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Wie sieht es in der Wirtschaft aus?

Um etwa 1948 herum werden wir etwa Via Mil­lionen weniger Schulentlassene als gegen­wärtig haben. Es gilt also Vorsorge zu treffen, da­mit unsere Wirtschaft nicht durch Mangel an Facharbeitern in Schwierigkeiten gerät. Des­halb hat der Präsident der Reichsanstalt Dr. Sy- rup drei neue Anordnungen erlassen, die den A r - b e i t s e i n s a tz in den Betrieben und die Meldung Schulentlassener regeln. Die erste Verordnung dehnt die Bestimmung, wonach Arbeitskräfte unter 25 Jahren nur mit Zustimmung der Arbeitsämter ein­gestellt werden dürfen, auf Lehrlinge, Praktikanten und Volontäre aus, und zwar soll die Verteilung so erfolgen, daß nicht einzelne Berufe bevorzugt wer­den, während andere Mangel an Facharbeiternach­wuchs haben. Die zweite Anordnung regelt den Ar­beitseinsatz in den einzelnen Betrieben, denn die Praxis hat gezeigt, daß eine straffere Lenkung des Arbeitseinsatzes immer nötiger wird. Schließlich be­stimmt die dritte Verordnung die Meldepflicht der Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten für alle Schulentlassenen mit rückwirkender Kraft bis zum 1. Januar 1938. Damit sind besonders die weiblichen Jugendlichen betroffen, die nicht durch das Pflichtjahr für die weibliche Jugend erfaßt wer­den, da dieses sich nur auf die Mädchen bezieht, die nachher eine entlohnte Tätigkeit aufnehmen wollen. Es soll durch diese Maßnahme ein Ueberblick über die Anzahl der Jugendlichen gewonnen werden, die ohne Beschäftigung oder Berufsausbildung bleiben.

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Der Reichsbauernführer hat eine neue Mah­nung an d i e Landjugend gerichtet, der Scholle ihrer Väter nicht untreu zu werden, sich viel­mehr der großen Verantwortung bewußt zu blei­ben, die das Landvolk dem Dolksganzen gegenüber zu tragen hat. Es ist nicht die erste Mahnung an die Angehörigen der Stände auf dem Lande, sich von den Städten fernzuhalten, es wird auch nicht die letzte fein. Der Nationalsozialismus hat nicht die Absicht, dem Mann vom Lande die Stadt zu ver­bieten ober eine völlig irrige Annahme ihm einzureden, er sei nicht vollwertig genug, um sich sein Brot in der Industrie verdienen zu können. Der Landmann, gleichgültig ob er feinen eigenen Hof bewirtschaftet oder bei einem Bauern in Lohn steht, spielt vielmehr in der deutschen Wirtschaft eine Rolle, die für unsere völkische Existenz von ausschlaggebender Bedeutung ist. Wenn man Stadt und Land in einem Atemzug nennt, dann gehört dem Land unbedingt der Vorrang. Hier wirken die Kräfte, die erst dem Städter gestatten, sich zu regen. Das Land wird die tragende Rolle im Leben der Nation spielen, mag kommen was da will. Aber das Landvolk wäre dennoch zum Unter­gang verurteilt, wenn es sich selbst aus den Augen verlöre, wenn es nicht an seine eigene Zukunft dächte. Diese Zukunft bildet seine Jugend, die auf dem Lande geboren wurde, um hier ihre Pflich­ten zu erfüllen, und die zumeist der Unfruchtbarkeit anheim fällt, wenn sie den frischen Wind, der über Wiesen und Felder weht, mit der Stadtluft ver­tauscht. Wir brauchen nur einmal unsere Bevölke­rungsstatistik zu studieren, um sofort zu erkennen, daß der entwurzelte Landmann zu einem sehr höhen Prozentsatz in der Stadt der Letzte oder Vorletzte seines Geschlechtes ist. So wird er zum doppelten Verlust für die Nation: auf dem Lande fehlt er und auch die Stadt hat in den folgenden Generationen von ihm nichts mehr oder nur noch herzlich wenig. Fragen mir den Landsüchtigen, wenn er einige Jahrzehnte Stadtleben hinter sich gebracht hat, ob er klug beraten war, als er sein Ränzel schnürte, so werden wir ihn meist sehnsüchtig aufs Land zurück- blicken sehen. Sicherlich nicht ohne Grund. Denn die Verstädterung des Landmannes ist eine Sünde ge­gen die Natur, die sich oft bitter rächt. Das möge sich unsere Landjugend immer vor Augen halten, daran mögen auch die Führer unserer Jugend auf dem Lande stets denken, wenn sie Ratschläge für die Gestaltung der Zukunft des einzelnen geben.

Die Frühjahrsbestellung wird die Erzeugungs­schlacht durch eine planvolle Steuerung der Anbauflächen weiter vorwärts treiben. So wird, wie soeben mitgeteilt wurde, bei den Zucker­rüben auch in diesem Jahr eine abermalige Er­höhung der Anbaufläche erfolgen. Aller Voraus­sicht nach dürfte in diesem Jahr die Anbaufläche die 500 OOO-Hektar-Grenze überschreiten und damit mindestens um 40 000 über der Darjahrshöhe (460 000 Hektar) liegen. Seit 1934 mit 368 000 Hektar wäre damit eine Steigerung um mehr als 130 000 Hektar eingetreten. Auch Der Körner­maisanbau wird in diesem Jahre eine weitere beträchtliche Ausdehnung finden. Es wird damit gerechnet, daß hier im neuen Erntejahr die 100 OOO- Hektar-Grenze erreicht werden wird. Eine außer­ordentliche Steigerung, wenn man bedenkt, daß die Anbaufläche 1936 nur 6300 Hektar betrug. Eine ähnliche Entwicklung dürfte der Hanfanbau durchmachen, bei dem es gilt, die Anbaufläche auf dem Moorboden mindestens zu verdoppeln. Auch der Hanfanbau hat in den letzten Jahren bereits eine außerordentliche Aufwärtsentwicklung erlebt. Von 366 Hektar im Jahre 1934 stieg er auf 7500 Hektar im Jahre 1937.

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Eine für die Frage der Verbilligung der Kraft­fahrzeug-Unterhaltungskosten wichtige Maßnahme ist mit der Senkung der Kraftfahrzeug- Versicherungsprärnien vorgenommen wor­den. Der Preisbildungskommissar hat für all'e in Deutschland tätigen Versicherungsunternehmungen einen Einheitstarif festgelegt. Weiterhin sind die Beitragssätze zur Haftpflichtversicherung bei allen Krafträdern und bei mehr als 80 v. H. der Per­sonenkraftwagen erheblich gesenkt worden. Diese Senkung ist deshalb bemerkenswert, weil die Kraft­fahrzeugversicherung immer noch einen recht schlech­ten Schadenverlauf aufzuweisen hat. Gleichzeitig ist eine Berufsbereinigung erfolgt: Kraftfahrzeugher­steller, Händler, Reparaturanstalten und Absatzfi'nan- zierungsinstitute sind in Zukunft von der Vermitt­lung von Kraftfahrzeugversicherungen ausgeschlossen. Fast alle in Deutschland tätigen Kraftfahrzeughänd­ler ungefähr 8000 befaßten sich bisher auch mit der Versicherungsvermittlung, wobei etwa 200 von ihnen sich in besonders starkem Maße darin betätigen. Die durchschnittliche Senkung der Bei­tragssätze macht bei den Krafträdern 14 v H. und bei Personenwagen 13 v. H. der bisherigen Bei­tragssätze aus. Im Höchstfälle tritt bei Krafträdern eine Senkung um 33 v. H. und bei bestimmten Wa­genklassen eine solche um 40 o. H. ein.

Der Zusammenschluß aller westdeut­schen Zementwerke ist jetzt durch den Reichs- Wirtschaftsminister angeordnet worden. Der Zu­sammenschluß ist bis zum 31. Dezember 1940 de- fristet und wurde Dorgenommen, um die Durch­führung der Aufgaben, welche der Bauw-rtschast Stellt finb, jicherzusteüen und verhindern, daß

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Grundlegende Ausführungen des Innenministers Geyß-Inquari in Linz.

Wien, 6. März. (DNB.) Dor über 5 0 0 na - tionalfozialiftifchen Vertrauensmän­nern Oberösterreichs hielt Innenminister Dr. Seyß-Jnquart m Linz eine Rede, m der er u. a. ausführte:

Wir find Deutsche, ebenso auch Oesterreicher und stehen auf österreichischem Boden. Was ist und be­deutet Oesterreich? Die Ostmark des deutschen Vol­kes im Alpen- und Donauraum. Immer hat es seine deutsche Sendung erfüllt. Sein großer aber leidvoller Weg in der deutschen Geschichte führte, weil dieses Oesterreich seine opferreiche deutsche Mis­sion nie vergessen konnte, zu seiner heutigen Ge­stalt und heutigen Form. Es wurde ein kleiner Staat, blieb losgetrennt vom Kernstaat, doch geblie­ben ist ihm seine große Aufgabe. Oesterreich ist deutsch und nur deutsch.

Im Sinne seiner Verfassung, bekräftigt durch die Verträge vom 11. Juli 1936 und 12. Februar 1938, ist Oesterreich frei und unabhängig. Frie­densoerträge als Rechtsgrundlage für Oesterreichs Unabhängigkeit anzusthen, lehnt mit dem Frontfüh­rer das deutsche Volk in Oesterreich einmütig ab. Für uns bedeutet die österreichische Unabhängigkeit das freie Selbstbestimmungsrecht aus eigener Kraft und hier im Lande getragene Verantwortung. Wir wissen um die guten Freund­schaften, die wir in der Welt haben, und sind ent­schlossen, sie ebenso festzuhalten. Die österreichische Unabhängigkeit ruht in der Garantie des deutschen Volkes. Im deutschen Volk stellen die Staatsoerträge vom 11. Juli und 12. Februar und die Erklärung des Führers und Reichskanzlers den Sachverhalt völlig klar. Die Oesterreicher gehen ihren politischen Weg ohne Einmischung von Partei- und Reichsstellen in der klaren und unerschütter­lichen Gewißheit, daß das deutsche Volk in Oester­reich nur einen deutschen Weg gehen wird. Daß dieser Weg ein Volksdeutscher Weg ist, ist klar. Das geistige v o l k s d e utf ch e Reich ist heute bereits eine Tatsache von politischer Bedeutung. Und dieses Volksdeutsche Reich des ge­meinsamen Schicksals, der gemeinsamen kulturellen Leistung, aber auch des eigenen inneren Aufbaues bleibt unser Ziel.

Adolf Hiller, der Führer und Reichs­kanzler, ist ein Sohn dieses oberöster- reichischen Landes. Volksnot und Grenz- landnol hat der Führer des Deutschen Reiches in seinen österreichischen Lehrjahren kennen und mitleiden gelernt. Dieses Wissen hat seinen wei­teren Weg und die Befreiung des Deutschen Reiches und Volkes aus der Schmach und dem Zwang der sogenannten Ariedensverträge mit- bestimmt. Diese Befreiung der deutschen Ra­tion nach der erschütterndsten Niederlage ihrer Geschichte hat a u ch für O e st e r r e i ch die außenpolitische und militärische Freiheit mit er­ringen geholfen. Dafür danken wir Oesterreicher dem Führer und Reichskanzler.

Im Zuge der Verwirklichung dieses Ideengutes soll jeder österreichische Nationalso- z i a l i st, der das richtig sieht und sich hierzu posi­tiv einstellt, zurMitarbeitherangezogen, zur Mitverantwortung verpflichtet werden. Dies ist der letzte Sinn des 12. Februar 1938. Mag auch die Einstellung Variationen haben, die. der Eigenart und dem Werden unseres Volkes in Oesterreich ent­sprechen, in einer Frage herrscht völlige Klarheit: Das politische Gewissen fordert immer das tatbe­reite Bewußtsein der Zugehörigkeit zum Gesamtvolk. Da nach den Erklärungen des Bundeskanzlers und Frontführers dieser Grundsatz ein Grundsatz der Front ist und ein Preis­geben den Absichten der Front fernab liegt, können wir uns ohne Vorbehalt und Preisgabe unserer Gesinnung zur Mitarbeit in der Front bekennen. Die Frage der Staats form ist in einer Zeit nicht dringlich, in der das Gesamtvolk noch um seine Rechte und seinen Wiederaufstieg ringt. Sicherlich kann die Lösung auch dieser Frage nur vom ge­samtdeutschen Schicksal erfolgen.

Zu den Grundlagen dieses Oesterreich, die in Uebereinftimmung und Verfolg mit den Verein­barungen vom 11. Juli und 12. Februar zu gelten haben, gehört sein christlicher Charakter. Positives Tatchristentum muß für jeden, auch für uns, zur Selbstverständlichkeit werden. Auch im Be­reich des Glaubens muß es uns klar fein, daß der Aufbruch der Nation und nicht der Umbruch und die Verurteilung des Gewesenen der politische Im­puls der neuen Zeit ist. Die ehrfürchtige Wertung dessen, wofür unsere Vorfahren gekämpft und ge­litten haben, ist die Voraussetzung dafür, daß unsere Nachfahren auch unseren Weg und Kampf verstehen werden. Die metaphysische, die glaubensmäßige Ver­antwortung ist die Quelle der Gewißheit und Zu­versicht, aus der heraus der unbedingte Einsatz für

das Volk, den gottgegebenen Baustein der Mensch­heit, und für den Staat geleistet werden kann. Diese Quelle des Lebens in sich selbst und 'für alle an­deren rein zu erhalten, ist auch die Aufgabe eines Nationalsozialisten, und darum darf der Versuch, Glaube und Politik zu verbinden, uns niemals dazu führen, den Glauben mit Politik zu bekämpfen.

Das Abkommen vorn 12. Februar brachte den einzelnen Nationalsozialisten die volle politi­sche und weltanschauliche Freiheit und die Gleichberechtigung mit allen anderen Grupven im Rahmen der sonst gültigen Gesetze, wobei fest- gehalten werden soll, daß die V a t e rl ä n d i s ch e Front die einzige Organisation der politischen Willensbildung in Oester­reich ist. Nicht erlaubt wurden daher die parteipoli­tischen Organisationen der Nationalsozialistischen Partei, also die Politische Organisation, die Be­

triebszellenorganisation, die Sturmabteilung und Sicherheitsstaffel usw. Es kommt nun darauf an, daß die Nationalsozialisten sich auf dem Boden der Gesetze betätigen, ihre bürgerlichen Rechte ausüben, sich zu erlaubten Organisationen vereinigen und an den bestehenden Organisationen kultureller, wirt­schaftlicher oder berufsständischer Art teilnehmen und schließlich durch berufliche und öffentliche Lei­stungen für ihre gesellschaftliche und politische Auf­fassung eintreten und sie verwirklichen. Daß ihnen diese Möglichkeiten eingeräumt werden, dafür habe ich als Bundesleiter des Volkspolitischen Refera­tes zu sorgen und als Minister zu bürgen. Daß Sie sich daran halten, dafür bürgen Sie mir! Jetzt schon ist jede illegale Tätigkeit, d. h. jede von der staat­lich verantwortlichen Führung nicht gewollte Be­tätigung sofort einzustellen und alle Kraft dafür einzusetzen, daß der legale Weg beschritten wird.

Aeubeseßung öffentlicher Stellen.

Der österreichische Rationalsozialist wird sei­nen Anschauungen leben und sie im Rahmen der Vaterländischen Front und aller übrigen österreichischen Einrichtungen auf dem Boden der Verfassung verwirklichen können. Die poli­tische Gleichstellung aller Gruppen im Staate bedeutet Mitverantwortung und Mitbestim­mung für alle, die sich zu den Grundlagen dieses Staates bekennen. Dieser Grundsatz wird zur Reubesehung öffentlicher Stet- l e n führen. Das ist notwendig, und dem soll auch entsprochen werden. Die Umbesetzung erfor­dert Zeit, vor allem aber die Auswahl der tüchtigsten Kräfte. Der Bundeskanzler hat die Landeshauptleute beauftragt, im Wege der Front unter besonderer Heranziehung des Volkspolikischen Referates Besprechungen ein­zuleiten, die die verschiedenen ergänzenden Reu- und Umbesetzungen der Gemeinde- und Landtage sowie in den Landesregierungen und allfälligen anderen öffentlichen Einrichtungen und Körperschaften zum Ziele haben. Diese Maßnahmen haben in den letzten Tagen schon begonnen.

Der Frontführer hat mir gugefagt, daß jede be­nachteiligende Behandlung unserer Vereine und Veranstaltungen unterbleiben wird, sobald sich diese Vereine und Veranstaltungen sich mir verbindlich in sachlicher und persönlicher Richtung unterstellen. Ich habe verfügt, daß diese Zusammenfassung im Wege einer in Wien zu errichtenden Volksdeut­schen Arbeitsstelle mit angeschlossener Pressestelle erfolgt. Es wird insbesondere dem Deutschen Turnerbund wieder gestattet fein, das Jugendturnen zu pflegen und sein altes AbzeichenFrisch, fromm, fröhlich, frei" in Form eines Sonnenrades zu tragen, wobei noch eine be­sondere Verankerung in der Turn- und Sportfront vorgesehen ist. Dem Deutschen Schulverein S ü d m a r k bleibt die Freiheit seiner kulturellen Schutzarbeit gewahrt. Dem Hilfswerk Län­gs th wird eine besondere Aufgabe im Rahmen seiner Verfassung sozialer Volkshilfe zukommen. Es ist selbstverständlich, daß die Armee für uns alle der Waffenträger von Staat und Volk ist, den aufs vollkommenste mitzugestalten vor- nehmfte Pflicht ist, Ihr, meine jungen Freunde, sollt in die Armee eintreten, um die besten Solda­ten zu werden. Insbesondere in der Armee selbst hat jede politische Betätigung, also z. B. sowohl die nationalsozialistische wie die legitimistische, zu unter­bleiben. Wer mithilft, die österreichische Armee zu einem vollendeten Schwert und Schild zu machen, leistet höchsten Dienst auch im Sinne unserer Ge­sinnung. Es muß eine besondere Sorge fein, mitzu­helfen, daß allen Arbeitswilligen in diesem Staate Arbei ( und Brot verschafft wird. Der 12. Fe­bruar brachte insbesondere auch den unterschieds­losen Zugang zum Arbeitsplatz. Wer sich in Zukunft nicht illegal betätigt, wird nicht behindert werden. Das gilt für alle Berufe.

Der Frontführer und Bundeskanzler erklärte mir, er hoffe, daß eine Zeit komme, in der irgendwelche Behinderungen für Gruß, Lied, Fahne oder Abzeichen, soweit es sich nicht um parteigebundene handelt, nicht mehr vorhanden sein werden. Diese Zeit werde gekommen sein, wenn der Gebrauch des Grußes und des Liedes, der Fahne oder des Haken­kreuzes nicht mehr die Tendenz des Protestes und Demonstrierens gegen Staat und Führung in sich trage, wenn die Feststellung verschiedener Gesinnung nicht

Anlaß zu Regungen biete, den anderen nieder- zufchlagen oder wirtschaftlich zu vernichten, wenn jeder gute Oesterreicher sich mit Stolz einen guten Deutschen und jeder vor allem Deutschbewußle sich freudig einen guten Oesterreicher nenne. Für uns alle muß es unerträglich fein, die Symbole als Mittel des Demonstrierens gewertet und benützt zu sehen.

Es gilt daher für Gruß, Abzeichen, Fahne und Lied folgendes: Der WortgrußHeil 3) i t V e r" ist in Oesterreich nicht zu beanstanden, wenn er als üblicher Gruß verwendet wird. Die Verwen­dung dieses Grußes in Aerntern, vor Behörden, Schulen und Hochschulen sowie in den Amtsstellen der Vaterländischen Front muß als Demonstration aufgefaßt werden und ist an diesen Orten unzu­lässig. Der stumme Deutsche Gruß durch Er­heben der ausgestreckten rechten Hand ist in gleicher Weise wie der WortgrußHeil Hitler!" zulässig.

Das Absingen des Deutschlandliedes ist bei feierlichen Veranstaltungen nationalen Cha­rakters unter der Voraussetzung zugelassen, daß vorerst die erste Strophe der Bundeshymne, der Hymne Ottokar Kernstocks, gesungen wird. Ich bin der Meinung, daß das Deutschlandlied für uns ein zu feierliches Bekenntnis ist, um es bei jeder Gelegenheit, auf Gassen oder in Gasthäusern zu fingen. Das Abfingen der Bundeshymne darf durch Mitsingen des Textes des Deutschlandliedes nicht gestört werden. Im übrigen gelten die Vorschriften, die für das Singen oder Spielen der Hymnen an­derer Staaten gegeben sind. Unter diese Vorschrif­ten fällt insbesondere das Hör st-Wessel-Lied. Auch für das H i s s e n d e r H a k e n k r e u z f a h n e durch österreichische Bundesbürger gelten die allge­meinen Flaggenoorschriften. Es ist jedoch vorgesehen, daß bei besonderen Anlässen, so z. B. aus Anlaß des Besuches einer hohen Persönlichkeit aus dem Reiche sowie zur Feier gemeinsamer Gedenktage durch behördliche Anordnung auch österreichische Staatsangehörige neben den österreichischen Bun­desfarben die Hakenkreuzfahne zeigen können.

Inwieweit das Hakenkreuz als Abzei­chen Verwendung finden darf, bleibt der besonde­ren behördlichen Bewilligung vorbehalten. Den nationalen Vereinen wird es auf ihren Wunsch ge­stattet werden, das Hakenkreuz in einer zu geneh­migenden Verbindung in das Vereinsabzeichen auf­zunehmen. Heute darf das Hakenkreuz vor Behör­den, bei Ausübung eines öffentlichen Amtes, in Schulen und Hochschulen oder Amtchtellen der Va­terländischen Front nicht getragen werden. Das parteiamtliche Hakenkreuzabzeichen ist für alle Reichsangehörigen frei. Österreichischen Staatsangehörigen ist es nicht gestattet, das partei­amtliche Abzeichen oder eine Nachahmung desselben zu tragen.

So habe ich die Grundlagen und den Weg Umris­sen, auf welchem der österreichische Nationalsozialist die Möglichkeit legaler Betätigung im Rahmen der Vaterländischen Front und aller übrigen öster­reichischen Einrichtungen auf dem Boden der Der- fassung, die politische Parteien nach wie vor aus­schließt, in Gleichstellung mit allen anderen Grup­pen hat. Es ist die Gelegenheit, dem Frontführer und Bundeskanzler dafür zu danken, daß er den Weg, den wir nun gehen können, eröffnet hat. Wir werden ihm auf diesem Wege und als gute Oester- reicher offen und vorbehaltlos Gefolgschaft leisten. Die Grundlagen sind klar, der Weg ist schwer. Er fordert von allen größte Sammlung und vollendeten Ern st. Aber das Ziel ist groß, das größte im volklichen Leben. Das Ziel ist das restlose Zusammenstehen der beiden deutschen Staa­ten zu des deutschen Volkes unteilbarem Schicksal, Glück und Frieden!

bei freiem Markt unter Umständen die kleineren noch selbständigen Unternehmungen gefährdet wer­den. Bei den Werken, die jetzt zwangsweise ange- schlossen werden mußten, handelt es sich hauptsäch­lich um die Firmen, die auf den Direktverkauf, der ihnen für das verflossene Jahr als Übergangszeit noch zugebilligt worden war, und den sie nach den Abmachungen des Vorjahres jetzt aufgeben sollten, nicht verzichten wollten.

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Die Au ßenhandelsumsätze sind nach einer Steigerung im Dezember 1937 im Januar wieder gesunken. Die Einfuhr unterschritt mit 483 Mill. RM. das Dormonatsergebnis um 48 Mill. RM.; sie war damit ebenso hoch wie im November 1937. Dieser jahreszeitlich bedingte Rückgang beruht zum ausschlaggebenden Teil auf einer Verminderung des Einfuhrvolumens, jedoch sind auch die Einfuhrpreise etnxis gesunken. Abgenommen hat gegenüber dem Vormonat vor allem die Einfuhr der Ernährungs­wirtschaft, und zwar um 26 Mill. RM. In der Hauptgruppe Gewerbliche Wirtschaft unterschritt die Einfuhr den Stand des Vormonats um 21 Mill. RM. Don den einzelnen Erdteilen war an der Ver­minderung der Einfuhr im Januar vor allem Eu­ropa beteiligt. Die Ausfuhr war mit 446 Mill. RM. ebenfalls aus jahreszeitlichen Gründen um 19 v. H. geringer als im Dezember des abge­laufenen Jahres. Das Januarergebnis 1937 wurde jedoch um 7 v. H. überschritten. Seit 1931 ist die Ausfuhr ausnahmslos von Dezember zu Januar stark gesunken. Das Ausmaß des Rückganges war in den einzelnen Jahren verschieden. Im neraange» nen Jahr betrug die Verminderung 9 v. H , 1933 bis 1935 dagegen zwischen 15 und 20 v, H. Weiter ist

3U berücksichtigen, daß das Dezemberergebnis durch die Ausschreibungen größerer Maschinenlieferungen, die z. T. bereits in früheren Monaten ausgeführt wurden, günstig beeinflußt war. An dem Rückgang der Ausfuhr waren sämtliche Gruppen beteiligt. Am stärksten war die Abnahme jedoch bei Fertigwaren, am geringsten bei Rohstoffen (Kohlen). Don den ein­zelnen Erdteilen hat vor allem Europa weniger Waren abgenommen. Nach der Statistik über den Außenhandel nach Erdteilen und Ländern betrug die Gesamteinfuhr Deutschlands im Jahre 1937 5,5 Mrd. RM. Sie war um 1,25 Mrd. RM. oder um rund 30 v. H. größer als im Jahre 1936. Don dieser Zunahme entfielen auf Europa 517 Mill. RM., auf Uebersee 728 Mill. RM. Der Anteil der Ueberseeländer an der Gesamteinfuhr stieg somit von 40 auf 44 v. H., während der Anteil Europas entsprechend zurückging. Die Ausfuhr Deutsch­lands war im Jahre 1937 mit 5,9 Mrd. RM. um 1,1 Mrd. RM. oder um fast hoher als im Jahre 1936. Don dieser Zunahme entfielen 720,3 Mill. RM. auf die europäischen Länder und 422 Mill. RM. auf die überseeischen Länder. Verhältnismäßig war die Steigerung der Ausfuhr nach Uebersee (plus 30 v. H.) beträchtlich größer als die nach Eu­ropa (plus 21 v. H.). Dementsprechend stieg auch der Anteil der Ueberfeegebiete an der deutschen Aus­fuhr wie schon in den Vorjahren weiter an. Er betrug 30,7 v. H. gegen 29,2 v. H. im Vorjahr und nur 18,5 v. H. im Jahre 1932.

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Der SchriftChemie in Deutschland", die von dem Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsgruppe Chemische Industrie, Claus Ungewitter, heraus- gegeben ist. entnehmen wir folgende Zahlen Lei

einer Fortdauer der Förderung in der Höhe von 1936 nähern sich die Weltvorräte an Blei der Erschöpfung in zehn bis zwölf, an Zink in fünfzehn bis zwanzig Jahren. Ebenso ist die Aus­beutung der Zinn-, Kupfer - und Chrom­vorräte zeitlich schon heute begrenzt, wenn natürlich auch, ebenso wie bei Blei und Zink, neue Vorkommen entdeckt werden können. Dagegen ftieg die Aluminium erzeugung von 65 000 Tonnen im Jahre 1913 auf 370 000 Tonnen im Jahr 1936, von Magnesium von 250 auf 2500 Tonnen in den sechs Jahren 1925/31 und seither auf 25 000 Tonnen, was einer Verhundertfachung in zwölf Jahren gleichkommt! Die plastischen Massen, von denen in der Vorkriegszeit Celluloid und Vulkanfiber bekannt waren und zu denen nachher noch Kunsthorn, Kunstharz, Zelluloseazetat und Transparentfolien gekommen sind, wurden um 1900 in Hohe von 10 000 bis 20 000 Tonnen, 1913 von 50 000 Tonnen, 1936 von 300 000 Tonnen erzeugt.

Die in der Rede des Führers angekündigte An­erkennung des Kaiserreiches Mandfchukuo durch die Reichsregierung lenkt den Blick auf dieses Land, das dreimal so groß ist wie Deutschland und bei uns vornehmlich als Lieferant der Sojabohne be­kannt ist. Aber neben der Ausfuhr dieser ölhaltigen Bohne, mit der sich Mandschukuo gewissermaßen ein Welthandelsmonopol geschaffen hat, ist das men­schenleere Land eines der größten Rohstoffgebiete der Welt. Seine Erschließung entwickelt sich in einem geradezu atemraubenden Tempo, nachdem seit etwa 1905 mindestens 25 Millionen Nord- chinejen in das Land eüuvünderten. Leben reichet