Leistungen.
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a
Kinderliebes
Statt Karten
Todesanzeige.
Schütze Alfred Jung
0567
Die trauernd Hinterbliebenen:
Klein-Linden, den 7. Februar 1938.
Die Beerdigung findet Mittwoch, 9. Februar, nachm. 3 Uhr, vom
Sterbehause Hügelstraße 16 aus statt
0554
l Mittwoch, 9. Febr. 1938, nachm. 2Uhr versteig, ich dahier,Nenen- >weg (bei Hartmetz) bzw. an Ort
und Stelle — Bekanntgabe dort
Heinrich FaberVIL, Landwirt
Großen-Lindcn, Leihgestern, den 6. Februar 1938.
812D
Großen-Buseck, den 7. Februar 1938.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 9. Februar. 14% Uhr statt.
0559
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Gießen (Ciebigstraße 86), den 8. Februar 1938 z 3- llniv.-Frauenklinll
Am Montag, dem 7. Februar 1938, ist durch Gottes unerforsch- lichen Rat unser lieber, hoffnungsvoller Sohn und Bruder
im blühenden Alter von 20 Jahren von uns in die Ewigkeit gegangen.
Philipp Jung 18., Bürgermeister a. D, Margarete Jung, geb. Dorfeld Ottilie Jung Ernst Jung.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben guten Mann, unseren lieben, treusorgenden Vater, Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Pate und Onkel
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Die Beerdigung findet Mittwoch, den 9. Februar, nachmittags 3 Uhr statt
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Die trauernden Hinterbliebenen:
Katharine Faber, geb Pauli < und Kinder Toni und Ilse Familie Wilhelm Meier
x nebst allen Verwandten.
die Handlung in eine genau umrissene englische Welt. Mit einer geradezu ansteckenden Spielfreude waren die Sänger bei der Sache. Erna Bergers Darstellung der Frau Fluth war als Glanzleistung des Abends über die gesangliche Vollendung hinaus auch eine schauspielerische Sehenswürdigkeit. Neben ihr entfaltete Margarete Klose eine nicht minder erstaunliche Beweglichkeit in der Rolle der Frau Reich und im geschmeidigen Einsatz ihres auf« gelockerten Alts. Unter den Männern ragte Rudolf Bockelmann — wohl zum erstenmal in einer komischen Rolle — als Herr Fluth hervor, während Ivar Andresen dem Falstaff durch feine auf- gefüllte Körperlichkeit und die entsprechend groß aufgemachten Töne zu viel belachter Wirkung verhalf. Als musikalischer Leiter gab Johannes Schüler mit der beschwingten Leichtigkeit und Formklarheit seiner Orchesterführung eine seiner besten
Während man nach wie vor auf den drei Opernbühnen der Reichshauptstadt vergeblich ein Werk von P f i tz n e r sucht, ist dem Meister eine verdiente Würdigung bereitet worden durch die Gründung einer Hans-Pf itzner-Gefellfcha ft, die ihr erstes Konzert in der ausoerkauften Philharmonie mit der Symphonie, dem „Käthchen". Vorspiel und einigen Gesängen bestritt und Pfitz- ner selbst sowie Wilhelm Furtwängler, den Ehrenvorsitzenden der Gesellschaft, als Dirigenten ihres Gründungskonzertes einzusetzen hatte. Die Begeisterung für den großen deutschen Musiker Pfitz- ner war bei den Hörern ehrlich und stürmisch.
Johannes Jacobi.
19.30—22
19. Mittwoch- Miete
Verzicht
Schauspiel von Ilse Zander.
Preise: RM. 0.60-3.00.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unseres liebe Entschlafenen, sowie dem Gesangverein Heiterkeit“ sagen wir unseren herzlichsten Dank.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Margarete Schmidt.
Gießen (Kirchstr. 13), den 8. Febi uar 1938.
0550
spielchores und vor allem die stimmungsmäßigen Werte einer Wallfahrt nach Bayreuth und einer Aufführung als beherrschender Tagesinhalt glücklicherweise unnachahmliches Reservat der Festspiele bleiben. Dennoch kann sich dem Zauber dieses „Klein-Bayreuth" in der Berliner Staatsoper kein Wagnerfreund entziehen. Denn die beifpielgebeyden, ja stilbildenden Leistungen der beiden Meister der Szene, Heinz T i e t j e n und Emil Preetorius, überwältigen auch im Rahmen eine Repertoireaufführung durch ihre Wucht und Größe. Das Wesentliche dieser „Lohengrin"-Jnszenierung kann in die Formel zusammengefaßt werden: Die romantische Oper Wagners wird als Musikdrama, dargestellt, aber so, daß der werkeigene Stilanteil der „Großen Oper" als Kontrapunkt stets sichtbar bleibt. Es wäre folgerichtig gewesen, wenn Tietjen auch die musikalische Leitung — wie neuerdings in Bayreuth — selbst übernommen hätte. Denn seine Regie greift zuweilen beträchtlich in das Tempo der Musik und die Klangintensität der Chöre ein. AVer auch Robert Heger wußte als Dirigent die Absichten des Generalintendanten musikalisch zu verwirklichen und besonders dramatische Akzente zu setzen.
Die feinsinnige Abstimmung aller Einzelheiten reichte bis in die Besetzung der Hauptrollen. So paßte zu dem vorwiegend lyrischen, mit zartestem Tenorschmelz bestrickenden Löhengrin von Marcel
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Berlin, im Februar.
Die Personalunion zwischen der künstlerischen Leitung der Bayreuther Festspiele und der Generalintendanz der Berliner Staatsoper hat es zum ersten Male ermöglicht, daß eine Inszenierung mit der gesamten bildlichen Ausstattung und solistischen Besetzung vom Festspielhaus in die Berliner Staatsoper übertragen werden konnte. Mitten im Spielplanbetrieb des Hauses Unter den Linden erschien plötzlich als Abendvorstellung jene Neuinszenierung des „L o h e n g r i n", die Generalintendant Heinz Tietjen im Sommer 1936 in Bayreuth herausbrachte, und die musikalisch damals von Wilhelm Furtwängler geleitet wurde. In dieser Verpflanzung einer Aufführung aus dem wohlbehüteten Gralstempel von Bayreuth bekundet sich einmal die vorzügliche Zusammenarbeit zwischen Frau Wagner und Generalintendant Tietjen, zum anderen zeigt sie aber auch, in welch reichem Maße die künstlerischen und technischen Haupt- und Hilfskräfte der Berliner Staatsoper zur Zeit die Bayreuther Festspiele bestimmen, so daß es nur weniger Ergänzungen von anderen Bühnen bedarf.
Das Ergebnis ist für Berlin beglückend. Andererseits muß jedoch festgestellt werden, daß die einzigartige Akustik des Bayreuther Festspielhauses und die Eigenart seines Orchesterraums, die Dimensionen der Buhne, die Zusammensetzung des großen Fest-
Wittrisch ausgezeichnet die mädchenhafte Innigkeit und silbrige Feinglieürigkeit des Soprans von Käte Heidersbach als Elsa. Auf der anderen Seite war charakterlich und stimmlich das richtige Verhältnis gewahrt zwischen der Dämonie und den urwelthaften Tönen Margarete Kloses als dramatisch treibender Ortrud und dem von ihr verleiteten Ehrenmann Telramund, dessen menschlich verständliche Rache von Jaro Prohaskas stürmischem Temperament auch gesanglich bedeutendes Format bekam. Dazu die Meisterleistung Josef von Manowardas als König Heinrich und Walter Großmann als eindrucksvoller Heerrufer. — Das mußte in seiner Gesamtheit ein Riesenerfolg werden, der sich in stürmischen Beifallskundgebungen und ständig ausoerkauftem Haufe LU erkennen gibt.
Nicht minder bemerkenswert ist die Neuinszenierung der „L u st i g e n Weiber von Windsor" von Otto Nicolai, jener genialen komischen Oper, die vor fast neunzig Jahren an. der gleichen Stelle uraufgeführt wurde. Der Gastregisseur Wolf Völker aus Essen, der sich schon an Operetteninszenierungen im Berliner Theater des Volkes als temperamentvoller Spielleiter und überlegener Beherrscher der Bühne erwiesen hat, befreite die köstliche Heiterkeit der „Lustigen Weiber" von dem possnhaften und pseudoromantischen Unfug, der gerade bei diesem Werke gern auf der Bühne getrieben wird. Völker traf den naiven Lustspielstil Nicolais ausgezeichnet und seine werkgerechten Einfälle gaben den Vorgängen auf der Bühne eine fast schauspielhafte Ausgefülltheit. Die schönen und gut disponierten Bühnenbilder von Karl Doll stellten
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