Ausgabe 
8.3.1938
 
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Ser Zilmball, das Wiche Ereignis -er Leichshaupistadt.

Auch in diesem Jahre nahmen am Filmball die führenden Männer und Frauen des öffentlichen Lebens teil. Dies Bild zeigt einen Blick in eine Loge. Von links: Regisseur Ritter, Lilian Harvey, Lil Dagover, Victor S t a a l, Carola Höhn und Matthias W i e m a n. (Presse-Bild-Zentrale-M.)

Zwischenspiel auf einem Abstellbahnhof.

Oie Arbeit der Reichsbahn für die Sicherheit der Reisenden.

Täglich brausen die Züge der Reichsbahn kreuz und quer durch Deutschland. Sicherheit der Reisenden ist bei diesem gewaltigen Ver­kehr oberster Grundsatz. Nach jeder Fahrt kehren die Züge für kurze Zeit auf dem Abstellbahnhof ein, wo sie für die neue Reise vorbereitet werden. Wie es dort zugeht und wieviel Kleinarbeit nötig ist, um die Wagen wieder fahrbereit zu machen, schildert unser Aufsatz.

Der D 160 ist in seinen Endbahnhof eingelaufen. Eine Rangierlokomotive spannt sich an den Schluß des Zuges und zieht ihn prustend aus der Halle heraus nach Norden zum Abstellbahnhof, wo alle Züge für kurze Zeit rasten. Durch ein Gewirr zahl­loser Schienenstränge findet er sicher seinen Weg zu der riesigen Halle, wo er für die neue Reise gerüstet wird.

Jeder, der mit dem Zug einer Stadt sich nähert, kennt dieses Schienengewirr, auf dem Personen- und Güterwagen aller Art stehen und warten, bis sie gebraucht werden. Zwanzig, vierzig, sechzig und mehr Gleise gibt es da nebeneinander. Ein Laby­rinth von Schienen, zwischen denen der Ortsun­kundige sich so leicht verlaufen kann wie in den dunkelsten Dschungeln Indiens. Dort, wohin der D 160 seinen Weg nimmt, ist eine vornehme Ge­sellschaft versammelt: D= und Fv-Züge mit Speise- und Schlafwagen; ihre Laufschilder weisen über Deutschland hinaus in alle Richtungen Europas: Fredericia, Passau, Warschau, Paris.

Am Eingang der Halle steht der Wagenmeister und schaut mit schiefem Kopf auf den heranfahren­den D160. Er sieht und hört bereits aus der Ferne, wo kleine Schäden sich im Verlauf der Reise eingestellt haben, und sollte einmal ein ernst­

hafterer Fehler auftreten, so beklebt er die kranke Stelle mit einem roten Zettel; der Wagen wird ausgesetzt und überholt.

HauSvutz im Blihtempo.

Kaum ist der Zug umrangiert und kaum stehen die Wagen in der vorgeschriebenen Reihenfolge, so stürzt ein Heer von Putzern und Putzfrauen mit geschwungenem Besen heran. So ein Zug erl-'bt nach jeder Reise einen richtigen Hausputz. Von innen und außen wird er abgeschrubbt, die Polster werden mit dem Staubsauger bearbeitet, die Mes­singteile gerieben, bis sie blitzen; Asche, Apfelsinen­schalen, alte Zeitungen, all die Hinterlassenschaften der Reisenden wandern korbweise hinaus an die Luft.

Die Wasserbehälter werden nachgefüllt, und die Batterien, die den Zug beim Aufenthalt auf den Bahnhöfen mit Licht versorgen, aufgeladen. Die Hauptsache aber ist die'technische Untersuchung, die der Wagenmeister mit kritischen Blicken schon bei der Ankunft eingeleitet hat. Dem Fahrgestell gilt die Hauptsorge der Techniker und besonders die Bremsvorrichtungen werden mit peinlicher Sorgfalt überprüft.

Dann, zur vorgeschriebenen Stunde, steht der Zug wieder fahrbereit. Strahlend in neuer Kraft und Schönheit rattert er hinter der Rangier­lokomotive zum Bahnhof, von dem aus er die neue Reise antritt. Ein paar hundert Meter vorher hält er .noch einmal; der Zugführer und der Schaffner kommen an Bord. Es gibt noch aller­lei Arbeit für die beiden bis zur Abfahrt. Die be­stellten Plätze müssen gekennzeichnet werden und allerlei andere Dinge sind zu tun. Der Zugführer wandert durch sein ganzes Reich und schaut überall nach dem Rechten. Und wenn alles überprüft ist, dann steht der Zug in der Halle und wartet auf die ersten Gäste.

Geheimnisvolle Bremshundertstel.

Jetzt hat der Zugführer noch ein paar kurze Minuten Zeit. Er berichtet, daß die Brems­proben das wichtigste bei der Ueberprüfung der Fahrbereitschaft des Zuges sind. Schon auf dem Abstellbahnhof wurde damit begonnen, aber damit ist es noch nicht getan. Immer wiederholen sich die Prüfungen. Die Bremsen sind das A und O für die Sicherheit der Reisenden. Da ist eine häufige Frage der Fahrgäste, vor allem in der Hauptreisezeit bei starkem Verkehr:Warum hängt man nicht einen Wagen dazu; die Lokomotive ist doch wohl stark genug?"

Der Zugführer klärt auf:Nein, das geht nicht; es hängt mit dem Bremsweg zusammen, der sich beim Anhängen eines Wagens verlängert; die Bremshundertstel verändern sich dann."

Wer verändert sich? Bremshundertstel?"

Dann folgt eine lange Erklärung, die Niemand

versteht, wenn er in der Schule in der Mathematik eine Fünf hatte. Der Zugführer berechnet Gewicht und Bremsgewicht des Zuges. Die Reisenden wer« den nach Tonnen gewogen und irgendwie hinzu­addiert. Schließlich, mag der Himmel wissen wie, erscheinen dann die geheimnisvollen Bremshundert« fiel. Es ist wirklich sehr schwer; der Zugführer hat Mitleid und verrät für den, der sich zum Fachmann in der Berechnung von Bremshundertstel ausbilden will, die richtige Formel. Aber in diesem Gespräche blieb es nun trotzdem der Zugführer allein, der das verstand.

Platz nehmen!" Der Mann mit der roten Mutze gibt das Signal zur Abfahrt. D 160 verschwindet mit seinem geheimnisvollen Bremshundertstel in die sinkende Nacht. Ka.

Neue Lehrwerkstätte her OAK.

Lpd. Frankfurt a. M., 7. März. Am 1. April eröffnet die D A F. eine neue Lehrwerk­stätte, die auf dem Gebiete der Berufserziehung vorbildlich ist. In dem im Westen der Gauhaupt­stadt gelegenen Haus Werrastraße 4 werden ins­gesamt 20 Räume mit vier großen Lehrsälen und Unterrichtszimmern, ausgestattet mit den modern­sten Maschinen und Apparaten, für die praktische und theoretische Aus- 'und Weiterbildung zur Ver« fügung stehen.

Zunächst wird eine Gemeinschaftslehr­werk st a t t errichtet, die im ersten Jahre 75 und später 150 Lehrlinge aus den Metallberufen auf­nimmt, und zwar Lehrlinge, die bereits von Firmen mit einem Lehrvertrag angestellt sind, der DAF. aber für die beiden ersten Lehrjahre zur Ausbildung übergeben werden; erst dann kehren die Lehrlinge in die Betriebe ihrer Firmen zurück, um dort ihre Lehrzeit zu vollenden. Es handelt sich hier um Be­triebe, die keine eigenen Lehrwerkstätten besitzen, oder bei denen die Ausbildung nicht in der ge­wünschten Weise vor sich geht.

Daneben sind Uebungsstätten vorgesehen, die pro Semester von 200 Volksgenossen besucht werden können, denen im eigenen Betrieb die Mög­lichkeit fehlt, sich fortzubilden. Auch geschlossene Lehrgänge von Firmen werden hier durchgeführt. Die Lehrgänge an den Uebungsstätten finden an 20 Abenden statt und dauern insgesamt 40 Stun« den. Auch die Bildung von Lehrgemeinschaf« ten für den Meisternachwuchs ist beab­sichtigt.

Diese neue Stätte der Berufserziehung enthält alle Einrichtungen einer Schlosserei, Dreherei, Schweißerei, Fräserei, einer Schmiede und die er­forderlichen Apparate für Elektro- und Feinmecha- nik. Auch andere Berufsgruppen wie Friseure, Schuhmacher, Schneider werden hier künftig eine Uebungsstätte haben, desgleichen die praktischen kaufmännischen Fächer wie Schaufenstergestaltung usw.

3m Alter gesund sein und bleiben

ist ein Wunsch, der immer stärker wird, sobald einmal die Vierzig über­schritten sind. Ganz allmählich lassen die Kräfte nach, die Widerstandsfähig« leit des Körpers gegen Angriffe auf die Gesundheit sinkt, mancherlei Be­schwerden treten auf. Man spürt plötzlich sein Herz, man atmet ein wenig schwerer. Die Verdauung läßt au wünsche» übrig und waL derlei Erscher» vungen mehr sind. , , ,,

Wenn man dann tiut nicht ßat so oft wartete, viS au? oen Schwachen ernsthafte Krankheiten geworben findl Bester ist e8, vorbeugend den ersten leichten Störungen zu begegnen, dadurch den Organismus widerstandsfähig und gesund zu erhalten, und so den schwerem Alterserkraulungeu möglichst aus dem Weg zu gehen. , , . , , ,

Bei solchem Bemühen hat sich seit über einem Jahrhundert Klosterfrau. Melissengeist als ein gutes Mittel erwiesen. So schreibt z. B. Herr Joses Werner (Bild nebenstehend), Polizeiwachtmeister a. D., Leobschütz/Schl.,

....... ....____ _ Herr Joses Werner (Bild nebenstehend), Polizeiwachtmeister a. D., Leobschutz/Schl., Ring 6, am 30. 10 37:Alt werden und gesund bleiben, wer möchte das nicht? Ein Lebensabend, der von Altersbeschwerden, Schwächezuständen und Krankheiten begleitet wird, ist nickt erfreulich. Vielleicht interestiert es, daß ost diejenigen, die Klosterfrau-Melissengeist gegen Altersbeschwerben gebrauchen, ein gesundes hohes Alter erreichen. Warum? Klosterfrau-Melissengeist ist ein Heilkräuterdestillat und wirkt gesundend und regulierend auf grundlegende Funktionen des Körpers, besonders aus die Verdauung, auf Nerven, und Herztätigkeit. Ich kann daS aus eigner Erfahrung bestätigen und werde Klostersrau-Melistengelst stets in meinem Haushalt vorrätig halten und weiter empfehlen. Ich bin 1859 Geboten. ^Uo^^erftau:^ell^fcnge^ft gebrauche ich regelmäßig gegen Herzklopfen und Unwohlsein. Täglich suhle ,ch daß er mir hilft

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Am Sonntag, 6. März, entschlief sanft nach längerem, schwerem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater

im 64. Lebensjahre.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Familie Heinrich Fenchel

Familie Wilhelm Georg Konrad Ohly.

Kurz vor Vollendung ihres 92. Lebensjahres haben wir heute unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante '

Frau Witwe Eva Farrenkopf

versehen mit den Tröstungen der Kirche, in aller Stille zur ewigen Ruhe gebettet.

Im Namen der Hinterbliebenen:

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Gießen (Gnauthstraße 16), den 8. März 1938. oioeo

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