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Generalleutnant Ritter von Schobert, Kommandierender General des VII. Armeekorps

General der Artillerie Professor Dr. Becker- Chef des Heeres-Waffenamtes.

Wilhelm Keitel, wurde am 22 September 1882 in Helmscherode bei Gandersheim (Oberharz) als Sohn eines Gutsbesitzers geboren. 1901 trat er als Fahnenjunker in das Feldartillerieregiment 46 in Wolfenbüttel ein, in welchem er 1902 zum Leutnant befördert wurde. Nach der Kommandierung zum Militärreitinstitut in Hannover wurde er 1908 Re­gimentsadjutant und 1910 Oberleutnant. Als Haupt­mann seines Regiments rückte er 1914 ins Feld. Während des Krieges fand er verschiedentlich im Generalstab Verwendung. Nach dem Kriege war er zunächst Lehrer an der Kaoallerieschule, von der er 1922 in das Artillerieregiment 6 versetzt wurde. Er übernahm die 7. Batterie in Wolfenbüttel und wurde 1923 Major. Nach seiner Verwendung in der Heeresorganisationsabteilung des Reichswehrmini­steriums kam Keitel 1927 als Abteilungskomman­deur nach Minden in das Artillerieregiment 6 zu­rück. Nach der Beförderung zum Oberstleutnant wurde er 1929 in das Reichswehrministerium ver­setzt als Leiter der Heeresorganisationsabteilung. 1931 wurde er Oberst und am 1. April 1934 Gene­ralmajor und Jnfanterieführer VI in Bremen. Als Nachfolger Generals v Reichenau wurde er am 1. Oktober 1935 Chef des Wehrmachtsamtes im -Reichskriegsministerium. In dieser Stellung wurde Keitel am 1. Januar 1936 Generalleutnant und am 1. August v. I. General der Artillerie.

Generaloberst v.Vrauchttfch.

Der zum Oberbefehlshaberdes Heeres unter Beförderung zum Generaloberst ernannte General Walter von Brauchitfch wurde am 4. Oktober 1881 in Berlin geboren. Er wurde am 22. März 1900 als Leutnant im Garde-Grenadier-

Joachim von Ribbentrop.

Der neue Reichsaußenmini ft er Joachim von Ribbentrop, der als Botschafter des Führers in besonderer Mission bereits eine große Rolle in der Leitung der deutschen Außenpolitik gespielt hat, wurde am 13. April 1893 in Wesel als Sohn eines Offiziers geboren. Den Weltkrieg machte Ribbentrop als Kriegsfreiwilliger mit. 1915 wurde er zum Leutnant befördert.' Nach seiner Verab­schiedung widmete er sich der kaufmännischen Lauf-

Vater ist der bekannte Artilleriegeneral und Val- listiker. Walter von Reichenau trat in das 1. Garde- Feldartillerie-Regiment ein, wo er 1903 zum Leut­nant befördert wurde. Bei Kriegsausbruch gehörte er der Kriegsakademie an. Er wurde später in verschiedenen Generalstabsstellungen verwendet Er trat schon früh durch sportliche'Neigungen hervor und gehörte zu den ersten Offizieren, die sich den modernen Leibesübungen zuwandten. Er ist In­haber der Rettungsmedaille am Bande. Nach dem Kriege war er u. a. Chef der Maschinengewehrkom­panie eines Infanterieregiments, sodann als Ma­jor. im Generalstab der 3. Division in Berlin spä­ter Kommandeur der 5. Nachrichtenabteilung in Cannstatt. Als Oberstleutnant wurde er Ches des Stabes der 1. Division in Königsberg. 1932 erhielt Reichenau die Beförderung zum Oberst. Als solcher wurde er nach der Machtübernahme in die Stel­lung des Chefs des Ministeramtes in das Reichs-

Wehrmachtsakademie in Berlin ernannten rals der Infanterie Adam ernannt.

Generalleutnant von Schwedler, Kommandierender General des IV. Armeekorps in Dresden.

kriegsminifterium berufen und am 18. Januar 1934 zum Generalmajor befördert. Reichenau wurde nach den Herbstübungen 1935 zum Kommandierenden General des VII. Armeekorps in München als Nach,

bahn. Seine wiederholten Auslandsreisen und die Sprachkenntnisse, über die er verfügte, brachten ihn frühzeitig in Beziehung zu politischen Persönlich­keiten. Seit 1920 verheiratet mit einer Tochter des bekannten Sektfadrikanten Henkell, wurde er 1925 von Fräulein Gertrud von Ribbentrop, die einer im Jahr 1884 geadelten Linie seiner Familie ent­stammt, adoptiert.

Obschon die Tätigkeit Ribbentrops für die natio­nalsozialistische Bewegung vor 1933 öffentlich kaum in die Erscheinung getreten ist, war sie sehr be­deutsam. Gerade' in den Tagen vor der Macht­ergreifung war das Haus Ribbentrop in Berlin- Dahlem ein Mittelpunkt der politischen Besprechun­gen. Nach der Machtergreifung erwarb er sich als einer der ersten außenpolitischen Mitarbeiter des Führers große Verdienste. Er wurde 1933 in den Reichstag berufen und im April 1934 zum Sonder­beauftragten für Abrüstungsfragen ernannt. 1935 wurde er vom Führer als außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter bestellt. Er führte in dieser Eigenschaft die deutsche Delegation zu den Flottenverhandlungen mit England und vertrat im Februar 1936 Deutschland bei der Genfer Liga, wo er den deutschen Standpunkt in der Rheinland frage darlegte. Am 31. März 1936 überreichte er der eng­lischen Regierung den Friedensplan des Führers. Im August desselben Jahres wurde er Botschafter in London. Besonders hervorstechend waren in seiner weiteren Tätigkeit der Abschluß des Anti­kominternpaktes mit Japan sowie die Erweiterung desselben durch den Hinzutritt Italiens.

Staatssekretär Brinkmann.

Der als Staatssekretär in das Reichswirtschafts­ministerium berufene Rudolf Brinkmann war bis - her Mitglied des Direktoriums der Reichsbank und schon seit vielen Jahren ein steter Vorkämpfer gegen die internationale Gold­

politik und das finanzielle Versklavungssystem. Er wurde am 28. August 1893 geboren und studierte Staatswissenschaften und Nationalökonomie. Von der Universität rückte er im August 1914 als Felü- artillerist ein, wurde aber 1916 infolge schwerer Verwundungen kriegsdienstuntauglich. Nach seinem bald darauf erfolgten Eintritt in die Reichsbank wurde er Leiter des Revisionsbüros und kam dann als Hilfsarbeiter in das Direktorium des Noten­bankinstituts. Bevor er Direktor der Reichsbank­nebenstelle in Aschaffenburg wurde, gehörte er dem Vorstand der Hamburger Reichsbankfiliale an. 1933 wurde er Direktor im Direktorium der Deutschen Golddiskontbank, 1934 berief ihn Dr. Schacht zum Generalreferenten im Reichswirtschaftsministerium. Nach dem Mitte 1937 erfolgten Ausscheiden dem Ministerium erfolgte seine Ernennung Mitglied des Direktoriums der Reichsbank.

Regiment Nr. 3 eingestellt, auf seinen Wunsch aber noch vor Ablauf eines Jahres in das 3. Garde- Feldartillerie-Regiment versetzt. Nachdem er dort 1909 zum Oberleutnant befördert und bald darauf zum Großen Generalstab kommandiert worden war, erfolgte seine Beförderung zum Hauptmann am 18. Dezember 1913. Als Generalstabsoffizier war er sodann an der Front und wurde 1918 zum Major befördert. Nach dem Kriege kam er in die Reichswehr, wurde dort 1923 Oberstleutnant und zunächst in der Heeresausbildungsalsteilung des Reichswehrministeriums, später als Abteilungskom­mandeur im 6. Artillerie-Regiment verwendet. Als Oberst war er zunächst Chef des Stabes der 6. Division und dann Abteilungsleiter im Reichs­wehrministerium. 1931 wurde er zum General­major befördert und 1932 Inspekteur der Artillerie. Anfang Februar 1933 übernahm er als Nachfolger Blombergs die erste Division. Mit der Neueinrich­tung oon Armeekorps erfolgte im September 1935 die Ernennung zum Kommandierenden General des I. Armeekorps unter gleichzeitiger Beförderung zum General der Artillerie. Am 1. April 1937 wurde er dann Oberbefehlshaber des neugeschaffenen Gruppenkommandos 4 (Leipzig).

General von Reichenau.

Der als Nachfolger des Generalobersten von Brauchitfch zum Oberbefehlshaber der Gruppe 4 in Leipzig ernannte bisherige Kommandierende General des VII. Armeekorps in München Walter vo n Reichenau wurde am 8. Oktober 1884 in Karlsruhe i. B. geboren. Sein

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. 3utn Chef des Oberkommandos d e r W e h r m a ch t ernannte General der Artillerie,

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Generalleutnant Busch, Kommandierender General des VIII. Armeekorps in Breslau.

General List.

Der zum Oberbefehlshaber bei Gruppe 2 in Kassel ernannte bisherige Kom> mandierende General des IV. Armeekorps, Wil' ? e 1<2?- wurde am 14. Mai 1880 zu Oberkirch- berg (Württemberg) geboren. Nach dem Besuch des

des Führers mache die Kriegsorganisation Deutsch­lands, mache Deutschland selbst stärker.

DerPopolo d'Jtalia" spricht von einer Vereinheitlichung des Kommandos und erklärt: Die Energien seien zusammengefaßt, die Straße vor- gezeichnet, ein neuer und kräftiger Antrieb sei dem Marsch des neuen Deutschlands gegeben worden. Um die Gestalt des Führers, der das Volk auf dem Marsch der Befreiung angeführt habe, schare sich ein organischer, harmonischer und einheitlicher Ge­neralstab. Die Neuerungen seien das Werk eines weitblickenden politischen Führers. Junge, bereits erprobte Kräfte seien zur Leitung der öffentlichen Angelegenheiten berufen worden. Die nationalsozia­listische Revolution, die Kraft der deutschen Wieder­geburt, festige und vergrößere ihre Macht. All dieses lasse die lächerlichen Hoffnungen des Antifaschis­mus, der von Träumereien, Irrealitäten und fal­schen Prophezeiungen lebe, zusammenbrechen, wäh­rend die machtvolle Linie des neuen Europas auf­strebe. DerCorriere della Sera" schreibt, durch hie logischeWacheablösung" wollte der Führer des nationalsozialistischen Deutschlands den einheitlichen und totalitären Charakter seines Regimes verstärkt zum Ausdruck bringen, womit er die begeisterte Zustimmung des italienischen Vol­kes finde. In der heutigen Lage Europas sei es Aufgabe der jungen Völker, sich so zu organisieren, daß sie jedem Versuch einer Bedrückung, einer Er­drosselung widerstehen und sich mit der ganzen Eigenart ihres nationalen Geistes behaupten kön­nen.

DieG a z z e 11 a del Popolo" stellt fest, daß die gewaltige Macht des Nationalsozialismus noch weiter an Festigkeit gewonnen habe.Als Italiener und Faschisten können wir uns nur darüber freuen und die besten Aussichten für die gemeinsame Sache der Achse RomBerlin ableiten." Namen wie Göring, von Ribbentrop und Neurath könnten diesen Eindruck nur noch verstärken. Göring fei als hochgestellter Mitarbeiter des Führers zu noch größeren Aufgaben auf dem Gebiete der natio­nalen Verteidigung berufen worden. Von Ribben­trop habe- im unmittelbaren Auftrag des Führers immer wachsam und treu seinem Lande schon so manchen wertvollen Dienst erwiesen. Die Berufung von Neuraths zum Präsidenten des Geheimen Kabinettsrats zeige, wie sehr _ber Führer seinen Rat und seine Erfahrung schätze.Mit nicht ge­ringerer Sympathie und Dankbarkeit", so schließt das Blatt,wollen wir uns auf das Werk des Herrn von H a f f e 11 besinnen, der in Italien eine sehr nützliche und erfolgreiche Mission erfüllt hat. Sie läßt eine tiefe Spur in den deutsch-italienischen Beziehungen zurück."

Wiener preffestimmen.

Gymnasiums in München trat er 1898 beim 1. barje- rischen Pionierbataillon als Fahnenjunker ein, in welchem er 1900 zum Leutnant und 1908 zum Ober­leutnant befördert wurde. Nach einer Kommandie­rung zur Kriegsakademie erhielt er 1913 die Be­förderung zum Hauptmann. Im Krieg erfolgte feine Verwendung in verschiedenen Stellen des General- stades. Er wurde als Major in die Reichswehr übernommen. Am 1. April 1923 wurde er Korn- manbeur des 3. Bataillons des 19. bayerischen In­fanterieregiments. in Kempten, das er bis zum

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Wien, 5. Febr. (DNB.) Sie Nachrichten der Umbildung der Reichsregierung und den .... schneidenden Personalveränderungen an den leiten­den militärischen und zivilen Posten haben hier gro­ßes Aufsehen erregt, da die deutsch empfindenden Schichten der Bevölkerung besonders stark auf alles reagieren, was mit dem Reich zusammenhängt. Die R e i ch s p o st" sieht das. bedeutungsvollste Merk­mal der Aenderungen in der Wehrmacht in einer strafferen Zusammenfassung der höch- sten Kommman do stellen. Noch schärfer trete dies in den Verfügungen des Führers und Reichs? kanzlers bezüglich des außenpolitischen Ressorts zutage.

DieWiener Neuesten Nachrichten", die sich auf einer allgemeinen nationalen Linie be­wegen, bezeichnen die Regierungsumbildung als eine umfassende Angelegenheit von umwälzender Bedeutung, wie sie in der Geschichte des Dritten Reiches noch nicht dagewesen sei. Die politische Be­deutung des 4. Februar faßt das Blatt dahin zu­sammen, daß dieser Tag in bezug auf die Wehr­macht zunächst eine Verjüngung bedeute und damit vor allem eine Beschleunigung der Verschmelzung von Partei und Wehr­macht. Die am Freitag vollzogene Konzentration sei eine bedeutsame Etappe auf dem Wege, den die Partei seit der Machterareifunge beschritten habe. Es sei eine entscheidende Verstärkung des Einflusses der Partei auf die Führung des Reiches. Man müsse von vornherein den etwaigen Vorurtei­len des 2s u s l a n d e s, die in nächster Zeit viel­leicht noch stärker zutage träten würden, daß näm­lich die Umgestaltung im Reich alsVorberei­tung für einen bestimmten Zweck" ge­schaffen worden fei, entgegentreten. Mit ver­steckten oder offenen Andeutungen dieser Art solle von interessierten Kreisen wieder eine Kriegspsychose geweckt werden, die jeder in Berlin getroffenen Ent­scheidung mit dem Hinweis auf deren internationale Gefährlichkeit begegnen wolle. Die Konzentration der Kräfte sei vielmehr der wichtigste Schritt zur Verwirklichung des großen fried­lichen A u f b a u w e r k e s , das die Führung des Dritten Reiches auf inner- und außenpolitischem Ge­biet plane. Gerade diestählerne Einheit", wie ein Berliner Blatt die Konzeption die Füh­rung des Reiches nannte, biete die Gewähr für die starke aber friedliche Gestaltung der Zukunft.

DieAmtliche Wiener Zeitung" kommt zu dem Ergebnis, wenn der für das Schicksal des deutschen Volkes verantwortliche Mann sein Haus bestelle, sei kein Argwohn berechtigt, daß sich diese Neuordnung etwa gegen andere richte. Das gemein­same Ziel sei nach den Erklärungen aller führenden deutschen Staatsmänner die Erhaltung des Friedens und der Ausbau der politischen und wirtschaftlichen Positionen des deutschen Volkes. Daran werde sich auch in Zukunft nichts ändern, und deshalb bestehe an sich kein Anlaß, der gewiß bedeutsamen Umgruppierung in der Reichshauptstadt mit größerer Besorgnis entgegenzuschauen.

Die englische presse

zu den Beschlüssen des Führers.

. London, 5. Febr. (DNB.) Die Aenderungen im Reichskabinett werden von derTimes" als durchgreifend bezeichnet, sowohl in bezug auf die Kontrolle der Armee wie auch auf die Leitung der Außenpolitik. DieDaily Mail" hält es für be= fonöers bemerkenswert, daß Dr. Goebbels in den neuen Geheimen Kabinettsrat berufen ist. Die Er- nennÄ?es deutschen Botschafters in London von Ribbentrop zum Nachfolger Neuraths werde m England mit Genugtuung ausgenommen werden, so fahr das Blatt fort, da Herr von Ribbentrop die beste Gelegenheit gehabt habe, den britischen Standpunkt kennenzulernen. Die Zusammensetzung des neuen politischen Rates, zu dem Göring, Heß und Goebbels gehören, deute darauf hin daß in dem Nachdruck, der in den letzten Jahren Deutsch­lands Außenpolitik gekennzeichnet habe, keine Ab­schwächung eintreten werde.