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zu haben. Zahlreiche Wertstücke, darunter Diamanten, die im Gerichtssaal ausgestellt sind, sowie hohe Geldbeträge aus dem Besitz der Opfer wurden nach deren Tod bei der Witwe Becker gefunden. Ferner wurde festgestellt, daß sie in zwei Jahren 200 g Fingerhutgift (Digitalin) verbraucht hatte, wovon
geleitet worden war, hat über anderthalb Jahre gedauert, da sich bei den Nachforschungen über die einzelnen Todesfälle außerordentliche Schwierigkeiten und Verwicklungen ergaben. Zu Beginn des Prozesses wurde der umfangreiche Anklageakt verlesen, aus dem sich bemerkenswerte Einzelheiten über die Vergangenheit der Witwe Becker ergeben. Die Angeklagte, die in bescheidenen Verhältnissen
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Der Erstaufführung des O l y m p i a f i l m s von Leni Riefen stahl aus Anlaß der griechischen Sportwoche in Athen wohnten König Georgs Kronprinz Paul und die Kronprinzessin, sämtliche griechischen Minister, der deutsche Gesandte Prinz Er-
unter ähnlichen seltsamen Vergiftungserscheinungen gestorben sind.
Starker Pfingstverkehr auf der Großglocknerstrahe.
Trotz neuer Schneefälle konnte die Groß- Glockner-Hoch alpen st raße unter äußerster Kraftanstrengung aller verfügbaren Arbeitskräfte und unter Einsatz des Alpenjäger-Bataillons 3 aus Linz vom Schnee soweit geräumt werden, daß sie während der Pfingstfeiertage befahren werden konnte. Der Pfingstsonntag brachte einen Verkehr, wie er bisher noch nicht erlebt worden ist. 1533 Kraftfahrzeuge wurden an den beiden Zugangsstellen Fusch und Heiligenblut gezählt gegenüber 600 an dem bisher verkehrsreichsten Sonntag im August 1936. Ebenso stark war der Besuch in den Gaststätten im Bereich der Glockner-- siraße. Am Psingstmontag war der Verkehr wegen des trüben Wetters etwas schwächer. Erfreulicherweise hatJich kein Unfall ereignet.
Gedenkfeier am Grabe von Waller Alex.
40 Studentensiihrer und SA.-Führer aus Ost-' preußen unternahmen über Pfingsten unter Leitung von Bereichführer Rothe r eine Studienreise durch Finnland, Estland und Lettland. Sie besuchten auch die Insel Oesel, wo sie sich mit Studenten aus den Kameradschaften des Studentenbundes Ostpreußen trafen. Am Pfingstsonntag veranstalteten beide Gruppen eine Gedächtnisfeier für'2B alter Flex auf dem Friedhof in Peude. Im Auftrag des Reichsstudentenführers verkündete der Leiter des Verbindungsamtes Berlin, Standartenführer Trumpf, die vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge übertragene Patenschaft für die Grabstätte Walter Flexens und die weiteren 150 Soldatengräber auf Oesel. Neben derp von der Deutschen Studentenschaft betreuten Friedhof in Langemarck soll diese neu übernommene Patenschaft im Osten ein Zeichen der Liebe und Verehrung des deutschen Studententurns für den vorbildlichen Studenten Walter Flex, den großen dichterischen Künder des Kriegserlebnisses fein.. Standartenführer Trumpf legte im Auftrage des Reichs- studentenführers einen Kranz nieder.
hohe Anerkennung
für den OlympiaFilm in Griechenland.
14-ner einen Pfingftausflug unternommen hatte, fuhr in der Nähe der Mürnmlingbrücke auf einen
Auf dem Vfingsiausflug löblich verunglückt.
Bei Dbernburg (zwischen Aschaffenburg und
desurteile gegen zwei schwer vorbestrafte kom> inunistische Hetzer. Die beiden Mordbuben hatten im September vergangener Jahres den Kommandan- ten des Schützenoerbandes im Kreise Pinsk hinterrücks durch Revolverschüsse getötet, weil er die von ihnen betriebene Bildmg kommunistischer Zellen unter der Dorfjugend inmer wider zunichte machte. Acht von den übrigen Mitangeklagten wurden zu lebenslänglichen- Zuchthaus uffd einer zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt.
Lastauto von Zug überfahren.
Auf der Strecke Treysa—Neustadt (Kreis Marburg) wurde auf dem beschrankten Ueberweg am Haltepunkt Wiera ein Lastauto vom Eilzug überfahren und zertrümmert. Drei Personen wurden getötet. Die Schuldfrage wird noch untersucht. t
polens größte Glashütte niedergebrannt.
Die größte Glashütte in Polen, das Karawerk in Piotrikau, wurde ein Raub der Flammen. Die Hitze in der Glasbläserei setzte eine Holzwand in Brand, der in kurzer Zeit das ganze Werk ergriff. Die Löscharbeiten wurden dadurch erschwert, daß die Glasvorräte in den Lagern schmolzen. Acht Personen erlitten durch flüssige Glasmassen schwere Brand-
v- k wurde an der Geburtsstelle des olympischen Gedankens mit höchster Begeisterung ausgenommen. Lang andauernden Beifall löste das Erscheinen der Fackelläufer mit der griechischen Flagge und ganz besonders das Erscheinen des Führers im Film aus. Als Anerkennung hat Minister Kotzias Leni R i e f e n st a h l die höchste griechische Sportmedaille verliehen.
lebte hatte sich 'N allen Fallen dermögenhen alte- bad), das Diplomatische Korps, di- Spitzen der ren Frauen tn Lüttich genähert und deren Ver-i Behörden sowie die Führer der Sportverbände bei trauen gewonnen. Sie wird angeklagt, diese Frauen Das Filmwerk 1 1 ~ - -
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Ich, der Unterzeichnete, erkläre mitdemAusdruck des Bedauerns, daß die von mir gemachten beleidigenden Aeuße- rungen gegenüb. den Geschwistern Ihm in Wieseck, Gieß. Str. 122, »eglicher Grundlage entbehren u. nehme selbige als unwahr zurück.
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Bewerbungen mit Zeichen-u. Schriftproben- selbstgeschr. Lebenslauf, Zeugnisabschriften über Schulbesuch, Lehrzeit u. bisherige Beschäftigung, Lichtbrld, Nachweis der arischen Abstammung (bei Verheirateten auch für die Ehefrau) und derpoli- tüchen Zuverlässigkeit sind bis 1. Juli 1938 bei der Städt. Personalabteilung einzureichen. 3923V
Der Oberbürgermeister der Stadt Mainz.
dienen. Deutschlands Aufstieg durch den Nationalsozialismus habe auch Salzichlirf den Aufschwung gebracht. Im Rahmen einer Weihestunde im Badehotel überbrachte Ü.er Leiter des Landesfremdenverkehrsverbandes, Oberbürgermeister a. D. Dr. Stadler, die Glückwünsche des Reichsfremdenoerkehrs- verdandes und des Landesfremdenverkehrsoerbandes Kurhessen. Abends fand eine Festvorstellung im Kurtheater statt. Am Abend des zweiten Pfingst- feiertages fand die Feier mit einem großen Doppelkonzert, einem Feuerwerk und Illumination des Kurparks einen würdigen Abschluß.
Frühlings,est
der rhein-mainischen presse.
Besonderen Wert hat die Leitung des Frühlingsfestes der rhein-mainischen Presse am kommenden Samstag in Bad Homburg darauf gelegt, daß gut und viel zum Tanze aufgespielt wird. Die Besucher können im Gold- und Spielsaal nach den Klängen der Kleinen Kapelle des Reichssenders Frankfurt, unter Leitung von Franz Hauck tanzen. Im Konzertsaal spiest die Kurshauskapelle Willi Burkart, in der hübsch instandgesetzten Wandelhalle ist Willi Fe rnau mit seiner Stimmungskapelle zu hören, während im Weißen Saal, in dem sich ein richtiger Bierbetrieb entwickelt, die acht Mann starke Tanzkapelle Edgar Gerte zum Tanze aufspielt. Eine weitere Tanzkapelle, die Kapelle B i r r 0 n g, beherrscht den oberen,Saal. In den verschiedenen kleineren Nebenräumen sind ausgezeichnete Akkordionspieler eingesetzt.
Sensationeller (Zistmordprozeh in Lüttich.
Einer der größten Giftmordprozesse aller Zeiten begann im Gerichtssaal des historischen Bischofspalastes von Lüttich. Die 59jährige Marie Petitjean, verwitwete Becker, ist angeklagt, in den Jahren 1933 bis 1936 nicht weniger als elf Personen durch Gift ermordet zu haben. Ferner werden ihr fünf Mordversuche, zahlreiche Fälschungen, darunter eine Testamentsfälschung und Diebstähle zur Last gelegt. Annähernd 300 Zeugen sind aufgeboten worden, die Verhandlung wird stch voraussichtlich auf mehrere Wochen erstrecken. Das Untersuchungsverfahren, das unmittelbar nach der Verhaftung der Witwe Becker im Herbst 1936 ein-
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: Motorradfahrer auf, der mit seiner Frau auf dem Soziussitz dem Auto entgegenkam. Der Anprall war so heftig, daß der Motorradfahrer, der 31jäh- rige Benno H e i d e ck e r aus Darmstadt sofort t 0 t war; seine Frau wurde so schwer verletzt, daß sie kurz darauf ebenfalls verschied. Von den Insassen des Kraftwagens der Trierer Familie wurden Vater und Sohn verhaftet.
Der neue Angriff auf den Nanga parbal.
Die deutsche Himalaja-Expedition hat am 2. Juni das Hauptlager errichtet, von wo aus der diesjährige Versuch zur B e st e i g u n g des Nanga Parbat unternommen wird. Die Expedition wird diesmal von einem Flugzeug unterstützt. Das Flugzeug ist kürzlich in Srinagar in Kaschmir eingetroffen und steht bereits in Funkverbindung mit dem Hauptlager.
Die Iagd nach den Kindesentführern in USA.
Präsident Roosevelt ersuchte den Kongreß um Bewilligung von 50 000 Dollar zur Finanzierung der weiteren Suche nach den Entführern des fünfjährigen James Cash, der vor zehn Tagen — wie gemeldet — aus dem Elternhaus in Princetown weggeschleppt und, obwohl die Eltern das geforderte Lösegeld in Höhe von 10 000 Dollar gezahlt hatten, nicht zurückgebracht wurde. Bundespolizisten verstechen augenblicklich, die den Entführern zugesandten Scheine, deren Serien- Nummern bekannt sind, ausfindig zu machen. Eine Zeitung in Florida meldet, daß ein Dollar-Löse- geldschein in Jacksonville von zwei aus Tennessee kommenden Polizisten ausgegeben worden sei. Die beiden Beamten wurden festgenommen, nach ihrer Vernehmung jedoch wieder freigelassen. Sie konnten sich nicht besinnen, wo sie den Schein erhalten hatten.
Englisches Militärflugzeug abgestürzt.
Ein Militärflugzeug, das drei Mitglieder einer Boxermannschaft der britischen Luftwaffe von Rhodesien nach Pretoria (Südafrika) bringen sollte, stürzte ab. In der Nähe der Absturzstelle liegende Flugftationen nahmen sofort die Suche auf und konnten feststellen, daß es in den Dschungel gestürzt ist. Bisher fand sich keine Möglichkeit, in die Nähe des Flugzeuges zu gelangen. Man befürchtet, daß die Insassen tot sind, denn die über der Unfallstelle kreuzenden Flieger erkannten keine Lebenszeichen mehr.
Theater in Tientsin in die Luft gesprengt.
Wie das „Giornale d'Jtalia" aus Tientsin meldet, soll im dortigen Theater ein Attentat verübt worden sein. Von unbekannten Tätern wurde nach dem Blatt eine Höllenmaschine in den Kellern des Theatergebäudes untergebracht. Durch die Explosion der Höllenmaschine flog.das Gebäude in die Luft. Bis jetzt find etwa 100 T o t e und 500 Verletzte zu beklagen. Die Polizei hat eine Untersuchung ein- .czeleitet.
Drakonische Strafen für polnische Kommunisten.
In einem Prozeß gegen elf Kommunisten ver- hängte das Bezirksgericht in Pinsk in Ostpolen To -I
Freitag, 10. Juni, 20.15 Uhr, im Stadttheater
Italienischer Opernabend
Mitwirkende:
Wanda Sorgi, Koloratur-Sopran, Neapel; Aldo Tamagni, Heldentenor der Mailänder Oper; Domenico Marabottini, Bariton, Neapel; Professor Renato Virgilio, am Flügel
westen, des Reiches der Durchzug einer Störung bereits bei leichter Gewittertätigkeit bemerkbar machte, bleibt das festländische Hochdruckgebiet für den größten Teil Deutschlands noch wetterbestimmend. Bei uns dürste im Laufe des Mittwoch der Höhepunkt der Erwärmung erreicht werden und anschließend auch die Gewitterneigung zunehmen. Eine durchgreifende Verschlechterung mit starker Abkühlung ist, jedoch unwahrscheinlich.
Aussichten für Donnerstag: Heiter bis wolkig, Neigung zu gewittrigen Störungen, nicht mehr ganz so heiß, doch schwül, Winde aus Süd bis West.
Aussichten für Freitag: Im wesentlichen freundlicher und warm, jedoch nicht durchaus störungsfrei.
. Lufttemperaturen am 7. Juni: mittags 27,0 Grad Celsius, abends 19,0 Grad; am 8. Juni: morgens 16,2 Grad. Maximum 27,3, Minimum 10,9 Grad. — Erdtemperatmen in 10 cm Tiefe am 7. Juni: abends 23,5 Grad; am 8. Juni: morgens 17,5 Grad. — Sonnenfcheindauer 14 Stunden.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. ' Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. V. 38: 9163. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs» preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr Einzelverkaufs» preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., tnit der ' Illustrierten 5 Pf. mehr.
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