Ausgabe 
7.7.1938
 
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Schwurgericht in Gießen

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Bei ruhigen Umsätzen lag der Aktienmarkt bei Eröffnung auf den meisten Gebieten recht schwach: die durchschnittlichen Einbußen betrugen 1 bis 2 v. H., und eine Anzahl von Papieren gingen bis 3 v. H. zurück. So verloren AG. für Verkehr 3,25 o. H. auf 123,75, Rhein. Braunkohlen 3 v. H. auf 224,50, Harpener Bergbau nach Pause 3 d. 5). auf 167,13 und Felten 3 d.S). auf 131,75, ferner Bemberq 2 v.H. auf 139, Gesfürel und Lahmeyer je 1,75 d. H. auf 138 bzw. 125,75. Außerdem setzten Buderus mit 115,50 (117), Rheinstahl mit 141,50 (142,50), Conti Gummi mit 207,75 (209), Metall- gesellfchaft mit 134 (134,75) und RWE. mit 119,75 1(120,50) ein. IG. Farben senkten sich auf 155,50

Gauführers des Sängergaues Hessen, Ministerialrat Rings Hausen stehen. Ein Massenchor von schätzungsweise 12 000 Sängern voraussichtlich alle am Fest beteiligten Sänger wird zwei Lie­der vortragen. An dieser Kundgebung werden die Partei und ihre Gliederungen, wie auch die Wehr­macht teilnehmen und mit dazu beitragen, daß die Kundgebung zu einer Großveranstaltung unserer Volksgemeinschaft wird.

Am Nachmittag wird ein Heimatspiel von Georg Heß zum Volks fest überleiten, das auf dem Trieb Tausende in sestfroher Gemeinschaft ver­einigen soll.

Den Abschluß des Festes wird am Montag ein großes Feuerwerk bilden.

Frankfurt a. M., 6. Juli. Die gestern die Haltung beeinflussenden Verkäufe aus arischen Quellen traten an der heutigen Börse stär­ker in Erscheinung, während gleichermaßen die Auf­nahmebereitschaft nachließ, zumal von Anlagekaufen aus dem Zinstermin wieder kaum etwas zu bemer-

getragen.

Mein-Mainische Börse.

rMttagsbörse: Aktien schwach.

konzerte stattfinden. Ferner sind für den Sonn- tagmorgen zwei Sonderkonzerte mit geist­licher Musik vorgesehen. Den gesanglichen und musikalischen Höhepunkt des Festes wird die Auf­führung der HaydnschenJahres z e t ten darstellen, zu der die Solisten Sophie Hopfe! (Frankfurt a. M.), Anton Knoll (Frankfurt a. M.) und Erich Meyer- Stephan (Offenbach) gewonnen wurden. Das Staatliche Kurorchester Bad-Nauheim und die Chorgruppe Schmitt (Langen) wirken nut.

Sen Höhepunkt »es Festsonntags mirti die G a u - kundqebung auf Oswaldsgaeten darstellen, zu der die Sanger in geschlossenen Marschsäulen m einem Sternmarsch anrucken werden, Im Mit- telpunkt der Kundgebung wird die Ansprache des

Frvd. Das Berichtsjahr 1937 brachte der je zur Hälfte der Gruppe Röchling atni> Buderus gehören­den Gesellschaft eine neuerliche Steigerung der Be- chäftigung und eine Erhöhung ihres Auslandsum­satzes. Es wurden auch im abgelaufenen Jahr erheb­liche Aufwendungen vorgenommen, um den Anfor­derungen aus der Entwicklung der Wirtschaft im Rahmen des Dierjahresplanes gerecht zu werden. Die Werksparkasse (i. 23. 0,18 Mill. RM.) wurde ausgegliedert, die Anleihen der Gesellschaft von 0,18 (0,22) Mill. RM. inzwischen zum 1. November bzw. 1. Dezember 1938 gekündigt. Der Jahresertrag er­scheint mit 11,05 (vergleichbar 10,02), Beteiligungs- eingänge 0,054 (0,0), ao.-Erträge 0,080 (0,065) und das Geschäftsjahr nicht betreffende Erträge 0,50 (0,33) Mill. RM. Anderseits stiegen Löhne und Gehälter auf 6,28 (5,07), soziale Leistungen auf 0,685 (0,548), Steuern 2,76 (2,23), andere Steuern 0,57 (0,47), aber Zinsen nur noch 0,04 (0,21) Mill. RM. Nach Anlageabschreibungen von 1,0 (1,33) und anderen von 0,004 (0,265) verbleiben 0,306 (0,304) Mill. RM. Jahresgewinn, der sich durch 0,33 (0,15) Vortrag auf 0,64 (0,45) Mill. NM. erhöht. Hieraus wird Unterstützungsrücklage für die Gefolgschaft von Mill. RM. gebildet, wieder 4 v. H. Dioidende teilt und der Rest mit 0,369 (0,332) Mill. RM.

zu tun haben. Vorsicht auch beim Genuß roher Pilze (Pilzsalat u. dgl.).

14. Die meisten Pilzvergiftungen werden durch den grünen Knollenblätterpilz hervor­gerufen, der leichtfinnigerweise als Champignon, als Grünling oder als grüner Täubling eingetra­gen wird. Eine Gabelspitze von ihm kann den Tod herbeiführen. In manchen Jahren hat er in Deutschland bis zu 100 Todesfälle verursacht. Ge­naue Auskunft über diesen Giftpilz bekommst du durch das Knollenblätterpilz-Merkblatt der Deut­schen Gesellschaft für Pilzkunde, Darmstadt, und durch die reichsbehördlich empfohlene Wandtafel dieses gefährlichsten Giftpilzes, die in einer großen Anzahl von Bahnhöfen als Warnungsmittel aus­gehängt ist.

15. Zum Schutze vor dem gefährlichen Knollen­blätterpilz sorge man dafür, daß der charakteristische Knollen, der oft tief im Boden steckt, beim Auf­nehmen nicht in der Erde zurückbleibt und über»

3n der gestrigen Sitzung des Schwurgerichtes batte sich der Adolf Dickel aus Bad-Nauheim megen Totschlags zu verantworten. Der Anklage liegt folgender Sachverhalt zugrunde:

Zn der Nacht zum 3. April saß der Angeklagte mit mehreren anderen Gästen in der Gastwirtschaft Harmonie" zu Bad-Nauheim. Der Abend verlief zuerst in bester Stimmung. Einer der Gäste spielte Klavier, und der Angeklagte sang verschiedene Lie­der. Aus geringem Anlaß kam es später zwischen dem getöteten E s ch und dem Angeklagten zu einem Wortgeplänkel, an dem sich einige Arbeitskameraden des E. beteiligten. Der Wirt griff ein und forderte die Streitenden auf, ihren Zwist außerhalb des Lo­kales zu regeln. Daraufhin verließen der Ange­klagte Dickel und Esch die Gastwirtschaft. Auf der Straße kam es zu einem Handgemenge, in das sich auch noch andere einmischten, teils schlichtend, teils gegen den Angeklagten Stellung nehmend. Einige Zeit später kehrte man wieder in die Gast­wirtschaft zurück, wo man aber an verschiedenen Tischen Platz nahm. Das nicht allzu ernste Hand­gemenge schien vergessen zu sein. Da drangen aber wieder einige der Zeugen, die an den Reibereien beteiligt waren, mit Vorwürfen auf den Angeklag­ten ein. Dieser erhob sich nach einer Weile, sagte zu dem Wirt, er gehe nur einmal nach Hause und wolle dort etwas holen, er käme gleich wieder. Der Angeklagte eilte in feine in her Nähe gelegene Wohnung, holte dort seine Pistole und kehrte mit der Schußwaffe in der rechten Hosentasche in die Gastwirtschaft zurück. Er nahm wieder auf seinem alten Stuhle Platz. Im Laufe der weiteren Unter­haltung zeigte er dem Zeugen N., der am gleichen Tische saß, seinen Revolver. Dieser Zeuge forderte ihn aber auf,bas Ding wegzustecken". Gegen 1 Uhr morgens bot der Wirt vorschriftsmäßig Feierabend, und die Gäste schickten sich allmählich an, aufzubrechen. Der Angeklagte ging auf die Toilette, wohin ihm Esch folgte. Kaum hatten die beiden das Gastzimmer verlassen, da hörten bie übrigen Gäste aus der Herrentoilette einen lauten Knall, gleich dem heftigen Zuschlägen einer Zim­mertür. Der Zeuge N., der sich auf dem Flur nach

sehen wird.

16. lieber alle vorkommenden Pilzvergiftungen berichte man sofort an die medizinische Fachkom­mission der Deutschen Gesellschaft für Pilzkunde (Dr. med. Welsmann, Pelkum bei Hamm, West­falen), da alle diese Fälle dort mit Unterstützung durch das Reichsgesundheitsamt gesammelt und wissenschaftlich verarbeitet werden. Bei jeder Ver­giftung fordere man sofort bei der Deutschen Ge­sellschaft für Pilzkunde in Darmstadt einen Frage­bogen an, damit die ausführlichen Einzelheiten je­weils sorgfältig festgestellt werden können.

17. Bei bei> geringsten Anzeichen einer Pilzver­giftung sorge man für sofortige und gründliche Entleerung von Magen und Darm durch Brech- unb Abführmittel, wie für rascheste ärztliche Hilfe.

18. Das beste Bekämpfungsmittel der furchtbaren Pilzvergiftungen ist auf {eben Fall bie weit- gehenbste Aufklärung in der Schule (praktischer Naturkunde-Unterricht) und in der Öffentlichkeit durch die Presse, den Rundfunk, Aushang von Merkblättern und Bildern auf den Pilzmärkten, in den Rathäusern, in den Wartezimmern der Aerzte, in Avotheken, in den Schulhäusern, besonders m den Koch schul en usw.).

19. Vor dem Ankauf von Pilzbüchern erbitte man Beratung durch die Deutsche Gesellschaft für Pilzkunde in Darmstadt.

20. Rege in deiner Heimat die amtliche Pilz­markt-Kontrolle, die Einrichtung von Beratungs­stellen, von belehrenden Führungen, Pilzausstellun­gen usw. an, wobei wir gerne helfen.

* Beim Sammeln von Steinpilzen hüte dich vor Verwechslung mit dem bitteren G a l len - Röhrling. Dessen Röhren werden im Atter rosa, beim Steinpilz dagegen gr ü nlich. Es gibt noch andere ungenießbare Röhrlinge mit bitte­rem Geschmack. Deren Fleisch verfärbt sich beim Anschnitt jedoch bläulich, während es beim Steinpilz weißlich bleibt

Briefkasten der Redaktion

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

21. R. in G. Den von Ihnen als Akzeptant unterschriebenen Wechsel brauchen Sie nur bei Vor­lage desselben zu bezahlen; obwohl die Wechsel­forderung zwischenzeitlich zur Zahlung faUig ge= worden ist, bleiben Sie drei Jahre lang, vom Ver­falltag des Wechsels an gerechnet, wechselmatzig ver­pflichtet. Um die Vorlegung des Wechsels brauchen Sie sich selbst nicht zu bemühen, müssen aber Zah­lung binnen drei Tagen nach Vorlegung bei Mei- düng der Protesterhebung oder Erhebung der Wech- i selklage leisten.

Wilhelm Gail'sche Tonwerke AG. Gießen.

Fwd. Das Unternehmen weist 1937 einen Jahres - ertrag von 0,997 (0,94) Mill. Mark, sowie sonstige Eingänge von 18 000 (19 000) Mark aus. Personal­aufwendungen erforderten 496 000 (421 000) Mark, Steuern 55 000 (22 000) Mark, sonstige Aufwen­dungen 362 000 (393 000) Mark, so daß nach 99 000 (113 000) Mark Abschreibungen 2970 (9950) Mark Reingewinn verbleiben, der einschließlich Vortrag insgesamt 18 777 (15 807) Mark beträgt. Bei 490 000 (490 000) Mark Grundkapital und 265 000 (261000) Mark offenen Rücklagen erscheinen die Verbindlich­keiten mit 72 000 (59 000) Mark. Anderseits zeigt die Bilanz ein Anlagevermögen von 397 000 (349 000) Mark, sowie ein Umlauf süermö gen von 469 000 (486 000) Mark, hierunter Außenstände 167 000 (161000) Mk. und Vorräte 64 000 (105 000) Mark. Die HV. genehmigte den Jahresabschluß. Der Aufsichtsrat besteht jetzt aus: Direktor W a - genschein (Gießen) Vorsitzer, Bankdirektor Mül - l e r (Gießen), Oberst (E) Möller (Wiesbaden), Direktor Keßler (Gießen).

Stahlwerke Röchling-Buderus AG., Wehlar.

gibt es nicht.

3. nur solche Pilze, die d u ganz genau und als unschädlich tennft!

4. Der Anfänger sammle zuerst nur die bekann­testen Arten, wie Pfifferlinge und Steinpilzes die bei genauem Zusehen gar nicht verwechselt werden können. Erst nach und nach mache dich mit an­deren häufigen und unschädlichen Pilzarten genau vertraut. Was du nicht kennst, lasse r u - h i g im Walde stehen; nur Rohlinge treten alle Pilze um oder schlagen sie kurz und klein.

5. In Zweifelsfällen wende dich an einen wirk­lich guten Pilzkenner, an die nächste Pilz-Bera­tungsstelle oder an die Deutsche Gesellschaft für Pilzkunde in Darmstadt (Hessische Landesstelle für Pilz- und Hausschwamm-Beratung).

6. Der Pilzreichtum und die Artenzahl unserer Wälder sind viel größer, als meist angenommen wird. Nur leichtsinnige Prahlhänse kennenalle Pilze". Vergiftungen sind dann unausbleiblich. Der Steinpilz (Röhrenpilze mit Röhrchen auf der Hut- unterfeite) hat ungefähr 50 ähnlich aus seh ende Ver­wandte; Blätterpstze (Verwandte des Champignons und des grünen Knollenblätterpilzes; sie tragen Blätter auf der Unterseite des Hutes) gibt es bei uns ungefähr 1500 verschiedene Arten, deren Ge- nuhwert und sonstige Merkmale großenteils über­haupt noch nicht wissenschaftlich erforscht sind.

7. Sammle ftets nur frische Pilze. Durchwässerte, zu alte, angefaulte und stark zer­fressene Schwämme lasse im Walde zurück.

8. Nimm die Schwämme vorsichtig aus dem Bo­den heraus, damit du das Pilzgeflecht (die eigentliche Pllzpflanze!) und junge Fruchtkörperanlagen mch herausreißt und dadurch zerstörst. Entferne sofort im Wald anhaftendes Laub und Erde, damit die Putzarbeit zu Hause einfacher wird. Bedenke aber, daß geputzte und zerschnittene Pilze selbst für ben besten Kenner sehr schwer kenntlich werden. Des­halb nur tatsächlich eßbare und einwandfreie Schwämme in ben Sammelbehälter!

9. Benutze als Sammelbehälter einen Korb ober einen offenen Kasten im Rucksack, damit die Pilze nicht zermatscht werden und sich nicht erhitzen.

10. Die gesammelten Pilze werden am besten sofort bei der Heimkunft geputzt und zubereilet. Andernfalls lagere man sie an einem kühlen uno luftigen Orte bis zum nächsten Tag, wobei sie nicht in großer Masse aufeinanderliegen dürfen. Bilje enthalten ungefähr 90 v. H. Wasser und sind leicht verderblich.

11. Die Fruchtschicht auf der Hutuntersette (Blat­ter, Röhrchen usw.) schneide man nicht weg, wenn dieselbe keine Maden enthält. Sie ist reich an wert­vollen Nährstoffen.

12. Das Brühwasser schütte man nicht weg, wen es die am leichtesten löslichen Nährstoffe entgalt Pilze, die nur nach dem Fortgießen des Brüh­wassersgenießbar" werden (z- B. die gefährliche Frühjahrs-Lorchel u. a.), sind nicht empfehlenswert.

13. Pilze sind schwer verdaulich. Sie müssen des­halb bei der Zubereitung stark zerkleinert werben (am besten durch die Fleischmaschine). Außerdem müssen Pilzspeisen gut zerkaut werden. Abends uno größere Pilzmahlzeiten nicht zu empfehlen. N>cht- beobachtung dieser Vorschriften kann Derdauungs- beschwerden verursachen, bie mit Vergiftungen nichts

Zwanzig Merkregeln für die Pilzzeit

mit dem Oberkörper gegen ein Kantholz fiel und eine starke Rippenquetschung davontrug. Der Arbeiter Ludwig Damm aus Allendorf (Lahn) erlitt bei einem Sturz einen Unterschenkelbruch. Dem Arbeiter Heinrich Schmitz aus Mcunzlar schlug bei der Arbeit eine Kurbel so heftig gegen die rechte, Hand, daß er einen Bruch der Hand er­litt. Alle Verunglückten mußten der Klinik in Gie­ßen zugeführt werden.

Landkreis Gießen.

< Saasen, 6. Auli. Der Gesangverein Eintracht" unternahm am Sonntag in drei Omnibussen einen Ausflug nach dem Stausee-Strand­bad Hillersbachtal. Die Fahrt ging über Laubach und Schotten, dann weiter über den Hoherodskopf und Gedern zu dem Ausflugsziel. Von dort wurde die Fahrt nach längerer Pause nach Nidda fortgesetzt. Dann ging es nach längerem Aufenthalt zum Hei­matdorf zurück. Der Ausflug hat allen Teilnehmern viel Freude bereitet

Kreis Alsfeld

. Homberg, 6. Juli. Im benachbarten Ober-Ofleiden feierte die Kriegerkame­radschaft Ober-Ofleiden, zu der auch die gedienten Soldaten von Gontershausen und Haar- hausen zählen, das Fest ihres 50jährigen B e - stehens (188819:38). Die Jubelfeier wurde am Samstagabend mit einem Konzert, ausgeführt von Militärmusikern aus Gießen, eingeleitet. Nach dem Festgottesdienst am Sonntagmorgen fand die Ge­fallenenehrung durch Kranzniederlegung am Hel­dendenkmal statt. Durch geschmückte Reiter und Rad­fahrer erfolgte von Mittag ab der Empfang der einziehenden Kriegerkameraoschaften, die mit Musik nach dem Festplatz geleitet wurden. Ein prächtiger Festzug, in dem die Vertreter der Partei, der Kreis- verbandsführer mif Stab, die Fahnengruppe zu sehen waren, bewegte sich durch die schön geschmück­ten Ortsstraßen. Auf dem Festplatz fangen die Ge­sangvereine Ober-Ofleiden und Homberg gemeinsam ein Eröffnungslied, nach dem Kameradschaftsführer Wießner die Besucher begrüßte. Kamerad Reu - scher hielt die Festrede über die Bedeutung und den Zweck dieser Feier. Danach richtete Kreisschu­lungsleiter Geißer von Homberg im Auftrag ges Kreisleiters packende Worte an die Festversamm­lung. Anschließend wurde eine Anzahl Ehrennadeln für 25- uyd 50jährige Mitgliedschaft verliehen: 9 Kameraden aus Ober-Ofleiden, 4 Kameraden aus Gontershausen und 5 Kameraden aus Haarhausen wurden damit bedacht. Für Unterhaltung und Ver­gnügen war durch Aufstellung einer Schießhalle und einer Luftschaukel, sowie durch zwei Tanzböden ge­sorgt. Da zu der Feststimmung auch das rechte Fest­wetter sich einstellte, verlief die Jubelfeier zur großen Zufriedenheit aller Beteiligten.

Die Deutsche Gesellschaft für Pilzkunde, Darm­stadt, Hessische Landesstelle für Pilz- und Haus­schwamm-Beratung, teilt mit:

1. Wer glaubt, allein nach diesen Merkregeln rasch ein guter Pilzkenner werden zu können, lasse seine Hände besser weg von den Pilzen.

2. Allgemeine Merkregeln über die Eßbarkeit oder Giftigkeit der Pilze (Märchen von der Zwiebel und dem silbernen Löffel, Verfärbung, unangenehmer Geruch oder Geschmack, auffallende Färbung usw.)

der Toilette befand, sah, wie die Toilettentür auf- aestoßen wurde, und etwas Schwarzes zu Boden schlug. Er eilte nach der nun offenen Toilette. In einer Blutlache lag dort auf dem Rücken E s ch. Seine linke Stirnhälfte zeigte den Einschuß einer Kugel, deren Austrittsstelle sich an der rechten Hinterkopfseite befand. Während der Körper des Getöteten in dem Abort lag, ragte sein Kopf auf den Flur hinaus. In der Toilette stand der Ange­klagte mit einer Pistole in der Hand.

Der Angeklagte Dickel schildert die Vorgänge auf dem Abort folgendermaßen: Er stand m dem Raume und verrichtete dort, den Rücken der schma­len Tür zugekehrt, seine Notdurft. Da hörte er, wie bie, Tür geöffnet wurde. Im gleichen Augenblick wurde er von hinten angefallen und am Halse ge­würgt. Er habe nun mit der rechten Hand aus der rechten Hosentasche seine Pistole hervorgeholt und sie über die linke Schulter gegen seinen Angreifer gerichtet. Plötzlich habe sich ein Schuß gelöst, der den Angreifer Esch tödlich getroffen habe.-

In der Beweisaufnahme wurde eine große Anzahl von Zeugen über die Vorgänge vernommen. Sie schilderten mehr oder weniger genau die Vorfälle in und auf der Straße vor der Gastwirtschaft, lieber den Ablauf des Geschehens in der Toilette konnten sie aber nichts aussagen. Der Arbeitgeber des Ge­töteten schildert diesen als einen ruhigen und zu­verlässigen Arbeiter. Der Bürgermeister der Hei- matgemeinde des Angeklagten beschreibt den Ange­klagten als einen Menschen, der wohl etwas zunk Zorn neigte, sich aber sonst im Dorfe wegen seines Charakters und feines Fleißes allgemeiner Beliebt­heit erfreut hätte.

Drei Sachverständige äußerten sich über den Sek­ttonsbefund der Leiche Eschs bzw. über den Gei­steszustand des Angeklagten. Der Sachverständige, der den Angeklagten auf feinen Geisteszustand hin untersucht hatte, betonte, daß D. zu zeitlich späten Affekthandlungen neige; die Anwendbarkeit des ^51 StGB, verneinte der Sachverständige aber tn allen Fällen.

Die Beweisaufnahme wird am heutigen Don­nerstag fortgesetzt.

Ehrensenator der Technischen Hochschule.

LPD. Darmftabt, 6. Juli. Dem stellver­tretenden Vorsitzenden des Vorstandes der Buderus- fchen Eisenwerke in Wetzlar, Direktor Jean Ley, wurde die Würde eines Ehrensenators der Technischen Hochschule Darmstadt ver­liehen in Anerkennung seiner hervorraaenden Ver­dienste um die Entwicklung der deutsches Eisen­industrie und ihrer Geltung im In- und Ausland sowie seiner' auch' die technischen Wissenschaften för­dernden Tätigkeit.

Als hauptamtlicher Bürgermeister verpflichtet.

* Nidda, 6. Juli. Der bisherige ehrenamtliche Bürgermeister unserer Stadt, Ortsgruppenleiter Ernst Philippi, wurde zum t) a irp t a m 11 i = chen Bürgermeister der Stadt Nidda ernannt und verpflichtet. Die Verpflichtung nahm in Anwesenheit der Beigeordneten und der Ge­meinderäte Regierungsrat Burk vom Kreisamt Büdingen vor. Mit dieser Ernennung hat Nidda als erste Stadt des Kreises Büdingen einen haupt­amtlichen Bürgermeister.

Unglück an der Gchiffsschaukel.

. Homberg (Ohm), 6. Juli. Auf dem Vergnügungsplatz in Ober-Ofleiden, der an­läßlich der Jubiläumsfeier der dortigen Kriegerkame­radschaft hergerichtet wurde, ereignete sich an der Schiffsschaukel ein schwerer Unglücks- fall. Der Sohn des Schiffsschaukelbesitzers Kunz aus Marburg wurde von einem schwingenden Schiff mit großer Wucht an den Kopf getroffen. Der bedau­ernswerte junge Mann mußte nach Marburg in die Klinik gebracht werden.

Größere Wäschediebstähle.

Homberg (Ohm), 6. Juli. In der letz­ten Nacht wurden bei zehn Familien in Hom­berg und in Ober-Ofleiden größere Wäschedieb st ähle ausgeführt. Die Diebe nah­men die Wäsche, die nachts zum Trocknen im Freien hing, mit sich. Die polizeilichen Ermittlungen nach den unbekannten Tätern sind im Gange.

Unfälle auf dem Lande.

Der Arbeiter Ernst Thon in Klein-Linden er­litt bei der Arbeit mit der Sichel eine starke Schnitt- verletzung an der rechten Hand. Der Mechaniker Helmut Hofmann in Großen-Linden zog sich bei einem Sturz eine schwere Knieverletzung zu. Bei der Arbeit verunglückte der Arbeiter Karl Schi e f e rst ein aus Leihgestern dadurch, daß er

(156), Hoesch, Mannesmann, Verein. Stahl, Demag und Adler werke Kleyer um je 0,25 q. H. und Daim­ler um 0,50 v. H. Etwas hoher waren weiterhin Eement Heidelberg mit 154,25 (153,75).

Am Rentenmarkt waren die Umsätze sehr begrenzt. Reichsaltbesitz weiter weichend auf 132 (132,25). Sonst zeigte sich eher einige Nachfrage, das Geschäft erreichte aber nirgends besonderen Umfang. Komimunal-Umschuldung 95,95 (95,85). Für Gold­pfandbriefe hat die Nachfrage wieder zugenommen, auch Liquidationswerte wurden beachtet.

Bei Fortdauer der Interesselosigkeit schwächten sich auch im Verlaufe hie meisten Papiere weiter um durchschnittlich 0,25 bis 0,75 v. H. ab, während Er­holungen ausblieben. Verein. Stahl 107,50 nach 108, IG. Farben 154,75 nach 155,50, Daimler 136,75 nach 137,25 usw. Von erst später notierten Werten sind Scheideanstalt mit weiter schwacher Haltung zu er­wähnen mit 230 (233), ferner Reichsbank mit 195,25 (197,50) und BMW. mit 148 (150,50). Je 0,50 v. H. höher notierten Elektr. Lieferungen mit 118,50 und Feinmech. Jetter mit 90,50.

Abendbörse behauptet.

Die Abendbörse war zwar ohne Anregungen und verzeichnete allgemein nur kleinste Umsätze, die Grundhaltung war aber leicht gebessert, da sowohl am hiesigen 'Platz, als auch seitens der Berliner Arbitrage kleines Kaufinteresse bestand. In einzel­nen Papieren erhielt sich allerdings weiteres Ange­bot, so u. a. in Bekula mit unverändert 161 Brief und 1 Demag mit 148 (148,25) Brief. Auch sonst kamen die Kurse größtenteils nominell zur Notiz, soweit hierbei noch Ermäßigungen Vorlagen, hielten sie sich bei 0,25 bis 0,50 v. H. und stellten zumeist Angleichungen an den Berliner Schluß dar. IG. Farben zwar 0,25 v. H. unter Mittagsschlußstand mit 155, aber so stark gefragt, ebenso Verein. Stahl mit 107,25 (107,40). Sonst notierten u. a. Buderus mit 115, Mannesmann mit 113,25, Hoesch mit 113,50 (114), Rheinstahl mit 141,25 (141), Adler- roerfe mit 113,50, MAN. mit 132,50, Bemberg mit 138,50 (139), Daimler mit 136,75, Scheideanstalt mit 230, Gesfürel mit 138, Lahmeyer mit 125,50 (125,75), Westdeutsche Kaufhof mit 98,75 und Reichsbank mit 194,50 (195,25). Der Rentenmark lag ruhig. Farben- Bonds 0,13 v. H. höher gefragt mit 124,40, ebenso­viel hoher Reichsbahn-Vorzugsaktien mit 124,65. Im Freiverkehr gingen 5 v. H. Ewald mit 101,50 um, 7 v. H. Deutsche Kali-Syndikatsanl. wurden mit 94 vergeblich gesucht. Kommunal-Umschuldung nominell 95 95.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 6. Juli. Es notierten (be­treibe je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) tn Mark: Weizen W 13 210, W 16 213, W 19 217, W 20 219, Roggen R 12 180, R 15 183, R 18 187, R19 189 Großhandelspreise der Mühlen der ge­nannten Preisgebiete; Weizenmehl Type 812 W 13 29,10, W 16 29,20, W 19 29,20, W 20 29,55 plus 0,50 Mark Frachtausgleich, Roggenmehl Type 997. R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich, Rog­genmehl Type 1150 Abschlag 0,50 Mark plus 0,50 Mark Frachtausgleich; WeizenfutteriMhl 13,60; Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20, Roggenklei« R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10 50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Tendenz ruhig.

Frankfurter Schtachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 7. Juli. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrteb: 1184 , Rinder (207 Ochsen, 149 Bullen, 606 Kühe, 222 Färsen), 389 Kälber, 37 Härnmel, 11 Schafe, 33b Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 35 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43, Kühe 20 bts 43, Färsen » (Kalbinnen) 28 bis 44, Kälber 35 bis 65, Hammel - 35 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 50 bis 57 . Mark. Marktverlauf: Rinder, Kälber, Schweins ! wurden zugeteilt; Hammel und Schafe mittelmäytA,