die Vorschläge der britischen und amerikanischen Negierung in ihren Noten vom 5. Februar von weiteren Kommentaren absehen wolle.
Aus japanischen Marinekreisen verlautet, daß das Vorgehen der genannten drei Mächte deshalb zu bedauern sei, da es offensichtlich nur beabsichtige.
Bauzeit für den Kanal etwa 10 Jahre beanspruchen. Der demokratische Abgeordnete Eduard Jzac- Kalifornien hat bereits eine Vorlage für den Ka nalbau eingebracht. Nach seinen Berechnungen würden sich die Kosten für den Bau auf 300 Million nen Dollar (also 750 Millionen Reichsmark) stellen.
angebliche japanische Geheimrüstungen als Vorwand für die eigene Aufrüstung zu nehmen. Kreise des Außenministeriums betonen, daß Japän an keiner! ei Verträge gebunden und deshalb auch nicht verpflichtet fei, die Vor-
Äaijonaispanjfcher Durchbruch an der Temel-Front.
von
wo aus die Bolschewisten die wichtige Verbin-
Sinne vorschlagen, daß der Grundsatz „Kein Angriff und keine Bedrohung" der Verwirk
lichung entgegengeführt werden könne. Auf Fälle werde Japan nicht bereit sein, Vorschläge zuerkennen, die praktisch eine Wiederholung Tatbestände darstellten, die zur Kündigung Washingtoner Vertrages führten.
Der na- Unseren im Ab-
dungswege -von Saragossa und Teruel bedrohten, umgangen und der Gegner nach Osten abgedrängt. Aus gefundenen Dokumenten geht hervor, daß die Bolschewisten in den letzten Tagen drei Divisionen Verstärkung an die Alfambra- Front geworfen, somit also alle verfügbaren Reserven vergeblich eingesetzt hatten.
Unsere Truppen drangen in einer Tiefe von zehn Kilometer vor. Der Feind hatte große Verluste, bei dem Angriff einer unserer Formationen allein über tausend Tote. Der nationalspamsche Kriegsberichterstatter meldet ergänzend: Nach Artillerievorbereitung gingen Tanks und Infanterie zum Angriff zwischen Selada und Valle Alfambra vor. Nachdem der Gegner in den ersten Stunden starken Widerstand geleistet hatte, mußte er sich am
alle ander des
dahin geklärt, daß Japan volle Handlungsfreiheit habe und sich deshalb auch nicht einem Druck dritter Mächte unterwerfen werde. Japan halte seine bisherigen Vorschläge auf gleichmäßige ober st e Tonnagegrenze aufrecht, es lehne jedoch jede unterschiedliche Behandlung im Flottenbau ab. Der Schritt der drei Botschafter wird als befremdend
San S e b a st i a n , 6. Febr. (DNB.) tional-spanische Heeresbericht meldet: Truppen gelang es, die feindliche Front
schlage der drei Mächte anzunehmen oder eine befristete Antwort zu erteilen. Trotzdem werde Japan antworten, um die durch die Aufrüstung der drei Mächte veränderte internationale
schnitt von Alfambra (nördlich von Teruel) an Lage eindeutig klarzulegen. Die gesamte japanische verschiedenen Punkten zu durchstoßen, nachdem Presse bespricht eingehend die Weltlage. Diese sei bcr Widerstand der Bolschewisten gebrochen war. durch die Kündigung des Washingtoner Vertrages -- - - — • •
bezeichnet, weil Japan schon auf der Londoner > Nachmittag fluchtartig zurückziehen und seine Flottenkonferenz 1936 Vorschläge gemacht habe, die Stellungen aufgeben. Insgesamt wurden 16 Dörfer unter der Voraussetzung der Gleich- sowie 40 seit Kriegsausbruch von den Roten besetzte b e r e ch t i g u n g eine positive Abrüstung an- und stark befestigte Stellungen erobert. Durch diese geregt hätten. Wahrscheinlich werde Japan, so wird Operation sind die P a l o'm e r a - B e r g e, weiter erklärt, von neuem eine Abrüstung in dem roo QU5 die Bolschewisten die wichtige V
Baut Amerika einen Aicaragua-Kana!?
„Die notwendige Ergänzung zum Panama-Kanal."
Die Stärke des Feindes wurde auf 60 000 Mann geschätzt, wovon fast ein Drittel gefangen genommen oder verwundet wurde oder zu den Nationalen überlief. Nationale Kavallerie drang weiter vor und besetzte P e r a l e s zehn Kilometer von Alfambra entfernt.
Am Sonntag versuchten die Bolschewisten einen Gegenangriff. Die Franco-Truppen ließen
Washington, 7. Febr. (DNB. Funkspruch.) Das Flottenbauprogramm sowie die Erklärungen des amerikanischen Flottenchefs, daß die Kriegsflotte der Vereinigten Staaten nicht in der Lage fei, die Küsten des Atlantischen und des Stillen Ozeans gleichzeitig zu verteidigen, haben, wie „Associated Preß" meldet, das Interesse für den Bau des Nicaragua-Kanals stark erhöht. Offiziere der Armee und der Marine haben geäußert, daß der Nicaragua-Kanal als Ergänzung zum Panamakanal durchaus notwendig sei, um eine rasche Verlegung der amerikanischen Kriegsflotte von einem Ozean in den anderen durchführen zu können. Ferner sprachen auch Gründe wirtschaftlicher Art für die Durchführung des Baues.
Der Vorsitzende der Kommission, die von dem Kongreß vor einiger Zeit ermächtigt wurde, die Frage dieses Kanalbaues zu prüfen, erklärte, daß der Bau die Sicherheit der Vereinigten Staaten wesentlich erhöhen werde. Der Bau werde bei einer Länge von 184 Meilen rund 722 Millionen Dollar (also rund 1,7 Milliarden Reichsmark) kosten. Nach seinen Schätzungen dürften die Vorverhandlungen etwa 5 Jahre, die reine
die Roten zunächst herankommen und schlugen sie dann vernichtend. Beim Nachstoß in drei verschiedenen Richtungen konnten die Nationalen zahlreiche Dörfer besetzen. Bei der Verfolgung der in regelloser Flucht durch das Alfambra-Tal zurückflutenden Bolschewiften-Haufen, an der sich erstmalig und mit starkem Erfolg auch die von General Mo- nasterio befehligte nationalspanische Kavallerie beteiligte, wurden wiederum 600 Gefangene gemacht. Unter den mehr als 3000 Bolschewisten, die während der letzten Tage ergriffen worden sind, befinden sich zahlreiche Oberhäuptlinge und politische Funktionäre.
Aus aller Welt.
Italienische Skudienkommission in Frankfurt.
Eine italienische Studienkammission unter Führung von Comm. Amigare de Ambris, die sich auf einer Deutschlandreife befindet, traf zum Besuch der Gaubetriebsgemeinschaft Eisen und Metall in Frankfurt ein. Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger hieß die Gäste willkommen. Bei der großen Geistesverwandtschaft zwischen der Faschistischen Partei und der NSDAP, sei es selbstverständlich,
daß wir versuchen, uns immer näher kennen zu lernen und von einander zu lernen, so solle das allezeit bleiben. Der Gauleiter schloß mit einem Gruß an den König von Italien und an den Duce. Commendatore de Ambris dankte für die große Sympathie, die ihnen die deutschen Kameraden bei ihren Besuchen in den verschiedenen Städten entgegengebracht haben. Im Anschluß an den Empfang besichtigten die Gäste einen Großbetrieb.
.Gynäkologen-Tagung in Frankfurt.
Die Mittelrheinische Gefells chu ft für Geburtshilfe und Gynäkologie veranstaltet in Frankfurt ihre 100. wistenschaftliche Sitzung. Der Vorsitzende, Professor Seitz, gab einen Rückblick auf die Tätigkeit der Gesellschaft in den 35 Jahren ihres Bestehens. Zu Ehrenmitgliedern wurden ernannt: Geheimrat Kehrer (Marburg), Professor August Mayer (Tübingen) und Professor Dr. von B o t h (Kassel). Das erste Referat vor Dr. Anselmino (Elberfeld) beschäftigte sich mit der hormonalen Steuerung der Brustdrüsentätigkeit. Professor Dr. von Jaschke (Gießen) behandelte die Bekämpfung der Stillschwierigkeiten. Er ging davon aus, daß das Selbst- stillen der beste Schutz für den Säugling gegen alle Gefahren fei. In einer Zeit, in der von Partei und Staat die Geburtenfreudigkeit in jeder Weife gefördert.werde, fei es Pflicht des Arztes, alles zu tun, um die Aufzucht des jungen Lebens sicherzustellen. Dazu gehöre in erster Linie das Selbst- stillen. In vielen Fällen könnten die Schwierigkeiten durch eine richtige Behandlung behoben werden. Voraussetzung für eine richtige Milchbehandlung sei eine drei- bis viermalige tägliche Entleerung der Brust, lieber die kinderärztlichen Gesichtspunkte bei der Durchführung der Stillung sprach Professor de Rudder (Frankfurt). Auch er betonte die Notwendigkeit des Selbststillens für das Kind und empfahl, bei Mangel an genügender Milch nach Möglichkeit keine Zusatznahrung zu geben, sondern das Kind mehrmals anzulegen.
Neuer Direktor der Hebammenlehranftalk und Frauenklinik in Mainz.
NSG. Der Reichsstatthalter in Hessen hat nach der Ruhestandsoersetzung des seitherigen Direktors der Hebammenlehranstalt und Frauenklinik in Mainz, Prof. Dr. Wehefritz aus Göttingen mit der Leitung der Klinik beauftragt Prof. Dr. Wshe- fritz war seither erster Oberarzt der Universitäts- frauenklinik in Göttingen. Auch an der Organisation der Krebsbekämpfung war Prof. Wehefritz in seiner seitherigen Stellung mit Erfolg beteiligt.
Buntes Allerlei.
Kleine Stere - große Leistung.
Um die wahren Athleten auf dieser Welt ausfindig zu machen, müssen wir in das Jnsektenreich hinabsteigen. Der Maikäfer zum Beispiel kann neunhundertmal fein eigenes Gewicht heben. Auf menschliche Verhältnisse übertragen würde das bedeuten, daß ein Mann gegen 1500 Zentner heben könnte! Aber auch andere Insekten, die Bienen, die Ameisen zum Beispiel erreichen ähnliche Rekordleistungen.
In bezug auf andere körperliche Fähigkeiten, wie etwa gewisse Sinnesempfindungen, ist der Mensch dem Tier gegenüber noch weiter benachteiligt. Ein winziges Stückchen Futter, das wir kaum wahrnehmen würden, wenn es dicht vor unseren Füßen liegt, erspähen viele Vögel aus Hunderten von Meter Entfernung. Das Chamäleon kann sogar
seine beiden Augen unabhängig voneinander be« wegen und nach zwei verschiedenen Richtungen zugleich blicken. Noch verschwenderischer ist die Spinne von der Natur ausgeftattet worden, denn die. mej. ften Arten haben acht Augen, um, wenn sie re. ’ gungslos in der Mitte ihres Netzes fitzt, die ah. nungslos heranschwirrende Beute schon von weitem beobachten zu können.
Wir können mit Recht stolz auf die gewaltigen Bauwerke, die menschliche Kunst aufgetürmt hat. ; Und doch find auch die höchsten Gebäude nur winzig gegen einen Ameisenhaufen. Im Verhältnis zur eigenen Größe ist ein Termitenhaufen etwa fünfzig, mal so groß wie der höchste Neuyorker Wolken, kratzer. Aber auch die schnellsten Flugzeuge scheinen | langsam, wenn wir an manche Vögel denken. Die Mauerschwalbe zum. Beispiel fliegt mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 350 Kilometer in der Stunde.
EinGerrä devonKonrcdMhinLondoi,
Die nicht sehr reiche Abteilung der deutschen’ ;j Kunst in der Londoner Nationalgalerie hat eine wertvolle Bereicherung erfahren durch eine 43 :45 Zentimeter messende Darstellung des hl. Johannes auf Patmos von dem oberdeutschen Maler Kon- rat) Witz, der in der ersten Hälfte des 15.Jahr- . Hunderts lebte. Das Bild ist der Galerie aus dem Nachlaß von W. B. Chambertin vermacht worden, j Zwei neue Leihgaben, ein hervorragendes Selbst- > bildnis von Degas aus feinen jungen Jahren und eine Darstellung der Jungfrau im Tempel ;i von Giovanni di Paolo von 1540, erregen j gleichfalls besonderes Interesse.
Wetterbericht
Das zentraleuropäische Hochdruckgebiet hat sich verstärkt und seinen Einflußbereich noch erweitert. In unserem Gebiet konnte sich heitere Witterung ; nur in kleineren Teilbezirken durchsetzen, so daß überwiegend mit Nebel bzw. mit Hochnebel gerechnet werden muß. Mit der lebhaften östlichen Strömung kann aber eine größere Ausdehnung der Wetterbesserung erwartet werden.
Aussichten für Dienstag: Neigung zu j Nebel und Hochnebelbildung nachlassend, vielfach ' heiteres Weiter, nachts leichter Frost, mittags mild, meist östliche Winde.
Aussichten für Mittwoch: Im wesent- I liehen freundliches Wetter.
Lufttemperaturen am 6. Februar:, mittags 2,2 I Grad Celsius, abends 1,4 Grad; am 7. Februar: “ morgens 1,4 Grad. Maximum 4,5 Grad, Minimum ? heute nacht 0,9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 6. Februar: abends 3,2 Grad; am 7. Fe- $ bruar: morgens 2,7 Grad Celsius.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt bet Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 38: 11 000. Druck und Verlag: Brühlfche Nniverfitätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.
Nach einem arbeitsreichen Leben verschied am Samstag, 5. Februar, nachmittags 4’/2 Uhr, nach langem, mit großer Geduld ertragenem schweren Leiden meine geliebte Frau, unsere treusorgende, gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin u. Tante Frau Emma Henkel, geb. Schäfer im 65. Lebensjahre.
Im Namen der tiefbetrübten Hinterbliebenen:
Heinrich Henkel, Metzgermeister.
Gießen (Seltersweg 61 I), den 7. Februar 1938.
Die Trauerfeierlichkeit findet am Mittwoch, dem 9. Februar, nachmittags 2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt.
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