Ausgabe 
6.10.1938
 
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Das Wetterau-Museum in Friedberg

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Aus der engeren Heimat

Oer Laubacher Voranschlag für 1938. papieren, cnaefegt werden. Die vorgeschri^enen

QUALITÄTS-ERZEUGNIS DER SIPO L« WERKE

Srels Scholten.

Ersatzfahrer mit. Und Hans Stuck? Der deutsche Bergmeister befindet sich nach seinem Siege im Feleäc-Bergrennen zur Zeit noch in Rumänien, wo er vom König eine Einladung zur Bärenjagd

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Das englische Autorennen um den Großen Preis von Donington-Park, das am 1. Oktober abgesagt wurde, findet nun endgültig am 22. Oktober statt. Bis dahin ist der an einer Fußverletzung leidende Spitzenfahrer von Mercedes-Benz, der fünf­malige Europameister Rudolf C r a c c i o l a wieder so weit genesen, daß er zusammen mit Manfred v. Brauchitsch, Hermann Lang und Richard Seaman für sein Werk starten kann. Walter Bäumer freut sich auf das kommende Renn- jahr, das ihm die Möglichkeit bringen soll, auch ein- .... 7......... .ingesetzt zu werden.

An der Besetzung der Auto Union hat sich

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Verzicht auf die bisherige Einbeziehung der Reichs­straße BruchsalSchwetzingen jetzt bei Kilometer 2,7 nach dem Start den sogenanntenRadbuckel" durchstach und bereits hier die Strecke in einer sanft- geschwungenen Linkskurve in nordöstlicher Richtung weiterführte. 18 000 Kubikmeter Erde mußten be* weat werden, um diese neue Kurve, die 150 Meter Radius, 8 Prozent Überhöhung und eine Fahrbahn­breite von 9 Meter aufheist, sowie eine an ihrem Außenrand sich hinziehende Naturtribüne für fast 2000 Zuschauer zu erstellen. Dem Verlauf de» Hardtbachgrabens" folgend geht dieseRadbuckel- Kurve" in eine noch weiter geschwungene Flachkurve mit 1500 Meter Radius und 1 Prozent Ueberhähung über, die dann nach weiteren 2 Kilometer am Ofters­heimer Weg schließlich wieder in die alte Strecken­führung einmündet. Auch hier sind Standplätze für einige tausend Besucher errichtet.

Mit dieser Streckenkürzung ging Hand in Hand

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Oie ersten vier Einiöpse.

Oie Speisekarte der Gaststätten am kommenden Eintopfsonntag

Die heimischen Geräteturner werden Mitte No­vember zu einem Ausscheidungsturnen in Sinn zusammenkommen, dessen Ergebnis für die Feststellung der Vertretung des Kreises Lahn-Dill zu,einem Kreis-Dergleichsturnen.das in Bad Ems stattfindet, ausschlaggebend sein wird. Das Ausscheidungsturnen verlangt Hebungen an den Geräten und außerdem einen Zwölfkampf. Am Kreis-Dergleichsturnen in Bad Ems nehmen Kreis 11 (Friedberg), Kreis 9 (Lahn-Taunus) und Kreis 8 (Lahn-Dill) -teil. Wir kommen auf die Begegnungen zu gegebener Zeit zurück.

Earocriola startet in England.

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Der Derwaltungsrat hat die chm gesetzlich vorge­schriebenen Prüfungen durchgeführt. Beanstandjungen haben sich hierbei nicht ergeben.

Die Gewinn- und Verlustrechnung schließt mit einem Reingewinn von 3301,84 Mark ab, welcher der gesetzlichen Sicherheitsrücklage zuge- führt wurde.

Die Derwaltungsratsmiiglieder Karl Reitz (Zn- Herden) und Bürgermeister Kratz (Wohttback) haben infolge Erreichung der Altersgrenze ihr Amt frei­willig niedergelegt. Den beiden Verwaltungsrats­mitgliedern sprach Direktor Lindenmeyer noch­mals für die von ihnen geleistete langjährige treue Mitarbeit den Dank der Kassenverwaltung aus. An chre Stelle wurden durch die Mitgliederversamm­lung Ortsgruppenleiter Hrch. Braun (Laubach) und Bürgermeister Metzger (Röthges) bestimmt.

Zum Schlüsse wies Direktor Lindenmeyer noch darauf hin, daß sich der Geschäftsverkehr auch im Jahre 1938 erheblich gesteigert bat Die Spar­einlagen haben bereits eine weitere Zunahme er­fahren, was die Hoffnung erwecken darf, daß auch das neue Geschäftsjahr eine gute Weiterentwicklung bringen wird.

Mit dem Sieg-Heil auf den Führer wurde die Mitgliederversammlung geschlossen.

Landkreis Gießen.

# Dau bringen, 5. Oft. Luftschutzschulungs- leiter Dr. Mittermeier aus Staufenberg hiE hier im Saale von Erb einen Vortrag über das Verhalten bei Fliegerangrifien usw. Der Saal war sehr gut besetzt. Besonders zahlreich waren auch die Frauen und Mädchen erschienen.

+ Grünberg, 5. Oft. Der hiesige Bahnbeamte Hermann Nebhut konnte dieser Tage auf eine 4 0jährige Tätigkeit bei der Bahm zu­rückblicken. Stets war er am hiesigen Bahnhof be­schäftigt, wo er heute noch als Oberweichensteller im Stellwerk seinen Dienst versieht. Von den durch denFeierabendring Grünberg" vorgesehenen vier Gastspielen der Rhein-Mainischen Lan­desbühne im Laufe des Winters fand am Mitt­wochabend die erste Vorstellung statt. Sie brachte das Shakespearesche LustspielViel Lärm um nichts."

cT Weickartshain, 5.Oft. Mit dem Inkraft­treten des Winterfahrplans 1938/39 der Reichsbahn werden ab Bahnstation Weickartshain Sonntagsrückfahrkarten nach folgenden Stationen ausgegeben: Frankfurt a. M. über Fried­berg, Friedberg über Hungen, Gießen über Hungen, Gießen über Mücke, Grünberg, Laubach, Hungen und Mücke.

Guter Erfolg der Heilpflonzen- fammlung im Gau Hessen-Nassau.

Lpd. Frankfurt a. M., 5. Oktober. Erstmals wurde in diesem Sommer im Gau Hessen- Nassau eine großzügige Sammlung von Heilpflanzen durchgeführt, die von der Reichs­arbeitsgemeinschaft für Zeilpslanzenkunde und Heil­pflanzenbeschaffung München, Gau-Abteilung Hes- fen-Nasiau, in die Wege geleitet worden war. Die Pflanzen sind jetzt in Säcken, großen Tüten oder Kartons der Gausammelstelle in H ö ch st zugeleitet worden, und täglich treffen noch weitere Sendun­gen dort ein. Etwa 2500 Kilo Heilpflanzen verschiedenster Art, die im ganze Hause einen eigen­artigen Geruch verbreiten, lagern bereits hier. Sie werden durch Fachleute auf Echtheit und Qualität geprüft, sortiert und gewogen, um dann den Apo- thekeu und der Industrie zugeleitet zu werden.

«'uddeutschland nach Gießen gekommen waren, leg­ten zum Abschluß die Meisterprüfung ab. Unter ihnen befand sich Frl. Franziska P l e tz e r aus Trostberg (Oberbayern), die die Meisterprüfung mit der NoteGut" bestand. Es ist wohl ein seltener Fall, daß das Schuhmachechandwerk von einer Frau praktisch ausgeübt und bis zu jener Vollkommen- beit entwickelt wird, die heute bei der Meisterprü- fung gefordert werden muß. Frl. Pletzer hat ihre Lehrzeit in der väterlichen Werkstatt zugebracht, die Gesellenprüfung abgelegt und übernimmt nach dem Tode ihres Vaters und dem Verlust eines jüngeren Bruders durch einen Unfall nunmehr das elterliche

ZdR. In wenigen Tagen ist wieder Eintopf- sonn tag, der erste in diesem Winterhalbjahr. Und nicht nur die Hausfrauen werden an diesem Tage einer liebgewordenen Tradition folgend ihrer Famllie einen schmackhaften Eintopf vor- setzen, fonbern auch die über 200 000 Gaststätten­betriebe im Großdeutschen Reiche werden an jedem zweiten Sonntag im Monat vier nahrhafte und wohlschmeckende Eintopfgerichte zu­bereiten.

Wie bereits im vergangenen Jahre, werden auch im Winterhalbjahr 1938/39 zwei Gerichte reichsein­heitlich festgesetzt, und durch die Wirtschaftsgruvpe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe und Den Reichsnährstand betanntgegeben. Als reichseinheit­liche Eintopfgerichte finden jetzt im Oktober zwei be­sonders wertvolle landwirtschaftliche Erzeugnisse Verwendung. Nachdem in den Hauptanbaugebieten der neue Weißkohl in großen Mengen geerntet worden ist, kann es nur selbstverständlich fein, daß bei dem ersten Eintopfsonntag auch ein Weißkohl­gericht zubereitet wird. Als erstes Gericht aber soll Erbsensuppe mit Einlage" genannt wer­den. Jeder von uns hat in deutschen Gaststätten

soll.

Der jetzige Museumsleiter Dr. Hermann Roth, Nachfolger Des leider zu früh verstorbenen Professors Dr. Gg. Blecher, konnte zunächst sechs Säle Her­richten. Er ist bereits bestens bekannt durch die Ausgrabungen des Drusus- und des Germaniens- Kastells in der alten Reichsburg Friedberg feit 1936, durch die der deutschen Frühgeschichte wert- volle neue Aufschlüsse möglich wurden.

Saal 1 deH^Hetterau-Museums enthält die vor- und fruhge^Mtliche ( römische) Abteilung. Saal 2 ist den fränkischen Bodenfunden und dem Mittelalter vorbehalten. Saal 3 kündet den Ruhm des zünftigen Handwerkes. Dann stehen wir

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10, Sellerie 10 bis 35, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 8 bis 15 Pf.

** Auslosung der Gießener Marf­an l e i h e. Die Ziehung der Auslosungsrechte für das Jahr 1938 findet am Donnerstag, 20. Oktober, im Stadthaus Bergstraße statt.

** Führung durch das Krematorium. Die Großdeutsche Feuerbestattung veranstattet am kommenden Sonntag, 15 Uhr, für Freunde und Mitglieder eine Führung durch die Anlagen des Krematoriums Gießen. ' _

** Fräulein Schuhmachermeister. Die Schuhmacher-Fachschule Gießen schloß dieser Tage ihr 29. Semester. Die Schüler, die vorwiegend aus

4. in einer reizenden Wetterauer Bauernstube. Dev nächste Raum gilt der Flachsbearbeitung, die noch vor 100 Jahren eine große Rolle in unserer enge« ren Heimat spielte. Riffel, Breche, Schwingblock, Hechel, Spinnrad, Haspel, Winde, Spulrad, Scher« leiter, Scherrahmen und Webstuhl sind vollzählig oertreten. Und nun folgt 5. die AbteilungWehe und Waffen" vom 16. Jahrhundert bis zum Welt« kriege. Der Saal 6 mit den wundervollen Oelgemäl« den der Burggrafen von Friedberg, sowie fünf prächtigen Ansichten der Reichsburg und der Freien Reichsstadt (1514 bis 1565) Friedberg und ein ge« wattiges Modell der Burg bilden den vorläufigen Höhepunkt der schönen und vorbildlichen Ausstel« lung. Sobald weitere Säle frei werden, sollen dil zur Zeit noch magazinierten großen Bestände nach und nach den Ring schließen.

Gleichzeitig mit der Eröffnung des Wetterau-Mu« seums veranstaltet das Stadtarchiv nebst Bibliothek eine Schau kostbarer Werk« zur Waffen-, Uniform- und Truppen-Geschichte, deren Relchhattigkeit ebenfalls die Bedeutung von Friedberg auf kulturellem Gebiet eindrucksvoll be« leuchtet. Es gibt wohl kaum eine andere Kleinstadt, die über eine so vielseitige und gediegene Heimat« kundliche Bibliothek verfügt, eine Tatsache, die dem Namm von Friedberg weithin Ehre macht.

(Ha) Nach den bangen Wochen zwischen Krieg der Heimkehr des Subeten- ) e r g den Herbstmarkt 1938 mit besonderer "Freude. Er wird am 8. Oktober um 10.30 Uhr durch Bürgermeister Vieth eingeleitet mit der traditionellen Hissung der Alt-Relchsstädti- schen Fahne auf dem freien Platz vor dem Amts- gericht. Dann erfolgt um 12 Uhr die Wiedereröff­nung des Wetterau-Museums, Haag- straße 16, das in feiner schlichten Schönheit nicht nur Zeuanis ablegt von dem Geist, der die Wet­terauer Kreisstadt beseelt, sondern auch ein stolzes Denkmal der Heimatpflege im Dritten Reich fein

papieren angelegt werden. Die vorgeschriebenen Liquiditätsreseroen sind vorhanden. Die fälligen Darlehenszinsen sind im abgelaufenen Jahre noch pünktlicher als seither gezahlt morgen, was ein deutlicher Beweis für die finanzielle Besserung der allgemeinen Lage ist.

erhielt.

Der neueHockenheim-Rina^.

Europas schnellste Skrahenrennstrecke wettcr verbessert.

Die in der Zeit schlimmsten deutschen Niedergangs zum Zweck Der Arbeitsbeschaffung im Jahre 1931/32 von der Stadtverwaltung Hockenheim (Baden) ge­schaffene Rundsttecke für motorsportliche Geschwin­digkeitswettbewerbe, Der ,Hockenheim-Ring", seit seiner Feuertaufe im Mai 1932 der schnellste Stra- ßenkurs Europas, ist während der letzten sechs Mo- nate einem grundlegenden Um- und Ausbau unter­zogen worden, wofür auch das Land Baden erheb­liche Mittel zur Verfügung stellte.

Das Hauptmerkmal dieser neuen Strecken-Umge- staltung ist die Verkürzung der Rundenlänge von ehemals 12 auf nunmehr 7,725 Kilometer. Diese Rundenabkürzung, die künftige Rennen für die Zuschauer bedeutend spannender als bisher gestal­ten wird, wurde dadurch erreicht, daß man unter

die Verbesserung der gesamten Fahrbahn. Zum größten Teil in griffigem Teerbeton ausgeführt, wurde sie nun durchgehend von 5,5 auf 7,5 Meter und in den Kurven und am Start und Zielplatz sogar auf 9 Meter verbreitert.

So ift nun endlich auch die Möglichkeit gegeben» auf dem' neugestalteten ,chockenheim-Ring" neben Motorradrennen auch Wettbewerbe für Sport- und Rennwagen durchzuführen. Bereits am 16. Oktober wird Hockenheim beim Schlußlauf um die Deutsche Kraftradmeisterschaft fein erstes Sport­wagenrennen erleben. Und daß bei diesem letzten Meisterschaftslauf der absolute Rundenrekord des Vorjahres von 157 km/st gleich um ein ganz be­trächtliches Stück emporfchnellen wird, das ist kaum zweifelhaft. Geschwindigkeiten von rund 175 km/st sind auf der neuen Strecke durchaus möglich.

Weiterhin besitzt nun die deutsche Automobil- und Motorrad-Industrie zugleich eine neue Dersuchs- strecke für die Erprobung ihrer Neukonstruktionen auf reine Geschwindigkeitsleistung, eine Versuchs- bahn, die jederzejt und für jede Dauer in Anspruch genommen werden kann, weil sie keine öffentlichen Hauptverkehrsstraßen benützt.

5. Hockeyländerkampf Deutschland Dänemark.

Die erste internationale Kraftprobe der deutschen Hockeyspieler in der neuen Spielzeit steigt am kom­menden Sonntag in Hamburg mit dem fünften Län­derkampf gegen Dänemark. In den vier vorcmsgs« gangenen deutsch-dänischen Begegnungen gab es jedesmal hohe deutsche Siege, ganz gleich, ob in Deutschland ober in Dänemark gespielt wurde. 1928 siegte Deutschland in Kopenhagen mit 5:2, ein Jahr später gab es ein 5:0 und 1930 sogar ein 6:0. Nach sechsjähriger Pause trafen sich die beiden Länder bann erst mieber beim Berliner Olympiaturnier 1936, wo wieberum ein 6:0-Sieg erkämpft würbe. Man barf gespannt fein, ob bie bänischen Hockeyspieler in ben beiben letzten Jahren Fortschritte gemacht haben, und ob sie in bet Lage sein werden, ein günstiges Ergebnis zu erzielen. Deuffchland hat diesmal eine Mannschaft aufgeboten, in der man einige altbe­währte Kräfte, wie Weiß, Keller, Mehlitz usw., ver­mißt. Aber da man ja auch im Fachamt Hockey auf lange Sicht arbeitet, muß man es durchaus begrüßen, wenn der Stamm der Nationalspieler durch Heran­ziehung talentierter Nachwuchskräfte erweitert wird. Die Els, wie sie in Hamburg steht, ist stark genug, um die Dänen eindeutig zu schlagen.

Ein Sportgesetz in der Türkei.

Die feste Absicht der türkischen Regierung, auch den Sport der Türkei unter ihre Fittiche zu neh­men, hat jetzt zu einer gesetzgeberischen Maßnahme geführt, in der man unschwer das deutsche Beispiel erkennt. Dem neuen Gesetz zufolge wird der Sport in Der Türkei unter die Aufsicht des Staates ge­stellt, der einen Obersten Sportsführer be­ruft und chm sämlliche Obliegenheiten der Leibes­übungen überträgt. Dem Sportsührer zur Seite , steht ein beratender Ausschuß, der sich aus Mit« gliedern Des bisherigen Alltürkischen Sportverban­des zusammensetzen Dürfte. Man rechnet damit, baß in Kürze Vorschriften über eine tellweise Sport« pflicht erlassen werden. Bemerkenswert ist in die­sem Zusammenhang die Tatsache, daß sich der neue Sportführer des Betriebssportes annehmen wird. Alle Betriebe, die über eine Gefolgschaft von mdjr als 500 Mitgliedern verfügen, werden anae- halten werden, Sportplätze anzulegen. Ein großer Teil dieser Maßnahmen ist auf die beratende Tä­tigkeit Dr. Carl Diems zurückzuführen, der nach ben Olympischen Spielen 1936 den türkischen Sport» führen» hilfreich zur Sette stand.

schon einmal dieses Gericht verlangt, weil wir von Mutters Tisch her wissen, wie nahrhaft und schmack­haft dieses Essen ift Der zweite Eintopf ist Wei tz- ko h l mit Rindfleisch. Auch dieseNummer zwei" wird viele Verehrer finden, zumal besonders die versprochene Rindfleischbeilage verlockend ist. Das dritte Eintopfgericht ist, wie schon im letzten Jahre, das beliebte und auf vielerlei Art herzu­stellende Fischgericht. Der vierte und letzte Eintopf" ist wieder derGemüsetopf nach W a hl", der als landsmannschaftliches Gericht un­ter Verwendung der in den einzelnen Gebieten des Reiches besonders reichlich vorhandenen und durch die Landesbauernschaften betamitgegebenen Gemüsesorten zuzubereiten ist. Je nach ben Er- zeugungsbebingungSl, Der Wetterlage und den Ge­wohnheiten in den einzelnen Reichsgebieten ist das eine oder andere Erzeugnis besonders reichlich am Markt. Die Gaststätten sind durch ihre Berufsorga­nisation mit den Landesbauernschaften in ständiger Verbindung und werden bestrebt sein, am ersten Eintopfsonntag wieder Meisterproben deutscher Kochkunst abzmegen.

Auszeichnung für die

Gießener Ruder-Gesellschast 1872.

Dem Vereinsführer der Gießener Ruder-Gesell­schaft ging dieser Tage eine besondere Ehrung in Form eines Diploms, unterzeichnet vom Reichssport­führer von Tschammer und Osten zu, bas dem Verein als Anerkennung für Opferbereitschaft übermittelt wurde. Die Urkunde hat folgenden Wortlaut:

Der Reichssportführer.

Berlin-Charlottenburg 9, ben 30. 6.1938.

An bie

Rudergesellschaft Gießen

, z. H. b. Vereinsführers Arthur Scharmann.

In bantbarer Anerkennung ber Opferbereitschaft Ihrer Vereinskameraben für unsere verletzten Sport­ler unb Sportlerinnen überreiche ich Ihnen hiermit ben von mir gestiftetenEhrensockel" zu Ihrer Olympia-Sammelglocke mit meiner Wibrnung.

Ich grüße Sie in herzlicher Kamerabschaft mit Hell Hiller!

Gez.: von Tschammer, Reichssportführer."

Heimische Turner vor harten Kämpfen

Die nächsten Wochen werben für unsere heimi­schen Geräteturner, insbesondere für die Kreisriege, einige Wettkampfbegegnungen bringen, die die Tur­ner unserer engeren Heimat (aus Gießen, aus Wieseck, Großen-Linden usw.) zu Höchstleistungen herausforbern werden. Schöffmann (Wieseck) wird am fommenben Sonntag an einem Ausscheidungs- kämpf in Kassel teilnehmen, bei bem darüber ent- schieben wirb, welche Mannschaft Den Gau Hessen bei Dem am 23. Oktober in Der Westfalenhalle in Dortmund zum Austrag kommenDen ©autampf HessenBadenWestfalen zu vertreten haben wird. Schöffmann, der sich gegenwärtig in bester Form befindet, dürfte sicherlich der Gaumann­schaft eingereiht werden. Neben Schöffmann ist noch Bausch (Limburg) zu Dem Ausscherdungskampf auf­gerufen. Die übrigen Turner Der Gaumannschaft werDen sich voraussichtlich aus Kasseler Vereinen rekrutieren. Kasiel verfügt gegenwärtig über eine stattliche Anzahl Spitzenturner. In Diesem Zusam­menhang wirb es interessieren, daß Heinrich Her­bert vom Turnverein 18 4 6 Gießen, der gegenwärtig in Bielefeld weilt, für den Turnverein Bielefeld in der Riege des Gaues Westfalen starten wird.

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Orgel in unserer Stadt kirche wurde in: An Der Besetzung Der A - -

Den letzten Wochen einer gründlichen Renovierung nichts geändert. Wie vorgesehen, starten Tazio N u unterzogen. Holzwürmer hatten sich eingefressen. Die noIari, Rudolf Hasse, H. P. Muller und Durch sachgemäße BehanDlung Der einzelnen Holz- Kautz. Bigalke macht die Reise ^s

teile abgetötet mürbem Die Orgel wirb neu ge- stimmt und hergerichtet; sie bilDet in ihrer kunst­vollen Barockform ein sehr wertvolles Schmuckstück unserer Kirche.

§ Laudach, 6. Oft. Dieser Tage wurde von Den Ratsherren Der Stadt Laubach der Haushaltsplan für bas Rechnungs- fahr 1938 beraten unb einstimmig genehmigt. Der Voranschlag schließt mit insgesamt 238 877 Mk. (1937: 155 842 Mark) in Einnahme unb Ausgabe ad. Hiervon entfallen auf Den Betrieb 214 672 Mark (1937: 154 326 Mk.), auf das Vermögen 24 204 Mk. (1937: 1615 Mark). Die Einnahme- erhöhung und anderseits die Lastenvermehrung finÖ< durch den neuen Mnanzausgleich zwischen Reich, Staat und Gemeinden bedingt. Auf die einzelnen Rubriken vertellen sich die Beträge für 1938 wie folgt (E = Einnahme, A r= Ausgabe):

Abteilung: Für ben Betrieb: Rech- nungsreft aus voriger Rechnung E 5515,71 Mark, A 1500 Mark; Gebäude E 6130.35, A 2200; Grund- stücke E 3314,90, A 1600; Waldungen E 86 491,44, A 34 903,40; Jagden, Fischerei E 1312; Schäferei, Weiden E 1272, A 2000; Messen unb Märkte E 100, A 120; Viehwaage E 200, A 160; Wasserversorgung E 24 225, A 41 900; Ziegelei E 850; Schwimmbad E 800, A 2700; Allgemeine Verwaltung E 1409,29, A 19 700; Oeffentliche Sicherheit A 1725; Öffent­liche Gesundheitspflege unb Wohlfahrtseinrichtunaen E 97,60, A 3905; Abbeckereiwesen A 10; Feuerlösch- wesen A 1206; Armenpflege E 1000, A 11 300; Schulen E 56,25, A 15 860,50; Evangelische Kirche E 7,18, A 3246,80; Friebhof E 590, A 920; Straßen E 254,20, A 10 000; Kanäle E 4200; Landwirt- schcrftszwecke E 6126,86, A 7300; Grenzverhältnisse A 350; Oeffentliche Anlagen, Denkmäler A 300; Bäche, Gräben A 600; Ruhe geh alle, Soziale Für- sorge E 2000, A 5130; Steuern, Abgaben A 32 681; Sondersteuern E 13180, A 300; Anteile an Reichs­steuern E 7122; Festlichkeiten A 2000; Reservefonds A 4299.08: Mobiliarerneuerungssonds E 15,03, A 215,03; Kapitalzinsen E 100, A 2063,78- Schul- dentilgung A 3070,72; Aeltere Kriegsschulden A 306,03; Gemeindeumlagen E 48 000 Mark, A 1100 Mark.

Abteilung: Für das Vermögen: Wal­dungen E 23 898,60 Mark, A 23 898,60 Mark; Schulden E 306,03 Mark, A 306,03 Mark.

Bezirkssparkaffe Laubach.

00 Laubach, 5. Oft. Im Saale desSchützen- Hof" fand die ordenüiche Mitgliederver­sammlung der Bezirkssparkasse statt. Der Vorsitzende des Sermaltungsrates, Oberamts* richter Dr. Schmitt, begrüßte zunächst die Ver­treter der Garantiegemeinden; besonderen Gruß entbot er dem Vertreter der Landeskommunalbank- Girozerrtrale für Hessen in Darmstadt Direktor Seipp.

Anschließend trug Direktor Lindenmeyer den Bericht über das 105. Geschäftsjahr dieser öffent- lich-rechllichen Kredttanstatt vor. Die forffchreitende Wirffchaftsbelebung, so führte er u. a. aus, hat Den Geschäftsgang im Berichtsjahr günstig beeinffußt. Dies zeigt sich befonbers in Der Erhöhung desWe- famtumsatzes, der sich im abgelaufenen Jahre um 1841 332 Mark auf 11 865 028,20 Mark erhöht hat. Der Umsatz im Jahre 1932 betrug (zum Ver­gleich) nur 4 473 310 Mark. Die Umsätze haben sich somit seit der Machtübernahme durch den Führer um mehr als das Doppelle erhöht.

Die Spapeinlagen haben um 71 551,26Mark zu genommen. Während im Jahre 1936 eine Ein­nahme von 346 511,04 erreicht wurde, betragen die Einzahlungen im Jahre 1937 379 771,70 Mark.

Das Kleinsparwesen, sowie die Schul- s p a r k a s s e n zeigen ebenfalls ein erfreuliches Er­gebnis. Die Einlagen betrugen hier 4798 Mark.

Die von ber Bezirkssparkasse seit Jahren ausge­gebenen Ge schenksparbücher für Neugebo- rene haben ben Sparsinn geförberf unb sich als ein gutes Werbemittel bewährt.

Die Umsätze im Spargiro- und Konto-Korrent- Verkehr haben sich gegenüber deon Vorjahre eben­falls erhöht, und zwar um 665 450,77 Mark. Der am Jahresende nachgewiesene Bestand von 236 331,33 Mark ist ebenfalls höher als im Vor­jahre.

Die günstige Entwicklung des Spareinlagenge­schäfts, sowie der Darlehensrückzahlungen, besonders durch die Gemeinden, ermöglichten es, sämlliche be­antragten Kredite, soweit die notwendige Sicher­heit vorhanden war, zur Auszahlung zu bringen. Da die zur Ausleihung vorhandenen Mittel weit größer waren als die beantragten Darlehen, konnte der überfchießeiLe Betrag in mündelsicheren Wert-