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Ehrung für freue Dienste.

In einer schlichten, erhebenden Feier fand gestern im Sitzungssaale des Amtsgerichtsgebäudes in An­wesenheit sämtlicher Gefolgschaftsmitglieder durch den Amtsgerichtsdirektor Dr. Mickel die lieber» reichung des Treudienstehrenzeichens für 40= bzw. 25jährige treue Dienste an 24 Beamte und Ange­stellte des Amtsgerichts Gießen statt.

Es wurden ausgezeichnet für 40jährige Tätigkeit: Amtsgerichtsrat Jäckel, Amtsgerichtsrat Schmidt, Iustizoberinspektor Klaus, Iustizoberinspektor Ritter, Iustizinspektor Bauer:

für 25jährige Tätigkeit: Amtsgerichtsrat Drücket, Amtsgerichtsrat Schudt, Iustizoberinfpektor Derch, Iustizoberinspektor Dapver, die Justizinspektoren Dickle, ©paar, Keppler, Bischoff, Wagner; Gerichts­vollzieher Bittorf, Gerichtsvollzieher Moll, die Justiz- Oberassistenten Magnus, Boller, Größer, Henkelmann, Hettche, Iustiz-Oberwachtmeister Hahn, Justizange­stellter Jung. ., v. .

Unter den letzteren befindet sich Amtsgenchtsdirek- for Dr. Mickel selbst.

Wirtschaft.

Rhein -Mainifche Börse.

Mllagsbörse freundlich.

Frankfurt a. M., 5. Oft. An der Börse be­stand zuversichtliche Stimmung, die nicht zuletzt durch den Abstimmungserfolg Daladiers in der französischen Kammer unterstützt wurde. Es lagen einige Kaufaufträge vor, auch der Berufshandel schritt wieder zu kleinen Anschaffungen, so daß der Aktienmarkt eine durchaus freundliche Hal­tung aufwies. Das Geschäft blieb jedoch klein und es dürfte sich vorläufig kaum nennenswert beleben, da der Kapitalmarkt zunächst ganz unter dem Ein­

fluß der Vorbereitung auf die neue Reichsanleihe steht. Die ersten Kurse setzten um durchschnittlich 1 bis 1,50 v. H. höher ein und im Verlaufe ergaben sich vielfach weitere kleine Erhöhungen. Don Mon- tanroerten notierten Buderus mit 111 (HO), Hoesch mit 111,50 (110,75), Mannesmann mit 109,40 (107,75), Rheinstahl mit 140,50 (139,25) und Ver­einigte Stahl mit 102 (101). Arn Elektromarkt waren AEG. mit 116 (113,25) und Siemens mit 201,75^199,50) sowie RWE. mit 122,25 (120,50) stärker erhöht. JG.-Farben befestigten sich nach 153 anfangs auf 153,50 bis 154 (150,50). Sonst kamen noch Reichsbank mit 183,75 (182,50), Daimler mit 134,50 (132,50), Westdeutsche Kaufhof mit 97,13 (96,50), Conti Gummi mit 208 (207), Adlerwerke mit 109,50 (109) und Rheinmetall mit 128,25 (127,50) zur Notiz.

Auch am Rentenmarkt erhielt sich leichte Nachfrage. Beachtet blieben insbesondere Liquida- tionspfandbreife, etwas ruhiger lagen Industrie- Obligationen. Von den variablen Werten besserten sich Reichsaltbesitz auf 130,60 (130,40) und Reichs- bahn-DA. auf 125,40 (125,25). Im Freiverkehr lagen Kommunal-Umschuldung mit 94 (94,05) nicht ganz behauptet, ebenso späte Schuldbücher mit 97,90 (98), 4 v. H. Rentenbank-Ablösung mit 91,50 (91,65) und Städte-Attbesitzanleihen mit 135,50 (153,75). Bei Goldpfandbriefen wg. der Rückfluß unwesentlich, auch in den KonsolMerungsanleihen kam nur wenig Angebot heraus. Liquidations­pfandbriefe notierten meist noch 0,13 dis 0,25 v. H. höher, ebenso zeigten Stadtanleihen z. T. Besse­rungen bis 0,25 v. H. Industrie-Obligationen unter­lagen Schwankungen bis etwa 0,50 v. H.

In der zweiten Börsenstunde blieb die Haltung freundlich bis fest, und auf nahezu allen Märkten stellten sich nochmals Besserungen um 0,50 bis 1 vom Hundert ein. Auch die anfangs etwa 1 v. H. niedriger liegenden Papiere waren erholt. U. a. notierten: Daimler 135,75 nach 134,50, AEG. 117,50 nach 116, Licht und Kraft 139,25 nach 138.___________

Abendbörse weiter freundlich.

An der Abendbörse erhielt sich weitere Kauf­neigung der Kundschaft und der Kulisse und die Umsätze waren verhältnismäßig lebhaft. An den Aktienmärkten traten meist neue Besserungeni von 0,50 bis 1 o. H. ein; sie stellten allerdings viel-I fach Anpassungen an Berlin dar, doch wurde auch dieser Stand vereinzelt um 1 v. H. überschritten. Gesfürel mit 139,50 (138) und Metallgesellschaft mit 128,25 (127) hatten die auffälligsten Erhöhungen. Je 1 v. H. gewannen Bemoerg mit 137,50 bis 138, Scheideanstalt mit 218, Eßlinger Maschinen mit 105, DDM. mit 170 und 0,75 v. H. höher kamen West­deutsche Kaufhof mit 98,50 und Rheinmetall-Borsig mit 129,50 an. Montanwerte lagen voll behauptet, Mannesmann (HO), Verein. Stahl (102,75) und Hoesch (112,75) zogen bis 0,40 v. H. an, nur Rhein­stahl 0,25 v. H. ermäßigt auf 140,50. Leichte Ge­winne verbuchten u. a. Adlerwerke mit HO (109,50), AEG. mit 117,75 (117,50), Demag mit 144,75 (144,25), RWE. mit 122,50 (122,25), Verkehrswesen mit 126,25 (126) und Hapag mit 70,50 (70). Neben JG.-Farben mit 154 lagen u. a. Licht & Kraft mit 139,25, BMW. mit 146, Deutsche Erdöl mit 130,50, MAN. mit 132 und Junghans mit 105,75 behaup­tet. Von Bankaktien gewannen Commerzbank er­neut 0,13 v. H. auf 110,25. Renten lagen dagegen still bei gut gehaltenen Kursen. Reichsaltbesitz 130,75, Reichsbahn-VA. 125,50, 6proz. JG.-Farben 123 und im Freiverkehr Kommunal-Umschuldung mit 94. 5,5proz. ©üdd. Boden Liquid, notierten nach Pause 0,40 v. H. höher mit 101,40.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 5. Oft. Es notierten (Ge­treide je Tonne, alles übrige je 100 kg) in RM.: Weizen W 9 200, W 11 202, W 12 203, W 13 204, W 16 207, W 18 209, W 19 2H, W 20 213; Roggen RH 185, R12 186, R 14 188ffR15 189, R 16 191, R17 192, R18 193, R19 195 Großhandelspreise der Mühlen der gekannten Preisgebiete. Futter-

gtrfte, Futterhafer. Weizenmehl, Type 812, W 13 29,25, W16 29,25, W 18 29,25, W 19 29,25, W 20 (Kreis Alzey) 29,25, W 20 (Kreis Worms) 29,60, zuzüglich 0,50 RM. Frachtausgleich. Die Preise für Weizenmehl, Type 812, mit Beimischung von Maisbackmehl sind 30 Rpf. niedriger als die Notierungen. Roggenmehl, Type 997, R12 22,45, R15 22,80, R16 22,95, R18 23,30, R19 23,50, zuzüglich 0,50 RM. Fracht-Ausgleich. Weizenfutter- mehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W18 11,00, W19 11,10, W 20 11,20 Muhlenfest- preis ab Mühlenstation. Roggenfuttermehl R19 12,50, Roaqenoollkleie R 19 11,00. Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Treber, Wiesenheu mit Besatz (bis ein Drittel) 5,00, Wiesen­heu mit unerheblichem Besatz (bis etwa ein Zehntel) 5,80 bis 6,00, Kleeheu, gut, gesund, trocken 7,00 bis 7,50 .Wejzenstroh 2,80, Roggenstroh 2,90 bis 3,00, Hafer- und Gerstenstroh 2,40 bis 2,50 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Verladestation. Tendenz: ruhig.

Schweineniarkt in Schollen.

h Schotten, 5. Ott. Zum heutigen Schw ei n e- markt waren nur zirka 120 Ferkel und Einleg­schweine aufgetrieben. Preise: für 6 bis 7 Wochen alte Ferkel 20 bis 25 Mark. 8 bis 10 Wochen alte Ferkel 28 bis 30 Mark, 10 bis 12 Wochen alte Ferkel 31 bis 35 Mark. Einleger 45 bis 50 Mark. Der Markt wurde geräupit.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 6. Oft. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 932 Rinder (161 Ochsen, 104 Bullen, 439 Kühe, 228 Färsen), 257 Kälber, 141 Härnrnel, 177 Schafe und 85 Schweine. Es kosteten: Ochsen 35 bis 45 Mark, Bullen 37 bis 43, Kühe 20 bis 43, Färsen 28 bis 44, Kälber 35 bis 65, Härnrnel 32 bis 52, Schafe 20 bis 42, Schweine 50 bis 57 Mark. Marktverkauf: Rinder, Kälber und Schweine zugeteilt; Härnrnel und Schafe mittelmäßig.

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