Ausgabe 
6.10.1938
 
Einzelbild herunterladen

Nr. 234 Erstes Blatt

188. Jahrgang

Donnerstag, b. Oktober 1938

krlchetni täglich, äuget Sonntags und Feiertag» Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblatter Heimat im Bild - Die Scholle Monalr-Bezugspreis:

Mit 4 Beilagen RM.l.95 Ohne Illusttierte e 1.80 Zustellgebühr e -LS Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer (Bemalt

Zernsprechanschlüffe

unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach­richten: Anzeiger Sietzen

Postscheckkonto:

Frankfurt am Main 11686

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhefsen

Druck »nd Verlag: vrühlsche Univerfiläts-ruckerei K. Lange in Sietzen. Schristleiiung und Geschästsftelle: Schulstrahr 7

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8' /.Uhrdes Dormittag»

Grundpreise für 1 mm Höhe

für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Npf.. für Text­anzeigen oon70mm Breite 50Rpf..Platzoorschrist nach vorh Vereinbg. 25"/, mehr.

ErmStzigte Grundpreise:

Stellen-, Derems», gemein­nützige Anzeigen sowie ein­spaltige Gelegenheitsanzei­gen 5 Npf., Familienanzei­gen, Bäder-, Unterrichts» iu behördliche AnzeigenLNpf. Mengenabschlüsse Staffel B

Llnser Opfer sei der Dank für das Glück dieses Lahres.

Der Führer eröffnet das erste Winterhilfswerk Großdeuisthlands.

Ausland lebenden Deutschen haben für das Winterhilfswerk 1937/38 fast 3 Millionen Reichs­mark geopfert, das bedeutet eine Erhöhung um 14,78 d. $). gegenüber dem Vorjahre.

Die Wiedervereinigung Oester­reichs mit dem Reich stellte uns kurz vor

Gewaltige Kundgebung im Sportpalast.

Berlin, 5.Okt. (DNB.) In einer gewaltigen Kundgebung im Berliner Sportpalast eröffnete der Führer am Mittwochabend das, Winterhilfswerk des deutschen Volkes, das erste im neuen Groß­deutschland. Die riesige Halle zeigt sich im würdigen Festfchmuck. Ränge und Brüstungen find 'mit Fah­nentuch und frischem Grün verkleidet. Die Stirn­wand hinter dem Rednerpodium und den Plätzen der Ehrengäste wird von einer blendend angeftrahl- ten, halbrund gestalteten Wand aus rotem Tuch und jungem Tannengrün beherrscht, von der in mo­numentalen Silberlettern die Inschrift leuchtet: Winterhilfswerk 1938/39 Großdeutschlands." Dar­über spannen sich 14 lang herabwallende Haken­kreuzbanner. Von der gegenüberliegenden Wand grüßt mahnend das SpruchbandEin Volk hilft sich selbst." Inzwischen versammeln sich die Ehren­gäste, neben fast allen Reichsmimstern das Führer- korps der Partei, die hohe Generalität und die son­stigen führenden Persönlichkeiten des Staates, der Behörden und der Wirtschaft. Kurz vor 20 Uhr hal­len schneidige Kommandos durch das gewaltige Oval der Verfammlungsstätte:Standarten und Fahnen hoch!" Schmetternd setzt der Badenweiler Marsch ein, und unter feinen Klängen marschieren die Banner der Bewegung ein. Und dann kündet von draußen brausender Jubel das Eintreffen des Führers. Er betritt den Saal. Die Hände fliegen empor, die Menschen stehen auf, rufen und winken. Kaum hat der Führer Platz genommen, da tönt die Halle wider von begeisterten Sprech- chörenFührer, wir danken dir, Führer, wir dan­ken dir". Die Massen kennen kein Aufhören, bis sich schließlich der Führer erhebt und mit glücklich leuchtendem Antlitz nach allen Seiten dankt. Dann betritt Reichsminister Gauleiter Dr. Goebbels das Rednerpodium, um seinen Rechenschaftsbericht über die Leistungen der vergangenen Winterhilfswerke abzulegen. Dr. Goebbels führte, fast nach jedem Satz von stürmischer Zustimmung unterbrochen, u. a. folgendes aus:

Dr. Goebbels spricht.

Mein Führer! Sie kommen soeben aus dem sudetendeutschen Gebiet zurück. Sie haben das be­freite deutsche Volk dort begrüßt, und wir sind am Rundfunk Zeuge dieses historischen Vorganges ge­wesen. Unsere Herzen sind mit Ihnen auf die Reise gegangen, um so mehr, als wir in den vergangenen Wochen und Monaten auf das innigste Anteil genommen haben an Ihren Lasten, an Ihrer Ver­antwortung und an Ihren Sorgen. Sie wissen, mein Führer, daß in diesen Wochen und Monaten das ganze deutsche Volk hinter Ihnen gestanden hat. Wenn es im Lande noch irgend­wo Kritiker gab, so sind sie in den letzten Wochen zu Ihren glühendsten Bewunderern geworden. Das Wort, daß zum erstenmal im Kampf um Oesterreich im Lande aufflammte, das ist nun Wirklichkeit: Ein Volk, ein Reich, ein Führer.

Wie groß muß eine politische Idee sein, die solche Wunder vollbringt! Man könnte vielleicht auf den Gedanken kommen, daß das Winterhilfs­werk mit all diesen Dingen nichts zu tun hatte. Und trotzdem steht es mit den politischen Vorgän­gen in innigstem Zusammenhang, denn das Winterhilfswerk ist der Tat gewordene Sozialismus der nationalsozialisti­schen Bewegung. Hinter den Kanonen unse­rer Wehrmacht sind die Gulaschkanonen unseres WHW. sowohl in Oesterreich als auch im Sudeten­land eingezogen (begeisterte Zustimmung). Die großzügige volkssorgerische Arbeit, die wir nicht nur in Oesterreich, sondern auch im Sudetenland sofort haben einsetzen lassen, ist Zeugnis dafür, rote ernst es uns um den Sozialismus unserer Be­wegung. und unseres Reiches zu tun ist. Wenn wir auf die vergangenen 5 Äahre unserer Winterhilfs- arbeit zurückblicken, so können wir das mit stol­zer Befriedigung tun.

Ich komme nun zu dem Rechenschafts­bericht des WHW. für das Berichtsjahr 1937/38. Die Gesamtleistung dieses Winterhilfs­werks 1937/38 beträgt 417 169 177,11 Reichs­mark, das find übet672nillionen mehr, als das erste Winterhilfswerk im Jahre 1933/34 erbrachte, und immer noch fast 9 Millionen Reichsmark mehr als das vorjährige Winter- httfswerk, also das von 1936/37, ergab. Damit beträgt der Gesamtertrag sämtlicher bisher durchgeführten Winterhilsswerke fast zwei

Milliarden Reichsmark.

Allein für Nahrungs - und Genußmittel wu'den im Rahmen des Winterhilfswerks 1937/38 etwa 120 Millionen Reichsmark aufgewandt. In den Sachleistungen sind dabei rund 5% Millionen Doppelzentner Kartoffeln enthalten. Das ist eine Menge, mit der man das gesamte Olympia- Stadion von feinen Grundmauern bis zu seiner höchsten Umrandung vollständig zuschütten könnte. Die ganze Millionenstadt Berlin hätte ein Jahr nötig, um diese gewaltige Kartoffelmenge zu ver­zehren. An sonstigen Lebensrnitteln wurden fast 1 Million Doppelzentner verteilt.

Für Kohlen, Holz und Torf für Heizungs­zwecke wurden rund 47 Millionen Reichsmark aus­

gegeben. Das entspricht einer Kohlenmenge von 17^ Millionen Doppelzentnern. Wollte man diese Menge gesammelt abtransportieren, so wären dazu rund 2300 Eisenbahngüterzüge erforderlich. Wenn diese Zugreihe an uns vorbeiführe, so müßten wir fast 10 Tage vor der geschlossenen Schranke warten, bis dieser Transport vorübergerollt wäre. Insgesamt hat die Reichsbahn an Sachgütern des Winterhilfs-' werks die gewaltige Menge von 22>2 Millionen Doppelzentnern frachtfrei befördert. Dazu waren 3000 Güterzüge notwendig. Die gesamte Menge, die die Reichsbahn bisher in den Winterhilfswerken 1933 bis 1938 frachtfrei befördert hat, beträgt sogar 138 Millionen Doppelzentner. Um diese Menge auf einmal zu transportieren, würde man das IVzfache des gesamten Güterwagenparks von Großdeutschland benötigen.

Für Bekleidung hat das Winterhilfswerk 1937/38 67% Millionen Reichsmark ausgewandt, für Gutscheine und sonstige Leistungen weitere 40 Mil­lionen. In Haushaltsgegenständen und sonstigen Sachspenden wurden mehr als 14% Mil­lionen Reichsmark angelegt. Was diese Zahlen be­deuten, kommt uns erst richtig zum Bewußtsein, wenn wir uns vorstellen, daß allein an Mänteln, Anzügen, Kleidern und Wäschestücken mehr als 6 Millionen Stück verausgabt wurden, daß mehr als 3,3 Millionen Paar Schuhe, mehr als 200 000 Stück Betten, Matratzen, Möbel, Hausgeräte und über 430 000 Stück Decken und Bettwäsche an bedürftige Volksgenossen ausgegeben wurden. Für Theater, Konzerte und Kinos konnten 3137178 Karten kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Die Zahl der B ü ch e r, Musik-Instrumente, Spielsachen, Weihnachtsbäume, Liebesgaben und Weihnachtspakete, die verteilt werden konnten, be­trägt 3 093 767 Stück. In den einzigartigen Feiern unserer Volksweihnacht konnten fast 3 Millio­nen Kinder unserer ärmsten Volksgenossen beschert werden.

Dem Deutschen Roten Kreuz, dem Deutschen Frauenwerk und den Verbänden und Organisationen der Wohlfahrtspflege wurden aus Winterhilfswerks­mitteln nicht weniger als 17 Millionen Reichsmark zur Verfügung gestellt. Dem H i 1 f s w e r kM u t- tcr und Kind" konnten sogar 78V2 Millionen Reichsmark zugesteuert werden. Für das Tuberku­lose-Hilfswerk wurden 3 Millionen Reichsmark, für die Durchführung der Schulzahnpflege 2,5 Millionen Reichsmark aufgewandt.

Am Winterhilfswerk mlfgedrbtifd und damit den besonderen Dank der Ration verdient haben sich 1 030 228 Partei- und Volksgenossen. Von ihnen war nur der geringfügige hundertsah von 0,97 v. f). gegen Gehalt oder Entschädigung tätig. $0 konnten die Unkosten des Winterhilfs­werks auf den niedrigen Stand von nur 1,91 v. h. der Gesamtsumme gehalten werden.

Erfreulicherweise sinkt von Jahr zu Jahr die Zahl der Volksgenossen, die einer Betreuung durch das Winterhilfswerk bedürfen. Im Winterhilfs­werk 1933/34 fielen auf 1000 Einwohner 253 Be­treute. Don Jahr zu Jahr wurden es weniger. 1934/35 waren es noch 211, 1935/36 194, 1936/37 161 und im WHW. 1937/38 kamen nur noch 134 Betreute auf je 1000 Einwohner. Der Tag der Rationalen Solidarität 1937 hat 2 422 655,93 Reichsmark mehr erbracht als der ent­sprechende Tag des Vorjahres, d. h. also 42,79 v. H. mehr. Auch die Eintopf spenden haben wiederum zugenommen, und zwar gegenüber dem Vorjahr um 1004 502,38 Reichsmark. Bei den Reichsstraßensammlungen wurden in dem verflossenen Winterhilfswerk über 30 Millionen Reichsmark erzielt. Für die Gebefreudigkeit der deut­schen Volksgenossen zeugen ferner 116 141 976 ver­kaufte Abzeichen. Die Massenaufttäge für diese Ab­zeichen gingen auch diesmal in Notstandsgebiete und in die typischen Gebiete der» Heimarbeit. Die tm

Abschluß des vorigen Dinlerhilfswerkes vor riesige neue Aufgaben. Aber auch sie wurden gelöst. Allein in Oesterreich wurden lediglich in den Wonaten von Wär; bis Wai 1938 für Lei­stungen verschiedenster Art 76,5 Willionen Reichsmark aufgewandt.

Hier wurden Spenden an Nahrungsmitteln und Kleidung im Werte von ipehr als 25 Millionen Reichsmark verteilt. Gutscheine wurden für mehr als 7 Millionen Reichsmark ausgegeben. Für Spei- fungert wurden fast 6 Millionen Reichsmark ange­wandt. Für die Land- ustd Heimverschickung kranker und pflegebedürftiger Kinder konnten fast 17 Mil­lionen Reichsmark hergegeben werden, für Mütter­oerschickung, für Adalf-Hitler-Freiplatz-Spenden, so­wie für die Betreuung ehemaliger illegaler Kämpfer wurde die Summe von 6 Millionen Reichsmark freigemacht. Der Wohnungshilfe, der Schwangeren» und Säuglingsfürsorge, der Einrichtung von Hei­men, Hilfs- und Beratungsstellen, sowie Sonder- maßnahmen im Rahmen des HilfswerkesMutter und Kind" kamen mehr als 10 Millionen Reichsmark zugute, wobei das vorbildliche Tu­berkulose-Hilfswerk der NSV. in erheblichem Um­fang in Erscheinung trat. Für Einzelleistungen ver­schiedenster Art endlich wurden weitere 3V2 Millio­nen Reichsmark aufgewandt. Auch hier wieder kann ich die erfreuliche Feststellung machen, daß die Un- ko st e n auf außerordentlich niedrigem Stand ge­halten werden konnten, denn nur etwa IV« v. H. der gesamten aufgewandten Summe wurden von Unkosten verzehrt.

Vor ganz neue Aufgaben stellt uns nun neben der Ostmark das heimgekehrte 5 u - detenland. hier haben allein im Altreich die Sonderaktionen der RSV. bisher schon werte von mehr als 10 Willionen Reichsmark eingebracht, und das Winterhilfs­werk hat soeben weitere 45 Willionen Reichsmark für das Sudetenland bereit-

die Organisierung des Transportwesens, der

Ver-

von

142 000.

Görlitz, 6. Okt. (DRV. Funkfpruch.) Fahrt in den Gebletsabschnitt II detenlandes berührte der Sonderzug des

Auf der des Su- Führers

Berlin, 6. Okt. (DNB. Funkspruch.) Das Ober- kommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Es gibt viele, die das gar nicht verstehen, die sich vielleicht einbilden, daß das so sein muß. Dor allem sind das jene, die selbst nicht die starke Kraft des Merzens besitzen, um solche Probleme 3U bewältigen. Sie können nicht ermessen, daß die Kraft. d>e uns

binbungen, der Verpflegung der Bevölkerung usw. stellt.

Wie das Deutsche Rachrichten-Büro dazu von unterrichteter Sette erfährt, schließt die Linie, frie die deutsche Armee nunmehr zwischen dem 7. und 10. Oktober zu besehe^ haben wird, unter anderem folgende sudetendeutsche Gebiete ein: Das sogenannte Kuhländchen mit Reutitschein, Troppau, hultschin (während Wührisch-Ostrau außer­halb dieser Linie bleibt), den gesamten Schön- hengstgau mit Währisch-Trübau und Zwiltau, den We st Hang des Adlergebirges mit Rokilnih und Gießhübel, das Vraunauer Ländchen, den Streifen südlich des Riesengebir­ges mit Trautenau, Gablonz und Reichenberg, Böh- misch-Leipa, Leitmerih, Lobosih, das kohlen- gebiet von Dux und Brüx, das Saazer Hopfenland, bäs Gebiet westlich von Pilsen (ohne jeboch bie Stabt Pilsen selbst) unb bie Stadt Vischofleinitz. Südöstlich von dem im tschechischen Besitz verbleibenden laus gehören zu der in den nächsten Tagen von deutschen Truppen zu besehen­den Zone die folgenden Städte: Bergreichenstein, Winterberg, Prachatih, Böhmisch-Kromau. Oestlich ©ragen wirb bie alte Reichsgrenze im Gau Rieder - bonau erreicht. Rörblich vom Gau Rieber­bon a u fallen in bas für bie beutfche Besetzung bestimmte Gebiet Reubistrih, bie Stabt Znaim, bie Stabt Währisch-Kromau, Auspih, Rikolsburg unb Cunbenburg. Von beutschen Truppen wirb enblich auch am Ostranb bes Rieberbonaugaues ber Ort Engerau auf bem siiblichen Donauufer gegenüber

Preßburg besetz! werben.

Veainn der Besetzung des Gedietsadschnittes IV

Deutsche Truppen unter Führung bes General­obersten von Rundstedt haben am 6.10., 8 Uhr, die ehemalige deutsch-tschecho-slowakische Grenze i n Oberschlesien zwischen Landeck und L e 0 b s ch ü tz überschritten unb mit der B e s e tz u n g bes Gebiets ab schnittes IV begonnen. Die Truppen bes Generals ber Artillerie v. Reichenau haben am 5.10. bie Besetzung bes Gebietsabschnittes III b e e n b e t. Gleichzeitig finb weitere Teile ber Luftwaffe in bie subetenbeutschen Gebiete eingerückt.

Der Führer wiederauf derFahrl ms Sudelenland.

Die weitere Besetzung des vorwiegend deutschen Siedlungsgebiets

Festlegung durch die Internationale Kommission.

Berlin, 5. Okt. (DRB.) Die Internationale Kommission hat in ihrer Sitzung am Wiltwoch bie vorwiegenb beutschbesiebelten Ge­biete f e st g e st e l l t, bie bie beutsche Armee cnt- sprechenb ben Bestimmungen ber Wünchener Verein­barung zwischen bem 7. bis 10. Oktober zu besehen haben wirb. Sie hat ihrer militäri­schen llnterkommission ben Auftrag gegeben, bie weiteren Etappen für bie Besetzung fest­zulegen. Die Kommission hat ferner ben Eisen- bahnverwaltungen bes Reiches unb ber Tschecho-Slowakei empfohlen, sofort unmittel­bare Fühlung aufzunehmen, um auf Grunb gegenseitiger Vereinbarung bie Lösung ber Probleme zu erleichtern, bie für gewisse Gegenden

am Donnerstag um 8.13 Ahr Görlih, wo sich auf ben Bahnsteigen, obwohl bie Ankunft des Führers nicht öffentlich bekanntgemacht worben war, neben ben Spitzen von Partei unb Stabt eine unüber­sehbare Menschenmenge elngefunben hatte, bie ben Führer begeistert begrüßte. Der Führer zeigte sich wiederholt am Fenster feines Wa­gens unb bankte für bie zahlreichen Beweise ber Liebe unb Verehrung. Wenige Winulen vor 8.30 Ahr setzte ber Sonberzug bie Fahrt nach Löbau fort.

Großdeutschland

Hilst den Gndetendentschen.

Umfangreiche Sofortrnatznahrnen des Winterhilfswerks.

Berlin, 5. Okt. (DNB.) Don ben Sofortrnaß- nafymen, die das Winterhilfswerk zur Behebung der ersten Not im fudetendeutfchen Gebiet durch­führt, geben die nachfolgenden Zahlen eine unge­fähre Porft»llung. Zur Betreuung der Bevölkerung find allein 17 3 Feldküchen und der Hilfszug Bayern eingesetzt. An Lebens­

gestellt.-

Das, meine Volksgenossen, ist zwar nur ein nüchterner Zahlenoericht, aber welch eine U n summe von Arbeit und Leistung verbirgt sich in diesen Zahlen! Mit Stolz können wir be­haupten, daß das Winterhilfswerk die größte soziale Organisation ber Welt ist. Die Männer unb Frauen, die hier vor Ihnen sitzen, finb Vertreter jener fast V/2 Millionen Helfer im ßanbe, bie Tag für Tag im Dienste bes WHW. und der nationalsozialistischen Volkswohl­fahrt tätig sind. Sie wollen in Ihrem Auftrage, mein Führer, Sozialisten der Tat sein. Geben Sie uns nun Ziel unb W eg für bie kommende Arbeit.

Der Appell des Führers.

Meine Deutschen!

Volksgenossen und Volksgenossinnen!

Als ich vor sechs Jahren die Führung des Rei­ches übernahm, erklärte einer unserer sogenannten Staatsmänner von damals:Jetzt hat dieser Mann den entscheidenden Schritt getan. Bisher war er populär, denn er stand in der Opposition. Jetzt muß er regieren, und wir werden sehen, wie seine Popularität in sechs ober acht Wochen aus* sehen wird!" Nun sind seitdem nicht sechs Wochen, sondern fast sechs Jahre vergangen, unb ich glaube, biefe sechs Jahre sind mit die entsch ei­ben d st e n für bie beutsche Geschichte gewesen. Das Charakteristischste biefer Zeit ist babei bie Tatsache ber unerhörten Geschlossenheit bes beutschen Volkes. Was ich auch in diesen sechs Jahren erreichen konnte, es gelang mir nur, weil hinter mir bas ganze deutsche Volk st a n d. (Stürmischer Beifall.) Die Pro­bleme, die uns gestellt waren, konnte ein einzelner allein nicht meistern. Nur wenn einer im Namen des ganzen deutschen Volkes reden unb, wenn notroenbig, auch hanbeln konnte, dann wap mit diesen Fragen fertig zu werden.

Wir haben das vielleicht am stärksten in den hinter uns liegenden Wonaten, Wochen und Tagen erlebt. Ich habe mir am 28. Wai ein großes Ziel gesetzt. Es war damals ein schwe­rer Entschluß. Ich habe an feine Verwirkli­chung geglaubt, und konnte nur daran glau­ben, weil ich wußte: hinter mir steht das ganze deutsche Volk und es ist bereit zu jedem Einsatz! (Jubelnde Zustimmungskundgebungen.) Diese Geschlossen­heit ist die Folge einer organisier­ten neuen deutschen Gemeinschaft. Sie ist das, was wir Rationalfozialisien unter d"m B-ariff Volksgemeinschaft ver­stehen. Ohne diese deutsche Volksgemeinschaft wären alle die Ausgaben nicht zu meistern ge­wesen, die in den letzten Iahren und auch in den letzten Wochen ihre Lösung erfahren haben.

mittel n verschiedenster Art wird sofort bie ge­waltige Menge von 5 760 000 Kilogramm verteilt, außerdem allein an Kartoffeln 180 000 Kilo­gramm. An Bekleidungsstücken werden zu­nächst folgende Mengen ins Notstandsgebiet gesandt: Anzüge unb Anzugteile für Männer 511 730, Unter­wäsche für Männer 708 000, Socken und Schuhe je 384 000, Bekleidungsstücke für Frauen 609 000, Un­terwäsche für Frauen 1 226 000, Schuhe unb^ie tuimvn man nmenen, vn juub. w Strümpfe 857 000, Bekleidungsstücke für Knaben alles bas möglich gemacht hat. ausschließlich b i e 379 014, Strümpfe und Schuhe für Knaben 292 028, Kraft der beutschenVolksgemeinschaft Bekleidungsstücke für Mädchen 172 500, Unterwäsche ist, die hinter mir steht, auf die ich mich berufen für Mädchen 301000, Strümpfe unb Schuhe je kann und von ber ich weiß, daß sie mich auch ------ in den schlimmsten Tagen nicht ver«