Ausgabe 
8.4.1938
 
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83 Erstes Siatt

188. Jahrgang

5reitag,8.April 1938

Gießener Anzeiger

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General-Anzeiger für Oberhessen

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Der beste Kamerad.

Die Frau war von jeher die treueste Helferin des Mannes. Das weiß die nationalsozialistische Bewegung besonders gut aus den schweren Fahren des Kampfes. Ohne die Beständigkeit und die liebe­volle Hingabe der Frauen wäre der Endsieg der Bewegung, wie Adolf Hitler es selbst so oft aus­gesprochen hat, nicht möglich gewesen. Man braucht sich nur an die Zeiten zu erinnern, in denen die Vorkämpfer der neuen Idee ständig Verfolgungen ausgesetzt waren, in Gefängnissen schmachteten, ver­wundet im Lazarett lagen, sich auf der Flucht in die Fremde befanden oder ihr Bekenntnis zum Führer gar mit dem Leben bezahlten, um zu wissen, daß es gerade damals unzählige Frauen gegeben hat, die in unerschütterlicher Treue zu Adolf Hitler und seiner Be­wegung standen und erst durch ihre einzig­artige seelische Haltung, durch die Kraft ihres Gefühls, das mit der absoluten Fnstinkt- sicherheit des reinen Gemüts das Richtige traf, den endgültigen Sieg erstreiken halfen.

In diesen Tagen der inneren Erhebung und Be­glückung über die Heimkehr eines deutschen Volks­teils ins Reich hat ein österreichischer Ra­tio n a l s o z i a l i st im Rückblick auf die Fahre des Kampfes und der Rot das Wort gesprochen:Die Frauenschaft war uns der beste Kame­rad!" Fn Deutschland bestand doch wenigstens noch die wenn auch verfemte Partei, man konnte hier doch wenigstens noch für sein Ideal schaffen und wirken, es gab Schrifttum, in dem das Gedankengut der Bewegung seinen Nieder­schlag fand und an das Volk herangetragen werden konnte. Fn Oesterreich aber war dies nicht der Fall. Man war darauf angewiesen, lediglich durch persönlichen Zusammenschluß die Be­wegung hochzuhalten, sie im geheimen auszubauen, zu organisieren, vertrauenswürdige Mittelsleute zu finden und so alles für die Stunde der Entschei­dung vorzubereiten. Ohne die nimmermüde Mit­hilfe der Frauen wäre dies niemals möglich ge­wesen. Sie haben im stillen ihr heldenhaftes Werk verrichtet, sie waren sowohl durch ihre zähe Aus­dauer, unwandelbare Treue und ihrep unerschütter­lichen Glotuben die innere Kraft- und GlaubensqueTle für ihre Männer, sie haben darüber hinaus aber noch sich unendliche Verdienste erworben, indem sie die zwischenzeit­lichen Opfer des Kampfes, die ihre Arbeitsplätze verloren hatten und in die Kerker geworfen waren, umsorgten, ihnen und den der Not und Verwilde­rung preisgegebenen Kindern Nahrung brachten, sie mit Kleidungsstücken versorgten und, wie schon so oft in Zeiten von Freiheitskämpfen, teilweise selb st an die Stelle ihrer Männer tra­ten, um durch tätige Mithilfe auf allen Gebieten die schmerzlichen Lücken auszufüllen. Oft haben sie selbst ihr Bekennertum mit schlimmen Wochen und Monaten im Gefängnis bezahlen müssen. Niemals aber wurde ihr Glaube zuschanden, niemals zer­brach ihre Gesinnung. Im Gegenteil, sie erstarkten noch in ihrer seelischen Haltung und wurden nach ihrer Rückkehr zu ihren Männern deren glühendste und standhafteste Mahner zum Durchhalten. Die Kraft des Gefühls verlieh den Frauen auch in Oesterreich die Kraft zur Treue und zum Glauben, und sie übertrugen diese auf ihre Männer und machten sie stark für die Stunde, in der der Ruf des Schicksals an sie ergehen würde. Rudolf Heß hat in seiner Wiener Rede ihrer Tapferkeit in besonders ehrenden Worten gedacht.

Nun sind Kamvf und Not für das österreichische Volk zu Ende und am 10. April haben alle Glieder des Volkes Gelegenheit, sich mit ihremJa" zu der Tat des Führers, der Heimführung des öster­reichischen Volkes in die große Gemeinschaft des Deutschen Reiches, zu bekennen. Auch hier werden sich alle Frauen wieder alsder beste Kamerad" bewähren und freudigen und dankerfüllten Herzens Ja" sagen zu den gewaltigen geschichtlichen Er­eignissen des Frühjahrs 1938. Denn so sagte einmal die Reichsfrauenführerin Frau Scholtz-Klink wir alle zusammen, die wir heute als Frauen in unserem Volk stehen dürfen, wir haben den festen Willen, Hand in Hand als treue Kameraden unserer Männer das unsere zu tun am Werk unseres Führers." Auf zwei Kundgebungen in Neu­wied wies die Reichsfrauenführerin auf die Pflicht hin, mitzuhelfen, daß unfern Brüdern und Schwe­stern der Ostmark das neue Leben leicht gemacht werde, da sie ein Teil seien von uns selbst und vor allem des Führers, dem die Frauen Deutschlands am 10. April bestätigen sollen, daß er einer Jahr­hunderte alten Sehnsucht die Erfüllung gebracht hat. Am 10. April haben die deutschen Frauen, die den Aufstieg Deutschlands seit 1933 inmitten der bisherigen Reichsgrenzen bewundernd miterlebt haben, Gelegenheit, für das Empfangene mit ihrem Ja" zu danken, die Frauen Oesterreichs, die nun zu uns gehören, sprechen ihrJa" als eine frohe Zukunftshoffnung, als die Gewißheit, neue Lebens­impulse, neue Wirkensmöglichkeiten innerhalb der größeren Volksgemeinschaft vor sich zu sehen unter der macht- und kraftvollen Führung des Mannes, dem es gegeben wurde, seine engere Heimat Oester­reich dem Reich wieder einzugliedern, das er in wenigen Jahren aus Ohnmacht und Dumpfheit zur Größe geführt hat.

Nicht immer wird das Wirken der Frau für die Nation in seiner ganzen Größe nach außen sichtbar/ Wer es täglich miterleben und mitemp­finden kann, welchen großen und inneren Anteil gerade die Frauen an der gewaltigen Arbeit des Führers nehmen, mit welcher Unbedingcheit sie hinter seinem Siege stehen und welch starker Im­puls dem Schaffen des Führers aus diesem elemen­taren Geist der Anhänglichkeit und Treue erwächst, der weiß, was die deutsche Frau der deutsche«

Der erste Spatenstich zur Aeichsautobahn in Oesterreich

traben.

g, 7. April. (DNB.) Der Führer dem Walserberg bei Salzburg

Der Mer als erster Arbeiter der Ration

über Verkehrsprobleme sehr viel geredet wor­den fei und viele Projekte gemacht wurden. Der nationalsozialistische Staat aber zeichne sich da­durch aus, daß er seine Projekte ver­wirklicht und an den Beginn der Tat stellte.Wir werden auch hier sofort mit der Tat anfangen, fo rief der Führer aus. Sie, Herr Geueralinfpektor, find mir verant­wortlich dafür, daß nicht nur heute begonnen, sondern daß binnen drei Jahr en diese er sie Strecke vollendet sein wird. Ihr, meine Arbeitskameraden, werdet dabei Helsen. Ganz Deutschland wird dadurch ein neues Band erhalten, und die Welt wird sehen, daß ein Volk und ein Reich, die solche gewaltigen Werke bauen und vollenden, niemals getrennt werden können. Ich beginne nunmehr selbst das Werk! (

Unter brausenden, von den Bergen widerhallen-

Vertin, 7. April. (DRV.) Reichsminister Dr. Goebbels hat mit sofortiger Wirkung aus Mitteln des WHD. des deutschen Vol­kes weitere 4 Millionen Mark zur Linderung der Rot unserer Volksgenossen in Oesterreich bereit­gestellt. Der Betrag wird bereits am 8. und 9. April durch Ausgabe von Gutschei­nen zur Verteilung gelangen, weil schnellste Hilfe dringend nötig ist. Insgesamt sind bisher mit den bereits zur Verfügung gestellten 8 Millionen Mark 12 Millionen zur Verteilung gelangt

Außerdem wurden vom WHW. des deutschen Volkes 413 Waggon Lebensmittel und Bekleidungsstücke im Werte von rund 5,2 Millionen Mark an die Bedürftigen verteilt. Der h.i t f s ; u g Bayern hat 50 Volksküchen für die Verpflegung der Arbeitslosen und Bedürftigen in Oesterreich eingesetzt Die RSV. hat bisher 42 000 zum großen Teil unterernährte und ver­elendete Kinder aus Oesterreich in muster­gültigen deutschen Kinderheimen zur Erholung untergebracht 25 000 verdiente Angehörige der nationalsozialistischen Bewegung aus Oesterreich werden in nächster Zeit ebenfalls zu Erholungszwecken in das alte Reichsgebiet ge­laden werden.

Im Hinblick auf die außerordentliche Rot, die es

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auch weiterhin in Oesterreich zu lindern gibt, hat Reichsminister Dr. Goebbels das WHW. des deut­schen Volkes und die Rationalsozialistische Volks­wohlfahrt angewiesen, einen großzügigen Be- treuungsplan für alle Bedürftigen in Oester­reich vorzulegen und das Augenmerk insbesondere auch auf die Beseitigung der Schäden zu lenken, die durch langwierige Arbeitslosig­keit entstanden sind. Ferner sollen weiter in um­fangreichem Maße Kinder aus Oesterreich in Ferien­heimen zur Erholung untergebracht und im Rah­men des HilfswerkesMutter und Kind viele Tausende von Müttern die so dringend notwendige Hilfe und Erholung erhalten.

Net e Nittelfürden Volkswohnungsbau

Berlin, 7. April. Im abgelaufenen Haushalts­jahr konnten etwa 50 000 Volkswohnungen fertig­gestellt bezw. begonnen werden. Die Reichsregie­rung ist entschlossen: auch lm neuen Haushaltsjahr diese Art des Arbeiterwohnstättenbauss mit allen Mitteln zu fördern. Der Reichsarbeitsminister hat daher den Sozialverwaltungen der Länder soeben mitgeteilt, daß für 1938 weitere Mittel zur Förderung des Baues von Volkswohnungen bereit- gestellt werden. Die Verteilung wird voraussichtlich bereits in der zweiten Hälfte des Monats April oorgenommen.

Der erste Spatenstich des Führers; hinter ihm Generalinspektor Dr. Tod t. (Associated-Preß-M.)

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Großzügige soziale Hilfsmaßnahmen für Oesterreich.

Weitere 4 Millionen AM bereitgestellt.-Betreuungsplan für alle Bedürftigen.

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Salzburg, 7. April. (DNB.) Der Führer tri fnete a u f dem Walserberg bei Salzburg bit Arbeiten an den österreichischen Autobahnen. Dcmit ist ein Arbeitsprogramm in Angriff genom- imi, bei dem 15 0 0 0 Oesterreicher unmittel- foi wieder Lohn und Brot finden. Die jetzt in Bau genommene Strecke Salzburg Linz D/n berührt den Mondsee und den Attersee und jiilrt damit über die schönste Strecke, die man sich beiten kann. Die Gesamtheit dieser Autobahn fällt ticn zusammen mit der alten Nibelungenstraße. Zn den frühen Morgenstunden versammelten sich )ic Teilnehmer auf dem Festgelände. Die Redner-

den Heil-Rufen, begibt sich der Führer dann zur Baustelle. Die Sirene der kleinen Lokomotive pfeift. Langsam schieben sich die Kippwagen heran. Dem Führer schließen sich die Arbeiter mit geschultertem Spaten an. Adolf Hitler ergeift die Schippe, setzt den linken Fuß auf den Rand und bückt sich tief. Er hebt Schippe um Schippe der dunklen Erde hoch. Die Erde fällt in den ersten der kleinen Kippwagen. Noch einmal bückt sich der Führer, und noch ein­mal sechs-, siebenmal. Dann steht er um hinauf­zublicken zu dem Bera. Dort knicken im gleichen Augenblick 60 Vaumriesen zusammen: der Blick auf den Stauffer wird frei. Der Führer steht, die Füße auf den Boden gestemmt. Hinter ihm schaffen die Arbeiter, wie er es zeigte. Die Bäume liegen, ein Trompetensignal schmettert. Noch einmal nimmt Reichsstatthalter Seyß-Jnquart das Wort: Der Blick in alle Gaue des Reiches ist offen. Oesterreichs Volk dankt Ihnen, mein Führer!" Das Deutschland­lied schallt über Berge und Wälder durch die neue Schneise hinüber zum alten Reich.

lai-zel ist auf halber Höhe des Hügels errichtet neben. Auch die rotweißen Markierungsstäbe, mit b-eisn die Mittelachse der neuen Bahn abgesteckt ist, fteien dort. Neben diesen Stangen dampfte der Lcenzug, der die frischgebrochene Erde fortschaffen vild.

plötzlich erhebt sich die Stimme des Reichsstatt- ha ers Seyß-Jnquart. Er schildert die große Fnude über den Wiederaufstieg, der in diesen Dchen in Deutschösterreich sichtbar wird. Wir erreichersind nicht aus wirtschaftlichen ® ünden zum Reich gekommen. Auch wenn die­ser Deutschland und dieses Reich das ärmste wäre, für uns war es das heiligste, köst- fiyste Gut, daß wir in unsere Hände nahmen, ir es den künftigen Generationen weiterzugeben. Ul r kaum war die Grenze gefallen, da kam der Nichtige wirtschaftliche Impuls des nationalfozia- Mchen Reiches zu uns. Da / erkannten wir erst, d: elend wir waren. Wir haben das gesehen i n b?n Elendsvierteln: wie die Augen wieder [rin werden. Und wenn wir ihnen Zuversicht zu- lp: chen wollten, dann sagten sie: Nein, das ist nicht cktir notwendig. Jetzt ist der Führer bei 1 is 1 Jetzt wird alles gut und glücklich werden.

Diese Reichsaulobahnen empfinden wir hü­t'er als Ihre ureigenste Schöpfung, j !iie find die körperliche Zusammenfassung, die berbinbung der Menschen: sie schaffen die rSumlichen Voraussetzungen, daß sich Geist zu (eist und herz zu herzen findet, die wie etnge klammern um das Volk gewunden sind mb die unzerstörbare Einheit des I eiches begründen.

;.:un spricht ein Arbeiter im groben, grünen FW. Spuren von Schlamm des Weges an den Elr eitshosen und den derben Stiefeln' zeugen da- poiw daß er bereits zugepackt hat, um das Werk zu Seiten, zu dem der Führer heute den ersten kpitenstich tut. Daß er und seine Kameraden nun triOer eingeschaltet seien als ehrliche und gteich- michtigte Glieder der Nation, das danke er im Siemen seiner Arbeitskameraden Adolf Hitler.Wir fiu alle tief bewegt und glücklich", sagt er schlicht ik mit leuchtenden Augen zum Führer gewandt. Lese sehen zu dürfen. Wir sind von tiefer Oinkbarkeit erfüllt und glücklich, an den Hei2n Straßen mitarbeiten zu können, deren stete Ec leiter Glück und Zufriedenheit sein werden. Wir ttiiien, daß mit jedem Meter dieser Straßen das Ec»d, das unsere schöne Heimat mit dem großen Lagerlande verbindet, sich dichter und enger schließt.

heute erleben die österreichischen Arbeiter die Hunde, die der Anfang fein wird für ein nieder menschlicheres Leben nach M' den Jahren der Rol und des Elends. Mil findigen Augen und^ glühendem Herzen sehen D ir in die Zukunft, die geschützt ist durch Sie, B ein Führer, der das Wunder vollbracht hat, uns österreichische Arbeiter wieder einzureihen in die Gemeinschaft der Menschen, die keine kSassenunterschiede kennt. Wir wollen und wer­den ein Vollwerk sein gegen alles, was dieses Werk zu zerstören versuchen würde. Das. mein Führer, versprechen wir Ihnen und danken Hnen mit unserem ganzen und ehrlichen Ar- b?iterherzen.

. Imb bann steht Dr. Tobt am Mikrophon. Mit br Ausbehnung ber Reichsautobahnen auf Oester- üfiqo wirb her verkehrspolitische Wert ie'sr Straßen gewaltig gehoben. Von München nie® Wien wirb man in* einer halben Tagfahrt ge­bigen können. Berlin wirb mit Wien um zwei itnnben länger zu erreichen sein als bisher Mün- :?. Der kontinentale Durchgangsverkehr, etwa von ribon nach Konstantinopel, wirb jetzt von ber schsgrenze bei Hollanb bis zur Reichsgrenze nach h.iarn 1100 Kilometer auf beutfdjen itobahnen burchfahren. Der Verkehr von

1 triis nach Sübosteuropa durchfährt etwa 800 Kilo- fre:aer__auf bieten Straßen, ber Verkehr von Eng- Lrn von Belgien ober Hollanb nach Italien wirb Ibfi bie deutschen Reichsautobahnen 3 Stunben iirrj et laufen als bisher über Lüttich unb Metz, tii uns finb aber biefe Straßen mehr als rein n.uerieüe Verkehrswege. Wie früher ber Zuftanb innrer Straßen Ausbruck ber Zerrissenheit unb Uiiinigfeit, ber Vielstaaterei war, so finb für uns bi?'Straßen Abolf Hitlers Ausbruckber poli- t 'ch e n Einigkeit. Wer auf biefen Straßen öor Grenze zu Grenze bes Reiches fährt, ber er­sitz den unlösbaren Zusammenhalt, bn diese Straßen für das Reich bedeuten, erfaßt b?'Macht des Reiches und die Stärke des Willens firsr Führung.

Der Führer richtete bann an die angetre- kmen Arbeiter und die versammelten Volksge- o»ssen und -genossinnen eine kurze Ansprache, li der er zum Ausdruck brachte, daß früher

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