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Lahresschluß bei den Gießener Imkern

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49 Fortsetzung

(Nachdruck verboten!,

werden mußte, wird a g n e r am Sonntag,

Grünkohl 10 bis 12, Rosenkohl 15 bis 28, Feldsalat, Vio 8 bis 10, Tomaten, % kg 50, Zwiebeln 12 bis 15, Meerrettich 30 bis 55, Schwarzwurzeln 25 bis 40, Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3 bis 3,50 Mark, Aepfel, % kg 32 bis 45 Pf., Nüsse 48 bis 60 Pf., junge Hähne 1 bis 1,20 Mark, Suppen­hühner 90 Pf. bis 1 Mark, Gänse 1,10 bis 1,20 Mark, Blumenkohl, das Stück 20 bis 50 Pf., Salat 5 bis 6, Endivien 5 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40, Rettich 5 bis 20, Ra­dieschen, das Bündel 8 bis 12 Pf.

** Verkehrsunfall. In der Gemarkung Schiffenberg, kurz hinter der Bahnüberführung auf der Landstraße GießenWatzenborn-Steinberg, kam ein Personenauto aus Gießen am Samstag, an­scheinend infolge starken Bremsens, ins Rutschen. Dabei wurde der aus seinem Fahrrad von der Arbeit heimwärts radelnde Arbeiter WUHelm Schmidt aus Watzenborn-Steinberg von dem Kraftwagen gestreift. Der bedauernswerte Mann stürzte und mußte mit einem Schädelbruch und einer Quetschung in die Chirurgische Klinik in Gie-

Was ist heute los? kinderwäfche- unb Spiel- zeugsammluug der J2JL für bas WHw.- Heute kommen Zungmädel zu Luch, denkt daran!

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6 Uhr: Morgenlied, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 840: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.30: Gaunach-- richten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk: Der Thomaskantor. Ein Hörspiel. 11.45: Ruf ins Land. 12: Werkskonzert 13: Nach-

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Roman von Kurt Riemann

Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau L Sa

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Ausdauer, Zähigkeit und Pflichterfüllung unter allen Umständen. Die Soldaten des E.»Bataillons hätten vollauf ihre Pflicht getan. Das erkenne er an. Sie seien alle ausgebildet worden wie die aktive Truppe selbst. Nun stünden sie da als wehrhafte Männer, aus die man sich im Ernstfälle verlassen könne. Oberst H e r r l e i n schloß mit den Worten, daß die Kameraden stolz darauf sein könnten, in so großer Zeit ihrer Dienstpflicht genügt zu haben in einer Zeit, in der der Führer Großdeutschland schuf.

Mit dem Gedenken an den Führer und mit den Hymnen der Nation fand der Appell seinen Ab­schluß.

Artilleristen-Karneradschast 1895

Gießen.

Am Samstag versammelten sich wiederum zahl­reiche alte Artilleristen der Artilleristen-Kamerad- schaft 1895 Gießen mit einer Anzahl Kameraden der Gießener Artillerie-Abteilung im Kamerad- schastsheim hessischer Hof" zum monatlichen Ka­meradschaftsabend.

Der Kameradschaftssichrer konnte zunächst die er­freuliche Mitteilung machen, daß in der letzten Zeit zahlreiche Anmeldungen ehemaliger Artilleristen älterer und jüngerer Jahrgänge bei der Kamerad­schaft erfolgt sind, dabei auch eine Anzahl Reser­visten des vor kurzem entlassenen Jahrgangs. Die Kameradschaft erwartet weitere Beitritte von Waf­fe nkameraden, do sie noch der Eingliederung in den NS.-Reichskriegerbund die alleinige Sammelstelle aller ehemaligen Artilleristen ist, im übrigen auch bisher schon ihr ganzes Wirken im Sinne des ka­meradschaftlichen Zusammenschlusses der alten und der jungenschwarzen Kragen" praktisch unter Be­weis gestellt hat. Von dieser Grundlage aus pflegt die Gießener Artilleristen-Kameradschaft von jeher auch gute Beziehungen zu den Waffenkamerod- schaften in den Nachbarstädten, die von dort her in kameradschaftlicher Weise erwidert werden.

Der weitere Verlauf des Abends galt vor allem einer Besprechung über die Ausgestaltung der dies­jährigen Weihnachtsfeier, für die ein kleiner Kreis von Kameraden alle erforderlichen Vorbereitungen treffen soll.

Der Kameradschaftsführer begrüßte ferner den zum ersten Male im Kreise der Gießener alten Ar­tilleristen weilenden neuen Leiter der Kameradschaft der Unteroffizier-Vereinigung der III. Abteilung Artillerie-Regiment 9 in Gießen, Oberwachtmeister

Steuersünder mit 13800 RM. Geldstrafe belegt.

LPD. Mainz, 3. Dez. Der Schiffsartikelhändler Georg Schopp aus Mainz wurde vom Finanzamt Mainz-Innenstadt wegen fortgesetzter Steuer­hinterziehungen mit einer Geldstrafe von insgesamt 13800 Mark bestraft.

Rmrvfunkprogramm

Mittwoch, 7. Dezember.

Tresor ist erbrochen nein regelrecht auf­geschlossen, die Pläne sind fort."

Da haben wir's! denkt Karajan. Der Kom­missar pfeift ,Lätütata!" durch die Zähne.

Und wo wo ist Fräulein Westner?" stam­melt der Pförtner.

Was ist mit Fräulein Westner?" schnellt Kara­jan vor.

,Llutowar doch hiermit Herrn Wernicke alle beide im Labor"

Karola war hier? Mann, sprechen Sie doch!" Karajan schüttelt den halb Bewußtlosen, daß ihm die Arme schlottern

Ja ja war hier" stammelt er noch. Dann sinkt er zurück und schnarcht.

»Karola?" Mit entsetzten Augen sieht Karajan von einem zum andern. .Karola?"

5n langen Sätzen hinauf ins Labor. Der Kom­missar dicht hinter ihm.

Wernicke liegt und schläft und ist nicht zu er­wecken.

Nicht vor drei, vier ' Stunden!" meint der Kommissar. Aber wir wollen uns hier nicht aus­halten. Das tun unsere Leute schon. Werden mal die Straße nach Neugersdorf abfahren."

Die Pläne sind längst weg."

Tut nichts. Ich fahre. Kommen Sie mit, Doktor Karajan?"

Und Karola? Verstehen Sie doch, meine Bram ist hier gewesen und nun verschwunden!"

sie nicht zu Hause friedlich schlafen?" ,Lch habe eben angerufen. Ist nicht da. Sie ist mit ihrem Wagen gekommen, und nun scheint sie verschwunden. Herrgott, wenn sie die Lumpen etwa ich komme, Herr Kommissar."

Schon heult der kleine Wagen, Karajan, der KomnAsar zwei Beamte Darin. Der Kommissar fährt selbst. Wie der Teufel.

Werden die Tankstellen, wenigstens die größe­ren fragen." ä D

Erste Tankstelle: nein, feinen solchen Wagen in den letzten Stunden. Zweite, dritte, vierte Tank­stelle: das gleiche negative Ergebnis

verlieren Zeit, Herr Kommissar! Kostbare Zell! drangt Karajan. Aber Kommissar Raeck weiß schon, was er tut. An der nächsten Tank­stelle hat er Gevnßhell. Der redselige Alte erzählt m aller Ausführlichkeit: eine Dame, eine hübsche Dame und ein Herr neben ihr die Dame hat am Steuer gesessen und ein roter Sportwagen sei es gewesen hui wie der Teufel seien sie los­gebrauft!

Wir haben eine Spur", knurrt Raeck.Ihre

Leister, der als Nachfolger von Wachtmeister Nie- denthal, welcher im Hinblick auf anderweitige starke Inanspruchnahme dieses Ehrenamt niedergelegt hat, an die Spitze der Unteroffizier-Vereinigung berufen wurde. Oberwachtmeister Leister brachte im Anschluß cm seine Dankesworte den guten Vorsatz zum Aus­druck, ebenso wie sein Amtsvorgänger stets auf die Pflege guter kameradschaftlicher Beziehungen zu den alten Artilleristen bedacht zu sein, um dadurch i)je bereits bestehenden Bande noch weller zu stär­ken und zu vertiefen.

Im übrigen brachte der Abend nach einigen klei­nen internen Angelegenheiten noch frohgestimmte kameradschaftliche Unterhaltung.

Gießener Dochenmarktpreije.

* Gießen, 6. Dez. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, V» kg 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 9, Wirsing, % kg 8 bis 9, Weißkraut 5 bis 7, Rotkraut 8 bis 9, gelbe Rüben und Karotten 8 bis 10, rote Rüben 9 bis 10, Spinat 15, Unterkohlrabi 6 bis 10,

11. Dezember, von 11 bis 11.30 Uhr, vom Reichs­sender Frankfurt aus sprechen. Er wird die grundlsgenden Erkenntnisse und Richtlinien des diesjährigen Reichsbauerntages und ihre Auswir­kung für Hefsen-Nasiau seinen Hörern vermitteln und vor allem zu dem Problem der Landflucht eindeutig Stellung nehmen.

Abschiedsappell bei E.-Bataillon.

Auf dem Trieb fand gestern vormittag ein Ab­schiedsappell für die Soldaten des E.-Bataillons statt. In offenem Viereck waren die Mannschaften angetreten.

Der Regimentskommandeur, Oberst H e r r l e i n, nahm zunächst die Meldung des Bataillonskomman­deurs, Major Frecherrn von K i 11 l i tz , entgegen und schrllt dann unter den Klängen des Präsentier- inarsches die Front ab.

Hierauf hielt Oberst H e r r l e i n eine Ansprache, mit der er die Soldaten des E.-Bataillons verab­schiedete. Er erinnerte daran, wie die Kameraden ihre milllärische Ausbildung ersichren in einer Zeit, da dunkle Wolken am politischen Himmel standen, da sudetendeutsche Brüder und Schwestern unter Willkür und Terror einer fremden Macht lebten. In dieser Zeit seien sie einberufen worden durch den Führer, rasch mußten sie Abschied nehmen von Haus und Hof, von Frau und Kind, um die deutsche Wehrmacht zu verstärken, um Reserve für das aktive Heer zu sein. Deshalb sei es auch notwendig ge­wesen, die Soldaten vor schwere Aufgaben zu stel­len. Es habe der ganze Einsatz verlangt werden müssen. Es haben alle Pflichttreue eingesetzt werden müssen, um das rasch zu lernen, was erlernt wer­den mußte. Manche Anstrengung habe es auszu­hallen gegolten, aber Soldatendienst sei nun einmal schwerer Dienst! Soldatendienst solle erziehen zu

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M^nmister 3 bie ®hu!wünfäe be i Bewegung.

Sine ÜJojfiffnpeKe trogen die Feier und

von Wachs dienen, das zur Förderung der deutschen Wirtschaft gebraucht wird.

Nach einem von der kleinen Margot Badenbender vorgetragenen Vorspruch gab es eine Ueberraschung für die Kleinen, zu denen der Nikolaus kam, der 50 Kindern der Mitglieder eine Freude bereitete. Eine freie Verlosung brachte für jedes Mitglied ein praktisches Geschenk, das zur Anregung und Förde­rung der Arbell dienen soll.

Der Vorsitzer der Landesfachgruppe, S e y d e l (Eltville), dankte den Jmkerfrauen für den Besuch der Versammlung und für ihr Interesse an der 3mf er arbeit des Mannes. Er sprach den Wunsch aus, daß sie auch ferner dem Manne helfen und tüchtige Imkerinnen seien, denn davon hänge der Erfolg des Ausitiegs der Bienenzucht ab.

Ortefachgruppenleiter Bodenbender unter­strich diese Ausführungen mit dem Hinweis darauf, daß Großdeutschland sich um Honig und Wachs nicht zu sorgen brauche, wenn alle Frauen chren Männern mllhelfen würden, die gesteckten Ziele zu erreichen: denn von der Mitarbeit hange nicht nur der Wohlstand des Imkers, fonbem auch die Förderung der Bienenzucht ab.

Zum Schluß forderten S e y d e l und Boden­bender zur Teilnahme an dem Sonderzug zur 5. Reichskleintierschau in Leipzig auf, und Boden­bender dankte noch allen Imkern für die Honig- spende für das WHW. zu Gunsten der sudeten­deutschen Kinder.

Bei dem anschließenden geselligen Tell erfreute Lehrer Runk mit humorvollen Ndundartvorträgen, wofür er reichen Beifall erntete.

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Us Vertreter d Steinbach, überbrac lich Walb. die Q tat Äubilaren und

ßen eingeliefert werden. Wücklicherweiss bestcht für den Verunglückten keine Lebensgefahr.

Aus Vern Gießener Handelsregister.

Neu eingetragen wurden: die Firma ,Hut- Häuser", Inhaber Georg Häuser, Gießen, Bahnhof, straße 1. Die Firma Tavetenhaus Heinrich Krei- ling, Gießen, Inhaber Kaufmann Heinrich Kreilinq, Gießen, Bahnhofstraße 29. Einzelprokurist ist Gre­tel Kreiling. Die Firma ,Lraft", Ferntransport, gesellschaft, Otto unb Ernst Dinslage KG., Gießen, mit zwei Kommanditisten. Inhaber Otto und Ernst Dinslage. Die Kommanditgesellschaft hat am 15. Sep. tember 1938 begonnen.

Veränderungen: Bei der Firma Franz Bette, Gießen: Inhaberin Franz Bette Witwe, Luise, geborene Tigges, in Gießen. Firma und Ge- schäft sind infolge Erbgangs auf die jetzige Inhabe­rin übergegangen. Die Prokura des Willi Bette unb der Franz Bette Eheftau ist erloschen. Bei der Firma A. Siegel, Gießen: Dem Kaufmann Walt« Leib in Kinzenbach ist Einzelprokura erteilt. Bei der Firma Gustav Ooerhoff & Sohn in Mettmann: die Zweigniederlassung Gießen firmiert fortan: Gustav Overhoff & Sohn". Bei der Firma Carl Schwab, Gießen: die dem Ernst Ludwig Datz in Gießen erteilte Gesamtprokura ist in Einzelpro- kura umgewandelt derart, daß dieser die Firma allein zu vertreten berechtigt ist. Bei der Firma Wilhelm Wirsig, Gießen: die Prokura der Josef Schmitt Eheftau ist erloschen.

Erloschen sind: die Firma Jacob Grünewald, die Kaiser-Drogerie Ernst Noll, die Firma Fritz Egly, die Fabrik patentierter Bauartikel Emil Horst, Hotel Victoria Wilhelm Fischer, die Firma Hein­rich Steinhäuser, die Firma M. Löwenberg, samt- lich in Gießen.

Amtsgericht Gießen.

Der H. D. aus Butzbach erhielt von dem Einzel­richter wegen einfachen Diebstahls und versuchten EinbruchsdiL-bstahls eine Gesamtgefängnis, strafe von vier Monaten. Er hatte einem Arbeitskameraden in einem Gießener Betrieb die Lohntüte weggenommezi und wenige Zeit später versucht, einen Spind auszuräumen. Im Falle eines Einbruchsdiebstahls mußte der Angeklagte trotz stärkster Verdachtsmomente fteigefprochen werden.

Braut hat gefahren. Sie Sache wird immer un­durchsichtiger."

,/Dann hat Meßdorfs sie ge - -jungen! Herrgott, wenn ihr etwas geschehen ist !"

Weiter! Weiter!

Jetzt geht das Gleitern los bergauf, berg­ab Rechtskurven, Linkskurven Achtung! Starkes Gefälle zum Teufel da liegt doch etwas auf der Straße? Dre Bremsen kreischen, der Wagen schleudert wie betrunken über die Straße, aber der Kommissar zwingt ihn erster Gang 'rein ein Satz, daß die Köpfe gegen die Windschutzscheibe prallen dann steht die Kiste. Heraus

Sie sind es! Hierher! Hierher!" brüllt Karajan und kniet neben einer leblosen Gestalt, die hundert Schritt weit in den Graben ae'schttu- dert ist.

.Karola! Karola!" schreit er in wildem Ent­setzen auf und rüttelt an ihren Schultern

Da fährt ein dumpfer Schmerzenslaut aus ihrem Mund, und dann lallen die Lippen: .^Herbert die Pläne die Pläne"

Zwölf Schritte hin zwölf Schritte her langer ist der Korridor nicht im kleinen Kranken­haus des Grenzstädtchens. Karajan schreitet ihn seit einer Stunde ruhelos auf und ab. Hinter jener Tür liegt Karola. Hinter jener Tür ent­scheidet sich sein Schicksal.

Eine Treppe tiefer, in einem dunklen kühlen Keller, liegt das, was von Dr. Meßdorf noch übrig- blieb. Man hat chn tief im Abgrund gefunden. In feiner Brieftasche trug er den Rest von Irenes Vermögen, fast 50 000 Mark in barem Gelde.

Zur gleichen Zeit tritt ein älterer, sehr gut ge­kleideter Herr in dis Gaststube des Hotels zur Post, sieht sich aufmerksam um, findet aber offenbar den Mann nicht, den er sucht, und will sich wieder entfernen, als eine Hand sich schwer auf seine Schulter legt

..Herr Doktor Pokernsky?"

Der ältere Herr fährt herum, will zurückspringen, aber im gleichen Augenblick läßt er es fein. Er hat die beiden Beamten an der Tür gesehen.

Sie sind Kommisiar Raeck, nicht wahr?"

Ganz recht. Ich freue mich, endlich Ihre per­sönliche Bekanntschaft zu machen, Herr Doktor!"

Kann ich verstehen. Meinen Glückwunsch dazu, Herr Kommisiar. Ihrer Beförderung dürfte nichts E Wege stehen. Pech für mich. Glück für Sie. Also gehen wir!"

Die Ortsfachgruppe Gießen der Imker hielte ihre Jahresschlußversammlung am Sonntagnachmittag im vollbesetzten Saal des »Katholischen Derems- Hauses" ab.

Ortsfachgruppenleiter Bodenbender konnte hier auch den Vorsitzer der Landessachgruppe Imker Hessen-Nassau, S e y d e l (Eltville), den Schriftleiter der FachzellschriftDie Hessische Biene", Lehrer i. R. Runk (Nidda), und zahlreiche Jmkerfrauen be- grüßen. In einem kurzen Rückblick streifte er die Arbeit des ablaufenden Jahres, die diesmal infolge der schlechten Witterung nur eine befriedigende Honigernte brachte. Mit einigen praktischen Winken machte er auf die nötigsten Arbeiten in der nächsten Zeit aufmerksam. Zum Schluß gedachte er der ver­storbenen Jmkerkameraden.

Im Mittelpunkt der Versammluna stand bann ein Vortrag des Imkers Studienassessor Maul (Heuchelheim) überSinnvolle Besserung der Bie­nenweide". Der Vortragende machte auf die Mög­lichkeiten zur Verbesserung der Bienenweide bis zum Frühjahr aufmerksam unb ermahnte vor allem zu planmäßigem und wohlüberlegtem Vorgehen. An einigen Beispielen machte er auf Mißerfolge bei unüberlegtem Handeln aufmerksam, da für die richtige Bienenweide viele Voraussetzungen zu beob- achten sind, wie die Standfestigkeit, die Art der Verbreitung, die Geeignetheit und auch die Farbe und nicht zuletzt die Häufigkeit des Vorkommens der Pflanzen.

Hierauf sprach der Schriftleiter derBiene", Lehrer i.R. Runk (Nidda), überBienenrahmen und Dienenrcchmfenster", die zur Mehrerzeugung

Alle Stationen sperren! Den großen Mann- Aaftswagen! Photograph! Den tlemen schnellen Flitzer! Und schon anlaufen lassen, daß er nachher warm ist!"

3u Befehl, Herr Kommisiar!"

Jsos. Kommen be, Herr Doktor!"

Schon sitzen sie im grünen Polizeiwagen, das rote Licht grellt auf das Signal heult:Straße frei!"

Unterwegs fragt Kommisiar Raeck:Haben Sie Geld aufbewahrt im Werk?"

Keine hundert Mark. Sonst alles auf der Bank."

Also, was kann's jein?"

Pläne. Natürlich. Die Pläne zu Karolis."

Aha, ^taroHf<, der neue Werkstoff. Liegen die Pläne etwa offen im Schreibtisch?"

Nein. Im Tresor. Nicht ohne Schlüsselwort zu öffnen. Letzte Konstruktion."

Dann haben sie es vielleicht nicht geschafft. Haben Sie einen Verdacht?"

5a. Die .Union', vielmehr ihr Leiter, Doktor Meßdorfs, ist mein ausgesprochener Gegner."

Kommissar Raeck schüttelt den Kops.

Glaube ich nicht. Was soll er damit an fangen? Sie haben das Patent."

Seine Frau hat mir eben zwei unverständliche Worte gesagt: Neugersdorf, Hotel zur Post! Wo liegt Neugersdorf eigentlich?"

Grenzstation. Glänzende Schmuggelwege durch dichten Wald. Die Frau scheint Bescheid zu wissen. Was hat sie noch gesagt?"

Nichts weiter."

Na, werden sehen! Da füib wir schon."

Westerhausen ist schon wieder auf den Beinen. Er muß eine Bärennatur haben-, allerdings stehen kann er noch nicht und seine Erzählung ist mehr stockend als anschaulich. Jsden'alls geht daraus hervor, daß er von drei Unbekannten überfallen lind betäubt wurde, als er vor die Tür trat, um sich ein wenig umzufchauen. Personalbeschreibung kann er keine geben. Es ging olles sehr schnell.

Da kommt Dr' Grote.

..Oben im Labor liegt Wernicke. Bewußtlos. Aetherrausch. Hausmann bemüht sich um ihn. Der

Festgemeinschast an Weihnachten aus den Ellern und Kindern sowie den Hausgenossen. Wechnachten wird daher nach allem Brauch vor allem in und von der Familie gefeiert Keine vorweihnachtliche Gemeinschaftsfeier Darf daher den eigentlichen Sinn- des Festes als Fest der Familie beieinträchtigen.

Als vorweihnachlliche Veranstallungen kommen die Volkswechnachtsfeiern und die Wintersonnwend­feiern in Frage. Die Volksweihnachtsfeiern sind der Ausdruck der Volksgemeinschaft und ein Bekennt­nis zum sozialistischen Gedanken der nationalsozia- Mischen Wellanschauung. Sie werden für die vom WHW. betreuten Volksgenossen und deren Kinder einheillich am 23. Dezember durchgeführt.

Die Wintersonnweiülseiern, die am 21. Dezember stattfinden, erwachsen aus dem kämpferischen Geist der Bewegung und künden vom ewigen Sieg des Lebens und Werdens. Sie find der Ausdruck der nationalsozialistischen Kampfgemeinschaft Sie sollen nur in den kleinsten Einheiten der Partei unb ihrer Gliederungen möglichst vielgestaMg an den verschiedensten Plätzen in der Umgebung der Städte und Dörfer begangen werden. Von der Durchfüh­rung weiterer Weihnachtsfeiern ist möglichst aozu- sehen.

Nicht im letzten Augenblick einkaufen!

Appell der Reichsfrauenführerin an die Hausfrauen.

Die Reichsftauenführerin, Gertrud Scholtz-Klink, richtet an die deutschen Hausfrauen folgenden Appell:

Deutsche Hausfrauen! Ich richte an euch den Appell, mit euren Weihnachtseinkäufen nicht bis zur letzten Woche oder gar bis zu den letzten Tagen zu warten, sondern die Vorweihnachtszeit zum recht­zelligen Einkauf zu nutzen. Der Kaufmann und seine Gefolgschaft haben dann die Möglichkeit, euch gut zu beraten, und ihr selbst spart euch viel Zell. Denkt an die Berufstätigen, die nur an den offenen Sonntagen und in den Abendstunden Gelegenhell zum Einkauf haben. Nutzt ihr deshalb die ruhigen Vormittagsstunden und macht damit euch und allen anderen das Einkäufen leichter.

Landesbauernführer Dr. Wagner im Rundfunk.

NSG. Die Parole zur neuen Erzeugungsschlacht in Hesien-Nasiau sollte auf dem Kreisbauerntaa in Bingen gegeben werden. Nachdem infolge des star­ken Wiederauflebens der Maul- und Klauenseuche

Einen Augenblick!" grinst Raeck höflich und hak im nächsten Augenblick ein paar Handschellen um die Gelenke des Gefangenen schnappen lassen.

Dann greift er in die Jackeüasche unb holl zwei scharfgeladene Revolver heraus.Besser ist besser! Bei Jbnen weiß man rne, woran man ist."

Sehr richtig!" lobt Polemsky.Sie sind ebt umsichtiger Mann, Herr Komnrissar, ich habe über­haupt Diel Gutes von Ihnen gehört. Sind Sie nur meinetwegen gekommen?"

Nein", entgegnet Raeck unb im Augenblick ist fern Gesicht ernst geworden.

Doktor Meßdorff liegt bereits im Krankem haus."

Oh. Wer ist der Herr? Ist er verunglückt?"

Sie können Ihr Versteckspiel sparen. Meßdorff ist tot. Sie brauchen ihn nickst mehr zu decken. Dreihundert Meter in Die Tiefe stürzen das vertrant niemand. Und zu Ihrer Beruhigung die Pläne haben wir auch."

Sehr schade." Polemsky beißt sich auf btt! Lippen.Also diesmal verspielt"

Ausgespiett wollten Sie sagen. Bei uns folgt dem Zuchthaus die Sicherunasverwohrung. Unb nun darf ich wohl bitten."

Stumm geht der Gefesielle vor feinem sieg­reichen Gegner einher. Dieses Spiel sollte sein größtes werden. Karajans Pläne sollten ihn reich, unendlich reich machen. Es rft fein letztes Spiel geworden. Man wird nichts mehr von dem ge- heimnisvollen Abenteurer im grauen Haar lesen. Zwölf Schritte hin zwölf Schritte zurück länger ist der Korridor des kleinen Krankenhäuser nicht. Aber eine Stunde ist lang. Endlos lang.

Sarafan geht unermüdlich auf unb ab. Seine Beine sind ein Uhrwerk, sein Kopf ist taub und leer.

Schwestern huschen lautlos, Türen offnen sich und werden geschlossen. Jedesmal fährt er herum. Noch immer nichts.

Da aber endlich geht jene breite Flügeltür auf, hinter der der bärbeißige Arzt verschwand, durch den man den Wagen fuhr, auf dem Karola unter weißen Tüchern noch atmete, noch lebte

Der Arzt wischt sich mit dem Handrücken über die Stirn und stöhnt:Uff!" '

Herr Doktor?"

Es ist keine Frage, es Ist nur ein Gurgeln. Aber der Arzt versteht auch so.

Er ist ein Hüne von Gestatt und feine Stimmö grollt durch den Korridor.

(Schluß folgt!)

richten. 13.15: Mlltagskonzertt 14: Nachrichten. 14:10. Das Stündchen nach Tisch ... 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Von einer alten Bastion zum Volks­park. 15.30: Frauen schaffen der Gegenwart: Weih­nachtsvorbereitungen in der Blindenanstalt. 16: Kaffee verkehrt aus Wien: Die Wiener Mittwoch- Jause. 18:Bitte- Feuer!" Bericht aus einer Zünd- hölzerfabrik. 18.10: Kampf um die Eiger-Nordwand. 18.30: Klang der Landschaft: Lothringen im. Volks­lied. 20: Nachrichten. 20.15: I. Beethoven-Abend. 22: Nachrichten. 22.15: Fliegendes Deutschland: Hanna Reitsch erzählt. 22.30: Musik aus Wien. 24 bis 2: Nachtkonzert.