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Blätter

Aus der engeren Heimat

Über 6 Millionen Deutsche, die durch Gewalt und starre Paragraphen ausserhalb der Gemeinschaft mit ihrem Volkstum bleiben mussten, sind heimgekehrt I

Pferde. Dadurch ist geworden, da Kopf ist elastischer, beson- die Tiere im Pflug

Wir zeigen am 10. April der Welt unseren Willen.;

Wir alle stimmen mit

ist die Tat des vollzogenen Anschlusses Österreichs an das Deutsche Reich.

Das neue deutsche Reich ist erstanden!

Wir waren früher auch e i n Volk, mussten aber in zwei Staaten leben

verschieden ten .

zum ganz kleinen Teil der Wirklichkeit gerecht wer­den. Sehr viele Raucher richten sich z. B. nach der Farbe. Sie glauben, ein Tabak von heller Farbe sei leicht, dunkler schwer. Nichts ist aber falscher als dies. Die Farbe hat mit der Leichte und Schwere des Tabaks nicht das geringste zu tun. Der gelbe helle Virginiertabak ist durchweg viel schwerer als der dunkelste Brasil, den auch manches helle Sand­blatt an Schwere übertrifft.

Besonders der Zigarrenraucher, der gerneleicht raucht, sieht auf das helle Deckblatt. Ist schon des­sen Farbe an sich kein Anhaltspunkt für die gewünschteLeichte", so kommt noch dazu, daß der Decker nur etwa 10 Prozent der Zigarre ausmacht. Die 90 Prozent der Zigarre, die der Raucher nicht sieht, bestimmen den Charakter der Zigarre aber natürlich viel mehr, als die 10 Prozent Decker. Der Inhalt einer jeden, Zigarre besteht, dem deutschen Geschmack entsprechend, aus einer Komposition ver­schiedenster Tabakherkünfte, und in den meisten noch so Hellen Zigarren befindet sich in der Einlage ein Schuß dunkler Brasil.

Nicht immer wurde Heller Decker, Helles Sand­blatt vom Raucher so begehrt wie heute. Es ist noch gar nicht so lange her, daß das Helle Sand­blatt fast unverkäuflich war, da es qualitativ nicht sehr hochwertig ist. Vollwertiger aromatischer Ta­bak ist von Natur aus dunkelbraun, Die Interessen­ten verstanden es aber geschickt, für das fahle Helle Blatt Propaganda zu machen und überzeugten viele Raucher, daß hell gleich leicht sei. Die Preise für Helles Sandblatt gingen daraufhin sprunghaft m die Höhe. Heute müssen für das Sandblatt Preise angelegt werden, die in gar keinem Verhältnis zur Qualität stehen. Die Nutznießer dieser Sachlage sind wenige niederländische Plantagengesellschaften, die ein gewisses Monopol in der Erzeugung des hellen Sandblatt haben. Die Gewinne, die sie ausschütten, sind mehr als reichlich, und es gibt Gesellschaften, deren Aktien über mehr als 600 Prozent notieren. Da es von Natur aus gar nicht so viel helles Sand­blatt gibt, wie nun plötzlich verlangt wurde, ging man dazu über, die Tabakblätter unreif zu ernten,

darauf verzichtet, mit der Mode zu gehen, nützt nicht nur sich selbst, sondern hilft auch der deutschen Wirt­schaft Devisen sparen.

Kriegerkameradschaft hielt bei Gasübirt Henkelmann ihre 50. Jahreshauptversammlung ab. Kameradschaftsführer Steinmüller begrüßte die Teilnehmer. Der Unterverbandsführer P o st (Großen-Linden) sprach sodann über die Bedeutung des Zusammenschlusses aller soldatischen Organisatio­nen im NS.-Kriegerbund. Ferner standen im Mit­telpunkt seiner Ansprache die Ereignisse in der deut­schen Ostmark. Dem jetzigen Kameradschaftsführer Philipp Steinmüller, sowie seinem Vorgän­ger Ludwig Viehmann II., der 25 Jahre die Geschicke des Vereins geleitet hatte, wurden für ihre Verdienste um die Kameradschaft mit dem Ehren­zeichen 2. Klasse ausgezeichnet. Die beiden Gründer und Ehrenmitglieder, die Kameraden Jakob Hahn und Ludwig D I e h m a n n II. wurden mit je einem, Führerbildnis bedacht.

(xd Eberstadt, 4. April. Am gestrigen Sonn­tag, 3. April, konnte Frau Katharine Gör lach Wwe., Licher Straße, in bester Gesundheit ihren 8 4. Geburtstag feiern. Die hochbetagte Frau nimmt an den Ereignissen unserer 'Zeit regen An­teil. In der Landwirtschaft ihres Enkels arbeitet sie noch eifrig mit. Dieser Tage wurde die Hol- lersche Hof reite in der Adolf-Hitler-Strahe öffentlich versteigert. Für die Hosreite, zu der 1700 Quadratmeter Garten gehören, wurde ein ver-

wegungssreiheit nehmen, durch die ähnlich sind, wie die für das Zugtier viel beweglicher und Hals frei sind, der Gang

Doch Betrug, Lüge und Gewalt haben den Lauf der Geschichte nicht aufhalten können

damit sie recht hell blieben.

Was macht nun aber die Leichte oder Schwere einer Zigarre aus? Zum großen Teil bestimmend ist der Nikotin geh alt. In der Tabakpflanze nimmt das Nikotin während des Wachstums zu, während der Reife der Blätter wieder ab. Nur voll ausgereiste Blätter, die natürlich im allgemeinen dunkler sind, machen den natürlichen Nikotinabbau in der Pflanze mit. Ein Nikotingehalt bis 2 Pro­zent, den die meisten deutschen Tabakwaren nicht überschreiten, ist im allgemeinen als gutartig an­zusprechen. Nikotin ist eine völlig farblose Substanz. Die Braunfärbung der Finger z. B. beim Zigaret­tenrauchen stammt nicht vom Nikotin, sondern von gewissen teerartigen Produkten, die beim Verbrssn- nen des Tabaks entstehen. Man kann also auch nid)t den Nikotingehalt eines Tabaks dadurch feststellen, daß man den Rauch ins Taschentuch bläst und aus den mehr oder minder braunen Flecken auf die Höhe des Nikotingehaltes schließt. Sehr wichtig für die Leichte oder Schwere einer Tabakware ist die Art des Rauchens. Im Prinzip hat es jeder Raucher s e l b st in der Hand, ob er leicht oder schwer rauchen will. Beim langsamen Rauchen mit vielen Pausen verbrennt nämlich das Nikotin in der Glutzone der Zigarre, Zigarette oder Pfeifen­füllung. Beim raschen fortlaufenden Rauchen ent­steht bereits vor der Glutzone ein Gebiet größerer Hitze, die die Lösung des Nikotins bewirkt, das also jetzt, ohne daß es verbrennen kann, weil es ja nicht mit der Glut in Berührung kommt, zum größeren Teil in den eingezogenen Rauch über­geht. Beim langsamen Rauchen gelangen nur etwa 20 Prozent des im Tabak enthaltenen Nikotins in den Mund, beim schnellen bis zu 80 Prozent.

Von Belang ist auch der richtige Feuchtig­keitsgehalt der Tabakware. Zu trockene Tabake verbrennen mit zu großer Hitze, bilden des­halb vor der. Glut eine Hitzezone, die bewirkt, daß das Nikotin in den Rauch üb ergeht, bevor es ver­brennen kann. Auch das Format der Zigarre usw., die Länge des Rauchweges und schließlich so­gar die Dichte der Tabakware ist von Einfluß auf die Leichte und Schwere. In langen Pfeifenrohren setzt sich zum Beispiel mehr Nikotin ab, als in kur­zen. Das gilt auch für lange Zigarren. Je dichter bis zu einem gewissen Grade eine Zigarre oder eine Zigarette gewickelt oder eine Pfeife gestopft ist, desto leichter kann z. B. geraucht werden, weil dst .Tabakware gewissermaßen selbst als Filter wirkt. Ist sie aber zu fest gewickelt oder gestopft, dann muß der Raucher zu stark ziehen, es entsteht eine große Hitzezone, und es tritt deshalb wieder mehr Nikotin in den.Rauch über. Schlecht brennende Tabake werden also immer schwer wirken.

Auch das trocken und naß Rauchen ist für die Leichte oder Schwere wichtig: Schwache Feuchte des Mundstücksstummels kann dieLeichte" erhöhen (Filterwirkung), zu große bewirkt den Uebertritt des Tabakextraktes, der mit Nikotin angereichert ist, in den Mund. Gleichgültig ist auch nicht, wo eine Zi­garre, Zigarette usw. geraucht wird. In Hamburg wird die gleiche Zigarre anders schmecken als in Garmisch-Partenkirchen. Luftdruck und Luftfeuchtig­keit wirken hier mit. So kommt es auch, daß d i e Lieblingszigarre a u f der Urlaubs- reife auf einmal nicht mehr schmeckt. Schließlich | spielt für die Empfindung derLeichte" oder Schwere" auch der persönliche Zustand des Rau­chers eine große Rolle.

Es bleibt also als Kernpunkt der FrageWie leicht rauchen?" zurück: 1. Ausgereifte Tabake rau­chen und nicht vergessen, daß die helle Farbe nichts mit leicht oder schwer zu tun hat; und 2. nicht zu schnell rauchen.

Wer dunklere Tabake besonders als Zigarren­decker raucht, kann übrigens auch bessere rauchen! Er zwingt den Zigarrenfabrikanten nicht, zu Phan­tasiepreisen modehelle Tabake zu kaufen und er­möglicht es ihm dafür, qualitativ bessere Tabake zu verwenden. Neben der gesundheitlichen Bedeutung ist die Frage, obdunkle" oderhelle." Zigarren geraucht werden, auch von der Devisen­seite her gesehen von Belang. Für helle Zigar­rendecker müssen mehr Devisen aufgewandt werden als für dunkle, ohne daß der deutsche Raucher da­von einen Vorteil hat. Wer gesund rauchen will und

Ein historisches Ereignis

ööLt steeßle «u Btil!

Die TaI -des füktees M .die iekusktkl 4es Volkes etlülll:

bers wird hervorgehoben, daß . .

leichter und sicherer zu handhaben sind. Auch im Interesse des Tierschutzes ist diese Maßnahme sehr zu begrüßen. Am vergangenen Sonntag fand die Konfirmation fn der hiesigen Kirche statt. Es wurden 8 Knaben und 9 Mädchen eingesegnet im

wahrscheinlich bald Schule machen wird: sie haben die seitherigen Joche, die den Zugtieren auf der Stirn befestigt werden und dadurch der Kuh Be- Kummete ersetzt,

Vomleichten" undschweren" Tabak

Was der Zigarrenraucher wissen und bedenken sollte.

Don H. Aschenbrenner, Referenten bei der Fachgruppe Tabak - WGE

hältnismäßig hoher Betrag (15 400 Mk.) bezahlt. Das Anwesen ging in den Besitz des angrenzenden Nachbars Erwin L ö b r i ch über.

< Birklar, 4. April. Die Freiwillige Feuerwehr Birklar hielt dieser Tage ihre Jahreshauptversammlung bei Gastwirt Düringer ab. Wehrleiter Seibert begrüßte die vollzählig erschienenen Kameraden. Der stellvertretende Wehr- führer Wolf gab sodann einen ausführlichen Rück­blick über die Entwicklung der Wehr von der Gründungszeit bis zur Gegenwart. Ferner berich­tete er über die Tätigkeit der Wehr im letzten Jahre. Es wurden 9 Hebungen abgehalten. Außer- dem hatte die Wehr im Ernstfälle beim Brand in Muschenheirn einzugreifen. Kamerad Wilhelm M ü l- l e r erstattete den Kassenbericht, der in Ordnung befunden wurde. 12 verdiente Feuerwehrmänner wurden zu Oberfeuerwehrmännern ernannt.

oo Müschen heim, 5. April. Die hiesige Spar- und Darlehenskasse hielt dieser Tage ihre Generalversammlung ab. Direktor Karl Becker V. erstattete den Geschäftsbericht, Rechner H. Katt gab die Jahresrechnung bekannt. Die Kaffe hatte einen großen Aufschwung erfahren. Der Umsatz steigerte sich von 340 000 Mark auf 522 000 Mark. Die Spareinlagen hatten einen großen Zuwachs zu verzeichnen. Der Bestand an flüssigen Mitteln ist ersteulich groß. Die Kasse er* freut sich allen Vertrauens der Mitglieder.

csd Langsdorf, 6. April. Seit dem gegen« wärtigen Frühjahr sind etliche Bauersleute zu einer bemerkenswerten Neuerung übergegangen, die

durch Heiz grübe soll in Kürze nach Klärung der Planung Beschluß gefaßt werden.

$ Steinbach, 7. April. Frau Dorothea Haas Witwe, geb. Keil, kann am heutigen Donnerstag, 7. April, in guter Gesundheit ihren 7 5. Geburts- t a g feiern. Sie lebt itn Hause ihres Sohnes, des Fuhrmannes Ludwig Haas II. Ihr verstorbener Ehegatte Friedrich Karl Haas, gestorben 1935, war der letzte Qelmüller von Steinbach, im Weltkriege eine vielbegehrte Person. Ferner kann am 8. April Herr Adam Müller in guter Gesund­heit seinen 7 4. Geburtstag feiern.

wg. Großen-Buseck, 7. April. Am heutigen Donnerstag, 7. April, begeht der hiesige Einwohner Christoph Krämer, wohnhaft Schloßstraße, sein 25jähriges Dienstjubiläum als Beamter unserer Gemeinde. Am 7. April 1913 trat er als Flurschütz in den Dienst der Gemeinde ein. Später wurde er als Friedhofs- und Faselwärter der Gemeinde be­stimmt. Den Dienst als FcMwärter versah er zehn Jahre lang, während er als Friedhofswärter heute noch tätig'ist. Im Jahre 1928 legte er den Dienst als Faselwärter nieder, dafür bekam er den Nacht­wächterposten, so daß er heute Nachtwächter und Friedhofswärter ist. Der Jubilar hat sich während seiner Dienstzeit bqs volle Vertrauen der Gemeinde erworben und erfreut sich im Orte größter Beliebt­heit.

A Großen-Linden, 4. April. Zur Zeit wird eine unserer neuen Ortsstraßen, die Lud­wig st r a ß e, bis zur Obergasse verlängert und ausgebaut, wodurch das sog.Backhausgäßchen" verschwindet. Die Arbeiten werden durch den Un­ternehmer Bausch aus Krofdorf ausgeführt. Demnächst soll auch hier mit dem Bau eines neuen Heimes für d i e HI. begonnen wer­den, so daß es noch im Laufe des Jahres bezogen werden kann. Es wird auf derHeide" am gro­ßen Sportplatz errichtet, von wo man nach meh­reren Seiten einen prachtvollen Ausblick in die

rad des Anhängers erfaßt und unter den Wagen gerissen. Die Verletzungen waren tödlich.

3m Waschfeste» tödlich verbrüht.

LPd. Lauterbach/ 6. April. Einen schreck­lichen Tod fand im Kreisort Singers bad) das fünfjährige Söhnchen des Arbeiters Kraft. Als die Mutter, die mit Waschen beschäftigt war, die Waschküche einmal verlassen hatte, kletterte der Kleine durch ein Fenster in den Raum und stürzte dabei in den mit heißer Brühe gefüllten W a s ch k e s s e l. Das Kind wurde am ganzen Kör­per vrbrüht und starb nach einigen Stunden.

Landkreis Gieren

= Albach , 6. April. Gestern, fand in der Kirche zu Albach eine Besprechung zwischen den Vertretern der Gemeinde, der Kirche und dem Denkmalpfleger Pros. Dr. Gruber (Darmstadt) und dem Baurat des Hochbauamtes Gießen wegen der für dieses Jahr geplanten Erneuerung unsrer Kirche statt. Dem vorliegenden Plan für die Erneuerung wurde zugestimmt, auf Anraten des Denkmal­pflegers jedoch die Erneuerung der Kirchenheizung als Vorbedingung einer Renovation des Kirchen­inneren angenommen, lieber die Art der geplanten Neuanlage der Kirchenheizung elektrisch oder

Beisein einer großen Gemeinde.

Kreis Alsfeld.

. Homberg, 5. April. Aus Anlaß der Besetzung der NS.-Gemeindeschwesternstation Hom­berg mit der Gemeindeschwester Wilhelmine Blä-- s e r fcknd am Freitagabend im großen Saale des Frankfurter Hofes" eine Feier statt. Kreisamts­leiter Pauly ergriff das Wort zur Begrüßung der zahlreich Erschienenen, insbesondere der Frauen­schaft, und dankte allen Stellen der Partei und der Gemeindeverwaltung, durch deren Bemühungen es endlich gelungen sei, in Homberg eine NS.-Ge- meindeschwesternstation zu errichten. Dr. Brill 'ging im besonderen auf die Aufgabe der Gemeinde­schwester näher ein, die er an Hand der von ihm als Arzt gemachten Erfahrungen klar umriß. Eine NS.-Schwester sei konfessionell nicht gebunden, sie unterstehe nur der Partei. Die besonderen Auf­gaben sowie das Ziel jeglicher Tätigkeit einer solchen Schwester wurden in längeren, sachlichen Ausfüh­rungen umrissen von der Gauoberin der NS.<- Schwesternschast Köhler, die die Gemeinde­schwester einführte. 'Drtsgruppenleiter Damm gab feiner Freude darüber Ausdruck, daß es gelungen fei, eine NS.-Schwester zu bekommen und bat, ihr stets freundlich entgegenzukommen und sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

absetzen zu können, setzte man eine geschickte und lebhafte Propaganda dafür ein. Inwieweit daran die Plantagenbesitzer und der Tabakhandel beteiligt waren, ist jetzt schwer festzuftellen. Jedenfalls hatte die Propaganda den Erfolg, daß nunmehr die hellen Farben und das Sandblatt Trumpf wurden. Dabei kam den interessierten Stellen die durchaus falsche Laienansicht zugute, daß je heller die Farbe um so leichter der Tabak sein müsse. Wie Herr Aschenbrenner sehr richtig aus­führt, kann man im großen Durchschnitt sogar das Gegenteil annehmen, nämlich, daß die reichlich von der Sonne beschienenen, daher dunkleren Blät­ter weniger Nikotin enthalten als die nicht voll ausgereiften Sandblätter. Jedenfalls aber ist die Neigung zur Bevorzugung ber1 Zigarren mit Hellem Deckblatt zu einer Modekrankheit ausgeartet, die zu einer völlig unbegründeten preislichen Ueber- beroertung der Hellen Farben geführt hat.

Bei unserer jetzigen Devisenlage ist es durchaus erwünscht, daß die breiten Verbraucherkreise über ihren Irrtum aufgeklärt werden, damit nicht die deutschen Fabrikanten weiterhin gezwungen werden, die teuren, Hellen Deckblätter, die vornehmlich den holländischen Kolonien entstammen, zu beziehen und dafür unverhältnismäßig hohe Devi- senbeträge auszugeben. Sie könnten für die gleichen Beträge erheblich mehr an Menge solches Deckblatt kaufen, das bei mindestens aleich gutem Geschmack und größerer Leich­tigkeit nicht die teuren Modefarben aufweist.

Es dürfte noch interessieren, daß es der Reichs­anstalt für Tabaksorschung, durch deren vorbildliches Wirken die Güte des deutschen Tabakanbaus in den letzten Jahrzehnten, ganz außerordentlich gehoben worden ist, gelungen ist, natürliche nikotinarme und nikotinfreie Tabake zu züchten. Diese werden in ständig wachsendem Umfange angebaut. Allerdings ist es noch nicht gelungen, deutsche Tabake zu er­zeugen, die für das Deckblatt in nennenswertem Maße verwendbar sind. Aber wie Herr Aschen­brenner richtig schreibt, besteht ja der Haupt­inhalt der Zigarren aus der Einlage nebst Umblatt. Der Nikotingehalt des dünnen Deckblattes ist so gering, daß bei nikotinfreiem Deck- und Umblatt- Tabäk in der Praxis vonnikotinfreien" Zigarren gesprochen werden kann. Damit können also auch die Wünsche derjenigen Raucher erfüllt werden, die, meist aus gesundheitlichen Gründen, nikotinfreie, also leichte Zigarren rauchen sollen.

Landschaft hat.

# Allendorf (Lah n), 4. Ppril Die hiesige schäft hielt bei Gasttbirt Jahreshauptversammlung ab.

Hierzu stellt uns der Geschäftsführer der Bezirks- gruppe Hessen-Unterfranken der Fachuntergruppe Zigarrenindustrie, Oberstleutnant a. D. W e g e l i, Gießen, den folgenden Ueberblick über die histori­sche Entwicklung der für die Zigarrenindustrie be­sonders wichtigen Frage der hellen und Sandblatt- Deckblatt-Tabake zur Verfügung:

Etwa bis zur Jahrhundertwende wurde dem Um­stand, ob das Deckblatt der Zigarren hell oder dunkel war, kein besonderer Wert beigelegt. Im allgemeinen aber herrschten die tiefbraunen Farben des ausgereiften Tabakblattes vor. Auch die edelsten Erzeugnisse von Havanna, die sogenannten Im­porten, wiesen überwiegend dunkelbraunes Deck­blatt auf. Helles Deckblatt war damals nicht Mode, und sowohl der Handel, wie die Verbraucher, zogen die tiefbraunen Farben vor. Die Farbe ist nun aber in erster Linie von der Ausgereiftheit der Blätter abhängig, und diese von dem Grad der Sonnenbestrahlung. Demnach sind im allgemeinen die der Sonnenbestrahlung stärker ausgesetzten obe-. ren Blätter der Tabakpflanzen besser aus- gereift und dunkler als die unteren. Die letzteren waren damals infolge der durchaus zutreffenden Beurteilung durch die Fachleute über die durch­schnittlich bessere Beschaffenheit der oberen Blätter schwer verkäuflich und erzielten geringere Preise. Eine besondere Rolle spielen dieS a n b b l ä 11 e r". Diese Bezeichnung hat mit der dem Sande ähn­lichen Farbe, wie manche Laien annehmen, nichts zu tun. Vielmehr handelt es sich um solche unteren Blätter, die vom Sande der vielfach vulkanischen Böden in den Tropen, der durch den Wind oder durch tropische Regen immer wieder gegen sie ge­schleudert wird, gewissermaßen abgeschliffen werden. Sie erhalten dadurch eine kahle Farbe, ein flau­miges, körniges Aussehen, das in früheren Zeiten durchaus nicht als Vorzug galt. Um nun die Hellen ...... und besonders das Sandblatt vorteilhaft

Vogelsberg-Landschaft unter Naturschutz.

Lpd. Schotten, 6. April. Das Kreisamt Schot­ten als untere Naturschutzbehörde hat mehrere viel­besuchte und landschaftlich schöne Naturdenk­mäler und Landschaften im Kreis Schot­ten unter die Bestimmungen des Naturschutzes gestellt. Es handelt sich um den Alteburgskopf mit seinen Felsgruppen und Einzelfelsen, um die Nuß- ollen zwischen Alteburgskopf und ©algenberg mit ihren Hecken, um ' den Galgenberg mit seinen Wacholdersträuchen und Hecken und Bäumen und um das Niddaufer (Altebach) in Schotten zwischen der Brücke an der Post und der Brücke nach dem Friedhof.

fünfjähriges Mädchen in einen Lastzug gelaufen und überfahren.

LPD. Büdingen, 6. April. In O b e r - Wid­der s h e i m rannte ein fünfjähriges Mädchen des Arbeiters Albert Schmolte aus dem Hofe auf die Straße, um seinen Ball z u holen. Im gleichen Augenblick fuhr ein Lastzug mit An­hänger vorbei. Das Kind wurde von dem Hinter-

Ueber die Frage, wodurch eine Zigarre, Zigarette oder eine Pfeife Tabak leicht oder schwer wirkt, und woran die e Eigenschaften erkenntlich find, sind die Ansichten verbreitet, die aber nur

Dein Dank an den Führer: Dein Ja am HO. April.