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Gemeinde A, in welcher sich der bisher in einer anderen Gemeinde lebende Landwirt ankaufen wollte, außerordentlich großes Landbedürfnis, weil zahlreiche kleine landwirtschaftliche Betriebe vor­handen find, die nur eine schmale, für die Ernäh­rung einer Familie unzureichende Existenzgrundlage haben. Die Entscheidung führt daher aus, daß in einem mit landwirtschaftlichen Kleinbetrieben so stark übersetzten Ort es nicht verantwortet werden könne, neue Betriebsinhaber zuzulassen, solange noch ein zwingendes Bedürfnis nach Auffüllung vor­handener insgesamt gesehen nicht vollwirt­schaftsfähiger Höfe bestehe. In den vom Reichs- ernährungsminister zur Grundstücksverkehrsbekannt­machung erlassenen Richtlinien sei ausdrücklich ge­sagt, daß insbesondere dann ein erhebliches Inter­

esse verletzt sei, wenn durch den Verkauf eines größeren Grundbesitzes die für die Dorfgemeinschaft wesentliche Neubildung von Erbhöfen im Wege der Anliegersiedlung auf lange Zeit unmöglich gemacht werde. Im vorliegenden Falle sei weiterhin die Möglichkeit gegeben, eine Reihe von Betrieben durch Landzulage so zu stärken, daß sie nahe an die Erbhofgröße herankommen. Diese Möglichkeit werde jedoch verhindert, namentlich weil auch in der Gemeinde A voraussichtlich in absehbarer Zeit weiterer Grundbesitz nicht zur Veräußerung gelange. Unter diesen Umständen würde die Genehmigung des beabsichtigten Veräußerungsgeschäftes den Zwecken und Zielen der Grundstücksverkehrsbekannt­machung zuwiderlaufen.

Mifsionstag am S. Januar.

Von Dekan Widmann-Schotten.

Das Evangelium muß zuvor verkündigt werden unter alle Völker.

Markus 13, Vers 10.

Dieses Heilandswort soll als mahnender Ruf stehen über der Feier des diesjährigen Mis­sionssonntags, der unsere Christgemeinden wieder eindringlich Hinweisen soll auf das Werk der Aeußeren Mission. Die Totalität des Christusanspruchs im Sinne der Durchdringung der Welt mit den Lebenskräften des Evangeliums ist mit diesem Herrenwort gegeben. Er selbst, Jesus Christus, der Gottgesandte, ruft die Christenheit auf zur weltweiten, weltumspannenden und welt­erneuernden Tat der Mission. Sein Befehl, hinaus­zugehen in alle Welt und das Evangelium zu pre­digen aller Kreatur, verpflichtet immer wieder aufs neue, die heilige Gottessache der Mission zu trei­ben, nicht zu erlahmen in der Liebe, nicht nachzu­lassen im Gebet und im Opfer für die Mission. Die­sem Befehl gegenüber kann und darf es keine Un­sicherheit und kein Schwanken geben, sondern nur das Eine: schlichter Gehorsam in Treue und Pflicht, nicht nur für die eigentlichen Berufsarbeiter, die Missionare und Missionsärzte, sondern für jeden Christen, dem es ein heiliger Ernst ist, mitzuhelfen, daß Licht werde in der Dunkelheit der Völkerwelt, Licht durch den, der das königliche Wort einst sprach:Ich bin das Licht der Welt". Lichtträger, Ausstrahler des ewigen Lichtes, das der Welt einen neuen Schein gibt, will die Mission sein, Geberin und Bringerin des Heiligsten und Höchsten: des Evangeliums. Das ist und bleibt ihre ewlgkeits- bestimmte, ihre unverrückbare, von Gott selbst ge­stellte Aufgabe. Die Erfüllung dieser Aufgabe er­fordert den vollen Einsatz aller Kräfte der ganzen Kirche und der ganzen Christenheit, damit die Welt werde des Herrn und seines Christus.

Von jeher gab es Gegner und Feinde der Mis­sion: teils solche, die das Werk der Mission über­haupt nicht kennen und trotzdem glauben, sich ein Urteil erlauben zu können, teils solche, die den Segen und die erfolgreiche Arbeit der Mission, also Tatsachen, einfach nicht sehen wollen, und zwar deshalb nicht, weil diese Tatsachen sie herausreißen würden aus ihrer falschen geistigen Verkrampfung. Allen diesen Beurteilern kann man zum besinnlichen Nachdenken das ins Stammbuch schreiben, was kürzlich imOstasiatischen Beobachter" zu lesen stand. Hier würdigte auf Grund einer reichen eige­nen, auf vielen Reisen erworbenen Erfahrung Dr. G. H a n n a ck die Bedeutung der deutschen christ­lichen Missionstätigkeit für die kulturelle Weltgel­tung Deutschlands Dieser gerecht und sachlich ein­gestellte, nur nach der Wirklichkeit urteilende Mit­arbeiter des genannten Blattes schreibt u. a.:Es ist ungeheuer, welchen Einfluß die Missionare auf das Grenzvolk haben. Fragt einmal Forscher, wie Sven Hedin oder Filchner, fragt alle Reisenden, die durch das große Westtor, Lan Chou-Fu, nach Zentralasien strebten, fragt sie alle, wie sie über die Bedeutung unserer Mission denken. Ihr Zeug­nis kann nur ein ehrendes sein." Eine solch' hohe Anerkennung der Missionsarbeit ist außerordentlich wertvoll; sie müßte in der Tat geeignet sein, die Beurteilung der Mission durch ihre Gegner ein für allemal zum Schweigen zu bringen.

Daß äußere und vor allem auch innere Er­schütterungen die Völker der Erde durchtoben, lesen wir in jeder Zeitung. Und der Missionsfreund weiß, daß unter diesen Erschütterungen auch ge­rade das Werk der Mission schwer zu leiden hat; sie weiß genug zu berichten von Kampf und Not, von Hindernissen und Schwierigkeiten. Aber auf der

anderen Seite ist es außerordentlich erfreulich, aus den Berichten unserer deutsch-evangelischen Mis­sionsgesellschaften zu ersehen, daß es überall vor- wärtsgeht auf den Missionsgebieten und daß der Kampf für Christus und seine Sache auch durch manch' herrlichen Sieg gekrönt wird. So berichtet z. B. die mit vielen Gemeinden unserer Landeskirche eng verbundene Basler Mission von einer günstigen Weiterentwicklung ihrer Arbeit auf allen ihren Tätigkeitsgebieten im letzten Jahre. Durch ihre Missionare konnten 4800 Erwachsene getauft werden; 16 240 Heiden begehrten Aufnahme in die christliche Gemeinde und erhalten entsprechenden Unterricht; über 17 000 Kinder besuchen allsonntäg­lich die Kindergottesdienste, und 48 000 Schüler werden in den Missionsschulen unterrichtet. In China, dem Lande der großen Wirren, das sich nun im Kriege mit Japan befindet, sind ver­heißungsvolle Ansätze zu evangelistischer Arbeit fest­zustellen, wobei namentlich die christlich geworde­nen Chinesen gerne und freudig mittun; alle Mis­sionsarbeiter stehen treu auf ihrem Posten; aber es ist noch ungewiß, wie die gesamte unsichere poli­tische Lage sich in Zukunft auf die Missionsarbeit auswirken wird. In Indien nimmt unter den Missionsgemeinden das Gefühl der Selbständigkeit und der eigenen Verantwortung zu; indische Kirche und deutsche Mission arbeiten im Frieden mitein­ander. Unter den Parias der Provinzen Nord- Malabar und Süd-Mahratta geht die Bewegung zum Evangelium hin unaufhaltsam weiter. Auch von Borneo werden erfreuliche Erfolge missio­narischer Tätigkeit gemeldet: Entstehung neuer Ge­meinden, Ausbildung einheimischer Mitarbeiter, zu­nehmendes Wachstum der missionsärztlichen Tätig­keit, erfreulicher Aufschwung des Schulwesens und Uebernahme mancher Lasten und Arbeiten durch die Missionsgemeinden selbst; es geht überall vorwärts. Auf der G o l d k ü st e in Westafrika, wo die Basler Mission seit über 100 Jahren arbeitet und wo der Großvater des Artikelschreibers 33 Jahre lang als Missionar und Generalpräses wirkte, hat die selb­ständige Missionskirche eine Mitgliederzahl von über 64 000 eingeborenen Christen erreicht und besitzt einen eigenen Pfarrstand von 55 einheimischen Pre­digern des Evangeliums. Freilich ist auch hier Kampfgebiet; zu kämpfen hat die Missionskirche mit Strömungen, die sich aus dem neu frisierten Auf- klärertum und aus dem durch den Abessinien-Kon­flikt genährten Unabhängiqkeitswillen der Einge­borenen ergeben u. a. m. In diesem Kampfe stählt sich aber auch die Kraft zu mutiger Bezeugung des göttlichen Wortes. Und schließlich berichten die in unserer früheren Kolonie Kamerun arbeitenden Basler Missionare, daß hier die missionarische Vor­wärtsbewegung unverkennbar ist, wie dies die stän­dig und stark wachsende Zahl der Heidentaufen und der Taufbewerber beweist und besonders auch das stete, gesunde, innere Wachstum der Gemeinden selbst; ein geborener Christ, der unter dem Ein­druck großen Erlebens auf einem Kameruner Mis- sionsfest stand, legte Zeugnis ab für die Kraft des Christenglaubens, indem er sagte:Unsere Götter haben uns entzweit, der lebendige Gott vereint uns und gibt uns neues Leben."

Angesichts dieses sichtbaren göttlichen Segens, der das Werk der Mission begleitet, können wir froh und dankbar den Missionssonntag feiern. Möge er die Missionsgemeinden der Heimat stark und treu machen zu ihrer Mitarbeit, damit sie nicht müde werden, sondern verantwortungsbewußt mithelfen, das Jesuswort wahr zu machen:Es wird eine Herde und ein Hirte werden!"

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, 9. Januar.

Gießen. Sladlkirche. 9.30 Uhr: Pfarrer Becker; 11: Kinderkirche der Markusgemeinde, Pfarrer Becker; 17. Pfr. Schmidt. Joyanneskirche. 9.30: Propst Knodt; 11: Kinderkirche der Lukasgemeinde, Pfarrer Bechtolsheimer; 17: Pfarrer Ausfeld; 20: Bibel- befprechstunde im Johannessaal, Pfarrer Ausfeld. Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Gottesdienst; 11: Kinderkirche für die Luthergemsinde. Petrus- kapelle (Wetzlarer Weg 59). 9.30: Hilfsassistent Jost. Wieseck. 9.45: Pfarrass. Paetow; 11: Kinder­kirche. Kirchberg. 10: Gottesdienst 13.30: Kin­dergottesdienst. Lollar. 13: Kindergottesdienst; 14: Gottesdienst. Daubringen. 10: Gottes­dienst; 11: Kindergottesdienst. Heuchelheim. 10: Gottesdienst, Kollekte; 11: Kindergottesdienst, 1. Abteilung; 13: Kindergottesdienst, 2. Abteilung. Klein-Linden. 10: Gottesdienst; 11.15: Kindergottes­dienst. Sleinbach. 10: Gottesdienst, Kollekte. 2kbach. 12.30: Gottesdienst, Kollekte. Garbenleich. 13: Gottesdienst. hausen. 10: Gottesdienst. Langsdorf. 11: Gottesdienst. Vellenhausen. 13.30: Gottesdienst. Lich. 10: Stiftdechant Kahn, Kol­lekte; 13: Kindergottesdienst, Ansprache, Kollekte; 14: Stiftspfarrer Naumann, Kollekte. INufchen- heim. 10.30: Gottesdienst. Virklar. 13.30: Gottes­dienst. Hungen. 10: Gottesdienst; 11: Kinder­gottesdienst. Wirberg. 10: Kollekte. Veilsberg. 13: Kollekte.

Mittwoch, 12. Januar.

Gießen. Stadlkirche. 20 Uhr: Abendandacht.

Donnerstag, 13. Januar.

Gießen. Johannessaal. 20 Uhr: Bibelstunde, Pfr. Ausfeld.

Evang. Sladlmission, Löberstraße 14. Sonntag, 9. Januar. 8.30 Uhr: Morgenandacht; 13.30: Sonn­tagsschule; 15 und 20.15: Bibelkurs: Miss.-Jnsp Gutzke u. a. Montag, 10. Januar, bis Mittwoch, 12. Januar: 10, 15 und 20.15: Bibelkurs: Miss.-Jnsp. Gutzke u. a.

Christliche Gemeinde, Zu den Mühlen 2. Sonntag, 9. Januar. 9.45 Uhr: Erbauungsstunde; 11: Sonn­tagsschule; 20.30: Predigt. Dienstag, 11. Januar.

20.30: Bibel- und Gebetstunde.

Neuaposlolische Gemeinden. Händelstraße 1, Eder- straße 13. Sonntag, 9. Januar. 9.30 Uhr: Gottes­dienst; 16: Gottesdienst. Mittwoch, 12. Januar. 20.30: Gottesdienst.

katholische Gemeinden.

Samstag, 8. Januar.

Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichtgelegenheit.

Sonntag, 9. Januar.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichtgelegenheit; 7: hl. Messe (hl. Kommunion der Jungfrauen); 8: Spendung der hl. Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 10.15:

Gedenket der hungernden Vögel!

Militärgottesdienst; 11,15: Singmesse mit Predigt; 17.30: Christenlehre und Andacht. Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. Lollar. 9.30: hl. Messe mit Predigt. Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Christenlehre und Andacht. Hungen. 9.30: Hoch­amt mit Predigt und Christenlehre. Nidda. 8.15: Hochamt mit Predigt.

Montag, 10. Januar.

Laubach. 7.30 Uhr: hl. Messe.

Dienstag, 11. Januar.

Gießen. 20.30 Uhr: Bibelstunde.

Mittwoch, 12. Januar.

Hungen. 7.15 Uhr: hl. Messe.

Wochentags in Gießen täglich hl. Messen um 6.30 und 7.30 Uhr.

veffentlicher Sonntagsdienst.

Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01.

Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Tel,, fon 02.

Hauptpost amt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr.

Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr.

ßanitätstQlQnnu Itlelon 2500.^

Wirtschaft.

Rhein-Mainische Börse.

Wiltagsbörfe freundlich.

Frankfurt a. M., 7. Jan. Die Börse war so­wohl am Aktien-, wie am Rentenmarkt freundlich. Es lagen erneut Käufe der Kundschaft zu Anlage­zwecken vor, während die gestern vorgenommenen Abgaben wesentlich kleiner geworden sind. Da auch die technische Position der Börse als gesund ange­sprochen werden kann, weil größere Positionen kaum bestehen, erfuhren die Kurse am Aktien­markt wieder eine Erhöhung um durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. Die Umsätze waren allgemein etwas größer. Starke Beachtung fand der Bericht der Reichs-Kredit-Gesellschaft zur Wirtschaftslage. Etwas stärker befestigt waren Westdeutsche Kaufhof mit 60,75 bis 61,50 (59,50), Rheinmetall-Borfig mit 147,50 (146), Geffürel mit 149 (147,75) und Feld­mühle Papier mit 141 (139,75) Stark gefragt waren auf die Hauptversammlungs-Ausführungen Scheideanstalt, die vorläufig nur zum Einheitskurs notiert wurden mit 259 (256). An allen Übrigen Marktgebieten stellten sich Besserungen bis zu 1 o. H. ein, wobei Verein. Stahl mit 115,90 bis 116 (155,13), Mannesmann mit 118 bis 118,25 (117,40) und IG. Farben mit 163 bis 163,50 (163) lebhafter umgingen. Nach den ersten Notierungen traten vielfach weitere Erhöhungen leichten Grades ein. Reichsbank 210 nach 209 (209,50).

Am Rentenmarkt erhöhten sich Reichsalt­besitz auf 129,95 (129,90), hingegen bröckelten Kom- munal-Umschuldung auf 95 (95,05) ab. Lebhaftes Interesse erhielt sich nach Pfandbriefen. Die Kurse kamen unverändert zur Notiz. Unverändert lagen ferner Stadtanleihen, ebenso wichen Staatspapiere kaum ab. Industrie-Obligationen lagen unregel­mäßig, 6 v. H. IG. Farben 130,50 (131,13), dagegen 5 v. H. Union Rheinbraun 103,40 (103,10). Im Freiverkehr waren 4prozentige Emissionen gesucht. Höher waren außerdem Zinsvergütungsscheine mit 96,90, Rentenbank-Ablösungsscheine mit 93,65 und Städte-Altbesitz mit 134,25. Reichsaltbesitz stiegen bei einigen Umsätzen auf 130 nach 129,95.

Im Verlaufe war die Haltung bei verhältnis­mäßig lebhaften Umsätzen fest, wenn auch die

meisten Kurse keine weitere Erhöhung auftvleseih vielmehr auf dem Anfangsstand mehrfachen Schwan« langen unterlagen. Höher notierten indessen Ges« fürel mit 149,75 nach 149, IG. Farben mit 164,90 nach 163,25. Die erst später notierten Werte lagen überwiegend 0,50 bis 1 v. H. höher, schwächer aber Goldschmidt mit 142 (143,50), Lahmeyer mit 122 (122,75) und MAN. 133 (133,50). Lebhaftes Ge­schäft war erneut in Bankaktien, Deutsche Bank 127 (126,75), Commerzbank 119,75 (119,50), Dres« dener Bank weiter unverändert 113,75.

Abeudbörse behauptet.

Nach den weiteren, teilweise kräftigen Erhöhun- gen im Mittagsschlußverkehr, die auch von recht lebhaften Umsätzen begleitet waren, zeigte die Abendbörse ein ruhiges Aussehen, da nur wenig Aufträge Vorlagen. Die Kulisse war verschiedentlich zu kleinen Abgaben bereit, die aber bei meist be­haupteten Kursen ausgenommen wurden. Im gan­zen blieb die Grundtendenz fest. Merklich höher notierten Hanfwerke Füssen mit 130 (128,50), auch Schuckert gewannen 1 v. H. auf 178 und Gold­schmidt zogen 0,75 v. H. an auf 142,75, ebenso Bemberg auf 143,50. IG. Farben konnten sich nicht ganz behaupten mit 164,40 bis 164,50 (164,90), ebenso bröckelten am Montanmarkt Buderus auf 125,50 (126) und Verein. Stahl auf 116,13 (116,25) ab. Höher lagen Rheinstahl mit 150,25 (150), Deutsche Erdöl mit 146,25 (146) und Otavi Minen mit 30,75 (30,40). Im einzelnen kamen noch u. a. zur Notiz: Mannesmann 118,25, Adlerwerke Kleyey 112,25 (112,50), MAN. 134, Scheideanstalt 260* Gesfürel 150 (149,75), Junghans 126,75 (127,13), Metallgesellschaft 147, Moenus 127, Rheinmetall 147,50, VDM. 172,50, Hapag 82,50 (82,25) uni) Bankaktien unverändert. Von Einheitswerten zogen Kalter Brauerei auf 62 (61,50) und Rhenser Mineral nach Pause auf 82 (80) an. Am Renten« markt war das Geschäft klein. Altbesitz erhöhten sich auf den Berliner Stand von 130,25 (130k 6 v. H. IG. Farben wurden 0,13 v. H. höher get fragt mit 130,65, 4,50 v. H. Stadt Mainz von 192A bröckelten leicht ab auf 98,55 (98,75). Kommunal« Umschuldung nannte man mit unverändert 95.

Vroigeireide bis 28. Februar restlos abliefern.

NSG. Durch die Verordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft zur Sicherung des Brotgetveidebedarfs vom 22. Juli 1937 wurde bestimmt, daß jeder Erzeuger von inländischem Brotgetreide sämtliches geerntete Brotgetreide abzu­liefern hat, mit Ausnahme der Mengen: 1. die er für die menschliche Ernährung innerhalb seines eige­nen Betriebes benötigt; 2. in Erfüllung eines Depu­tates oder Leibaedinges für die Ernährung des Be­rechtigten und seinen Saatgutbedarf gebraucht und 3. die der Erzeuger selbst als Saatgut für seinen eigenen Betrieb verwendet. Durch diese vollkom­mene Ablieferungspflicht für Roggen und Weizen ist die Festsetzung des Mindestanteils an Brotge­treide innerhalb des Getreidegrundkontingentes für dieses Wirtschaftsjahr illusorisch geworden, denn der Erzeuger hat seine gesamte Ernte mit Ausnahme der im eigenen Betrieb für die Ernährung und Saatgut benötigten Roggen- und Weizenmengen restlos also auch über den festgesetzten Anteil hin­aus abzuliefern.

Mit Bekanntmachung vom 14. 12. 1937 hat der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft weiter angeordnet, daß die r e st l o s e A b l i e f e rungdes Brotgetreides bis zum 28. Fe - bruarl938 erfolgen muß. Die Vorverlegung der Ablieferungspflicht auf Ende Februar ist notwen­dig, um die für die Ernährung des deutschen Volkes in Frage kommenden Mengen Brotgetreide recht­zeitig den Verarbeitungsbetrieben zur Verfügung

stellen zu können bzw. rechtzeitig eine genaue lieber« ficht darüber zu erhalten, was uns im laufenden! Wirtschaftsjahr an inländischem Brotgetreide zur Vers fügung steht, damit gegebenenfalls notwendige Maß« nahmen getroffen werden können.

Es wird hiermit an alle Erzeuger von Brotge« treibe die Aufforderung gerichtet, ihrer A b l i e f e « rungspflicht bis zu dem genannten Zeitpunkt restlos nachzukommen. Ir­gend ein Anlaß zu einer gewissen Zurückhaltung des ablieferungspflichtigen Brotgetreides besteht nichts Die Versorgung mit Futtermitteln war bereits irt den letzten Monaten durch starke Zuweisungen von Mais, Schnitzel, Kartoffelflocken und durch verstärkte Bereitstellung geeigneter Mischfutter, ölhaltiger Fut­termittel, Fischmehl usw. sehr ausgelichen. Auch für die nächste Zeit ist vorgesorgt, daß bei vernünftiger Verwendung der uns bis zur neuen Ernte zur Ver­fügung stehenden Futtermittel der Bedarf gedeckt werden kann. Es besteht also keinerlei Veranlassung, etwa im Hinblick auf den Futterbedarf mit der Ab­lieferung des Brotgetreides zurückzuhalten, ganz ab­gesehen davon, daß mit der gleichen Verordnung die Verfütterung von Brotgetreideverb o- t e n und Zuwiderhandlungen unter schwere Strafe gestellt wurden. Auch bei Zuwiderhandlungen gegen die Abliefrungspflicht können Strafen verhängt wer­den, bei vorsätzlicher Handlungsweise Gefängnis- und Geldstrafe bis zu 100 000 Mark. In schweren Fällen ist die Strafe Zuchthaus- und Geldstrafe.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a. M.

Berlin

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß- kurs

Schluß! Mittag­börse

Schluß­kurs

Schluß?. Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag« börse

3)ntum

6.1.

7-1.

6.1

7.1.

Datum

6.1.

71.

6.1.

! 7-(-

5% Deutsche Retchsanleihe t>. 1927

101,

6

101,6

101,6

101,65

Arcumulatoren-Fabrik.......

14

226

.

4% Deutsche Reichsanl. von 1934

99,4

99,4

99,4

99,4

Aschaffenburg Zellstoff.......

6

144,5

144,5

143

144,75

V/i% Deutsche Reichsschatzanwei-

Bemberg..................

0

141,25

143,5

141

143,75

hingen von 1935 .........

*y2% Deutsche Reichsschatzantr

*

Bekula....................

8

165,5

166

165,5

165,75

et-

99,5

99,6

Buderus Eisen..............

6

125

125,5

124,5

125,25

jungen von 1935, II. »Folge

99,5

99,6

Gement Heidelberg..........

7

169,75

169,5

<%% Deutsche Reichsschatzanwei-

99

Gement Karlstadt...........

6

jungen von 1936, III. Folge

99

99

Conti Gummi..............

12

191

191

191

190,75

5yz% Donng Anleihe von 1930

107,25

107,25

106,75

106,5

Daimler Motoren.......... 6%

139,75

140

139,5

141,25

4>/2% Hessische Volksstaat von 1929

100,25

100,15

100,4

Dessauer Gas..............

4

119,5

120,5

4y2% Deutsche Retchspostschatz von

100,5

100,5

Deutsche Erdöl.............

5

145,5

146,25

145,25

146,25

1934 1...................

100,6

100,5

Deutsche Gold- und Silber ...

9

256

260

4y2% Deutsche Reichsbahnschatz

99,75

99,75

Deutsche Linoleum..........

10

166

167,5

167

166,25

von 1936 I...............

99,75

99,75

Elektrische Lieferungen.......

6

132

132,5

132,5

132,25

Retchsanleihe-Altbesitz.......

129,9

130,25

129,75

130,25

Elektrische Licht und Kraft....

7

145,5

146

145

146,5

Oberhessen Provinz-Anleihe

mit

137,5

I. G. Farben-Jndustrie......

7

163

164,5

163

164,4

Auslos.-Rechten..............

4y2% Hess. L an desbk. Darmstadl

139

139

Felten & Guilleaume........

6

135

136

135,4

136

100

100

Gesfürel...................

7

147,75

150

147,75

150

Goldpfe. R. 12...........

100

100

Th. Goldschmidt............

6

141

5

142,75

141,75

143,5

5yz% Hess. Landes-Hyp.-Banl

Gritzner Maschinen..........

0

49,9

50

49,5

50

Stqu. Goldpfe............

101,75

101,75

Harvener................. 8/z

175

176

175,5

176,5

*y2% Preutz. Landespfdbr.-Anst.

100

100

Hoesch Gien...............8/z

118

118

118

118,25

Goldpfe. R. 19...........

100

IOC

Philipp Holz mann..........

8

157

157,75

157

157,5

4yz% Preuß. Gold-Komm. R. 20

99,25

99,25

99,25

99,25

Ilse Bergbau...............

6

162

166

168

4yz% Darmstädter Komm.-Lan-

Ilse Genüsse...............

6

136

135,5

136,25

136,25

desbankR. 6.............

99

9S

Kali Aschersleben...........

4

114

114

114

114

Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe

Klöcknerwerke ............. 4yz

120,75

121,

120,9

121,5

Auslos.-Rechte I...........

135,5

136

135,75

135,75

Kokswerke und Chemische Fabrik 7

159,25

163

4yz% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15

100

100

100

100

Lahmeyer.................

6

122,5

123

123

123,5

4yz% Franks. Hyp. Gold-Komm.

Mainkraft..................

4

95,75

9

Obl. 2 3...............

99,25

99,25

Mannesmann........... 4*/z

117,4

118,25

117,4

118,25

5yz% Franks. Hyp. Liquidation

Mansselder Bergbau........

7

159,25

160

159,75

147,75

159,75

Goldvfe..................

102

Metallgesellschaft............

6

147

147

146

6yz% Rheinische Hyp. Liquidation

Crenitent & Koppel.........

0

111,5

112,4

Goldpfe..................

102

102,13

102

102

Rheinische Braunkohle.......

12

231,25

Äteuergutichetn-Berrechnungskurs

111,35

111,35

Rheinische Elektro...........

6

128,5

129,5

Rheinstahlwerke.............

6

148

150,25

148

150,5

A.G. für Verkehrswesen .... ey, Hamburg-Siidam. Dampfschiff 0

Hamburg-Amerika Paket......0

Norddeutscher Lloyd..........0

Deutsche Reichsbahn Vorz.-Akt. 7

134,4

81

82,9

129,25

135,5

82,5

83,25

129,25

134,25

127

80,75

83,5

129,25

135,25

82,75

84,75

129,5

Rlieinisch-Westfälische Elektro .

Rütgerswerke ..............

Salzdetfurth Kali...........

. Schuckert & Go..............

Schultheis Patzenhofer.......

Siemens & Halske..........

6 7

6

7

4 0

131

152,25

176

176

131,5

153,75

176

178

209

131,25

152,75

176

176

99,65

208

131,5

154,25

176

178

100,75

209,75

Süddeutsche Zucker..........

10

222,9

221,75

ReichSbanl.................

12

209,5

210

209,5

210

Bereinigte Stahlwerke......

Wi

115,13

116,1

115,25

115,9

Berliner Handelsgesellschaft . 6V.

135,75

135,25

135,25

Westdeutsche Kaufhof........

0

59,5

61,

60,13

62,25

Commerz, und Privat-Bank ..

6

119,5

119,75

119,5

119,75

Westeregeln Alkali...........

4

114

113,5

114

114

Deulschc Diskonto...........

b

126,75

127

126,75

127

Zellstoff Waldhos...........

6

152,5

153,25

152,4

154,5

Dresdner Bank.............

*

113,75

113,75

113,75

113,75

Olavi Minen...............

0,6

30,75

59,5

30,13

Deoif

enmarfl

Berlin

$ranffurl a M.

6 .Januar

7.Januar

6 .Januar

7 .Jaunar

Amtlich.Jimterui.g

Amllche Notierung

Amtliche Notierung

Amtliche Noneru na

Br>e;

<Meir

Jönei

(Welt

Bries

Geir |

Brie.

Buenos Aires.............

0,726

0,730

0,726 I

0,730

Japan....................

0,723

0,725

0,723

0,726

Brüssel...................

42,11

42.19

42,11

42,19

Jugoslawien ..............

5,694

5,706

5,694

5,707

Rio de Janeiro............

0,133

0,135

0,133

0,135

Oslo ...................

62,37

62,49

62,35

62,45

Loten....................

47,00

47,10

47,00

47,10

Wien.....................

48,95

49,05

48,95

49,0g

Kopenhagen...............

55,40

55,52

55,38

55,50

Lissabon..................

11,275

11,295

11,27

11,26

Danzig.................

47,00

47,10

47,00

47,10

Stockholm ................

63,97

64,09

63,94

64,04

London ..................

12,41

12,44

12,405

12,435

Schweiz..................

57,44

57,56

57,42

57,5i

HelsingforS................

5,49

5,50

5,485 i

5,495

Spanten..................

14,49

14,51

14,49

14,51

Paris....................

8,427

8,443

8,422 |

8,438

Prag.....................

8,706

5,724

8,706

8,72

Holland ..................

138,11

138,39

138,14

138,42

Budapest.................

-

Italien

13,09

13,11

13,09 1

13,11

2,483

2,487

2,482

2,48®