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Ur. 156 Zweites Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)
Donnerstag. 7.Zuli 1958
Graf Zeppelin. — (Scherl-Bilderdienft-M.)
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flusgetrochnete flaut wird leidlt faltig. Darum stets vorbeugen mit Nivea, die Hhre ßauf geschmeidig macht, kräftigt und ihr natürliche Bräunung gibt.
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Seine Jugendtage verbrachte der junge Graf jedoch nur besuchsweise in Konstanz. Er wuchs gemeinsam mit seinen Geschwistern auf dem elterlichen Schloßgute G i r s b e r g bei Emmishofen in der Schwe/z auf. Ihre Erziehung vollzog sich m einem Geiste, der in schroffem Gegensatz zu dem verknöcherten Wesen damaligen Schulbetriebe^ stand. Die ersten Wissensgründe, Lesen, Schreiben, Rechnen, brachte den Kindern ein, älterer Mann von einfacher Bildung und kindlichem Gemüt, I. Kurz aus Ravensberg, im Spielen bei. So ließ er jedes der Kinder eine kleine Zeitung schreiben. Ferdinand nannte die seine „Girsberger-Lust-Zeitung",
stete dagegen passiven, jedoch konsequenten Widerstand. Er ließ sich die Hose geduldig überziehen, rannte dann schnurstracks ein Stück weg und streifte sich schamlos die ganze Pracht vom braunen Leibe. Außer dieser strategischen Begabung nannte er ein herzbezwingendes Lachen sein eigen. Und mit meiner Burg war er, wie gesagt, von Anfang an nicht zufrieden. Er bewies erstaunliche Sachkenntnis, wie eine ordentliche Burg auszusehen hat. Er brachte mir auf schnellstem Wege alle burgbautechnischen Kniffe bei. In sehr schwierigen Verständigungsfällen benutzte er seinen gutmütigen Vater als Dolmetscher. Als er einige Tage vor mir abreiste, hinterließ er mir jedenfalls ein wahres Prachtwerk von Strandburg. Eberhardchen!
Dann war da noch Elfriede. Elfriede aus Köln. Die hatte ganz kurz vor Antritt der Seereise erst so ungefähr erfaßt, daß der Mensch mit Geschicklichkeit und Geduld es dahin bringen kann, sich selbständig fortzuwegen. Elfriede war eindreiviertel Jahre alt. Das Badeleben sagte ihr sehr zu, und ihr Fortbewegungsdrang bekam im warmen, weichen Seesand ungeheuren Auftrieb Man brauchte nur mal eine knappe Minute lang nicht ganz genau hm- zusehen, dann war Elfriede aber auch schon quer über den ganzen Strand an die letzten Ausläufer des Meeres gewackelt und setzte sich dort sofort mit aller Nachdrücklichkeit ins Wasser. Elfriedens Mutter aber hörte man alsbald aufschreien: „Elfriede! Bist du jeck?!" Elfriede war mitnichten jeck Eisriede war vielmehr streng zu beaufsichtigen. Und außerdem war sie süß. Sie hatte Augen wie schwarze Kirschen.
Berlin 1938 berichtet Fritz Hellwag.
— Die „Jllustrirte Zeitung Leipzig" vom 7. Juli 1938 gibt einen aufschlußreichen Querschnitt durch das Argentinien von heute. In der Folge der größeren Modebeiträge, die in bestimmten Abständen erscheinen, wird diesmal der Sommerpelz hervorge- boben Weitere Modeseiten bieten Anregungen für die Urlaubszeit. Zeitgemäß ist der gut illustrierte Beitrag „Deutsches Wobnen — Vorbildliche Heim- gestaltüng für alle Maßstäbe der Lebenshaltung". Die bebilderte Abhandlung „Wasser-Katastrophen' von Dr. Kurt Krause bringt eine Hebersichtskarte tur letzten Wasserkatastropbe in China. Im Rahmen des aktuellen Teils wird ein ausführlicher Bildbericht von der Tagung der FAJ. (Federation ASronauti-
Strandkorb Nummer 24. Für ein paar Wochen war er mein. Für ein paar unvergleichlich Ichone Wochen. Meine Zimmernachbarin fragte mich mittags bei Tisch, ob mir den Standkorb nicht zusam-
in einem Luftfahrzeug unternommen.
Im Krieg 1866 zeichnet sich der junge tapfere Offizier in manchem Gefecht aus. Ein Jahr nach seiner Heirat mit der baltischen Baronesse Isabelle von Wolff zieht er abermals ms Feld. Sofort nach Ausbruch des Krieges im Juli 1870 dringt er mit einer Patrouille von fünf Offizieren und sieben Dragonern in schneidigem Ritt tief in Feindesland. Sein Kamerad, Leutnant Wesloe, fällt als erster Toter des deutsch-französischen Krieges. Die anderen werden verwundet oder gefangen. Zeppelin allein gelingt es dank seiner Geistesgegenwart und Sprachgewandtheit, auf einem französischen Chasseurpferd zurückzukommen. Er bringt der Truppenführung hochwichtige Nachrichten.'Das kühne Reiterstück macht Ferdinand von Zeppelin mit einem Schlage weithin berühmt.
Im Jahre 1890 nahm der inzwischen zum Generalmajor und Brigadekommandeur in Saarburg aufgestiegene Graf Zeppelin seinen Abschied, weil er keine Aussicht auf Beförderung mehr hatte. Seine Reformvorschläg^ für den Kavalleriedienst hatten ihn wohl unbeliebt gemacht. Sie sind übrigens, wie so viele Gedanken Zeppelins auf anderen Gebieten, später durchgeführt worden.
geben. Meine Zimmernachbarin war ein gutes Wesen, und ich empfand es als eine peinliche Aufgabe, ihren Vorschlag ablehnen zu müssen. Aber bei mir ist das so, ich will meinen Strandkorb ganz für mich allein haben. Und meine Burg auch. Einem Schwätzchen über den schützenden Wall hinweg bin ich dann allerdings nicht immer abgeneigt. Da war nuä zum Beispiel die nette, rundliche Dame aus Dresden. Die hatte ich kennengelernt, die kam jeden Tag und erzählte mir einfach alles. Soweit es sich dabei um die Wiedergabe von Dialogen zwischen ihr und ihrem Ehemanne handelte, lautete ihre ständige Einleitung: ..... Du, hab'ch zu mein' Mann gefacht ..Und die Gute sagte im Verlaufe eines Tages anscheinend ganz schön viel zu ihrem Mann
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Der Herr aus Kassel im benachbarten Strandkorb hat mich einmal ausgelacht, weil er auf meinem Liegestuhl einen kleinen Band Philosophie hatte liegen sehen. Der Herr aus Kassel kann mir heute noch gestohlen bleiben Denn erstens hatte ich das Buch ganz kurz vor meiner Reise geschenkt bekommen, und die Leute, die mir Bücher schenken, die werden doch wohl ungefähr wissen, was für mich paßt, nicht wahr? Zweitens, was geht den Herrn aus Kassel die Auswahl meiner Bücher überhaupt an.^ — Es mar doch so schön, gerade mit diesem Buch und besonders an etwas stürmischen Tagen, die Körbe ringsum waren dann leer, ich aber hockte mit angezogenen Beinen auf der Bank in meinem Zelt, der Wind rüttelte knatternd die Leinenwqnde, die Brandung sprang manchmal klatschend über meine bloßen Füße. Ich frage nochmals: Was gebt das alles einen Herrn aus Kassel an?! Mir ist unendlich wohl dabei gewesen.
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Pionier der deutschen Lustschiffahri.
Zum 100. Geburtstage des Grafen Zeppelin am 8. Juli 1938
Von Or. Wolfgang Mejer.
Strandkorb Nummer 24. i
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Wie ich den großen Koffer aus der Bodenkarn- i mer herunterhole und öffne, flattert mir ein Stuck- < chen Papier entgegen. Ein kleiner, viereckiger Zettel, von einem Block abgetrennt, was ihan aus den feinen, regelmäßigen Zacken auf der linken Seite , h-es Papierchens ersehen kann. Und es steht etwas darauf: Strandkorb Nr. 24, Strandstuhl Nr. 1, vermietet vorn ... bis einschließlich ... Erhalten Mark ... ©erriet Vaddensen. Strandzeltverrnieter.
Strand korb Nummer 24. Der hat mir gehört. Als ich ankam auf der Insel im Juli vorigen Jahres, da war es zunächst einmal freilich spät abends. Ich bin trotzdem noch ein Weilchen an den Strand gegangen. An das Meer. Meine Zimmernachbarin ist am anderen Morgen darüber entsetzt gewesen. „Aber es war doch schon beinahe zwölf Uhr!" hat sie geister- bleich ausgerufen. Ja, es war beinahe zwölf Uhr. Vierundzwanzig Uhr eigentlich, na, daran gewohnt sich ja kein Mensch. Zwölf Uhr ^lso. DUtternacht. Und kein Mensch am Strande. Keine Menschenseele am Meer. Es war herzbeklemmend schön.
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Am Morgen schien die Sonne. Wenn die Sonne auf das Meer scheint, wenn weiße Möven darüber schwingen, wenn fröhliches Lachen den schimmernden Strand hinauf, hinunter mit der Brandung steigt und fällt, dann ist es nicht mehr das ganz große Glück. Dann ist es plötzlich eine sehr Helle, sehr heitere Angelegenheit. Und das ist auch schön. Und man muß natürlich einen Strandkorb Haben, einen Strandkorb mit buntgestreifter Plane, mit lustig flatternden Wimpeln. Herr Boddensen verhalf mir zu selbigem Möbel gleich in den frühen Morgenstunden. Herr ©erriet Boddensen. Ich erfuhr diesen Namen, nachdem sein Besitzer mir die Quittung über den für das Strandzelt entrichteten Betrag ausgehändigt hatte. Ich fand diesen Namen wundervoll" Ein einfacher Mann, ein Zeltvermieter, ein Mensch, der mit aufgekrempelten Hosenbeinen barfüßig durch die Jnselstraßen läuft und dazu ©erriet heißt. .
©eneralfeldmarschall Graf Haeseler und Graf Zeppelin im Manöver. (Scherl-Bilderdienst-M.) stehen des Lebenswerkes. Da meldeten am 31. September 1907 die Blätter, daß es am Vortage dem neuesten Luftschiff des Grafen gelungen sei, einen Flug von mehr als acht Stunden Dauer auszuführen. Eine unerhörte Leistung für diese Zeit!
Jetzt stellte das Reich eine Summe zum Ankauf von zwei Zeppelinschiffen bereit, falls dem Grafen eine Dauerfahrt von 24 Stunden gelänge. Zeppelin baute ein größeres, leistungsfähigeres Luftschiff von 15 000 cbm Gasinhalt und 220 PS Maschinenleistung. Zur Ueberraschung aller Welt erschien schon am 1. Juli 1908 der „ Z 4", die schlanke weiße „Zigarre", über den Gestaden des Vierwaldstätter-, des Zuger-, des Züricher Sees. Der Jubel der Schweizer und ihrer Sommergäste brauste zu dem tapferen alten Herrn empor, der mit seiner
roärHgt den Boden, aus dem eine so ungewöhnliche Persönlichkeit erwachsen tonnte.
Ferdinand von Zeppelin wurde Offizier. Aber seine militärische Laufbahn verlief keineswegs im durchschnittlichen Gleise Als junger Leutnant ließ er sich zum Besuche der Universität Tübingen beurlauben. Bemerkenswert ist die Wahl seiner Studienfächer: Staatswissenschaft, Maschinenbau, Chemie. Eine Mobilmachung während des italienisch- österreichischen Krieges 1859 unterbricht das Studium und versetzt Zeppelin zum württembergijchen Jnaenieurkorps nach Ulm. Der amerikanische Sezessionskrieg 1861/64 sieht ihn in den Vereinigten Staaten, wo er die Gelegenheit 4vahrnimmt, sein militärisches Wissen am praktischen Beispiel außerordentlich zu weiten, „insbesondere in Bezug auf die Ausbeutung der Technik für militärische Zwecke" Als klar beobachtender Zuschauer sammelt er dort Eindrücke, die er in Zeinen „Erinnerungen aus dem amerikanischen Kriegsjahr 1863" 50 Jahre später packend schildert. Damals hat Zeppelin in einem Fesselballon übrigens auch seinen ersten Aufstieg
Die höhere Erziehung der Kinder war einem jungen Theologen, Robert Moser, anvertraut, der in seinen Erinnerungen ein anschauliches Bild vom Leben im Hause Zeppelin gibt. Wenn er auch den Unterricht systematischer betreiben mußte als der Vorgänger, so hielt er sich doch von der herrschenden Ueberwertung des Lateinischen fern. Erdkunde, Heimatgeschichte, Naturkunde und biblische Geschichte standen im Vordergründe der Erziehung. Aber auch die Leibesübungen wurden viel stärker ols damals üblich gepflegt. Moser schildert, wie besonders der junge Ferdinand entschieden Begabung im Bau kleiner Mühlen, Schiffe und ähnlichen mechanischen Spielwerks zeigte. „Nun möchte ich fragen", schließt der vor fast 90 Jahren schon fo modern empfindende Pädagoge, „ob solches Beobachten der Natur, solche Mannigfaltigkeit der Umgebung, solche Abwechslung in Spiel und Erholung nicht auch wesentlich zur Bildung beiträgt und praktische Menschen macht, die den Nagel aussen Kopf treffen." — Dieser Rückblick auf Graf Ferdinand von Zeppelins Herkunft-und Jugendzeit vergegen-
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Meine Burg war keine Festung. Der Wall war dauernd von der Flut zerwaschen, weil ich viel zu weit vorn am Meere hauste, weil ich ferner beim Aufschütten den Sand nicht richtig festzuklopfen verstand, und weil in dieser Burg eben ganz einfach ein tatkräftiges, männliches Wesen, der Burgherr gewissermaßen, fehlte. Das wurde aber alles anders von dem Tage an, da Eberhardchen zu mir kam. Eberhardchen aus Stettin. Angefangen hat es mit einem verflogenen Ball. Fortgesetzt hat es sich mit vielen gegenseitigen Liebeserzeigungen Eberhardchen war drei Jahre alt und verließ fkch blind auf Instinkte. Außerdem liebte er es, splitternackt am Strand umherzulaufen. Seine Mutti fand das eigentlich em bißchen genierlich und machte immer wieder ruh-
kloster auf der „Insel" in Konstanz belehnt worden, mit dem Auftrag, darin eine Kattunfabrik zu begründen. In jenen vom Hauche romantischer Der-, gangenheit umwitterten Räumen, in denen vor Jahrhunderten der tschechische Reformator Johann Huß gefangensaß, in denen der mystische Heinrich Seuse als Abt gewaltet, erblickte Ferdinand von Zeppelin das Licht der Welt.
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weißen Mütze aus der Führergondel winkte. An diesem Tage war Zeppelins Weltruhm begründet.
Aber das Verhängnis wich noch nicht vom Werke Zeppelins. Beim Versuch, die verlangte, 24-Stunden- sährt auszuführen, riß eine Gewitterböe das b e i Echterdingen verankerte Schiff los und ließ es in Flammen aufgehen. Arbeit und Opfer von Jahrzehnten waren vernichtet. In erschütternden Berichten haben Augenzeugen geschildert, wie Zeppelin als müder, gebrochener Mann inmitten der schweigenden Volksmenge an den Trümmern seiner Schöpfung stand. Nur Augenblicke waren es. Plötzlich traf die Nachricht ein, der gleiche Wettersturm habe die Stadt Donaueschingen durch eine Feuersbrunst größtenteils zerstört. Da überweist der Graf, am Grabe seiner Hoffnungen und vielleicht seiner Habe, telegraphisch einen ansehnlichen Betrag für die Geschädigten. Und als ihn seine Mitarbeiter bange fragten, was nun werden solle, sagt er schlicht und fest: „Es wird weitergebaut." Das war Zeppelin!
Noch am Abend jener Katastrophe von Echter- dingen, am 5. August 1908, war Zeppelins Werk gerettet. Eine Flut freiwilliger Spenden aus allen Schichten des Volkes ergoß sich nach Friedrichshafen. Eine Welle opferfreudiger Begeisterung
Vom ersten Aufstieg des Zeppelins.
Das Luftschiff „LZ 1", das am 2. Juli 1900 zum erstenmal aufstieg und sich 17 Minuten in
1 W " der Luft hielt. - (Scherl-Bilderdienst-M.)_________________________
Die wohlverdiente Muße des Ruhestandes zu genießen, entsprach nicht einem Tatmenschen wie dem damals 52jährigen Zeppelin. Er begann ein neues Leben, ein Kämpferleben für eine große Idee: die Eroberung der Luft! Schon 1874 hatte der Schöpfer des Weltpostvereins, Generalpostme'ster v. Stephan, einen Vortrag über „Weltpoft und Luftschiffahrt" gehalten und mit genialer Sehergabe die umwälzenden Aufgaben brauchbarer, damals noch nicht vorhandener Luftfahrzeuge geschildert. Stephans Gedanken entfachten im verwandten Geiste Zeppelins eine Flamme, die nicht mehr erlöschen sollte. Er mußte solches Luftfahrzeug schaffen! Daß dies trotz aller bisherigen Fehlschläge anderer Erfinder möglich fei, war sein fester Glaube.
Bislang hatten die Erbauer von Luftschiffen versucht, den Luftballon^ die gute, alte ,,(£l)arliere", lenkbar zu machen. Den Gedanken, .einen länglichen Luftballon durch Luftschrauben fortzubewegen, legte schon der Jngemeuroffizier Meusnier im 18. Jahrhundert schriftlich nieder. Zeppelin ging aber einen anderen Weg. Er entwarf einen riesigen Tragkörper aus stoffbespanntem Leichtmetallgerüst, in dem eine Anzahl Gaszellen liegen. An diesem Körper hängen mehrere Gondeln mit den Motoren. Das sind bis heute die Merkmale der Starrluftschiffe geblieben.
Trotz gehässiger Widersacher, trotz Ablehnung durch Kommissionen von „Sachverständigen", trog finanzieller Schwierigkeiten gelingt es Zeppelin, am 2. Juli 1900 das erste Luftschiff zum Aufstieg zu bringen. Es fliegt, es gehorcht dem Steuer! Natürlich haften ihm noch Mängel an. Aber der Beweis der Richtigkeit feiner Ideen ist erbracht.
Freilich waren durch die Versuche auch die Mittel der von Zeppelin unter starkem Anteil eigenen Vermögens begründeten „Gesellschaft zur Förderung der Luftschiffahrt" verbraucht. Nun beginnt Zeppelins heldenhafter Kampf mit Wort und Feder, nut rücksichtslosem Einsatz von Gesundheit und Habe für seine Idee. Stürme beschädigen seine Halle auf dem Bodensee bei Friedrichshafen, zerstören sein neugebautes Schiff. Gegner stellen ihn als närri- : sehen Querulanten hin. Zeppelin und seine Getreuen, voran der bescheidene, tüchtige Oberingenieur ; Ludwig Dürr, halten durch.
Jahre vergingen in hartem Ringen um das Be
sonnenlicht mit einem kleinen Segelboot über das gleißende Meer gefahren. Und einer blies wie träumend auf der Mundharmonika.
Zeitschriften
— „Die Kun st", Monatshefte für Malerei, Plastik und Wohnkultur, 39. Jahrgang. Nr 10, im Verlag F. Bruckmann, München. Das Juli-Heft ner» öffentlich auf der Umschlagseite eine Reproduktion des Gemäldes „Frühling" von dem sudetendeutschen Maler Anton Kolig. Weitere Werke bedeutender Künstler, die Sudetendeutschland hervorgebracht hat, finden sich im Innern des Heftes, u. a. der weibliche Akt „Erhebung" von Anton Hanak sowie das Gemälde „Hans Kudlich, der Bauernbefreier" von Paul Gebauer. Den Begleittext schrieb Otto Kletzl. Georg Schrimpf, dessen Wirken und Bedeutung Curt Hohoff würdigt, ist mit einigen feiner besten Werks vertreten. Heber die Münchener Kunstausstellung 1938 referiert Ulrich Christoftel. Bildbeigahen zeigen Werke von Franz Doll, Anton Lamprecht, Edmund Steppes, Hans Wimmer und E. A. Rauch. — Eins Profilaufnahme zeigt die eindrucksvolle Bildnisbüsts des Forschers Leo Frobenius, die Clary von Ruckte- schell-Trueb für das Kulturforschungsinstitut Frobenius in Frankfurt a. M schuf. Der zweite Teil des Heftes bringt ein von dem Stuttgarter Architekten Paul Darius erbautes Haus. — Die Schlafzimmermöbel von Architekt Max Dürr, Stuttgart, find raumsparend und originell. Zum 70. Geburtstag Richard Riemerschmids veröffentlicht „Die Kunst" eine Würdigung von Theodor Heuß. — Die schwierige Aufgabe, einen Garten auf einem mit Kiefern bestandenen Grundstück zu schaffen, hat die Gartengestalterin Herta Hammerbacher, Potsdam-Barnim, gelöst, wie die verschiedenen Aufnahmen zeigen. — Heber die Internationale Handwerks-Ausstellung
von Kaiser Josef II. ntit dem einstigen Dominikaner- ' ' ‘ ...... Konstanz belehnt wor-
n eine Kattunfabrik zu
Wir sind im vollen Mittagssonnenlicht mit einem Segelboot über das gleißende Meer gefahren. Unfer Segel war rot. Hnd einer hat angefangen, auf der Mundharmonika zu spielen. Da haben mir alle natürlich gleich losgeschrien: Abel, Abel, mit der Mundharmonika, und haben ihn geneckt und uns e.ben ein bißchen albern aufgeführt. Aber er hat es uns eingetränkt Er hat uns alle zum Schweigen gebracht, zum andächtigen Schweigen. Denn siehe, er spielte und blies das kleine Instrument Mundharmonika meisterhaft. Sein braunes Jungensaesicht war zurückgelehnt gegen das tiefrote Segel. Wir haben angelegt bei einer Sandbank, auf ein paar Quadratmeter Land, dir irgendwann einmal ganz sicher das Meer wieder in feine Tiefen reißen wird. Ein Wrack war auch da. Was soll man dazu sagen? Ein Wrack erfordert ernste Gedanken und wirkt doch so im I hellen blanken Sonnmlicht ein klein bißchen wie —.. - - —n---n x-, SCCAMir;*i
ein dummer Witz. Wir sind im vollen Mittags-! que Internationale) tn Berlin veröffentlicht.
Halbtags* mäddien zum 15. Juli gesucht. 03U8 bonniinnstr. 7 s [Stellengesuche
Am 8 Juli 1838 wurde dem fürstlich-hohen- zollerischen Hofmarschall Grafen Friedrich von Zeppelin ein Sohn geboren, der den Namen Ferdinand erhielt. Die Mutter des Knaben entstammte einer altangesehenen Schweizer Fann- . .. r. r 1 ... X; ra Avtfc t r.. SUnhöH -
sie französischer Herkunft, die aus Genf ms Boden- jeegeblet eingewandert war. Ihr Großvater war
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