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Nr.Zl Erster Blaff
188. Zahrgang
Montag, 7.5ebruar 1938
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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Nun Hat sich wohl auch im Auslande die Auflegung 9^ d-e sehr zum Unterschied von Deutschland selbst sich zum Wochenende so gesteigert hatte, daß in dieser Hinsicht wirklich nichts mehr zu leisten war. Das Wochenende hat denn auch die Losung gebracht, eine Lösung, die den folgerichtigen Aufbau der Nation bringt, im Sinne straffer Zusammenfassung des Staates in einer Handln der Hand des Führers. Diese folgerichtige Lösung sichert Deutschland eine Regierung, deren reibungsloser Gang an sich schon dafür sorgt, daß an keiner Stelle Kräfte unnütz vergeudet werden, daß alles vielmehr darauf abgestellt ist, das für das Wohl des Reiches und des Volkes Beste zu leisten. Es ist bei der politischen Entwicklung in Deutschland klar und einfach zu erkennen, daß ’ es d e r Führer ist, der die Entscheidung trifft, der aber bei dieser Entscheidung von Mitarbeitern beraten sein will, die jeder für sein Gebiet das hoch st e Maß von Sachkenntnis und Erfahrung mitbringen. Wenn die öffentliche Meinung im Auslande in der sinnvollen Ausgestaltung des Führerstaates ein höchst bedeutsames Ereignis sieht, so hat sie durchaus Recht. Der Bau der Dritten Reiches steht so fest gegründet, daß sich organisch alles einfügt, was durch den Aufbau und Ausbau zum Führerstaat bedingt ist. ,
Wer den Neubau des Reiches aus nächster Nähe miterleben durfte und die Entwicklung zur inneren und äußeren Konsolidierung des neuen Staates aufmerksam verfolgte, mußt sich schon seit der Verkündung des zweiten Vierjahresplanes auf dem Nürnberger Kongreß 1936 sagen, daß Anzeichen eines wahrhaft modernen Umbaues der Reichsleitung Vorlagen und sich ständig mehrten. In diesem Sinne war schon der Wechsel im Reichswirtschaftsministerium mit dem Stichwort „Konzentration" hinreichend gekennzeichnet; denn auch jene Kabinettsumbildung vom November war, wenn sie auch nur teilweise erfolgte, doch genau wie der zweite Dierjahresplan ein Wegweiser zu wesentlich größeren Reformen.
Wir haben hier vom Umbau der „Reichsleitung" gesprochen. Tatsächlich handelt es sich bei den Maßnahmen des 4. Februar weder um einen Kabinettswechsel noch um eine Kabinettsumbildung noch um einen Ministeraustausch oder dergleichen. Vielmehr gehen diese Maßnahmen selbst über die umfangreichsten solcher Kabinettsbildungen, wie sie etwa in anderen Ländern Üblich sind, weit hinaus. Die Erlasse des Führers vom 4. Februar bringen nun nach den Vorarbeiten für den zweiten Vierjahresplan und nach dem 27. November insofern eine völlig neue Staatslenkung, als der enge Rahmen des bisherigen Reichskabinetts gesprengt und das entscheidende Schwergewicht der Reichsleitung unter dem Gesichtspunkt der äußersten nationalpolitischen Stärkung vor allem in drei neuen Gremien verlegt wird: in den Geheimen Kabinettsrat, der unter feinem Präsidenten Reichsminister Freiherrn von Neurath (sozusagen als Stabschef) gewissermaßen der außenpolitische Stab des Führers und Reichskanzlers ist, genau so, wie das neugeschaffene Oberkommando der Wehrmacht der Stab des Obersten Befehlshabers der deutschen Wehrmacht ist; ferner in das sog. „Große Wirtschaftsministerin m", das durch Uebernahme eines großen Teiles des Stabes für den Vierjahresplan sowie durch die Hinzuziehung einiger besonders ausgewählter hoher Militärs erweitert ist. In diesem „Großen Wirt- schastsminifterium" ist der neue Reichswirtschafts- minifter Funk Sachwalter des Beauftragten für den Vierjahresplan, Generalfeldmarschall Göring, der seinerseits der besonders eingesetzte Sachwalter des Führers für den großen Aufgabenkreis des Vierjahresplans ist. Diese Maßnahmen werden ergänzt von einer durchgreifenden Umbildung in einer großen Anzahl von hohen Kommanbostellen der Wehrmacht, die nunmehr ohne Zwischenschaltung eines Reichskriegsministers dem Obersten Befehlshaber der gesamten Wehrmacht direkt unterstellt ist. Sämtliche Reichsbehörden, Kommandostellen usw. sind nunmehr restlos auf die oberste Spitze des Staates ausgerichtet. Die Personalunion zwischen Staatsoberhaupt, Führer der NSDAP., Führer des deutschen Volkes, Reichskanzler und Obersten Befehlshaber ist nunmehr vollkommen.
Will man die Maßnahmen vom 4. Februar in einen Ausdruck zusammenfassen, so nennt man sie -vielleicht am besten „Kräfteoermehrung durch Konzentration", wie es der Reichspressechef Dr Dietrich einmal formuliert hat. Entscheidend an ge« samten Vorgang ist die Fähigkeit der N^DAsZ., alle Kräfte der Nation zusammenzufassen iinö im Hinblick auf das Deutschland der Zukunft geschlos en Da einzufetzen, wo die für die Gegenwart und |Ur Die nähere Zukunft wichtigsten Aufgaben es vor allem erfordern. Ein völlig neuer Staat, aufge- baut auf einer völlig neuen Idee und einer völlig neuen Weltanschauung, wird naturgemäß nach einer qewisfen Anlaufzeit, die wir in dem nun verstoß e- men ersten Jahrfünft hinter uns haben, auch eine meue, feinem Wesen gemäße Staatslenkung an die Stelle der bisher üblichen setzen, die in diesen xlähren den Rohbau aufgeführt hatte und nun durch eine ausgesprochen moderne Organisation abgelost tnirb. Zum ersten Male in der deutschen Geschichte jinb nunmehr sämtliche politischen, wirtschaftlichen militärischen, kulturellen, geistigen, überhaupt aue Kräfte der Nation aus das einzige Ziel Der friedlichen Stärkung des Reiches nach innen >und außen hingewandt. Dieser neue Staat und oie neu organisierten Gremien ferner Leitung erhalten in der bis in die Spitze straff burchorgamsierten Wehrmacht zusammen mit der Partei ein Ruckgral umb ein inneres Gerüst, wie es im bisherigen 21 liauf der deutschen Geschicke in solcher Vollkommen-
Die Zusammenfassung der Krasse.
Größte Beachtung der Entschlüsse des Führers in aller Welt.
pariser Verachtungen.
Paris, 6. Febr. (DNB.) Die Beschlüsse des Führers vorn 4. Februar bilden das Hauptthema der Pariser Presse. Viele Spalten der Sonntagszeitungen sind mit Betrachtungen angefüllt, es fehlt nicht an Versuchen, die deutschen Ereignisse für dringliche Mahnungen zur inneren französischen Einigkeit auszuwerten. Es gibt aber auch Stimmen, die auf die Zusam - mengehörigfeit von Partei und Armee Hinweisen, wie etwa der „Petit Parisien", der darauf hinweist, daß die Entscheidungen des Führers die innere Gemeinschaft des Nationalsozialismus und der Armee in einer gesteigerten Kraft frönen und die Absichten des Nationalsozialismus mit der beruhigenden Dynamit einer neuen, kühnep und verjüngten Diplomatie erfülle.
Das „Journal" weist darauf hin, daß durch die Ernennung von Ribbentrops die Partei sich nun auch des Außenministeriums bemächtigt habe, Ribbentrops Berufung zum Außenminister stelle auch ein entschiedenes Dementi für alle diejenigen dar, die bereits verkünden zu können glaubten, daß die Achse Berlin—Rom schwerstens erschüttert fei. „Le Jour" hebt hervor, es sei verfrüht, aus diesem Ereignis oon diplomatischem Standpunkt aus Schlußfolgerungen zu ziehen. So viel stehe aber fest, daß die Partei entschlossen sei, den Kampf gegen den Kommunismus bis zum Aeußer - ft en fortzufetzen. Gleichzeitig fei man aber allgemeinen Verhandlungen für eine europäische Regelung viel günstiger gesonnen. Die Ernennung von Ribbentrops zum Außenminister sei in dieser Hinsicht bezeichnend. Das „Echo de Paris" spricht von dem Aufstieg des „integralen Nationalsozialismus". Reichskanzler Hitler konzentriere in feiner Person alle Machtbefugnisse. Das „Oeuvre" schreibt, alle Kommandohebel in Deutschland seien jetzt in den Händen des Nationalsozialismus.
Das Scho in Warschau.
Warschau, 6. Febr. (DNB.) Die Blätter stehen ganz im Zeichen der jüngsten Ereignisse in Deutschland. Sie bringen ihre Berichte im großen und ganzen in ruhiger Sprache. Das Hauptorgan der nationaldemokratischen Nationalpartei „Dziennik N a r o d o w y" schreibt: Aus allen Vorgängen stehe die eine Tatsache fest, daß der Reichskanzler an die Spitze der Armee getreten sei. Man könne aus dieser Tatsache die natürliche und logische Folgerung ziehen, daß die politische Macht in Deutschland über d i e militärische gestellt sei. Darüber brauche man sich nicht zu wundern. In jedem Ordnungsstaat, der aus den Erfahrungen von Jahrhunderten Nutzen zieht, müsse es so sein und sollte es so fein. Denn die Armee sei ein Mittel der nationalen Politik und nicht die Politik ein Mittel der Armee.
Die Polnische Telegraphenagentur schreibt: Das entscheidende und charakteristische Moment aller Entschlüsse und Verfügungen sei der persönliche Willedes Führers. Er habe entschieden und alle wichtigsten Fragen mit einem einzigen Schlag gelöst. Die Entscheidungen seien nicht als
Beschlüsse des Kabinetts, sondern als Erlasse, des Reichskanzlers verfügt worden. Sie bewiesen deutlich, daß die Macht des Reichskanzlers als Führer des Volkes heute unbeschränkt sei und daß die Partei heute eine noch größere Vollzugsgewalt auf den wesentlichsten Gebieten des staatlichen Lebens im Dritten Reich in der Armee und in der Außenpolitik erhalten habe. Durch die Berufung des Botschafters v. Ribbentrop auf den Posten des Reichsaußenministers stehe eines der ältesten Parteimitglieder, das zu der nächsten Umgebung des Reichskanzlers gehöre, an der Spitze dieses Ressorts, wodurch die Garantie einer Führung der Außenpolitik im engsten Einvernehmen mit dem Kanzler gegeben fei.
Mhige Veurtchiun in Hokand
Amsterdam, 6. Febr. (DNB.) Die holländische Presse legt in der Beurteilung der jüngsten Gescheh-
Tokio, 7. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die vom Führer urjb Reichskanzler erlassenen Verfügungen vom 4. Februar finden in Japan volles D e^ - ft ä nb n i s. „Tokio Asahi Schimbun" bezeichnet die Konzentration aller politischen, militärischen und wirtschaftlichen Kräfte des Reiches in der Hand des Führers als einen sowohl innen- als auch außenpolitisch sehr bedeutsamen Vorgang. Das Blatt erklärt, daß in der Ernennung Ribbentrops zum Reichsaußenminister eine Stärkung des Antikominternpaktes erblickt werden könne. Die aus französischen und englischen Quellen stammenden Falschmeldungen über Deutschland seien allzu bald als solche entlarvt worden, und mit dieser Entlarvung fei das ganze System der methodischen Verbreitung übertriebener und unwahrer Gerüchte gerichtet worden.
Rom, 6. Febr. (DNB.) Die Umbildung der Reichsregierung und die straffe militärische Zusammenfassung im nationalsozialistischen Staat wird oon der italienischen Presse mit größtem Interesse und voller Zustimmung als ein einschneidendes geschichtliches Ereignis gewürdigt. Dabei wird auf die starke Beachtung biefer Maßnahmen im Auslanbe hingewiesen. Das Auslanb habe rasch einsehen müssen, baß entgegen anberslautenben Gerüchten eine weitere Konsolibierung von Partei und Staat im Dritten Reich und zugleich eine weitere Festigung der Achse Rom — Berlin erfolgt sei. Die Enttäuschung darüber, so heißt es in einer Pariser Meldung der halbamtlichen „Voce d'Italia", sei in der französischen Hauptstadt ziemlich deutlich zu erkennen. In London dagegen habe man, wie „M essa - g e r o" berichtet, sehr wohl erkannt, daß die Beschlüsse des Führers eine Verstärkung aller in der Achse Rom—Berlin zusammenfallenden Direktiven
niffe in Deutschland im allgemeinen eine ruh Beurteilung an den Tag. So spricht der „Tele> graaf" die Auffassung aus, daß öie bisherige Linie ber heutigen Außenpolitik auch in Zukunft beibehalten werbe. Der Führer habe sich mit einem Kreis von Männern umgeben, die fein volles Vertrauen genießen; Männer, die nicht nur überzeugte Nationalsozialisten seien, sondern die auch, jeder auf seinem Gebiet, Beweise ihres großen Könnens erbracht hätten. — Die deutsche Außenpolitik werde künftig mehr denn je den Stempel des Willens des Führers tragen. Die Entscheidungen des Führers nennt der „Nieuwe Rotterdamsche Courant" einen einzigartigen Vorgang in ber Geschichte bes nationalsozialistischen Deutschlands. Der Führer habe feine Maßnahmen nach reichlicher Ueberlegung getroffen. Am richtigsten lasse sich die Neuordnung mit dem Wort „Konzentration ber Kräfte"
1 zusammenfafsen und charakterisieren.
Die „Pomiuri Schimbun" meint, wenn Sowjet« rußlanb ober Frankreich bie weitere Ausrichtung bes Reiches auf ben Nationalsozialismus vielleicht auch nicht erfreut habe, so habe Japan boch allen Grunb, biefe Machtkonzentration in Deutschlanb z u begrüßen. — „Hochi Schimbun" betont, baß der Nattonalsozialismus seine Grundlage noch gestärkt verankert habe und daß damit die Voraussetzungen für das Gedeihen des Reiches erweitert worden seien. — Auch alle anderen Blätter bringen ausführliche Berichte aus Berlin und versichern in ihren Kommentaren, daß die zu erwartende Vertiefung der Freundschaft zwischen Deutschland, Japan und Man- dschukuo in Tokio eine uneingeschränkte Bereitschaft finde.
uyd der antikommunistischen Front bedeuten. Die weitere Festigung bes gesamten nationalsozialistischen Regimes habe natürlich anbererfeits bie berufsmäßigen Schreier gegen bie autoritären Staaten alarmiert. Doch könne man bis jetzt in London nicht bie Beobachtung machen, baß man sich oon ben tenbenziosen Vermutungen ber bolschewistenfreundlichen Presse zu den in Berlin eingetretenen Veränderungen beeinflussen lassen wolle. „Messa- gero" stellt fest, daß genau bas Gegenteil oon bem eingetreten sei, was die gewerbsmäßigen Gerüchtemacher angekündigt hätten. Mit ben Entscheibungen bes Führers werbe eine gewaltige Verstärkung ber einheitlichen Leitung ber beutschen Nation unb ihrer gesamten Wehrmacht bewirkt, wie es nur auf Grunb fester und harmonischer Direktiven erfolgen könne, bie roieberum nur von einem einheitlichen Kommanbo, von einer einzigen verantwortlichen ! höchsten Stelle ausgehen könnten. Die Entscheidung
Volles Verständnis in Japan.
Nie Doraussehunqen für das Gedeihen des Reiches noch erweitert.
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„Verstärkung der antikommunistischen Front."
heit noch nicht dagewesen ist. Dabei ist als besonders bedeutungsvoll anzusehen die Tatsache, daß diese beiden wichtigsten Organisationen ber großen Volkserziehung, Partei unb Wehrmacht, sich aufs innigste burdjbringen und in ihrer Zusammenarbeit eine schlechthin ideale Schule bes beutschen Volkes sind.
Wahrhaft' große Revolutionen haben immer b i e af tieften jungen Kräfte auf bie verantwortlichen Posten gestellt, junge Kräfte, bie naturgemäß für bie vorbringlichen Aufgaben befonbers aufgeschlossen sinb. Es ist nur logisch, baß sich bar- aus auch eine umfangreiche Verjüngung bes Offizierskorps besonders in ben oberen Stellen ergibt. Schließlich barf man nicht vergessen, baß biefe vergangenen fünf Jahre mit benz Neubau bes Heeres, mit ber Wieberrringung ber Wehrhohett, mit ber Wieberbesetzung der Rheinlandgarmsonen unb mit ber wirkungsvollen Vertretung deutscher Wehrinteressen im Auslanbe bie Arbeitskraft vieler verantwortlicher Männer in hohen Dienststellen bes Heeres ganz außergewöhnlich beansprucht haben. Als Ganzes gesehen stellt sich bie heutige Reichsleitung als ein riesiges Kraftwerk bar, in bem unter ber Führung eines genialen Staatsmannes alle Fähigkeiten, alle Leistungen Deutschlands zusammen- gefaßt werden, natürlich nicht wie hier und da von böswilligen Stimmen bes Auslandes geujift wird zu irgendwelchen imperialistischen Zwecken, sondern einzig und allein zur äußersten Jntenvi- fierung des weiteren friedlichen Ausbaues im neuen Reich. Wenn dabei wehrwirtschaftliche Fragen starker als früher hervortreten, so ist das eine Entwickelung, bie nicht von ber grundsätzlichen beutsthen Friedenspolitik, fonbern von gewissen Kräften bes Auzlanbes verursacht würbe. K.
Tagung des Reichskabinetts.
Berlin. 5.Febr. (DNB.) Das Reichska- bineff trat heule abend zu einer Sitzung zusam- men und nahm einen Bericht des Führers
und Reichskanzlers über öie politische Lage entgegen. Das Reichskabinett gab seiner tiefen Befriedigung Ausdruck über die durch die jüngsten Entscheidungen des Führers erfolgte Konzentration und Stärkung der politischen, militärischen und wirtschaftlichen Kräfte des Reiches.
Telegrammwechfel zwischen Duce unddemKuhrer.
Rom, 5. Febr. (DNB.) Anläßlich der Uebernahme des Oberbefehlsüberbie Wehrmacht bes Reiches hatberDucevnbenFüh- rer folgenbes Telegramm gerichtet:
„In meiner Eigenschaft als Minister ber italienischen Wehrmacht sowie persönlich möchte ich Eurer Exzellenz meine Freube unb bie bes italienischen Volkes anläßlich ber Uebernahme bes unmittelbaren Oberbefehls.über bie gesamte Wehrmacht bes Reiches durch Eure Exzellenz ausdrücken. Ich betrachte dieses Ereignis als geeignet, die Kameradschaft zwischen unseren Streitkräften und unseren Regimen zu verstärken. Mit den freundschaftlichsten Grüßen
Mussolini."
Der Duce hat ferner Generalfeldmarschall G ö - ring, Reichsaußenminifter von Ribbentrop und Reichsminister Freiherrn von Neurath telegraphisch feine Glückwünsche zukommen lassen.
Der Führer und Reichskanzler hat an Mussolini folgendes A n t w o r 11 e l e g r r a m m gerichtet: „Eurer Exzellenz banke ich herzlich für bas mir anläßlich ber Uebernahme des Oberbefehls über bie Wehrmacht bes Reichs in ihrem Telegramm 3um Ausbruck gebrachte freundschaftliche Gedenken. Ich werde es auch in Zukunft als meine Aufgabe ansehen, diepolitischenundweltanschau- l i ch e n'B eziehungen.bie zwischen Deutschland
und Italien jetzt schon bestehen, noch weiter zu festigen, um damit der Erhaltung des Friedens und ber Kultur ber Welt zu bienen. Indem ich Ihre Grüße in aufrichtigster Freundschaft erwidere, verbleibe ich Eurer Exzellenz stets ergebener Adolf Hitler."
Glückwünsche
des Stellvertreters des Führers.
Berlin, 5. Febr. (DNB.) Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, hat an Generalfeldmarschall Göring und an ben neuernannten Oberbefehlshaber bes Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, folgenbe Telegramme gefanbt:
Generalfelbmarschall Göring — Berlin. In aufrichtiger Freube über Ihre Erhebung in ben höchsten Rang, ben ein Solbas erreichen kann, unb zugleich mit Stolz darauf, baß mit Ihnen ein alter Nationalsozialist zum Generalfelbmarschall ber Armee bes neuen Reiches ernannt würbe, beglückwünsche ich Sie herzlich. In alter Kampfgemeinschaft. Heil Hitler! Ihr Rudolf Heß.
Generaloberst von Brauchitsch — Berlin. Zu Ihrer (Ernennung zum Oberbefehlshaber bes Heeres unb zu Ihrer Beförberung zum Generaloberst übermittele ich Ihnen meine herzlichen Glückwünsche. Daß--es Ihnen vergönnt fein möge, in steter Gesundheit und voller Arbeitskraft bie großen Aufgaben zu läsen, vor bie Sie b^s hohe, verantwortungsvolle Amt stellt, in welches der Führer Sie berief, ist meine aufrichtige Hoffnung. Heil Hitler! Rudolf Heß.
Außerdem sprach ber Stellvertreter des Führers bem neuernannten Reichsaußenminifter Pg. Joachim von Ribbentrop persönlich bie herzlichsten Glückwünsche zu der Berufung in bas neue hohe Amt aus.
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