Wirtschaft
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und durch die — entgegen der Wahrheit — bewiesen werden sollte, daß er in einem Arbeits- oerhältnis stand. Auf Grund dieser Falschanmeldungen erreichte es der Angeklagte, daß er auf Kosten der Ortskrankenkasse ärztliche Hilfe und auch Krankenhausbehandlung in Anspruch nehmen konnte und daß er außerdem noch Krankengeld erhielt. Bei einer Haussuchung wurde noch ein in gleicher Weise ausgefülltes Anmeldeformular gefunden, von dem der Angeklagte aber noch keinen Gebrauch gemacht hatte.
Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen schwerer Urkundenfälschung in Tateinheit mit Be-
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dem demnächst steigenden Entscheidungsspiel gegen MSB. „Barbara" Gießen ihren Mann stellen wird.
Die Jugend des To. Hausen trat am ersten Feiertag in H o ch e l h e i m an und mußte sich durch die verstärkt spielenden Platzbesitzer mit 13:10 geschlagen bekennen. .
Die Jugendmannschaft von Klein-Linden hatte für den zweiten Pfingstseiertag die gleiche des Tv. Lützellinden zu einem Freundschaftsspiel emgeladen. Lützellinden trat mit einer sehr starken, durch einige Spieler der aktiven Mannschaft verstärkten Els an. In der ersten Halbzeit war das Spiel noch ziemlich ausgeglichen. In der zweiten Halbzeit kam die Ueberlegenheit der Gäste deutlich zum Ausdruck, während die Gastgeber völlig zerfahren spielten. Lediglich durch einige Alleingänge konnten die Einheimischen noch einige Tore aufholen. Das Spiel endete mit 11:17 Toren für Lützellinden.
Der für kommenden Sonntag (12. Juni) an gesetzte Mannschaftstag muß mit Rücksicht auf eine Reihe anderer Veranstaltungen abgesagt werden. Der endgültige Termin wird noch bekanntgegeben.
9:7-Sieg in Ockershausen.
Am ersten Pfingstfeiertag weilten 1900s Handballer mit einer kombinierten Mannschaft bei dem Turn- und Spielverein Marburg-Ockershausen. Die Marburger Vorstädter, die sich übrigens in diesem Jahre für die Bezirksklasse qualifizieren konnten, lieferten eine ansprechende Partie, mußten aber den besser zusammenarbeitenden Gießenern den Vortritt lassen. Die eingestellten, jungen Kräfte ließen sich vieloerheißend an.
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der ersten Aufträge schrumpfte das Börsengeschäft sehr stark zusammen. Sonderbewegungen traten kaum hervor bis auf »Siemens, die etwa, 4 v. H. gegenüber dem Freitagschlusse genannt wurden. Auch Reichsbank-Anteile setzten etwas stärker befestigt mit 2,50 v. H. höher ein. Im übrigen zeigte der .Montanmarkt ein freundliches Bild, wobel Hocsch 1,25, Mannesmann 0,90, Verein. Stahlwerke 0,50 v. H. anzogen. Sehr still lag der Chemiemarkt, hier waren zumeist unveränderte Kurse genannt, IG.-Farben 0,25 v. H. befestigt. Motorenwerte uneinheitlich, während Daimler 0,75, Adlerwerke 0,25 v. H. anzogen, eröffneten MAR 1 v. H. niedriger. Nheinmetall 0,65 o. H. fester. Von Bauaktien Ber- ger Tiefbau 1 v. H. höher. Zementaktien ohne Veränderung.
Der Rentenmarkt zeigte keine Belebung, Altbesitz 132,25 nach 132,20. In den festverzinslichen Freiverkehrsrenten wie späte Schuldbücher, Städte- Altbesitz, trat keine Veränderung ein. Auch die österreichischen Schillingswerte behaupteten zwar ihre Kurse, wobei die Wiener Kurse sich sehr stark an die der Börsen des Altreiches angeglichen haben. Die Umsätze sind wegen der noch ausstehenden Frage der Derstempelung der Werte wesentlich geringer geworden.
Im Verlauf schrumpften die Umsätze am Aktienmarkt sehr stark zusammen. Zunächst lagen von den später notierten Werten Accumulatoren um 3, RWE. um 1. Goldschmidt um 1, Kali Aschersleben.um 1,50, Eßlinger Maschinen um 0,50 v. H. über ihren letzten Schlußfestsetzungen.
Auch Renten unverändert ruhig bei behaupteten Kursen, am Pfandbriefmarkt hält die Nachfrage unvermindert an. Rhein. Hyp. Liquidationspfandbriese um 0,40 v. H. befestigt.
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Die Frankfurter Abendbörse siel infolge des halben Feiertages (Wäldchestag) aus.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
F r a n k f u rt a. M., 8. Juni. (Vorbericht.) Auftrieb: 519 Kälber, 23 Schafe, 73 Hämmel und 3410 Schweine. Es kosteten: Kälber 30 bis 65, Lämmer ' und Hämmel 42 bis 48. Schafe 34 bis 42, Schweine
trug und versuchter schwerer Urkundenfälschung zu einer Gesamtgefängnis st rase von 1 Jahr unter Zubilligung mildernder Umstände. Für die Bemessung der Strafhöhe war maßgebend, daß der Angeklagte zwar noch nicht vorbestraft ist, aber durch sein Verhalten öffentliche Belange geschädigt hatte. Straferschwerend kam noch hinzu, daß die Urkundenfälschungen in raffiniertester Wests begangen worden waren und der Angeklagte, der schon von Jugend auf verdorben ist und einen schwachen und haltlosen Charakter hat, stets erst nach längerem Leugnen die ihm zur Last gelegten Taten zugab.
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ZRemonfemarff in Gießen.
Der Landesverband der Pferdezüchter in Hessen- Nassau hielt am Pfingstdienstag auf dem Pferdemarktplatz in Gießen den Remontemarkt für Oberhessen ab. Zugelassen waren etwa 40 Warmblutpferde aus den heimischen Zuchten, ausgesuchtes Tiermaterial. Dem Markt voraus ging eine Prämiierung, bei der vier 1. und sechs 2. Preise ausgegeben wurden.
Trotz der großen Anforderungen der Remonte- kommisfion, die nur in Körperbau und körperlicher Verfassung völlig korrektes Tiermaterial für die Wehrmacht annehmen kann, wurde eine größere Anzahl von Pferden angekauft. Einige gute Stuten wurden im Interesse der heimischen Zucht zurückgewiesen. Der günstige Prozentsatz der aus Oberhessen angekauften Tiere war zugleich cme Anerkennung'für den beachtlichen Stand der oberhessischen Pferdezucht.
Prämiierung:
Klasse I: Dreijährige Pferde:
1. Preise: Ludwig Kuhl, Gambach, Kreis Friedberg-, Heinrich Wolf, Rommelshausen, Kreis Büdingen; Karl Reuhl, Gambach, Kreis Friedberg.
2. Preise: Theodor Hirz, Watzenborn-Steinberg, Kreis Gießen; Ernst Schmidt, Fauerbach v. d. H., Kreis Friedberg.
Klasse H: Vierjährige Pferde:
1. Preis: Leonhard Hillerich, Lohrbach, Kreis Büdingen.
2. Preise: Karl Pfeiffer, Niederneisen, Kreis Unterlahn; Eberhard Seim, Rüddingshausen, Kreis Gießen; Heinrich Jung II., Holzheim, Kreis Gießen; Ernst Brückmann, Birklar, Kreis Gießen.
Rhein Mainische Börse,
säll und freundlicher.
Frankfurt a. M., 7. Juni. Die Börse hatte nach der Unterbrechung durch die Pfingstfeiertage noch ein ausgesprochen ruhiges Bild gezeigt. Die Grundhaltung blieb weiterhin freundlich, wobei ein -gewisses Abstoppen von bestimmten Verkaufen auf Grund neuerer Anordnungen zu verzeichnen war. Schließlich regten die verschiedenartigsten Auslassungen in der Oeffentlichkeit über den Stand der Verzinsung der A k t i e n w e r t e einen größeren Kundenkreis zu Anlagekäufen an. Mit Erledigung
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Bei ausgezeichnetem Wetter kam eine Reihe spannender, gleichzeitig aber auch harter Kämpfe zustande, die zum Teil mit Überraschenden , Ergebnissen endeten. Allgemein fällt das günstige Abschneiden der Vereine unseres Kreises gegen die Gäste aus dem Gau 13 (Tgs. Offenbach, Tv. Ffm.- Praunheim usw.) auf, die alle ohne Ausnahme in höheren Klassen spielen und die darüber hinaus •aurf) in stärkster Besetzung antraten. Das letzte Aufstiegspiel zwischen Tv. Lützellinden und Tuspo Butzbach dürfte einem Mißverständnis zum Opfer gefallen sein. Das Tressen war anaesetzt, mußte nach den geltenden Bestimmungen aber in Lützellinden ausgetragen werden, weil die vorläufig verhängte Platzsperre noch nicht aufgehoben war. Da beiden Mannschaften kein Bescheid mehr zugegangen war, fiel das Spiel aus.
Eincjn Versehen fiel gleichzeitig auch die angesetzte Begegnung zwischen Tv. Hörnsheim und dem Tv. H e u ch e l h e i m zum Opfer. Es bleibt leider nichts weiter übrig, als das Treffen erneut anzusetzen.
Das auf dem Platz in Mendorf (Lahn) stattgefundene Entscheidungsspiel zwischen den Mannschaften von Groß-Rechtenbach und Gartz e n h e i m nahm einen wenig schönen Verlauf. Die erste Hälfte, in der sich beide Mannschaften gleichwertig waren, verlief einwandfrei. Nach der Pause kam Garbenheim durch schwere Deckungsfehler der gegnerischen Hintermannschaft immer besser ins Spiel und lag bald klar in Führung. Beim Stand von 9:4 brach daraus Groß-Rechten- tzach ohne jeden ersichtlichen Grund das Spiel ab. Die folgenden häßlichen Szenen werden der Mannschaft teuer zu stehen kommen. Sie haben sie nicht nur um den sicheren Staffelsieg, sondern vor ollem um alle Chancen des Aufstiegs gebracht.
In Atzbach blieb der angesetzte amtliche Schiedsrichter aus. Die Leitung übernahm daraufhin ein Kamerad der Platzmannschaft. Mit seinen Entscheidungen waren die Gäste nicht immer einverstanden und verließen beim Stande von 13:9 für Atzbach vollkommen grundlos das Feld.
Zwei ausgezeichnete Vorstellungen gab die Mannschaft der Turngesellschaft Offenbach in Grü- ningen und Hausen. Während Grüningen ziemlich eindeutig (rein zahlenmäßig gesehen) verlor, konnte Hausen ein verhältnismäßig gutes Ergebnis erzielen. Die Mannschaft der Gäste zeigte in beiden Fällen ein hervorragendes Spiel. Das technische Plus glichen aber die beiden Gastgeber durch restlosen Einsatz wieder aus, so daß die Spiele ohne Ausnahme von Anfang bis zum Schluß ausgeglichen waren.
Aehnlich ist auch von dem Auftreten von Ffm.- Praunheim zu berichten. Während Wetzlar- Niedergirmes am ersten Feiertag klar mit 8:19 verlor, konnte Garbenheim am anderen Tag 15:14 gewinnen. Gerade dieses Ergebnis besagt, daß Garbenheim zur Zeit wirklich ausgezeichnet in Form ist und daß die Mannschaft auch bei
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Am gestrigen Dienstag hatte sich der I. K. aus Heldenbergen vor dem Bezirksschöffengericht wegen verschiedener Urkundenfälschungen in Tateinheit mit Betrug zu verantworten.
Der Angeklagte hatte, um nicht weiter als Landarbeiter tätig sein zu müssen, sein Arbeitsbuch mit dem seines Bruders vertauscht, dessen Titelseite herausgerissen und diejenige seines eigenen Arbeitsbuches dafür hereingeklebt. Außerdem verfälschte er noch verschiedene Eintragungen in dem Arbeitsbuch; so änderte er die Berufsbezeichnung „landwirtschaftlicher Arbeiter" in „Hilfsarbeiter" um und erreichte auf diese Weise, daß er nicht mehr in der Landwirtschaft tätig zu fein brauchte, sondern in anderen gewerblichen Betrieben arbeiten konnte. Auch die önvalidenversicherungskarte verfälschte er derart, daß sie mit dem gefälschten Arbeitsbuch übereinstimmte. Außer diesen Fälschungen zweier öffentlicher Urkunden hatte der Angeklagte sich auch noch der Urkundenfälschung von privaten Urkunden schuldig gemacht; er füllte nämlich in vier gleichgelagerten Fällen Anmeldeformulare für die Ortskrankenkasse aus, die er mit einem falschen Namen unterzeichnete
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