Vorzeitige Explosion einer Sprengladung.
Zeigen.
9. Sitzung
tret der
hat sich der zuständige Betriebsdezernent sofort an die Unfallstelle begeben.
schweig) hat sich ein schweres Explosionsunglück zu- getraqen. Beim Brunnenbau stießen Arbeiter i n 45 Meter Tiefe auf einen großen Stein, der durch Spengung beseitigt werden sollte. Die Sprengladung kam aber vorzeitig zur Explosion. Der Bohrmeister erlitt schwere Bein- und Armverletzungen, denen er alsbald erlag. Bier weitere Brunnenbau
punkt nicht mehr fern zu sein, wo dieses Land .eine gesamte Erzeugung selbst benötigen und nicht mehr in der Lage sein wird, wie bisher einen bedeutenden Ueberschuß auszuführen.
Die Standard Oil Co. of California hat auf Bahrein bisher für die geologische Erforschung des Vorkommens, für die Erbohrung der Oelquellen, für die erforderlichen Anlagen und Bauten und für die Errichtung einer vor kurzem in Betrieb genommenen Raffinerie mehr als 20 Millionen Dollar investiert. Das große Konftruttionsprogramm wurde Anfang 1934 mit dem Bau einer Anzahl von Großtanks mit einem Gesamtfassungsvermögen von 36 000 Tonnen in Angriff genommen. Fast gleichzeitig wurde die Anlage eines weitverzweigten Rohrleitungsnetzes sowie eines unterseeischen Der- ladesystems begonnen. Durch dieses wird das Oel in die 5 Kilometer von der Küste entfernt verankerten Schiffe gepumpt. Die erste Verschiffung von Bahrein-Oel erfolgte im Juni 1932. Der Bau der Raffinerie, der in weniger als zwei Jahren vollendet worden ist, war eine außerordentlich schwierige Aufgabe, weil auf der Insel selbst außer Sand und Steinen keinerlei Baumaterialien oder Hilfsmittel, ja nicht einmal gelernte Handwerker, vorhanden waren. Mehr als 30 000 Tonnen Stahl, Maschinen, Holz, Zement und Tausende von einzelnen Teilen und Gegenständen mußten im Laufe weniger Monate zum Teil aus Europa und zum anderen Teil von der Ost- und Westküste Amerikas unter Ueberwindung gewaltiger Entfernungen her- beigefchafft werden. Für die Raffinerie, deren Tagesleistung rund 3500 Tonnen beträgt, wurden weitere Tanks mit einem Gesamtfassungsvermögen von fast 300 000 Tonnen sowie ein Kraftwerk mit einer Leistung von 8000 KW erbaut. Die Verlade- vorrichtungen wurden erweitert durch die Erbauung von zwei Stahlpiers in einer Wassertiefe von 15 m. Diese Piers, an denen zwei Schfffe gleichzeitig laden können, find durch fünf unterseeische Rohrleitungen mit den Vorratstanks an Land verbunden. Starke Pumpen machen es möglich, fast tausend Tonnen je Stunde zu laden. Die Erzeugnisse der Raffinerie werden von der California Texas Oil Co. Ltd., die zu diesem Zweck im Jähre 1936 gemeinsam von der Standard Oil Co. of California und der Texas Corp. gegründet wurde, in Asien, Australien und Afrika verkauft.
des Internationalen Vibliothekarverbandes.
In Brüssel fand die 9. Sitzung des Internationalen Bibliothekarverbandes statt. Die Konferenz dient der Vorbereitung des großen Bibliothekarkongresses, der bei der Gutenberg- Jahrfeier 1940 in Deutschland stattfinden soll. 52 Vertreter aus 17 Ländern nahmen an der Brüsseler Sitzung teil. Die deutsche Abordnung stand unter der Führung des Direktors der Staatsbibliothek Berlin, Geheimrat Krüß. Sie umfaßt ferner Ministerialrat Blume vom Reichserziehungsministerium, Hofrat T e i ch l, Direktor der Staatsbibliothek Wien, und Dr. A b b , Direktor der Berliner Universitätsbibliothek und Vorsitzender des Vereins deutscher Bibliothekare.
Zahlreiche Deutsche in Kobe durch die Flutkatastrophe geschädigt.
Rach einer Meldung des Generalkonsulats in Kobe sind durch die Unwetterkatastrophe z w a n z i a Häuser von Deutschen zerstört und 3 0 Häuser beschädigt worden. Die Umfassungsmauer der deutschen Schule stürzte ein. Das Gebäude des Generalkonsulats steht ein Meter u n - ter Wasser, lieber die Gesamtverluste an Menschenleben liegen endgültige Ziffern noch nicht vor. Einschließlich den Vermißten wird die Zahl der Toten aus 300 bis 400 geschätzt werden. Darunter befinden sich vier Europäer. Weiter wurden drei Europäerschwerverletzt.
Ein Schulomnibus vom Zuge erfaßt.
Wie die Reichsbahndirektion Stettin mitteilt, erfaßte die Lokomotive des Personenzuges 276 an einem unbeschrankten Straßenübergang der Strecke Stralsund — R o st o ck bei Cassebohm in der Nähe von Rostock einen Kraftomnibus, der mit etwa 60 Kindern a u f einer Schulfahrt von Parchim nach Rügen unterwegs war. Bei dem Unfall wurden drei Kinder schwer und zehn leicht verletzt. Aerztliche Hilfe war alsbald zur Stelle. Zur Klärung des Sachverhalts
An die Raffinerie schließt sick die von der Standard für ihre weißen Angestellten erbaute „ B a p c o S t a d t an. Sie liegt höher und deshalb gesünder als der größte Teil der Insel. Bereits jetzt zählt sie rund hundert aus Stein erbaute Häuser die mit allen wünschenswerten Bequemlichkeiten ausgestattet sind. Jedes Haus besitzt eine eigene Klimaanlage, durch die eine stets gleichbleibende, angenehme Temperatur geschaffen, die Luft gereinigt und der Feuchtigkeitsgehalt in den wünschenswerten Grenzen gehalten wird. Dadurch sind die weißen Angestelltn weitgehend gegen die Nachteile des als ungesund verschrienen, feuchtheißen Klimas geschützt. Da die Insel wenig landschaftliche Reize besitzt und auch sonst keinerlei Annehmlichkeit oder Unterhaltung bietet, hat die Gesellschaft für Abwechslung und Zerstreuung mancherlei Art gesorgt. Außer mehreren Tennisplätzen gibt es ein geschmackvoll ausgestattetes Klubhaus mit einer Bar, Lesesaal, Billard und anderen Spielen, und nicht weit von dem Klubhaus befindet sich ein gut gepflegter Golfplatz, eine Anlage zum Tontaubenschießen und ein Fußballplatz. Wenige Minuten entfernt liegt der Strandklub mit einem Süßwasserschwimmbad, das besonders nach einem Bade in den salzigen Wassern des Persischen Golfes als eine Wohltat empfunden wird. Seit kurzem besteht auch ein Pacht- und Außenbordmotorbootklub. Die „Bapco"-Stadt hat ihr eigenes, sehr modern eingerichtetes Hospital und ein Schulhaus, in dem die Kinder der weißen Angestellten unterrichtet werden. Die Aula des Schulhauses dient abends als Theatersaal. Eine ausgezeichnete Tonfflmeinrichtung ermöglicht es den Angestellten in ihrer Weltabgeschlossen- l beit, die besten Filme zu sehen.
arheiter wurden- schwer verletzt.
Verhängnisvolle Feuerwehrübung.
In der portugiesischen Universitätsstadt C o m - bra ereignete sich ein schwerer Unfall. Bei einer Feuerwehr-Schauübung sollten zehn Personen aus einem brennenden dreistöckigen Gerüst geborgen werden. Infolge des unvorhergesehenen Höherschlagens der Flammen wurden diese aber von einer Panik ergriffen und sprangen vorzeitig herunter. Acht von ihnen waren sofort tot, zwei schweben in Lebensgefahr.
Ein Raubmörder hingerichtet.
Die Justizpressestelle Berlin teilt mit: Der am 27. Dezember 1913 geborene Ewald Schmidt ist hm- gerichtet worden; er war am 17. Februar 1938 von dem Schwurgericht in Stargard wegen Mördes zum Tode verurteilt. Schmidt hat am 18. Jan. 1938 in Freienwalde (Pommern) den 78jährigen Altsitzer Albert Retzlasf in dessen Wohnung ermordet und beraubt.
Neuer Prozeß
gegen den jüdischen Schieber Vosel.
Die Deutsche Reichs post als Rechtsnachfolgerin der österreichischen Postsparkasse hat eine Klage auf Ungültigkeitserklärung des Schiedsgerichtsspruches eingebracht, der in der Systemzeit die vermögensrechtlichen Auseinandersetzungen zwischen dem jüdischen Kriegsgewinnler und Schieber S i g i Basel und der Postsparkasse entschied. Au Grund dieses Schiedsspruches hatte Bosel der Post-, sparkasse, die er in der Nachkriegszeit um 3,6 Millionen Dollar betrogen hatte, zur Wiedergutmachung Werte in der Höhe von höchstens zwei Millionen Schilling übergeben. Die Vereinbarungen waren so günstig für Bosel ausgefallen, weil der jüdische Schieber zu verschiedenen offiziellen Stellen der Systemzeit enge Beziehungen unterhielt, und weil man Enthüllungen über seine Verbindungen mit der Christlich-Sozialen Partei befürchtete. Kofel, der feinerzeit wegen fei-
Bahrein, die Oelinseln im persischen Golf
Von unserem Al. Br6.-Berichierstaiier.
rund 1 140 000 Tonnen.
Diese sprunghaft wachsende Erzeugung, die noch vor wenigen Jahren in den Kreisen der Oelprodu- zenten die Befürchtung erweckte, daß sie den europäischen Markt katastrophal beeinflussen würde, wird heute als eine willkommene Erweiterung der Welterzeugung betrachtet. Wenn auch bisher die erhöhte Nachfrage auf den Weltölmärkten durch eine starke Produktionssteigerung der Vereinigten Staaten be=., friedigt werden konnte, so scheint doch der ZeiL-'heit, die besten Filme zu sehen.
tnih °nt ■Ä"i>
£4 lw(e" Itup, l !?or, QUf K?°ffnun«
Xtup.
^utVs5.
der Ber.
dVW besand, in bie u_m den Kirch- Wton fast sind dü ?tadt verübt nts sind über Mhafte Weise fester hin- geschleift, ihm ^eßlich durch gestellten vier» lenneister von moN er noch offen und Der- ie Männer ab. wurde in ein
oja.
M. (Europa. WjetjpanWn len Spaniens, He San Pablo i seines Stabs» Riaja aus einer Riaja blieb im» lebung wurden Wen haben sich Wag geheim kerung hn sow- stem der Macht- , . darstellt Das mischen Offizier ippen gefangen»
£?. Blatter tfrs
n 'fe Sil- C* «n.
Ich.
hat-Lrrtttg.
tSt,r6?'itn5 lei iib-r A D.i UÄl-ld-rE
M dre H ^e.
1 Cben
>er , n ®oT‘ ■ a< S hatte 5 ßaod'EltS' i l Levölke- Mkische c. r au§
9<’
si.) Die schwer- t den Unruhen spätabenb des । nicht Mnitzer .rden. Mch den )on Juden eine Marktplatz von ch deren Explo- urben. Es ent» Sei und Truppen t an den Un» in Feurige- lraber und zwei r Schwerverletz» (LTB? ionWchen. Ser» t Wagen m die
cht di-
ieien Der s°dt abends auf der ist anzunehmen» rlängert werden -e Unruhen vor Toten des M» >inanderfetzungen 'ges gefordert - Woche auf ms»
Buntes Allerlei.
Haar als Rohstoff.
Die Verwendung von Menschenhaar für die verschiedensten Schmuck- und Gebrauchsgegenstände ist nicht ganz neu. Schon im Altertum benutzte man — wie die Panische Geschichte erzählt — Frauenhaar als Spannsehnen für die Geschütze und fertigte allerlei Schmuck aus Haar. Auch Pinsel und Bürsten hat man von jeher aus Chinesenhaar gemacht, wie überhaupt für China bas Haar ein bedeutender Exportartikel ist. Selbst Deutschland hat einmal, im Jahre 1913, 1270 Doppelzentner Menschenhaar aus China eingeführt, was sich aus der damaligen Haarmode erklärt. Und 1922 hat Deutschland sogar 281 Doppelzentner Menschenhaar ausgeführt. Damals begannen sich die Frauen die Haare zu kürzen. Neu hingegen ist die industrielle Verwertung der Menschenyaare zum Zwecke des Verspinnens und des Verfilzens. Es ist gelungen, einen Teppich herzustellen, der bis 30 v. H. Menschenhaar als Ausgangsstoff enthält, und der von dem aus Tierhaaren hergestellten nicht zu unterscheiden ist. Dazu braucht man allerdings langes Haar. Dpch auch das kurze Schnitthaar findet heute Verwertung. Man stellt daraus Filztuche für Pressen oder Dachpappe her. Das ganz kurze Haar von einer Länge unter sieben Millimeter dient wegen seines hohen Stickstoffgehaltes noch als Dünger. Einer halbamtlichen Aufstellung nach sollen die 75 000 deutschen Friseure jährlich eine Menge von 300 000 bis 500 000 Kilogramm sammeln können.
Zum Schluß dürften einige Zahlen interessieren. Europäer haben 300 Haare auf den Quadratzentimeter- blonde Menschen 120 000 und Brünette 80 000 Kopfhaare. Das ungekürzte Gesamthaar wiegt durchschnittlich 120 Gramm. Das Wachstum eines Einzelhaares beträgt in 24 Stunden 0,3 Millimeter, jedoch nicht am Bart, der rasiert wird. Hier ist das Wachstum etwas höher. Auf diese Weise produziert der Körper an jedem Tag 30 Meter neues Haar. Frauenhaar wurde schon in einer Länge von 245 Zentimeter gemessen. f o P
Oie häufigste Frage der Welt.
Die Zeitangabe durch den Fernsprecher ist heute eine stehende Einrichtung in den verschiedensten Ländern geworden. In wie großem Umfange diese sprechende Uhr befragt wird, zeigt eine Statistik des Londoner Fernsprechamtes, nach der im Jahre 1937 nicht weniger als 9 Millionen Anfragen nach der genauen Zeit gekommen sind, also 25 000 täglich. In Paris wird die Zeitangabe des Fernsprechers, die mit dem Observatorium in Verbindung steht, täglich im Durchschnitt 2000mat in Anspruch genommen. Rechnet man dazu, daß heute in allen Ländern mindestens zwei- oder dreimal täglich die genaue Zeit durch den Rundfunk gegeben wird, so ist man doch etwas überrascht über dieses allgemeine Interesse, die genaue Zeit zu wissen, besonders wenn man daran denkt, daß es erst wenige Jahrzehnte her ist, daß man sie überhaupt kaum wissen konnte, sondern sich mit der nicht immer genauen Zeit der Kirchturmsuhr begnügen mußte. ! Man kann sich heute auch kaum vorstellen, wie die ■ Leute vor Jahrhunderten auskamen, als es höchstens - Sonnenuhren gab, die doch bei schlechtem Wetter t ihren Dienst versagten. Dieses unerhört gesteigerte = Interesse an der genauen Zeit ist jedenfalls ein : Kennzeichen für unsere Tage mit ihrem fieberhaft 1 gestalteten Leben. B.
Aufschwung erleben.
Die Geschichte der Erdölindustrie ist reich an ungewöhnlichen Geschehnissen, aber eines der dramatischsten der letzten Jahre ist zweifellos der überraschende Aufstieg Bahreins zu seiner jetzigen Bedeutung in der Weltölwirtschaft. Auf einer kleinen Insel, deren Name vor fünf Jahren nur wenigen Europäern bekannt war, ist ein Oelfeld entstanden, das in den fünf Jahren seines Bestehens rund zwei Millionen Tonnen Erdöl geliefert hat und voraus- ichtlich allein in diesem Jahr fast ebensoviel erzeugen vird. Sowohl vom wirtschaftlichen wie auch vom trategischen Gesichtspunkt bedeutet die Entdeckung des Bahrein-Oelfeldes das wichtigste Ereignis des Nahen Ostens feit der Erschließung der Oelfelüer des Irak und der Fertigstellung der großen Oel- leitung nach dem Mittelmeer.
Im Jahre 1932 begann die Bahrein Petrol 1 e u m Co., eine Tochtergesellschaft der Standard Oil Co. of California, mit ihren Arbeiten zur Erschließung der Oeloorkornrnen der Insel Bahrein. Im Juni des genannten Jahres wurde die erste Bohrung sündig, und seitdem sind mehr als fünfzig Quellen erschlossen worden. Die durchschnittliche Tiefe der Bohrungen beträgt 675 Meter, und die Durchschnittstagesförderung jeder Quelle beläuft sich auf rund 1000 Tonnen. Einige Sonden ergaben eine Anfangserzeugung von fast 3000 Tonnen täglich, und keine einzige Bohrung war erfolglos. Aller Wahrscheinlichkeit nach befinden sich in größerer Tiefe noch andere ölführende Lagen von großer Ergiebigkeit, bei deren bevorstehenden Erschließung mit einer weiter ansteigenden und lange anhaltenden Erzeugung gerechnet werden kann. Da bisher weder die Grenzen des Vorkommens noch die Zahl und die Mächtigkeit der verschiedenen ölführenden Schichten bekannt sind, ist es vorläufig unmöglich, die wahrscheinlichen Gesamtreserven des Bahrein- Erdölvorkommens zu errechnen, noch läßt sich die endgültige Produktionskapazität schätzen. Die Erdölförderung stieg von 40 000 Tonnen im Jahre 1934 auf 180 000 Tonnen im folgenden Jahr, ergab 663 000 Tonnen im Jahre 1936 und erreichte 1937
Die Justizpressestelle Darmstadt teilt mit: Oberstaatsanwalt Dr. Alexander Ära eU in Darmstadt ist zum Reichskriegsanwalt in Berlin ernannt worden.
Landrat Dr. Heerdt (Dillenburg) ist ab 1. August d. I. in das Reichs- und Preußische Ministerium des Innern berufen worden.
In London ist ein Ergänzungsprotokoll zum englisch - sowjetrussischen Flottenvertrag unterzeichnet worden, das den Grundsatz der G 1 e i t k 1 a u s e 1 auch in diesem vorsieht. D. h. also, daß auch Sowjetrußland sich verpflichtet hat, die Höchstgrenze für Grohkampfschiffe mit 45 000 Tonnen und das Kaliber nut 16 Zoll (40,2 Zentimeter) als gültig anzunehmen.
Neugliederung
der Kanzlei des Führers cerNSOAP
Berlin, 6.Juli. (DNB.) Der Chef der Kanzlei des Führers der NSDAP., Reichsleiter Philipp B o u f) r, hat nachstehende Ausführungsbestimmungen zur Verfügung des Führers vom 3. Juni 1938 erlassen:
1. Die bisherige Privatkanzlei Adolf Hitlers wird a l s A m t I in die Kanzlei des Führers der NSDAP, eingegliedert. Die Sonderbezeichnungen der einzelnen Aemtet der Kanzlei des Führers der NSDAP, kommen in Wegfall.
2. Auf Grund feiner Berufung zum Adjutanten des Führers legt Hauptamtsleiter Bormann die Leitung des Amtes IV (bisher Sozialamt) nieder. Zum Leiter dieses Amtes ernennt ich den Hauptstellenleiter Cnyrim.
3. Die Kanzlei des Führers der NSDAP, gliedert
(Nachdruck verboten!)
Bagdad, Sommer 1938.
Seit dem frühen Altertum sind die Bahrein- Jckseln wegen des Reichtums ihrer Küsten an kostbaren Perlen berühmt. Obgleich die Perlenfischerei auch heute noch betrieben wird, ist diese Industrie für die Insel nur noch von sekundärer Bedeutung, feit man unter den Perlmuschelbänken und unter dem Boden der Inseln gewaltige Erdölvorkommen entdeckt hat und große Mengen des schwarzen Goldes zu fördern begann.
Die Bahrein-Gruppe liegt 50 bis 60 Kilometer vom arabischen Festlande entfernt und besteht aus 14 Inseln und Inselchen. Die größte von ihnen, die dem Archipel den Namen gegeben hat, ist mit rund 450 Qadratkilometer kaum halb so groß wie die Insel Rügen. Das Gebiet gehörte politisch zu Iran (Persien), dis die Engländer, in kluger Erkenntnis seines strategischen Wertes, unter einem Vorwand die Inseln besetzten und sie 1812 zu einem britischen Protektorat erklärten. Die Inselgruppe wird jetzt nominell von einem König, Sir Hamad ben Isa al Kalifah, beherrscht, dem als Berater ein britischer Militär zur Seite steht. Auch die Hafen-, Zoll- und Gesundheitsbehörden unterstehen britischen Beamten.. Außerdem besitzen die Engländer auf Bahrein einen ausgezeichneten Flughafen und einen starken Flottenstütz- punkt. Besonders dieser hat noch an Bedeutung gewonnen, seitdem die Inseln durch die Ausbeutung der Oelvorkommen einen ungeahnten wirtschaftlichen
Witterungsvorhersage
für die Zeit vom 7. bis 16. Juli. Herausgegeben von der Forschungsstelle für langfristige Witterungsvorhersage des Reichswetterdienstes in Bad Homburg v. d. H. am 6. Juli 1938 abends.
In den nächsten Tagen ziemlich freundlich, zeitweise heiter, tagsüber mäßig warm. Im Osten warm, örtliche gewittrige Störungen. Später, und zwar wahrscheinlich nach einigen Tagen, bei überwiegend maritimer und polarmaritimer Luftzufuhr von Westen nach Osten fortschreitend wieder Abkühlung, unbeständig, bewölkt bis bedeckt, im allgemeinen nur kurze "Aufheiterungen, häufige, teilweise starke Niederschläge. Im äußersten Südosten, Burgenland und südliche Steiermark warm und heiter, jedoch nicht störungsfrei. Im Mittel des zehntägigen Zeitraumes, vom Nordosten und äußersten Südosten wahrscheinlich abgesehen, für die Jahreszeit zu kühl. Gesamtsonnenscheindauer im Westen und in der Mitte des Reiches kleiner als 70 Stunden, im Südosten wahrscheinlich größer als 70 Stunden. Zahl der Tage mit Niederschlägen von mindestens Vio Liter auf den Quadratmeter fast im ganzen Reichsgebiet größer als 5. Stärke und Häufigkeit der Niederschläge in Orten, die im Süden oder Südostrand eines Gebirges liegen, wahrscheinlich geringer.
Wetterbericht
Ausgedehnter Luftdruckanstieg über dem Festlande hat eine Umgestaltung der Wetterlage gebracht. Es zieht ein vom Atlantik vordringender Tiefdruckwirbel, der heute morgen England starke Niederschläge bringt, in nordöstlicher Richtung weiter und wird' unser Gebiet nur mit feinen südlichen Ausläufern berühren. Bei höherliegenden Temperaturen wird es dabei zu gewittrigen Störungen kommen.
VorherfagefürFreitag: Lebhafte Winde, wolkig, zeitweise gewittrige Störungen. Wärmer als seither, Winde aus Südwest bis West.
Vorherfagefür Samstag: Bei lebhaften westlichen Winden sehr unbeständig und etwas wärmer. .
Lufttemperaturen am 6. Juli: mittags 20 Grad Celsius, abends 14 Grad; am 7. Juli: morgens 11,4 Grad. Maximum 21 Grad, Minimum heute nacht 6,4 Grad. — Erdtetnperaturen in 10 cm Tiefe am 6. Juli: abends 18>3 Grad; am 7. Juli: morgens 13,1 Grad. — Sonnenfcheindauer 10,4 Stunden.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- fchein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot (in Urlaub, i. V.: Dr. Fr. W. Lange); für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VI. 38: 9035. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.--G., sämllich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Sams- tags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September. 1937 gültig.
ner Betrügereien zu 18 Monaten Kerker verurteilt worden war, jedoch feine Strafe nicht ange - e n hatte, befindet sich feit dem Umbruch i n Strafanstalt Stein in Haft.
Gedenkblätler der Deutschen Zeppelin-Reederei.
Aus Anlaß des 10 0. Geburtstages des Grafen Ferdinand von Zeppelin werden von der Deutschen Zeppelin-Reederei Gedenkblätter herausgegeben. Sie tragen die Flaggen der Deutschen Zeppelin-Reederei sowie eine entsprechende Inschrift und sind mit einem Satz (25 und 50 Pf.) der neuen, am 100. Geburtstag des Grafen von Zeppelin durch die Deutsche Reichspost heraus- gegebenen Luftpost marken frankiert. Außerdem tragen sie einen Sonderstempel und zwar entweder den des am 7., 8. und 9. Juli im Luftschiff- Hafen Rhein-Main Frankfurt eingerichteten ^onder- postamtes, oder des in diesen Tagen in Friedrichshafen am Bodenfee bestehenden Postamtes.
Sonbetpoftfarte zu ben Reichswettkämpfen ber $21.
Zu den Reichswettkämpfen der SA. vom 15. bis 17. Juli auf dem Reichsf port- f elb in Berlin sind Sonderpo st karten mit dem Wertstempel einer besonderen 6 - Pfennig - Marke in brauner Farbe nach einem Entwurf des Berliner Graphikers Werner H e u d t- l a ß hergestellt worden. Die Postämter und Amts- stellen geben vom 12. Juli an die Postkarte für 15 Pfennig ab. Der Zuschlag von 9 Pfennigen fließt zum größeren Teil dem Kulturfonds des Führers, zum Heineren dem Hauptamt für Äampffpiele zu.
Zauberer aus aller Welt kommen nach Frankfurt a. 2R.
Vom 17. bis 19. September d. I. findet in Fraük-
furt a.M. der 2 6. ÄuterLationale Kon
greß des Magischen Zirkels statt, der alljährlich in einem anderen Land abgehalten wird. Die bekanntesten Zauberkünstler aus aller Welt werden zu dieser Tagung in Frankfurt zusammen- bem $or<e C ro.y a (Kreis Gifhorn bei Braunkommen. 800 Teilnehmer sind bereits gemeldet,......— •* -* -------—
17 Staaten schicken ihre Delegierten. Neben den fachlichen Kongreßtagungen findet ein großer Fe st a b end statt, bei dem die Künstler ihre Spitzenleistungen den Teilnehmern des Kongresses
sich in Zukunft in:
Amt I: Leiter Hauptamtsleiter Bormann, ( (persönliche Angelegenheiten des Führers j und Sonderaufgaben).
Amt II: Leiter Amtsleiter Brask (Bearbeitung . von Eingaben, die NSDAP., ihre < Gliederungen und angefchloffenen Ver- , bände, sowie Diensfftellen des Reiches < und der Länder betreffend).
Amt III: Leiter Amtsleiter Borkenkamp (Bearbeitung von Gnadensachen von Angehörigen der Bewegung).
Amt IV: Leiter Hauptstellenleiter Cnyrim (Bearbeitung von sozialwirtschaft- - lichen Angelegenheiten und Gesuchen sozialer Art).
Amt V: Leiter Amtsleiter I a e n i s ch (P e r s o- n al- und Ver w altun g s angelegen- heiten).
Kunst und Wissenschaft.
Hebbels „Nibelungen- in Worms ein großer Erfolg.
Am Sonntag ging die letzte Darbietung von Hebbels Trilogie „Die Nibelungen" im Wormser Städtischen Spiel- und Festhaus zu Ende, die während der Festspielwoche zu vier ausverkauften Aufführungen über 4000 Besucher nach Worms gebracht hat. Auch diesmal waren Maria Koppenhöfer, Berlin (Brun- Hilde), und Agnes Straub, Berlin (Knem- hilde)' für die weiblichen Hauptrollen gewonnen. Ihr Spiel wurde zu einem unvergeßlichen Erlebnis und führte die Darstellungskunst der übrigen Künstler aus dem Darmstädter Sbndestheater zu einer Höhe, von der die Aufführungen der vorjährigen Festspielwoche noch übertroffen wurden. Bestand noch vor einigen Wochen Unklarheit, ob es möglich sei, die „Nibelungen" auch in Zukunft alljährlich aufzuführen, so hat auf einem Empfang im Nibelungensaal des Wormser Rathauses, zu dem Reichsstatthalter Sprenger eingeladen hatte, dessen Stellvertreter, Staatssekretär Reiner, diese Bedenken zerstreut, indem er versprach, daß die Nibelungen-Festspiele in Worms stets von der Landesregierung Förderung und Unterstützung haben werden, damit zukünfttg in jedem Jahr die „Nibelungen"-Trilogie aufgeführt werden könne.
Die Heidelberger Reichsfeflspiele proben.
Die Proben für die Heidelberger Reichsfestspiele sind schon im Gange. Intendant Ingolf K nutze hat in diesem Jahre zum drittenmal die Gesamtleitung der Spiele; Traugott Müller vom Staatstheater Berlin führt die Gesamtausstattung und Intendant K. Erlich vom Heidelberger Stadttheater ist für die technische Vorbereitung verantwortlich. Im „Faust" treten u. a. auf: Werner Krauß (Mephisto), Werner Hinz (Fäust), Mana Wimmer (Gretchen), Paul Kemp (Schüler), Lina Carstens (Marthe.Schwertlein), Fred Liewehr vom Burgtheater Wien (Valentin). Beim „G ö tz von B e r 1 i ch i n g e n" spielt die Hauptrolle wieder Heinrich George. Andere Rollen werden von Lina Carstens, Alice Verden, Walter Kottenkamp, Clemens Hasse und Wilhelm llmminger u. a. gespielt. Außerdem wird Shakespeare „Der Widerspensti- gen Zähmung" aufgeführt unter Spielleitung von Karl Heinz Stroux, unter Mitwirkung von Fita Benckhoff, Gustav Knuth, Paul Kemp, Ernst Sladeck. In Eichendorffs „Die Freie r" wirken unter Richart Weicherd mit: Berny Clairmont, Gerda Maria Temo, Paul Hoffmann und Fred Liewehr.
Aus aller Wett.
achri^^'
* stf?
des
jchte ’KjilPfL
JsS*


