Ausgabe 
8.6.1938
 
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Wirtschaft

Marktoerlauf: Kälber und

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Gießen

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und durch die entgegen der Wahrheit be­wiesen werden sollte, daß er in einem Arbeits- oerhältnis stand. Auf Grund dieser Falschanmel­dungen erreichte es der Angeklagte, daß er auf Kosten der Ortskrankenkasse ärztliche Hilfe und auch Krankenhausbehandlung in Anspruch nehmen konnte und daß er außerdem noch Krankengeld erhielt. Bei einer Haussuchung wurde noch ein in gleicher Weise ausgefülltes Anmeldeformular gefunden, von dem der Angeklagte aber noch keinen Gebrauch ge­macht hatte.

Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen schwerer Urkundenfälschung in Tateinheit mit Be-

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dem demnächst steigenden Entscheidungsspiel gegen MSB.Barbara" Gießen ihren Mann stellen wird.

Die Jugend des To. Hausen trat am ersten Feiertag in H o ch e l h e i m an und mußte sich durch die verstärkt spielenden Platzbesitzer mit 13:10 ge­schlagen bekennen. .

Die Jugendmannschaft von Klein-Linden hatte für den zweiten Pfingstseiertag die gleiche des Tv. Lützellinden zu einem Freundschaftsspiel emgeladen. Lützellinden trat mit einer sehr starken, durch einige Spieler der aktiven Mannschaft verstärkten Els an. In der ersten Halbzeit war das Spiel noch ziemlich ausgeglichen. In der zweiten Halbzeit kam die Ueberlegenheit der Gäste deutlich zum Ausdruck, während die Gastgeber völlig zerfahren spielten. Lediglich durch einige Alleingänge konnten die Ein­heimischen noch einige Tore aufholen. Das Spiel endete mit 11:17 Toren für Lützellinden.

Der für kommenden Sonntag (12. Juni) an ge­setzte Mannschaftstag muß mit Rücksicht auf eine Reihe anderer Veranstaltungen abgesagt werden. Der endgültige Termin wird noch be­kanntgegeben.

9:7-Sieg in Ockershausen.

Am ersten Pfingstfeiertag weilten 1900s Hand­baller mit einer kombinierten Mannschaft bei dem Turn- und Spielverein Marburg-Ockershausen. Die Marburger Vorstädter, die sich übrigens in diesem Jahre für die Bezirksklasse qualifizieren konnten, lieferten eine ansprechende Partie, mußten aber den besser zusammenarbeitenden Gießenern den Vortritt lassen. Die eingestellten, jungen Kräfte ließen sich vieloerheißend an.

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der ersten Aufträge schrumpfte das Börsengeschäft sehr stark zusammen. Sonderbewegungen traten kaum hervor bis auf »Siemens, die etwa, 4 v. H. gegenüber dem Freitagschlusse genannt wurden. Auch Reichsbank-Anteile setzten etwas stärker be­festigt mit 2,50 v. H. höher ein. Im übrigen zeigte der .Montanmarkt ein freundliches Bild, wobel Hocsch 1,25, Mannesmann 0,90, Verein. Stahlwerke 0,50 v. H. anzogen. Sehr still lag der Chemiemarkt, hier waren zumeist unveränderte Kurse genannt, IG.-Farben 0,25 v. H. befestigt. Motorenwerte un­einheitlich, während Daimler 0,75, Adlerwerke 0,25 v. H. anzogen, eröffneten MAR 1 v. H. niedriger. Nheinmetall 0,65 o. H. fester. Von Bauaktien Ber- ger Tiefbau 1 v. H. höher. Zementaktien ohne Ver­änderung.

Der Rentenmarkt zeigte keine Belebung, Altbesitz 132,25 nach 132,20. In den festverzinslichen Freiverkehrsrenten wie späte Schuldbücher, Städte- Altbesitz, trat keine Veränderung ein. Auch die öster­reichischen Schillingswerte behaupteten zwar ihre Kurse, wobei die Wiener Kurse sich sehr stark an die der Börsen des Altreiches angeglichen haben. Die Umsätze sind wegen der noch ausstehenden Frage der Derstempelung der Werte wesentlich ge­ringer geworden.

Im Verlauf schrumpften die Umsätze am Ak­tienmarkt sehr stark zusammen. Zunächst lagen von den später notierten Werten Accumulatoren um 3, RWE. um 1. Goldschmidt um 1, Kali Aschersleben.um 1,50, Eßlinger Maschinen um 0,50 v. H. über ihren letzten Schlußfestsetzungen.

Auch Renten unverändert ruhig bei behaup­teten Kursen, am Pfandbriefmarkt hält die Nach­frage unvermindert an. Rhein. Hyp. Liquidations­pfandbriese um 0,40 v. H. befestigt.

*

Die Frankfurter Abendbörse siel infolge des halben Feiertages (Wäldchestag) aus.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

F r a n k f u rt a. M., 8. Juni. (Vorbericht.) Auf­trieb: 519 Kälber, 23 Schafe, 73 Hämmel und 3410 Schweine. Es kosteten: Kälber 30 bis 65, Lämmer ' und Hämmel 42 bis 48. Schafe 34 bis 42, Schweine

trug und versuchter schwerer Urkundenfälschung zu einer Gesamtgefängnis st rase von 1 Jahr unter Zubilligung mildernder Umstände. Für die Bemessung der Strafhöhe war maßgebend, daß der Angeklagte zwar noch nicht vorbestraft ist, aber durch sein Verhalten öffentliche Belange ge­schädigt hatte. Straferschwerend kam noch hinzu, daß die Urkundenfälschungen in raffiniertester Wests begangen worden waren und der Angeklagte, der schon von Jugend auf verdorben ist und einen schwachen und haltlosen Charakter hat, stets erst nach längerem Leugnen die ihm zur Last gelegten Taten zugab.

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ZRemonfemarff in Gießen.

Der Landesverband der Pferdezüchter in Hessen- Nassau hielt am Pfingstdienstag auf dem Pferde­marktplatz in Gießen den Remontemarkt für Ober­hessen ab. Zugelassen waren etwa 40 Warmblut­pferde aus den heimischen Zuchten, ausgesuchtes Tiermaterial. Dem Markt voraus ging eine Prä­miierung, bei der vier 1. und sechs 2. Preise aus­gegeben wurden.

Trotz der großen Anforderungen der Remonte- kommisfion, die nur in Körperbau und körperlicher Verfassung völlig korrektes Tiermaterial für die Wehrmacht annehmen kann, wurde eine größere Anzahl von Pferden angekauft. Einige gute Stuten wurden im Interesse der heimischen Zucht zurück­gewiesen. Der günstige Prozentsatz der aus Ober­hessen angekauften Tiere war zugleich cme Aner­kennung'für den beachtlichen Stand der oberhessi­schen Pferdezucht.

Prämiierung:

Klasse I: Dreijährige Pferde:

1. Preise: Ludwig Kuhl, Gambach, Kreis Fried­berg-, Heinrich Wolf, Rommelshausen, Kreis Bü­dingen; Karl Reuhl, Gambach, Kreis Friedberg.

2. Preise: Theodor Hirz, Watzenborn-Stein­berg, Kreis Gießen; Ernst Schmidt, Fauerbach v. d. H., Kreis Friedberg.

Klasse H: Vierjährige Pferde:

1. Preis: Leonhard Hillerich, Lohrbach, Kreis Büdingen.

2. Preise: Karl Pfeiffer, Niederneisen, Kreis Un­terlahn; Eberhard Seim, Rüddingshausen, Kreis Gießen; Heinrich Jung II., Holzheim, Kreis Gießen; Ernst Brückmann, Birklar, Kreis Gießen.

Rhein Mainische Börse,

säll und freundlicher.

Frankfurt a. M., 7. Juni. Die Börse hatte nach der Unterbrechung durch die Pfingstfeiertage noch ein ausgesprochen ruhiges Bild gezeigt. Die Grundhaltung blieb weiterhin freundlich, wobei ein -gewisses Abstoppen von bestimmten Verkaufen auf Grund neuerer Anordnungen zu verzeichnen war. Schließlich regten die verschiedenartigsten Auslas­sungen in der Oeffentlichkeit über den Stand der Verzinsung der A k t i e n w e r t e einen größeren Kundenkreis zu Anlagekäufen an. Mit Erledigung

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Spannende und Harle Handballkämpfe.

Oie Spiele während der pfingstfeiertage.

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Bei ausgezeichnetem Wetter kam eine Reihe spannender, gleichzeitig aber auch harter Kämpfe zustande, die zum Teil mit Überraschenden , Ergeb­nissen endeten. Allgemein fällt das günstige Ab­schneiden der Vereine unseres Kreises gegen die Gäste aus dem Gau 13 (Tgs. Offenbach, Tv. Ffm.- Praunheim usw.) auf, die alle ohne Ausnahme in höheren Klassen spielen und die darüber hinaus aurf) in stärkster Besetzung antraten. Das letzte Auf­stiegspiel zwischen Tv. Lützellinden und Tuspo Butzbach dürfte einem Mißverständnis zum Opfer gefallen sein. Das Tressen war anaesetzt, mußte nach den geltenden Bestimmungen aber in Lützel­linden ausgetragen werden, weil die vorläufig ver­hängte Platzsperre noch nicht aufgehoben war. Da beiden Mannschaften kein Bescheid mehr zugegangen war, fiel das Spiel aus.

Eincjn Versehen fiel gleichzeitig auch die ange­setzte Begegnung zwischen Tv. Hörnsheim und dem Tv. H e u ch e l h e i m zum Opfer. Es bleibt leider nichts weiter übrig, als das Treffen erneut anzusetzen.

Das auf dem Platz in Mendorf (Lahn) stattge­fundene Entscheidungsspiel zwischen den Mann­schaften von Groß-Rechtenbach und Gar­tz e n h e i m nahm einen wenig schönen Verlauf. Die erste Hälfte, in der sich beide Mannschaften gleichwertig waren, verlief einwandfrei. Nach der Pause kam Garbenheim durch schwere Deckungs­fehler der gegnerischen Hintermannschaft immer besser ins Spiel und lag bald klar in Führung. Beim Stand von 9:4 brach daraus Groß-Rechten- tzach ohne jeden ersichtlichen Grund das Spiel ab. Die folgenden häßlichen Szenen werden der Mann­schaft teuer zu stehen kommen. Sie haben sie nicht nur um den sicheren Staffelsieg, sondern vor ollem um alle Chancen des Aufstiegs gebracht.

In Atzbach blieb der angesetzte amtliche Schieds­richter aus. Die Leitung übernahm daraufhin ein Kamerad der Platzmannschaft. Mit seinen Ent­scheidungen waren die Gäste nicht immer einver­standen und verließen beim Stande von 13:9 für Atzbach vollkommen grundlos das Feld.

Zwei ausgezeichnete Vorstellungen gab die Mann­schaft der Turngesellschaft Offenbach in Grü- ningen und Hausen. Während Grüningen ziemlich eindeutig (rein zahlenmäßig gesehen) ver­lor, konnte Hausen ein verhältnismäßig gutes Er­gebnis erzielen. Die Mannschaft der Gäste zeigte in beiden Fällen ein hervorragendes Spiel. Das technische Plus glichen aber die beiden Gastgeber durch restlosen Einsatz wieder aus, so daß die Spiele ohne Ausnahme von Anfang bis zum Schluß aus­geglichen waren.

Aehnlich ist auch von dem Auftreten von Ffm.- Praunheim zu berichten. Während Wetzlar- Niedergirmes am ersten Feiertag klar mit 8:19 verlor, konnte Garbenheim am anderen Tag 15:14 gewinnen. Gerade dieses Ergebnis be­sagt, daß Garbenheim zur Zeit wirklich ausgezeich­net in Form ist und daß die Mannschaft auch bei

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Am gestrigen Dienstag hatte sich der I. K. aus Heldenbergen vor dem Bezirksschöffengericht wegen verschiedener Urkundenfälschungen in Tateinheit mit Betrug zu verantworten.

Der Angeklagte hatte, um nicht weiter als Land­arbeiter tätig sein zu müssen, sein Arbeitsbuch mit dem seines Bruders vertauscht, dessen Titelseite her­ausgerissen und diejenige seines eigenen Arbeits­buches dafür hereingeklebt. Außerdem verfälschte er noch verschiedene Eintragungen in dem Arbeitsbuch; so änderte er die Berufsbezeichnunglandwirtschaft­licher Arbeiter" inHilfsarbeiter" um und erreichte auf diese Weise, daß er nicht mehr in der Landwirt­schaft tätig zu fein brauchte, sondern in anderen gewerblichen Betrieben arbeiten konnte. Auch die önvalidenversicherungskarte verfälschte er derart, daß sie mit dem gefälschten Arbeitsbuch übereinstimmte. Außer diesen Fälschungen zweier öffentlicher Ur­kunden hatte der Angeklagte sich auch noch der Urkundenfälschung von privaten Urkunden schuldig gemacht; er füllte nämlich in vier gleichgelagerten Fällen Anmeldeformulare für die Ortskrankenkasse aus, die er mit einem falschen Namen unterzeichnete

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