern andererseits.
„Grenzlandpresie im Kampfs
München, 7. Nov. (DNB.) Am Vortag der Veranstaltungen des 8. und 9. November wurde in Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus Partei, Staat und Wehrmacht, vor allem aber vieler Mitglieder der Presse, die Ausstellung „Grenzlandpresse im Kampf" ihrer Bestimmung übergeben. Die Schau, die von der Reichspressestelle der NSDAP, zusammen mit dem Archiv für Zeitgeschichte (Sammlung Rehse) und dem Deutschen Auslandsinstitut veranstaltet wird, vermittelt in sehr lebendiger und anschaulicher Weise ein Bild von der Unterdrückung und Verfolgung, von dem Ringen und Kämpfen,' aber auch von der Disziplin und der Sauberkeit der deutschen Presse der Grenz- lande im Kampf um das größere Deutschland.
$ür freue Dienste in der ff.
Berlin, 5. Nov. (DNB.) Die endgültige Ge- staltung her ^-Dienstauszeichnung ist jetzt durch Verordnung des Führers festgelegt worden, nachdem *bie Einführung grundsätzlich bereits am 30. Januar
verkündet worden war. Die ^-Dienstauszeichnung wird invierStufen verliehen, und zwar für Unterführer und Männer beimAusscheidennach vierjähriger einwandfreier, treuer Dien st lei st ung die 4. Stufe, für Führer, Unterführer und Männer nach achtjähriger Dienstleistung die 3. Stufe, nach zwölfjähriger Dienstleistung die 2. Stufe und nach 25 jähriger Dien ft lei ft ung die 1. Stufe. Alle vier Stufen werden am kornblumenblauen Band auf der linken Brustseite im Knopfloch oder an der Ordensschnalle getragen. Das Band der Stufe 1 und 2 trägt eingewebt die Sigrunen.
Deutschlands größte E>A.-Retterschnle
Hannover, 6. Nov. (DNB.) Stabschef Lutze legte in Hannover den Grundstein zur größten SA. - Reiter sch ule Deutschlands. Die SA.-Reiterei umfaßt 80 v. H. des außermilitärischen deutschen Pferdesportes. Die SA. ist in eineinhalb Jahren von ungefähr 2600 Reiterscheinen auf 29 500 pro Jahr gestiegen. Mit 1447 ersten Siegen, mit 1331 zweiten, 1083 dritten und 2023 weiteren Preisen der SA.-Reiterei im Jahre 1937 bis Oktober 1938 wird eine Entwicklung bezeichnet, die ausschließlich dem Tiere und damit der Landesverteidigung zugute kommt.
Einstellung von Arbeifsmai'den.
Berlin, 5. Nov. (DNB.) Die Reichsleitung des Reichsarbeitsdienstes gibt bekam: Zum 1. April 1939 kann noch eine beschränkte lluzahl von Arbeitsmaiden in den Reichsarbeitsdienft für die weib-
Rechnung zu tragen und eine völlige N e u« Orientierung ihrer Politik Deutschland gegenüber zu vollziehen, ist ein Ausgleich mit diesem Staat und eine endgültige Befriedung zwischen den beiden Nationen möglich.
Die Stellung des Dritten Reiches als Weltmacht ist heute endgültig begründet. Dies bedeutet aber nicht, daß Deutschland mcht den Wunsch nach einem Ausgleich zwischen den Interessen der verschiedenen Mächte teilt. In diesem Zusammenhang darf hier daran erinnert werden, daß der Führer es war, der die Mächte mit dem Ziel, einen friedlichen Ausweg aus der Krise zu finden, im September nach München ein lud. In diesem Sinne hat der Führer auch mit dem englischen Premierminister auf dessen Wunsch am Tage seiner Abreise die bekannte deutsch-englische Friedenserklärung abgegeben.
Um so erstaunter waren wir, daß die e r st e Antwort auf den Geist von München in der Parole bestand: Der Friede ist gerettet, deshalb Aufrüstung bis zum äußer st en. Dieses neue Aufrüstungsfieber in einigen Staaten wird gleichzeitig begleitet von einer erneuten Hetze der unverbesserlichen Kriegstreiber. In diesem Zusammenhang müssen wir leider feststellen, daß diese Kriegshetzer, in der Besorgnis, man könne z. B. Deutschland seine bekannte und unverrückbare Rechtsforderung auf Rückgabe der ehemaligen deutschen Kolonien erfüllen, in der afrikanischen Presse eine erstaunliche Propaganda gegen Deutschland und alles Deutsche betreiben.
Ministerpräsident Chamberlain und Außenminister Lord Halifax haben in weiser Einsicht allen diesen englischen Kriegshetzern und ihrer die Völker auseinandertreibenden Tätigkeit eine klare Abfuhr erteilt. Ebenso haben Frankreichs Ministerpräsident D a l a d i e r und sein Außenminister Bonnet in den letzten Wochen Reden gehalten, die in Deuffchland einen sympathischen Widerhall gefunden haben. Es ist zu erwarten, daß sich in weiterem Verfolg des in München mit England beschrittenen Weges in Zukunft neue Möglichkeiten des besseren Verständnisses auch zwifchen Deutschland und Frankreich ergeben werden und entsprechend gestaltet werden können. In diesem Sinne ist der Wunsch des französischen Außenministers nach einer aufrichtigen Zusammenarbeit zwischen Deuffchland und Frankreich bei uns begrüßt worden. Der soeben bestätigte Ausgleich Italiens mit England liegt auf der gleichen Linie.
Diese Haltung der verantwortlichen Staatsmänner in London und Paris läßt die Hoffnung zu, daß letzten Endes doch-die Vernunft über die Kriegshetzer in den westlichen Demokratten die Oberhand gewinnen mag. Der Führer hat gestern in feiner großen Äede in Weimar das Treiben dieser Kriegshetzer mit unerbittlicher Schärfe und Logik gebrandmarkt. Diesem Treiben gegenüber steht das deutsche Volk einig und geschlossen hinter seinem Führer, stark und wachsam, immer bereit zum Frieden, aber ohne Sorge vor dem Krieg, und'immer enffchlossen, die Levensrechte der Nation gegen jedermann zu wahren.
Der Friede will gepflegt werden.
Im Namen des Diplomatischen Korps dankte dessen Doyen, Nuntius O r s e n i g o, für die Arbeit der ausländischen Pressevertreter in Berlin. Der Nuntius erwähnte die großen Ereignisse des letzten Jahres, die nicht nur den Krieg verhindert, sondern auch das aus dem Wege geräumt hätten, was unvermeidliche Ursache eines Krieges werden zu müssen schien. Besonders hob der Nunttus hervor, daß an den Münchener Abmachungen auch das Volk in allen Ländern Anteil nahm. Die Völker, die mit so viel Begeisterung den Schöpfern des Friedens zujubelten, hätten zu den vier Unterschriften der Staatsmänner noch eine fünfte hinzugefügt. Aber der von den Lenkern der großen Nationen aus- gedachte und dann von den Völkern sozusagen ratifizierte Friede bleibe noch wie ein exotisches Gewächs, dem man immer noch eine ih m angemessene Pflege angedeihen lassen müsse, damit er leben und sich entwickeln könne. Diese Atnwsphäre bestehe in der Unvoreingenommenheit von Nation zu Natton und in der gegenseitigen Hochachtung der Völker und in der Freundfchaft zwischen den Staatsmännern.
liche Jugend eingestellt werden. Die Meldungen sind bis spätestens 1. Dezember 1938 abzugeben. Meldeformulare sowie Merkblätter mit den Einstellungsbedingungen sind bei den Polizeibehörden kostenlos erhältlich. Abiturientinnen mit Studi.umsab fichten fügen ihren Meldepapieren eine Bescheinigung des gesetzlichen Vertreters bei, daß er mit dem beabsichtigten Studium einverstanden ist. Eine Bescheinigung des Schulleiters, daß die Betreffende zur Reifeprüfung zugelassen wird, ist bis spätestens 15. Januar 1939 nachzureichen.
Wettere Rasthof-Daufen an den Reichsaufobahnen.
Berlin, 7. Nov. (DNB.) Wie der Leiter der Abteilung Reichsautobahnen beim Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Ministerialrat Schönleben, gelegentlich der Pressebesichtigung des Rasthofes „Magdeburger Börde" mitteilte, ist für die nächste Zeit die Errichtung weiterer solcher Rasthöfe in Aussicht genommen bei Hannover, bei Kamen (Westfalen), nordöstlich von Dortmund, bet Hermsdorf an der Kreuzung der Autobahnen Berlin—München und Dresden—Weimar, bei Nieder-Aula an der Abzweigung der Strecke Kaffel —Frankfurt a. M. von der Strecke Kassel — Fulda , bei Karlsruhe, auf der Schwäbischen Alb und bei Lichte nwaldau an der Autobahn Berlin—Breslau nordöstlich von Bunzlau.


