Ausgabe 
7.9.1938
 
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Oieproklamation desKührers vor-emparteikongreß

1, IN

Reiches Staatsflaga neun Parteitagen wiederholt

e werden sollte. In

erhalten durch alle Schwierigkeiten und Fährnisse. Hätte ich damals statt der Kenntnis des Volkes die I

Zusammenhang mit der Wühlarbeit der kornrnu- nistischen Internationale zur Darstellung bringt, dann aber vor allem die neuen Aufbaukräfte ver­anschaulicht, die dem Verfall einen unüberwind­baren Damm entgegengesetzt haben.

Zur Eröffnung waren viele führende Männer der Partei und namhafte Persönlichkeiten des Le-utschen kulturellen Lebens erschienen. Dr. Ley wies darauf

Nürnberg, 6. Sept. (DRV.) Am Dienstag­nachmittag wurde in der Norishalle zu Nürnberg die AusstellungEuropas Schicksals­kampf im Oste nz/ nach Ansprachen des Reichs­organisationsleiters Dr. Ley und des Beauftragten des Führers für die Ueberwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Erziehung der NSDAP., des Reichsleiters Alfred Rosenberg, durch ihren Schirmherrn, dem Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, feierlich eröffnet Die Schau gibt an Hand eines umfangreichen Bild- und Zahlenmaterials sowie zahlreicher Schriften, Gegen- stände und Dokumente einen umfassenden, lehr­reichen Ueberblick über das Wesen und das histo- rische Wirken der Kräfte, die seit Beginn der abend- ländischen Geschichte um die innere und äußere Ge- staltung Europas gerungen haben. Die in etwa 30 Räumen untergebrachte Schau ist von der Dienst­stelle des Reichsleiters Rosenberg unter Mitwirkung des AmtesSchönheit der Arbeit" in der DAF. aufgebaut worden, das seinerseits unter dem Motto Europa baut auf" den Niedergang Europas im

Der Aaiionalsozialismus schuf eine neue politische Führung.

, ten sich seitdem diese Kundgebungen einer erwachenden Nation. Und nun

denn dieses allein hat den Glauben mir gegeben, und in der Erinnerung daran habe ich ihn mir

ten wohl von Preußentum, allein sie ver­gaßen, daß dieses Preußentum in keiner Geburts­urkunde begründet liegt, sondern ausschließlich i n einer unvergleichlichen Haltung. Sie zitierten die Namen der großen preußischen Heroen und versuchten, sich bei jeder passenden Gelegenheit auf sie zu berufen. Aber sie wollten es nicht wahr­haben, daß ihre ganze eigene Klugheit unter jenes Kapitel fiel, das der Preuße Clausewitz in seinen Bekenntnissen mit dem SammelbegriffFeig­heit" abtat.

Sie halten daher auch fein Verständnis für den unbekannten Kämpfer, der es versuchte, den TNut des Frontsoldaten nunmehr endlich auch in der Führung der deut­schen Politik zur Geltung zu bringen, und der zu dem Zweck eine Partei aufrichtete, in der dieses Fronlsoldatentum seine erste, schla­gendste und einzige politische Repräsen- t a t i o n fand. Sie verstanden es nicht oder wollten es nicht verstehen, daß auch für den politischen Führer und damit für die gesamte I politische Führung einer Nation charakterliche

treffen wir uns zum zehnten Male!

Was aber, meine Volksgenossen, ist seitdem aus Deutschland geworden! Scheint es heute nicht fast so zu fein, als ob das Schicksal das deutsche Volk und Reich diesen Weg be­schreiten lassen muhte, um uns alle zu läutern und reifen zu lassen für jene größere Ge­meinschaft der Deutschen, die allein für alle Zukunft als Voraussetzung für den Be­stand unseres Volkes anzusehen ist! Traumhaft und unwirklich mag vielen beim Rückblick auf

*bie hinter uns liegende Zeit der Weg der natio­nalsozialistischen Bewegung und der Emporstieg des Reiches erscheinen. Vielleicht wird man einst von einem Wunder reden, das die Vorsehung an uns getan hat. Wie es aber auch kam: Am Anfang dieses Wunders stand der Glaube! Der Glaube an das ewige deutsche Volk!

Wenn ich damals als unbekannter Soldat des Weltkriegs jenen Weg einschlug, der mich an die Spitze der Nation uno heute wieder vor Sie her- führt, so verdanke ich die Kühnheit eines so ver­messenen Entschlusses auch selbst nur meinem eigenen Glauben n n den Wert mei­nes Volkes. Es war ein Glück, ich muß dies heute aussprechen, daß ich in den Jahren meiner Jugend und in der Zeit meines Soldatentums nur das Volk kennenzulcrnen Gelegenheit hatte,

Europas Schicksalskampf im Osten."

Oie Nürnberger Ausstellung eröffnet.

Symbole sprachen Sie das Gelöbnis, nicht zu ruhen und nicht zu rasten, bis alle Deutschen unter dieser Fahne geeint, bis Deutschland frei und groß ge­worden. Sie haben, mein Führer, nicht geruht und nicht gerastet: Alle Deutschen sind unter dieser Fahne geeint! Sie haben nicht ge­ruht und nicht gerastet: Deutschland ist frei ! Deutschland ist groß!

Ihnen, mein Führer, dankt ein Kulturvolk von weit über 70 Millionen Seelen feine Freiheit, seine Gröhe, fein Glück. Dieses Volk ist zu einer Gemeinschaft der Treue zu Ihnen, mein Führer, geworden. Wie Ihr Herz, mein Führer, nur für Deutschland schlägt, so schlagen unsere Herzen Ihnen entgegen. Wir grühen Sie, den Mann, in dem das Herz des deutschen Volkes schlägt! Wir grühen den Schöpfer Grohdeutschlands. Adolf Hitler Sieg-Hell!

fche Arbeiter solle und dürfe sich nicht als minderwer­tiger Prolet fühlen, sondern er solle den Kopf hoch tragen und danach trachten, in Achtung vor sich selbst, in würdiger Vertretung seiner Ehre Herr über die Dinge zu werden. Es fei die größte Tat des Führers gewesen, daß er, gleich einem güti­gen Vater, allzeit bemüht gewesen sei, seinem Volk das Schlechte und Minderwertige aus dem Wege zu

Immer wieder wurde die Rede des Stellver­treters des Führers von stürmischem Beifall unter­brochen. Als Rudolf Heß von dem unerschütter­lichen Glauben des Volkes an die Sendung Ado s Hitlers sprach, sprangen die Menschen gegeistert aus, ihre Heilrufe brandeten zum Führer empor. Dann nimmt Gauleiter Streicher das Wort. In atem­loser Stille vernimmt sodann der Kongreß die vom Gauleiter Adolf Wagner verlesene Proklama­tion des Führers, die wir an anderer Stelle im Wortlaut veröffentlichen. Mit minutenlangem Beifall und stürmischen Heilrufen nahmen die Kon­greßteilnehmer die Erklärungen des Führers auf. Beethovens HymneDie Himmel rühmen des Ewi­gen Ehre" vollendet die musikalische Umrahmung der Eröffnungssitzung. Nachdem Rudolf Heß den Kongreß auf Mittwoch, 19 Uhr, vertagt hat, er­heben sich die Massen von den Platzen und grüßen den Führer. Stürme des Jubels begleiten den Füh­rer, als er durch den Mittelgang die Kongreßhalle verläßt.

mir später gewordene Kenntnis seiner intellek­tuellen Führungen und insbesondere seiner politisch-bürgerlichen Führung, ihrer gesellschafUick)en Moral und ihrer politischen und menschlichen Schwächen gehabt, würde vielleicht auch ich am deutschen Volk und seiner Zukunft gezweifelt haben. Was mich aber damals in den bitteren Tagen und Wochen des Zusammenbruchs hochriß, war nicht die Kenntnis der politischen oder militärischen deutschen Staatsführung oder der intellektuellen Schichten, insoweit es sich um das Persönliche handelt, sondern es war die Kenntnis des deutschen Musketiers, die Kenntnis des deutschen Frontsolda­ten und die Kenntnis jener Millionenmasse deut­scher Arbeiter und Bauern, aus denen sich dieser stählerne Kern des Volkes bildete.

Ich aber fahle den Entschluß, dem Reich eine neue Führung aufzubauen, die die gleichen Grundwerte in sich tragen soll, als wir sie vom Volke selbst erwarten und wie wir sie fo tausendfältig als vorhanden bestätigt sahen. Eine herrschende Gesellschaftsschicht hat vor und im November 1918 ihre Führungs- unfahigkeit unter Beweis gestellt. Mit Heller Klarheit entstand daher damals das zu- sende Problem vor meinen Augen. Eine neue Führungsorganisation muhte auf­gebaut werden. Ieder Gedanke, mit den alten Erscheinungen die Nation dereinst wieder retten zu wollen, hieh glauben, daß sich eine erwie­sene Schwäche entgegen allen Gesehen der Ver-

hin, daß es ein glücklicher Gedanke gewesen sei, das Thema dieser Ausstellung in Verbindung mit einer Würdigung der BegriffeSchönheit der Arbeit" undKraft durch Freude" zu behandeln. An Stelle des Mitleides und des Erbarmens sei mit ihnen ein

Die auf dem Parteikongreß durch den Sprecher der NSDAP., Gauleiter Wagner, verlesene Proklamation desFührers undReichs- kanzlers hat folgenden Wortlaut:

Parteigenossen und Parteigenossinnen! National­sozialisten! Tiefer bewegt als jemals vorher zogen wir dieses Mal nach Nürnberg. Schon feit Jahren sind hie Reichsparteitage nicht nur zu einem Fest der Freude, des Stolzes, sondern auch der inne­ren Besinnung geworden. Die Alten Kämpfer kommen hierher in der freudigen Hoffnung,' fo viele der alten Bekannten aus der langen Zeit des Rin­gens um die Macht wiedersehen zu können. Und so begrüßen sich denn auch in dieser Stadt immer wieder die Kampfgenossen der größten deutschen Revolution. In diesem Jahr nun ist zum ersten Mal der Kreis unendlich weiter gezogen. Das natio­nalsozialistische Reich hat neue deutsche Volksgenossen in sich ausgenommen. Diele von ihnen befinden sich in dieser feierlichen Stunde zum ersten Male in unserer Mitte. Diele andere ergeben sich im ungeheuren Strom der flu­tenden Bewegung dem Zauber dieser unvergleich­lichen Stadt und ihrer erhebenden Stunden. Andere werden als Mitglieder der Kampforganisationen zum ersten Male inmitten ihrer B rü­der aus dem ganzen Deutschen Reich marschieren und im tiefsten Innern das Gelöbnis erneuern: Niemals mehrvon dieser größ­ten Gemeinschaft zu lassen.

Welche Erinnerungen aber werden gerade Heuer bei uns allen ausgelöst! In diesen Monaten vor zwanzig Jahren setzte der innere Ver­fall Deutschlands ein. Nicht der äußere Feind zerbrach unsere Front, sondern das schleichende Gift im Innern begann sie zu zersetzen. Die Schwäche einer in allem halben Staatsführung wurde damit zur Ursache der größten Volkse und Staatskata- ftrophe in unserer Geschichte! Und schon wenige Monate später schien Deutschland verloren zu sein für immer. Die Zeit der tiefsten Erniedri­gung und schmachvollsten Demütigung unseres Volkes war angebrochen.

Ein Jahr nach dieser Katastrophe erhob sich aus dem Chaos des Unglücks und der Verzweiflung ein neues Symbol. Die Vorsehung hatte mich berufen, es zu tragen. Vier Jahre später sand der erste Reichsparteitag der nationalsozialisti­schen Bewegung statt. Damals, also vor fünfzehn Jahren, fanden sich in München zum ersten Male aus vielen Gebieten des Deutschen Reiches die Män­ner und Frauen jener Partei zusammen, deren Fahne knapp zehn Jahre später des Deutschen

räumen und ihm dafür die Wege zu allem Schönen und Erhabenen zu weisen. Den Menschen im Sowjetteich, denen der Haß gepredigt werde, sei längst das Lachen vergangen. Der deut­sche Mensch aber führe ein Leben wahrer, t i e f i n n e r e r Freude, einer Freude an seiner Arbeit, an seinem Vaterland, an seinem Volk.In Deutschland", so schloß Dr. Ley,ist eben ,Kraft durch Freude' zu'Haus!"

Reichsleiter Alfred Rosenberg erklärte darauf, die Ausstellung soll dem Auge eine schaubare Be­kräftigung alles dessen darbieten, was wir durch das Wort auf den Reichsparteitagen ausgesprochen haben, und insofern eine positive geschichtliche Ab­rundung für das Begreifen der großen geschichtlichen Kämpfe im Osten Europas abgeben. Wir verstehen dieses große Schicksal nur dann, wenn wir feftstel- len, daß Europa, so lange es überhaupt schöpferisch war, sich stets in wacher Verteidigung gegenüber einer anderen Welt erblickte. Die Ausstellung be-

Männer und Frauen. Wie ist dieses Rätsel zu er* klären? ,

Meine Parteigenossen! Eines hat sich seitdem geändert: Die d e u t s ch e F ü h r u n g ist wie­der anders geworden. In einem rücksichtslosen Ausleseprozeh hat sie der Nationalsozialismus aufgebaut. Soweit diese aber noch aus den Iahren des Kampfes stammt, stellt sie einen Höchstwert dar, der durch keine äuhere oder materielle Macht politischer oder militärischer Art erseht werden kann. Und diese Führung ist die Trägerin der deutschen Erhe­bung geworden.

Das Wunder, das sich zwischen 1805 unb 1813 vollzog, war kein anderes. Die preußischen Manner und Frauen im Zeitalter der Völkerschlacht von Leipzig waren die gleichen Preußen wie m den Tagen von Jena und Auerstädt. Allem an die Stelle einer schwachen Staats- und Heeresfuhrung war auch dainals in wenigen Jahren eine heldische ge­treten, und ihre Namen, die Namen der vom Stein und Blücher, der Scharnhorst unb Gneisenau, der Bork und der Clausewitz und tausend andere, sie erklären uns allein das Wunder von der großen Erhebung Preußens. Man darf dereinst das Wun­der der deutschen Erhebung auch in nichts ande­

rem sehen.

Die gestaltende Trägerin dieser Erhebung ist me Nationalsozialistische Partei. Sie hat jene gewaltige Arbeit vollbracht, die getan werden mußte, wenn Deutschland die Kraft zur Wiedereinnahme seiner Weltstellung gewinnen sollte. Sie mußte die an­dere Parteienwelt zerbrechen und ausrotten, sie mußte einen unerbittlichen Kampf der Welt der Klaffen- und Standesoorurteile anfagen, sie mußte dafür sorgen, daß ohne Rücksicht auf Geburt und Herkunft der willensstarke und fähige Deutsche den Weg nach oben finden konnte. Sie mußte Deutsch­land säubern von all den Parasiten, für die die Not des Vaterlandes und Volkes zur Quelle eigener Bereicherung wurde. Siernußte die ewigen Werte des Blutes und der Erde erkennen und ihre Beach­tung zu den beherrschenden Gesetzen unseres Le­bens erheben. Sie mußte den Kampf beginnen gegen den größten Feind, der unser Volk zu ver­nichten drohte: den internationalen jüdi­schen Weltfeind! Ihre Aufgabe war es, das deutsche Volkstum,' unsere Rasse und unsere Kultur von ihm zu säubern. Sie mußte der Zerfahrenheit der öffentlichen Meinung ein Ende setzen. Sie hatte alle Mittel der Dvlksführuna, die Presse, das Thea­ter, den Film, die gesamte sonstige Propaganda,- ihre Hand zu nehmen und nach einem Ziel hin

auszurichten.

Sie mußte aber auch die sozialen Fun­damente der neuen Volksgemein­schaft sichern, die Wirtschaft in den Dienst der Nation stellen und vor allem, ihre Aufgabe war es, eine neue Zentrale und all­gemeine Autorität aufzurichten. Denn wenn man überhaupt noch an eine Rettung Deutschlands glauben wollte, dann konnte dies nicht geschehen durch einen Wirrwarr widerstreitender Meinungen, durch dasSichauslebenlassen" lär­mender Besserwisser oder nörgelnder Krittler. Daher aber mußte sie diese Autorität dann aber auch in Schutz nehmen nicht nur vor den Angriffen einzel­ner Menschen, sondern noch mehr vor der sie bedro­henden geistlosen Einstellung großer Gesellschafts­kreise, aller, jener Vornehmen und Neunmalweisen, für die die innere Freiheit nur die Genehmigung des Auslebens im Dienste der persönlichen Jnter- ef n alles ist, ohne Rücksicht auf den Untergang der f eiheit aller nach außen. Sie durfte in diesen Dingen nicht zurückweichen vor der großen Front gemein­samer bürgerlicher und marxistischer Unvernunft. Sie durfte sich aber auch nicht verbeugen vor den ver­suchten Einflüssen all jener, die vielleicht hoffen mochten, in der neuen Bewegung eine finanzielle oder politische Restauration ihrer eigenen Unzu­länglichkeit zu sehen.

Ein gewaltiges Programm mußte diese Bewegung erfüllen. Und heute, nach fünfzehn Jah­ren, dürfen wir die stolze Feststellung treffen, daß die Nationalsozialistische Partei die in sie gesetzten Hoffnungen erfüllt hat. Ja, mehr als irgendein Sterblicher erwarten konnte, ist durch sie geworden. Punkt für Punkt hat sie ihr Programm zu ver­wirklichen begonnen. Die starke Staats- a u t o r i t ä t ist vorhanden, eine gewaltige Wehr­macht schützt das Reich zu Land, zu Wasser und in der Lust, die Wirtschaft sichert mit die Un­abhängigkeit und Freiheit des deutschen Volkes, die Kultur dient wieder der Schönheit und der Größe der Nation. In einem Kampf sondergleichen rang sie um die äußere Freiheit. In eben dem Maße, da das deutsche Volk durch seine fort» schreitende innere Einigung im National- sozialismus der äußeren Freiheit würdiger wurde, gelang es, Fessel um Fessel jenes Ver- träges z u lösen, der einst gedacht war, unser Volk für immer zu vernichten. Ihnen allen sind die großen geschichtlichen Daten bekannt. Sie werden dereinst ruhmvoll eingezeichnet sein im Buche der Geschichte unseres Volkes. Durch sie wird vor allem auch für alle Zeit der Nachweis geliefert werden können, daß Klugheit und Tatkraft keine sich ausschließenden Begriffe sind.

Vor wenigen Wochen schrieb nun eine eng­lische Zeitung, ich hätte den brennenden Wunsch, einen Pakt mit einigen Staaten auf verschie­denen Gebieten abzuschliehen, weil es mir sonst nicht möglich sein würde, vor den diesjährigen Parteitag hinlreten zu dürfen. Ich habe nun diese Absicht nicht. Ich trete vor Sie hin, meine alten Parteigenossen, nicht mit einem Pakt, sondern mit den sieben neuen deutschen Gauen meiner eigenen Heimat. Es*^ ist Grohdeutschland, das in diesen Ta­gen zum erstenmal in Nürnberg in Erscheinung tritt, wenn die Insignien des alten Reiches nun- mehr in diese alte deutsche Stadt zurückgekehrt sind, dann wurden sie hierhergetragen und be­gleitet von sechseinhalb willionen Deutschen, die sich heute im Geiste mit allen anderen Frauen und Wännern unseres Volkes hier ver­einen. Sie alle umfängt in diesen Tagen stärker denn je das glückliche Bewußtsein, einer gro­ßen unlösbaren Gemeinschaft anzu­gehören. Was in ihr der einzelne trägt, tragen alle. Was aber alle tragen müssen, wird dadurch jedem einzelnen leichter zu tragen sein.

Diese Rückkehr der Ostmark in das große Deutsche Reich stellt uns für bas kommende Jahr die zusätz­lichen Aufgaben. Politisch kann der Aufbau der Bewegung auch in diesem Gebiet als im wesent­lichen abgeschlossen angesehen werben. Wirtschaftlich wird die Eingliederung in den großen Kreis und in den gewaltigen Rhythmus des deutschen Lebens schnelle Fortschritte machen. Noch vor wenigen Mo-

nunff und der Erfahrung durch Zufall plötz­lich in eine neue Kraft würde verwandeln können.

lieber vier Jahre lang legte dieses deutsche Volk ein geschichtlich noch nie gefordertes Zeugnis feines inneren Wertes ab. Regimenter traten an und ver­bluteten, ohne zu wanken, Batterien feuerten bis zum letzten. Offizier und Mann der Schiffsbesatzun­gen hielten die zerfetzten Flaggen in ihren Fäusten und gingen mit dem Liede des deutschen Glaubens auf den Lippen in die Tiefen der Flut. Und dieser heroischen Demonstration eines ewigen Heldentums gegenüber stand eine erschütternde Feigheit in der Führung des Reiches und der Nation. Während über vier Jahre lang eine Heldenfront in tausend­fachem Einsatz ihren Wert bewährte, fand die Füh­rung der Heimat nicht ein einziges Mal die Kraft zu einem Entschluß ähnlicher Größe und Kühnheit. Die Tapferkeit, sie lag nur bei den Musketieren, und alle Feigheit konzentrierte sich in der organi­sierten politischen Führung der Nation. Alle Ver­suche, Deutschland wieder aufzurichten, konnten un­ter diesen Umständen nur dann gelingen, wenn diese politische Führungsschicht ausgerottet und beseitigt wurde. Zu diesem Zweck mußte der Weg zu einer neuen Führungsauslese gefunden werden. Damit aber entschwand jede Möglichkeit, im Rahmen der alten Parteien unb mit ihnen die künftige deutsche Geschichte gestalten zu wollen. In den Nächten, da ich mich einst entschloß, Politiker zu werden, hatte sich zugleich das Schicksal der deut­schen Parteienwelt entschieden.

Wenn ich heute, meine Parteigenossen und Par­teigenossinnen, angesichts des allgemeinen Aufstiegs des Reiches diese Bemerkungen mache, dann kann ich nicht anders, als gegen jene Stellung zu nehmen, die immer wohl auf dem Wege in die Zukunft die Schwierigkeiten sehen, allein den Weg der Ration unb des Reiches in der Vergangenheit als etwas ganz Selbstverständliches anzu­sehen scheinen. Ich möchte es in dieser feierlichen Stunde eindringlich aussprechen, daß ich in den zu­rückliegenden langen Jahren der Aufrichtung der Bewegung und des Kampfes mit ihr um die Macht und damit für Deutschland von dieser anderen Welt weder verstanden noch jemals unter­stützt worden bin. Sie hielten den Versuch, den tapferen Mut und die Verantwortungsfreudigkeit zur führenden Geltung im Deutschen Reich zu brin­gen, für ein schädliches Beginnen. Denn in ihren Augen war Kühnheit gleich Unvernunft: während sie in jeder Feigheit die Spuren von Weisheit zu sehen vermeinten! Sie wollten wohl in der Ver­gangenheit die Tugenden des Mutes gelten lassen, büntten sich und die heutige Zeit aber über solche primitiven Gefühlsmomente erhaben. Sie r e b e -

Festigkeit, das starke herz, der kühne Wut, die höchste verantwortungsfreudigkeit, rücksichtslose Entschlußkraft unb zäheste Beharrlichkeit wich­tiger sind als ein vermeintliches abstraktes wissen!

Weil sie dies aber für unwichtig ansahen, waren auch ihre eigenen Organisationen, als von ihrem Geist durchsetzt, nicht in der Lage, die inneren unb in der Folge davon die äußeren Aufgaben zu lösen. Was sie in der Gründung der nationalsozialistischen Bewegung als eine .Zersplitterung empfanden, war der Beginn der größten Reinigung, und dadurch zugleich Einigung in unserer Geschichte. Ein neuer Ausleseprozeß setzte ein. Durch das Her- vorkehren unduldsamer Programmpunkte erfolgte das Abstößen duldsamer Naturen. Durch die Be­tätigung einer fortgesetzten Angriffslust und -freudig- keit gelang das Heranziehen stets bereiter Kämpfer.

So begann ich damals jene Alte Garde zu ammeln, die mich mit wenigen Ausnahmen eitbem nicht mehr verlassen hat. Unb als ich vor ünfzehn Jahren zum ersten Male in München an­läßlich bes damaligen Parteitages diese meine Garde musterte, da war sie zahlenmäßig freilich noch klein, allein ihrem Werte nach reprä­sentierte sie ganz Deutschland. Dies war die erste Bewegung, die vor sich keine Klassen- und keine Konsessions-, keine Berufs- und Wirt­schaftsinteressen, kein strammes Bekenntnis und keine Staatsformverpflichtung hertrug, sondern einen einzigen Glauben: Deutschland! Wenn wir heute nach so vielen Jahren auf diese erste Zeit unseres gewaltigen Kampfes zurückblicken, dann muß uns das Bewußtsein erschauern lassen: Weich' eine gewaltige Wende des Schicksals! Wie sah Deutschland an diesem Reichsparteitag aus? Nieder­getreten, verachtet und entehrt, wirtschaftlich ver­nichtet und ausgeplünbert, innerpolitisch dem Wahn­sinn ergeben, außenpolitisch das Ruhrgebiet und weite Teile des Westens besetzt! Und heute? Wir alle sind ergriffen bei.der Stellung und Beantwor­tung dieser Frage. Trotzdem aber sollen wir nie vergessen: In der ganzen Zeit ist unser Volk immer bas gleiche geblieben. Das Volk des Jahres 1918 mar kein anderes als das Volk von 1914, das Volk, von 1923 das gleiche als bas von 1918 und bas von 1938. Es sind die gleichen

müht sich, in einem anschaulichen geschichtlichen Ueberblick, in Karten und Urkunden und im aus­gestellten Schrifttum dieses Auf und Ad des euro­päischen Schicksals zu zeigen. Heute haben sich in Moskau die alten Instinkte des Hasses gegen die europäischen Lebensformen erneut erhoben. Das einst über den Westen Europas eingebrochene Ju­dentum hat sich hier mit diesen Kräften zu einem machtpolitifchen zerstörerischen Zentrum, zusammen­geballt unb eine riesige Arbeit entfaltet, um Europa unb unseren ganzen Kontinent mit einer schlimme­ren Invasion' zu überziehen, als es jemals durch die Hunnen und Tartaren möglich gewesen war. Dieser großen Bedrohung muß sich die schöpferische Arbeit aller Völker entgegenstellen, aber auch der Selbsterhaltungswille des europäischen Menschen, der sich bewußt sein muß, daß das Erbe der Kämpfe der Griechen und Römer nicht in kultureller Hin­sicht allein zu verteidigen ist, sondern auch als po­litische Ueberlieferung der späteren germanisch be- wv_ ___________ ,........ .... stimmten europäischen Völker und Staaten, die fo

neues Wollen in die Welt gesetzt worden. Der deulh viel Köstliches für uns alle hinterlassen haben, was " ~ ' * " u *......... ' v.........^gemeinsam verteidigt werden muß gegen

einen wie noch nie norgetragenen Angriff in ihre seelischen Mittelpunkte. Wenn dieses Bewußtsein über alle Fragen der Alltagspolitik auch durch diese Ausstellung gestärkt werden kann, dann wird auch sie, wenn sie nun von Nürnberg aus durch andere deutsche Städte wandert, daß ihre für die von uns herbeigesehnte Befriedung Europas getan haben.