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Vienna" Wien in Gießen zu Gast.
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Die Stadtelf Gießen als Gegner.
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Vene Erfolge der Gießener Leichtathleten
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wurde eine Minute vor Halbzeit durch Bomben- chuß von Schmidt mit dem zweiten Treffer abge- fchlosfen. a
Internationales Frauensportsest in Sad-Nauheim.
Die ersten Nennungen. — Olhmpiasiegerirrneu nur Start.
Der Arbeitsausschuß für das Internationale Frauensportsest. das am 29. Juni als Abendveranstaltung auf der von-Tschammer- und Osten-Kampfbahn in Bad-Nauheim durchgeführt wird, hatte eine Besprechung." Es wurde über den Stand der Vorarbeiten berichtet.
Wie das Reichsfachamt für Leichtathletik mitge- teüt hat, stnd Einladungen zur Teilnahme an die folgenden ausländischen Olympiasiegerinnen und Spchenkönnerinnen ergangen: Ungarn: Czak und Vertessy; England: Odam undJofftey; Frankreich: Leißner; Italien: Valla und Testoni; Holland: Koen, Doorgest und van Baten Blanken Holland hat bereits zugesagt. Das sind alles hervorragende Kräfte der Olympiaklasse.
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Ebenso ausgezeichnet ist die deutsche Besetzung, soweit sie jetzt schon feststeht. Dam Reichsfachamt für Leichtathletik sind die folgenden Frauen der Kern- und Nachwuchsmannschaft namhaft gemacht worden:
100-Meter-Lauf: Krauß, Albus, Winkels, Weizenkorn-Hannover.
100-Meter-Lauf (Mädchen): Wohlfahrt- Waiblingen.
Hochsprung: Ratjen-Bremen, Kaun-Kiel,Nie- meier-Emden, Staudt-Limburg.
W e i t s p r u n g: Kuhlmann-Hamburg, Venus- Nordhausen, Praetz-Salzwedel, Wohlfahrt-Waiblingen.
Kugelstoßen: Schröder-Mannheim, Wessel- Iserlohn, Kirchhoff-Bielefeld, Dolkhausen-Dortmund.
Diskuswerfen: Schröder-Mundenheim,Wessel-Iserlohn, Kirchhoff-Bielefeld, Dolkhausen-Dortmund, Hagemann-Kassel.
400X100-Meter • National st affe l: Albers, Krauß, Winkels, Weizenkorn.
Frauen-'Sladkklaste. Jahrgang 20/21.
100 Meter: 1. Elfe Ludwig, DfB.-R., 15,2 Sek.: 2. Erna Repp, DfB.-R., 15,7 Sek. — Hochsprung: 1. Else Ludwig, DfB.-R., 1,20 Meter; 2. Balsmann, To. Frankenberg, 1,15 Meter. — Kugelstoßen: 1. Else Ludwig, VfB.-R., 7,85 Meter; 2. Belz, Frankenberg, 6,15 Meter: 3. Erna Repp, DfB.-R., 5,85 Meter. — Dreikampf: 1. Else Ludwig, DfB.-R.; 2. Kobolski, To. Franken- berg. — Weitsprung: 1. Kobolski, Tv. Frankenberg, 4,40 Meter: 2. Else Ludwig, VfB.-R., 4,20 Meter; 3. Erna Repp, DfB.-R., 4,10 Meter.
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Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
?• 2n Holland gibt es einen ähnlichen Schutz wie das D R. ®. M. in Deutschland. Wenn 36r Gebrauchsmuster von einem Holländer bereits angemeldet ist, so durfte eine Anmeldung Jhrer- feit m vorliegendem Falle abgelehnt werden.
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DfB/R. beim Tv. Gemünden.
Am 2 Pfingstfeiertag war die Leichtathletikab- teilung des VfB.-Reichsbahn einer Einladung des Tv- Gemünden (Wohra) zu ihren Jubiläumswett- ^wpfen gefolgt. Vier Frauen, zwei Aktive und sechs Jugendliche traten zum Start an. Die Kämpfe waren ehr gut besetzt. Gestartet wurde in einer Landklasse und Stadtklasse. In der Stadlklasse waren besonders die Leute aus Korbach, Frankenberg Arolsen usw. die Gegner der Gießener Die Gießener zeigten sich in bester Form. Die Frauen sowohl wie die Jugendlichen konnten mit prächtigen Siegen und Leistungen aufwarten.
Die Ergebnisse:
Aktive Klasse.
Jodj'iprung: 1. Helmut Möll, VfB.-R., 1,65 Meter; 2. Roos, Korbach, 1,60 Meter; 3 Mi- Hel, Korbach, 1,55 Meter. — 100-Meter- Lauf: 1. H. Moll, VfB.-R., 12,2 Sek.; 2. Graf, Korbach, 12,2 Sek., Brustbreite zurück; 3. George,. Korbach, 12,4 Sek. — Weitsprunq: 1. Helmut Moll VfB.-R., 6.41 Meter; 2. Bracht, Korbach 6,33 Meter; 3. Keßler, Frankenberg, 6,23 Meter — Drei tamp f: 1. Helmut Möll, VfB.-R.
FraueN'Stadtklasse.
Weitsprung: 1. Lotti Diehl, VfB.-R., 4 60 Meter; 2. Luise Weber, DfB.-R., 4,45 Meter — 100 Meter: 1. Lotti Diehl, VfB.-R., 14,7 Sek - 2. Luise Weber, VfB.-R., 15,6 Sek. — Hochsprung: 1. Lotti Diehl, VfB.-R., 1,25 Meter. — Kugelstv-ßen: 1. Lotti Diehl, VfB.-R., 8,10 Meter; 2. Luise Weber, VfB.-R., 6,40 Meter. —
L Lotti Diehl, DfB.-R.; 2. Luise Weber, VfB.-R. — 4 X 1 0 0 - M e te/r - S ta f-
V* (3". ^0'^ Sek.; 2. To. Gemünden
67,4 Sek. Die Gießener, in der Aufstellung Luise Weber Else Ludwig, Lotti Diehl und Erna Repp, liefen sämtlich prachtvoll und gewannen mit ca. 50 Meter Vorsprung.
Äm jüngsten Spiel vollbrachte die 1. Elf des §E. Teutonia Watzenborn-Steinberg eine große Leistung. Die einheimische Elf befand sich in einer ausgezeichneten körperlichen Verfassung Als Schiedsrichter Wingenfeld (Fulda) das Spiel an- pfiff, hatten sich viele Zuschauer eingefunden, die einen fesselnden Kampf erlebten. Während die Teutonen in stärkster Aufstellung antraten, also mit Happel; Jung, Fett; Hrch. Schmandt, Hedrich, Naumann; Lang, Däublin, Schmidt, O. Haas, Buß — hatte Hersfeld Ersatz für Lämmerzahl, Schaffert und Stiehl. Der hefte Mann der Gastmannschaft var ohne Zweifel der Torhüter, der seine Mann- chaft vor einer höheren Niederlage rettete.
Hersfeld hatte Platzwahl und spielte zuerst mit der Sonne und dem leichten Wind. Schon nach kurzer Zeit stellte sich eine kleine Feldüberlegenheit Jer Platzmannschaft heraus, doch langte es nur zu drei Eckbällen. Als dann Lang durchging und den Ball wunderbar zur Mitte flankte, blieb dem Gäste- torhuter nichts übrig, als den von O. Haas ins Netz gejagten Ball aus den Maschen zu holen. Ein
In seiner Ansprache begrüßte der Vereinsführer, Karl Muller IV., zunächst die alten Gründer, die sämtlich erschienen waren, sowie den stellver- . tretenden Kreisführer, Dr. Römer (Großen-Linden), ° und den Gauoberturnwart Will (Gießen). Er gab bann in großen Zügen ein Bild vom Werden ; des Turnvereins, wie wir es im „Gießener An- : Zeiger" in der letzten Donnerstagnummer geschildert : haben. Im einzelnen ging der Vereinsführer noch * ?uf die Erfolge ein, die die Lang-Gönser Turner seit dem Bestehen des Vereins zu verzeichnen haben. Zum Schluß wies er auf die erzieherische Tätigkeit der Turnvereine hin, ermahnte die Jugend zur Nacheiferung und gab der Hoffnung Ausdruck, daß nun auch bald ein vorbildlicher Sportplatz bei der Turnhalle entstehen möge.
Nach einem Chor des Gesangvereins „Frohsinn" zeigte die Jugendgruppe ihr Können in schönen Freiübungen. Den Löwenanteil an allen Vorführungen bestritt die Frauenabteilung (unter Leitung von Frauenturnwart Wilhelm Dem), deren zehnjähriges Bestehen mit dieser Feier verbunden war. Eine der Gründerinnen, Frl. Hedwig Schmidt, sprach einen Vorspruch. Dann folgten Volkstänze, Ball- und Keulenübungen der Turnerinnen. Die Turner zeigten vorbildliche Hebungen am Barren.
Den Höhepunkt der Darbietungen bildete der Tanz der Turnerinnen „An der schönen blauen Donau". Während das Orchester den Walzer spielte und der Gesangverein „Germania" den Text sang, gaben die Turnerinnen in Reigen und Einzel, gruppen eine sinnbildliche Darstellung dieser unvergänglichen Musik. Nach schier endlosem Beifall mußte die Vorführung wiederholt werden.
Für den Kreisführer vom Reichsbund sprach der Stellvertreter, Dr. Ernst Römer (Großen-Linden-. Er überbrachte die Gruße des Kreises und dankte vor allem den Gründern des Lang-Gönser Turn- Vereins. In seinen weiteren Ausführungen ging er näher auf die großen Aufgaben der Turnvereine ein, wie sie einst der Turnvater Jahn ersehnt hatte: Eine hohe Schule für ein wehrhaftes und freies Volk soll jeder Turnverein fein!
Die alten Gründer, deren Namen wir in der Donnerstagnummer veröffentlichten, wurden von dem Vereinsführer durch eine besondere Ehrenurkunde ausgezeichnet. Den Dank für diese Aus- Zeichnung sprach der Ehrenvorsitzende Wilh. Dem der den Verein 25 Jahre geführt hat, aus. Für die auswärtigen Gäste sprach Heinrich Hohn (Gießen). Er überreichte zugleich dem Vorsitzenden die erste Urkunde der Gründung mit den Unterschriften aller Gründer.
Jrn Namen der aktiven'Turner übergab sodann Karl Rudolph eine geschmackvolle Mappe in der alle Sieger des hiesigen Turnvereins (nebst Blldern usw.) verzeichnet sind. Der Vereinsführer versprach, auch weiterhin dafür zu sorgen, daß alle nachfolgenden Sieger eingetragen werden.
Zum Schluß dankte der Vorsitzende allen Mit- wirkenden, die mit dazu beigetragen hatten, den abend so schon zu gestalten, besonderen Dank wiü- mete er der Frauenabteilung und ihrem Führer Wilhelm Dem.
Iestzug.
Am zweiten Pfingstfeiertag bewegte sich ein ■JU u 8 bßr Turner und Turnerinnen durch das mit Fahnen geschmückte Dorf. Auf dem Festplaß vor der Turnhalle und in der Turnhalle begann dann em Volksfest, das noch durch turnerische Dar- bletungen der Frauenabteilung und durch Gesangs, vorträge der Vereine abwechslungsreich gestaltet wurde.
arbeit), Franziska Schreiner (17 Jahre Mitarbeit), Walter Müller (14 Jahre Mitarbeit) und Emil Lenzing (11 Jahre Mitarbeit) überreichte Betriebsführer Brückmann als Zeichen der dankbaren Anerkennung ein Geldgeschenk, wobei er die Hoffnung aussprach, daß auch sie, wie der Arbeitskamerad Seitz, auf dem Hofgut ihr 50jähriges Arbeitsjublläum einst feiern möchten.
Landesgesolgschaftswart Pg. S t e i d l e begrüßte die Arbeitskameraden mit herzlichen Worten, dabei Mich die italienischen Kameraden und Kameradinnen, die an der Feier teilnahmen. Nachdem er über den Sinn der Betriebsgemeinschaft gesprochen hatte, überreichte er im Auftrage des Landesbauernführers Dr. Wagner sämtlichen Jubilaren eine Ehrenurkunde mit dem Bilde des Führers und des Reichsbauernführers, zugleich dankte er ihnen für ihre bisherige treue Arbeit an der Scholle. Betriebsobmann Willi Lenzing dankte namens der Gefolgschaft dem Betriebsführer für den schönen Gemeinschaftsabend und im Auftrage der Jubilare für die Geschenke. Dem Landesgesolgschaftswart Pg. Steidle dankte er für die Ehrung der Jubilare seitens des Reichsnährstandes. Ortsgruppenleiter Balser sprach nach Dankesworten an den Betriebsführer den Jubilaren, ganz besonders Heinrich Seitz zu feinem 50jährigen Jublläum, herzliche Glückwünsche aus. Nach einem Hinweis auf das große Werk des Führers und auf die wunderbare deutsche Auferstehung durch Adolf Hiller schloß er seine Ansprache mit dem freudig aufgenommenen Treuegruß an den Führer.
Anschließend verbrachte man bei guter Bewirtung und beim Gesang alter Volkslieder, wobei die ttalienischen Arbeitskameraden schöne Lieder ihrer Heimat zu Gehör brachten, noch einige Stunden in froher Geselligkeit. Octsbauernführer Seipp sprach am Schlüße des Abends herzliche Dankes- worte für den Detriebsführer und die Gefolgschaft des Hofgutes Birklar.
Landkreis Gießen.
* Wiese ck, 7. Juni. Der 70 Jahre alte Heinrich Beck von hier stürzte auf der Straße so unglücklich, daß er mit einer schweren Schulterverletzung nach Gießen in die Klinik gebracht werden mußte.
.* Allendorf a. d. Lda., 7. Juni. Der etwa 60 Jahre alte Landwirt Georg S ch o m b e r wollte im Stalle nach dem Füttern die Krippe säubern. Dabei wurde er von einem bösartigen Rinde so heftig gegen die Krippe gedrückt, daß er mit Quetschungen und Prellungen des Oberkörpers in die Klinik zu Gießen eingeliefert werden mußte.
* Reiskirchen, 8. Juni. Die Landwirtsfrau Menael stürzte heute früh in der Scheune so unglücklich, daß sie einen Unterschenkelbruch erlitt. Die Sanitätsbereitschaft Gießen, mußte die bedauernswerte Frau nach Gießen in die Klinik bringen.
* Srünberg, 7. Juni. Der 39 Jahre alte Zimmermann Karl Eckhardt stürzte auf der Reichsautobahn von einer Brücke ab. Mit schweren Prellungen und Ouetschungen mußte er nach Gießen in die Klinik gebracht werden.
„Teutonia" weiterhin in den Pokalspielen.
Watzenborn-Steinberg I.-„Hessen- Hersfeld I. 5:0 (2:0) Ecken 14:3.
Rundfunkprogramm
Donnerstag, 9. Juni.
5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land: 6: Präludium und Fuge in e-moll von Arn. M. Brunck- horst; Morgenspruch: Gymnastik. 6.30: Frühkon- Zevt. 7: Nachrichten. 11.40: Volk und Wirtschaft. 12: Mittagskonzert. 13. Nachrichten. 13.15: Mit- tagskonzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.15: nr Kurzweil. 15: Für unsere Kinder. 16:
l & Neuenahr: Nachmittagskonzert. 18: Zeit- geschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 18.50: Tn in ..Sport der Woche. 19: Nachrichten. 19.10: Em Künstlerleben. Hörfolge um den Lied- komponisten Hugo Wolf. 20: Unser singendes, klin- gendes Frankfurt. 22: Nachrichten. 22.20: Unsere Äolomen. Koloniale Schuld, wie wir sie sehen. Nachtkonzert Unterhaltungsmusik. 24 bis 3:
Nach Wiederbeginn waren die Gäste wie umqe- sollten eine Wandlung zu ihren Gunsten schaffen, doch nach kurzer Zeit waren auch die Teutonen wieder „da". Sie spielten ihr Spiel und als Daublm aus spitzem Winkel zum dritten Treffer emschoß, war ine Entscheidung gefallen. Die Gäste spielen etwas^ lustloser und die Teutonen, anqe- seuert durch die zahlreichen Zuschauer und durch ^olge kommen immer mehr in ^ayrt. Als Buß von Linksaußen den 4. Treffer erzielte und kurze Zeit darauf O. Haas zum fünften uCnmelroar bas Schicksal der Gauligisten besie- gelt^ Noch einmal rafften sie sich zur Tat auf, er= regten aber nur zwei Eckbälle und einen Sttaf- )tofj der aber von Happel abgewehrt wurde. Zu weiteren Toren reichte es aber auf keiner Sette wehr- Als Schiedsrichter Wingenfeld (Fulda) das Spiel abpfiff, waren die Teutonen im 7. Spiel 11 NI h P tl twrw ______ -
Düsseldorfs Meisterjugend verliert in Gießen.
1900 1.3gb. — 3<£. Düffelborf-U. la-Jgb. 2:1 (1:1).
Die Jugend der Spieloereinigung 1900 kann wohl auf ihren größten Erfolg in den letzten Jahren zu- rückblicken. Düsseldorfs Meisterjugend vermochte nicht die zu bester Form aufgelaufene 1. Jugend der Blauweißen niederzuringen. Bei den Blauweißen gab es keinen Versager. Dom Tormann bis zum Linksaußen war die Mannschaft wie aus einem Guß.
Der 1. Jugend der Blauweißen, welche in der Aufstellung: Launspach: Kreiling, Goß; Fiedler, Kraft I, Bötz; Gans, Sasse, Werner, Bonarius, schmück antrat, hatte man feine Siegesaussichten gegeben. Es entwickelte sich ein zäher Kampf, Mann gegen Mann. Nie hatte man bei den Blauweißen dieses flüssige Spiel gesehen. Der Sturm der Gäste verfing sich immer wieder in der Läuferreihe der Blauweißen. Nach 20 Minuten kam der Sturm der 1. der Spielvereinigung 1900 gut durch. Der Halblinke flankte zum Mittelstürmer, und dieser schoß für den Gästetormann unhaltbar ein. Nun drängte Düsseldorf zum Ausgleich. Jedoch Launspach ließ keinen Erfolg zu. Erst vor Halbzeit gelang es den Gästen, auszugleichen.
Durch fanatischen Kampfeswillen zum Sieg wuchsen die Jungens der Blauweißen in der zwei- len Halbzeit über sich selbst hinaus. Groß war die Freude, als es den Blauweißen gelang, kurz vor Abpfiff den Sieg zu erringen. Der Rechtsaußen batte gut zur Mitte gegeben. Hier stand der Mittelstürmer, der den Ball nur noch über die Torlinie Zu drücken brauchte. — Doch auch der Sturm der Düsseldorfer war oft gefährlich geworden. Dank der guten Abwehrarbett der Verteidigung und der her- vorragenden Leistung des Torwartes kam kein Er- olg für Düsseldorf mehr zustande. Trotz der knappen Niederlage waren die Düsseldorfer den Gieße- nern jederzeit ebenbürtig.
Die zweite Jugend der Blauweißen hatte einen allzu schweren Kampf zu bestehen. Sie verlor gegen die 2. Jugend von Düsseldorf mit 0:3 Toren. Turn-Miläum in Lang-Göns. _.2lm ersten und zweiten Pfingsttag beging der Turnverein Lang-Gons bei schönstem Wetter die Feier seines 40jährigen Bete h e n s. Das Fest begann mit einem Kommers am Pfingstsonntag in der schon geschmückten Turnhalle, die kaum die Menge der Besucher fassen konnte. Die turnerifchen Darbietungen wurden umrahmt von Musikstücken der Kapelle der Butzbacher Feuerwehr sowie durch Chore der Gesangvereine „Frohsinn" und „Germania".
stehen Könner zur Verfügung, die alle schon mehr oder weniger zu größeren Aufgaben herangezogen wurden. Havlicek hütete schon das Tor der Nationalmannschaft, Pankratz fand ebenfalls schon Verwendung in dieser. Der Rechte Verteidiger Mandl war Teilnehmer der Olympia-Mannschaft, die Italien im Endspiel im Olympiastadion zu Berlin lenen großartigen Kampf lieferte, der erst in der Verlängerung entschieden wurde. Der bekannteste Spieler, der linke Verteidiger Schmaus, steht leider nicht zur Verfügung, da er zur Weltmeisterschafts- expedttion zählt.
Um eine solche Mannschaft zur Hergabe ihres Könnens zu veranlassen, wurde eine Mannschaft ^bildet, die an Schlagkraft nichts zu wünschen übrig läßt. Mit der Aufstellung
Gottschalk
(VfB., Luftwaffe)
Pankok Lippert
(beide 1900, 2/116)
2uick Horn Krämer
(1900, AR. 9) (03 Kassel, 2/116) (VfB.,H/116)
Heilmann Schultheis Bach Sack Szponick
(SA. 116) (Kewa, (VfB., (1900, (VfB)
2/116) 1/116) AR. 9)
hofft man jedenfalls auf ein günstiges Abschneiden.
Die Gaste treffen nachmittags mit dem Autobus, von Sinn kommend, wo sie während ihres Aufenthaltes im Sportkreis Gießen Quartier bezogen haben, in Gießen ein.
Leihgestern, 7. Juni. Am zweiten Pfingstfeiertag begingen die vor 50 Jahren hier Konfirmierten ihre goldene Konfirmations- feier. Unter Führung des Ortsgeistlichen zogen sie unter Orgelspiel, während die Gemeinde, ihnen zu Ehren sich erhoben hatte, in die Kirche ein und nahmen auf den vordersten Bänken vor dem mit Blumen geschmückten Altäre Platz. Es waren sieben Frauen und zehn Männer; ein Mann war zu diesem Tage von auswärts nach hier gekommen. Der Ortsgeistliche legte seiner Predigt den Text ihres z Konfirmationstages zugrunde, gedachte ihrer Alterskameraden, die nicht mehr unter ihnen weilen, und deren Gräber im Anschluß an den Gottesdienst in stillem Gedenken besucht wurden. Am Nachmittag fanden sich die Jubilare zu einer Nachfeier bei ihrem Alterskameraden Johannes Heß XXV. zusammen. Es war dies die erste goldene Konfirmationsfeier, an der ihr alter, jetzt in Bad-Nauheim im 82. Jahre lebender Lehrer, der Rektor i. R. Jung zum allgemeinen Bedauern nicht teilnehmen konnte.
s. Lang-Göns, 7. Juni. Die goldene Konfirmation, die yi unserer Gemeinde von Pfarrer Waldeck schon vor über zehn Jahren eingeführt wurde, fand auch diesmal am zweiten Pfingstfeiertag statt. Im Jahre 1888 waren in unserer Gemeinde 33 Konfirmanden eingesegnet worden. Davon sind noch verhältnismäßig sehr viele am Leben. Vier sind nach auswärts verzogen Zur Feier waren 23 (14 Frauen und 9 Männer) erschienen, auch zwei von auswärts. Nach einem Festgottesdienst gingen die goldenen Konfirmanden zum Abendmahl, am Nachmittag fand im Evangelischen Gemeindehaus eine kleine Feier aller Teilnehmer statt, bei der man alte Erinnerungen aus« tauschte.
* Muschenheim, 7. Juni. In einer hiesigen Familie erkrankten sechs Personen anscheinend an einer leichten Fleischvergiftung. Glücklicherweise befinden sich die Erkrankten jetzt wieder etwas besser.
Breis Alsfeld.
* Kirtorf, 8. Juni. Der in einem Teiche bei Heimertshausen am zweiten Pfingstfeiertag tot aufgefundene Ludwig Arnheiter aus Frankfurt a. M. hat anscheinend durch Freitod wegen Nervenzerrüttung seinem Leben ein Ende gemacht.
Wahl als das größte fußballsporlliche Ereignis unserer Stadt kann man das morgen stattfindenüe Gastspiel der „Dienna"-Wien bezeichnen. Die Gäste, d>e mit Austria (jetzt Ostmark). Rapis. Admira, WAC., Sportklub usw. den seitherigen österreichischen Fußball verkörperten, sind bestens bekannt. Die Erfolge, die die einzelnen Mannschaften erzielt haben, stehen einzigartig da, und die aus Spielern der Vereine zusammengesetzte Länder- mannschast trug einmal nicht zu Unrecht die Bezeichnung „Wundermannschaft". Ihre Erfolge lie- ;en damals die ganze Fußballwelt aufhorchen, und elbst England, das nach wie vor als Lehrmeister m dieser Sportsparte anzusehen ist, war voll des Lobes über die Leistungen beim Spiel in London. Wie oll die aufgeführten Vereine, so hat auch iaoann\ SESF/J*“1!3*11 Siegeslauf zu verzeichnen. 1929 und 1930 Cupsieger (gleichbedeutend mit dem deutschen Pokalsieger), 1931 österreichischer Meister, 193! Mltropacupsieger (der unter Teilnahme der besten Mannschaften aus Oesterreich, Ungarn, Jta- Iien und der Schweiz durchgeführt wird), 1933 österreichischer Meister, 1937 Cupsieger — das sind )ie Erfolge der „Vienna". Ein gewiß reicher und choner Kranz von Erfolgen. Die Fußballfreunde unserer Umgebung werden also eine Mannschaft zu ©efidjt bekommen, die Fußball zu spielen.versteht. In der angekündigten Mannschaftsaufstellung
Havlicek
Mandl Lindenthal Novotny I Patzka Novotny II Sttizl Peter Pcmkvatz, Pawlik Matzenauer
1900 in Wissen (Giegerland).
Die III. Siegerlandkampfipiele des VfB. Wissen hatten eine ausgezeichnete Besetzung erhalten. Den Löwenanteil an den Erfolgen holten sich bekannte Großvereine wie ASV. Köln, „Preußen" Krefeld, „Bergbau" Hamborn und DLC. Aachen. Aber auch bie kleine Expedition der Spielvereinigung 1900 Gießen ging nicht leer aus. Vor allem wurde ein wertvoller Mannschaftssieg durch den ersten Platz m ber Olympischen Staffel errungen. Die übrigen Erfolge können sich jedoch auch sehen lassen. Die -oeranftaltung wurde zwar mustergültig abgewickelt, litt aber sehr unter der kurzen und außerordentlich weichen Bahn. Verschiedentlich mußten auch infolge des Gewitterregens Unterbrechungen eintreten. Das Leistungsniveau tjatte darunter natürlich zu leiden.
Die Ergebnisse:
8 0 0 Meter: 1. Mannheim (VfB. Wissen), 2:07,8 Min.; 2. Peters (1900 Gießen), 2:09,4 Min.; 3. Artz (Preußen Krefeld), 2:10,6 Minuten. Peters trat zu spät an, um den guten Wissener Mannheim in dem zwölf Mann starken Feld abschütteln zu können.
K u g e l st o ß e n : 1. Sarx (Jahn Siegen), 13,20 Meter; 2. Stockschläger (Jugend Betzdorf), 12,87 Meter; 3. Mo (1900 Gießen), 12,41 Meter. Kilo war diesmal nicht recht in Form, sonst hätte es Zu einem Sieg reichen müssen.
Diskuswerfen: 1. Münch (ADV. Köln), 40,70 Meter; 2. Kilo (1900 Gießen), 40,06 Meter; 3. Sarx (Jahn Siegen), 38.62 Meter. Die 40,06 Meter lasten sich schon eher sehen. Eine weitere Leistungssteigerung sollte der 1900er jedoch in den nächsten Wochen erreichen können.
Olympische Staffel: 1. Spieloereinigunq 1900 Gießen, 4:00 Min.; 2. VfB. Wissen, 4:02,8 Min.; 3. DLC. Aachen, 4:06 Minuten.
Die zum Abschluß der Kämpfe gestartete Olympische Staffel (800, 200, 200, 400 Meter) gestaltete sich zu einem Triumph der Gießener Farben Besonderes Lob verdienen die beiden alten Kämpen Peters und Bepperling.


