Ausgabe 
7.6.1938
 
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Fußball in der engeren Heimat.

1900 auf dem zweiten Platz.

1900Oberurfel 3:1.

So erfreulich der Ausgang für die Blau-Weißen war, so unschön wirkte der Kampf an und für sich. Die Gäste, die am Sonntag in Hanau $u einem Unentschieden gekommen waren, hatten jedenfalls ihre Berechnung nach der Art aufgemacht, daß, nachdem Dunlop Hanau in Gießen gewonnen hatte, ihnen ebenfalls ein Sieg zufallen würde. Und als sie sahen, daß die Blau-Weißen mit dieser Berech­nung ganz und gar nicht einverstanden waren, brachten sie eine so unschöne Spielart auf, die den outen Eindruck, die die beiden anderen Aufstieg­spiele hinterlassen haben, vollkommen verwischt. Mit einem Wort, Oberursel war ein schlechter Verlierer. Oberursel: Kircher

Keim Scheller Nagel Wolf Remy Hirsch Leipold Kähler Pletsch Meisinger Löbsack Sack Hormel Koch Schellhaas

Knauß Quick Erhard

Pankvk Lippert

1900: Fischer

Mit Wind und Sonne nehmen die Blau-Weißen das Spielgeschehen aleich in ihre Hand. Die gegne­rische Hintermannschaft wird schwer unter Druck gesetzt, und da sich hierdurch eine gewisse Nervo­sität bei ihr bemerkbar macht, entsteht manche ge­fährliche Situation im Strafraum der Oberurseler. Bei den Blau-Weißen fehlt ebenfalls die ruhige Ueberlegung und kühle Berechnung, und so bleiben die Erfolge aus. Dies dauert bis zur zwanzigsten Minute, da hebt Koch den Ball über die gegne­rische Verteidigung, und der durchstoßende Sack kann trotz Bedrängung zum 1:0 verwandeln. Dies verwirrt die Gäste noch mehr, und die Folge ist, daß sie ihr Heil in körperlichem Spiel suchen, in dem sie dank ihrer Körpergröße manchen Vorteil haben. Dadurch kommen sie im Feldspiel etwas auf, was ihnen auch kurz vor Halbzeit den Ausgleich einbringt. Nach dem Wechsel treten starke Er­müdungserscheinungen bei den Gästen auf. Ihr Spielt wirkt stellenweise matt. Dafür wird aber ihr körperlicher Einsatz um so stärker. Ja er artet zu mancher Unsportlichkeit aus, als Sack die Blau- Weißen nach einem schulgerechten Flankenwechsel 2:1 in Führung gebracht hat. Dem dritten Erfolg geht denn auch ein großes Foul des rechten Läufers voraus. Sack ist mit einer Vorlage in den Straf­raum vorgedrungen. Nagel kann den Ball nicht mehr erreichen, und so bleibt denn einzig und allein Sack, der sich im nächsten Augenblick auf dem Bo­den befindet. Gegen den verhängten Strafstoß wird von den Gästen lebhaft protestiert. Es dauert einige Zeit, bis man sich mit der Entscheidung abgefun- gen hat. Dies genügt Sack zur Erholung, und trotz Täuschung von Kircher sitzt der Ball im Netz. In einem verzweifelten Schlußangriff versuchen die Gäste nochmals eine Verbesserung herbeizusühren. Die Hintermannschaft der Platzbesitzer läßt jedoch Erfolge nicht mehr zu.

Im zweiten Spiel der Gruppe Süd zwischen Dunlop Hanau Elz

kam der Lahnmeister stark unter die Räder. Mit 8:2 blieben die Hanauer auch in dieser Höhe verdient Sieger.

Nach dem dritten Sonntag hat die Tabelle folgen­des Aussehen:

Spiel Gew. Unentsch. Verl. Tore Pkte.

Hanau 1900 Oberursel Elz

3 2

3 2

3 1

3

1

1

1 1

11:4 5:1

7:2 4:2

6:6 3:3

3:15 0:6

DfB. Reichsbahn Gießen.

vfv.-R. I Germania 06 Frankfurt-Schwanheim 3:3 (1:2).

Einen zu jeder Zeit spannenden Kampf erlebten die Zuschauer am Sonntag auf dem Waldsportplatz. Die Gießener, die noch in letzter Minute auf Thron und Fischer verzichten mußten, wurden gut ersetzt. Was die Frankfurter in technischer Beziehung vor­aus hatten, glichen die Grünweißen durch ihren Eifer aus. Seit dem Burgsolmser Spiel haben sich die Hiesigen als eine durchschlagskräftige Mann­schaft erwiesen, die imstande ist, noch größere Lei­stungen zu vollbringen. Das Spiel nahm den ge­rechten Ausgang, der beiden Mannschaftsleistungen voll und ganz entspricht.

Aus dem Spielverlauf ist folgendes zu berichten: Der Anstoß der Gäste wird abgefangen, und schon entwickelt sich ein schnelles Spiel. Es hat den An­schein, als ob die Gießener etwas durchschlagskräf­tiger sind. Und als Bach in der 16. Minute durch einen wunderbaren Drehball die Führung er­kämpft, wird das Spiel noch schneller. Die Frank­furter greifen jetzt besser an, können aber an der Verteidigung der Gießener nicht vorbeikommen. Wieder liegen die Gäste im Angriff, im Gießener Strafraum gibt es ein Gewühl, wo ein Gieße­ner und ein Gästespieler hinfallen. Der Schieds­richter entscheidet Elfmeter für die Gäste, der den Ausgleich /bringt. Bei einem Angriff nimmt der Linksaußen den Ball, der schon über der Linie war, auf, gibt zu seinem Halblinken, und das Spiel steht 1:2 für die Schwanheimer. Nach dem Wechsel haben die Gäste in der ersten Viertelstunde mehr vom Spiel. Dann aber setzen sich die Grünweißen durch und erzwingen durch Szponik 2 Tore. Man glaubt schon an einen Sieg der Gießener, aber der Linksaußen schafft noch kurz vor Schluß den Aus­gleich.

FC. Phönix Bad Vilbel VfV.-R. I 2:2 (2:1).

Einen schönen Erfolg brachten die Grünweißen aus Vilbel mit. Die Gastgeber, die in der Fried­berger Gruppe der Bezirksliga hinter dem Meister Oberursel und Großkarben den dritten Platz haben, mußten sich mit einem Unentschieden zufrieden­geben. Der Ausgang des Spieles entspricht dem Spielverlauf. Es war zu jeder Zeit ein spannender Kampf, da beide Mannschaften guten Kampfeifer an den Tag legten. Schon nach Anstoß entwickelte sich ein schnelles Spiel, das vorerst die Gastgeber in Vorteil sah. Ihre erste Ecke in der 5. Minute wurde sicher abgefangen. Beide Torwächter hatten harte Arbeit zu leisten. Die Gießener, -die gegen die Sone spielen mußten, gerieten etwas ins Hin­tertreffen, verstanden aber, keinen Erfolg des Gast­gebers zuzulassen. Aber in der 37. Minute fiel das erste Tor für Vilbel. Der Halblinke nahm den Ball auf, und schoß aufs Tor. Als der Gießener Hüter den Ball fangen wollte, sprang er in eine andere Richtung und landete im Netz. Aber die Freude der Vilbeler dauerte nicht lange. Schon vier Minuten später schoß Heß durch einen Schräg­schuß zum Ausgleich ein. Kaum eine Minute spä­ter war es Häuslmeier, der den Ball aufnahm und unhaltbar für den Vilbeler Torhüter zum 1:2 ein­

schoß. Kurze Zeit darauf war Halbzeit. Nach dem Wechsel fiel in der 4. Minute überraschend der Ausgleich. Ein Spieler von Vilbel gab von 30 Me­ter einen Schuß aufs Tor ab, auf den der Gieße­ner Tormann nicht gefaßt war. Nun fetzte ein scharfer Kampf um den Sieg ein. Beide Torwarte hatten harte Arbeit zu verrichten, aber es wollte keine Tor mehr fallen, obwohl für beide Mann­schaften noch Torgelegenheiten vorhanden waren.

' Fußball der SA.

Am 1. Feiertag spielte die erft$ Mannschaft der SA.-Kampfspielgemeinschaft Gießen in Alsfeld und verlor gegen die dortige SA. mit 3:1 Toren. Die Gießener SA. hatte fünf Ersatzspieler in ihren Reihen und konnte das Spiel stets überlegen ge=\ stalten, aber der Sturm konnte die sichersten Tor­gelegenheiten nicht verwerten. Die Alsfelder hatten mit ihren Durchbrüchen mehr Glück. Kurz vor Halbzeit gelang dem Halbrechten von Alsfeld das erste Tor, das für den Gießener Torwart unhalt­bar war. Der Mittelstürmer von Gießen hatte kurz darauf eine sichere Gelegenheit zum Ausgleich ausgelassen, er brachte ganz freistehend den Ball nicht in das leere Tor.

Auch in der zweiten Halbzeit hatte die Gießener SA. mehr vom Spiel. Trotzdem gelang es Alsfeld, noch zwei weitere Tore zu schießen, bevor es Gie­ßen gelang, das längst verdiente Ehrentor einzu­senden

Am zweiten Feiertag spielte eine kombinierte Mannschaft der SA. in Garbenteich und verlor nach ausgeglichenem Spiel mit 2:0. Während die erste Halbzeit torlos verlief, gelang es Garbenteich in den letzten zehn Minuten, zwei schöne Tore zu erzielen. Auch hier gelang es dem Sturm der SA.- Mannschaft nicht, sichere Torgelegenheiten auszu­nutzen.

Beide Spiele wurden fair ausgetragen.

Sportverein 1920 Lollar.

Lollar I Bad Vilbel I 2:5 (0:1).

Am 1. Feiertag weilte Bad Vilbel als Gast in Lollar. Die Gäste warteten mit einem tempera­mentvollen Kampf, verbunden mit schönem Kombi­nationsspiel auf. Wenn man in der ersten Halbzeit das Spiel mehr als ausgeglichen bezeichnen konnte, so änderte sich dies in der zweiten Spielhälfte zu­gunsten der Gäste. Jeder einzelne der Gästespieler aab sich redlich Mühe und trug zur Gesamtleistung seinen Teil bei. Vor allem muß die entschlossene Stürmerreihe der Vilbeler hervorgehoben werden, die immer wieder durch aktions- und schußfreudigen Einsatz sich durchzusetzen verstand. So konnte Vilbel als verdienter Sieger den Platz verlassen. Dagegen klappte es in der Lollarer Elf wieder weniger aut. Obwohl die Platzelf durch einige alte Spieler Ver­stärkung erhalten hatte, kam sie nicht in den sonst gewohnten Schwung und spielte ohne Zusammen­hang. Ungenaue und oft zu langsame Ballabgabe gaben der gegnerischen Hintermannschaft immer wieder die Möglichkeit zur Abwehr. Das Flachspiel vermißte man, Der Ball wurde viel zu hoch gespielt, und zu all diesen Ungeschicklichkeiten wurde der Kampf die meiste Zeit einseitig auf den linken Flügel verlegt.

Die Gäste hatten Anstoß. Es entwickelte sich so­fort flottes Spiel. Die erste Viertelstunde verlief ausgeglichen, und die Hintermannsckaften konnten immer wieder klären. Doch bald nahm der Kampf schärfere Formen an. Die Situationen vor den Toren wurden immer gefährlicher. Schon glaubte man den Führungstreffer der Platzbesitzer sicher, doch den vom Rechtsaußen geflankten Ball konnte der Mittelstürmer nur noch mit der Brust mit­nehmen und sprang dem Torwart direkt in die Hände. Was Lollar versagt blieb, gelang Vilbel. Im Anschluß an einen Eckball konnte der Halb­rechte der Gaste über den herausgelaufenen Tor­mann einköpfen und damit seine Mannschaft in Führung bringen. Trotz größter Anstrengung der Lollarer, die noch einige günstige Chancen durch übereifriges Handeln vor dem Gästetor verpatzten, vermochten sie bis zur Pause an der l:0-Führung der Vilbeler nichts mehr zu ändern.

Nach dem Wechsel nahm der Kampf in gleichem Tempo seinen Fortgang. Die Gäste trachteten nach einem weiteren Vorsprung. Sie ließen auch nicht lanae warten und nützten ein Mißverständnis der Lollarer Hintermannschaft aeschickt zu einem zweiten Treffer aus. Nun rissen sich die Platzbesitzer zu­sammen. Durch eine schöne Vorlage an den Rechts­außen wanderte der Ball von diesem zum frei­stehenden Mittelstürmer, der unhaltbar einsenden konnte. Die Hoffnungen auf einen möglichen Aus­gleich waren etwas gestiegen. Doch es kam anders. -Die Gäste spielten nun ein technisch schöneres Spiel und machten es den Gastgebern immer schwerer, an den Ball zu kommen. In gewissen Abständen er­hielten die Vilbeler dann zwei weitere Tore. Da­durch wurden die Lollarer etwas aus dem Konzept gebracht. Der Widerstand hatte merklich nachge­lassen. Im Lollarer Sturm wollte es gar nicht klappen. Der Rechtsaußen versuchte es einrital auf eigene Faust, doch der wuchtige Schuß prallte an den Pfosten, und der Nachschuß vom Mittelstürmer sauste über die Latte. Immer noch behielten die Gäste durch ihr zweckmäßigeres Spiel eine leichte Feldüberlegenheit. Noch einmal gelang es dem Lollarer linken Flügel durchzubrechen. Der Halb­linke, dem der Ball vor die Füße kam, konnte noch halb im Fallen dem guten Gästetorhüter noch zum zweiten Male das Nachsehen geben. Nochmals zeigten die Vilbeler ihr Können und brachten den Lollarer Strafraum in Gefahr. Durch einen Straf­stoß kamen die Gäste dann zu ihrem letzten Treffer, als der Ball dem Lollarer Torhüter durch die Beine ins Netz entwischte.

Fußball-Blitzturnier in Saasen.

Das von dem Fußball-Club Saasen am ersten Pfingstfeiertag veranstaltete Blitzturnier war für den Fußballsport ein großer Erfolg. Elf Mann­schaften waren erschienen.

Es spielten in der A« und B-Klasfe die Mann­schaften von Garbenteich, Queckborn, Harbach, Lehn­heim und Göbelnrod. 1. Sieger der A-Klasse Queck­born, 2. Sieger Garbenteich. 1. Sieger der B-Klasse Harbach, 2. Sieger Göbelnrod.

In der Jugendklasse spielten die Mannschaften Nieder-Ohmen, Ettingshausen, Göbelnrod, Rodheim, Garbenteich und Grünberg. 1. Sieger wurde Gar­benteich, 2. Sieger RodheiM, 3. Sieger Nieder- Ohmen.

Den Mannschaftspreis erhielt die Iugendelf von Garbenteich.

Den Höhepunkt des Turniers bildete das Spiel einer Auswahlmannschaft gegen Saasen, das mit 0:0 endete.

Die Einzelspiele füllten den Vormittag voll aus. Nach kurzer Mittagspause fanden die letzten Aus­

scheidungsspiele statt. Kreisfachamtsleiter Henkel hielt eine kurze Ansprache, in der er hervorhob, daß der Fußballsport in hiesiger Gegend einen großen Aufschwung genommen hat und forderte auf, auch weiterhin dem Fußballsport treu zu bleiben.

Die Rückspiele begannen.

Die hessischen Fußball-Aufstiegsspiele.

Bei den Fußball-Aufstiegskämpfen im Gau Hessen begann Pfingstmontag die Rückrunde der Gruppe Nord. Kurhessen-Kassel behauptete seine Führung auch weiterhin durch einen zwar knappen, aber ver­dienten 1-0-Sieg über Eschwege. Allerdings bleibt den Kasselern der VfL. Lauterbach scharf auf den Fersen. Der Meister der Gruppe Fulda siegte in Marburg beim VfL. 1860 mit 4:2 und hält damit seinen zweiten Platz sehr sicher.

In der Gruppe Süd fiel der bisherige Spitzen­reiter der 1. FC. 04 Oberursel auf den dritten Platz zurück, da er in Gießen der Spvg. 1900 ver­dient mit 1:3 unterlag. Der nunmehr führende Dun­lop SV. Hanau siegte zuhause gegen den sehr un­glücklich kämpfenden SV. Elz hoch mit 8:2 Toren. Es dürfte in beiden Gruppen noch zu einem schar­fen End kam pf zwischen den führenden Mannschaften kommen. Die Tabellen:

Gruppe Horb.

1. Kurhessen Kassel 4 10:2 7:1

2. VfL. Lauterbach 4 10:10 6:2

3. SC. Eschwege 4 8:11 2:6

4. VfL. 60 Marburg 4 4:9 1:7

Gruppe Süb.

1. Dunlop Hanau 3 11:4 5:1

2. Spvg. 1900 Gießen 3 7:2 4:2

3. 1. FC. Oberurfel 3 6:6 3:3

4. SV. Elz 3 3:15 0:6

392 Segelflugzeugmodelle im Kamps.

Reichswettbewerb des RSFK. auf der Wassersuppe.

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MW t v M W

Beim Reichswettbewerb für Segelflugmodelle auf der Wasserkuppe in der Rhön konnte Rhönvater Urfinus (rechts) auch dieses ganz neuartige Modell von Helmut Sinn (links) bewundern. Das Modell, das beim ersten Start zehn Minuten flog, besitzt am Vorderteil eine automatische Selbst­steuerungsanlage, die mit Hilfe einer Photozelle die jeweils günstigste Steuerung selbständig ein­stellt. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Der Korpsführer des NS.-Fliegerkorps, General­leutnant Christiansen, veranstaltete an den Pfingsttagen, vom 4. bis 6. Juni, auf der Wasser­kuppe die Reichswettbewerbe für Segelflugmodelle. Aus allen Gauen des großdeutschen Reichs trafen die Teilnehmer im Fliegerlager ein. Zum ersten Male sind auch die jungen Modellbauer aus Deutschösterreich in der Rhön.

392 Modelle lagen am Samstagfrüh ausgerichtet in der Hermann-Göring-Halle/ nach NSFK.-Grup- pen eingeteilt. Bei der Abnahmeprüfung stellte man eine ganze Reihe vielversprechender Neukonstruktio­nen fest, darunter Modelle mit automatischer Steuereinrichtung durch Photozellen. Alle Modelle wiesen eine tadellose Bauausführung auf, so daß keine Beanstandungen bei der Abnahme zu machen

waren. Man sah die verschiedenartigsten Segel­flugmodelle, Nur-Flügel-Flugzeuge, Entenflugzeuge, sowie die jetzt herausgebrachten Leichtmetallkonstruk-> tionen. Besonders muß erwähnt werden, daß sehr viele Jungen dazu übergegangen sind, von sich aus neue Werkstoffe für den Bau von Segelflugzeugen ausfindig zu machen.

Zahlreiche Zuschauer bekamen wieder einen^Ein­blick in den Willen der deutschen Jugend zum oegeb flug und die Arbeit, die auf diesem Gebiete geleistet wird. Zahlreiche Ehrengäste, unter ihnen Gauleiter, Staatsrat Weinri ch (Kassel), Vertreter des Reichsluftfahrtministeriums, des Reichserziehungs­ministeriums, der Gliederungen der Bewegung und der Wehrmacht, wohnten dem 9. Reichsmodell-Wett­bewerb bei, der mit 370 Teilnehmern die größte dieser Veranstaltungen war.

Die deutsche Segeljugend zeigte ihre große eigen- schöpferische Kraft in zahlreichen Modellen. Beson­ders auffallend waren die gleichmäßig guten Durch- fchnittsleistungen bet erprobten Modelle. An beiden Tagen wurden über 2220 Starts vollzogen.

NSFK.-Gruppenführer von Eschwege be­grüßte nach der feierlichen Flaggssnhissuna am ersten Wettbewerbstage im Auftrage des Korps­führers, Generalleutnant Christiansen, die Ehrengäste und Teilnehmer. Für den Reichsjugend­führer sprach Obergebietsführer Dr. S t e l l r e ch t.

Die ausgesetzten Preise wurden fast ausnahmslos vergeben. Den Wanderpreis des Korpsführers des NSFK. gewann der NSFK.-Mann Helmut Sinn (Oehringen). Die goldene Plakette des Korpsführers ourbe ber NSFK.-Gruppe 15 Stuttgart zugespro­chen, bre gleichzeitig eine Prämie von 500 RM. für bie beste Gesamtleistung erhielt. An zweiter Stelle lag die NSFK.-Gruppe 13 Nürnberg, bann folg­ten: NSFK.-Gruppe 12 Rheinland, NSFK.- Gruppe 1 Ostland und NSFK.-Gruppe 17 Wien. Den Ehrenpreis bes Reichsjugendführers erhielt als bester Pimpf Karl Richter (Elbing) und als bester Hitlerjunge Horst I a r i s ch e w s k i (Danzig- Langfuhr).

Ergebnisse:

Hand st art: Klasse A: 1. Wilhelm Reinhardt (HI., Köln-Mühlheim): Klasse Al: 1. Günther Wuttke, (HI. Breslau): Klasse B: 1. Wilh Kocher (HI. Reutlingen): Klasse Bl: 1. M. Schubeck (HI. Grünwald): Klasse C: 1. H. Schäfter (NSFK. Rüs­selsheim).

Hochstart: Klasse A: 1. Karl Richter (Elbing DJ.): Klasse B: 1. Erich Linke (Köln, NSFK.): Klasse C: 1. Gottlieb Thiele (Dresden, NSFK.).

Klasse DS: Hanbstart: 1. H. Lang (Wien), 2. Scholl (Pforzheim). Hochstart: 1. Helmut Sinn (Oehringen).

Das Grasbahnrennen auf dem Telerower Sergring.

Hier sieht man einen Blick auf bie Bahn während des Rennens der 350-Kubikzenttmeter-Klasse. (Schirner-Bilberbienst-M.)

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Gunzenhauser war Schnellster.

Dem 11. Teterower Bergring-Rennen in Mecklen­burg wohnten bei schönstem Sommerwetter runb 30 000 Zuschauer bei. Der Held des Tages war ber Neiblinaer Gunzenhauser, der zweimal den Bahnrekord brach. Zunächst schraubte er die von dem Berliner Bertram mit 87,6 km/st gehal­tene Bestleistung auf 90,24 und später sogar auf 90,97 km/st. Gunzenhauser siegte in der Klasse bis 350 ccm und bis 500 ccm, kam also zu einem vielbejubelten Doppelerfolg und erhielt damit auch den Ehrenpreis des Korpsführers Hühnlein. Der Berliner Bertram holte sich den Sieg in der 250-ccm-Klasfe. Einen vielversprechenden Eindruck machte der Hitlerjunge M i l c z i n s k i bei den Aus­weisfahrern.

10. Juli: Motorradrennen »Rund umSchatten".

NSG. Mitten in dem heißesten Monat hat dies­mal ber Veranstalter des 12. Schotten-Rennens,

bie Oberste Nationale Sportbehörbe (ONS.), den Termin für bas Rennen gelegt. Unb bas mit gutem ©runb, denn es pfeift schon im frühen Herbst ein empfindlicher Wind im hohen Vogelsberg. Die große Chance für bie mit der Durchführung beauf­tragte Motorgruppe Hessen, die schon seit Monaten mit umfangreichen Vorbereitungen beschäfttgt ist, liegt im Ausfall des diesjährigen Eifel-Rennens. Dadurch ergibt sich für alle Rennställe und auch für alle Lizenzfahrer die Notwendigkeit, Schotten als Auftakt für den am 20. Juli auf dem Nürburgring stattfindendenGroßen Preis von Deutschland" zu beschicken. Die Schottener Rennstrecke, die sich in» folge bes von Gauleiter Reichsstatthalter Spren­ger auch dieses Jahr weitgehendst geförderten Aus­baues in ibealter Verfassung befindet, ist mit ihrer Länge von 16,4 Kilometer, ihrem Höhenunterschied von 660 Meter und ihren vielen spitzen Kehren, Steigungen unb Gefällen für alle Motorradrennen sportlich bie letzte unb einzige Gelegenheit zur Ueberprüfung von Fahrer unb Maschine. Wir wer­den also alle Spitzenfahrer unb ben in diesem Jahr besonders stark oorbrängenben Nachwuchs am Start sehen.