Ausgabe 
7.7.1938
 
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Vorzeitige Explosion einer Sprengladung.

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9. Sitzung

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hat sich der zuständige Betriebsdezernent sofort an die Unfallstelle begeben.

schweig) hat sich ein schweres Explosionsunglück zu- getraqen. Beim Brunnenbau stießen Arbeiter i n 45 Meter Tiefe auf einen großen Stein, der durch Spengung beseitigt werden sollte. Die Spreng­ladung kam aber vorzeitig zur Explosion. Der Bohr­meister erlitt schwere Bein- und Armverletzungen, denen er alsbald erlag. Bier weitere Brunnenbau­

punkt nicht mehr fern zu sein, wo dieses Land .eine gesamte Erzeugung selbst benötigen und nicht mehr in der Lage sein wird, wie bisher einen bedeutenden Ueberschuß auszuführen.

Die Standard Oil Co. of California hat auf Bahrein bisher für die geologische Erforschung des Vorkommens, für die Erbohrung der Oelquellen, für die erforderlichen Anlagen und Bauten und für die Errichtung einer vor kurzem in Betrieb genom­menen Raffinerie mehr als 20 Millionen Dollar investiert. Das große Konftruttionsprogramm wurde Anfang 1934 mit dem Bau einer Anzahl von Großtanks mit einem Gesamtfassungsvermögen von 36 000 Tonnen in Angriff genommen. Fast gleich­zeitig wurde die Anlage eines weitverzweigten Rohrleitungsnetzes sowie eines unterseeischen Der- ladesystems begonnen. Durch dieses wird das Oel in die 5 Kilometer von der Küste entfernt veran­kerten Schiffe gepumpt. Die erste Verschiffung von Bahrein-Oel erfolgte im Juni 1932. Der Bau der Raffinerie, der in weniger als zwei Jahren voll­endet worden ist, war eine außerordentlich schwie­rige Aufgabe, weil auf der Insel selbst außer Sand und Steinen keinerlei Baumaterialien oder Hilfsmittel, ja nicht einmal gelernte Handwerker, vorhanden waren. Mehr als 30 000 Tonnen Stahl, Maschinen, Holz, Zement und Tausende von ein­zelnen Teilen und Gegenständen mußten im Laufe weniger Monate zum Teil aus Europa und zum anderen Teil von der Ost- und Westküste Amerikas unter Ueberwindung gewaltiger Entfernungen her- beigefchafft werden. Für die Raffinerie, deren Tagesleistung rund 3500 Tonnen beträgt, wurden weitere Tanks mit einem Gesamtfassungsvermögen von fast 300 000 Tonnen sowie ein Kraftwerk mit einer Leistung von 8000 KW erbaut. Die Verlade- vorrichtungen wurden erweitert durch die Erbauung von zwei Stahlpiers in einer Wassertiefe von 15 m. Diese Piers, an denen zwei Schfffe gleichzeitig laden können, find durch fünf unterseeische Rohrleitungen mit den Vorratstanks an Land verbunden. Starke Pumpen machen es möglich, fast tausend Tonnen je Stunde zu laden. Die Erzeugnisse der Raffinerie werden von der California Texas Oil Co. Ltd., die zu diesem Zweck im Jähre 1936 gemeinsam von der Standard Oil Co. of California und der Texas Corp. gegründet wurde, in Asien, Australien und Afrika verkauft.

des Internationalen Vibliothekarverbandes.

In Brüssel fand die 9. Sitzung des Interna­tionalen Bibliothekarverbandes statt. Die Konfe­renz dient der Vorbereitung des großen Biblio­thekarkongresses, der bei der Gutenberg- Jahrfeier 1940 in Deutschland stattfinden soll. 52 Vertreter aus 17 Ländern nahmen an der Brüsseler Sitzung teil. Die deutsche Abordnung stand unter der Führung des Direktors der Staats­bibliothek Berlin, Geheimrat Krüß. Sie umfaßt ferner Ministerialrat Blume vom Reichser­ziehungsministerium, Hofrat T e i ch l, Direktor der Staatsbibliothek Wien, und Dr. A b b , Direktor der Berliner Universitätsbibliothek und Vorsitzender des Vereins deutscher Bibliothekare.

Zahlreiche Deutsche in Kobe durch die Flutkatastrophe geschädigt.

Rach einer Meldung des Generalkonsulats in Kobe sind durch die Unwetterkatastrophe z w a n z i a Häuser von Deutschen zerstört und 3 0 Häuser beschädigt worden. Die Umfassungs­mauer der deutschen Schule stürzte ein. Das Gebäude des Generalkonsulats steht ein Meter u n - ter Wasser, lieber die Gesamtverluste an Men­schenleben liegen endgültige Ziffern noch nicht vor. Einschließlich den Vermißten wird die Zahl der Toten aus 300 bis 400 geschätzt werden. Darunter befinden sich vier Europäer. Weiter wurden drei Eu­ropäerschwerverletzt.

Ein Schulomnibus vom Zuge erfaßt.

Wie die Reichsbahndirektion Stettin mitteilt, er­faßte die Lokomotive des Personenzuges 276 an einem unbeschrankten Straßenüber­gang der Strecke Stralsund R o st o ck bei Cassebohm in der Nähe von Rostock einen Kraft­omnibus, der mit etwa 60 Kindern a u f einer Schulfahrt von Parchim nach Rügen unter­wegs war. Bei dem Unfall wurden drei Kinder schwer und zehn leicht verletzt. Aerztliche Hilfe war alsbald zur Stelle. Zur Klärung des Sachverhalts

An die Raffinerie schließt sick die von der Stan­dard für ihre weißen Angestellten erbaute B a p c o S t a d t an. Sie liegt höher und des­halb gesünder als der größte Teil der Insel. Bereits jetzt zählt sie rund hundert aus Stein erbaute Häuser die mit allen wünschenswerten Bequemlich­keiten ausgestattet sind. Jedes Haus besitzt eine eigene Klimaanlage, durch die eine stets gleich­bleibende, angenehme Temperatur geschaffen, die Luft gereinigt und der Feuchtigkeitsgehalt in den wün­schenswerten Grenzen gehalten wird. Dadurch sind die weißen Angestelltn weitgehend gegen die Nach­teile des als ungesund verschrienen, feuchtheißen Klimas geschützt. Da die Insel wenig landschaftliche Reize besitzt und auch sonst keinerlei Annehmlichkeit oder Unterhaltung bietet, hat die Gesellschaft für Abwechslung und Zerstreuung mancherlei Art ge­sorgt. Außer mehreren Tennisplätzen gibt es ein geschmackvoll ausgestattetes Klubhaus mit einer Bar, Lesesaal, Billard und anderen Spielen, und nicht weit von dem Klubhaus befindet sich ein gut ge­pflegter Golfplatz, eine Anlage zum Tontauben­schießen und ein Fußballplatz. Wenige Minuten entfernt liegt der Strandklub mit einem Süßwasser­schwimmbad, das besonders nach einem Bade in den salzigen Wassern des Persischen Golfes als eine Wohltat empfunden wird. Seit kurzem besteht auch ein Pacht- und Außenbordmotorbootklub. Die Bapco"-Stadt hat ihr eigenes, sehr modern ein­gerichtetes Hospital und ein Schulhaus, in dem die Kinder der weißen Angestellten unterrichtet werden. Die Aula des Schulhauses dient abends als Theater­saal. Eine ausgezeichnete Tonfflmeinrichtung ermög­licht es den Angestellten in ihrer Weltabgeschlossen- l beit, die besten Filme zu sehen.

arheiter wurden- schwer verletzt.

Verhängnisvolle Feuerwehrübung.

In der portugiesischen Universitätsstadt C o m - bra ereignete sich ein schwerer Unfall. Bei einer Feuerwehr-Schauübung sollten zehn Personen aus einem brennenden dreistöckigen Gerüst geborgen werden. Infolge des unvorhergesehenen Höherschla­gens der Flammen wurden diese aber von einer Panik ergriffen und sprangen vorzeitig herunter. Acht von ihnen waren sofort tot, zwei schweben in Lebensgefahr.

Ein Raubmörder hingerichtet.

Die Justizpressestelle Berlin teilt mit: Der am 27. Dezember 1913 geborene Ewald Schmidt ist hm- gerichtet worden; er war am 17. Februar 1938 von dem Schwurgericht in Stargard wegen Mördes zum Tode verurteilt. Schmidt hat am 18. Jan. 1938 in Freienwalde (Pommern) den 78jährigen Altsitzer Albert Retzlasf in dessen Wohnung ermordet und beraubt.

Neuer Prozeß

gegen den jüdischen Schieber Vosel.

Die Deutsche Reichs post als Rechtsnachfolge­rin der österreichischen Postsparkasse hat eine Klage auf Ungültigkeitserklärung des Schieds­gerichtsspruches eingebracht, der in der Systemzeit die vermögensrechtlichen Auseinandersetzungen zwi­schen dem jüdischen Kriegsgewinnler und Schieber S i g i Basel und der Postsparkasse entschied. Au Grund dieses Schiedsspruches hatte Bosel der Post-, sparkasse, die er in der Nachkriegszeit um 3,6 Millionen Dollar betrogen hatte, zur Wiedergutmachung Werte in der Höhe von höch­stens zwei Millionen Schilling übergeben. Die Ver­einbarungen waren so günstig für Bosel ausgefal­len, weil der jüdische Schieber zu verschiedenen offi­ziellen Stellen der Systemzeit enge Beziehun­gen unterhielt, und weil man Enthüllungen über seine Verbindungen mit der Christlich-Sozialen Partei befürchtete. Kofel, der feinerzeit wegen fei-

Bahrein, die Oelinseln im persischen Golf

Von unserem Al. Br6.-Berichierstaiier.

rund 1 140 000 Tonnen.

Diese sprunghaft wachsende Erzeugung, die noch vor wenigen Jahren in den Kreisen der Oelprodu- zenten die Befürchtung erweckte, daß sie den euro­päischen Markt katastrophal beeinflussen würde, wird heute als eine willkommene Erweiterung der Welt­erzeugung betrachtet. Wenn auch bisher die erhöhte Nachfrage auf den Weltölmärkten durch eine starke Produktionssteigerung der Vereinigten Staaten be=., friedigt werden konnte, so scheint doch der ZeiL-'heit, die besten Filme zu sehen.

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Buntes Allerlei.

Haar als Rohstoff.

Die Verwendung von Menschenhaar für die ver­schiedensten Schmuck- und Gebrauchsgegenstände ist nicht ganz neu. Schon im Altertum benutzte man wie die Panische Geschichte erzählt Frauen­haar als Spannsehnen für die Geschütze und fer­tigte allerlei Schmuck aus Haar. Auch Pinsel und Bürsten hat man von jeher aus Chinesenhaar ge­macht, wie überhaupt für China bas Haar ein be­deutender Exportartikel ist. Selbst Deutschland hat einmal, im Jahre 1913, 1270 Doppelzentner Men­schenhaar aus China eingeführt, was sich aus der damaligen Haarmode erklärt. Und 1922 hat Deutsch­land sogar 281 Doppelzentner Menschenhaar aus­geführt. Damals begannen sich die Frauen die Haare zu kürzen. Neu hingegen ist die industrielle Verwertung der Menschenyaare zum Zwecke des Verspinnens und des Verfilzens. Es ist gelungen, einen Teppich herzustellen, der bis 30 v. H. Men­schenhaar als Ausgangsstoff enthält, und der von dem aus Tierhaaren hergestellten nicht zu unter­scheiden ist. Dazu braucht man allerdings langes Haar. Dpch auch das kurze Schnitthaar findet heute Verwertung. Man stellt daraus Filztuche für Pres­sen oder Dachpappe her. Das ganz kurze Haar von einer Länge unter sieben Millimeter dient wegen seines hohen Stickstoffgehaltes noch als Dünger. Einer halbamtlichen Aufstellung nach sollen die 75 000 deutschen Friseure jährlich eine Menge von 300 000 bis 500 000 Kilogramm sammeln können.

Zum Schluß dürften einige Zahlen interessieren. Europäer haben 300 Haare auf den Quadratzenti­meter- blonde Menschen 120 000 und Brünette 80 000 Kopfhaare. Das ungekürzte Gesamthaar wiegt durchschnittlich 120 Gramm. Das Wachstum eines Einzelhaares beträgt in 24 Stunden 0,3 Mil­limeter, jedoch nicht am Bart, der rasiert wird. Hier ist das Wachstum etwas höher. Auf diese Weise produziert der Körper an jedem Tag 30 Me­ter neues Haar. Frauenhaar wurde schon in einer Länge von 245 Zentimeter gemessen. f o P

Oie häufigste Frage der Welt.

Die Zeitangabe durch den Fernsprecher ist heute eine stehende Einrichtung in den verschiedensten Ländern geworden. In wie großem Umfange diese sprechende Uhr befragt wird, zeigt eine Statistik des Londoner Fernsprechamtes, nach der im Jahre 1937 nicht weniger als 9 Millionen Anfragen nach der genauen Zeit gekommen sind, also 25 000 täglich. In Paris wird die Zeitangabe des Fernsprechers, die mit dem Observatorium in Ver­bindung steht, täglich im Durchschnitt 2000mat in Anspruch genommen. Rechnet man dazu, daß heute in allen Ländern mindestens zwei- oder dreimal täglich die genaue Zeit durch den Rundfunk gegeben wird, so ist man doch etwas überrascht über dieses allgemeine Interesse, die genaue Zeit zu wissen, be­sonders wenn man daran denkt, daß es erst wenige Jahrzehnte her ist, daß man sie überhaupt kaum wissen konnte, sondern sich mit der nicht immer ge­nauen Zeit der Kirchturmsuhr begnügen mußte. ! Man kann sich heute auch kaum vorstellen, wie die Leute vor Jahrhunderten auskamen, als es höchstens - Sonnenuhren gab, die doch bei schlechtem Wetter t ihren Dienst versagten. Dieses unerhört gesteigerte = Interesse an der genauen Zeit ist jedenfalls ein : Kennzeichen für unsere Tage mit ihrem fieberhaft 1 gestalteten Leben. B.

Aufschwung erleben.

Die Geschichte der Erdölindustrie ist reich an un­gewöhnlichen Geschehnissen, aber eines der drama­tischsten der letzten Jahre ist zweifellos der über­raschende Aufstieg Bahreins zu seiner jetzigen Be­deutung in der Weltölwirtschaft. Auf einer kleinen Insel, deren Name vor fünf Jahren nur wenigen Europäern bekannt war, ist ein Oelfeld entstanden, das in den fünf Jahren seines Bestehens rund zwei Millionen Tonnen Erdöl geliefert hat und voraus- ichtlich allein in diesem Jahr fast ebensoviel erzeugen vird. Sowohl vom wirtschaftlichen wie auch vom trategischen Gesichtspunkt bedeutet die Entdeckung des Bahrein-Oelfeldes das wichtigste Ereignis des Nahen Ostens feit der Erschließung der Oelfelüer des Irak und der Fertigstellung der großen Oel- leitung nach dem Mittelmeer.

Im Jahre 1932 begann die Bahrein Petrol 1 e u m Co., eine Tochtergesellschaft der Standard Oil Co. of California, mit ihren Arbeiten zur Er­schließung der Oeloorkornrnen der Insel Bahrein. Im Juni des genannten Jahres wurde die erste Bohrung sündig, und seitdem sind mehr als fünfzig Quellen erschlossen worden. Die durchschnittliche Tiefe der Bohrungen beträgt 675 Meter, und die Durchschnittstagesförderung jeder Quelle beläuft sich auf rund 1000 Tonnen. Einige Sonden ergaben eine Anfangserzeugung von fast 3000 Tonnen täglich, und keine einzige Bohrung war erfolglos. Aller Wahrscheinlichkeit nach befinden sich in größerer Tiefe noch andere ölführende Lagen von großer Ergiebigkeit, bei deren bevorstehenden Erschließung mit einer weiter ansteigenden und lange anhalten­den Erzeugung gerechnet werden kann. Da bisher weder die Grenzen des Vorkommens noch die Zahl und die Mächtigkeit der verschiedenen ölführenden Schichten bekannt sind, ist es vorläufig unmöglich, die wahrscheinlichen Gesamtreserven des Bahrein- Erdölvorkommens zu errechnen, noch läßt sich die endgültige Produktionskapazität schätzen. Die Erd­ölförderung stieg von 40 000 Tonnen im Jahre 1934 auf 180 000 Tonnen im folgenden Jahr, ergab 663 000 Tonnen im Jahre 1936 und erreichte 1937

Die Justizpressestelle Darmstadt teilt mit: Ober­staatsanwalt Dr. Alexander Ära eU in Darmstadt ist zum Reichskriegsanwalt in Berlin er­nannt worden.

Landrat Dr. Heerdt (Dillenburg) ist ab 1. Au­gust d. I. in das Reichs- und Preußische Ministe­rium des Innern berufen worden.

In London ist ein Ergänzungsprotokoll zum englisch - sowjetrussischen Flot­tenvertrag unterzeichnet worden, das den Grundsatz der G 1 e i t k 1 a u s e 1 auch in diesem vor­sieht. D. h. also, daß auch Sowjetrußland sich ver­pflichtet hat, die Höchstgrenze für Grohkampfschiffe mit 45 000 Tonnen und das Kaliber nut 16 Zoll (40,2 Zentimeter) als gültig anzunehmen.

Neugliederung

der Kanzlei des Führers cerNSOAP

Berlin, 6.Juli. (DNB.) Der Chef der Kanzlei des Führers der NSDAP., Reichsleiter Philipp B o u f) r, hat nachstehende Ausführungsbestim­mungen zur Verfügung des Führers vom 3. Juni 1938 erlassen:

1. Die bisherige Privatkanzlei Adolf Hitlers wird a l s A m t I in die Kanzlei des Füh­rers der NSDAP, eingegliedert. Die Sonderbezeich­nungen der einzelnen Aemtet der Kanzlei des Füh­rers der NSDAP, kommen in Wegfall.

2. Auf Grund feiner Berufung zum Adjutanten des Führers legt Hauptamtsleiter Bormann die Leitung des Amtes IV (bisher Sozialamt) nieder. Zum Leiter dieses Amtes ernennt ich den Haupt­stellenleiter Cnyrim.

3. Die Kanzlei des Führers der NSDAP, gliedert

(Nachdruck verboten!)

Bagdad, Sommer 1938.

Seit dem frühen Altertum sind die Bahrein- Jckseln wegen des Reichtums ihrer Küsten an kost­baren Perlen berühmt. Obgleich die Perlen­fischerei auch heute noch betrieben wird, ist diese Industrie für die Insel nur noch von sekundärer Bedeutung, feit man unter den Perlmuschelbänken und unter dem Boden der Inseln gewaltige Erd­ölvorkommen entdeckt hat und große Mengen des schwarzen Goldes zu fördern begann.

Die Bahrein-Gruppe liegt 50 bis 60 Kilometer vom arabischen Festlande entfernt und besteht aus 14 Inseln und Inselchen. Die größte von ihnen, die dem Archipel den Namen gegeben hat, ist mit rund 450 Qadratkilometer kaum halb so groß wie die Insel Rügen. Das Gebiet gehörte politisch zu Iran (Persien), dis die Engländer, in kluger Erkenntnis seines strategischen Wertes, unter einem Vorwand die Inseln besetzten und sie 1812 zu einem bri­tischen Protektorat erklärten. Die Insel­gruppe wird jetzt nominell von einem König, Sir Hamad ben Isa al Kalifah, beherrscht, dem als Berater ein britischer Militär zur Seite steht. Auch die Hafen-, Zoll- und Gesundheitsbehörden unter­stehen britischen Beamten.. Außerdem besitzen die Engländer auf Bahrein einen ausgezeichneten Flughafen und einen starken Flottenstütz- punkt. Besonders dieser hat noch an Bedeutung gewonnen, seitdem die Inseln durch die Ausbeutung der Oelvorkommen einen ungeahnten wirtschaftlichen

Witterungsvorhersage

für die Zeit vom 7. bis 16. Juli. Herausgegeben von der Forschungsstelle für lang­fristige Witterungsvorhersage des Reichswetter­dienstes in Bad Homburg v. d. H. am 6. Juli 1938 abends.

In den nächsten Tagen ziemlich freundlich, zeit­weise heiter, tagsüber mäßig warm. Im Osten warm, örtliche gewittrige Störungen. Später, und zwar wahrscheinlich nach einigen Tagen, bei über­wiegend maritimer und polarmaritimer Luftzufuhr von Westen nach Osten fortschreitend wieder Abküh­lung, unbeständig, bewölkt bis bedeckt, im allgemei­nen nur kurze "Aufheiterungen, häufige, teilweise starke Niederschläge. Im äußersten Südosten, Bur­genland und südliche Steiermark warm und heiter, jedoch nicht störungsfrei. Im Mittel des zehntägigen Zeitraumes, vom Nordosten und äußersten Südosten wahrscheinlich abgesehen, für die Jahreszeit zu kühl. Gesamtsonnenscheindauer im Westen und in der Mitte des Reiches kleiner als 70 Stunden, im Süd­osten wahrscheinlich größer als 70 Stunden. Zahl der Tage mit Niederschlägen von mindestens Vio Li­ter auf den Quadratmeter fast im ganzen Reichs­gebiet größer als 5. Stärke und Häufigkeit der Nie­derschläge in Orten, die im Süden oder Südostrand eines Gebirges liegen, wahrscheinlich geringer.

Wetterbericht

Ausgedehnter Luftdruckanstieg über dem Festlande hat eine Umgestaltung der Wetterlage gebracht. Es zieht ein vom Atlantik vordringender Tiefdruckwirbel, der heute morgen England starke Niederschläge bringt, in nordöstlicher Richtung weiter und wird' unser Gebiet nur mit feinen südlichen Ausläufern berühren. Bei höherliegenden Temperaturen wird es dabei zu gewittrigen Störungen kommen.

VorherfagefürFreitag: Lebhafte Winde, wolkig, zeitweise gewittrige Störungen. Wärmer als seither, Winde aus Südwest bis West.

Vorherfagefür Samstag: Bei lebhaften westlichen Winden sehr unbeständig und etwas wärmer. .

Lufttemperaturen am 6. Juli: mittags 20 Grad Celsius, abends 14 Grad; am 7. Juli: morgens 11,4 Grad. Maximum 21 Grad, Minimum heute nacht 6,4 Grad. Erdtetnperaturen in 10 cm Tiefe am 6. Juli: abends 18>3 Grad; am 7. Juli: morgens 13,1 Grad. Sonnenfcheindauer 10,4 Stunden.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- fchein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot (in Urlaub, i. V.: Dr. Fr. W. Lange); für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VI. 38: 9035. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.--G., sämllich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Sams- tags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September. 1937 gültig.

ner Betrügereien zu 18 Monaten Kerker verurteilt worden war, jedoch feine Strafe nicht ange - e n hatte, befindet sich feit dem Umbruch i n Strafanstalt Stein in Haft.

Gedenkblätler der Deutschen Zeppelin-Reederei.

Aus Anlaß des 10 0. Geburtstages des Grafen Ferdinand von Zeppelin wer­den von der Deutschen Zeppelin-Reederei Gedenk­blätter herausgegeben. Sie tragen die Flaggen der Deutschen Zeppelin-Reederei sowie eine entspre­chende Inschrift und sind mit einem Satz (25 und 50 Pf.) der neuen, am 100. Geburtstag des Grafen von Zeppelin durch die Deutsche Reichspost heraus- gegebenen Luftpost marken frankiert. Außer­dem tragen sie einen Sonderstempel und zwar ent­weder den des am 7., 8. und 9. Juli im Luftschiff- Hafen Rhein-Main Frankfurt eingerichteten ^onder- postamtes, oder des in diesen Tagen in Friedrichs­hafen am Bodenfee bestehenden Postamtes.

Sonbetpoftfarte zu ben Reichswettkämpfen ber $21.

Zu den Reichswettkämpfen der SA. vom 15. bis 17. Juli auf dem Reichsf port- f elb in Berlin sind Sonderpo st karten mit dem Wertstempel einer besonderen 6 - Pfennig - Marke in brauner Farbe nach einem Entwurf des Berliner Graphikers Werner H e u d t- l a ß hergestellt worden. Die Postämter und Amts- stellen geben vom 12. Juli an die Postkarte für 15 Pfennig ab. Der Zuschlag von 9 Pfennigen fließt zum größeren Teil dem Kulturfonds des Führers, zum Heineren dem Hauptamt für Äampffpiele zu.

Zauberer aus aller Welt kommen nach Frankfurt a. 2R.

Vom 17. bis 19. September d. I. findet in Fraük-

furt a.M. der 2 6. ÄuterLationale Kon­

greß des Magischen Zirkels statt, der alljährlich in einem anderen Land abgehalten wird. Die bekanntesten Zauberkünstler aus aller Welt werden zu dieser Tagung in Frankfurt zusammen- bem $or<e C ro.y a (Kreis Gifhorn bei Braun­kommen. 800 Teilnehmer sind bereits gemeldet,......* -* -------

17 Staaten schicken ihre Delegierten. Neben den fachlichen Kongreßtagungen findet ein gro­ßer Fe st a b end statt, bei dem die Künstler ihre Spitzenleistungen den Teilnehmern des Kongresses

sich in Zukunft in:

Amt I: Leiter Hauptamtsleiter Bormann, ( (persönliche Angelegenheiten des Führers j und Sonderaufgaben).

Amt II: Leiter Amtsleiter Brask (Bearbeitung . von Eingaben, die NSDAP., ihre < Gliederungen und angefchloffenen Ver- , bände, sowie Diensfftellen des Reiches < und der Länder betreffend).

Amt III: Leiter Amtsleiter Borkenkamp (Be­arbeitung von Gnadensachen von Angehörigen der Bewegung).

Amt IV: Leiter Hauptstellenleiter Cnyrim (Be­arbeitung von sozialwirtschaft- - lichen Angelegenheiten und Gesuchen sozialer Art).

Amt V: Leiter Amtsleiter I a e n i s ch (P e r s o- n al- und Ver w altun g s angelegen- heiten).

Kunst und Wissenschaft.

HebbelsNibelungen- in Worms ein großer Erfolg.

Am Sonntag ging die letzte Darbietung von Hebbels TrilogieDie Nibelungen" im Wormser Städtischen Spiel- und Festhaus zu Ende, die wäh­rend der Festspielwoche zu vier ausverkauf­ten Aufführungen über 4000 Besu­cher nach Worms gebracht hat. Auch diesmal waren Maria Koppenhöfer, Berlin (Brun- Hilde), und Agnes Straub, Berlin (Knem- hilde)' für die weiblichen Hauptrollen gewonnen. Ihr Spiel wurde zu einem unvergeßlichen Erlebnis und führte die Darstellungskunst der übrigen Künst­ler aus dem Darmstädter Sbndestheater zu einer Höhe, von der die Aufführungen der vor­jährigen Festspielwoche noch übertroffen wurden. Bestand noch vor einigen Wochen Unklarheit, ob es möglich sei, dieNibelungen" auch in Zukunft all­jährlich aufzuführen, so hat auf einem Empfang im Nibelungensaal des Wormser Rathauses, zu dem Reichsstatthalter Sprenger eingeladen hatte, dessen Stellvertreter, Staatssekretär Reiner, diese Bedenken zerstreut, indem er versprach, daß die Nibelungen-Festspiele in Worms stets von der Landesregierung Förderung und Unterstützung haben werden, damit zukünfttg in jedem Jahr die Nibelungen"-Trilogie aufgeführt werden könne.

Die Heidelberger Reichsfeflspiele proben.

Die Proben für die Heidelberger Reichsfestspiele sind schon im Gange. Intendant Ingolf K nutze hat in diesem Jahre zum drittenmal die Gesamt­leitung der Spiele; Traugott Müller vom Staats­theater Berlin führt die Gesamtausstattung und Intendant K. Erlich vom Heidelberger Stadt­theater ist für die technische Vorbereitung verant­wortlich. ImFaust" treten u. a. auf: Werner Krauß (Mephisto), Werner Hinz (Fäust), Mana Wimmer (Gretchen), Paul Kemp (Schüler), Lina Carstens (Marthe.Schwertlein), Fred Liewehr vom Burgtheater Wien (Valentin). BeimG ö tz von B e r 1 i ch i n g e n" spielt die Hauptrolle wieder Hein­rich George. Andere Rollen werden von Lina Car­stens, Alice Verden, Walter Kottenkamp, Clemens Hasse und Wilhelm llmminger u. a. gespielt. Außer­dem wird ShakespeareDer Widerspensti- gen Zähmung" aufgeführt unter Spielleitung von Karl Heinz Stroux, unter Mitwirkung von Fita Benckhoff, Gustav Knuth, Paul Kemp, Ernst Sladeck. In EichendorffsDie Freie r" wirken unter Richart Weicherd mit: Berny Clairmont, Gerda Maria Temo, Paul Hoffmann und Fred Liewehr.

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