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qabuna gefordert und der gute Wille, persönliche Interessen hinter den Dienst an der Volksgemein-
chaft und Volksgesundheit zurückzustellen.
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Die Volkspflegerin.
Der ideale Beruf für die Frau.
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Llnsere Ernährung im Juni.
• Von Dr. Wolfgang Clauß.
Das Wetter der letzten Wochen hat auf unsere Ernährungslage bisher keinen größeren unmittelbaren Einfluß ausüben können. Dies gilt allerdings nur für die unmittelbaren Auswirkungen in der Versorgung. Bei der Bedarfsdeckung in den kommenden Monaten werden sich jedoch die Folgen dieser für die Produktion ungünstigen Witterung deutlicher zeigen. Dor allem gilt dies für die Frühobsternte. „ ,
Die anhaltenden starken Nachtfröste haben die Frühobsternte (Kirschen, Pfirsiche) recht erheblich geschädigt, teilweise sogar vernichtet. Frühobst wird in diesem Jahr also in erheblich geringerem Maße als in anderen Jahren zur Verfügung stehen. Bei Beerenobst und Aepfeln und Birnen kann allerdings vorläufig noch mit einer mittleren Ernte gerechnet werden, obwohl auch an dem Spätobst die Nachtfröste nicht spurlos vorübergegangen sind Trotz dieser im Augenblick nicht gerade sehr günstigen Aussichten für die Obstversoraung im kommenden Jahr farm der Verbrauch von Marmelade nach wie vor gesteigert werden. Wir verfügen autz der Ernte des letzten Jahres über so große Vorräte an Marmelade, daß sie ausreichen, um auch bei einer mäßigen Obsternte einen gesteigerten Bedarf an Marmelade im nächsten Jahr befriedigen zu können. Im Hinblick auf die durch einen' gesteigerten Marmeladeverzehr gegebene Möglichkeit, den Fettverbrauch einzuschränken, ist diese Lage durchaus zu begrüßen.
In der Gemüseversorgung hat das kalte und trockene Wetter keine so 'nachhaltigen Schäden hinterlassen wie beim Obst. Hier sind lediglich Verzögerungen im Wachstum eingetreten, die bei günsfige- rem Wetter ziemlich weitgehend wieder aufgeholt werden können. Aus diesem Grunde gehört das Gemüse ganz allgemein auch nach wie vor zu den Erzeugnissen unseres Bodens, die in unserer Ernährung eine immer größere Rolle spielen sollten. Selbstverständlich ist es dabei erforderlich, daß sich die Hausfrau in ihren Wünschen nach der Jahreszeit richtet und nur solche Gemüsearten verlangt, die aus Deutscher Erzeugung ausreichend zur Verfügung stshrn. Im Juni gilt dies insbesondere für Spargel, Kohlrabi und Gurken. Diese Gemüsearten sind beim Verbrauch in den nächsten Wochen besonders zu bevorzugen.
Weniger selbstverständlich als das bisher über die Ernährung im Juni Gesagte wird mancher Hausfrau die Forderung erscheinen, auch im Juni einen m ö g l i ch st starken Fischverzehr in dem Speisezettel vorzusehen. Die Parole muß sein- „Fisch auch im Sommer". Die Ausfassung, daß Fisch in den Monaten ohne R zweckmäßigerweise nicht gegessen wird, ist vollständig veraltet und
gleichzeitig schwersten Berufe der Frau ist der ruf der Volkspflegerin oder Fürsorgerin. Innerhalb kurzer Zeit ist dieser Beruf, der
und theoretischen Kenntnissen in der Kranken- und Säuglingspflege nachgewiesen werden kann.
Das Hauptfach Jugendwohlfahrtspflege setzt voraus: die abgeschlossene Ausbildung als Kindergärtnerin, Hortnerin oder Jugendleiterin, die staatliche Prüfung als wissenschaftliche oder technische Lehrerin, Abiturientenexamen mit nachfolgender einjähriger berufsmäßiger sozialer Arbeit unter Aufsicht der Dolkspflegeschule, das • Reifezeugnis einer dreijährigen Frauenschule, Frauenoberschule ober höheren Fachschule für Frauenberufe oder der Nachweis einer dreijährigen erfolgreichen Berufs- täfigkeit in der Wohlfahrtspflege.
Für das Hauptfach Wirtschafts- und Berufs- rürforge wird als Vorbildung verlangt: das Abschlußzeugnis einer Landfrauen- öder Land- pflege'fchule oder einer anerkannten Gewerbe- unb Haushaltungsschule, dabei wird eine einjährige soziale Berufstätigkeit unter Aufsicht der Volks- pflegeschule vorausgesetzt, ferner müssen die Abschlußprüfung einer anerkannten Handelsschule und der Nachweis einer einjährigen erfolgreichen Berufstätigkeit oder die für das Hauptfach Jugend- wohlfah'rtspflege gültigen Ausbildungsarten (Abitur, dreijährige Frauenschule oder dreijährige Tätigkeit in der Dolkspflege) nachgewiesen werden können.
Heute herrscht bereits ein großer Mangel an Volkspflegerinnen. Da dieser Beruf, wie wenige andere, den vollen Einsatz der Frau verlangt, soll er nicht nur dem jungen und ernsthaft strebenden Mädel empfohlen werden, sondern auch allen denen, die sich auf einer wenig befriedigenden Tätigkeit nach ernsterer und verantwortungsvollerer Arbeit sehnen.
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bem Wesen der Frau am meisten entgegenkommt, lußerordentlich bedeutungsvoll und aussichtsreich geworden.
Reichhaltm sind die Arbeitsgebiete, in denen die Volkspflegerinnen eingesetzt werden. Sie arbeiten in Wohlfahrtsämtern, Jugendämtern, Ge- undheitsämtern, Kreisfürsorgestellen und Arbeits- imtern mit Arbeitsvermittlung und Berufsberatung, »ei der weiblichen Kriminalpolizei, in Erziehungsleimen, Dienststellen der Jugendpflege und Jugend- ührung, in Aemtern für Erb-Rassenpflege, Land- cchr, Arbeitsdienst für die weibliche Jugend, Müt- erfürforge und Mütterschulung, weiterhin in den Dienststellen der DAF., der NSV., der sozialen Betriebsarbeit. Dementsprechend ist die A u s b i l - ) u n g in drei große Hauptfächer gegliedert: Ge- unbheitssührung, Jugendwohlfyhrtspflege und Wirt- chafts- und Berufsfürsorge. Die Ausbildung zur Lolkspflegerin oder Fürsorgerin erfolgt in der sozialen Frauenschule oder auf der Volkspflege- chule. Dabei werden von den Mädchen innere Be-
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Als Vorbildung für das Hauptfach Gesundheitsfürsorge gelten die Ausbildung als Kranken- ober Säuglingsschwester oder Kleinkinder- lchwester mit staatlicher Abschlußprüfung, oder die Ausbildung sowie der einjcchriae Besuch einer staatlich anerkannten Kranken- ober Säuglingspflege- Schule, wenn zum Abschluß dieses Jahres das durch ministeriellen Erlaß festgelegte Maß an praktischen
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesfen)
Aus dem Reiche der Frau.
waren. Heute ist die Kühlkette in der Fischwirtschaft
die Lage 'versetzen, auch evtl, entstehende Minder
erträge auszugleichen. Einem verstärkten Verzehr von Zucker stehen also keine Bedenken entgegen. Dies dürfte vor allem bei der zu erwartenden Beerenobsternte zu beachten sein. Aus allgemeinen volkswirtschaftlichen Gründen muß auch immer wieder darauf hingewiesen werden, daß ein verstärkter Verzehr von Kartoffeln, Trockenmilchpulver, Quarg, Haferflocken, Sago, Graupen, Kartoffelstärkemehl sowie von deutschem Puddingmehl er-
stammt aus einer Zeit, in der die Kühlvorrichtungen | kann jetzt noch nicht gesagt werden. Sicher ist, daß für den Versand von Fischen noch unzulänglich wir über sehr große Vorräte verfügen, bie, uns in
vom Fischdampfer bis zum Verbraucher so vollkommen, daß auch im Sommer dem Verbraucher ein frischer Seefisch zur Verfügung gestellt werden kann. Im Juni werden uns von den Seefischen hauptsächlich Kabeljau, Rotbarsch, Seelachs und Salzheringe zur Verfügung stehen.
Eine weitere Bereicherung erfährt unsere Ernährung jetzt dadurch, daß wir Käse aller Art, d. h. auch Fettkäse in unseren Küchenzettel in Zu
kunft stärker einsetzen können als bisher. Das Bild unserer Käseversorguizg hat sich durch die Wiedereingliederung Oesterreichs in das Reich wesentlich aebessert. Die Käseüberschüsse der Bergbauernwirtschaften Oesterreichs stehen jetzt zu unserer Verfügung.
Zur Deckung des Eiweißbedarfs kann im Uebri- gen nach wie vor auch das Rindfleisch im Juni bevorzugt herangezogen werden. Dank des im Zuge der Erzeugungsschlacht gesteigerten Bestandes an Rindern und infolge einer erheblichen Einfuhr von Rindergefrierfleisch steht uns Rindfleisch reichlich zur Verfügung. '
Ob das ungünstige Wetter das Ergebnis der Zuckerrübenernte dieses Jahr beeinflussen wird,
wünscht ist.
Aus der anderen Seite bleibt es volkswirtschaftliches Gebot, beim Verbrauch von Fett, Schweinefleisch, Weizenbrot und Eiern sparsam zu sein. Die zum Teil verbreitete Ansicht, daß aus volkswirtschaftlichen Gründen der Verbrauch von Hülsenfrüchten eingeschränkt werden müsse, ist nicht richtig. Bei Erbsen, Bohnen und Linsen verfügen wir über genügend Ware, um einen gleichbleibenden Verbrauch befriedigen zu. können. Das gleiche gilt auch für Roggenbrot, Teigwaren, Hammelfleisch, Kalbfleisch. Geflügel, Vollmilch, Honig und Kakao. Eine Steigerung des Verbrauchs ist bei diesen letztgenannten Erzeugnissen allerdings nicht erwünscht.
Was sollen wir tragen?
PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS
SOMMERLICHE FESTKLEIDER 1958!
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Drei sommerliche Festkleider für das Jahr 1938 sehen wir heute.
Aus hellbeige Chiffon mit großen Blumen in weinrot und dunkelblau ist das Kleid links mit dem gezogenen Blusenteil und der großen 'Schleife aus dunkelblauem Taft. Die kurzen Aerrnel find ausgeschnitten, das Unterkleid ist wie der große Hut mit der Blumengarnitur aus blauem Taft.
Das jugendliche Kleid in der Mitte ist aus weißer Lochstickerei über einem Unterkleid aus altrosa Taft. Die Bluse hat kurze Puff
ärmel, einen kleinen Bubikragen und einen Verschluß aus Perlmutterknöpfchen. Der Mieder- gürte! ist aus schwarzer Lackseide mit den gleichen Knöpfen wie am Kleid. Das ergänzende Bolerojäckchen mit. dem glockigen Rücken ist aus altrosa Taft.
Weißer Pikee in grobem Waffelmuster ist das Material des Kleides rechts. Die Schnittform der Bluse und die breiten Steppnähte geben dem Modell seinen Reiz. Die Knöpfe sind aus Pikee, der Gürtel ist aus rotem und blauem Leder.
H.
Ehestandsdarlehen - richtig angewandt.
Don Or. E Heffig.
Anregungen und Rat für die zweckmäßig st e Verwendung des Ehestandsdarlehens bei der Gründung eines jungen Hausstandes bringt eine eben erschienene handliche Bildbroschüre: „Heimgestaltung mit Deutschem Hausrat", heraus- aegeben von der Reichsfrauenführung in gemeinschaftlicher Art mit dem Reichsheimstättenamt der DAF. Preis 0,20 Mark. — Es bestehen zwar keine Erlasse und Verordnungen, in welcher Weise das Ehestandsdarlehen verwandt wird, aber für jedes junge Paar müßte es ein ungeschriebenes Gesetz sein, das anvertraute Geld so zweckmäßig einzuteilen und gut auszunutzen, daß das Bestmögliche für die Gestaltung des zukünftigen Familienlebens dabei gewonnen wird. Ob es sich nun um einen jungen Haushalt in der Stadt oder auf dem Lande hanoelt, der gegründet werden soll, ob es ein kleines Siedlungshaus oder einen Landhaushalt einzurichtett gilt, immer kommt es darauf an, daß der Hausrat den Bedürfnissen der Menschen entspricht, daß er zweckmäßig mit einfachen, wdrkge- rechten Formen, dabei schön, haltbar und gediegen gearbeitet ist.
Gerade auf dem Land ist es wichtig, daß Möbel und Geräte Beanspruchung vertragen können und reine Formen mit schönen Verhältnissen aus materialgerecht bearbeiteten Holz werden, wie in früherer Zeit, sich besser und länger bewähren, als die
kalte Pracht von polierten unpraktischen Möbeln der „guten Stube", mit der kein Haushalt etwas anfängen kann, oder die serienmäßig hergestellten fournierten und hochglanzpolierten Schlafzimmermöbel. In vielen hübschen Abbildungen enthält das Heftchen Vorschläge für einen Hausrat, hinter dem ein einfacher und gesunder Lebensstil, eine klare und ehrliche Haltung: in ihrer Vielfältigkeit werden die Möbel den verschiedensten Ansprüchen und den verschiedenartigen Bedürfnissen eines Haushalts in der Stadt und auf dem Land gerecht. Zu jedem Stück wird man eine persönliche Beziehung bekommen können, besonders wenn man auf dem Land die Möglichkeit hat, sich Möbel von einem I geschickten Tischlermeister anfertigen zu lassen.
Besondere Freunde wird das Heft finden durch die Aussteuervorschläge: zwei verschiedene Listen enthalten eine vollständige Zusammenstellung von allem Hausrat, der für die Einrichtung eines jungen Haushalts notwendig ist, zugleich mit einer Angabe des Preises. Nichts Ueberflüssiges ist dabei, aber auch nichts Wichtiges vergessen. Nur die Wäsche konnte nicht mit eingerechnet werden. Die Zusammenstellung enthält alles hauswirtschaftlich Zweckmäßige, und die Preise der Sachen liegen überall so, daß alle sachgemäß und gut fein können. So ist damit gerechnet, daß die Braut sich die Wäsche für ihre Aussteuer vorher selber nähen und beschaffen kann. Eine weitere Liste will die lieber legung für die selbständige Zusammenstellung einer Aussteuer erleichtern, indem sie alles enthält, was man über das Notwendigste hinaus noch brauchen, sich nach und nach selber anschaffen und wünschen konnte.
Mittwoch, 8. 3*nt 1958
DieEinmachzeitstehtvorderTür!
Haben Sie an alles gedacht?
Mit dem Rhabarber begann wieder die Zeit der Haltbarmachung c^ller Erzeugnisse, die uns bald ! Garten und Markt in bunter Folge bieten. Es ist I also Zeit, alle Vorbereitungen für die Einmachzeit zu treffen. Gläser und Dosen, die dazu passenden Deckel und Klammern sind genau durchzusehen und gegebenenfalls zu ergänzen. Vor allem ist auf die tadellose Beschaffenheit der Gläser zu achten; denn nicht beachtete kleine Absplitterungen am Rand des Glases oder am Deckel können späterhin leicht zum Verderb des Einmachgutes führen. Wird auch in Blechdosen eingemacht, ist darauf zu achten, daß für Ob st Vorräte genügend Dosen vorhanden sind, die innen goldlackiert sind.
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Wie steht es mit dem Z u ck e r v o r r a t ? Ist die Zuckersparkasse voll? Sonst muß umgehend eine größere Menge Zucker bestellt werden; ein späteres j Laufen nach einigen Pfund Zucker, weil plötzlich unsere Nachbarin aus ihrem Garten uns Johannisbeeren schenkt, die schnell zu Gelee verarbeitet wer-- den sollen, ist zeit- und kraftraubend. Hart gewordene Gummiringe, die an sich nicht hart werden können, wenn sie ,in Talkum aufbewahrt werden, werden wieder weich, indem sie in eine Lösung von zwei Teilen Wasser und einem Teil Ammoniak gelegt werden. Zellglas und Bindfaden zum Zubinden der Marmeladen- und Geleegläser müssen besorgt werden und bereitliegen, damit während des Einmachens alles unnötige Suchen vermieden wird. Gummikorbelchen, mit denen auch jetzt noch häufig Pakete verschlossen werden, ersparen das etwas umständliche Zubinden der Gläser mit Bindfaden, können einen evtl, notwendigen Kauf von neuem Bindfaden überhaupt ersparen. Sie werden also fortan gesammelt, ebenfalls in Talkum aufbewahrt und sind zu gegebener Zeit kleine arbeitsparende Hilfsmittel.
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Sind auch alle Einkochgeräte, Kessel, Thermometer, Safttücher usw. in Ordnung? Falls mit einer Dosenverschließmaschine -gearbeitet wird, muß diese rechtzeitig nachgesehen und geschmiert werden werden. Notwendige Ergänzungen oder Reparaturen, sollten umgehend erledigt werden; denn alle diese Dinge nehmen späterhin nur unnötige Kraft und Zeit fort. Und die Zeit wird bei den Hausfrauen, die aus eigenem Garten alle Erzeugnisse in planvoller Vorratswirtschaft verwerten wollen, besonders knapp sein. Aber auch diejenigen Hausfrauen, die Obst und Gemüse kaufen müssen, sollten ebenfalls auf eine Vorratswirtschaft bedacht sein. Hierdurch sorgen sie bei jahreszeitlich bedingtem Ueber- angebot für genügenden Absatz und steuern damit dem Verderb deutscher Nahrungsmittel. Wenn auch dabei die augenblicklichen Ausgaben für die Schaffung von Vorräten höher sind, so sind die Erntemonate stets die billigsten für die Ernährung, und aus den Vorräten können die Hausfrauen die Verpflegung ihrer Familie in den Monaten mit teurer Lebenshaltung gesünder und reichhaltiger gestalten. R. S.
Kleine Hausfrauenpraxis.
Nach dem Umzug oder beim großen Reinemachen zeigt sich so manches, was ausgebessert oder verschönert werden könnte. Da hilft vielleicht ein kleiner Wink für die praktische Arbeit!
Zum Schutze der Tapeien hinter und neben Waschtischen heftet man mittels farbigen Heftzwecken ein großes Blatt durchsichtiges Cellophanpapier. Oder man macht sich die Tapete abwaschbar, was gerade für Kinderzimmer besonders empfehlenswert ist. Man mischt 12 Teile Wasser mit 1 Teil Borax und 1 Teil Schellack und gießt die Mischung dann-durch ein Seihtuch. Mit einem Schwamm wird die Tapete mit der Lösung angefeuchtet und nach dem Trocknen mit einer ganz sauberen Bürste glänzend gerieben. Die Tapete kann nun mit Wasser und Seife abgewaschen werden.
Kleine Löcher in Tapeten, die vom Umhängen von Bildern stammen, werden mit Papiermasse ausgefüllt. Schnitzel oonx Papier werden in leichtem Kleister eingeweicht und dann gekocht, bis ein steifer Brei entsteht, den wir noch warm in die vorher etwas angefeuchteten Löcher drücken. Ueberstehendes wird sofort mit dem Messer entfernt und die Stelle mit der passenden Wasserfarbe übermalt.
FeuchteRäume lassen sich durch Chlorkalzium austrocknen Es wird in flachen Schalen aufgestellt und zieht nun sehr eifrig das Wasser an.' 'Wenn die Masse flüssig geworden ist, läßt man das Wasser auf dem Herd vorsichtig verdampfen und kann die getrocknete Masse wieder aufstellen.
Dumpfe Gerüche aus Schränken, auch aus dem Eisschrank, entfernt man durch gründliches Auswaschen mit einer Lösung von übermangansaurem Kali. An der Lust muß dann der Schrank austrocknen.
Zum Aufhängen von schweren Bildern nimmt man am besten Angelrutenschnur. Die Bilder bleiben stets gerade hängen, wenn man die Schnur einmal um sich selbst dreht.
Um eingerostete Schrauben lösen zu können, träufelt man auf den Kopf der Schraube etwas Terpentin, dann gelingt es nach kurzer Zeit ohne viel Mühe. Vor dem Einschlagen von Nägeln in die Wand untersucht man mit einer Stecknadel, wo man auf eine Fuge trifft. So vermeidet man unnötige Löcher in der Tapete.
Rostige G a r d i n e n r i n g e sind unschön; wir legen sie über Nacht in Paraffinöl, dann sind sie am anderen Morgen leicht zu säubern.
Zum Einfassen von Teppichen ober Läufern klammert man die anzunähende Einfassung nicht mit Stecknadeln, sondern mit Wäscheklammern fest. Weich gewordenen Teppichen verleiht man wieder Festigkeit, wenn man sie auf der hinteren Seite mit starkem Kleister bestreicht und unter Beschwerung trocknen läßt; für dunkle Teppiche nimmt matt aber besser Tischlerleim Die Ecken von Teppichen heftet man auf starken Karton, damit sie sich nicht umbiegen. G. W.


