ttr.52 Zweites Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
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Der Film auf dem Vresseball.
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2n Berlin fand der,Presseball statt, der die führenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, der Dresse und der Kunst gesellig vereinigte. Unser Bild zeigt einen Schnappschuß aus der Ufa-Loge: Hilde Meißner, AlbrechtSchoenhals, Frau Birgel, Maria von Tasnady, Willy Birgel und Ursula Grabley. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Deutsches Mädel, werde Schwester?
RJP. Berlin, 5. Februar.
Die Reichsreferenlin für den V D IN. beim Reichsjugendführer, Jutta Rüdiger, hat an die vor der Berufswahl stehenden rNädel folgenden Aufruf erlassen: Welcher Dienst könnte dem deutschen Mädel mehr liegen als der S chwest e r n d i e n st, sei es als R S.- Schwester in der Gemeinde, die Familie umsorgend und betreuend, sei es als freie Schwester im Kampf für die Gesundheit des Volkes oder als Rote-Kreuz-Schwester, die in jeder Rotzeit, wenn sie gebraucht wird, selbstverständlich und schweigend ihre Pflicht tut. Dieser Beruf ist nicht leicht, er fordert den ganzen Menschen. Aber dieser Einsatz, der eine starke Persönlichkeit fordert, findet seinen Dank in der Leistung und macht daher froh. Der Beruf der Schwester wird immer einer der vornehmsten Berufe des deutschen Mädels sein.
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Dazu schreibt der Reichs-Jugend-Presse- d i e n st: Dieser Aufruf zeigt klar die Stellungnahme des BDM. zu dem Beruf der Schwester von heute. Lange Zeit betrachtete man diese Tätigkeit von der rein charitativen Seite aus. Es entstand das Bild der sanftett, demütigen Schwester, die ihre pflegerische Tätigkeit aus Barmherzigkeit und in Abkehr von den Freuden der Welt ausübte. Es war selbstverständlich, daß diese Art der Berufsauffassung bei den natürlich empfindenden, frischen und tatkräftigen Mädeln der Gegenwart nur geringes Verständnis fand. Die Folge davon war, daß der Nachwuchs für den Schwesternberuf sich mehr und mehr verminderte, zumal den Mädeln genügend andere Einsatzmöglichkeiten offenstanden.
bei denen sie ihr Recht auf Lebensfreude nicht preiszugeben brauchten.
Erst in den letzten Jahren hat sich das Berufsbild der Schwester gewandelt. Mit dem Grundsatz des Nationalsozialismus, daß Vorbeugen besser als Heilen fei, taten sich für die Schwester außer dem Dienst in Krankenhäusern noch andere reiche Arbeitsgebiete auf. Die G e - meindepflege wurde wesentlich erweitert, die Gesundheitsämter stellten in steigendem Maße Schwestern ein, und sie erhielten als Kreisoder Gauvertrauensschwestern organisatorische Aufgaben, die weit über den Rahmen des bisher möglichen hinausgingen.
Um so dringlicher besteht heute die Nachfrage nach Schwesternnachwuchs. Wie der Aufruf der Reichsreferentin für den BDM. zeigt, stellt sich der BDM. dieser Aufgabe mit allem Nachdruck zur Verfügung. Man hat bewußt gerade den B D M. dazu aufgerufen, den Nachwuchs für den Beruf der Schwester zu stellen. Wenn heute ein BDM.-Mädel sich diesem Beruf zuwendet, so ist damit schon der neue Typ einer Volksschwester gewährleistet, die, weltanschaulich gefestigt, sportlich ertüchtigt und lebensbejahend, vor allem um die politische Notwendigkeit der Volksgemeinschaft weiß.
Wie ist der Ausbiidungsganq?
Die Ausbildung zu dem Beruf der Schwester ist k 0 st e n l 0 s. Die Mädel erhalten freie Unterkunft, Verpflegung und die nötige Dienstkleidung; darüber hinaus wird sogar ein Taschengeld von monatlich zehn Mark gezahlt. Die eigentliche Ausbildung kann mit 18 Jahren, in Ausnahmefällen auch mit 17*/2 Jahren beginnen. Da aber jedes Mädel, das Schwester werden will, ein Jahr
hauswirtschaftliche Tätigkeit und e i n halbes Jahr Arbeitsdienst nachlyeisen muß, kann die Vorausbildung bereits mit 16 Jahren einsetzen. Zweckmäßig ist hier der Besuch einer Haushaltungsschule des BDM., die Teilnahme am Hauswirtschaftlichen Jahr oder am Mädellanddienst. Im letzten Falle verdient das Mädel bereits während dieser Zeit.
Die Ausbildung in einer Kranken- pflegeschule dauert zwei Jahre und schließt mit der staatlichen Prüfung. Danach können sich die Schwestern je nach Neigung und Begabung spezialisieren. Schwestern, die in der vielseitigen Gemeindearbeit, in der Erziehung der Volksgenossen zum Nationalsozialismus und zur gesunden Lebensführung ihren Lebensinhalt sehen, werden in die NS. - Schwesternschaft (braune Tracht) ausgenommen. Diejenigen Schwestern, die sich einer Arbeit in Krankenanstalten oder Heimen widmen wollen, schließen sich der freien Schwestern- schaftder NSV. (blaue Tracht) an. Dazu kommt noch das Aufgabengebiet der Schwestern vom Roten Kreuz, die sich vor allem für den Sondereinsatz in Zeiten der Not bereit halten.
Möglichkeiten zum Aufstieg.
Für tüchtige Schwestern besteht jederzeit die Möglichkeit zum Aufstieg, sei es durch Spezialisierung auf einem bestimmten Gebiet (Säuglings-, Diät- oder Operationsschwester, Küchenleiterin usw.) oder durch die Uebernahme einer leitenden Stellung (Heimleiterin, Gauvertrauensschwester, Oberin eines Krankenhauses usw.). Gute Bezahlung, ausreichende Freizeit und eine gesetzlich geregelte Altersversorgung bieten der Schwester die finanzielle Sicherheit, die sie für ihren anstrengenden und verantwortungsvollen Beruf braucht.
Es ist daher auch in dieser Beziehung durchaus zu verantworten, junge Menschen aus diesen Beruf hinzuweisen. Es gibt wohl kaum eine Tätigkeit, die sich in so hohem Maße an die fraulichen Eigenschaften des Mädels wendet. Helfen, beraten und pflegen ist eines der ureigensten Gebiete der Frau und wird es, unabhängig von allen Entwicklungen des Wirtschaftslebens, immer bleiben. Wenn das Mädel, wie es meist geschehen wird, nach einigen Berufsjahren heiratet, so hat es eine Vorbildung für d i e Haushalt - und Familienführung, wie sie besser keine andere Tätigkeit vermitteln könnte. Sollte das Mädel aber keine eigene Familie gründen, so bietet ihm gerade dieser Beruf die beste Möglichkeit, sein Leben dennoch reich und fruchtbar zu gestalten und so den Sinn seines Frauenl^bens ganz zu erfüllen. —ms.
Wissenschaft
vom völkischen Leben her!
Die Akademie des NSD.-Dozentenbundes in Tübingen.
Tübingen, 5. Febr. (DNB.) Im Festsaal der Universität Tübingen sand die Eröffnungsfeier der wissenschaftlichen Akademie des N S D.° Dozentenbundes statt. Nach einleitenden Worten des Rektors der Universität und Leiters der Akademie, SA.-Gruppenführers Professor Dr. Hoffmann, führte Reichsdozentenbundführer -^-Brigadeführer Ministerialdirektor Dr. Schultze aus: In den Vordergrund der wissenschaftlichen Tätigkeit ist heute die Sicherung unseres wirtschaftlichen Lebens gerückt. Der Führer hat die Wissenschaft in den Rahmen des Vierjahresplanes in größtem Maße eingesetzt. Damit treten an die Wissenschaft vom Leben her Aufgaben heran, die von der Wissenschaft zu meistern sind. Nichts vermag die absurde Auffassung, daß die Wissenschaft nur dann leistungsfähig sei, wenn sie sich von allem Leben abschließe, besser zu wider
legen als die neuen schöpferischen Taten unserer deutschen Wissenschaftler. Es gilt nun, alle Quellen z u einem arteigenen Leben, mag man nun an das Gebiet des Rechts, der Wirt- chaft, der Kunst und Kultur, der Lebensanschauung oder der Religion denken, freizulegen. Das möge allen klar fein, um zu wissen, daß wir uns auf der Universität nicht für eine bereits gestorbene mittel- alterfiifje Einrichtung einsetzen, sondern daß sie e i 11 lebendiges Organ des Volksganzen ist, und zwar ein Organ, das in gleicher Weise wie alle anderen Einrichtungen des Volkes einer Reformation unterzogen werden muß.
Auf dieser Basis sollen die großen Ausgaben erkannt und gelöst werden, die heute die Zeit an uns teilt. Von diesen Grundsätzen aus gesehen, stellen
gerade die kleinen und mittleren Hochschulen einen wichtigen Faktor in der Lebensordnung unseres Volkes dar. Es ist notwendig, daß die Universität wieder in sich eine Gemeinschaft der Wissenschaft wird und damit eine wahre nationalsozialistische Hochschule darstellt. Die hohen Mauern, mit denen man sich in fachlichen Absonderungen abgeschlossen hat, sollen durchbrochen werden und pulsierende Ströme des Lebens sollen auch diese wissenschaftliche Arbeit durchfließen. Wenn wir das erreicht haben, dann können wir sagen, daß unsere Universitäten wahre Hochschulen des Vol- k e s sind, und daß sie ein unübersehbares Glied unserer Gemeinschaft darstellen.
Am Nachmittag sprachen Professor Dr. Wetzel über die Lohnetalforschung als Gemeinschaftsarbeit, Professor Dr. G i e s e l e r über die urgeschichtliche Menschenkunde im Lohnetal, Professor Dr. Riek über die im vergangenen Jahre vorgenommenen Grabungen am Hohrnichele, Dr. Dölzing über „Der Hohlstein" und stud. med. Keller über „Sagen des Lohnetals".
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Gruppenführertaqung des NGFK.
Berlin, 5. Febr. (DNB.) Während der Reichs-- Wintersportkämpfe der Hitler-Jugend fand vom 3. bis 5. Februar 1938 in Garmisch-Partenkirchen eine Gruppenführertagung des NSFK. statt. Der Korpsführer des NSFKs., Generalleutnant Christiansen, brachte zum Ausdruck, in welch kurzer Zeit der Aufbau der neuen Organisation vollzogen worden sei; eine Arbeit, die nur durch den großen Idealismus, verbunden mit einegj heißen Herzen für die Idee, von den Beteiligten habe geleistet werden können. Er dankte auch allen Stellen des Staates und der Partei, die die Voraussetzungen hierfür durch ihre Mitarbeit geschaffen hätten. Dann umriß er die einzelnen Aufgabengebiete des NSFK. für die Heranbildung des Nachwuchses für die Luftfahrt. Der Schlußpunkt dieser Ausbildung solle für die Zukunft das Motorkleinflugzeug fein, das schon im Sommer dieses Jahres zur Verfügung stehen werde. — Amtsleiter Scheidt vom Amt Rosenberg sprach über weltanschauliche Fragen. Die Arbeitsfront kam durch den Leiter der Abt. Luftfahrt, W a l i t s ch e k, zu Wort. Nach Schluß der Tagung leistete der Korpsführer mit seinen Gruppenführern einer Einladung des Reichsjugendführers Folge, nachdem er am Vormittag vor den Gebietsführern der HI. über Aufbau und Ziele des NSFK. gesprochen hatte.
Fuchs-Reizen.
Von Karl Scherer.
Seit einer Woche liegt der Schnee einen Fuß hoch, die ganze Feldmark ist wie ausgestorben. lieber dem blendenden Weiß steht um die Mittagsstunde die bleiche Wintersonne, eine große mattblinkende Scheibe, aber leuchtkräftig genug, daß das blitzende Gefunkel der Schneedecke die Augen beizt. Die Wasserläufe schlafen unter Eisschilden; auch der Mühlbach ist still geworden und zieht lautlos zwischen Schleuse und Wehr; denn das mächtige Schaufelrad ruht unbeweglich in den vereisten Widerlagern der algengrünen Sandsteinquadern. In den Erlen- und Weichselbüschen am Mühlenkolk turnt ein Flug Kohlmeisen und zieht schwirrend weiter nach den jungen Ebereschen am Waldrand, wo noch wenige trockene braunrote Beerendolden hängen. Das Völkchen Feldhühner aber, das sich unter dem Hartriegelbusch am Rain in das lockere Flockenbett eingewuhlt hat und nun aufsteht und der schützenden Bachsenke zustreicht, hat sich wieder um eins verringert.
Zwischen weißen Stechdorn- und Wachhower- büschen mündet der Feldweg in das Stangenholz Im Wald ist's sonntagsstill; kaum daß dann und wann ein Holzschlitten auf dem .Abfuhrweg die Landstraße im Tal sucht oder ziehenbe Krähen über den Buchenwipfeln quarren. Auf den kahlen Zweigen des Laubholzes und dem dunklen Samt des Nadelwaldes liegt hoch die Masse des blitzenden Silbers. Die Strahlen der Wintersonne fallen chräg in das Helldunkel der mannshohen Fichten- ugend und machen jedes vom Neuschnee über- ponnene Bäumchen zu einem holden Wunder. Ueberall stehen Fährten und Spuren Schnee
Die Dämmerung kommt sruh. Ueber den fid)ten dunklen Hügeln im Südwesten leuchtet in funkelnder Klarheit der Abendstern. Draußen in der meHigen Feldmark fahren graue Schatten über den Schnee verschwinden in den Furchen u>?d tauchen wieder auf — Familie Lampe zieht sich sucht «egen das Dorf, wo der Grünkohl noch in den Krautgarten ft1öort, wo eine halbhohe Fichtenschonung in das Feld einschneidet, steht seit dem Spätherbst an einer breiten Stellung ein fester geräumiger Hochsitz- Die Wildkanzel gibt mehr Freiheit als ein noch so umsichtig gewählter Stand am Boden, der Weidmann ist unabhängiger vom Wind und bat weiteren Aus- blick Links die schneehellen Ackerbreiten, rechts der dunkle Hochwald mit dem stark befahrenen Bau hinter der Schonung, durch die die Stellung auf das Feld ausläuft auf der Reinecke Rotooß gern
auf die Ackerflur hinausschnürt — dä muß das Fuchsreizen Erfolg haben!
Der Abend kommt. Mit dem Schneehemd über dem Mantel klettere ich die Leiter zum Hochsitz hinauf und mache es mir bequem. Die Pfeife brennt. Von den Höfen über dem Wald blitzen helle Lichter auf; ein Schlitten klingelt auf der Landstraße im Talgrund vorüber, die Glöckchen sind kaum vernehmbar, doch der Schnee macht seltsam hellhörig. Im Dorf läutet es Abend; sonst nur das Schweigen, die ungebrochene Stille der Winternacht.
Eine-halbe Stunde vergeht. Geduld ist die erste Jägertugend. Die Kälte bringt durch Mantel und Pelzjoppe, und die Füße werden taub. Da hole ich aus dem Jagdmuff die Quäke hervor und intoniere Mümmelmanns Klagelied gedämpft und leise. Nichts rührt sich. Also von neuem gereizt, eindringlich und überzeugend. Nun bewegt sich etwas unter den Randfichten der Stellung. Ein unbestimmbares und dunkles Etwas wird sichtbar, rückt ein wenig vor, verharrt dann aber reglos. Doch das Nachtglas holt es näher heran — ein starker, alter Rammler macht im Schatten der Fichtenzweige einen Kegel und äugt unbeweglich die breite Stellung entlang gegen das Feld. Ein unerwarteter Besuch, der wohl einen anderen Löffelmann in Not wähnte. t
Die Kälte kneift gehörig, und der tfroft bringt bis auf bie Haut, weber bas Kirschwasser, noch bie ,Furze" wollen mehr wirken. Also schicke ich den Schmerzgesang nochmals laut unb vernehmlich in bie schweigenbe Nacht: „Owääho ... owääh, owääho, waho, ohäo .. " Unb jetzt kann ich beut- lich wahrnehmen, wie ein bunkler Schatten auf bem monbhellen Durchbau ziemlich eilig heranschnürt. Doch es ist noch zu weit unb ber Dämmer zwischen ben Bäumen zu stark, um bas Rätselwesen sicher anzusprechen, bas nun auf Büchsenschußwelte oerhofft. Wie erlöschenbes Röcheln zittert es nochmals burch bie Stille. Mißtrauisch schiebt sich ber Räuber näher, kommt aus bem Schatten in bas volle Licht bes Monbes unb macht noch einige zögernbe Schritte, bann steht er breit ba unb windet und lauscht ... der Fuchs!
Das Rot des Winterbalges steht leuchtend gegen den Schnee, bie buschige Stanbarte geht langsam hin unb her. Doch er traut bem Frieben nicht recht, sichert unb äugt gegen bie Schonung unb läßt sich abroartenb auf bie Keulen nieber. Aber Lampes Sterbelieb hat gar zu mächtig gelockt, schon ist er roteber hoch unb kommt schleichenb näher. Vielleicht hat er vierunbzwanzig Stunben gefastet, unb bie Aussicht, ben eisigen Februarabenb mit einem warmen Leckerbissen zu beschließen, treibt ben Rotrock vorwärts ... ’
Der Schuß verrollt zwischen Walb unb Feld, hallt über bie Ackerflur in ben schweigenben Abenb hinaus unb kommt von ben Hügeln zurück. Mit steifgefrorenen Knochen klettere ich über bie vereisten Leitersprossen zur Erbe. Aus bem Anschuß liegt in bunteirotem Schweiß ein starker, alter Rübe ...
Gloria-Palast:
»Immer, wenn ich glücklich bin ..."
Daß sich ber Titel bieses Filmes nicht auf Hans
Moser bezieht, wirb man bemerken, wenn man
Hans Moser. — (Zeichnung: Sten, Terra.)
die Karikatur betrachtet, die wir hier abbilden; aber Moser als Theaterkassierer Schöberl und Theo Lingen als Ballettmeister Schnuller haben in dieser Geschichte, bie vom Theater und von der Liebe handelt, allerlei Szenen und Pointen von unwiderstehlicher Komik: Moser zum Beispiel, den noch nie jemand fingen hörte, in einem Duett mit bem Theaterbirektor Hörbiger, unb Lingen in zärtlicher Aussprache mit dem Stubenmädchen Lucie
Englisch zu erleben, gehört zu den apartesten Reizen des Films. Dabei spielen diese nicht einmal die Hauptrolle; die Hauptrolle spielt vielmehr Martha Eggerth: sie ist bie Revuesängerin Marietta Duval, bie eines Tages um ber Liebe willen vom Theater Abschieb nimmt. Aber man weiß ja, wie das geht: das Theater kann man nicht einfach hinter sich lassen und in die Ecke stellen; eines Tages ist es wieder da mit den alten Kollegen, mit Premierenfieber und Premierenkrach und allem Zauber des Komödiantentums, den noch die wandernde Schmiere „auf Teilung" sich bewahrt. Natürlich gibt es eine böse Szene mit dem tfjeaterfremben Ehege mahl, beinahe Scheidung, dann klug entfachte Eifersucht unb neugewonnene Einsicht bes Mannes in die Welt, welche ber Frau ein Lebenselement bedeutet, ... zuletzt die beglückende Kompromißlösung: Liebe und Theater, nun wird Marietta wirklich immer glücklich sein, nicht nur mit ihrem sehr hohen Koloratursopran fingen, tanzen und spielen. Der Regisseur Lamac hat die eigentümliche, anziehende, erregende und ein wenig rührende Welb -ber Bühne mit sicherem Griff unb gutem Humor lebendig gemacht, auch bie Zauberkünste der Kamera nicht vergessen, bie es fertig brinat, aus einem Menschen zwei zu machen vor unfern sehenden Auaen, Traum unb Wirklichkeit miteinanber zu verschmelzen, und gleichzeitig auf zwei Ebenen bes Bewußtseins ober ber Vorstellung zu spielen. Fritz van Dangen gibt mit einer sympathischen Nüchternheit ben Mann, um kwssentwillen die Diva eines Tages ihre Karriere im Stich läßt .. Ernst M a • rischka schrieb das Buch, Franz Grothe die Musik; an der Kamera stand Jendo S t a 11 i ch. — (Terra.)
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Im Beiprogramm: neben der Ufa-Wochenschau noch einmal die ausführliche Bildreportage vom Boxkampf Schmeling—Ben Foord, die ein zahlreiches, sachverständig interessiertes Publikum an- gelockt hatte. Hans Thyriot.
Hochschulnachnchien.
Der Rektor der Universität Marburg hat den ordentlichen Professor für Alte Geschichte Dr. Friedrich T a e g e r mit sofortiger Wirkung zum Dekan ber Philosophischen Fakultät ernannt. Der Rektor hat gleichzeitig mit bem Wechsel im Dekanat ber Philosophischen Fakultät eine Umbilbung bes Senats vorgenommen. Aus bem Senat scheiden aus: ber 0. Professor Dr. W a ch s m u t h unb ber n.b.a.o. Professor Dr. Mattes. Zu Mitgliedern bes Senats würben neu ernannt: ber 0. Professor Dr< Jaensch und ber 0. Professor Dr. Reicks.
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