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Mit deutschen Truppen im Gudetenland

Dr. Benesch zurückgetreten

weist. Ich glaube, wir haben so viel Glück in diesem Jahre erfahren, daß wir alle die Pflicht haben, diesem Glück freiwillig nu­fer Opfer zu bringen! (Händeklatschen und Heilrufe.) Mit diesem Opfer zeigen wir uns auch der Vorsehung gegenüber dankbar, daß sie unser Volk vor tiefem Leid bewahrt und Millionen von Deutschen in diesem Jahre die grüßte Freude ihres Lebens gegeben hat!

Namenloser Jubel schlägt dem Führer entgegen.. Immer wieder erneuern sich die Heldigungen, auch noch, als der Führer bereits die Halle verlaßen hat.

Erster Eintopfsonntag am 9. Oktober

Berlin, 5. Okt. (DNB.) Der 9. Oktober w' d in diesem Jahre zum erstenmal wieder die ganze deut­sche Nation um ben'(Eintopf versammeln In diesem Jahre gerade gilt es besonders, den Millionen Volks­genossen Hilfe zu bringen, die nach langen Jahren der Trennung und der Unterdrückung, der Not und des Elends z u r ü ck g e k e h r t sind in die deutsche Volksgemeinschaft. Der harte und erfolgreiche Kampf der Ostmark- und Sudetendeutschen wird allen Volks­genossen Ansporn und Mahnung sein, ihnen durch ihr kleines Opfer am Eintopfsonntag Hilfe zu bringen und sie vor Hunger und Kälte zu beschützen. Der

Reichswirtschaftsminister Funk traf, begleitet von seiner Gattin i n I st a n b u l ein. Auf dem Bahnhof erwies eine Ehrenkompanie der Polizei die Ehren­bezeigungen. Vertreter des Wirtschaftsministeriums und des Außenamtes begrüßten den Gast. Nach einer Kranzniederlegung auf dem deutschen Heldenfriedhof wird die Weiterfahrt nach Ankara in einem tür­kischen Salonwagen angetreten.

Prag, 5. Okt. (Europapreß.) Der Präsident der Tschecho-Slowakischen Republik, Dr. Eduard B e - n e s ch , hat am Mittwochnochmittag s e i n e n R ü ck- tritt bekanntgegeben. Der Rücktritt wurde im tschechischen Rundfunk der Oefsentlichkeit mitgeteilt. Zunächst wurde das Rücktrittslchreiben des Staats­präsidenten verlesen. Um 19 Uhr hielt dann Dr. Benesch eine Abschiedsrede, die auf sämlliche tsche­chischen Rundfunksender übertragen wurde.

Er erklärte eingangs, daß er die Absicht gehabt habe, sofort nach der Münchener Entscheidung zu­rückzutreten. Er habe diesen Entschluß jedoch etwas hinausgeschoben, um vorher eine f e st e r e Re­gierung sicherzu stellen. Benesch betonte dann, daß das ganze europäische Gleichgewichts- system, das nach dem Kriege aufgebaut wurde, seit einigen Jahren immer schwächer geworden sei und sich in den letzten drei Jahren grundlegend geändert habe. Er glaube, daß es unter diesen Umständen gut sei, daß die Entwicklung zu einer neuen europäischen Zusammen­arbeit nicht durch seine Person gestört werde. Die Tschecho-Slowakei muffe in der Lage sein, sich ruhig und ungestört den neuen Ver­hältnissen anzu passen. Dies bedeute, der alten Freunde nicht zu entsagen und um sich herum neue Freunde zu gewinnen. Die gefährlichen Strei­tigkeiten mit den Nachbarn würden verschwinden, und der neue tschechische National st aat werde seine nationale Kultur vertiefen und stärken können. Zum Schluß forderte Benesch die tfcherhif*» Bevölkerung zur Ruhe und Einigkeit auf und dankte der Armee für ihren Einsatz. An den tschecho-slowa- kischen Ministerpräsidenten General Sirovy richtete Benesch ein Schreiben ähnlichen Inhalts.

Eine neue Evoche"

Der Widerhall in Warschau.

Ueberall^ wo die deutschen Truppen das sudetendeutsche Gebiet besetzten, erringen sie bte Bewunderung der Bevölkerung durch ihr diszipliniertes Auftreten. Aber auch die Soldaten fühlen sich selbst recht wohl bei unseren Sudetendeutschen. (Scherl-Bilderdienst-M.)

die Dörfer bis auf das Letzte ausgeplün­dert. Es gibt keine Rauchwaren, keine Butter, kein Fleisch, keine Wurst, einfach nichts außer Kar­toffeln, Brot und etwas Obst. Aber selbst von die­sem Wenigen boten sie den Soldaten noch an. In allen Ortschaften und Dörfern läuteten die Glocken. Triumphpforten waren ausgebaut, Böllerschüsse krachten. Don den Feldern kamen die Bauern her­beigelaufen, die Hütejungen trieben chr Vieh an die Straße, die Schwammerlweiblein verloren bald chre Körbe, so eilig liefen sie aus den Wäldern an die Straße, die unsere Truppen zogen.

In Luck machte das Bataillon Halt, um die Quar­tiere zu beziehen, die Grenzlinie der Zone III ist erreicht. Sofort sind die Soldaten von der ganzen Bevölkerung umringt. Selbst aus den Ortschaften, die jenseits dieser Grenzlinie liegen, kamen Män­ner herbei, um unseren Soldaten einen Gruß zu entbieten. Ihre Freude war unbeschreiblich; einer von ihnen umarmte ein über das andere Mal den Kommandeur, jedem der Offizieire und Soldaten schüttelten die Menschen bewegt die Hände, um ihnen dafür zu danken, daß sie endlich gekommen sind, sie zu erlösen.

getragen haben, flössen ausschließlich den Tschechen zu. Die deutschen Bauern waren nicht einmal im­stande, sich das Notwendigste zu kaufen.

Die Freude dieser Menschen über chre endliche Erlösung ist herzbewegend. Männer, die gewiß in langen Jahren durch schwerstes Leid gehärtet und abgestumpft sind, standen mit tränennassen Augen an der Straße. Wenn man sie fragt, wie es ihnen gegangen sei, wenden sie sich ab, um ihre Rührung zu verbergen. Sprechen können sie nicht. Frauen in einer Kleidung, der man ansah, daß sie viele Jahre getragen worden war, standen mit gefalteten Hän- den, Gebete sprechend, an den Straßen.Veraelt's Gott" murmelten sie ein über das andere Mal. Hier blieben selbst die Kinder, die sonst in der frohen Stunde alle Bitterkeit nun endgüllig ver- gangener Zetten vergessen hatten, zuerst noch wort­los vor unseren braven Feldgrauen stehen, sie mit großen Augen musternd. Aber rasch hatten unsere Soldaten bte Herzen ber Kinder gewonnen. Bei einer Pause nehmen sie bie Kinder mit auf chre Fahrzeuge, setzten ihnen Stahlhelme auf, gaben ihnen Butterbrote und Schokoliche, und nur schwer rissen sich die Kleinen wieder von den Soldaten los.

Die Tschechen haben noch in den letzten Tagen

Warschau, 6. Okt. (DNB. Funkspr.) Benesch habe mit seinem Rücktritt, so schreibtExpreß Po- ranny", die Konsequenzen aus dem Bankrott seines Systems gezogen. Innen­politisch habe er seinerzeit Die Einverleibung nicht­tschechischer Gebiete entgegen den Willen ihrer Be­wohner in den tschecho-slowakischen Staat erreicht, um den Volksgruppen die Diktatur der Tschechen

der Stützung auf die Genfer Liga, auf Pakte und die Hilfe von fremder Seite geführt. Benesch habe aus der Tschecho-Slowakei eine Avantgarde des Bolschewismus in Mitteleuropa gemacht. Die tiefen Aenderungen des tschecho-slowa­kischen Staates würden durch den Rücktrtt Be­nesch' symbolisiert. Er kündige eine neue Epoche in den polnisch-tschechischen Beziehungen, die nach der endaültigen Erledigung ber Nationali­täten in der Tscyecho-Slowakei beginnen könnte.

Ein Bericht der Agentur ATE. aus Prag stellt fest, daß dieser beschleunigte Rücktritt Beneschs a u f das Drängen der jüngeren Genera­tion und der Armee zurückzuführen ist. Aus der Rundfunkerklärung des Generals Sirovy gehe gleichzeitig hervor, daß die neue Regierung die Rekonstruktion des Staates und feiner Außenpolitik als vordringlichste Aufgabe betrachte.

Pariser Abgesang.

Paris, 6. Okt. (DNB. Funkspruch.) Das Haupt- augenmerk der Pariser Morgenprefse richtet sich auf den Rücktritt Beneschs. ImJour" heißt es, Be­nesch habe sich gegen die Vernunft ver­gangen, aber ttotzdem bleibe er ein großer Bürger. (?!)Petit Parisien" trauert: Benesch sei eine der felsenfestesten Stützen und einer der glänzend st enPropagandi st enderGen- f e r Liga gewesen.Jouxnal" sagt, Benesch Be­streben, mit seinem Rücktritt zu warten, um den Deutschen nicht vorzeitig die Freude über einen solchen letzten Sieg zu gewähren, habe aufgegeben werden müssen. Benesch habe das Spiel ver­loren und dafür zahle er jetzt. Er sei aber jung genug, um anRevanche zu denken, vor­ausgesetzt, daß er zu warten und zu verstehen wis­sen werbe.

Petit Journal" erklärt, bie Demission Beneschs bedeute bas Verschwinden des letzten der Be­gründer der Wilsonschen Wett aus der internatio­nalen polittschen Aera. Wenn man Benesch einen Vor­wurf machen könne, so den, daß er sichber Gefahr seiner eigenen Polittk nicht bewußt" gewesen sei. Figaro" führt den Rücktritt Beneschs auf Kreise der Armee zurück. Einer von deren Gründen sei die neue Haltung Moskaus. Die Sowjets hätten

Luditz, 5.Oktober. (DNB.) Don einem kleinen Ort von Karlsbad aus haben wir am Mittwoch­morgen mit ber Spitze unserer Truppen den V o r - marsch in das Re st gebiet derZone III, die auf der Linie Katharinenberg über Radonitz Luditz nach Waldmünchen verläuft, angetreten. Wie beim Einzug, so war auch zum Abschied das ganze Dorf, jung und alt, in den frühen Morgenstunden erschienen. Ein Ziehharmonikaspieler spielteMuß i denn, muß i denn, zum Städtlein hinaus", und grüßend und winfenb wurden die liebgewordenen wartiergäste verabschiedet.

Mit wehender Standarte setzte sich die Kolonne in Marsch auf das landschaftlich so überaus reiz- volle Egertal, das im schönsten Herbstsonnenschein zu unseren Füßen lag. Im Süden von Karlsbad passierten wir die Egertalsperre. Ein roman­tisches Bild, die laubwaldbcstandenen Höhen im Herbstschmuck, die rotbedeckten Häuser der Dörfchen und die wetten Felder. Von der Panoramastraße bietet sich dem Auge ein bezaubernder Blick auf die Freundschastshöhe und das Kurhaus Imperial. Heber Espenter, von dem aus die Funkstation Karlsbad zu sehen ist, nähern wir uns der Straße KarlsbadEger. Auf hohem Berghügel grüßt die alte Engelburgruine herüber. Dor Solmuß haben die Tschechen Straßensperren errichtet aus gestohle­nen Bauernwagen, gefällten Bäumen und Spreng- blöcken. neben der Straffe sieht man StacheDraht- hindernisse und Maschinengewchrstellungen. An einem Abhang sind starke Stellungen angelegt. Die Einwohner versichern uns, daß sie von Frauen und Mädchen gebaut werden mußten, well alle Männer ins Reichsgebiet geflüchtet waren.

Mit uns ziehen die Kieger. Einer von chnen geht im Tiefenflug herunter und wirft eine Mel- Dung ab. Die Hülse entwickelt eine starke Rauch­fahne, der Flieger hat vorzüglich getroffen, die Hülse ist unmittelbar neben der Sttaße ins Fett» gefallen. Die Meldung ist für den Kommandeur unseres Bataillons bestimmt, der sie in wenigen Minuten in Händen hat.

Im engeren Karlsbader Bezirk bieten die Dörfer noch einen erträglichen Anblick. Man sieht, daß die deutschen Bauern allen Fleiß daran gesetzt haben, ihre Anwesen in Stand zu halten. Je mehr wir uns aber von der Reichsgrenze entfernen, um so tr o ft I o f e r werden bie Bilder. Bewußt hat die tschecho-slowakische Regierung die sudeten- deutschen Dörfer verkommen lassen. Die Straffen sind mit tiefen Löchern übersät. Ohne geländegän­gige Wagen ist hier an ein Weiterkommen über­haupt nicht zu denken. Nicht einen Heller hat die­ser Staat für seine steuerzahlenden deutschen Bür­ger übrig gehabt. Die Sammlungen, die für die Notstandsgebiete, zu denen auch die Deutschen bei­

her schon im sicheren Hafen des Reiches leben durste. Ein kleines Opfer wird nur von jedem ein­zelnen gefordert. Ich erwarte aber, daß jeder ein­zelne sein Opfer nach seinem Können bestimmt, und laß der Reichtum hier mit glänzendem Beispiel vor­angeht! Es muff unser Stolz sein, in kürzester Zeitdie Notrestlos zu beseitigen! (Ju­belnde Zustimmung.)4»2ch will in wenigen Jahren in diesem Lande kein rachitisches Kind mehr schen! (Stürmischer Beifall.) Mit unserer ganzen Energie werden mir uns die Pflege und die Hebung dieser deutschen Volksgenossen angelegen sein lassen. Die Nation kann diese Opfer leicht erbringen. Jeder Bürger, jeder Volksgenosse, der sein Scherslein hier beträgt, soll nicht vergessen, daß das Opfer der­jenigen, die von ihm diese Spende fordern, viel größer ist.

M e h r als den Spendern muß ich jenen dan­ken, die es auf sich nehmen, Spender zu mahnen. (Brausende Zustimmung.) Unser Dank gebührt all den Männern und Frauen, die in unserem Winlerhilfswerk die größte soziale Einrichtung organisierten, die es auf der Welt gibt, von oben angefangen bis herunter zu denen, die in dieser gewaltigen Organisation als Helfer und Helferinnen tätig sind! Jeder, der sein Opfer gibt, soll dessen eingedenk frin, daß er nur einmal sein kleines Opfer gibt, wäh­rend der andere sich tage- und wochenlang für dieses Opfer eiuseht. (Brausender Beifall.) Wir alle wollen dabei ermessen, was wir dieser dea?. schen Volksgemeinschaft, dieser Gemeinschaft gegenseitiger Opferwllligkeil zu verdanken haben. Sie hat es nur ermöglicht, ein brennendes Pro­blem schliefflich ohne Kamps zu lösen.

Was fsir Opfer würde der Kampf gefordert haben! Lernen wir doch aus der Vergangenheit! Erinnern wir uns doch dessen, daß Deutschland einst zerbrach, weil diese Gemeinschaft nicht vorhanden war, dann erst wird es uns klar werden, daß ü b e r h a u p t k e i n Opfer für diese Gemeinschaft zu groß fein kann. (Ungeheure Be­geisterung.) In dieser Gemeinschaft, in der sich die stärkste Kraft der Nation ausprägt, sehe ich auch den stärksten Garant en des Friedens. Solange das deutsche Volk der Welt gegenüber als eine solche Gemeinschaft in Erscheinung tritt, wird es niemand wagen, unserem Volke leichtfertig die Fehde zu erklären. Sie werden alle dann erkennen, daß sie es hier nicht mit einem Mann zu tun haben, sondern mit einer machtvollen gro­ßen Nation. »

In der Geschichte unseres Volkes wird das Jahr 1938 ein großes, unvergleichliches, stolzes Jahr sein. (Minutenlange Kundgebungen der Freude.) In diesem Jahre sind die letzten schändlichen Seiten aus dem Schicksalsbuch, das uns einst in Versailles zu- gedacht mar, herausgerifsen worden. (Neue gewal­tige Ovationen.) Spätere Geschichtsschreiber werden feststellen, daß die deutsche Nation wieder zu­rückgefunden hat zum Stande einer ehrenhaf­ten großen Nation, daß unsere Geschichte wieder eine würdige Geschichte geworden ist.» In diesem Jahre aber, so glaube ich, muß auch die größte soziale Hilfsorganisation ähnliche Ergebnisse auf­weisen.

Ich erwarte, baff das Winterhilfswerk 1938 der geschichtlichen Gröffe dieses Jahres entspricht! (Jubelnde Heilrufe.) Es muff der Ehrgeiz aller sein, zu einem sol­chen monumentalen Erfolg beizukragen, um auch damit zu bekunden, baff für uns bas Wort ber Volksgemeinschaft kein leerer Dahn IfL Wir wissen, baff alles menschliche Walten zu feinem letzten Gelingen bes Segens d er Vorsehung bebarf. Allein wir wissen auch, baff biese Vorsehung nur bem ihre Zu­stimmung gibt, der sich ihrer würdig er-

Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda! hat folgende Sonntage des Winters 19 3 8 / 3 9 als Eintopfsonntage festgesetzt: 9. Oktober, 13. November, 11. Dezember, 8. Januar, 12. Fe­bruar, 12. März. f

Kleine politische Nachrichten.

Die Deutsche Evangelische Kirche hat ^lgendes Telegramm an den Führer und R . ch s k'a n z l e r gerichtet:Mit dem ganzen deut­schen Volk dankt die Deutsche Evangelische Kirche dem Führer .unb Reichskanzler für die mettgeschichtliche Tal de: 'Befreiung der deutschen Brüder irr. Sudetenland unter Wahrung des Friedens. Sie grüfft den Führer in unmandelbarer Treue und er­fleht den Segen des allmächtigen Gottes auch ferner­hin für Führer, Volk und Reich. Präsident Dr. Werner."

lassen würde. (Erneut stürmischer Beifall.) Ich habe in diesen letzten Monaten und Wochen sicher­lich eine große außenpolitische Hilfe gehabt und schon in meiner letzen Rede in dieser Halle bem Manne gebankt, ber als treuer großer Freunb hin­ter Deutschland getreten war: Benito Musso­lini! (Minutenlange Ovationen und stürmisches ! Händeklatschen.) Er hat bie ganze Kraft nicht nur i seines eigenen Ingeniums, fonbem ber hinter ihm i stehenden Macht in bie Waagschale einer i gerechten Lösung geworfen. Ich muff auch ! den beiden anderen groffen Staats- I männern danken, die in letzter Minute die hi- ! ft arische Stunde erkannten, sich bereit < erklärten, für bie Lösung eines ber brennendsten i Probleme Europas einzutreteu und bie es mir ba- durch ermöglichten, auch meinerseits bie Hand zu ! einer Verständigung zu bieten. (Lebhafte Zustim- mung.)

Allein, über all bem fliegt mein Dank bem 1 beutschen Volke zu! Ls hat mich in diesen - langen Monaten nie verlassen. Es hat ! mit ernster Entschlossenheit all die Maßnahmen getragen, bie nolwenbig waren, um bie gerech­ten Ansprüche des Reiches burchzusehev. Es wirb ein Ruhmestitel unseres Volkes bleiben, baff es in einer Zeit, in ber hunderltausende 3ur Arbeit, anbere hunberttausenbe unserer Männer unter bie Waffen gerufen worben sinb, baff in bieser selben Zeit in j Deutschland nicht ein Angstkauf stattfanb, nicht ein Mann zur Sparkasse ging, nicht eine Frau zweifelte, sondern baff bie ganze Ration sich als eine einzige geschlossene Ge­meinschaft erwies. Ich muff es offen aus­sprechen: Ich bin stolz auf mein deut­sches Volk!

Ich hoffe, baff schon in wenigen Tagen das sudelendeutsche Problem endgültig gelöst sein wird. Bis zum 10. Oktober werden wir alle deutschen Gebiete besetzt haben, die uns gehörten! (Minuten­lange Hellrufe.) Damit wird eine der schwersten Krisen Europas beendet sein, und wir a l l enicht nur in Deutschland, sondern darüber hinaus, können uns dann in diesem Jahre zum erstenmal wirklich freuen auf das Weihnachts­fest. Es soll für uns alle ein wahres Fest des Friedens werden. (Unbeschreiblicher Jubel der Massen, die dem Führer langanhaltende Ovatio­nen bereiten.) Um so wichtiger aber ist es in dieser Zeit, nun erst recht für unsere deutsche Volks­gemeinschaft zu sorgen, für sie zu ringen, für sie zu werben und für sie zu opfern! Denn auch das Gluck wird den Menschen nicht geschenkt, schwer müßen sie es sich erringen!

Wir sind auch nicht durch einen Zufall zu dieser unserer Volksgemeinschaft gekommen. Sie ist mühselig aufgebaut worden, erst in den Reihen der nationalsozialistischen Partei, und von ihren Reihen ausgehend, hat sie die ganze deutsche Nation erobert. Diese deutsche Volksgemeinschaft ist wirklich praktisch angewandter Sozia- l i s m u s und damit Nationalsozialismus im höch­sten Sinne des Wortes. I e d e r ist hier verpflichtet, feinen Anteil zu tragen. Heber uns allen aber steht das Gebot: Niemand in der Welt wird uns helfen, außer wirhelfenunsselbst. (Stürmische Zu­stimmung.) Dieses Programm der Selbsthilfe ist ein ebenso stolzes wie männliches Programm. Es ift ein anderes als das meiner Vorgänger, die fortgesetzt in der Welt Herumriefen, um herumzubetteln, bald in Versailles und bann in Genf und bann in Lausanne oder sonstwo bei irgendwelchen Konferenzen. Es ist schon stolzer, daß wir Deutsche heute entschlossen unsere Probleme s e l b st lösen und uns auch selbst helfen!

Wir müßen dabei erkennen, wie unendlich viele unserer Volksgenoßen namenlosen, unbekannten Menschen, wir zu Dank verpflichtet sind. Diele Hunderttausende deutscher Arbeiter sind in ben letzten Monaten plötzlich aus ihren Berufen heraus- gerißen worden. Eines Tages hieß es:Du mußt jetzt dein Köfferchen packen, denn du mufft nach dem Weste n!" Dort zog nun eine Riesenarmee von Arbeitern auf, bie eine Mauer aus B e - ton und Stahl errichtete, um uns alle, um ganz Deutschland zu schützen. Sie haben Frauen und Kin­der zürücklaßen müßen, sie mufften ihren bisherigen Arbeitsplatz verlassen, sie mufften eine neue, oft viel schwerere Arbeit wählen, sie mufften in Massen- quartieren viele, viele Unbeauemlid)feiten des Le­bens in Kauf nehmen. Gewiß, wir haben versucht, ihnen das alles erträglich zu gestalten, aber trotz­dem:

Dir find ihnen allen zu Dank ver­pflichtet, ihnen und allen den hundert- taufeuben, bie bann elnrückten in unsere Ka­sernen unb auf die Truppenübungsplätze. Und wir find zu Dank verpflichtet all den Frauen, die ihre Männer und Söhne ziehen lassen mufften. Dir danken all denen, die uns Opfer bringen, die gänzlich unbekannt sind, namenlose arbeitende deutsche Menschen. Jetzt aber sind wir dank all dieser Qpfer Zeugen einer gro - ff en geschichtlichen Wende geworden! In diesem Augenblick müssen wir auch jener gedenken, die 20 Jahre lang in einer scheinbar aussichtslosen Lage fanatisch au Deutschland glaubten und von ihrem Deutschtum niemals abließen. Ls ist ja so leicht, hier im Herzen des Reiches sein Deutschtum zu bekennen. Aber es ist unsagbar schwer, angesichts einer fortgesetz­ten Verfolgung sich trotzdem nicht von diesem Deutschtum abbringen zu lassen und ihm fana­tisch treu zu bleiben, als käme die Erlösung schon am nächsten Tage. Jetzt aber ist diese Stunde der Erlösung gekommen.

Ich selbst habe jetzt ben ersten Blick in biese Ge­biete getan. Unb was mich dort erschütterte, waren zwei Eindrücke: Oft habe ich ben Jubel und bie Begeisterung ber Freude kennengelernt. Hier aber habe ich zum ersten Male die Freude ber Tränen bei Hunderttausenben von Menschen ge­sehen. Und zweitens sah ich eine grauenhafte Not. Wenn in England ein Duff Eooper oder ein Mr. Eden sagt, ben Tschechen sei Unrecht geschehen dann sollten diese Männer nur einmal sehen, was sich dort in Wirklichkeit zugetragen hat. Wie kann man so bie Wahrheit verdrehen! (Die Massen brechen in Pfuirufe aus.) Ich habe hier ganze Dörfer unterernährt, ganze Städte herunter­gekommen gesehen!

Meine Volksgenossen! Sie haben jetzt eine große Ehrenpflicht zu erfüllen. Wir müssen diese Menschen in den Kreis unserer Volks- gemeinschast aufnehmen und ihnen helfen. Jetzt tut Hllfe not! Das ist ber kleine Dank, ben nun ber Deutsche abstatten kann, der bis-

um ueu lovuöuiupptH uie .uiu.ui.ui uu wissen lassen, daß sie. wenn bie Tschechen chre Be-

aufzuzwingen Außenpolitisch habe Benesch sechzehn festtgungen aufgeben würden, für eine militärische Jahre lang eine Politik ber Fiktionen, eine Politik sUnterstützung nicht mehr in Frage kommen.